{"id":66988,"date":"2017-03-23T13:32:09","date_gmt":"2017-03-23T11:32:09","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66988"},"modified":"2017-03-23T13:32:09","modified_gmt":"2017-03-23T11:32:09","slug":"v-r-14-16-umsatzsteuerrechtliche-organschaft-in-der-insolvenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-14-16-umsatzsteuerrechtliche-organschaft-in-der-insolvenz\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;14\/16 &#8211; Umsatzsteuerrechtliche Organschaft in der Insolvenz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.12.2016, V R 14\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.151216.VR14.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Umsatzsteuerrechtliche Organschaft in der Insolvenz<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Mit der Insolvenzer&ouml;ffnung &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Organtr&auml;gers endet die Organschaft.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Unabh&auml;ngig von den Verh&auml;ltnissen beim Organtr&auml;ger endet die Organschaft jedenfalls mit der Insolvenzer&ouml;ffnung bei der Organgesellschaft.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die Bestellung eines Sachwalters im Rahmen der Eigenverwaltung nach &sect;&sect; 270 ff. InsO in den Insolvenzverfahren des bisherigen Organtr&auml;gers und der bisherigen Organgesellschaft &auml;ndert hieran nichts.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;gerin wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 15. Februar 2016&nbsp;&nbsp;6 K 2013\/12 und der ge&auml;nderte Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid Mai 2012 vom 5. Juli 2012, in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 1. August 2012, ge&auml;ndert durch Bescheid vom 18. Oktober 2012, aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, &uuml;bte im Streitzeitraum eine unternehmerische T&auml;tigkeit i.S. von &sect;&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) aus. Ihre alleinvertretungsberechtigten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer waren A, B und C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin war unmittelbar oder &uuml;ber die Tochtergesellschaft D-GmbH Alleingesellschafter der E-GmbH, F-GmbH, G-GmbH, H-GmbH, I-GmbH und J-GmbH. Mit Ausnahme der J-GmbH war A bei allen Gesellschaften alleinvertretungsberechtigter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der J-GmbH waren N, der bei der Kl&auml;gerin zugleich in leitender Funktion t&auml;tig war, und C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Zeitraum bis zum 1.&nbsp;Mai 2012 gingen die Kl&auml;gerin und der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) &uuml;bereinstimmend davon aus, dass alle sechs Tochtergesellschaften Organgesellschaften der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am &#8230; stellte die Kl&auml;gerin beim zust&auml;ndigen Amtsgericht (AG) Insolvenzantrag f&uuml;r sich und ihre Tochtergesellschaften und beantragte Eigenverwaltung, wie sich aus den vom Finanzgericht (FG) in Bezug genommenen Steuerakten ergibt. Das zust&auml;ndige AG bestellte noch am gleichen Tag P zum vorl&auml;ufigen Sachwalter und ordnete an, dass die Kl&auml;gerin berechtigt ist, unter Aufsicht des P als vorl&auml;ufigen Sachwalter ihr Verm&ouml;gen weiter zu verwalten und dar&uuml;ber zu verf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom &#8230; er&ouml;ffnete das AG das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin und zeitgleich auch f&uuml;r die sechs Tochtergesellschaften. F&uuml;r alle Verfahren ordnete das Insolvenzgericht Eigenverwaltung i.S. von &sect;&nbsp;270 Abs.