{"id":66923,"date":"2017-02-26T12:47:16","date_gmt":"2017-02-26T10:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66923"},"modified":"2017-02-26T12:47:16","modified_gmt":"2017-02-26T10:47:16","slug":"viii-b-47-16-verletzung-des-anspruchs-auf-rechtliches-gehoer-wegen-abgelehnter-terminsverlegung-verzicht-auf-muendliche-verhandlung-gebot-rechtsschutzwahrender-auslegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-b-47-16-verletzung-des-anspruchs-auf-rechtliches-gehoer-wegen-abgelehnter-terminsverlegung-verzicht-auf-muendliche-verhandlung-gebot-rechtsschutzwahrender-auslegung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;B&nbsp;47\/16 &#8211; Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r wegen abgelehnter Terminsverlegung; Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung; Gebot rechtsschutzwahrender Auslegung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.11.2016, VIII B 47\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.281116.VIIIB47.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r wegen abgelehnter Terminsverlegung; Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung; Gebot rechtsschutzwahrender Auslegung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 20. April 2016&nbsp;&nbsp;9 K 3675\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht K&ouml;ln zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) wenden sich mit ihrer Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts (FG) K&ouml;ln vom 20.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;3675\/13.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG lud die Kl&auml;ger zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 20.&nbsp;April 2016. Die Ladung wurde den Kl&auml;gern am 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 zugestellt. Mit Schreiben vom selben Tag teilten die Kl&auml;ger dem FG mit, dass sie an der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht teilnehmen w&uuml;rden, da der Kl&auml;ger, der zugleich als Bevollm&auml;chtigter der Kl&auml;gerin auftrat, hierzu aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden nicht in der Lage sei. Mit Schreiben vom 8.&nbsp;April 2016 teilte der Kl&auml;ger dem FG mit, dass er f&uuml;r unbestimmte Zeit verhandlungsunf&auml;hig sei. Zugleich legte er dem FG ein &auml;rztliches Attest eines Internisten vom 8.&nbsp;April 2016 vor. In diesem wurde bescheinigt, dass der Kl&auml;ger wegen einer terminalen, dialysepflichtigen chronischen Niereninsuffizienz (Ur&auml;mie) bis auf weiteres nicht verhandlungsf&auml;hig sei. Der Kl&auml;ger wiederholte seinen Antrag auf Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung und forderte das FG auf, kurzfristig &uuml;ber die Klage zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu der vom FG am 20.&nbsp;April 2016 durchgef&uuml;hrten m&uuml;ndlichen Verhandlung erschien f&uuml;r die Kl&auml;ger niemand. Das FG wies die Klage ab. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, es habe auch ohne die Teilnahme der ordnungsgem&auml;&szlig; geladenen Kl&auml;ger an der m&uuml;ndlichen Verhandlung entscheiden k&ouml;nnen. Es sei zwar ein &auml;rztliches Attest vorgelegt worden, nachdem der Kl&auml;ger verhandlungsunf&auml;hig gewesen sei. Die Kl&auml;ger h&auml;tten jedoch keine Verlegung des Termins beantragt, sondern lediglich mitgeteilt, dass sie zu dem Termin nicht erscheinen w&uuml;rden. Zudem h&auml;tten sie erkl&auml;rt, dass sie auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichten w&uuml;rden und das Gericht aufgefordert, kurzfristig zu entscheiden. Das Gericht sei danach mit der Durchf&uuml;hrung der m&uuml;ndlichen Verhandlung dem ausdr&uuml;cklichen kl&auml;gerischen Begehren nachgekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Mit der Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision machen die Kl&auml;ger u.a. geltend, dass das FG ohne m&uuml;ndliche Verhandlung entschieden und dadurch ihren Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) verletzt habe. Der Kl&auml;ger habe mit dem von ihm erkl&auml;rten Verzicht auf eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht zugleich darauf verzichtet, an einer solchen teilzunehmen, wenn diese tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) beantragt, die Beschwerde als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung des FG (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die angegriffene Entscheidung verletzt den Anspruch der Kl&auml;ger auf rechtliches Geh&ouml;r und stellt eine Rechtsverletzung i.S. von &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat