{"id":66937,"date":"2017-02-26T12:49:09","date_gmt":"2017-02-26T10:49:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66937"},"modified":"2017-02-26T12:49:09","modified_gmt":"2017-02-26T10:49:09","slug":"i-r-57-14-keine-ergaenzungsbilanz-fuer-persoenlich-haftenden-gesellschafter-einer-kgaa-bei-zahlung-eines-aufgeldes-auf-die-sondereinlage-und-nachfolgender-einziehung-von-kommanditaktien-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-57-14-keine-ergaenzungsbilanz-fuer-persoenlich-haftenden-gesellschafter-einer-kgaa-bei-zahlung-eines-aufgeldes-auf-die-sondereinlage-und-nachfolgender-einziehung-von-kommanditaktien-3\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;57\/14 &#8211; Keine Erg&auml;nzungsbilanz f&uuml;r pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KGaA bei Zahlung eines Aufgeldes auf die Sondereinlage und nachfolgender Einziehung von Kommanditaktien"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.9.2016, I R 57\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.070916.IR57.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Erg&auml;nzungsbilanz f&uuml;r pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KGaA bei Zahlung eines Aufgeldes auf die Sondereinlage und nachfolgender Einziehung von Kommanditaktien <\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Leistet ein pers&ouml;nlich haftender Gesellschafter einer KGaA bei &Uuml;bernahme der Beteiligung neben der Sondereinlage ein Aufgeld, ist die KGaA nicht nach &sect; 24 Abs. 2 UmwStG a.F. berechtigt, die bereits vorhandenen Wirtschaftsg&uuml;ter mit den Buchwerten oder mit einem h&ouml;heren Wert anzusetzen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Weder die Zahlung eines Aufgeldes im Rahmen der &Uuml;bernahme einer Beteiligung als pers&ouml;nlich haftender Gesellschafter einer KGaA noch der Erwerb und die Einziehung eigener Kommanditaktien durch die KGaA f&uuml;hren zum Ansatz zus&auml;tzlicher, in einer Erg&auml;nzungsbilanz auszuweisender Anschaffungskosten des pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafters. <\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 22. September 2014&nbsp;&nbsp;10 K 1946\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war urspr&uuml;nglich alleinige Gesellschafterin der A&nbsp;GmbH. Zwischen der Kl&auml;gerin als Organtr&auml;gerin und der A&nbsp;GmbH bestand eine k&ouml;rperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Mit Gesellschafterbeschluss vom 4.&nbsp;April 2002 wurde die A&nbsp;GmbH formwechselnd in die A&nbsp;GmbH&nbsp;&#038;&nbsp;Co.&nbsp;KGaA (KGaA) umgewandelt. Das Grundkapital von &#8230;&nbsp;EUR wurde von der Kl&auml;gerin als alleiniger Kommanditaktion&auml;rin &uuml;bernommen. Zugleich wurde die Kl&auml;gerin pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin der KGaA, wobei die Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin und der KGaA fortbestand. Nach der Satzung der KGaA war die Kl&auml;gerin als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin verpflichtet, einen nicht auf das Grundkapital zu leistenden Kapitalanteil in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR in bar zu erbringen, der zum Betrag von &#8230;&nbsp;EUR ausgegeben wurde. Der den Kapitalanteil &uuml;bersteigende Betrag wurde wie eine Kapitalr&uuml;cklage der Gesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 5.\/6.&nbsp;August 2002 schlossen die Kl&auml;gerin und die KGaA einen Nachgr&uuml;ndungsvertrag i.S. des &sect;&nbsp;52 des Aktiengesetzes (AktG), nach dem die KGaA von der Kl&auml;gerin eigene Kommanditaktien zur Einziehung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 AktG im Nominalwert von &#8230;&nbsp;EUR zu einem Kaufpreis von &#8230;&nbsp;EUR erwarb. In der Folge genehmigte die Hauptversammlung der KGaA den Nachgr&uuml;ndungsvertrag und beschloss die Herabsetzung des Grundkapitals um &#8230;&nbsp;EUR auf einen Betrag von &#8230;&nbsp;EUR zum Zwecke der R&uuml;ckzahlung eines Teils des Grundkapitals im Wege der vereinfachten Einziehung