&nbsp;1 der Insolvenzordnung (InsO) an, bestellte wiederum P jeweils zum Sachwalter und setzte Gl&auml;ubigeraussch&uuml;sse ein. In allen Er&ouml;ffnungsbeschl&uuml;ssen ordnete es an, dass die Verwaltungs- und Verf&uuml;gungsbefugnis bei der jeweiligen Schuldnerin verbleibe und schuldbefreiende Leistungen nur an diese zu erfolgen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die f&uuml;r die Kl&auml;gerin sowie deren Tochtergesellschaften gesondert abgegebenen Umsatzsteuer-Voranmeldungen f&uuml;r Mai 2012 fasste das FA in der Annahme, die Organschaft bestehe fort, zusammen und erlie&szlig; am 5.&nbsp;Juli 2012 einen Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid Mai 2012 gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Die Vorauszahlungen der Tochtergesellschaften wurden durch die Bescheide vom 24.&nbsp;Juli 2012 auf 0&nbsp;EUR festgesetzt. Die I-GmbH wurde bei der Festsetzung vom 5.&nbsp;Juli 2012 noch nicht ber&uuml;cksichtigt, sondern erst bei Erlass des &Auml;nderungsbescheids vom 18.&nbsp;Oktober 2012.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einspruch und Klage zum FG hatten keinen Erfolg. Das FG ging in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2016, 863 ver&ouml;ffentlichten Urteil davon aus, dass die Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin und ihren Tochtergesellschaften auch nach der Insolvenzer&ouml;ffnung fortbestanden habe. Im Insolvenzverfahren der Kl&auml;gerin sei der Umsatzsteueranspruch auch insoweit Masseverbindlichkeit, als er auf die Umsatzt&auml;tigkeit der Tochtergesellschaften entfalle. Zudem sei der sich aufgrund der Organschaft ergebende Ausgleichsanspruch des Organtr&auml;gers gegen&uuml;ber der Organgesellschaft im Insolvenzverfahren der Organgesellschaft Masseforderung. Die Eingliederungsvoraussetzungen l&auml;gen unver&auml;ndert weiter vor. In Bezug auf die finanzielle Eingliederung habe sich aus der Insolvenz der Tochtergesellschaften keine &Auml;nderung ergeben. Auch die organisatorische Eingliederung habe aufgrund der personellen Verflechtung &uuml;ber die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Tochtergesellschaften fortbestanden. Im Verfahren der Eigenverwaltung &auml;ndere sich hieran durch die &sect;&sect;&nbsp;275, 276 und 277 InsO nichts. Ebenso sei auch die wirtschaftliche Eingliederung weiterhin gegeben gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich die Kl&auml;gerin mit ihrer Revision. Es fehle sowohl an der organisatorischen wie auch an der finanziellen Eingliederung. Der insolvenzrechtliche Einzelverfahrensgrundsatz widerspreche der Organschaft. Aus der Bestellung einer Person in mehreren Verfahren zum Sachwalter ergebe sich kein Indiz f&uuml;r eine gleichgerichtete Interessenlage bei den Insolvenzschuldnern. Der Sachwalter habe die Trennung der einzelnen Verm&ouml;gensbereiche zu beachten. Es gebe keine Konzernleitungsmacht in der Insolvenz. Eine Durchsetzung gegen Gl&auml;ubigeraussch&uuml;sse sei nicht m&ouml;glich. Es d&uuml;rfe nicht zu Verteilungseffekten zwischen den Gl&auml;ubigern unterschiedlicher Konzerngesellschaften kommen. Auch bei der Eigenverwaltung habe die Gesellschafterversammlung keinen Einfluss auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung mehr. Es bestehe zudem keine alleinige Befugnis zur Abberufung von Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern mehr. Hieran &auml;ndere sich auch nichts unter Ber&uuml;cksichtigung von Art.&nbsp;11 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) und der hierzu ergangenen Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union (EuGH) und des Bundesfinanzhofs (BFH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG und den ge&auml;nderten Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid Mai 2012 vom 5.&nbsp;Juli 2012, in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 1.&nbsp;August 2012, ge&auml;ndert durch Bescheid vom 18.