{"id":66989,"date":"2017-03-23T13:32:05","date_gmt":"2017-03-23T11:32:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66989"},"modified":"2017-03-23T13:32:05","modified_gmt":"2017-03-23T11:32:05","slug":"xi-b-57-16-klage-auf-gewaehrung-von-akteneinsicht-aktenuebersendung-an-das-fg-im-klageverfahren-umfang-der-den-streitfall-betreffenden-akten-is-des-par-71-abs-2-fgo-gerichtliche-ueberpruefung-der-erme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-57-16-klage-auf-gewaehrung-von-akteneinsicht-aktenuebersendung-an-das-fg-im-klageverfahren-umfang-der-den-streitfall-betreffenden-akten-is-des-par-71-abs-2-fgo-gerichtliche-ueberpruefung-der-erme\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;57\/16 &#8211; Klage auf Gew&auml;hrung von Akteneinsicht &#8211; Akten&uuml;bersendung an das FG im Klageverfahren &#8211; Umfang der den Streitfall betreffenden Akten i.S. des &sect; 71 Abs. 2 FGO &#8211; Gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der Ermessensentscheidung des Finanzamts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.12.2016, XI B 57\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.191216.XIB57.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Klage auf Gew&auml;hrung von Akteneinsicht &#8211; Akten&uuml;bersendung an das FG im Klageverfahren &#8211; Umfang der den Streitfall betreffenden Akten i.S. des &sect; 71 Abs. 2 FGO &#8211; Gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der Ermessensentscheidung des Finanzamts<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 11. Mai 2016&nbsp;&nbsp;3 K 385\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH und Unternehmerin, beantragte im Rahmen einer laufenden Au&szlig;enpr&uuml;fung mit Schriftsatz vom 3.&nbsp;Mai 2012 Akteneinsicht. Diesen Antrag lehnte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Bescheid vom 20.&nbsp;Juli 2012 ab, weil eine Akteneinsicht w&auml;hrend einer laufenden Pr&uuml;fung nicht vorgesehen sei und im &Uuml;brigen auch kein berechtigtes Interesse der Kl&auml;gerin daran bestehe. Zudem st&uuml;nde einer Akteneinsicht das schutzw&uuml;rdige Interesse Dritter in Form des Steuergeheimnisses entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einspruch der Kl&auml;gerin wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Januar 2013 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte das FA im Wesentlichen aus, es habe sein Ermessen fehlerfrei ausge&uuml;bt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Laufe des Klageverfahrens forderte das Finanzgericht (FG) mit Schreiben vom 7.&nbsp;Februar 2013 das FA u.a. zur &Uuml;bersendung aller den Streitfall betreffenden Akten auf. Das FA legte daraufhin mit Schreiben vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2013 dem FG folgende Akten vor: &quot;1&nbsp;Ordner Rechtsbehelfsstelle, 1&nbsp;Umsatzsteuerakte, 1&nbsp;Akte Dauerunterlagen&quot;. In diese nahm der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin Einsicht und teilte unter dem 14.&nbsp;Juni 2013 u.a. mit, dass erhebliche Zweifel an der Vollst&auml;ndigkeit der vorgelegten Akten best&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schriftsatz vom 23.&nbsp;Oktober 2014 &uuml;bersandte das FA den Bericht &uuml;ber eine Umsatzsteuer-Sonderpr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin vom 14.&nbsp;Oktober 2014 und den Bericht &uuml;ber eine Steuerfahndungspr&uuml;fung in der Steuerstrafsache gegen den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kl&auml;gerin vom 9.&nbsp;Juli 2014.