von Aktien nach &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;3 bis 5 AktG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die von der Kl&auml;gerin erbrachte Verm&ouml;genseinlage hat sie in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR eine Erg&auml;nzungsbilanz gebildet. Dieser Betrag entspricht der Differenz zwischen dem auf den Kapitalanteil zu leistenden Betrag und dem der Kl&auml;gerin &#8211;die nach Einziehung der Aktien als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin zu 97,91&nbsp;% an dem Gesamtkapital der KGaA beteiligt war&#8211; anteilig zuzurechnenden steuerlichen Eigenkapital. In einem weiteren Schritt verteilte die Kl&auml;gerin den Betrag auf die zu den Kommanditbeteiligungen der KGaA an der B&nbsp;GmbH &#038; Co. KG und an der C&nbsp;GmbH &#038; Co. KG geh&ouml;renden Wirtschaftsg&uuml;ter sowie in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR auf Wirtschaftsg&uuml;ter der KGaA. Bez&uuml;glich dieser Wirtschaftsg&uuml;ter machte die Kl&auml;gerin, deren Wirtschaftsjahr am 1.&nbsp;Mai 2002 begann und am 30.&nbsp;April 2003 endete, sodann f&uuml;r den Zeitraum vom 1.&nbsp;November 2002 bis zum Ende des Wirtschaftsjahres Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;EUR geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die Erg&auml;nzungsbilanz und das auf diese entfallende Abschreibungsvolumen nicht an und setzte dementsprechend den Gewerbesteuermessbetrag der Kl&auml;gerin f&uuml;r 2003 (Streitjahr) fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen erhobene Klage blieb ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) Baden-W&uuml;rttemberg hat sie mit Urteil vom 22.&nbsp;September 2014&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;1946\/13 als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision verfolgt die Kl&auml;gerin ihr Begehren hinsichtlich des auf die Wirtschaftsg&uuml;ter der KGaA entfallenden Abschreibungsbetrags weiter und r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und den angefochtenen Bescheid dahingehend abzu&auml;ndern, dass weitere Abschreibungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR anerkannt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Gewerbeertrag der Kl&auml;gerin ist nicht um AfA auf die in der Revision allein streitgegenst&auml;ndlichen Wirtschaftsg&uuml;ter der KGaA in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zu mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 des Gewerbesteuergesetzes (GewStG) gilt eine Kapitalgesellschaft, die &#8211;wie im Streitfall die KGaA&#8211; Organgesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) ist, als Betriebsst&auml;tte des Organtr&auml;gers (sog. gewerbesteuerrechtliche Organschaft). Trotz dieser Fiktion bilden die Organgesellschaft und der Organtr&auml;ger kein einheitliches Unternehmen. Sie bleiben vielmehr selbst&auml;ndige Gewerbebetriebe, die einzeln f&uuml;r sich bilanzieren und deren Gewerbeertr&auml;ge getrennt zu ermitteln sind. Der Gewerbeertrag der Organgesellschaft ist so zu ermitteln, als w&auml;re diese Gesellschaft selbst&auml;ndiges Steuersubjekt. Bei der Ermittlung des Gewerbeertrags jedes der Unternehmen sind auf dieser ersten Stufe die Hinzurechnungs- und K&uuml;rzungsvorschriften (&sect;&sect;&nbsp;8, 9 GewStG) zu beachten (sog. gebrochene oder eingeschr&auml;nkte Einheitstheorie; st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. z.B. Senatsurteile vom 29.&nbsp;Mai 1968 I&nbsp;198\/65, BFHE 93, 289, BStBl II 1968, 807; vom 17.