{"id":66947,"date":"2017-02-26T12:49:26","date_gmt":"2017-02-26T10:49:26","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66947"},"modified":"2017-02-26T12:49:26","modified_gmt":"2017-02-26T10:49:26","slug":"iv-s-8-16-anordnung-der-aufschiebenden-wirkung-einer-kostenerinnerung-anforderung-an-die-ruecknahme-eines-rechtsmittels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-s-8-16-anordnung-der-aufschiebenden-wirkung-einer-kostenerinnerung-anforderung-an-die-ruecknahme-eines-rechtsmittels\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;S&nbsp;8\/16 &#8211; Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Kostenerinnerung &#8211; Anforderung an die R&uuml;cknahme eines Rechtsmittels"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.1.2017, IV S 8\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.180117.IVS8.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Kostenerinnerung &#8211; Anforderung an die R&uuml;cknahme eines Rechtsmittels<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Erinnerung gegen die Kostenrechnung des Bundesfinanzhofs -Kostenstelle- vom 7. November 2016 KostL 1429\/16 (IV B 43\/16) wird abgelehnt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kostenschuldnerin, Erinnerungsf&uuml;hrerin und Antragstellerin (Kostenschuldnerin) hatte gegen den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung 2003 vom 4.&nbsp;M&auml;rz 2005 erfolgreich Sprungklage erhoben. Die vom Beklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gegen das Urteil des Finanzgerichts (FG) vom 9.&nbsp;Dezember 2004&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;896\/04 eingelegte Revision f&uuml;hrte zur Aufhebung des Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung des Verfahrens an das FG (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;September 2007 IV&nbsp;R&nbsp;68\/05, BFHE 219, 7, BStBl II 2008, 483). Grund f&uuml;r die Aufhebung der Vorentscheidung war die unterlassene Beiladung der Gesellschafter der Kostenschuldnerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne Bindungswirkung hatte der BFH dem FG im zweiten Rechtsgang die Aussetzung des Verfahrens wegen eines vorgreiflich durchzuf&uuml;hrenden Verfahrens &uuml;ber die der Kostenschuldnerin zuzurechnenden Eink&uuml;nfte aus einer Beteiligung an der X-GmbH &#038;&nbsp;Co. KG (Untergesellschaft) nahegelegt. Das FG setzte das Verfahren dementsprechend zun&auml;chst aus. Im November 2013 erging ein ge&auml;nderter Bescheid zur gesonderten und einheitlichen Feststellung der Eink&uuml;nfte aus der Untergesellschaft f&uuml;r 2002, mit dem die Eink&uuml;nfte der Kostenschuldnerin aus der Beteiligung auf 333.183,46&nbsp;EUR festgestellt wurden. Gleichzeitig erging ein Bescheid zur Feststellung der Eink&uuml;nfte aus der Untergesellschaft f&uuml;r 2003, mit dem ein Verlustanteil der Kostenschuldnerin von 45.536.257,66&nbsp;EUR festgestellt wurde. Das FA ging davon aus, dass im Rahmen der Eink&uuml;nftefeststellung f&uuml;r die Kostenschuldnerin f&uuml;r das Streitjahr 2003 wegen nicht &uuml;bereinstimmender Gewinnermittlungszeitr&auml;ume der f&uuml;r 2002 festgestellte Gewinnanteil aus der Untergesellschaft zu ber&uuml;cksichtigen sei, w&auml;hrend der f&uuml;r 2003 festgestellte Verlustanteil aus der Untergesellschaft erst die Eink&uuml;nfte der Kostenschuldnerin im Feststellungszeitraum 2004 mindere. Das FA erlie&szlig; deshalb am 15.&nbsp;Juni 2015 einen ge&auml;nderten Eink&uuml;nftefeststellungsbescheid 2003 gegen&uuml;ber der Kostenschuldnerin, in dem Beteiligungseink&uuml;nfte aus der Untergesellschaft in H&ouml;he von 333.183,46&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wurden. Die Verfahrensbeteiligten und das FG gingen davon aus, dass der ge&auml;nderte Bescheid vom 15.