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Prozessbevollm&auml;chtigte der Kl&auml;gerin nahm im Laufe des Klageverfahrens und des Steuerstrafverfahrens mehrfach erneut Akteneinsicht, ging aber weiterhin davon aus, dass die Akten (auch im Strafverfahren) nicht vollst&auml;ndig vorgelegt worden seien. Das FA erwiderte hierauf, dass die &uuml;bersandten Akten die f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber die Klage wegen Akteneinsicht betreffenden Unterlagen enthielten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2016 hat die Kl&auml;gerin ausweislich der Sitzungsniederschrift weder Beweisantr&auml;ge gestellt noch R&uuml;gen erhoben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage, mit der die Kl&auml;gerin geltend machte, der Ablehnungsbescheid des FA vom 20.&nbsp;Juli 2012 sowie die Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Januar 2013 seien ermessensfehlerhaft, das FA wende eine die Akteneinsicht betreffende Verwaltungsanweisung falsch an und die vorgelegten Akten seien unvollst&auml;ndig, ab und lie&szlig; die Revision nicht zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, das FA habe der Kl&auml;gerin die Akteneinsicht ermessensfehlerfrei versagt. Eine Gew&auml;hrung von Akteneinsicht im Verwaltungsverfahren komme nur in Ausnahmef&auml;llen in Frage. Vorliegend habe das FA bereits in seinem Ablehnungsbescheid vom 20.&nbsp;Juli 2012 zu dem Antrag auf Akteneinsicht konkrete Ermessenserw&auml;gungen genannt, warum der Kl&auml;gerin zu diesem Zeitpunkt keine Akteneinsicht habe gew&auml;hrt werden k&ouml;nnen. In der Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Januar 2013 habe das FA die Ablehnung der Akteneinsicht neben den vorgenannten Erw&auml;gungen weiter begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall k&ouml;nne nicht von einer Ermessensreduzierung auf Null ausgegangen werden. Dar&uuml;ber hinaus liege auf Grund der vom FA genannten Ermessenserw&auml;gungen auch kein Ermessensfehler wegen einer &Uuml;berschreitung oder Unterschreitung der Grenzen des Ermessens oder der Aus&uuml;bung des Ermessens in einer dem Zweck der Erm&auml;chtigung nicht entsprechenden Weise durch das FA vor. Bereits die Gr&uuml;ndlichkeit und Ausf&uuml;hrlichkeit, mit der sich das FA in der Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Januar 2013 mit dem Rechtsvortrag der Kl&auml;gerseite auseinandergesetzt hat, lasse deutlich erkennen, dass sorgf&auml;ltig und ermessensfehlerfrei das Pro und Kontra hinsichtlich der begehrten Akteneinsicht abgewogen worden sei. Das FA habe den zu beurteilenden Sachverhalt ausreichend ermittelt und die f&uuml;r seine Ermessensaus&uuml;bung ma&szlig;geblichen Gesichtspunkte tats&auml;chlicher und rechtlicher Art mitgeteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es liege nach &Uuml;berzeugung des Gerichts auf der Hand, dass in einem umfassenden Pr&uuml;fungsverfahren, in dem wegen der Gew&auml;hrung des Vorsteuerabzugs die &quot;Lieferanten&quot; eines Steuerpflichtigen in eine Pr&uuml;fung einzubeziehen sind, die steuerlichen Verh&auml;ltnisse Dritter &#8211;und damit das nach &sect;&nbsp;30 der Abgabenordnung zu beachtende Steuergeheimnis&#8211; betroffen seien. Allein schon aus diesem Grund habe das FA vorliegend eine Akteneinsicht im Verwaltungsverfahren ermessensfehlerfrei verweigern d&uuml;rfen. Auch das Argument der Verz&ouml;gerung und der Behinderung einer laufenden Pr&uuml;fung sei eine zutreffende Ermessenserw&auml;gung des FA zur Verweigerung der Akteneinsicht in diesem Verfahrensstadium.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Ergebnis erkenne das Gericht keinen Ermessensfehler, so dass es auf die weiteren Einwendungen der Kl&auml;gerin nicht ankomme, auch weil sich diese in weiten Bereichen auf die Vollst&auml;ndigkeit der Akten im finanzgerichtlichen Verfahren &#8211;und damit auf einen anderen Verfahrensabschnitt&#8211; bez&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall h&auml;tten die vom FA dem Gericht in dem vorliegenden Verfahren vorgelegten Akten auch nicht s&auml;mtliche Unterlagen der Au&szlig;enpr&uuml;fung, der Steuerfahndungspr&uuml;fung und des Strafverfahrens umfassen m&uuml;ssen, denn es sei &quot;nur &uuml;ber die Rechtm&auml;&szlig;igkeit einer Ermessensentscheidung &uuml;ber die Versagung einer Akteneinsicht im Verwaltungsverfahren&quot; w&auml;hrend einer laufenden Au&szlig;enpr&uuml;fung zu befinden. Im Hinblick auf diese Entscheidung seien die dem Gericht vom FA vorgelegten Akten ausreichend, zudem sei dem Gericht insbesondere der Bericht der Steuerfahndung vom 9.