&nbsp;Oktober 2012, aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der insolvenzrechtliche Einzelverfahrensgrundsatz verlange keine Beendigung der Organschaft. Bei der Eigenverwaltung stehe die Unternehmenssanierung, nicht aber die Verwertung des Unternehmens im Vordergrund. Die Existenz eines Sachwalters sei unsch&auml;dlich. Aus dem Grundsatz des Einzelverfahrens ergebe sich nur, dass &uuml;ber jede Verm&ouml;gensmasse ein eigenes Verfahren zu er&ouml;ffnen ist. Die Organschaft kl&auml;re nur die Frage, wie sich diese Verm&ouml;gensmasse zusammensetzt. Aus dem Insolvenzrecht folge keine &Auml;nderung der Verm&ouml;gensmasse. Der Grundsatz der gleichm&auml;&szlig;igen Gl&auml;ubigerbefriedigung beeinflusse die Frage der Verbindlichkeitsbegr&uuml;ndung nur im Rahmen der Entscheidungskompetenz eines Insolvenzverwalters. Auch soweit der Umsatzsteueranspruch auf die Umsatzt&auml;tigkeit der Organgesellschaft entfalle, liege eine Masseverbindlichkeit im Verfahren des Organtr&auml;gers vor. Zudem sei der Ausgleichsanspruch des Organtr&auml;gers im Verfahren der Organgesellschaft Masseverbindlichkeit. Die Eingliederungsvoraussetzungen h&auml;tten weiter vorgelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist begr&uuml;ndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und der Klage stattzugeben (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Entgegen dem Urteil des FG hat die Organschaft im Streitfall mit der Er&ouml;ffnung der Insolvenzverfahren &uuml;ber die Verm&ouml;gensmassen des Organtr&auml;gers und der Organgesellschaften geendet. Dem steht die Anordnung der Eigenverwaltung in diesen Verfahren nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Mit der Insolvenzer&ouml;ffnung &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Organtr&auml;gers endet die Organschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Umsatzsteuerrechtlich begr&uuml;ndet die Organschaft i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG die Zusammenfassung der Unternehmen mehrerer Personen zu einem Unternehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG wird die gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit nicht selbst&auml;ndig ausge&uuml;bt, wenn eine juristische Person nach dem Gesamtbild der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in das Unternehmen des Organtr&auml;gers eingegliedert ist (Organschaft). Die Wirkungen der Organschaft sind auf Innenleistungen zwischen den im Erhebungsgebiet gelegenen Unternehmensteilen beschr&auml;nkt (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz 2 UStG). Diese Unternehmensteile sind als ein Unternehmen zu behandeln (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz 3 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unionsrechtlich beruht dies auf Art.&nbsp;11 MwStSystRL. Danach k&ouml;nnen die Mitgliedstaaten im Inland ans&auml;ssige Personen, die zwar rechtlich unabh&auml;ngig, jedoch durch gegenseitige finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Beziehungen eng miteinander verbunden sind, zusammen als einen Steuerpflichtigen behandeln. Bei richtlinienkonformer Auslegung entsprechend Art.&nbsp;11 MwStSystRL f&uuml;hrt die Organschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG zu einer &quot;Verschmelzung zu einem einzigen Steuerpflichtigen&quot; (EuGH-Urteil Ampliscientifica und Amplifin vom 22.&nbsp;Mai 2008 C-162\/07, EU:C:2008:301, Rz&nbsp;19; zur Behandlung mehrerer Personen als einen Steuerpflichtigen, vgl. auch EuGH-Urteile Kommission\/Irland vom 9.&nbsp;April 2013 C-85\/11, EU:C:2013:217, Rz&nbsp;35&nbsp;ff., und Larentia + Minerva und Marenave Schiffahrt vom 16.&nbsp;Juli 2015 C-108\/14 und C-109\/14, EU:C:2015:496). Aufgrund dieser Verschmelzung hat der Organtr&auml;ger als Unternehmer die Aufgabe als &quot;Steuereinnehmer&quot; f&uuml;r den gesamten Organkreis wahrzunehmen (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;18\/13, BFHE 242, 433, BFH\/NV 2013, 1747, unter II.3.a, m.w.N. zur EuGH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aufgrund der Zusammenfassung zu einem Unternehmen ist der Organtr&auml;ger Steuerschuldner f&uuml;r alle Leistungen, die die Unternehmensteile des Organkreises gegen&uuml;ber Dritten erbringen. Der Organtr&auml;ger &uuml;bernimmt die &#8211;nach &sect;&nbsp;370 AO strafbew&auml;hrte&#8211; Verantwortung f&uuml;r die Umsatzt&auml;tigkeit der mit ihm verbundenen juristischen Person (BFH-Urteil vom 2.