{"id":66993,"date":"2017-03-23T13:32:11","date_gmt":"2017-03-23T11:32:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=66993"},"modified":"2017-03-23T13:32:11","modified_gmt":"2017-03-23T11:32:11","slug":"x-b-23-16-pruefung-der-substantiiertheit-eines-beweisantrags-auch-durch-einbeziehung-vorangegangener-schriftsaetze-unzumutbarkeit-eines-benennungsverlangens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-23-16-pruefung-der-substantiiertheit-eines-beweisantrags-auch-durch-einbeziehung-vorangegangener-schriftsaetze-unzumutbarkeit-eines-benennungsverlangens\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;23\/16 &#8211; Pr&uuml;fung der Substantiiertheit eines Beweisantrags auch durch Einbeziehung vorangegangener Schrifts&auml;tze; Unzumutbarkeit eines Benennungsverlangens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.12.2016, X B 23\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:B.131216.XB23.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Pr&uuml;fung der Substantiiertheit eines Beweisantrags auch durch Einbeziehung vorangegangener Schrifts&auml;tze; Unzumutbarkeit eines Benennungsverlangens<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 27. Januar 2016&nbsp;&nbsp;3 K 155\/14, 3 K 157\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Beschwerdeverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die in den Streitjahren 2003 bis 2006 zur Einkommensteuer zusammenveranlagt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger betreibt einen Gro&szlig;handel mit Metallschrotten, den er von seinem Vater &uuml;bernommen hatte. Er kaufte die Waren sowohl von gewerblichen als auch von privaten Anlieferern an. &Uuml;ber die Anlieferungen rechnete er durch Gutschriften ab. Die Gutschriftsbetr&auml;ge zahlte er in der Regel sofort in bar an die Anlieferer aus (j&auml;hrlich zwischen 2,5 und 6&nbsp;Mio.&nbsp;EUR). Er notierte jeweils die Namen der Anlieferer. &Uuml;berwiegend lie&szlig; er sich deren Reisegewerbekarte oder eine Bescheinigung der f&uuml;r sie zust&auml;ndigen Finanzbeh&ouml;rde vorlegen, wonach der jeweilige Anlieferer als Steuerpflichtiger gef&uuml;hrt werde und keine Steuerr&uuml;ckst&auml;nde in Vollstreckung seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung bei den Kl&auml;gern vertrat der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung, der Kl&auml;ger habe in Bezug auf einen Teil seiner Gesch&auml;fte trotz entsprechender Aufforderung die tats&auml;chlichen Anlieferer nicht benannt. Zwar habe der Kl&auml;ger in seinen Buchf&uuml;hrungsunterlagen f&uuml;r den weitaus gr&ouml;&szlig;ten Teil der Anlieferungen konkrete Personen bezeichnet. Bei etlichen dieser Personen handele es sich aber um Branchenfremde, die wegen der bestehenden Aufteilung des Marktes gar nicht in der Lage gewesen seien, die erheblichen von ihnen beim Kl&auml;ger angelieferten Mengen &#8211;vor allem hochwertigen Schrotts&#8211; innerhalb k&uuml;rzester Zeit selbst einzusammeln. Nicht diese &#8211;vom FA als &quot;Schreiber&quot; bezeichneten&#8211; Personen, sondern deren Hinterm&auml;nner seien die wahren Anlieferer und damit Zahlungsempf&auml;nger. Diese habe der Kl&auml;ger aber nicht benannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grundlage f&uuml;r die Auffassung des FA waren vor allem Erkenntnisse, die sich im Zuge von Steuerfahndungspr&uuml;fungen bei anderen Betrieben ergeben hatten. Dort waren einige derjenigen Anlieferer, die auch in den Unterlagen des Kl&auml;gers als Zahlungsempf&auml;nger genannt werden, als Zeugen vernommen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wegen fehlender Benennung der Zahlungsempf&auml;nger versagte das FA auf der Grundlage des &sect;&nbsp;160 der Abgabenordnung (AO) den Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die folgenden Betr&auml;ge (Stand nach der mit der Einspruchsentscheidung vorgenommenen Teilabhilfe):<br \/>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2003:&nbsp;&nbsp;36.000 EUR,<br \/>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2004: 166.000 EUR,<br \/>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2005:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;7.000 EUR,<br \/>&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;2006: 505.750 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage weitestgehend statt. Es f&uuml;hrte aus, zwar habe nicht endg&uuml;ltig gekl&auml;rt werden k&ouml;nnen, ob hinter den Anlieferern unbekannt gebliebene Hinterm&auml;nner gestanden h&auml;tten oder ob die Anlieferer selbst als Zwischenh&auml;ndler t&auml;tig gewesen seien. Allerdings d&uuml;rfe &sect;&nbsp;160 AO in beiden F&auml;llen nicht angewendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollten die Anlieferer selbst gewerblich t&auml;tig gewesen sein, h&auml;tte der Kl&auml;ger die richtigen Zahlungsempf&auml;nger bereits benannt. F&uuml;r ein dar&uuml;ber hinausgehendes Benennungsverlangen best&uuml;nde kein Raum. Die Benennung dieser Personen habe dem FA die M&ouml;glichkeit zu weiteren Ermittlungen er&ouml;ffnet. Es sei nicht erforderlich, dass der benannte Zahlungsempf&auml;nger sp&auml;ter gegen&uuml;ber dem FA einr&auml;ume, die entsprechenden Einnahmen tats&auml;chlich erzielt zu haben. Es obliege allein den Finanzbeh&ouml;rden, dies weiter aufzukl&auml;ren und ggf. gegen die benannten Empf&auml;nger Steuern festzusetzen und beizutreiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollten die benannten Anlieferer selbst nicht als Zwischenh&auml;ndler t&auml;tig gewesen, sondern verdeckt f&uuml;r Dritte als Treuh&auml;nder oder Strohmann aufgetreten sein, w&auml;re das Benennungsverlangen als f&uuml;r den Kl&auml;ger unzumutbar &#8211;und damit ermessensfehlerhaft&#8211; anzusehen. Ein Schrotth&auml;ndler k&ouml;nne weder wissen noch pr&uuml;fen, welche vertraglichen Absprachen ein Anlieferer mit Dritten getroffen habe. Daher d&uuml;rfe er sich auf die vorgelegten Papiere verlassen. Die im Streitfall vorgelegten Dokumente (Reisegewerbekarte, Unbedenklichkeitsbescheinigung des FA) begr&uuml;ndeten einen Vertrauenstatbestand in eine eigene legale gewerbliche T&auml;tigkeit des Anlieferers. Der Kl&auml;ger sei als Opfer einer unvermeidbaren T&auml;uschung durch die &quot;Schreiber&quot; anzusehen. Zudem sei das FA in der Lage, selbst die Hinterm&auml;nner zu ermitteln, indem es sich an die benannten Anlieferer halte. Wenn solche Ermittlungen &#8211;wie hier&#8211; scheiterten, weil die Anlieferer von den Hinterm&auml;nnern mit k&ouml;rperlicher Gewalt bedroht w&uuml;rden und daher nicht bereit seien, deren Namen zu offenbaren, k&ouml;nne der Steuerpflichtige nicht verpflichtet sein, bereits im Vorfeld Ermittlungen anzustellen, die nicht einmal f&uuml;r die Steuerfahndung mit ihren besonderen Befugnissen durchf&uuml;hrbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA begehrt die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung, Divergenz, schwerwiegender Rechtsfehler und Verfahrensm&auml;ngeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger treten der Beschwerde entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist begr&uuml;ndet. Es liegt ein vom FA geltend gemachter Verfahrensmangel vor, auf dem die Entscheidung des FG beruhen kann (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat seine aus &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO folgende Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung verletzt, indem es die vom FA benannten Zeugen nicht vernommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FA hatte mit Schriftsatz vom 4.