{"id":66942,"date":"2017-02-26T12:49:21","date_gmt":"2017-02-26T10:49:21","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66942"},"modified":"2017-02-26T12:49:21","modified_gmt":"2017-02-26T10:49:21","slug":"viii-r-4-14-zur-steuerlichen-behandlung-von-in-einem-verlagsvertrag-vereinbarten-sog-vorschusszahlungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-4-14-zur-steuerlichen-behandlung-von-in-einem-verlagsvertrag-vereinbarten-sog-vorschusszahlungen\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;4\/14 &#8211; Zur steuerlichen Behandlung von in einem Verlagsvertrag vereinbarten sog. Vorschusszahlungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.8.2016, VIII R 4\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.020816.VIIIR4.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur steuerlichen Behandlung von in einem Verlagsvertrag vereinbarten sog. Vorschusszahlungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Nicht r&uuml;ckzahlbare Zahlungen, die ein Verlag zum Zweck der Vorfinanzierung erwarteter GEMA-Zahlungen an den Urheber erbringt und die mit den Aussch&uuml;ttungen der GEMA zu verrechnen sind, sind unabh&auml;ngig davon, ob sie als vorzeitige Teilerf&uuml;llung einer Verg&uuml;tungspflicht des Verlages anzusehen sind, mit dem Zufluss als Betriebseinnahmen zu erfassen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 24. Oktober 2013&nbsp;&nbsp;4 K 4311\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber die steuerliche Behandlung von in einem Verlagsvertrag vereinbarten sog. Vorschuss- bzw. Vorauszahlungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielte in den Streitjahren (2005 und 2006) u.a. als Autor\/Musikproduzent Einnahmen aus freiberuflicher T&auml;tigkeit, die er durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) ermittelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1998 hatte der Kl&auml;ger mit der X einen sog. Autoren-Exklusivvertrag geschlossen, dessen Gegenstand die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Publikation und verlegerischen Auswertung von Werken der Tonkunst (Kompositionen mit\/ohne Text sowie Text allein und Bearbeitungen freier Werke) war (Verlagsvertrag). Dieser Vertrag umfasste s&auml;mtliche Werke der Tonkunst, die w&auml;hrend der Vertragszeit vom Kl&auml;ger allein oder mit anderen Autoren geschaffen werden sollten, sowie s&auml;mtliche Werke, die vor der Vertragszeit geschaffen und bisher noch nicht verlegerisch verwertet worden waren. Der Kl&auml;ger verpflichtete sich, pro Vertragsjahr mindestens zehn neue und bisher unver&ouml;ffentlichte, handels&uuml;blich fertig produzierte Werke zu liefern. Sofern er in einem Vertragsjahr diese Verpflichtung nicht erf&uuml;llte, verl&auml;ngerte sich das betreffende Vertragsjahr automatisch bis zu dem Zeitpunkt, in dem die jeweilige Mindestverpflichtung vollst&auml;ndig erf&uuml;llt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger r&auml;umte der X s&auml;mtliche Nutzungsrechte f&uuml;r alle Nutzungs- und Verwertungsarten ein (Recht der mechanischen Verbreitung, Auff&uuml;hrungsrechte, Filmherstellungsrechte, Druckrechte, Recht der werblichen Nutzung, Multimedia-, Datenbank- und Telekommunikationsrechte und sonstige Rechte). F&uuml;r diese sollten die Regelungen des Verteilungsplanes der GEMA gelten. Im Anhang zum Verlagsvertrag waren die Beteiligungsrechte aufgef&uuml;hrt, die nicht der Verwertung durch die GEMA unterlagen (z.B. Druckausgaben, Filmherstellungsrechte etc.). Deren Abrechnung durch die X regelt &sect;&nbsp;6 des Verlagsvertrages.