&nbsp;Juli 2014 vorgelegt worden. Das FA sei nicht verpflichtet, dem Gericht Akten oder Aktenteile zu &uuml;bermitteln, um deren Einsichtnahme im finanzgerichtlichen Verfahren gestritten werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1045 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision macht die Kl&auml;gerin geltend, die Revision sei wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache, zur Fortbildung des Rechts und wegen Verfahrensfehlern zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde sind teilweise nicht hinreichend dargelegt und liegen im &Uuml;brigen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen Verfahrensfehlern des FG zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die ger&uuml;gte Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht durch Nichtanforderung bzw. Nichtbeiziehung weiterer, vom FA nicht vorgelegter Akten ist nicht hinreichend dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Um einen Sachaufkl&auml;rungsmangel hinreichend darzulegen, muss vom Beschwerdef&uuml;hrer vorgetragen werden, welche konkreten Tatsachen das FG h&auml;tte aufkl&auml;ren und welche genau bezeichneten Beweise es von Amts wegen h&auml;tte erheben m&uuml;ssen, warum ein Beschwerdef&uuml;hrer nicht von sich aus entsprechende Beweisantr&auml;ge gestellt hat, warum sich die Beweiserhebung dem FG auch ohne besonderen Antrag als erforderlich h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen und inwieweit die als unterlassen ger&uuml;gte Beweisaufnahme &#8211;auf der Grundlage der materiell-rechtlichen Auffassung des FG&#8211; zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 29.&nbsp;Januar 2010 III&nbsp;B&nbsp;50\/09, BFH\/NV 2010, 919; vom 12.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;B&nbsp;70\/11, BFH\/NV 2013, 705).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Da es sich bei der Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht um einen verzichtbaren Verfahrensmangel handelt (&sect;&nbsp;155 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211; i.V.m. &sect;&nbsp;295 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;), bei dem das R&uuml;gerecht nicht nur durch eine ausdr&uuml;ckliche oder konkludente Verzichtserkl&auml;rung gegen&uuml;ber dem FG verloren geht, sondern auch durch das blo&szlig;e Unterlassen einer rechtzeitigen R&uuml;ge (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 5.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;B&nbsp;1\/13, BFH\/NV 2014, 547, Rz&nbsp;9; vom 12.&nbsp;Mai 2016 III&nbsp;B&nbsp;5\/16, BFH\/NV 2016, 1292, Rz&nbsp;4), muss ein Beschwerdef&uuml;hrer au&szlig;erdem vortragen, dass er den Versto&szlig; in der Vorinstanz ger&uuml;gt hat oder aus welchen entschuldbaren Gr&uuml;nden er an einer solchen R&uuml;ge gehindert gewesen sei (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 2.&nbsp;Oktober 2007 IX&nbsp;B&nbsp;24\/07, BFH\/NV 2008, 92; vom 29.&nbsp;April 2009 VI&nbsp;B&nbsp;126\/08, BFH\/NV 2009, 1267; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) An entsprechenden Darlegungen fehlt es im Streitfall. Weder ist dargelegt, warum die Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG keine entsprechenden Beweisantr&auml;ge gestellt hat, noch ist dargelegt, warum sie die von ihr gesehene Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht nicht ger&uuml;gt hat. Aus der Sitzungsniederschrift (vgl. zu deren Bedeutung BFH-Beschl&uuml;sse vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2012 IX&nbsp;B&nbsp;170\/11, BFH\/NV 2012, 1158, Rz&nbsp;3; vom 18.