&nbsp;Januar 2016 beantragt, sieben Zeugen u.a. zum &quot;Ablauf der Gesch&auml;ftsanbahnung&quot; (z.B. Vorbereitungen und Vorkenntnisse der Zeugen) sowie zum &quot;Ablauf der Ablieferung auf dem Schrotthof&quot; zu befragen. U.a. solle gekl&auml;rt werden, was die Zeugen auf dem Schrotthof &quot;gemacht&quot; h&auml;tten und wie ihre Identit&auml;t kontrolliert worden sei, ob sie pers&ouml;nlich anwesend gewesen seien oder Vollmachten erteilt h&auml;tten. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Ermittlungsakten, in denen die Protokolle der vorherigen Vernehmungen dieser Zeugen durch die Steuerfahndung enthalten sind, dem FG bereits vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG wiederholte das FA diese Beweisantr&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG f&uuml;hrte im Urteil &#8211;ohne auf seine Auffassung vorab hinzuweisen&#8211; aus, die Beweisantr&auml;ge zum Ablauf der Gesch&auml;ftsanbahnung seien f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls unerheblich, da sie erkennbar &quot;auch&quot; &#8211;gemeint wohl: &quot;auf&quot;&#8211; die Ermittlung m&ouml;glicher Hinterm&auml;nner gerichtet seien. Dies sei aber Aufgabe des FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Beweisantr&auml;ge den Ablauf der Anlieferung auf dem Schrotthof zum Gegenstand h&auml;tten, seien sie ebenfalls unerheblich. Es sei unstreitig, dass die Anlieferer nicht stets von Anfang an auf dem Betriebsgel&auml;nde der Kl&auml;ger anwesend gewesen seien. Ferner seien die Antr&auml;ge auch unsubstantiiert, da das FA kein spezifisches Beweisthema, sondern nur allgemeine Fragen, die das Gericht zur Ausforschung der weiteren Umst&auml;nde stellen solle, bezeichnet habe. Es fehle insoweit an konkreten Tatsachenbehauptungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ein ordnungsgem&auml;&szlig; gestellter Beweisantrag darf nur unber&uuml;cksichtigt bleiben, wenn das Beweismittel f&uuml;r die zu treffende Entscheidung unerheblich, das Beweismittel unerreichbar bzw. unzul&auml;ssig oder absolut untauglich ist oder wenn die in Frage stehende Tatsache zugunsten des Beweisf&uuml;hrenden als wahr unterstellt werden kann (st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, vgl. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 17.&nbsp;November 2009 VI&nbsp;B&nbsp;11\/09, BFH\/NV 2010, 650, unter II.1.a, und vom 28.&nbsp;September 2011 X&nbsp;B&nbsp;69\/11, BFH\/NV 2012, 32, unter II.2., beide m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch braucht das FG einem Ausforschungs- oder Beweisermittlungsbeweis nicht nachkommen. Ein solcher ist gegeben, wenn erst die Beweiserhebung zur Aufdeckung der entscheidungserheblichen Tatsachen f&uuml;hren soll (vgl. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Januar 2008 V&nbsp;B&nbsp;201\/06, BFH\/NV 2008, 827, unter II.2.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Keiner dieser Ausnahmegr&uuml;nde lag hinsichtlich der im Streitfall gestellten Beweisantr&auml;ge vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die Beurteilung der Frage, ob ein Beweisantrag ausreichend konkretisiert ist, darf nicht isoliert ausschlie&szlig;lich dessen Wortlaut herangezogen werden. Vielmehr ist auch die prozessuale Vorgeschichte &#8211;insbesondere der Inhalt eingereichter Schrifts&auml;tze und die darin enthaltenen Tatsachenbehauptungen&#8211; einzubeziehen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 27.&nbsp;April 2010 X&nbsp;B&nbsp;163\/08, BFH\/NV 2010, 1639, Rz&nbsp;13&nbsp;f., und vom 26.