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vereinbarung zur Zahlung des streitgegenst&auml;ndlichen sog. Vorschusses in &sect;&nbsp;10 des Verlagsvertrages lautet:<br \/>&quot;F&uuml;r die Einr&auml;umung der vertragsgegenst&auml;ndlichen Rechte einschlie&szlig;lich der Exklusivit&auml;tsvereinbarung erh&auml;lt der Autor vom Verlag einen Vorschuss gem&auml;&szlig; den Sonderregelungen im Anhang Ziffer 14. &Uuml;ber die H&ouml;he des jeweiligen Vorschusses wird der Autor dem Verlag eine Zessions-Erkl&auml;rung entsprechend den Bedingungen der GEMA-Zessionserkl&auml;rungen abgeben. Die Einzelheiten hierzu sind im Anhang Ziffer 14 geregelt.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dort verpflichtete sich die X &quot;mit Abschluss dieses Vertrages an den Autor eine nichtverzinsliche, nicht r&uuml;ckzahlbare, jedoch vollst&auml;ndig verrechenbare Vorauszahlung in H&ouml;he von&nbsp;DM 30.000 [&#8230;] zu leisten, die f&auml;llig ist mit Unterschrift dieses Vertrages, jedoch nicht vor Genehmigung der nachfolgend bezeichneten GEMA-Generalzession durch die GEMA&quot;. Unter der Voraussetzung der Verrechenbarkeit gew&auml;hrleistete der Kl&auml;ger, dass diese Vorauszahlung mit seinem ihm jeweils zustehenden Autorenanteil aus der Auswertung seiner Werke verrechnet werden konnte. Zur Sicherung der Verrechenbarkeit dieses Anspruchs trat der Kl&auml;ger seine ihm weltweit als Autor zustehenden Auswertungserl&ouml;se, die ihm durch Dritte gezahlt werden, bis zur H&ouml;he des Vorschussbetrages an die X ab. F&uuml;r den Fall, dass bei Beendigung des Verlagsvertrages nicht s&auml;mtliche von der X an den Kl&auml;ger geleisteten Vorauszahlungen abgedeckt waren, sollte sich die Vertragsdauer einschlie&szlig;lich der Mindesteinbringungsverpflichtung automatisch bis zum Ende des Kalenderhalbjahres, in dem die Vorauszahlungen vollst&auml;ndig abgedeckt waren, verl&auml;ngern, ohne dass die X zu einer weiteren Vorauszahlung verpflichtet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Verlagsvertrag aus dem Jahr 1998 wurde mehrfach verl&auml;ngert, erg&auml;nzt bzw. ge&auml;ndert. In diesem Zusammenhang wurden weitere sog. Vorauszahlungen &quot;zuz&uuml;glich gesetzlicher Mehrwertsteuer gegen Rechnungstellung&quot; vereinbart.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Streitjahren erfasste der Kl&auml;ger die von der X gezahlten sog. Vorsch&uuml;sse nicht als Einnahmen, sondern als Auszahlung von Darlehensmitteln. Als Einnahmen behandelte er lediglich die ihm zustehenden Zahlungen der GEMA (Autorenanteil), die aufgrund der Abtretung allerdings nicht an den Kl&auml;ger, sondern direkt an die X geleistet wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte den Kl&auml;ger in den Streitjahren zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;. Die Einkommensteuerbescheide ergingen jeweils unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung gelangte die Pr&uuml;ferin zu dem Ergebnis, dass der Kl&auml;ger die auf der Grundlage des Verlagsvertrages von der X erbrachten sog. Vorauszahlungen unzutreffend als Darlehen beurteilt und erfolgsneutral erfasst habe. Die sog. Vorauszahlungen seien bereits mit dem Zufluss als steuerpflichtig zu behandeln. Soweit Vorsch&uuml;sse sp&auml;ter zur&uuml;ckgezahlt w&uuml;rden, stellten sie Betriebsausgaben im Jahr der R&uuml;ckzahlung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA schloss sich dieser Auffassung an und erlie&szlig; am 27.&nbsp;Mai 2010 Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre, die Gewinnerh&ouml;hungen von 15.081,12&nbsp;EUR (2005) und 71.149,28&nbsp;EUR (2006) auswiesen. Der hiergegen gerichtete Einspruch blieb ebenso wie die Klage f&uuml;r die Streitjahre ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gelangte in seinem Urteil vom 24.