&nbsp;August 2015 III&nbsp;B&nbsp;112\/14, BFH\/NV 2015, 1595, Rz&nbsp;10) ergibt sich, dass weder das eine noch das andere geschehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ohne Erfolg r&uuml;gt die Kl&auml;gerin, das Urteil des FG sei nicht mit Gr&uuml;nden versehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO ist ein Urteil stets als auf der Verletzung von Bundesrecht beruhend anzusehen, wenn die Entscheidung nicht mit Gr&uuml;nden versehen ist. Es reicht hierf&uuml;r aus, wenn die Gr&uuml;nde nur zum Teil fehlen und das Gericht ein selbst&auml;ndiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel, das f&uuml;r sich allein den vollst&auml;ndigen Tatbestand einer mit selbst&auml;ndiger Wirkung ausgestatteten Rechtsnorm bildet, &uuml;bergangen hat (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 1.&nbsp;April 2003 X&nbsp;B&nbsp;105\/02, BFH\/NV 2003, 1193, unter II.2., m.w.N.; vom 23.&nbsp;September 2009 IX&nbsp;B&nbsp;52\/09, BFH\/NV 2010, 220, unter 1.a; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect;&nbsp;119 FGO Rz&nbsp;359&nbsp;ff.). Ein Versto&szlig; gegen das Begr&uuml;ndungsgebot liegt auch dann vor, wenn das Gericht einen wesentlichen Streitpunkt entweder &uuml;berhaupt nicht er&ouml;rtert oder mit formelhaften und inhaltlich nicht nachvollziehbaren Formulierungen abgehandelt hat (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 21.&nbsp;April 2004 IX&nbsp;B&nbsp;155\/03, juris; vom 1.&nbsp;Februar 2012 VI&nbsp;B&nbsp;71\/11, BFH\/NV 2012, 767, Rz&nbsp;14; vom 5.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;B&nbsp;17\/13, BFH\/NV 2014, 548). Nicht ausreichend ist hingegen, dass die Urteilsbegr&uuml;ndung nicht den Erwartungen eines Beteiligten entspricht, l&uuml;ckenhaft, rechtsfehlerhaft oder nicht &uuml;berzeugend ist (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 11.&nbsp;Juli 2012 X&nbsp;B&nbsp;41\/11, BFH\/NV 2012, 1634; vom 11.&nbsp;Mai 2015 XI&nbsp;B&nbsp;29\/15, BFH\/NV 2015, 1257, Rz&nbsp;11). Die Abgrenzung zwischen erheblichen und nicht wesentlichen Begr&uuml;ndungsm&auml;ngeln hat sich am Zweck der Urteilsbegr&uuml;ndung zu orientieren, der darin besteht, f&uuml;r den Ausspruch der Urteilsformel den Nachweis der Rechtm&auml;&szlig;igkeit zu liefern (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;April 2002 X&nbsp;R&nbsp;8\/00, BFHE 199, 124, BStBl II 2002, 527, und BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;November 2011 X&nbsp;B&nbsp;211\/10, BFH\/NV 2012, 426). Vom Vorliegen eines Verfahrensmangels i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO ist danach dann auszugehen, wenn den Beteiligten &#8211;zumindest in Bezug auf einen der wesentlichen Streitpunkte&#8211; die M&ouml;glichkeit entzogen ist, die getroffene Entscheidung auf ihre Rechtm&auml;&szlig;igkeit hin zu &uuml;berpr&uuml;fen (vgl. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;Dezember 2013 XI&nbsp;B&nbsp;33\/13, BFH\/NV 2014, 714, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gemessen daran ist das Urteil des FG mit Gr&uuml;nden versehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat auf Seite&nbsp;11&nbsp;ff. des Urteils nachvollziehbar begr&uuml;ndet, warum es die Ermessensentscheidung des FA nicht beanstandet hat. Es hat angenommen, das FA habe Ermessenserw&auml;gungen angestellt und die Ablehnung im Ablehnungsbescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung begr&uuml;ndet. Nach den vom FA genannten Gr&uuml;nden liege weder eine Ermessensreduzierung auf Null vor noch seien Ermessensfehler erkennbar. Auf Seite&nbsp;13 des Urteils hat das FG angenommen, sowohl das Argument der Wahrung des Steuergeheimnisses als auch das Argument der Verz&ouml;gerung und Behinderung der laufenden Pr&uuml;fung tr&uuml;gen die Ermessensentscheidung des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei ihren Einwendungen gegen diese beiden (aus Sicht des FG tragenden) Argumente der Ablehnung ber&uuml;cksichtigt die Kl&auml;gerin nicht, dass ma&szlig;geblicher Zeitpunkt f&uuml;r die gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der Ermessensentscheidung des FA durch das FG nach der insoweit ma&szlig;geblichen (und zugleich zutreffenden) Auffassung des FG der Zeitpunkt der letzten Beh&ouml;rdenentscheidung (vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2016 II&nbsp;R&nbsp;17\/14, BFHE&nbsp;253, 505, BStBl II 2016, 822, Rz&nbsp;19; BFH-Beschluss vom 15.