&nbsp;Dezember 2014 I&nbsp;R&nbsp;39\/14, BFHE 248, 179, BStBl II 2015, 1052; jeweils m.w.N.). Erst der selbst&auml;ndig ermittelte Gewerbeertrag der Organgesellschaft ist sodann &#8211;auf einer zweiten Stufe&#8211; mit dem f&uuml;r den Organtr&auml;ger selbst ermittelten Gewerbeertrag zusammenzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei ist auf Ebene der KGaA als Organgesellschaft die Regelung des &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 GewStG zu beachten, demzufolge dem Gewinn aus Gewerbebetrieb die Gewinnanteile wieder hinzugerechnet werden, die an pers&ouml;nlich haftende Gesellschafter einer KGaA auf ihre nicht auf das Grundkapital gemachten Einlagen oder als Verg&uuml;tung (Tantieme) f&uuml;r die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung verteilt worden sind und die als abzugsf&auml;hige Aufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KStG den Gewinn aus Gewerbebetrieb zun&auml;chst gemindert haben. Gleichzeitig ist auf Ebene der Kl&auml;gerin nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2b GewStG die Summe des Gewinns und der Hinzurechnungen um die nach &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 GewStG dem Gewerbeertrag der KGaA hinzugerechneten Gewinnanteile als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin der KGaA zu k&uuml;rzen, wenn diese bei der Ermittlung des Gewinns i.S. des &sect;&nbsp;7 GewStG &uuml;ber &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) &#8211;bei der Kl&auml;gerin i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG&#8211; als gewerbliche Eink&uuml;nfte angesetzt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit wird einerseits der auf den pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter entfallende Teil des Gewinns i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KStG grunds&auml;tzlich bei der KGaA der Gewerbesteuer unterworfen (Senatsurteile vom 8.&nbsp;Februar 1984 I&nbsp;R&nbsp;11\/80, BFHE 140, 465, BStBl II 1984, 381; vom 31.&nbsp;Oktober 1990 I&nbsp;R&nbsp;32\/86, BFHE 162, 445, BStBl II 1991, 253; vgl. BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 2007 X&nbsp;R&nbsp;6\/05, BFHE 219, 329, BStBl II 2008, 363). Andererseits wird im Rahmen der Organschaft der ungeschm&auml;lerte, d.h. ohne Abzug des auf die pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin entfallenden Anteils berechnete Gewinn aus dem Gewerbebetrieb der KGaA mit dem um eben diesen Anteil gek&uuml;rzten Gewerbeertrag der Kl&auml;gerin als Organtr&auml;gerin zusammengerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund kann f&uuml;r die Bemessung des Gewerbeertrags der Kl&auml;gerin dahinstehen, ob &#8211;wie die Kl&auml;gerin meint&#8211; die geltend gemachten AfA im Rahmen einer Erg&auml;nzungsbilanz zum Kapitalkonto der Kl&auml;gerin bei der Gewerbeertragsermittlung der KGaA aufwandswirksam anzusetzen w&auml;ren (so auch Hageb&ouml;ke in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;167, 172) oder ob sie au&szlig;erhalb des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 GewStG sowie &#8211;dazu korrespondierend (Senatsbeschluss vom 4.&nbsp;Dezember 2012 I&nbsp;R&nbsp;42\/11, BFH\/NV 2013, 589)&#8211; der K&uuml;rzung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;2b GewStG stehen und damit nur bei der Ermittlung des Gewerbeertrags der Kl&auml;gerin als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin gewinnmindernd anzusetzen w&auml;ren (Roser in Lenski\/Steinberg, Gewerbesteuergesetz, &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 Rz&nbsp;9; s.a. Bruski, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2002, 181, 188; vgl. f&uuml;r Sonderbetriebsausgaben Senatsurteile in BFHE 162, 445, BStBl II 1991, 253; vom 6.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;102\/06, BFH\/NV 2010, 462).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die mithin f&uuml;r den Streitfall allein entscheidungserhebliche Frage, ob die vorliegend zu beurteilenden Umstrukturierungsvorg&auml;nge zum Ansatz nachtr&auml;glicher und in einer Erg&auml;nzungsbilanz auszuweisender Anschaffungskosten f&uuml;hren, ist indessen zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Im Interesse einer zutreffenden Besteuerung des einzelnen Mitunternehmers i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG sind Erg&auml;nzungsbilanzen zu bilden, wenn es einer Korrektur der sich aus der Gesamthandsbilanz ergebenden Wertans&auml;tze f&uuml;r die Wirtschaftsg&uuml;ter des Gesellschaftsverm&ouml;gens und damit des Werts der Beteiligung eines Mitunternehmers bedarf (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;Oktober 2015 IV&nbsp;R&nbsp;37\/13, BFHE 252, 68; vom 28.