&nbsp;Juli 2016 III&nbsp;B&nbsp;148\/15, BFH\/NV 2016, 1486, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies zugrunde gelegt, war f&uuml;r das FG aber klar ersichtlich, dass das FA unter den &#8211;ohnedies bereits im Beweisantrag n&auml;her konkretisierten&#8211; &Uuml;berschriften &quot;Ablauf der Gesch&auml;ftsanbahnung&quot; und &quot;Ablauf der Ablieferung auf dem Schrotthof&quot; diejenigen Tatsachen unter Beweis stellte, die die Zeugen in ihren Vernehmungen durch die Steuerfahndung bekundet hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Tatsachen waren auf der &#8211;insoweit ma&szlig;gebenden&#8211; Grundlage der materiell-rechtlichen Auffassung des FG auch entscheidungserheblich. Kern der tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des FG ist, dass der Kl&auml;ger Opfer einer im Rechtssinne unvermeidbaren T&auml;uschung durch die Anlieferer &uuml;ber deren Handeln f&uuml;r Rechnung eines Dritten geworden sei. Ob tats&auml;chlich eine T&auml;uschung vorlag und ob es f&uuml;r den Kl&auml;ger unvermeidbar war, einer solchen T&auml;uschung zu erliegen, h&auml;tte aber aller Voraussicht nach aufgekl&auml;rt werden k&ouml;nnen, wenn das FG die vom FA benannten Zeugen zu denjenigen Tatsachenbehauptungen befragt h&auml;tte, die sie in ihren Vernehmungen durch die Steuerfahndung zum Sachverhaltskomplex &quot;Ablauf der Ablieferung auf dem Schrotthof&quot; ge&auml;u&szlig;ert haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Soweit das FG dar&uuml;ber hinaus die Auffassung vertritt, die zum Ablauf der Gesch&auml;ftsanbahnung gestellten Beweisantr&auml;ge seien unerheblich, da diese Antr&auml;ge auf die Ermittlung m&ouml;glicher Hinterm&auml;nner gerichtet seien, sch&ouml;pft dies diese Beweisantr&auml;ge nicht aus. Zu den vom FA angegebenen Unterpunkten zu dem Stichwort &quot;Ablauf der Gesch&auml;ftsanbahnung&quot; geh&ouml;rte bei einigen Zeugen auch die Frage, welche Vorkenntnisse der Zeuge hatte und welche Vorbereitungen er getroffen hatte. Jedenfalls diese Punkte betreffen aber den &#8211;entscheidungserheblichen&#8211; Umstand, ob der Zeuge &uuml;berhaupt in der Lage war, die von ihm mit dem Kl&auml;ger nominell get&auml;tigten Gesch&auml;fte selbst durchzuf&uuml;hren, n&auml;mlich eigenverantwortlich ein Handelsgesch&auml;ft abzuschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r angezeigt, nach &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO zu verfahren, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. F&uuml;r das weitere Verfahren weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung f&uuml;r das FG&#8211; auf die folgenden Punkte hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat hegt gewisse Bedenken gegen die Auffassung des FG, dass bereits die Vorlage einer Reisegewerbekarte sowie einer Bescheinigung des FA &uuml;ber die Erfassung als Steuerpflichtiger und das Fehlen vollstreckbarer Steuerr&uuml;ckst&auml;nde einen Vertrauensschutz begr&uuml;nde, der die Anwendung des &sect;&nbsp;160 AO ausschlie&szlig;e.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den vom FG genannten Dokumenten handelt es sich im Wesentlichen um Formalpapiere. Ein Antrag auf Erteilung einer Reisegewerbekarte (&sect;&nbsp;55 der Gewerbeordnung &#8211;GewO&#8211;) darf &#8211;von hier nicht in Betracht kommenden Ausnahmen abgesehen&#8211; nur abgelehnt werden, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass der Antragsteller die f&uuml;r die beabsichtigte T&auml;tigkeit erforderliche Zuverl&auml;ssigkeit nicht besitzt (&sect;&nbsp;57 Abs.&nbsp;1 GewO). Dabei handelt es sich aber um dieselben Voraussetzungen, unter denen auch bei einem Betrieb au&szlig;erhalb des Reisegewerbes eine Gewerbeuntersagung ausgesprochen werden kann (&sect;&nbsp;35 Abs.&nbsp;1 GewO). Die Interessenlage in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;57 Abs.&nbsp;1 GewO ist daher vergleichbar mit derjenigen bei &sect;&nbsp;35 GewO (so auch Oberverwaltungsgericht f&uuml;r das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 24.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;4&nbsp;B&nbsp;1339\/15). Damit gilt im Kern aber der Grundsatz der allgemeinen Gewerbefreiheit (&sect;&nbsp;1 GewO), der daher durch &sect;&nbsp;57 Abs.