&nbsp;Juli 2015 IX&nbsp;B&nbsp;38\/15, BFH\/NV 2015, 1431, Rz&nbsp;4), d.h. der Erlass der Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Januar 2013 war. Mit dem Angebot der Kl&auml;gerin, Verzichtserkl&auml;rungen von Dritten beizubringen, die auf die Wahrung des Steuergeheimnisses verzichten, musste sich das FG schon deshalb nicht auseinandersetzen, weil solche Erkl&auml;rungen zum genannten Zeitpunkt nicht vorlagen. Dass die Kl&auml;gerin angibt, angeboten zu haben, die Akteneinsicht vor Ort in Anwesenheit eines Sachbearbeiters des FA zu nehmen, &auml;ndert nichts an dem vom FG f&uuml;r ma&szlig;geblich erachteten Argument, dass das FA die Akten h&auml;tte vorher durchsehen, Aktenteile aussondern oder schw&auml;rzen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Es reicht nicht aus, dass die Kl&auml;gerin daneben die Argumentation des FG zu den Ermessenserw&auml;gungen des FA f&uuml;r l&uuml;ckenhaft, unzul&auml;nglich und nicht &uuml;berzeugend h&auml;lt. Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt damit, dass das FG sich nicht ausreichend mit ihren rechtlichen Argumenten auseinandergesetzt habe. Das reicht f&uuml;r die Annahme, das Urteil des FG sei nicht mit Gr&uuml;nden versehen, nicht aus (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 2.&nbsp;Januar 2006 XI&nbsp;B&nbsp;53\/04, BFH\/NV 2006, 792, unter 1., Rz&nbsp;6; vom 19.&nbsp;November 2013 IX&nbsp;B&nbsp;79\/13, BFH\/NV 2014, 371, Rz&nbsp;3, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das (abstrakte) Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt. Au&szlig;erdem muss die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rbar sein (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 3.&nbsp;Februar 2014 VI&nbsp;B&nbsp;111\/13, BFH\/NV 2014, 696; vom 18.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;B&nbsp;37\/14, BFH\/NV 2014, 1779).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wird die Beschwerde mit der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache begr&uuml;ndet, hat der Beschwerdef&uuml;hrer zur Erf&uuml;llung der Darlegungsanforderungen eine hinreichend bestimmte, f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll, sowie schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darzulegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im allgemeinen Interesse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 16.&nbsp;Mai 2008 VII&nbsp;B&nbsp;118\/07, BFH\/NV 2008, 1440; vom 9.&nbsp;Januar 2014 XI&nbsp;B&nbsp;11\/13, BFH\/NV 2014, 915). Liegt zu der vom Beschwerdef&uuml;hrer herausgestellten Rechtsfrage bereits h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung vor, geh&ouml;rt zu der Darlegung der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit eine fundierte Stellungnahme dazu, weshalb diese Rechtsprechung noch nicht zu einer hinreichenden Kl&auml;rung gef&uuml;hrt habe oder auf Grund welcher neuen Entwicklungen sie nunmehr erneut in Frage gestellt werden m&uuml;sse (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;Juli 2014 XI&nbsp;B&nbsp;29\/14, BFH\/NV 2014, 1780, Rz&nbsp;16; vom 14.&nbsp;Dezember 2015 XI&nbsp;B&nbsp;113\/14, BFH\/NV 2016, 599, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Soweit die Kl&auml;gerin die Rechtsfrage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam h&auml;lt, ob im Rahmen der gerichtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung der Ablehnung der Akteneinsicht die Akten, in die Einsicht genommen werden soll, zu den nach &sect;&nbsp;71 Abs.