{"id":66913,"date":"2017-02-26T12:47:28","date_gmt":"2017-02-26T10:47:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66913"},"modified":"2017-02-26T12:47:28","modified_gmt":"2017-02-26T10:47:28","slug":"x-s-6-16-pkh-zumutbarkeit-eines-benennungsverlangens-nach-par-160-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-6-16-pkh-zumutbarkeit-eines-benennungsverlangens-nach-par-160-ao\/","title":{"rendered":"X&nbsp;S&nbsp;6\/16&nbsp;(PKH) &#8211; Zumutbarkeit eines Benennungsverlangens nach &sect; 160 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.12.2016, X S 6\/16 (PKH)<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.011216.XS6.16(PKH).0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zumutbarkeit eines Benennungsverlangens nach &sect; 160 AO<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Der Antrag wird abgelehnt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Antragstellerin wurde in den Streitjahren 2003 bis 2005 mit ihrem Ehemann (E) zur Einkommensteuer zusammenveranlagt. E&nbsp;kam im Jahr 1991 aus Bosnien nach Deutschland und war hier zun&auml;chst als Arbeitnehmer t&auml;tig. Seit 2001 erzielte er mit der Montage von Baufertigelementen Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Er ermittelte seinen Gewinn durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>E leistete in den Streitjahren u.a. erhebliche Barzahlungen an vier Subunternehmen, die in der Rechtsform der GmbH auftraten. Schriftliche Werkvertr&auml;ge, Angebote, Annahmeerkl&auml;rungen, Abrechnungspapiere sowie Unterlagen &uuml;ber die Abnahme der Leistungen existieren nicht. Die von den Subunternehmern gestellten Rechnungen enthalten keine genauen Leistungsbeschreibungen, sondern Angaben wie &quot;vereinbarungsgem&auml;&szlig;&quot; oder &quot;pauschal&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer bei E durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung kam der Pr&uuml;fer zu der Auffassung, aufgrund vorliegender Unterlagen h&auml;tten drei der vier Subunternehmen keinen eigenen Gesch&auml;ftsbetrieb unterhalten. In allen vier F&auml;llen sei die wahre Identit&auml;t der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer entweder nicht zu ermitteln gewesen oder die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer h&auml;tten ausgesagt, den E nicht zu kennen. Der Pr&uuml;fer forderte E auf, die Personen zu benennen, an die die Barzahlungen letztlich gelangt seien. Nachdem E diesem Verlangen nicht nachkam, schlug der Pr&uuml;fer vor, auf der Grundlage des &sect;&nbsp;160 der Abgabenordnung (AO) den Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die folgenden Betr&auml;ge zu versagen:<br \/>&#8211; 2003: 203.268,51 EUR,<br \/>&#8211; 2004: 201.383,20 EUR,<br \/>&#8211; 2005: 166.500,00 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) folgte dem und erlie&szlig; entsprechend ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber Einkommensteuer und den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r die Jahre 2003 bis 2005. E trug demgegen&uuml;ber vor, er habe sich von seinen Subunternehmern vor Leistung der Barzahlungen Gewerbeanmeldungen, Handelsregistereintragungen, Nachweise &uuml;ber Bau-Haftpflichtversicherungen sowie Best&auml;tigungen der Handwerkskammer und der Bau-Berufsgenossenschaft vorlegen lassen. Barzahlungen seien in weiten Teilen der Baubranche &uuml;blich. Ein &quot;B&uuml;rokratismus&quot; mit schriftlichen Vertragsunterlagen sei gesetzlich nicht vorgeschrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte aus, ein Benennungsverlangen sei gerechtfertigt, wenn sich dem Steuerpflichtigen nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls objektiv Zweifel aufdr&auml;ngen m&uuml;ssten, ob der Empf&auml;nger der Zahlungen diese ordnungsgem&auml;&szlig; versteuern werde. Dies sei insbesondere bei Barzahlungen in erheblicher H&ouml;he &#8211;hier: ca. 200.000&nbsp;EUR j&auml;hrlich&#8211; der Fall, wenn den Gesch&auml;ftsbeziehungen keine schriftlichen Vereinbarungen zugrunde l&auml;gen. Es sei in keiner Weise nachpr&uuml;fbar, f&uuml;r welche konkreten Leistungen die