&nbsp;Oktober 2013&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;4311\/10 zu der &Uuml;berzeugung, dass die zwischen dem Kl&auml;ger und der X geschlossenen Vereinbarungen hinsichtlich der sog. Vorauszahlungen nicht als Darlehen zu qualifizieren seien. Hierf&uuml;r spr&auml;chen die in dem Verlagsvertrag verwendeten Formulierungen &quot;Vorschuss&quot; und &quot;Vorauszahlung&quot;, der Wille der Parteien und die Art und Weise der Durchf&uuml;hrung des Vertrages. Die Vorschusszahlungen seien wesentlicher Teil der Gegenleistung der X an den Kl&auml;ger f&uuml;r dessen vollumf&auml;ngliche &Uuml;bertragung der Verwertungsrechte. Wesentlicher Anhaltspunkt daf&uuml;r, dass es sich um Vorschusszahlungen handele, sei die vereinbarte Mindestablieferungsverpflichtung des Kl&auml;gers. Aus dieser ergebe sich &#8211;im Unterschied zu dem vom FG D&uuml;sseldorf im Urteil vom 26.&nbsp;Februar 2010&nbsp;&nbsp;13&nbsp;K&nbsp;3950\/06&nbsp;E (Entscheidungen der Finanzgerichte 2011, 313) entschiedenen Fall&#8211;, dass weder der Geber der Vorschusszahlung noch der Nehmer derselben eine von dem Grundgesch&auml;ft unabh&auml;ngige Schuld habe begr&uuml;nden wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Annahme eines Darlehens fehle es an einer klaren Vereinbarung, dass der als Vorschuss gew&auml;hrte Betrag in keinem Zusammenhang mit dem Verlagsvertrag stehe. Gegen ein Darlehen spreche ferner, dass die sog. Vorauszahlungen nach den in den Streitjahren geltenden Vereinbarungen zuz&uuml;glich der gesetzlichen Umsatzsteuer geschuldet gewesen seien, der Kl&auml;ger entsprechende Rechnungen gestellt und Umsatzsteuer an das FA abgef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung von &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG. Insbesondere st&uuml;nden die von der X geleisteten Zahlungen in keinerlei Zusammenhang mit den origin&auml;ren Anspr&uuml;chen aus dem Verlagsvertrag, weil mit der sog. Vorauszahlung keine sp&auml;ter f&auml;llig werdende Leistungsverpflichtung des Verlages gegen&uuml;ber dem Musikurheber korrespondiere. Bei der sog. Vorauszahlung handele es sich um eine Vorfinanzierung von sp&auml;teren Geldzufl&uuml;ssen, die der Kl&auml;ger als Wahrnehmungsberechtigter von Seiten der GEMA zu erwarten habe. Die Vorauszahlung erfolge gerade nicht auf Leistungen, die die X zu bewirken habe, sondern werde nur gezahlt, damit der Urheber jedenfalls f&uuml;r die Dauer seiner Darlehensr&uuml;ckzahlungsverpflichtung gehalten sei, bei der Ver&ouml;ffentlichung neuer Musikwerke erneut mit dem Darlehensgeber einen Verlagsvertrag zu schlie&szlig;en. Die Rolle des Verlages sei vergleichbar mit der einer Bank, die das Gesch&auml;ft eines Unternehmers vorfinanziere und sich als Sicherheit das Anlageverm&ouml;gen sicherungs&uuml;bereignen lasse. Die Bank erhalte hierf&uuml;r Zinsen, der Musikverlag 40&nbsp;% der Erl&ouml;se. Beide Vertragsbeteiligten h&auml;tten das Vertragsverh&auml;ltnis als Darlehen verstanden und behandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die fehlerhafte umsatzsteuerliche Behandlung durch den Kl&auml;ger habe f&uuml;r die Auslegung des Parteiwillens wenig Aussagekraft und auch die gew&auml;hlte Bezeichnung als &quot;Vorschuss&quot; oder &quot;Vorauszahlung&quot; &auml;ndere nichts an der Bewertung der Zahlungen als Darlehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide f&uuml;r die Jahre 2005 und 2006 vom 27.&nbsp;Mai 2010 sowie die Einspruchsentscheidung vom 11.