{"id":66922,"date":"2017-02-26T12:47:18","date_gmt":"2017-02-26T10:47:18","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66922"},"modified":"2017-02-26T12:47:18","modified_gmt":"2017-02-26T10:47:18","slug":"vi-r-19-16-fahrtkosten-und-verpflegungsmehraufwendungen-eines-polizeibeamten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-19-16-fahrtkosten-und-verpflegungsmehraufwendungen-eines-polizeibeamten\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;19\/16 &#8211; Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen eines Polizeibeamten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.11.2016, VI R 19\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.291116.VIR19.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen eines Polizeibeamten<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 19. Februar 2016&nbsp;&nbsp;12 K 1620\/15 E aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Einkommensteuer wird unter &Auml;nderung des Einkommensteuerbescheids 2013 vom 23. Juni 2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 5. Mai 2015 auf den Betrag festgesetzt, der sich bei Ber&uuml;cksichtigung der erkl&auml;rten Fahrtkosten in H&ouml;he von 1.872 EUR und des erkl&auml;rten Verpflegungsmehraufwands in H&ouml;he von 1.170 EUR als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ergibt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist der Werbungskostenabzug von Fahrtkosten und von Verpflegungsmehraufwendungen einer Polizeibeamtin im Streifendienst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) erzielt als Polizeibeamtin im Streifendienst Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Sie versah im Streitjahr (2013) ihren Dienst bei der Polizeiwache Z, die sie arbeitst&auml;glich mit dem eigenen PKW aufsuchte. Von dort nahm sie ihren Streifendienst im Streifenwagen mit einem Kollegen auf. In der Wache erledigte sie die verwaltungsm&auml;&szlig;ige Bearbeitung der sich im Streifendienst ergebenden Vorf&auml;lle, erstellte Berichte und nahm Anzeigen auf. Ein eigenes B&uuml;ro stand ihr dort nicht zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr beantragte sie, die Kosten f&uuml;r die Fahrten zu der Polizeiwache in Z nicht mit der sog. Pendlerpauschale, sondern nach Dienstreisegrunds&auml;tzen bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit anzusetzen. Sie machte insoweit Fahrtkosten in H&ouml;he von 1.872&nbsp;EUR geltend. Dar&uuml;ber hinaus erkl&auml;rte sie damit im Zusammenhang stehende Verpflegungsmehraufwendungen in H&ouml;he von 1.170&nbsp;EUR als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte dies mit dem Einkommensteuerbescheid 2013 ab. Einspruch und Klage blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das Urteil des Finanzgerichts (FG) M&uuml;nster vom 19.&nbsp;November 2016&nbsp; 12&nbsp;K&nbsp;1620\/15&nbsp;E aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2013 vom 23.&nbsp;Juni 2014 unter Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 5.&nbsp;Mai 2015 zu &auml;ndern und die Einkommensteuer unter Ber&uuml;cksichtigung der erkl&auml;rten Fahrtkosten in H&ouml;he von 1.872&nbsp;EUR (195 Fahrten &times; 32&nbsp;km &times; 0,30&nbsp;EUR) und des erkl&auml;rten Verpflegungsmehraufwands in H&ouml;he von 1.170&nbsp;EUR (195 Tage &times; 6&nbsp;EUR\/Tag) als Werbungskosten bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit niedriger festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Stattgabe der Klage (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht darauf erkannt, dass die Kl&auml;gerin in der Polizeiwache eine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Beruflich veranlasste Fahrtkosten sind Erwerbsaufwendungen und gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in H&ouml;he des daf&uuml;r tats&auml;chlich entstandenen Aufwands als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen. Erwerbsaufwendungen sind grunds&auml;tzlich auch die Aufwendungen des Arbeitnehmers f&uuml;r Wege zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte. Allerdings sind die Aufwendungen daf&uuml;r nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung nur begrenzt nach Ma&szlig;gabe einer Entfernungspauschale als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mehraufwendungen f&uuml;r die Verpflegung des Steuerpflichtigen sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG grunds&auml;tzlich nicht als Werbungskosten abziehbar. Wird der Steuerpflichtige jedoch vor&uuml;bergehend von seiner Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten beruflichen T&auml;tigkeit entfernt beruflich t&auml;tig, so ist nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift f&uuml;r jeden Kalendertag, an dem der Steuerpflichtige wegen dieser vor&uuml;bergehenden T&auml;tigkeit von seiner Wohnung und seinem T&auml;tigkeitsmittelpunkt &uuml;ber eine bestimmte Dauer abwesend ist, ein nach dieser Dauer gestaffelter Pauschbetrag abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. T&auml;tigkeitsmittelpunkt i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 EStG und (regelm&auml;&szlig;ige) Arbeitsst&auml;tte i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG ist die dauerhafte betriebliche Einrichtung des Arbeitgebers, der der Arbeitnehmer zugeordnet ist und die er nachhaltig, fortdauernd und immer wieder aufsucht. Das ist regelm&auml;&szlig;ig der Betrieb, Zweigbetrieb oder eine Betriebsst&auml;tte des Arbeitgebers (vgl. zuletzt Senatsurteil vom 26.