&nbsp;Dezember 2015 V&nbsp;R&nbsp;15\/14, BFHE 252, 158, unter II.1.a&nbsp;dd&nbsp;(2). So sind die von der Organgesellschaft gegen&uuml;ber Dritten ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze dem Organtr&auml;ger zuzurechnen (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Mai 2005 V&nbsp;R&nbsp;31\/03, BFHE 210, 167, BStBl II 2005, 671, unter II.2.a). Leistungsbez&uuml;ge der Organgesellschaft von Dritten werden dem Organtr&auml;ger gleichfalls zugerechnet und berechtigen diesen zum Vorsteuerabzug (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 1995 V&nbsp;R&nbsp;71\/93, BFH\/NV 1996, 273, unter II.2.). Leistungsbeziehungen zwischen Organtr&auml;ger und Organgesellschaft sind demgegen&uuml;ber als Innenums&auml;tze nichtsteuerbar und begr&uuml;nden kein Recht auf Vorsteuerabzug (vgl. BFH-Urteil vom 17.&nbsp;Januar 2002 V&nbsp;R&nbsp;37\/00, BFHE 197, 357, BStBl II 2002, 373, Leitsatz 2). Die vom Organkreis geschuldete Steuer ist einheitlich in einem gegen&uuml;ber dem Organtr&auml;ger zu erlassenden Steuerbescheid festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anders als das Umsatzsteuerrecht mit der Organschaft fasst das Insolvenzrecht die Verfahren mehrerer Personen nicht zusammen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InsO kann das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen jeder nat&uuml;rlichen und jeder juristischen Person er&ouml;ffnet werden. Dies gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 InsO auch f&uuml;r das Verm&ouml;gen einer Gesellschaft ohne Rechtspers&ouml;nlichkeit wie z.B. einer offenen Handelsgesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Insolvenzrecht enth&auml;lt keine Regelungen, die im Fall einer Konzerninsolvenz ein einheitliches Insolvenzverfahren f&uuml;r mehrere Konzerngesellschaften erm&ouml;glichen (zur Reform&uuml;berlegung, vgl. z.B. Siemon, Neue Zeitschrift f&uuml;r das Recht der Insolvenz und Sanierung; das gesamte Verfahren der Unternehmens- und Verbraucherinsolvenz 2014, 55, und Verhoeven, Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Insolvenzrecht 2014, 217). Sowohl hinsichtlich der Feststellung des Insolvenzgrundes als auch in Bezug auf die Abwicklung des Insolvenzverfahrens bleiben verbundene Unternehmen daher insolvenzrechtlich selbst&auml;ndig. Dabei scheidet die Bildung einer einheitlichen Haftungsmasse bestehend aus mehreren rechtlich selbst&auml;ndigen Konzerngesellschaften aus, da ansonsten der unterschiedliche Umfang der Gl&auml;ubigerrechte, wie sie im Verh&auml;ltnis zu den einzelnen Insolvenzschuldnern bestehen, missachtet w&uuml;rde (vgl. Hirte in Uhlenbruck, Insolvenzordnung, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;394). Die Insolvenz eines herrschenden Unternehmens erstreckt sich daher nach geltendem Recht nur auf dessen Verm&ouml;gen, nicht dagegen auf das Verm&ouml;gen seiner Tochtergesellschaften (Hirte in Uhlenbruck, a.a.O., &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;395). Die Verm&ouml;gensmassen insolvenzf&auml;higer Gesellschaften und Personen sind dementsprechend trotz konzernm&auml;&szlig;igen Verbundes getrennt abzuwickeln, so dass es keine Konzerninsolvenz gibt (Peters in M&uuml;nchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3.