&nbsp;September 1995 IV&nbsp;R&nbsp;57\/94, BFHE 179, 84, BStBl II 1996, 68). Insbesondere ist eine Erg&auml;nzungsbilanz bei einem entgeltlichen Erwerb eines Gesellschaftsanteils erforderlich, um das Kapitalkonto des Ver&auml;u&szlig;erers in der Gesellschaftsbilanz auf den Anschaffungspreis zu berichtigen. Da der Erwerber eines Mitunternehmeranteils die bestehenden Verm&ouml;gensrechte aus der Beteiligung und damit auch das Kapitalkonto seines Vorg&auml;ngers &uuml;bernimmt, erfordert der bilanzielle Ausweis des Anschaffungspreises des Erwerbers f&uuml;r seinen Anteil an der Personengesellschaft, dass in einer f&uuml;r ihn aufzustellenden Erg&auml;nzungsrechnung (Erg&auml;nzungsbilanz) das Kapitalkonto des Ver&auml;u&szlig;erers in der Gesellschaftsbilanz auf den Anschaffungspreis berichtigt wird (BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Februar 1981 IV&nbsp;R&nbsp;41\/78, BFHE 133, 510, BStBl II 1981, 730; vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1993 VIII&nbsp;R&nbsp;63\/91, BFHE 171, 213, BStBl II 1993, 706; vom 12.&nbsp;Dezember 1996 IV&nbsp;R&nbsp;77\/93, BFHE 183, 379, BStBl II 1998, 180; vgl. auch Senatsurteil vom 30.&nbsp;April 2003 I&nbsp;R&nbsp;102\/01, BFHE 202, 455, BStBl II 2004, 804). Einer solchen Berichtigung bedarf es auch, wenn ein weiterer Gesellschafter in eine bereits bestehende Gesellschaft gegen eine Einlage in das Gesellschaftsverm&ouml;gen eintritt und die sich daraus ergebenden Anschaffungskosten bilanziell nicht vollst&auml;ndig in dessen Kapitalkonto ausgewiesen werden (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;April 1985 IV&nbsp;R&nbsp;83\/83, BFHE 144, 25, BStBl II 1986, 350; vom 25.&nbsp;April 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;52\/04, BFHE 214, 40, BStBl II 2006, 847). Bezugsgr&ouml;&szlig;en sind einerseits das anteilige Eigenkapital an der Mitunternehmerschaft und andererseits die Anschaffungskosten bzw. der Wert der in die Mitunternehmerschaft eingebrachten Wirtschaftsg&uuml;ter (BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Juli 2012 IV&nbsp;R&nbsp;39\/09, BFHE 238, 353, BStBl II 2012, 728; IV&nbsp;R&nbsp;12\/11, BFH\/NV 2013, 200). Die auf den Gesellschafter entfallenden Buchwerte der Wirtschaftsg&uuml;ter des Gesellschaftsverm&ouml;gens werden entsprechend in der Erg&auml;nzungsbilanz durch Korrekturen herauf- oder herabgesetzt, die in der Folge entsprechend dem Verbrauch der Wirtschaftsg&uuml;ter gewinnmindernd oder gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st werden (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Oktober 1991 VIII&nbsp;R&nbsp;148\/85, BFHE 167, 309, BStBl II 1992, 647).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KGaA sind zwar &#8211;anders als die pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KG&#8211; im Gesetz nicht als Mitunternehmer bezeichnet. Sie sind aber nach der BFH-Rechtsprechung &quot;wie Mitunternehmer zu behandeln&quot; (Senatsurteile vom 4.&nbsp;Mai 1965 I&nbsp;186\/64&nbsp;U, BFHE 82, 471, BStBl III 1965, 418; in BFHE 140, 465, BStBl II 1984, 381; vom 23.&nbsp;Oktober 1985 I&nbsp;R&nbsp;235\/81, BFHE 145, 76, BStBl II 1986, 72; BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Juni 1989 X&nbsp;R&nbsp;14\/88, BFHE 157, 382, BStBl II 1989, 881; vgl. auch Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 589; BFH-Urteil vom 13.&nbsp;April 1994 II&nbsp;R&nbsp;57\/90, BFHE 174, 177, BStBl II 1994, 505). Ob vor diesem Hintergrund auch die Grunds&auml;tze zur Erstellung von Erg&auml;nzungsbilanzen auf die pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KGaA zu erstrecken sind, wird unterschiedlich beurteilt (bejahend z.B. Dr&uuml;en in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;9 KStG Rz 27; Witt in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;15 EStG Rz 905; Kempf, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2015, 1905; Hoppe, Die Besteuerung der Kommanditgesellschaft auf Aktien zwischen Trennungs- und Transparenzprinzip, 2014, S.