&nbsp;1 GewO materiell-rechtlich nicht in st&auml;rkerem Ma&szlig;e eingeschr&auml;nkt wird als durch &sect;&nbsp;35 GewO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch eine Bescheinigung des FA &uuml;ber die Erfassung als Steuerpflichtiger und das Fehlen vollstreckbarer Steuerr&uuml;ckst&auml;nde bedeutet nicht, dass die in der Bescheinigung genannte Person im konkreten Fall und in dem konkreten Gesch&auml;ft tats&auml;chlich als Gewerbetreibender im eigenen Namen und auf eigene Rechnung auftritt, selbst dann nicht, wenn diese Person anderweitig ein Gewerbe betreibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG kann auch der Frage nachgehen, ob sich f&uuml;r den Kl&auml;ger aus der Formulierung der von einigen Anlieferern vorgelegten Vollmachten Zweifel hinsichtlich des eigentlichen Zahlungsempf&auml;ngers h&auml;tten aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, was eine &quot;unvermeidbare T&auml;uschung&quot; durch die Anlieferer ausschl&ouml;sse. So haben die Kl&auml;ger im finanzgerichtlichen Verfahren (Anlage 3 zum Schriftsatz vom 7.&nbsp;August 2014) eine von einem G (der von den Kl&auml;gern als Anlieferer bezeichnet wird) ausgestellte Vollmacht vorgelegt, die lautet: &quot;Hiermit &uuml;bertrage ich, (G), an (D) meine Mehrwertsteuer-Bescheinigung inkl. Reisegewerbekarte und die Vollmacht Material auf meinen Namen abzuliefern und das Geld inkl. MwSt. in Empfang zu nehmen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es spricht Vieles daf&uuml;r, dass dem Kl&auml;ger, der &uuml;ber eine langj&auml;hrige und umfassende Branchenerfahrung verf&uuml;gte, bekannt gewesen sein muss, dass man weder eine &quot;Mehrwertsteuer-Bescheinigung&quot; noch eine Reisegewerbekarte ohne Weiteres auf einen Dritten &uuml;bertragen kann und dass derjenige, der eine solche Vollmacht ausstellt, mit gewisser Wahrscheinlichkeit kein selbst&auml;ndiger H&auml;ndler ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nicht ohne Weiteres zu folgen vermag der Senat auch der weiteren W&uuml;rdigung des FG, ein Schrotth&auml;ndler brauche die wahre Identit&auml;t seiner Gesch&auml;ftspartner nicht zu ermitteln, wenn eine bei ihm auftretende Person, die als Strohmann vorgeschoben werde, sp&auml;ter gegen&uuml;ber der Steuerfahndung Ausk&uuml;nfte &uuml;ber ihre Hinterm&auml;nner verweigere und dies mit Gewaltdrohungen gegen sie und ihre Familie begr&uuml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar mag es Milieus geben, in denen durch Einsatz von und Drohung mit k&ouml;rperlicher Gewalt ein Schweigegebot gegen&uuml;ber staatlichen Stellen erzwungen wird. Kein Gewerbetreibender &#8211;auch kein Schrotth&auml;ndler&#8211; ist aber dazu verpflichtet, mit den Angeh&ouml;rigen solcher Milieus seine Gesch&auml;fte zu t&auml;tigen. Vielmehr kann er Gesch&auml;fte mit solchen Personen schlicht unterlassen und dadurch diejenigen, die nicht zu einer offenen Teilnahme am Wirtschaftsverkehr bereit sind, wirtschaftlich isolieren. Auch solche Wirkungen hat der Gesetzgeber mit der Vorschrift des &sect;&nbsp;160 AO bezweckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FA hat sich im Beschwerdeverfahren &#8211;in dem neuer Tatsachenvortrag nicht ber&uuml;cksichtigt werden kann&#8211; darauf berufen, die Schrottbranche sei daf&uuml;r bekannt, dass Material in erheblichem Umfang &quot;schwarz&quot; in den Markt gelange und die tats&auml;chlichen Anbieter Wert darauf legten, gegen&uuml;ber den Finanzbeh&ouml;rden unerkannt zu bleiben. Zu diesem Zweck w&uuml;rden Strohleute als Anlieferer eingesetzt, die Gutschriften quittierten. Dadurch werde bewirkt, dass die Identit&auml;t der tats&auml;chlich leistenden Personen unbekannt bleibe, diesen die Erl&ouml;se nicht