&nbsp;Aufl., 2013, &sect;&nbsp;35 Rz&nbsp;72; vgl. Ehricke in Jaeger, Insolvenzordnung, 2004, &sect;&nbsp;11 Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Danach entf&auml;llt die Organschaft mit der Insolvenzer&ouml;ffnung beim Organtr&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat hat bereits f&uuml;r die nach der Konkursordnung bestehende Rechtslage entschieden, dass eine Organschaft mit dem Konkurs des Organtr&auml;gers enden kann (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Januar 1999 V&nbsp;R&nbsp;32\/98, BFHE 187, 355, BStBl II 1999, 258, unter II.1.). Der Senat hat hierf&uuml;r insbesondere angef&uuml;hrt, konkursrechtlich sei zwischen dem Verm&ouml;gen des Organtr&auml;gers und dem Verm&ouml;gen der Organgesellschaft zu unterscheiden. W&auml;hrend das Verm&ouml;gen des Organtr&auml;gers in die Konkursmasse falle, bleibe das Verm&ouml;gen der Organgesellschaft konkursfrei. Die Umsatzsteuer aus den Aktivit&auml;ten des Organtr&auml;gers z&auml;hle zu den Massekosten oder Masseschulden, sei aus der Konkursmasse zu berichtigen und in einem an die Konkursverwalter des Organtr&auml;gers zu richtenden Steuerbescheid geltend zu machen. Die Umsatzsteuer aus den Aktivit&auml;ten der Organgesellschaft sei nicht aus der Konkursmasse zu berichtigen und dementsprechend auch nicht in einem an die Konkursverwalter des Organtr&auml;gers zu richtenden Steuerbescheid geltend zu machen (BFH-Urteil in BFHE 187, 355, BStBl II 1999, 258, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dementsprechend ist unter der Geltung der Insolvenzordnung zu beachten, dass das FA &#8211;bei Annahme eines Fortbestands der Organschaft&#8211; den sich f&uuml;r den Organkreis ergebenden Steueranspruch f&uuml;r Umsatzt&auml;tigkeiten nach Insolvenzer&ouml;ffnung nur insoweit durch Steuerbescheid gegen den Organtr&auml;ger festsetzen kann, als es sich um eine Masseverbindlichkeit des Unternehmers &#8211;hier des Organtr&auml;gers&#8211; handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist der Umsatzsteueranspruch f&uuml;r eine Umsatzt&auml;tigkeit der Insolvenzmasse nach Insolvenzer&ouml;ffnung Masseverbindlichkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO, da es sich um eine &quot;durch die Verwaltung, Verwertung und Verteilung der Insolvenzmasse begr&uuml;ndet[e]&quot; Verbindlichkeit handelt (BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Januar 2009 V&nbsp;R&nbsp;64\/07, BFHE 224, 24, BStBl II 2009, 682, unter II.1.). Dies gilt aber nur f&uuml;r den Umsatzsteueranspruch aus der eigenen Umsatzt&auml;tigkeit des bisherigen Organtr&auml;gers, nicht aber auch f&uuml;r den Umsatzsteueranspruch, der auf die Umsatzt&auml;tigkeit seiner bisherigen Organgesellschaften entf&auml;llt. Denn die Umsatzsteuer f&uuml;r die Umsatzt&auml;tigkeit dieser Organgesellschaft geh&ouml;rt nicht zur Verwaltung, Verwertung und Verteilung der Insolvenzmasse, die sich auf das rechtlich eigene Verm&ouml;gen des bisherigen Organtr&auml;gers bezieht und sich nicht auf das Verm&ouml;gen der bisherigen Organgesellschaften erstreckt, wie sich insbesondere aus &sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 InsO ergibt. Zur Insolvenzmasse des Organtr&auml;gers geh&ouml;rt daher nur seine Beteiligung an der Organgesellschaft, nicht aber auch das Verm&ouml;gen der Organgesellschaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daher begr&uuml;ndet die Umsatzt&auml;tigkeit der bisherigen Organgesellschaft in der Insolvenz des bisherigen Organtr&auml;gers keine Masseverbindlichkeit nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO. Hierdurch wird entgegen Wagner\/Fuchs (Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2014, 2583, 2584) nicht das &quot;Entstehen einer (Steuer-)Forderung von ihrer insolvenzrechtlichen Einordnung abh&auml;ngig&quot; gemacht. Vielmehr f&uuml;hrt die auch umsatzsteuerrechtlich zu beachtende insolvenzrechtliche Trennung dazu, dass sich der Umsatzsteueranspruch aus der Umsatzt&auml;tigkeit der bisherigen Organgesellschaft nunmehr gegen diese richtet. Bei der Annahme einer fortbestehenden Organschaft best&uuml;nde demgegen&uuml;ber f&uuml;r das FA nur die M&ouml;glichkeit, einen auf die eigene Umsatzt&auml;tigkeit des Organtr&auml;gers beschr&auml;nkten Steuerbescheid zu erlassen und die Organgesellschaft als Haftende nach &sect;&nbsp;73 AO in Anspruch zu nehmen. Dies ist mit dem umsatzsteuerrechtlichen Grundsatz der organschaftlichen