den Anspruch der Kl&auml;ger auf rechtliches Geh&ouml;r dadurch verletzt, dass es trotz &auml;rztlich bescheinigter Verhandlungsunf&auml;higkeit des Kl&auml;gers, der zugleich Bevollm&auml;chtigter der Kl&auml;gerin war, und des konkludent gestellten Antrags auf Terminsverlegung die m&uuml;ndliche Verhandlung in Abwesenheit der Kl&auml;ger durchf&uuml;hrte (&sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;227 der Zivilprozessordnung kann ein Termin aus erheblichen Gr&uuml;nden aufgehoben oder verlegt werden. Liegen erhebliche Gr&uuml;nde vor, verdichtet sich die in dieser Vorschrift einger&auml;umte Ermessensfreiheit zu einer Rechtspflicht. Der Termin muss dann zur Gew&auml;hrleistung des rechtlichen Geh&ouml;rs aufgehoben oder verlegt werden, selbst wenn das Gericht die Sache f&uuml;r entscheidungsreif h&auml;lt und die Erledigung des Rechtsstreits durch die Aufhebung oder Verlegung des Termins verz&ouml;gert wird (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. z.B. Beschluss vom 3.&nbsp;Juli 2001 II&nbsp;B&nbsp;132\/00, BFH\/NV 2002, 30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach h&auml;tte das FG den Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung am 20.&nbsp;April 2016 wegen der Erkrankung des Kl&auml;gers verlegen m&uuml;ssen. Das FG ist zu Unrecht davon ausgegangen, dass die Kl&auml;ger mit dem erkl&auml;rten Verzicht auf die Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung auch darauf verzichtet haben, an einer solchen trotz &auml;rztlich bescheinigter Verhandlungsunf&auml;higkeit teilzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind Prozesserkl&auml;rungen wie sonstige Willenserkl&auml;rungen auslegungsf&auml;hig. Ziel der Auslegung ist es, den wirklichen Willen des Erkl&auml;renden zu erforschen (&sect;&nbsp;133 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs). Auf die Wortwahl und die Bezeichnung kommt es nicht entscheidend an, sondern auf den gesamten Inhalt der Willenserkl&auml;rung. Dabei k&ouml;nnen auch au&szlig;erhalb der Erkl&auml;rung liegende weitere Umst&auml;nde ber&uuml;cksichtigt werden. Nur eine solche Auslegung tr&auml;gt dem Grundsatz der rechtsschutzgew&auml;hrenden Auslegung von Verfahrensvorschriften (Art.&nbsp;19 Abs.&nbsp;4 GG) Rechnung (vgl. BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;September 2014 VI&nbsp;B&nbsp;75\/14, BFH\/NV 2015, 51, m.W.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Danach ist der Vortrag der nicht durch einen Prozessbevollm&auml;chtigten vertretenen Kl&auml;ger in den Schreiben vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 und vom 8.&nbsp;April 2016 dahingehend zu verstehen, dass f&uuml;r den Fall der Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung aufgrund der Erkrankung des Kl&auml;gers eine Termins&auml;nderung beantragt wird. Entgegen der Auffassung des FG folgt aus dem Verzicht der Kl&auml;ger auf Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO nicht, dass die Kl&auml;ger auf jegliche Teilnahme an einer m&uuml;ndlichen Verhandlung verzichteten. Die Erkl&auml;rung kann nach den gesetzlichen Vorgaben des &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO nur dahingehend verstanden werden, dass sie auf eine m&uuml;ndliche Verhandlung f&uuml;r den Fall verzichten, dass auch die andere Partei ihr Einverst&auml;ndnis zur Entscheidung ohne m&uuml;ndliche Verhandlung erkl&auml;rt. Dies war vorliegend nicht der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Antrag auf Terminsverlegung war nach dem vom Kl&auml;ger vorgelegten &auml;rztlichen Attest auch begr&uuml;ndet (vgl. BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;September 2014 IX&nbsp;B&nbsp;44\/14, BFH\/NV 2015, 52).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Von einer weitergehenden Begr&uuml;ndung &#8211;auch hinsichtlich der weiteren von den Kl&auml;gern ger&uuml;gten Verfahrensfehler&#8211; wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO abgesehen. Auf den Verfahrensfehler ist das FG-Urteil aufzuheben und der Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 28.11.2016, VIII B 47\/16ECLI:DE:BFH:2016:B.281116.VIIIB47.16.0 Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r wegen abgelehnter Terminsverlegung; Verzicht auf m&uuml;ndliche Verhandlung; Gebot rechtsschutzwahrender Auslegung Tenor Auf die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 20. April 2016&nbsp;&nbsp;9 K 3675\/13 aufgehoben. Die Sache wird an das Finanzgericht K&ouml;ln zur&uuml;ckverwiesen. 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