&nbsp;126; Bielinis, Die Besteuerung der KGaA, 2013, S.&nbsp;258&nbsp;f.; Hageb&ouml;ke, Das &quot;KGaA-Modell&quot;, 2008, S.&nbsp;232&nbsp;f.; derselbe in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;166, 172; derselbe\/Koetz, DStR 2006, 293; Bl&uuml;mich\/Brandl, &sect;&nbsp;9 KStG Rz&nbsp;11; Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;407; derselbe in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;D&nbsp;6; verneinend demgegen&uuml;ber FG M&uuml;nchen, Urteil vom 10.&nbsp;Juli 2003&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;2681\/97, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2003, 1691; Hessisches FG, Urteil vom 31.&nbsp;Mai 2016&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1879\/13, EFG 2016, 1517; Gosch\/M&auml;rtens, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;15; Mai in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;9 KStG Rz&nbsp;15; Boochs in Lademann, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;4; L&uuml;hn in M&ouml;ssner\/ Seeger, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;145; Kollruss, FR 2016, 203; derselbe, Die Wirtschaftspr&uuml;fung &#8211;WPg&#8211; 2016, 586; so auch f&uuml;r &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 GewStG Roser in Lenski\/Steinberg, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Nr.&nbsp;4 Rz&nbsp;10; Schnitter in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., &sect;&nbsp;8 GewStG Rz&nbsp;317). Die Frage bedarf im Streitfall jedoch keiner Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn auch, wenn man den Gewinnanteil des pers&ouml;nlich haftendenden Gesellschafters einer KGaA unter Ber&uuml;cksichtigung erg&auml;nzender Bilanzans&auml;tze ermittelt, sind im Streitfall weder die Zahlung eines Aufgeldes durch die Kl&auml;gerin im Rahmen der &Uuml;bernahme der Beteiligung als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin noch der Erwerb und die Einziehung der Kommanditaktien durch die KGaA mit dem Ansatz zus&auml;tzlicher Anschaffungskosten sowie entsprechender AfA verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei Eintritt eines pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafters in eine KGaA sind die auf die Wirtschaftsg&uuml;ter der KGaA entfallenden stillen Reserven nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes in der im Streitfall anwendbaren Fassung des Gesetzes zur Fortentwicklung des Unternehmenssteuerrechts (Unternehmenssteuerfortentwicklungsgesetz &#8211;UntStFG&#8211;) vom 20.&nbsp;Dezember 2001 (BGBl I 2001, 3858, BStBl I 2002, 35) &#8211;UmwStG a.F.&#8211; aufzudecken. Tritt ein weiterer Gesellschafter in eine bestehende Personengesellschaft ein, kann die Gesellschaft aus diesem Anlass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;2 UmwStG a.F. die (bereits vorhandenen) Wirtschaftsg&uuml;ter mit den Buchwerten oder mit einem h&ouml;heren Wert &#8211;h&ouml;chstens mit dem Teilwert&#8211; ansetzen und damit die stillen Reserven aufl&ouml;sen. Die Aufnahme eines weiteren Gesellschafters in eine bereits bestehende Personengesellschaft steht der Neugr&uuml;ndung einer weiteren, die bisherigen und den zus&auml;tzlichen Gesellschafter umfassenden Personengesellschaft und der &#8211;vom Wortlaut des &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 UmwStG a.F. erfassten&#8211; &Uuml;bertragung des Gesellschaftsverm&ouml;gens der bisherigen Personengesellschaft auf diese neue Personengesellschaft gleich (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Juli 1980 IV&nbsp;R&nbsp;136\/77, BFHE 131, 313, BStBl II 1981, 84; vom 23.&nbsp;Mai 1985 IV&nbsp;R&nbsp;210\/83, BFHE 144, 220, BStBl II 1985, 695; vom 8.&nbsp;Dezember 1994 IV&nbsp;R&nbsp;82\/92, BFHE 176, 392, BStBl II 1995, 599; vom 6.