Unternehmenseinheit und der mit der Organschaft bezweckten Verwaltungsvereinfachung (vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 252, 158, unter II.1.a&nbsp;aa) nicht vereinbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit das FA hiergegen einwendet, dass bei der Eigenverwaltung die Unternehmenssanierung, nicht aber die Verwertung des Unternehmens im Vordergrund stehe, ber&uuml;cksichtigt es nicht, dass die Ziele des Insolvenzverfahrens (&sect;&nbsp;1 InsO) nichts am Umfang der dem Insolvenzverfahren unterliegenden Haftungsmasse &auml;ndern. Nur soweit durch die Insolvenzmasse Umsatzsteueranspr&uuml;che begr&uuml;ndet werden, liegen nach &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 InsO Masseverbindlichkeiten vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit ist auch die Anordnung der Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren des Organtr&auml;gers ohne Bedeutung. Denn sie &auml;ndert nichts an der insolvenzrechtlichen Verfahrenstrennung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Unabh&auml;ngig von den Verh&auml;ltnissen beim Organtr&auml;ger endet die Organschaft jedenfalls mit der Insolvenzer&ouml;ffnung bei der Organgesellschaft, da zu diesem Zeitpunkt die finanzielle Eingliederung entf&auml;llt (zur Beendigung bereits mit Bestellung eines vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters, vgl. BFH-Urteile vom 8.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;18\/13, BFHE 242, 433, und vom 24.&nbsp;August 2016 V&nbsp;R&nbsp;36\/15, BFH\/NV 2017, 242).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Organschaft setzt nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG insbesondere eine Eingliederung in finanzieller Hinsicht voraus. Der Organtr&auml;ger muss finanziell in der Weise an der Organgesellschaft beteiligt sein, dass er seinen Willen durch Mehrheitsbeschluss in der Gesellschafterversammlung durchsetzen kann (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;November 2001 V&nbsp;R&nbsp;50\/00, BFHE 197, 319, BStBl II 2002, 167, unter II.1.a; in BFHE 210, 167, BStBl II 2005, 671, unter II.2.a&nbsp;dd; vom 30.&nbsp;April 2009 V&nbsp;R&nbsp;3\/08, BFHE 226, 144, BStBl II 2013, 873, unter II.2.b&nbsp;aa; vom 22.&nbsp;April 2010 V&nbsp;R&nbsp;9\/09, BFHE 229, 433, BStBl II 2011, 597, unter II.2.; vom 1.&nbsp;Dezember 2010 XI&nbsp;R&nbsp;43\/08, BFHE 232, 550, BStBl II 2011, 600, unter II.2.; vom 7.&nbsp;Juli 2011 V&nbsp;R&nbsp;53\/10, BFHE 234, 548, BStBl II 2013, 218, unter II.2.a, und in BFHE 242, 433, unter II.2.a). Ma&szlig;geblich ist hierf&uuml;r die &quot;Stimmenmehrheit&quot; (BFH-Urteil in BFHE 210, 167, BStBl II 2005, 671, unter II.2.a&nbsp;dd) und damit eine Mehrheit der Stimmrechte aus den Anteilen an der Organgesellschaft von &uuml;ber 50&nbsp;v.H. der gesamten Stimmrechte, sofern keine h&ouml;here qualifizierte Mehrheit f&uuml;r Beschl&uuml;sse in der Organgesellschaft erforderlich ist (BFH-Urteil in BFHE 197, 319, BStBl II 2002, 167, unter II.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die finanzielle Eingliederung ist nicht Selbstzweck, sondern stellt sicher, dass eine Person nur dann Organtr&auml;ger einer juristischen Person sein kann, wenn sie die gesellschaftsrechtlichen Beteiligungsrechte gegen&uuml;ber den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungs- oder Aufsichtsorganen der juristischen Person aus&uuml;ben kann. Sie ist somit die Grundlage daf&uuml;r, dass f&uuml;r den Organtr&auml;ger aufgrund der Gesamtheit der Eingliederungsvoraussetzungen eine Durchgriffsm&ouml;glichkeit auf die Organgesellschaft besteht, die es dem Organtr&auml;ger erm&ouml;glicht, die ihm nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG zugeordnete Verantwortung f&uuml;r die Besteuerung der Umsatzt&auml;tigkeit des gesamten Organkreises zu &uuml;bernehmen (BFH-Urteil in BFHE 252, 158, unter II.1.a&nbsp;dd&nbsp;(2). Dementsprechend setzt die organisatorische Eingliederung