&nbsp;Juni 2015 zum Gegenstand des Verfahrens geworden sei, weshalb die Kostenschuldnerin ihren Klageantrag umstellte und nunmehr beantragte, den Bescheid vom 15.&nbsp;Juni 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass die im Grundlagenbescheid f&uuml;r 2003 festgestellten Verlustanteile von 45.536.257,66&nbsp;EUR anstelle der im Grundlagenbescheid f&uuml;r 2002 festgestellten Gewinnanteile von 333.183,46&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden. Das FG wies die Klage durch Urteil vom 14.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;2373\/07 ab. Die Kosten des Verfahrens wurden der Kostenschuldnerin auferlegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen Nichtzulassung der Revision erhob die Kostenschuldnerin Beschwerde und k&uuml;ndigte in der Beschwerdeschrift an, eine ausf&uuml;hrliche Begr&uuml;ndung nachzureichen. Sp&auml;ter teilte sie mit Schriftsatz ihrer Bevollm&auml;chtigten vom 18.&nbsp;Juli 2016 mit, nach Auffassung der Gesellschafter habe sich die Nichtzulassungsbeschwerde im Ergebnis inhaltlich erledigt, so dass ein Gesellschafterbeschluss (mit entsprechendem Kostenvorschuss) f&uuml;r die Fortsetzung des Verfahrens nicht zustande gekommen sei. Die Gesellschaft verf&uuml;ge nicht &uuml;ber ausreichende liquide Mittel, um das Verfahren f&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Eine Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde erfolge daher nicht mehr. Der Senat verwarf die Nichtzulassungsbeschwerde mit Beschluss vom 6.&nbsp;September 2016 IV&nbsp;B&nbsp;43\/16 wegen Vers&auml;umung der Begr&uuml;ndungsfrist als unzul&auml;ssig und erlegte die Kosten des Verfahrens der Kostenschuldnerin auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Kostenrechnung vom 7.&nbsp;November 2016 KostL&nbsp;1429\/16 (IV&nbsp;B&nbsp;43\/16) setzte die Kostenstelle des BFH f&uuml;r das Verfahren &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde Gerichtskosten nach Nr.&nbsp;6500 des Kostenverzeichnisses zu &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 des Gerichtskostengesetzes (GKG) von 86.272&nbsp;EUR fest. Dabei wurde ein Streitwert von 11.467.360&nbsp;EUR zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit am gleichen Tag eingegangenem Schriftsatz vom 17.&nbsp;November 2016 hat die Kostenschuldnerin Erinnerung gegen die Kostenrechnung eingelegt und zugleich den Antrag gestellt, die aufschiebende Wirkung der Erinnerung anzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt sie aus, dem Kostenansatz liege ein falsch berechneter Streitwert zugrunde. Dieser betrage h&ouml;chstens 688.041,62&nbsp;EUR. In entsprechender Anwendung des &sect;&nbsp;238 der Abgabenordnung sei lediglich die Zinsdifferenz anzusetzen, die sich aus dem beantragten Ansatz des Verlustes im Jahr 2003 und dem tats&auml;chlich erfolgten Ansatz im Jahr 2004 ergebe. Das FG habe im erstinstanzlichen Verg&uuml;tungsfestsetzungsbeschluss auf dieser Grundlage einen Wert von 688.041,62&nbsp;EUR ermittelt. Au&szlig;erdem seien fehlerhaft 2,0 Geb&uuml;hren angesetzt worden. Die Nichtzulassungsbeschwerde sei wegen Mittellosigkeit der Kostenschuldnerin zur&uuml;ckgenommen worden. Einer Erw&auml;hnung des Wortes &quot;R&uuml;cknahme&quot; habe es nicht bedurft, weil die R&uuml;cknahmeabsicht hinreichend deutlich zum Ausdruck gekommen sei. Daraus folge, dass nur eine 1,0 Geb&uuml;hr nach Nr.&nbsp;6501 des Kostenverzeichnisses angesetzt werden d&uuml;rfe. Ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Kostenansatzes seien mithin zu bejahen. Die Vollziehung der Kostenrechnung h&auml;tte au&szlig;erdem eine unbillige H&auml;rte zur Folge, weil die Kostenschuldnerin nicht &uuml;ber ausreichend liquide Mittel verf&uuml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 25.