zugeordnet werden k&ouml;nnten und damit systematisch der Besteuerung entzogen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FA darauf Wert legt, dass das FG diesen &#8211;noch recht allgemein gehaltenen&#8211; Tatsachenvortrag bei seiner Entscheidung im zweiten Rechtsgang ber&uuml;cksichtigt, wird es ihn durch konkretes Sachverhaltsvorbringen bzw. entsprechende Beweisantr&auml;ge untermauern m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Zugunsten der Kl&auml;ger kann das FG sich nochmals mit der Frage befassen, ob die Pr&uuml;fungsanordnung wirksam bekannt gegeben worden ist und damit die Ablaufhemmung der Festsetzungsfrist ausgel&ouml;st hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es hat hierzu im Tatbestand seines Urteils &#8211;in &Uuml;bereinstimmung mit dem Vorbringen der Kl&auml;ger&#8211; festgestellt, die zugunsten der Steuerberater der Kl&auml;ger ausgestellte Empfangsvollmacht sei mit der Beschr&auml;nkung &quot;nur f&uuml;r Steuerbescheide&quot; versehen gewesen. Demgegen&uuml;ber hat es in den Entscheidungsgr&uuml;nden &#8211;ohne auf die festgestellte Beschr&auml;nkung der Vollmacht einzugehen&#8211; ausgef&uuml;hrt, die Steuerberater seien &quot;bevollm&auml;chtigt&quot; gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts sowie einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz 2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. &Uuml;ber die Antr&auml;ge des FA auf die Berichtigung offenbarer Unrichtigkeiten im Urteil (&sect;&nbsp;107 FGO) sowie auf die Berichtigung anderer Unrichtigkeiten des Urteilstatbestands (&sect;&nbsp;108 FGO) braucht der Senat nicht mehr zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Entscheidung des Rechtsmittelgerichts &uuml;ber einen Berichtigungsantrag nach &sect;&nbsp;107 FGO ist nicht erforderlich, wenn das Urteil, dessen Berichtigung beantragt wird, bereits aufgrund eines parallel eingelegten Rechtsmittels in vollem Umfang aufgehoben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung an das FG zur&uuml;ckverwiesen wird (BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Mai 2010 VI&nbsp;R&nbsp;12\/08, BFHE 230, 136, BStBl II 2010, 1069, Rz&nbsp;30, und vom 26.&nbsp;April 2012 V&nbsp;R&nbsp;2\/11, BFHE 237, 286, BStBl II 2012, 634, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r die Tatbestandsberichtigung nach &sect;&nbsp;108 FGO kann nichts anderes gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.12.2016, X B 23\/16ECLI:DE:BFH:2016:B.131216.XB23.16.0 Pr&uuml;fung der Substantiiertheit eines Beweisantrags auch durch Einbeziehung vorangegangener Schrifts&auml;tze; Unzumutbarkeit eines Benennungsverlangens Tenor Auf die Beschwerde des Beklagten wegen Nichtzulassung der Revision wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 27. Januar 2016&nbsp;&nbsp;3 K 155\/14, 3 K 157\/14 aufgehoben. Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen. Diesem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-23-16-pruefung-der-substantiiertheit-eines-beweisantrags-auch-durch-einbeziehung-vorangegangener-schriftsaetze-unzumutbarkeit-eines-benennungsverlangens\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;23\/16 &#8211; Pr&uuml;fung der Substantiiertheit eines Beweisantrags auch durch Einbeziehung vorangegangener Schrifts&auml;tze; Unzumutbarkeit eines Benennungsverlangens<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-66993","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66993","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66993"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66993\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66993"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66993"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66993"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}