voraus, dass der Organtr&auml;ger die mit der finanziellen Eingliederung verbundene M&ouml;glichkeit der Beherrschung der Tochtergesellschaft in der laufenden Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung wahrnimmt, wobei er die Organgesellschaft durch die Art und Weise der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung beherrschen muss (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Urteil in BFHE 252, 158, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Insolvenzverfahren der Organgesellschaft entf&auml;llt ihre Eingliederung in den Organtr&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bestellt das Insolvenzgericht im Verfahren einen Insolvenzverwalter, folgt dies bereits daraus, dass das Recht des Schuldners, das zur Insolvenzmasse geh&ouml;rende Verm&ouml;gen zu verwalten und dar&uuml;ber zu verf&uuml;gen, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;1 InsO auf den Insolvenzverwalter &uuml;bergeht (vgl. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;M&auml;rz 1997 V&nbsp;R&nbsp;96\/96, BFHE 182, 426, BStBl II 1997, 580, unter II.2.; in BFHE 187, 355, BStBl II 1999, 258, unter II.2.; vom 21.&nbsp;Juni 2001 V&nbsp;R&nbsp;68\/00, BFHE 195, 446, BStBl II 2002, 255, unter II.1.). Der erkennende Senat h&auml;lt an dieser zur Konkursordnung ergangenen Rechtsprechung auch unter der Geltung der Insolvenzordnung fest, ohne dass dabei zu entscheiden ist, ob die Eingliederung in finanzieller oder in organisatorischer Hinsicht oder aus mehreren Gr&uuml;nden endet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Eingliederung entf&auml;llt auch, wenn das Insolvenzgericht Eigenverwaltung nach &sect;&sect;&nbsp;270&nbsp;ff. InsO anordnet, da dann die finanzielle Eingliederung endet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zwar ist der Schuldner und damit die Organgesellschaft gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;270 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 InsO berechtigt, unter der Aufsicht eines Sachwalters die Insolvenzmasse zu verwalten und &uuml;ber sie zu verf&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die f&uuml;r die Organschaft erforderliche Eingliederung mit Durchgriffsm&ouml;glichkeit entf&auml;llt aber gleichwohl. Denn ist der Schuldner &#8211;wie die Tochtergesellschaften der Kl&auml;gerin&#8211; eine juristische Person, so haben der Aufsichtsrat, die Gesellschafterversammlung oder entsprechende Organe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;276a Satz&nbsp;1 InsO keinen Einfluss auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Schuldners mehr. Zudem ist die Abberufung und Neubestellung von Mitgliedern der Gesch&auml;ftsleitung nur wirksam, wenn der Sachwalter zustimmt (&sect;&nbsp;276a Satz&nbsp;2 InsO). Die Vorschrift ist gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;103g Satz&nbsp;1 des Einf&uuml;hrungsgesetzes der Insolvenzordnung auf die Insolvenzverfahren, die seit dem 1.&nbsp;M&auml;rz 2012 beantragt worden sind, und damit auch im Streitfall anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) &sect;&nbsp;276a InsO entzieht der f&uuml;r die Organschaft erforderlichen finanziellen Eingliederung die Grundlage. Denn die &Uuml;berwachungsorgane haben bei der Eigenverwaltung keine weiter gehenden Einflussm&ouml;glichkeiten auf die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung als im Falle der Fremdverwaltung durch den Insolvenzverwalter (BTDrucks 17\/5712, S.&nbsp;63; Kl&ouml;hn, M&uuml;nchener Kommentar zur Insolvenzordnung, 3.&nbsp;Aufl., 2014, &sect;&nbsp;276a, Rz&nbsp;4). Die &Uuml;berwachung obliegt bei der Eigenverwaltung stattdessen dem Sachwalter, dem Gl&auml;ubigerausschuss und der Gl&auml;ubigerversammlung. Zus&auml;tzliche Eingriffsm&ouml;glichkeiten von Aufsichtsrat oder Gesellschafterversammlung k&ouml;nnten in dieser Situation &quot;wenig n&uuml;tzen, wohl aber hemmend und blockierend wirken&quot; (Landfermann in: Kayser\/Thole, Heidelberger Kommentar zur Insolvenzordnung, 8.