&nbsp;November 2016 hat die Kostenschuldnerin die Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das eigene Verm&ouml;gen beantragt. &Uuml;ber den Antrag ist noch nicht entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Erinnerung ist unbegr&uuml;ndet und war deshalb abzulehnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. &Uuml;ber den Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Erinnerung nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;1 GKG entscheidet, wie &uuml;ber die Erinnerung selbst, der Berichterstatter als Einzelrichter (&sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 GKG; vgl. BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Februar 2013 X&nbsp;E&nbsp;8\/12, Rz&nbsp;7). Dies gilt nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;5 GKG auch im Verfahren vor dem BFH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Anordnung der aufschiebenden Wirkung der von der Kostenschuldnerin erhobenen Erinnerung sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Erinnerungen gegen den Kostenansatz haben nach &sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GKG keine aufschiebende Wirkung. Das Gericht kann die aufschiebende Wirkung jedoch ganz oder teilweise anordnen (&sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;1 GKG). Unter welchen Voraussetzungen die aufschiebende Wirkung anzuordnen ist, regelt das GKG nicht. Im Verfahren vor Gerichten der Finanzgerichtsbarkeit kann insoweit jedoch an die Grunds&auml;tze angekn&uuml;pft werden, die f&uuml;r die Aussetzung der Vollziehung (AdV) nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) entwickelt worden sind (ebenso Beschluss des S&auml;chsischen FG vom 21.&nbsp;April 2010&nbsp;&nbsp;3&nbsp;Ko&nbsp;531\/10, unter II.2.). Die aufschiebende Wirkung ist danach anzuordnen, wenn bei summarischer Pr&uuml;fung ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Kostenrechnung bestehen oder wenn deren Vollziehung f&uuml;r den Kostenschuldner eine unbillige, nicht durch &uuml;berwiegende &ouml;ffentliche Interessen gebotene H&auml;rte zur Folge h&auml;tte (vgl. &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO). Ernstliche Zweifel i.S. des &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO sind zu bejahen, wenn bei summarischer Pr&uuml;fung neben f&uuml;r die Rechtm&auml;&szlig;igkeit sprechenden Umst&auml;nden gewichtige Gr&uuml;nde zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung der entscheidungserheblichen Rechtsfragen oder Unklarheit in der Beurteilung von Tatfragen bewirken; die f&uuml;r die Rechtswidrigkeit sprechenden Gr&uuml;nde m&uuml;ssen dabei nicht &uuml;berwiegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei summarischer Pr&uuml;fung bestehen keine ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Kostenrechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Streitgegenstand des Verfahrens &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde IV&nbsp;B&nbsp;43\/16 ergibt sich aus dem zuletzt beim FG gestellten Antrag, den nunmehr angefochtenen Feststellungsbescheid 2003 vom 15.&nbsp;Juni 2015 dahingehend zu &auml;ndern, dass Beteiligungseink&uuml;nfte aus der Untergesellschaft in H&ouml;he von .\/.&nbsp;45.536.257,66&nbsp;EUR anstelle bisher ber&uuml;cksichtigter Eink&uuml;nfte von 333.183,46&nbsp;EUR zugrunde zu legen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Streitwert im Rechtsmittelverfahren bestimmt sich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GKG nach den Antr&auml;gen des Rechtsmittelf&uuml;hrers. Bei unver&auml;ndertem Streitgegenstand ist der Streitwert des Rechtsmittelverfahrens mit dem Streitwert des ersten Rechtszugs identisch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Streitwert von Anfechtungsklagen wegen einer gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 GKG bemisst der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung nach