&nbsp;November 2010 dahin zu &auml;ndern, dass die Gewinnerh&ouml;hungen aus der Erfassung der Vorschusszahlungen r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG ist auf der Grundlage seiner revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden W&uuml;rdigung des streitbefangenen Verlagsvertrages im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen, dass die von der X an den Kl&auml;ger erbrachten Zahlungen in den Streitjahren als Betriebseinnahmen zu erfassen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Betriebseinnahmen sind in Anlehnung an &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 EStG alle Zug&auml;nge in Geld oder Geldeswert, die durch den Betrieb veranlasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Wertzuwachs ist betrieblich veranlasst, wenn ein nicht nur &auml;u&szlig;erlicher, sondern sachlicher, wirtschaftlicher Zusammenhang gegeben ist. Als betrieblich veranlasst sind nicht nur solche Einnahmen zu werten, die aus der ma&szlig;geblichen Sicht des Unternehmers Entgelt f&uuml;r betriebliche Leistungen darstellen. Es ist weder erforderlich, dass der Verm&ouml;genszuwachs im Betrieb erwirtschaftet wurde, noch, dass der Steuerpflichtige einen Rechtsanspruch auf die Einnahme hat. Betriebseinnahmen k&ouml;nnen auch vorliegen, wenn der Steuerpflichtige als Betriebsinhaber unentgeltliche Zuwendungen erh&auml;lt, mit denen weder ein zuvor begr&uuml;ndeter Rechtsanspruch erf&uuml;llt, noch eine in der Vergangenheit erbrachte Leistung verg&uuml;tet werden soll (z.B. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 2.&nbsp;September 2008 X&nbsp;R&nbsp;25\/07, BFHE 223, 35, BStBl II 2010, 550; vom 14.&nbsp;M&auml;rz 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;60\/03, BFHE 212, 535, BStBl II 2006, 650). Auch das &quot;Behaltend&uuml;rfen&quot; des Gezahlten ist nicht Merkmal des Zuflusses einer Betriebseinnahme (vgl. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Oktober 1989 III&nbsp;R&nbsp;30-31\/85, BFHE 159, 123, BStBl II 1990, 287).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unter Zugrundelegung dieser Rechtsgrunds&auml;tze hat das FG in nicht zu beanstandender Weise durch die Auslegung des Verlagsvertrages festgestellt, dass die Zahlungen dem Kl&auml;ger als Betriebseinnahmen und nicht aufgrund eines Darlehensvertrages zugeflossen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung durch das FG, zu der auch die Auslegung von Vertr&auml;gen geh&ouml;rt, ist f&uuml;r das Revisionsgericht grunds&auml;tzlich bindend (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Dies setzt voraus, dass die Vorinstanz die Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sowie die f&uuml;r die Vertragsauslegung zu beachtenden Auslegungsregeln zutreffend angewandt hat. Die Bindungswirkung entf&auml;llt deshalb insbesondere dann, wenn die Auslegung in sich widerspr&uuml;chlich, unklar oder l&uuml;ckenhaft ist, weil beispielsweise die f&uuml;r die Interessenlage der Beteiligten bedeutsamen Begleitumst&auml;nde nicht erforscht und\/oder nicht zutreffend gew&uuml;rdigt worden sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteile vom 5.&nbsp;September 2000 IX&nbsp;R&nbsp;33\/97, BFHE 192, 559, BStBl II 2000, 676, unter II.2.a&nbsp;[3]; vom 11.&nbsp;Januar 2005 IX&nbsp;R&nbsp;15\/03, BFHE 209, 77, BStBl II 2005, 477, unter II.2.b&nbsp;aa; vom 10.&nbsp;Februar 2010 XI&nbsp;R&nbsp;49\/07, BFHE 228, 456, BStBl II 2010, 1109, Rz&nbsp;33; vom 1.&nbsp;Februar 2012 I&nbsp;R&nbsp;57\/10, BFHE 236, 374, BStBl 2012, 407, Rz&nbsp;22, jeweils m.w.N.). Das ist vorliegend nicht der Fall, so dass der Senat an die Vertragsauslegung des FG gebunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG konnte sich bei der Auslegung der zwischen dem Kl&auml;ger und der X getroffenen Abreden &#8211;neben dem Wortlaut der Vereinbarung&#8211; ma&szlig;geblich darauf st&uuml;tzen, dass die Vorschusszahlung wesentlicher Bestandteil der Gegenleistung der X f&uuml;r die Verwertungsrechte des Kl&auml;gers und die Mindestablieferungspflicht von Musikst&uuml;cken war. Ber&uuml;cksichtigen konnte das FG dabei auch, dass es an einer klaren Vereinbarung &uuml;ber ein Darlehen fehlte und dass die Vertragsparteien