&nbsp;Aufl., 2016, &sect;&nbsp;276a, Rz&nbsp;3). Die durch &sect;&nbsp;276a InsO angeordnete Beschr&auml;nkung der Organkompetenzen (Kl&ouml;hn, a.a.O., Rz&nbsp;12) f&uuml;hrt zu einer Gleichbehandlung von Fremd- und Eigenverwaltung (Kl&ouml;hn, a.a.O., Rz&nbsp;5). Das durch &sect;&nbsp;276a InsO angeordnete Verbot der Einflussnahme umfasst nicht nur unmittelbare Einwirkungen, sondern auch mittelbare, wie Einsichts- und Informationsrechte, um einen unbeeinflussten Zustand herzustellen, mithin die Unabh&auml;ngigkeit der Gesch&auml;ftsleitung von den Organen der Gesellschaft zu sichern (Zipperer in Uhlenbruck, a.a.O., &sect;&nbsp;276a, Rz&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Danach ist im Streitfall auch die finanzielle Eingliederung wegen &sect;&nbsp;276a InsO entfallen. Zwar war es der Kl&auml;gerin auch unter Beachtung von &sect;&nbsp;276a InsO m&ouml;glich, Mehrheitsbeschl&uuml;sse zu fassen. Kommt diesen aber wegen &sect;&nbsp;276a InsO keine Bedeutung mehr zu, besteht keine finanzielle Eingliederung mehr. Es w&auml;re sinnlos, f&uuml;r die &quot;finanzielle Eingliederung allein auf die rechtliche M&ouml;glichkeit zur Fassung von Mehrheitsbeschl&uuml;ssen&quot; (Wagner\/Fuchs, BB 2014, 2583, 2588) abzustellen, da die finanzielle Eingliederung kein Selbstzweck ist (s. oben II.2.a). Soweit M&ouml;hlenkamp\/M&ouml;hlenkamp (Deutsches Steuerrecht 2014, 1357, unter 4.2.2) hiergegen einwenden, dass &sect;&nbsp;276a InsO einer anderweitig begr&uuml;ndeten organisatorischen Eingliederung nicht entgegenstehe, ber&uuml;cksichtigen sie nicht hinreichend, dass diese Vorschrift bereits die finanzielle Eingliederung entfallen l&auml;sst. Die Beendigung der Organschaft entspricht damit den gesetzlichen Aufl&ouml;sungsgr&uuml;nden bei juristischen Personen (vgl. &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung und &sect;&nbsp;262 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Aktiengesetzes).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auf die Frage, ob ein Ausgleichsanspruch des Organtr&auml;gers gegen die Organgesellschaft in der Insolvenz der Organgesellschaft Masseverbindlichkeit ist (vgl. hierzu BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2014 V&nbsp;B&nbsp;14\/14, BFHE 244, 156, unter II.4.b&nbsp;bb), kommt es somit nicht mehr an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Bestellung des P als Sachwalter im Rahmen der Eigenverwaltung nach &sect;&sect;&nbsp;270&nbsp;ff. InsO in den Insolvenzverfahren des bisherigen Organtr&auml;gers und der bisherigen Organgesellschaften &auml;ndert hieran nichts. Ebenso wie bei der Bestellung eines Insolvenzverwalters in den Insolvenzverfahren von Organtr&auml;ger und Organgesellschaft ist dies f&uuml;r die insolvenzrechtliche Verfahrenstrennung, die in der Insolvenz des Organtr&auml;gers gegen einen Fortbestand der Organschaft spricht, ohne Bedeutung (s. oben II.1.b und c). Zudem kommt es auch bei Personenidentit&auml;t des Sachwalters zur Anwendung von &sect;&nbsp;276a Satz&nbsp;1 InsO (s. oben II.2.b&nbsp;bb). Im Hinblick auf diese Sondervorschrift ist, anders als unter der Geltung der Konkursordnung, nicht mehr davon auszugehen, dass eine Organschaft trotz Insolvenzer&ouml;ffnung bei Organtr&auml;ger und Organgesellschaft fortbestehen kann (zur Konkursordnung, vgl. BFH-Urteil in BFHE 187, 355, BStBl II 1999, 258, unter II.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.12.2016, V R 14\/16ECLI:DE:BFH:2016:U.151216.VR14.16.0 Umsatzsteuerrechtliche Organschaft in der Insolvenz Leits&auml;tze 1. Mit der Insolvenzer&ouml;ffnung &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Organtr&auml;gers endet die Organschaft. 2. Unabh&auml;ngig von den Verh&auml;ltnissen beim Organtr&auml;ger endet die Organschaft jedenfalls mit der Insolvenzer&ouml;ffnung bei der Organgesellschaft. 3. 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