der typisierten einkommensteuerlichen Bedeutung f&uuml;r die Feststellungsbeteiligten. Diese ist grunds&auml;tzlich &#8211;im Sinne einer Vereinfachungsregelung&#8211; mit 25&nbsp;% des streitigen Gewinns oder Verlusts zu bemessen. Die tats&auml;chlichen steuerlichen Auswirkungen bei den einzelnen Gesellschaftern werden nicht ermittelt. Der vorgenannte Prozentsatz ist bei Streit um die H&ouml;he des Gewinns allerdings keine feste Gr&ouml;&szlig;e. Ausnahmsweise kommt der Ansatz eines h&ouml;heren Prozentsatzes in Betracht, wenn ohne besondere Ermittlungen im Gewinnfeststellungsverfahren erkennbar ist, dass der Pauschalsatz der tats&auml;chlichen einkommensteuerlichen Auswirkung nicht gerecht wird. Sind Verluste einer Fondsgesellschaft streitig, deren Gesch&auml;ftsmodell die Verlusterzielung ausdr&uuml;cklich vorsieht, ist grunds&auml;tzlich davon auszugehen, dass die Verlustanteile der Gesellschafter bei deren Einkommensteuerfestsetzung hohe andere Eink&uuml;nfte ausgleichen und sich deshalb mit dem Spitzensteuersatz einkommensteuermindernd auswirken (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;April 2016 IV&nbsp;E&nbsp;1\/16, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von der typisierten Berechnung f&uuml;r das Streitjahr ist auch dann auszugehen, wenn die konkreten einkommensteuerlichen Auswirkungen vorgetragen sind. Selbst wenn ein Verlust festgestellt worden ist und dieser sich nachweislich auf die Steuerfestsetzung des Streitjahrs nicht auswirkt, verbleibt es bei der typisierten Streitwertberechnung. Das Feststellungsverfahren soll von derartigen Ermittlungen freigehalten werden, so dass sie bei der Bemessung des Streitwerts erst recht nicht in Betracht kommen k&ouml;nnen (BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;November 2015 IV&nbsp;E&nbsp;8\/15, m.w.N.). Dementsprechend kann auch nicht in Betracht kommen, gegenl&auml;ufige Auswirkungen eines streitigen Verlustanteils in anderen Jahren als dem Streitjahr zu ber&uuml;cksichtigen. Der Streitwert ist in solchen F&auml;llen deshalb entgegen der Auffassung der Kostenschuldnerin nicht nur nach dem eingetretenen Zinsnachteil zu bestimmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Danach ist die Bemessung des Streitwerts im Streitfall mit 11.467.360&nbsp;EUR aus Sicht der Kostenschuldnerin nicht zu beanstanden. Er ergibt sich aus der Anwendung eines pauschalen Satzes von 25&nbsp;% auf den streitigen Gewinn von 45.869.441&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass das FG, wie die Kostenschuldnerin vortr&auml;gt, f&uuml;r das erstinstanzliche Verfahren von einem niedrigeren Streitwert ausgegangen ist, bindet den BFH nicht (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;April 2012 II&nbsp;E&nbsp;3\/12, Rz&nbsp;8, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nicht zu beanstanden ist auch der Ansatz einer 2,0 Geb&uuml;hr nach Nr.&nbsp;6500 des Kostenverzeichnisses. Die Nichtzulassungsbeschwerde wurde mit Beschluss vom 6.&nbsp;September 2016 IV&nbsp;B&nbsp;43\/16 als unzul&auml;ssig verworfen. Der Entscheidungsausspruch ist f&uuml;r den Kostenansatz und damit f&uuml;r die Anwendung des Kostenverzeichnisses bindend. Nr.&nbsp;6500 des Kostenverzeichnisses ordnet f&uuml;r das Verfahren &uuml;ber die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision bei Verwerfung oder Zur&uuml;ckweisung der Beschwerde den Ansatz einer 2,0 Geb&uuml;hr an. Eine Geb&uuml;hr nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 GKG bel&auml;uft sich f&uuml;r den Streitwert von 11.467.360&nbsp;EUR auf 43.136&nbsp;EUR, so dass insgesamt eine Geb&uuml;hr von 86.272&nbsp;EUR festzusetzen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Es kommt nicht in Betracht, nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GKG ganz oder teilweise von der Erhebung von Kosten abzusehen. Nach dieser Vorschrift werden Kosten, die bei richtiger Behandlung der Sache nicht entstanden w&auml;ren, nicht erhoben. Als unrichtige Sachbehandlung durch das Gericht kommen nur erkennbare Versehen oder materielle Verst&ouml;&szlig;e gegen eindeutige Rechtsnormen des materiellen oder formellen Rechts in Betracht (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;November 1987 II&nbsp;E&nbsp;1\/87, BFH\/NV 1988, 324, und vom 18.