{"id":67016,"date":"2017-03-23T13:31:17","date_gmt":"2017-03-23T11:31:17","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67016"},"modified":"2017-03-23T13:31:17","modified_gmt":"2017-03-23T11:31:17","slug":"iii-r-42-13-aktien-eines-boersenbetreibers-bei-einem-boersenmakler-voraussetzungen-fuer-die-annahme-einer-entnahme-aus-dem-betriebsvermoegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-42-13-aktien-eines-boersenbetreibers-bei-einem-boersenmakler-voraussetzungen-fuer-die-annahme-einer-entnahme-aus-dem-betriebsvermoegen\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;42\/13 &#8211; Aktien eines B&ouml;rsenbetreibers bei einem B&ouml;rsenmakler &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r die Annahme einer Entnahme aus dem Betriebsverm&ouml;gen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.9.2016, III R 42\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.290916.IIIR42.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Aktien eines B&ouml;rsenbetreibers bei einem B&ouml;rsenmakler &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r die Annahme einer Entnahme aus dem Betriebsverm&ouml;gen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Werden einem selbstst&auml;ndigen Kursmakler Anteile einer AG zur Erf&uuml;llung seiner Courtageforderung &uuml;bertragen, gelangen die Anteile im Erwerbszeitpunkt in das Betriebsverm&ouml;gen. Ihre sp&auml;tere Entnahme ist dadurch nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Entnahme erfordert eine unmissverst&auml;ndliche, von einem Entnahmewillen getragene Entnahmehandlung und dar&uuml;ber hinaus, dass der Steuerpflichtige die naheliegenden steuerlichen Folgerungen aus der Entnahme gezogen hat.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 29. Juli 2013&nbsp;&nbsp;11 K 696\/08 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) war als amtlich bestellter Kursmakler an einer Wertpapierb&ouml;rse t&auml;tig und erzielte hieraus Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb, die er durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich ermittelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mitglieder der Kursmaklerkammer hatten 1990 einstimmig beschlossen, im Rahmen einer bevorstehenden Kapitalerh&ouml;hung 5&nbsp;% der Aktien zu zeichnen. Diesem Beschluss entsprechend zeichnete die Kursmaklerkammer vinkulierte Namensaktien zu einem Ausgabepreis von 200&nbsp;DM pro Aktie. Die Kosten f&uuml;r die Anschaffung der Anteile wurden zu gleichen Teilen mit den Anspr&uuml;chen der Kursmakler gegen&uuml;ber dem Courtagepool verrechnet, aus dem die monatlichen Maklercourtagen an die jeweiligen Kursmakler gezahlt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beteiligte sich nach seiner Bestellung zum Kursmakler an dem von der Kursmaklerkammer gehaltenen Aktienanteil. Die anteiligen Anschaffungskosten in H&ouml;he von 210.000&nbsp;DM wurden bei ihm in vier Raten im Juni, Juli, August und September 1996 mit den Anspr&uuml;chen aus dem Courtagepool verrechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Oktober 1996 fassten die Kursmakler den Beschluss, den gr&ouml;&szlig;ten Teil der von der Kursmaklerkammer gehaltenen Aktien anteilig an alle Kammermitglieder zu &uuml;bertragen. Ein geringer Restanteil sollte im Eigentum der Kursmaklerkammer verbleiben, um an Hauptversammlungen der AG teilnehmen zu k&ouml;nnen. Februar 1997 &uuml;bertrug die Kursmaklerkammer Aktien auf die zu diesem Zeitpunkt bestellten Kursmakler. Dabei entfielen auf jedes der Kammermitglieder &#8211;darunter auch der Kl&auml;ger&#8211; 1&nbsp;050 Aktien; bei der Kursmaklerkammer verblieb ein Restanteil von 351&nbsp;Aktien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger buchte nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) am 31.