&nbsp;Juli 1999 VIII&nbsp;R&nbsp;17\/95, BFH\/NV 2000, 34). Bei einem Buchwertansatz in der Gesamthandsbilanz kann f&uuml;r den Gesellschafter, der eine Bareinlage leistet, eine positive &#8211;in der Folge korrespondierend zur Ver&auml;nderung der entsprechenden Bilanzposten in der Gesellschaftsbilanz gewinnwirksam aufzul&ouml;sende&#8211; Erg&auml;nzungsbilanz erstellt werden, um die von ihm geleisteten Anschaffungskosten der Beteiligung wertgerecht abzubilden (BFH-Urteil in BFHE 214, 40, BStBl II 2006, 847; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 179, 84, BStBl II 1996, 68).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Grunds&auml;tze sind im Fall des Eintritts eines pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafters in eine KGaA jedoch nicht anwendbar. Die anteilige Aufdeckung der auf die Wirtschaftsg&uuml;ter der KGaA entfallenden stillen Reserven in einer Erg&auml;nzungsbilanz des pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafters bedeutete, nicht nur den pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter, sondern auch die Beteiligung der Kommanditaktion&auml;re &#8211;als einbringende Mitunternehmer i.S. des &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 UmwStG a.F.&#8211; einer mitunternehmerischen Beteiligung gleichzustellen und damit die KGaA &#8211;entgegen der insbesondere in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 KStG und &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zum Ausdruck gebrachten gesetzgeberischen Grundentscheidung&#8211; insgesamt als Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;24 Abs.&nbsp;1 UmwStG a.F. zu behandeln (vgl. Berg, Jahrbuch der Fachanw&auml;lte f&uuml;r Steuerrecht &#8211;JbFfSt&#8211; 2002\/2003, 232, 239&nbsp;f.; Sch&uuml;tz\/ D&uuml;mischen, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2000, 2446, 2450; Rasche in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/van Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;24 Rz&nbsp;49; anders Fuhrmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect;&nbsp;24 UmwStG Rz&nbsp;136; Widmann, JbFfSt 2002\/2003, 243; Schaumburg, Deutsche Steuer-Zeitung 1998, 525, 542; Farnschl&auml;der\/ D&ouml;rschmidt, DB 1999, 1923, 1925).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ein Anlass f&uuml;r die Bildung einer Erg&auml;nzungsbilanz ergibt sich ferner im Einklang mit der Ansicht der Kl&auml;gerin nicht daraus, dass sie im Zusammenhang mit dem Eintritt als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin in die KGaA ein Aufgeld geleistet hat. Unerheblich ist hierbei, ob ein solches Aufgeld &#8211;buchhalterisch getrennt von der Sondereinlage i.S. des &sect;&nbsp;281 Abs.&nbsp;2 AktG&#8211; als Teil des Kapitalkontos des pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafters zu erfassen ist (&#8211;Variante&nbsp;1&#8211;; so Reger in B&uuml;rgers\/Fett, Die Kommanditgesellschaft auf Aktien, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;253; vgl. auch M&uuml;nchKommAktG\/Perlitt, a.a.O., &sect;&nbsp;281 Rz&nbsp;27; K.&nbsp;Schmidt in K.&nbsp;Schmidt\/Lutter, AktG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;286 Rz&nbsp;5; Hartel, DB 1992, 2329, 2335), oder ob es (Variante&nbsp;2) &#8211;wie im Streitfall geschehen&#8211; als Kapitalr&uuml;cklage i.S. des &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 HGB behandelt werden darf (so Hageb&ouml;ke, a.a.O., S.&nbsp;169; vgl. f&uuml;r eine Behandlung als Gewinnr&uuml;cklage Berg, a.a.O., 232, 234; Beinert in Beinert\/van Lishaut, FR 2001, 1137, 1150; s.a. Adler\/D&uuml;ring\/Schmaltz, Rechnungslegung und Pr&uuml;fung der Unternehmen, 6.&nbsp;Aufl., AktG &sect;&nbsp;286 Rz&nbsp;30; M&uuml;nchHdb.GesR IV\/Herfs, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;81 Rz&nbsp;4; Assmann\/Sethe in Hopt\/Wiedemann, Gro&szlig;kommentar zum Aktiengesetz, Bd.&nbsp;8, 4.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;286 Rz&nbsp;40, &sect;&nbsp;288 Rz&nbsp;3, 27; Gail, WPg 1966, 425, 427).