Zahlungen get&auml;tigt worden seien. Die tats&auml;chlichen Empf&auml;nger der Barzahlungen seien nicht feststellbar. E sei auch nicht Opfer einer undurchschaubaren T&auml;uschung geworden, da die Umst&auml;nde des Sachverhalts stark vom &Uuml;blichen abwichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Antragstellerin begehrt, ihr Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r die bereits eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde zu bewilligen. Die Nichtzulassungsbeschwerde st&uuml;tzt sie auf eine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Antrag ist unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. PKH erh&auml;lt auf entsprechenden Antrag ein Beteiligter, der nach seinen pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen die Kosten der Prozessf&uuml;hrung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint (&sect;&nbsp;142 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;114 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen sind vorliegend nicht erf&uuml;llt, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet. Die bereits erhobene Nichtzulassungsbeschwerde ist &#8211;bei erheblichen Zweifeln daran, ob die geltenden Darlegungsanforderungen &uuml;berhaupt erf&uuml;llt sind&#8211; jedenfalls unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Antragstellerin beruft sich weiterhin darauf, das Benennungsverlangen sei ermessensfehlerhaft gewesen, weil E Opfer einer f&uuml;r ihn nicht durchschaubaren T&auml;uschung geworden sei und sich ihm keine Zweifel hinsichtlich seiner Gesch&auml;ftspartner h&auml;tten aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (vgl. hierzu Urteil des Bundesfinanzhofs vom 4.&nbsp;April 1996 IV&nbsp;R&nbsp;55\/94, BFH\/NV 1996, 801, unter II.1.a). Sie f&uuml;hrt weiter aus, in der bisherigen Rechtsprechung und Kommentierung &#8211;der das FG gefolgt sei&#8211; werde f&uuml;r diese Beurteilung auf die Sichtweise eines objektiven Betrachters abgestellt (z.B. Gr&ouml;&szlig;enordnung der durchgef&uuml;hrten Arbeiten, Vorliegen schriftlicher Vertragsunterlagen, hohe Barzahlungen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund sieht die Antragstellerin die Rechtsfrage, ob &#8211;entgegen der bisherigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung&#8211; auf die individuellen F&auml;higkeiten und Erfahrungen des Betroffenen abzustellen sei, als grunds&auml;tzlich bedeutsam (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig sein (Senatsbeschluss vom 19.&nbsp;Januar 2011 X&nbsp;B&nbsp;43\/10, BFH\/NV 2011, 636, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dabei erfordert die schl&uuml;ssige Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer Rechtsfrage ein konkretes und substantiiertes Eingehen darauf, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden diese umstritten ist (Senatsbeschl&uuml;sse vom 5.&nbsp;Mai 2011 X&nbsp;B&nbsp;149\/10, BFH\/NV 2011, 1348, Rz&nbsp;13, und vom 18.&nbsp;Mai 2011 X&nbsp;B&nbsp;124\/10, BFH\/NV 2011, 1838, Rz&nbsp;8, beide m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daran fehlt es in der Beschwerdebegr&uuml;ndung vollst&auml;ndig. Dort wird lediglich die pers&ouml;nliche Auffassung der Antragstellerin zu der aufgeworfenen Rechtsfrage dargestellt. Belege aus Rechtsprechung und Literatur finden sich hingegen &#8211;mit Ausnahme von Nachweisen der bisherigen, nicht erkennbar umstrittenen Rechtsprechung&#8211; nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im &Uuml;brigen d&uuml;rfte die Rechtsfrage in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren auch nicht kl&auml;rungsf&auml;hig sein, weil das Revisionsgericht an die vom FG festgestellten Tatsachen gebunden w&auml;re (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), die vorliegend vom FG festgestellten Tatsachen aber keine Subsumtion unter den von der Antragstellerin f&uuml;r zutreffend gehaltenen Rechtssatz zulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verwaltungs- und Klageverfahren hatte sich der seinerzeit noch verfahrensbeteiligte E &#8211;soweit ersichtlich&#8211; noch nicht auf seine vermeintlich