&nbsp;M&auml;rz 1997 &quot;Entnahme&quot; an &quot;Erl&ouml;se aus Courtagepool&quot; mit einem Betrag von 210.000&nbsp;DM (1.050 x 200&nbsp;DM). In der Folgezeit erkl&auml;rte er die j&auml;hrlichen Dividendenertr&auml;ge aus den Aktien im Rahmen seiner Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum 31.&nbsp;Dezember 2000 brachte der Kl&auml;ger sein Einzelunternehmen in eine nach ihm benannte Wertpapierhandels-GmbH ein; die nach seiner Auffassung im Privatverm&ouml;gen gehaltenen Aktien wurden nicht eingebracht. Mit dem B&ouml;rsengang der AG 2001 entfiel die Vinkulierung der Aktien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Betriebspr&uuml;fungsstelle des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat nach einer im Dezember 2005 begonnenen Au&szlig;enpr&uuml;fung die Auffassung, dass die im Eigentum des Kl&auml;gers stehenden Aktien der AG notwendiges Betriebsverm&ouml;gen des Kursmaklergewerbes des Kl&auml;gers darstellten und mit den Anschaffungskosten in H&ouml;he von 107.371,29&nbsp;EUR zu aktivieren seien. Die Dividendenaussch&uuml;ttungen der Streitjahre (1999, 2000) seien den Betriebseinnahmen zuzuordnen, was den laufenden Gewinn der Jahre 1999 und 2000 erh&ouml;he. Durch die Erh&ouml;hung des laufenden Gewinns komme es zu einer gewerbesteuerlichen Mehrbelastung, die zus&auml;tzlich zur&uuml;ckgestellt werden m&uuml;sse. Aufgrund einer Mitteilung &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns der Kursmaklerservicegesellschaft seien die daraus resultierenden Beteiligungseink&uuml;nfte des Jahres 1999 zu mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Kl&auml;ger sein Einzelunternehmen zum 31.&nbsp;Dezember 2000 in die Wertpapierhandels-GmbH eingebracht habe, aber die erworbenen Anteile an der AG, die eine wesentliche Betriebsgrundlage bildeten, zur&uuml;ckbehalten habe, sei &sect;&nbsp;20 des Umwandlungssteuergesetzes (UmwStG) in der f&uuml;r das Jahr 2000 geltenden Fassung nicht anzuwenden. Daraus ergebe sich im Jahr 2000 ein als Aufgabegewinn in H&ouml;he von 2.780.128,71&nbsp;EUR anzusetzender Entnahmegewinn (Wert der Anteile 2.887.500&nbsp;EUR abz&uuml;glich des Buchwerts in H&ouml;he von 107.371,29&nbsp;EUR). Bez&uuml;glich der Aktien des Umlaufverm&ouml;gens seien stille Reserven in H&ouml;he von 84.837,38&nbsp;EUR aufzudecken. Der laufende Gewinn des Jahres 2000 sei um einen Entnahmegewinn des Arbeitszimmers zu mindern, der stattdessen dem Aufgabegewinn zuzuordnen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgte der Auffassung der Betriebspr&uuml;fung und erlie&szlig; am 11.&nbsp;September 2007 ge&auml;nderte Bescheide f&uuml;r die Streitjahre. Die Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb wurden f&uuml;r das Jahr 1999 in H&ouml;he von 3.115.196&nbsp;DM und f&uuml;r das Jahr 2000 in H&ouml;he von 9.933.906&nbsp;DM festgestellt; darin enthalten war ein Gewinn i.S. des &sect;&nbsp;16 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in H&ouml;he von 5.637.753&nbsp;DM. Am 20.&nbsp;September 2007 erlie&szlig; das FA entsprechend ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheide.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach erfolglos durchgef&uuml;hrtem Einspruchsverfahren entsprach das FG mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 1822 ver&ouml;ffentlichten Urteil der Klage. Dagegen wendet sich das FA mit der Revision und r&uuml;gt die Verletzung formellen und materiellen Bundesrechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe die Aktien zu Unrecht nicht dem notwendigen Betriebsverm&ouml;gen zugeordnet. Die bis 1997 von der Kursmaklerkammer gehaltenen Aktien seien durch Verrechnung mit den Courtageanspr&uuml;chen der Kursmakler finanziert worden. Ihre &Uuml;bertragung an die einzelnen Makler sei daher an Erf&uuml;llungs statt erfolgt, so dass sie zu den betrieblichen Einnahmen geh&ouml;rten. Sie seien nach den Grunds&auml;tzen der Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20.