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend es bei einer Erfassung des Aufgeldes im Rahmen des Kapitalkontos (Variante&nbsp;1) schon von vornherein an einem Auseinanderfallen des auf den pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter entfallenden Eigenkapitals der KGaA einerseits und dessen Anschaffungskosten andererseits fehlt, entf&auml;llt die Kapitalr&uuml;cklage im Rahmen der Variante&nbsp;2 (auch) auf die Kommanditaktion&auml;re. Wird &#8211;wie im Streitfall&#8211; keine Sonderregelung getroffen und die Kapitalr&uuml;cklage im Falle der Aufl&ouml;sung der KGaA nach dem Anteil am Gesamtkapital, d.h. anteilig auf den pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter und die Kommanditaktion&auml;re verteilt, steht dem pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter zwar allenfalls der sich aus dem Verh&auml;ltnis der Nominalwerte des Grundkapitals und der Sondereinlage ergebende Anteil zu (s. f&uuml;r ein vollst&auml;ndiges Entfallen auf die Kommanditaktion&auml;re M&uuml;nchKommAktG\/ Perlitt, a.a.O., &sect;&nbsp;286 Rz&nbsp;33). Gleichwohl ist auch in dieser Sachverhaltskonstellation ein Erg&auml;nzungsbilanzausweis in H&ouml;he der auf die Kommanditaktion&auml;re entfallenden Kapitalr&uuml;cklage ausgeschlossen, da hierdurch ein &uuml;berh&ouml;htes, d.h. nicht aufgebrachtes Eigenkapital der KGaA ausgewiesen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu tritt im Streitfall der Umstand, dass die Kl&auml;gerin neben ihrer Stellung als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin auch als (alleinige) Kommanditaktion&auml;rin an der KGaA beteiligt war. Die auf die Kl&auml;gerin als Kommanditaktion&auml;rin entfallende Zuf&uuml;hrung zur Kapitalr&uuml;cklage hat &#8211;ungeachtet der &auml;u&szlig;eren Gestaltung als Aufgeld zur Sondereinlage als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin&#8211; ihre Veranlassung in der Gesellschafterstellung der Kl&auml;gerin als Kommanditaktion&auml;rin (vgl. f&uuml;r den umgekehrten Fall der verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttung an einen auch als Kommanditaktion&auml;r beteiligten pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter Engel in B&uuml;rgers\/Fett, a.a.O., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;41&nbsp;f.; Dr&uuml;en in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;9 KStG Rz&nbsp;28&nbsp;ff.; Schaumburg\/Schulte, Die KGaA, 2000, S.&nbsp;70&nbsp;f.). Dementsprechend entfallen die Aufwendungen der Kl&auml;gerin (Senatsurteil vom 27.&nbsp;April 2000 I&nbsp;R&nbsp;58\/99, BFHE 192, 428, BStBl II 2001, 168) im vorbezeichneten Umfang auf die von ihr gehaltenen Kommanditaktien; einer Korrektur des auf die Kl&auml;gerin als pers&ouml;nlich haftende Gesellschafterin entfallenden Teils des Eigenkapitals durch eine Erg&auml;nzungsbilanz bedarf es mithin nicht (a.A. Hageb&ouml;ke, a.a.O., S.&nbsp;171&nbsp;f.; vgl. auch Berg, a.a.O., 232, 238).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich l&auml;sst sich auch aus der zweiten Stufe der Umstrukturierung (Kauf eigener Aktien zur Einziehung durch die KGaA unter Aufl&ouml;sung der Kapitalr&uuml;cklage) keine Rechtfertigung f&uuml;r die Bildung einer Erg&auml;nzungsbilanz ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Werden &#8211;wie im Streitfall&#8211; eigene Aktien, auf die der Ausgabebetrag voll geleistet ist, entgeltlich zur Einziehung erworben, brauchen nach &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 AktG die Vorschriften &uuml;ber die ordentliche Kapitalherabsetzung nicht befolgt werden, wenn die Aktien zu Lasten des Bilanzgewinns oder einer anderen Gewinnr&uuml;cklage, soweit sie zu diesem Zweck verwandt werden k&ouml;nnen, eingezogen werden (vereinfachtes Einziehungsverfahren). Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 HGB in der im Streitfall anwendbaren Fassung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) vom 27.&nbsp;April 1998 (BGBl I 1998, 786) &#8211;HGB a.F.