keine gegen&uuml;ber dem Verlagsvertrag unabh&auml;ngige Schuld begr&uuml;nden wollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Diese W&uuml;rdigung des FG ist im Gesamtkontext der vertraglichen Verpflichtungen nachvollziehbar. Der Kl&auml;ger hatte in dem Verlagsvertrag die wesentlichen Nutzungsrechte an seinen Werken exklusiv auf die X &uuml;bertragen und sich zudem verpflichtet, pro Vertragsjahr mindestens zehn neue, unver&ouml;ffentlichte Werke zu liefern. Er hatte als Urheber der Werke grunds&auml;tzlich ein fertiges, druckreifes musikalisches Werk abzuliefern und dem Verlag das Werk zur Vervielf&auml;ltigung und Verbreitung auf eigene Rechnung (Verlagsrecht) zu &uuml;berlassen (vgl. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22.&nbsp;April 2010 I&nbsp;ZR&nbsp;197\/07, Neue Juristische Wochenschrift 2011, 775). Nur weil der Kl&auml;ger diese Verpflichtungen &uuml;bernommen hatte, war die X bereit, eine Vorfinanzierung in Bezug auf k&uuml;nftige Zahlungsanspr&uuml;che des Kl&auml;gers gegen&uuml;ber der GEMA zu &uuml;bernehmen. Diese Vorfinanzierungsverpflichtung der X war demnach integraler Bestandteil des Verlagsvertrages.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Allein der Umstand, dass der Kl&auml;ger die nicht r&uuml;ckzahlbaren Zahlungen mit seinen Anspr&uuml;chen gegen&uuml;ber der GEMA (Autorenanteil) zu verrechnen hatte, begr&uuml;ndet keine &#8211;gegen&uuml;ber den vertraglichen Vereinbarungen&#8211; gesonderte Darlehensabrede mit der X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen l&ouml;ste diese Verpflichtung die Vorfinanzierungszusage nicht aus dem Regelungsgeflecht des Verlagsvertrages. Zum anderen war die Erstattungspflicht des Kl&auml;gers auf die Verrechnung mit den ihm zustehenden Verg&uuml;tungsanspr&uuml;chen gegen&uuml;ber der GEMA (Autorenanteil) beschr&auml;nkt. Sie f&uuml;hrte &#8211;abgesehen vom Fall der Beendigung der Mitgliedschaft in der GEMA (&sect;&nbsp;2 des Verlagsvertrages)&#8211; nur im Erfolgsfall zur R&uuml;ckf&uuml;hrung der Zahlungen an die X.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend haben die Beteiligten auf die Vereinbarung fester R&uuml;ckzahlungstermine oder &#8211;betr&auml;ge verzichtet. Es fehlt folglich an einer darlehenstypischen Vereinbarung &uuml;ber eine unbedingte R&uuml;ckzahlungsverpflichtung des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Diesem Verst&auml;ndnis der vertraglichen Abreden steht das Schreiben der X vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2011 nicht entgegen. Die dort vorgenommene Wertung, die an den Kl&auml;ger geleisteten Zahlungen seien &quot;ausschlie&szlig;lich als auf Darlehensbasis gew&auml;hrte Vorauszahlungen&quot; auf die vom Kl&auml;ger &quot;zu erwartenden GEMA Verg&uuml;tungen zu betrachten&quot;, ist weder eindeutig, noch f&uuml;r die rechtliche Qualifizierung bindend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 2.8.2016, VIII R 4\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.020816.VIIIR4.14.0 Zur steuerlichen Behandlung von in einem Verlagsvertrag vereinbarten sog. Vorschusszahlungen Leits&auml;tze Nicht r&uuml;ckzahlbare Zahlungen, die ein Verlag zum Zweck der Vorfinanzierung erwarteter GEMA-Zahlungen an den Urheber erbringt und die mit den Aussch&uuml;ttungen der GEMA zu verrechnen sind, sind unabh&auml;ngig davon, ob sie als vorzeitige Teilerf&uuml;llung einer Verg&uuml;tungspflicht des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-4-14-zur-steuerlichen-behandlung-von-in-einem-verlagsvertrag-vereinbarten-sog-vorschusszahlungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;4\/14 &#8211; Zur steuerlichen Behandlung von in einem Verlagsvertrag vereinbarten sog. 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