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;R&nbsp;68\/12, BFH\/NV 2014, 1029, m.w.N.; Schmidt\/Loschelder, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;186, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Eine (regelm&auml;&szlig;ige) Arbeitsst&auml;tte ist allerdings nicht jeder beliebige T&auml;tigkeitsort, sondern der Ort, an dem der Arbeitnehmer typischerweise seine Arbeitsleistung im Schwerpunkt zu erbringen hat. Insoweit ist entscheidend, wo sich der ortsgebundene Mittelpunkt der beruflichen T&auml;tigkeit eines Arbeitnehmers befindet. Dort liegt die eine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte, die ein Arbeitnehmer nur haben kann. Dieser Mittelpunkt der dauerhaft angelegten beruflichen T&auml;tigkeit bestimmt sich nach den qualitativen Merkmalen der Arbeitsleistung, die der Arbeitnehmer an dieser Arbeitsst&auml;tte im Einzelnen wahrnimmt oder wahrzunehmen hat, sowie nach dem konkreten Gewicht dieser dort verrichteten T&auml;tigkeit (Senatsurteile vom 19.&nbsp;Januar 2012 VI&nbsp;R&nbsp;36\/11, BFHE&nbsp;236, 353, BStBl II 2012, 503, und VI&nbsp;R&nbsp;32\/11, BFH\/NV 2012, 936, sowie vom 9.&nbsp;Juni 2011 VI&nbsp;R&nbsp;55\/10, BFHE&nbsp;234, 164, BStBl II 2012, 38, und VI&nbsp;R&nbsp;36\/10, BFHE&nbsp;234, 160, BStBl II 2012, 36, und VI&nbsp;R&nbsp;58\/09, BFHE&nbsp;234, 155, BStBl II 2012, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Allein der Umstand, dass ein Arbeitnehmer eine betriebliche Einrichtung seines Arbeitgebers nachhaltig (arbeitst&auml;glich) aufsucht, kann dort keine regelm&auml;&szlig;ige Arbeitsst&auml;tte begr&uuml;nden. Der Einwand, auch in solchen F&auml;llen sei es dem Arbeitnehmer m&ouml;glich, sich auf die Wegekosten einzustellen und auf deren Minderung hinzuwirken, selbst wenn er dort ein Fahrzeug &uuml;bernimmt und auf diesem ausw&auml;rts t&auml;tig wird, trifft zwar in der Sache zu, vermag diese F&auml;lle aber nicht aus dem Regeltypus einer &quot;Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit&quot; (Leistungsort au&szlig;erhalb des Betriebs oder der Betriebsst&auml;tte des Arbeitgebers) herauszul&ouml;sen. Im &Uuml;brigen weist der Senat nochmals darauf hin, dass die Vorhersehbarkeit wechselnder T&auml;tigkeitsst&auml;tten und die &quot;M&ouml;glichkeit&quot;, Wegekosten zu mindern, nicht Tatbestandsmerkmale der in &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG geregelten Entfernungspauschale sind. Der Umstand, dass sich der Arbeitnehmer in unterschiedlicher Weise auf die immer gleichen Wege einstellen und so auf eine Minderung der Wegekosten etwa durch die Bildung von Fahrgemeinschaften, die Nutzung &ouml;ffentlicher Verkehrsmittel und gegebenenfalls sogar durch eine entsprechende Wohnsitznahme hinwirken kann, beschreibt lediglich generalisierend und typisierend den Regelfall, nach dem sich die Regelung des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Nr.&nbsp;4 EStG als sachgerechte und folgerichtige Ausnahme vom objektiven Nettoprinzip erweist (vgl. Senatsurteil vom 17.&nbsp;Juni 2010 VI&nbsp;R&nbsp;35\/08, BFHE&nbsp;230, 147, BStBl II 2010, 852, m.w.N.). Individuelle Zuf&auml;lligkeiten und Besonderheiten in der tats&auml;chlichen Ausgestaltung eines Arbeitsverh&auml;ltnisses bleiben hierbei unber&uuml;cksichtigt (vgl. Senatsurteile vom 6.&nbsp;November 2014 VI&nbsp;R&nbsp;21\/14, BFHE&nbsp;247, 427, BStBl II 2015, 338, und vom 15.&nbsp;Mai 2013 VI&nbsp;R&nbsp;18\/12, BFHE&nbsp;241, 374, BStBl II 2013, 838, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist bei der Kl&auml;gerin von einer Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit auszugehen, die zum Werbungskostenabzug von Wegekosten nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG in tats&auml;chlicher H&ouml;he und nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;3 EStG von Mehraufwendungen f&uuml;r die Verpflegung berechtigt. Denn sie war nach den bindenden Feststellungen des FG (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) im Einsatz- und Streifendienst und damit schwerpunktm&auml;&szlig;ig &uuml;berwiegend au&szlig;erhalb der Polizeidienststelle im Au&szlig;endienst t&auml;tig (Senatsbeschluss vom 9.&nbsp;November 2015 VI&nbsp;R&nbsp;8\/15, BFH\/NV 2016, 196). Die Ausw&auml;rtst&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin bildete entgegen der rechtlichen W&uuml;rdigung des FG auch den qualitativen Schwerpunkt ihrer beruflichen T&auml;tigkeit als Polizistin im Streifendienst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Sache ist spruchreif. Einw&auml;nde gegen die H&ouml;he der von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Fahrtkosten und dem erkl&auml;rten Verpflegungsmehraufwand sind vom FA weder vorgetragen noch ersichtlich. Damit war der Klage stattzugeben. Die Berechnung der Steuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.11.2016, VI R 19\/16ECLI:DE:BFH:2016:U.291116.VIR19.16.0 Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen eines Polizeibeamten Tenor Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 19. Februar 2016&nbsp;&nbsp;12 K 1620\/15 E aufgehoben. 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