&#8211; ist der Nennbetrag zur Einziehung erworbener Aktien in der Bilanz der Kapitalgesellschaft offen von dem Posten &quot;Gezeichnetes Kapital&quot; als Kapitalr&uuml;ckzahlung abzusetzen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Nennbetrag und dem Kaufpreis ist mit den anderen Gewinnr&uuml;cklagen zu verrechnen (&sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 HGB a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r Zwecke der steuerlichen Gewinnermittlung kann dahinstehen, ob &#8211;&uuml;ber den Wortlaut von &sect;&nbsp;237 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 AktG und &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;6 HGB a.F. hinausgehend&#8211; die Einziehung eigener Aktien im vereinfachten Einziehungsverfahren zu Lasten der Kapitalr&uuml;cklage zul&auml;ssig ist (bejahend Hageb&ouml;ke, a.a.O., S.&nbsp;141; vgl. f&uuml;r die nunmehr geltende Rechtslage nach &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;1a HGB Oberlandesgericht M&uuml;nchen, Beschluss vom 8.&nbsp;Mai&nbsp;2012&nbsp;&nbsp;31&nbsp;Wx&nbsp;155\/12; Veil in K.&nbsp;Schmidt\/Lutter, a.a.O., &sect;&nbsp;237 Rz&nbsp;39; Marsch-Barner in Spindler\/Stilz, AktG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;237 Rz&nbsp;31; Haberstock\/Greitemann in H&ouml;lters, AktG, 2.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;237 Rz&nbsp;72). Denn bei der durch die Einziehung ergebenden Minderung des Eigenkapitals handelt es sich um eine durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasste Verm&ouml;gens&auml;nderung (Senatsurteile vom 6.&nbsp;Dezember 1995 I&nbsp;R&nbsp;51\/95, BFHE 179, 326, BStBl II 1998, 781; vom 29.&nbsp;Juli 1992 I&nbsp;R&nbsp;31\/91, BFHE 169, 407, BStBl II 1993, 369; Senatsbeschluss vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2009 I&nbsp;B&nbsp;51\/08, BFH\/NV 2009, 1280; ebenso Hohage, DB 2009, 1033; Gosch, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;577; Klingebiel in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, Anh. zu &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 &quot;Eigene Anteile&quot; Rz&nbsp;8; Bundesministerium der Finanzen &#8211;BMF&#8211;, Schreiben vom 2.&nbsp;Dezember 1998, BStBl I 1998, 1509, Rz&nbsp;22; vgl. zu &sect;&nbsp;272 Abs.&nbsp;1a HGB BMF-Schreiben vom 27.&nbsp;November 2013, BStBl I 2013, 1615), die sich nicht auf den steuerlichen Gewinn auswirkt. Es bedarf keiner weiteren Erl&auml;uterung, dass dieses Abzugsverbot nicht durch den gegenl&auml;ufigen Ansatz einer Erg&auml;nzungsbilanz &#8211;und einer hierauf fu&szlig;enden erfolgswirksamen Abschreibung&#8211; unterlaufen werden darf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.9.2016, I R 57\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.070916.IR57.14.0 Keine Erg&auml;nzungsbilanz f&uuml;r pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KGaA bei Zahlung eines Aufgeldes auf die Sondereinlage und nachfolgender Einziehung von Kommanditaktien Leits&auml;tze 1. Leistet ein pers&ouml;nlich haftender Gesellschafter einer KGaA bei &Uuml;bernahme der Beteiligung neben der Sondereinlage ein Aufgeld, ist die KGaA nicht nach &sect; 24 Abs. 2 UmwStG &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-57-14-keine-ergaenzungsbilanz-fuer-persoenlich-haftenden-gesellschafter-einer-kgaa-bei-zahlung-eines-aufgeldes-auf-die-sondereinlage-und-nachfolgender-einziehung-von-kommanditaktien-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;57\/14 &#8211; Keine Erg&auml;nzungsbilanz f&uuml;r pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter einer KGaA bei Zahlung eines Aufgeldes auf die Sondereinlage und nachfolgender Einziehung von Kommanditaktien<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66937","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66937","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66937"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66937\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66937"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66937"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66937"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}