&nbsp;April 1989 IV&nbsp;R&nbsp;106\/87 (BFHE 157, 118, BStBl II 1989, 641) und vom 9.&nbsp;August 1989 X&nbsp;R&nbsp;20\/86 (BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128) im Betriebsverm&ouml;gen verblieben, da sie nicht nur f&uuml;r private Zwecke h&auml;tten genutzt werden k&ouml;nnen. Durch die Aktien habe die urspr&uuml;ngliche Courtageforderung realisiert werden sollen, sie seien daher im Sinne des BFH-Urteils vom 1.&nbsp;Februar 2001 IV&nbsp;R&nbsp;57\/99 (BFHE 195, 150, BStBl II 2001, 546, betreffend GmbH-Beteiligung als Honorar eines Steuerberaters) zur Verst&auml;rkung des Betriebsverm&ouml;gens geeignet gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anteile seien auch nicht entnommen worden. Da der Kl&auml;ger die Anteile nicht bewusst aktiviert habe, fehle es an einer Entnahmehandlung. Die Entnahmebuchung vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1997 (Entnahme an Erl&ouml;se Courtagepool 210.000&nbsp;DM) belege keinen Entnahmewillen, sondern habe lediglich eine bisher unterbliebene Buchung nachgeholt. Eine Entnahme sei zudem wegen der Zugeh&ouml;rigkeit der Anteile zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen ausgeschlossen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>den Gerichtsbescheid vom 29.&nbsp;Juli 2013 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der nicht spruchreifen Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Entscheidung des FG, dass sich die Aktien im Streitjahr 2000 nicht mehr im Betriebsverm&ouml;gen befanden, weil der Kl&auml;ger sie im Jahr 1997 entnommen hatte, h&auml;lt revisionsrechtlicher Nachpr&uuml;fung nicht stand. Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG erm&ouml;glichen aber dem Senat keine abschlie&szlig;ende Sachentscheidung, ob der Kl&auml;ger die Aktien im Jahr 1997 tats&auml;chlich entnommen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Aktien wurden im Zeitpunkt ihres Erwerbs (1996) Teil des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zum Betriebsverm&ouml;gen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG) geh&ouml;ren alle Wirtschaftsg&uuml;ter, die aus betrieblicher Veranlassung angeschafft, hergestellt oder eingelegt werden. Eine betriebliche Veranlassung liegt vor, wenn ein objektiver wirtschaftlicher oder tats&auml;chlicher Zusammenhang mit dem Betrieb besteht. Dieser Zusammenhang wird nicht nur durch die Widmung des angeschafften Wirtschaftsguts zu betrieblichen Zwecken begr&uuml;ndet; er wird auch unabh&auml;ngig von der tats&auml;chlichen oder beabsichtigten Nutzung des Wirtschaftsguts dadurch hergestellt, dass die Anschaffung als solche ein betrieblicher Vorgang ist (BFH-Urteile in BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128, und in BFHE 195, 150, BStBl II 2001, 546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall hatte der Kl&auml;ger im Jahr 1996 eine Courtageforderung gegen die Kursmaklerkammer. Diese Forderung geh&ouml;rte unzweifelhaft zum Betriebsverm&ouml;gen. Zur Erf&uuml;llung dieser Forderung erhielt der Kl&auml;ger unter anderem Rechte an den Aktien. Somit war bereits durch den Anschaffungsvorgang objektiv eine wirtschaftliche und tats&auml;chliche Verbindung der Aktien oder eines auf darauf gerichteten Anspruchs zum Betriebsverm&ouml;gen hergestellt. Die Anteilsrechte wurden dadurch notwendiges Betriebsverm&ouml;gen. Mit ihrem Erwerb wurde letztlich die Courtageforderung realisiert. Die Anteile waren und blieben grunds&auml;tzlich auch Teil des notwendigen Betriebsverm&ouml;gens, da sie nicht nur f&uuml;r private Zwecke genutzt werden konnten (BFH-Urteil in BFHE 195, 150, BStBl II 2001, 546).