individuell fehlenden F&auml;higkeiten und Erfahrungen berufen. Folglich hatte das FG keine Gelegenheit, die hierf&uuml;r ma&szlig;gebenden Tatsachen festzustellen. Entsprechende Rechtsausf&uuml;hrungen sind dem Gericht vielmehr erstmals im Beschwerdeverfahren unterbreitet worden. Auch in diesem Verfahrensstadium tr&auml;gt die Antragstellerin aber keine konkreten Tatsachen f&uuml;r individuell fehlende F&auml;higkeiten vor &#8211;was vom Rechtsmittelgericht ohnehin nicht ber&uuml;cksichtigt werden d&uuml;rfte&#8211;, sondern beruft sich pauschal darauf, dass E erst im Jahr 1991 nach Deutschland eingewandert sei und erst im Jahr 2001 die gewerbliche T&auml;tigkeit aufgenommen habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraus allein l&auml;sst sich aber keinesfalls auf eine gesch&auml;ftliche Unerfahrenheit schlie&szlig;en. Es gibt keinen Erfahrungssatz des Inhalts, dass derjenige, der sich &#8211;hier zugunsten der Antragstellerin auf das erste Streitjahr bezogen&#8211; erst seit 13&nbsp;Jahren in Deutschland aufh&auml;lt und erst seit drei Jahren gewerblich t&auml;tig ist, nicht zu der Erkenntnis f&auml;hig ist, dass bei Gesch&auml;ften im Volumen von 200.000&nbsp;EUR j&auml;hrlich, die ohne schriftliche Vertragsunterlagen und ausschlie&szlig;lich gegen Barzahlung abgewickelt werden, ein h&ouml;heres Risiko der Verschleierung der Identit&auml;t des Vertragspartners als im Normalfall besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erg&auml;nzend verweist der Senat auf seine Rechtsprechung, wonach die Zugeh&ouml;rigkeit zu einem ausl&auml;ndischen Kulturkreis nicht die allgemein bei der Pr&uuml;fung von Betrieben geltenden Darlegungs- und Nachweisanforderungen verdr&auml;ngt (vgl. Senatsbeschluss vom 31.&nbsp;Mai 2016 X&nbsp;B&nbsp;73\/15, BFH\/NV 2016, 1299, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Kostenentscheidung war nicht zu treffen. In Ermangelung eines Geb&uuml;hrentatbestands nach dem Kostenverzeichnis zum Gerichtskostengesetz (GKG) werden keine Gerichtskosten erhoben (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 GKG). Kosten, die dem Gegner entstanden sind, werden nicht erstattet (&sect;&nbsp;142 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ZPO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat stellt die Entscheidung &uuml;ber die noch bei ihm anh&auml;ngige Nichtzulassungsbeschwerde bis einen Monat nach Bekanntgabe dieses Beschlusses zur&uuml;ck. Der Antragstellerin wird damit Gelegenheit zur Pr&uuml;fung einer R&uuml;cknahme des von ihr eingelegten Rechtsmittels gegeben. Im Vergleich zu einer f&ouml;rmlichen Entscheidung, mit der die Nichtzulassungsbeschwerde zur&uuml;ckgewiesen w&uuml;rde, w&auml;re die R&uuml;cknahme mit einer Erm&auml;&szlig;igung der Gerichtsgeb&uuml;hren auf die H&auml;lfte verbunden (vgl. Nr.&nbsp;6501 des Kostenverzeichnisses, Anlage&nbsp;1 zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 GKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.12.2016, X S 6\/16 (PKH)ECLI:DE:BFH:2016:B.011216.XS6.16(PKH).0 Zumutbarkeit eines Benennungsverlangens nach &sect; 160 AO Tenor Der Antrag wird abgelehnt. Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Antragstellerin wurde in den Streitjahren 2003 bis 2005 mit ihrem Ehemann (E) zur Einkommensteuer zusammenveranlagt. E&nbsp;kam im Jahr 1991 aus Bosnien nach Deutschland und war hier zun&auml;chst &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-s-6-16-pkh-zumutbarkeit-eines-benennungsverlangens-nach-par-160-ao\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;S&nbsp;6\/16&nbsp;(PKH) &#8211; Zumutbarkeit eines Benennungsverlangens nach &sect; 160 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66913","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66913","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66913"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66913\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66913"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66913"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66913"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}