&nbsp;November 1993 VIII&nbsp;E&nbsp;7-8\/93, BFH\/NV 1994, 571, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine derart fehlerhafte Sachbehandlung durch den BFH, die urs&auml;chlich f&uuml;r die Entstehung zumindest eines Teils der angeforderten Gerichtskosten gewesen sein k&ouml;nnte, wird weder mit der Erinnerung bezeichnet noch ist sie sonst erkennbar. Insbesondere ist der Senat zu Recht davon ausgegangen, dass die Nichtzulassungsbeschwerde nicht zur&uuml;ckgenommen worden war. Wird von einem Angeh&ouml;rigen eines rechts- oder steuerberatenden Berufs nach Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde mitgeteilt, dass eine Begr&uuml;ndung der Beschwerde nicht mehr erfolge, kann dieses Vorbringen nicht als R&uuml;cknahme gewertet werden. Denn es bezieht sich nur auf die Begr&uuml;ndung des Rechtsmittels, nicht aber auf das Rechtsmittel selbst, bringt also die R&uuml;cknahmeabsicht eines prozessual erfahrenen Bevollm&auml;chtigten entgegen der Auffassung der Kostenschuldnerin gerade nicht unzweifelhaft zum Ausdruck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Angesichts dessen, dass die Kostenschuldnerin nach den vorstehenden Erw&auml;gungen durch die angefochtene Kostenrechnung nicht in ihren Rechten verletzt sein kann, kann die Vollziehung der Kostenrechnung auch keine unbillige H&auml;rte f&uuml;r die Kostenschuldnerin bedeuten. Ebenso wie eine AdV nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO wegen unbilliger H&auml;rte der Vollstreckung nicht in Betracht kommt, wenn an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Steuerbescheide keine Zweifel bestehen (BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;Oktober 2011 I&nbsp;S&nbsp;7\/11), ist demgem&auml;&szlig; auch die Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Kostenerinnerung abzulehnen, wenn keine ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Kostenrechnung bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei (&sect;&nbsp;66 Abs.&nbsp;8 GKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 18.1.2017, IV S 8\/16ECLI:DE:BFH:2017:B.180117.IVS8.16.0 Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Kostenerinnerung &#8211; Anforderung an die R&uuml;cknahme eines Rechtsmittels Tenor Der Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Erinnerung gegen die Kostenrechnung des Bundesfinanzhofs -Kostenstelle- vom 7. November 2016 KostL 1429\/16 (IV B 43\/16) wird abgelehnt. Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei. Tatbestand 1&nbsp; I. Die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-s-8-16-anordnung-der-aufschiebenden-wirkung-einer-kostenerinnerung-anforderung-an-die-ruecknahme-eines-rechtsmittels\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;S&nbsp;8\/16 &#8211; Anordnung der aufschiebenden Wirkung einer Kostenerinnerung &#8211; Anforderung an die R&uuml;cknahme eines Rechtsmittels<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66947","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66947","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66947"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66947\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66947"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66947"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66947"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}