&nbsp;2 FGO &quot;den Streitfall betreffenden Akten&quot; geh&ouml;ren, ist diese Rechtsfrage durch die Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;Juni 2015 VII&nbsp;S&nbsp;11\/15, BFH\/NV 2015, 1100, Rz&nbsp;7) gekl&auml;rt. Die Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin legen nicht hinreichend dar, weshalb diese Rechtsprechung noch nicht zu einer hinreichenden Kl&auml;rung gef&uuml;hrt habe oder auf Grund welcher neuen Entwicklungen sie nunmehr erneut in Frage gestellt werden m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Soweit die Kl&auml;gerin der Auffassung ist, es sei zu kl&auml;ren, ob das FA erst nach Eingang der Klage einen Vorgang &quot;Ablehnung Akteneinsicht&quot; anlegen d&uuml;rfe, ist erstens nicht dargelegt, warum es sich dabei um eine abstrakte Rechtsfrage handeln soll. Zweitens geht die Kl&auml;gerin dabei von einem Sachverhalt aus, den das FG nicht festgestellt hat, so dass die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage im Streitfall nicht kl&auml;rbar w&auml;re (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Dezember 2014 XI&nbsp;B&nbsp;12\/14, BFH\/NV 2015, 534, Rz&nbsp;27; vom 17.&nbsp;November 2015 XI&nbsp;B&nbsp;52\/15, BFH\/NV 2016, 431, Rz&nbsp;47). Das FG hat n&auml;mlich nicht tats&auml;chlich festgestellt, dass das FA nach Eingang der Klage einen Vorgang &quot;Ablehnung Akteneinsicht&quot; angelegt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen seines Urteils ist das FG auf Seite 14 au&szlig;erdem davon ausgegangen, dass die vom FA vorgelegten Akten ausreichend seien. Danach hat das FA aus Sicht des FG alle f&uuml;r die Beurteilung der Sach- und Rechtslage erheblichen und f&uuml;r die Entscheidung des Rechtsstreits bedeutsamen, d.h. die &quot;den Streitfall betreffenden&quot; (vgl. BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Januar 2013 III&nbsp;S&nbsp;38\/11, BFH\/NV 2013, 701, Rz&nbsp;13) Akten &uuml;bersandt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die Behauptung der Kl&auml;gerin, das FG habe m&ouml;glicherweise gemeint, &quot;interne Vermerke und Aufzeichnungen des FA seien dem Steuerb&uuml;rger generell vorzuenthalten&quot;, trifft nicht zu. Das FG hat keinen derartigen abstrakten Rechtssatz aufgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Bez&uuml;glich der f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam gehaltenen Frage, ob sich &quot;die Steuerbeh&ouml;rde auch dann noch auf das Argument der zeitlichen Verz&ouml;gerung bzw. Behinderung in einem laufenden Pr&uuml;fungsverfahren beziehen kann, wenn die Akte vor Ort und in Anwesenheit eines Sachbearbeiters gepr&uuml;ft wird&quot;, ist ebenfalls nicht dargelegt, inwieweit diese Frage im Streitfall kl&auml;rbar sein soll (vgl. dazu bereits die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.b&nbsp;bb). Zu entsprechenden Darlegungen h&auml;tte schon deshalb Anlass bestanden, weil das FG die Verz&ouml;gerung und Behinderung der Pr&uuml;fung auf Seite&nbsp;13 seines Urteils daraus abgeleitet hat, dass das FA vor der Akteneinsicht s&auml;mtliche Akten h&auml;tte sichten, teilweise aussortieren oder schw&auml;rzen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit mit der Beschwerde vorgetragen wird, die Revision sei zur Fortbildung des Rechts zuzulassen, fehlt es an den f&uuml;r die Geltendmachung dieses Zulassungsgrunds erforderlichen Darlegungen zur Kl&auml;rbarkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Erfordernis einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts ist ein Unterfall des Zulassungsgrunds der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (vgl. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;Juni 2014 XI&nbsp;B&nbsp;45\/13, BFH\/NV 2014, 1584, Rz&nbsp;34, m.w.N.). F&uuml;r diesen Zulassungsgrund gilt ebenso wie f&uuml;r den der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO), dass die Rechtsfortbildung &uuml;ber den Einzelfall hinaus im allgemeinen Interesse liegen und eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und kl&auml;rbare Rechtsfrage betreffen muss (vgl. z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2014, 915, Rz&nbsp;23, m.w.N.). Es gelten die zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung entwickelten Darlegungsanforderungen entsprechend (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 3.&nbsp;Februar 2016 XI&nbsp;B&nbsp;53\/15, BFH\/NV 2016, 954, Rz&nbsp;13, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin meint, der BFH m&uuml;sse &quot;klare Grunds&auml;tze bez&uuml;glich der Frage formulieren&quot;, welche &quot;Anstrengungen von Amts wegen, etwa durch Aktenbeiziehung, von den Finanzgerichten unternommen werden m&uuml;ssen, um die Tatsachengrundlagen zu ermitteln, die einer Ermessensentscheidung zugrunde liegen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Es ist aber nicht dargelegt, warum dies im Streitfall kl&auml;rbar sein soll, nachdem die Kl&auml;gerin jedenfalls auf die R&uuml;ge, das FG habe den Sachverhalt nicht von Amts wegen ausreichend erforscht, durch r&uuml;gelose Einlassung verzichtet hat (vgl. dazu die Ausf&uuml;hrungen unter II.1.a&nbsp;bb und cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kl&auml;gerin wendet sich mit ihrem Beschwerdevorbringen in weiten Teilen im Stile einer Revisionsbegr&uuml;ndung gegen die materielle Richtigkeit der Vorentscheidung, mit der das FG die Ermessensentscheidung des FA unbeanstandet gelassen hat; damit wird keiner der in &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 FGO abschlie&szlig;end aufgef&uuml;hrten Zulassungsgr&uuml;nde dargetan (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2014, 714, Rz&nbsp;15), zumal die Frage, ob Ermessensfehler des FA vorliegen, von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt und deshalb allgemeinen Aussagen von grunds&auml;tzlicher Bedeutung regelm&auml;&szlig;ig nicht zug&auml;nglich ist (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 26.&nbsp;November 2008 VII&nbsp;B&nbsp;183\/08, juris, Rz&nbsp;4; vom 26.&nbsp;Februar 2015 III&nbsp;B&nbsp;124\/14, BFH\/NV 2015, 837, Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Senat sieht von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz 2 Halbsatz 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.12.2016, XI B 57\/16ECLI:DE:BFH:2016:B.191216.XIB57.16.0 Klage auf Gew&auml;hrung von Akteneinsicht &#8211; Akten&uuml;bersendung an das FG im Klageverfahren &#8211; Umfang der den Streitfall betreffenden Akten i.S. des &sect; 71 Abs. 2 FGO &#8211; Gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der Ermessensentscheidung des Finanzamts Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-57-16-klage-auf-gewaehrung-von-akteneinsicht-aktenuebersendung-an-das-fg-im-klageverfahren-umfang-der-den-streitfall-betreffenden-akten-is-des-par-71-abs-2-fgo-gerichtliche-ueberpruefung-der-erme\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;B&nbsp;57\/16 &#8211; Klage auf Gew&auml;hrung von Akteneinsicht &#8211; Akten&uuml;bersendung an das FG im Klageverfahren &#8211; Umfang der den Streitfall betreffenden Akten i.S. des &sect; 71 Abs. 2 FGO &#8211; Gerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der Ermessensentscheidung des Finanzamts<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66989","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66989"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66989\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66989"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66989"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}