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat die Umst&auml;nde des Streitfalls dahin gew&uuml;rdigt, dass die von der Kursmaklerkammer auf den Kl&auml;ger &uuml;bertragenen Aktien am 31.&nbsp;M&auml;rz 1997, dem Zeitpunkt der vermeintlichen Entnahme, beim Kl&auml;ger nicht mehr in einem &uuml;ber den Anschaffungsvorgang hinaus gehenden notwendigen betrieblichen F&ouml;rderungszusammenhang standen und daher grunds&auml;tzlich entnommen werden konnten. Es hat seine W&uuml;rdigung der Entnahmef&auml;higkeit der Aktien im Wesentlichen darauf gest&uuml;tzt, dass die Aktien nicht dazu dienten, die gesch&auml;ftliche Beziehung des Einzelunternehmens des Kl&auml;gers zur Beteiligungsgesellschaft, der AG, zu f&ouml;rdern oder zu sichern (dazu BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Dezember 2003 IV&nbsp;R&nbsp;19\/02, BFHE 204, 213, BStBl II 2004, 280). Diese W&uuml;rdigung ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat ausgef&uuml;hrt, der Kl&auml;ger habe aus der Beteiligung weder gesch&auml;ftliche Vorteile gezogen noch solche angestrebt &#8211;z.B. verg&uuml;nstigte Maklerkonditionen&#8211; und durch sie auch keinen entscheidenden Einfluss auf die Gesch&auml;ftspolitik der AG nehmen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Diese W&uuml;rdigung ist angesichts seines geringf&uuml;gigen Anteils &#8211;ca. 0,14&nbsp;%&#8211; und der Tatsache, dass andere Kursmakler keine Anteile an der AG hielten und gleichwohl denselben gesch&auml;ftlichen Bedingungen unterworfen waren, nicht zu beanstanden. Der Kl&auml;ger war im &Uuml;brigen seit dem 1.&nbsp;Januar 1996 Kursmakler, beteiligte sich aber erst ab Juni 1996 an den Anschaffungskosten der Aktien; f&uuml;r eine Ver&auml;nderung seiner gesch&auml;ftlichen Bedingungen ab Juni 1996 ist nichts ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die insofern mangelnde F&ouml;rderung des Betriebes hat das FG weiterhin nachvollziehbar damit begr&uuml;ndet, dass die Aktion&auml;re der AG die Gesch&auml;ftspolitik &#8211;z.B. hinsichtlich der Zulassung von Personen, Unternehmen und Produkten sowie Preisfeststellungen&#8211; nicht beeinflussen konnten, weil die Wertpapierb&ouml;rse als teilrechtsf&auml;hige Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts &ouml;ffentlich-rechtlich verfasst gewesen sei und durch eigene Organe gehandelt habe. Der Einfluss der Kursmakler auf die Angelegenheiten der Wertpapierb&ouml;rse erfolge nicht &uuml;ber die AG, sondern &uuml;ber den B&ouml;rsenrat der Wertpapierb&ouml;rse, dem die Leitung der B&ouml;rse obliege und dem nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des B&ouml;rsengesetzes auch Vertreter der Kursmakler angeh&ouml;rten. Die Aktien vermittelten somit keine zus&auml;tzlichen Rechte, was als Kriterium f&uuml;r die Zuordnung zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen sprechen w&uuml;rde (z.B. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;M&auml;rz 1980 IV&nbsp;R&nbsp;22\/77, BFHE 130, 312, BStBl II 1980, 439, betreffend Erwerb von mit Lieferrechten verbundenen Aktien einer Zuckerfabrik-AG durch einen R&uuml;ben anbauenden Landwirt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Das FG-Urteil steht, soweit es die Gleichbehandlung der Aktion&auml;re und der Nichtaktion&auml;re unter den Kursmaklern durch die AG und die Wertpapierb&ouml;rse und das Fehlen gesch&auml;ftlicher Vorteile aus der Stellung als Aktion&auml;r als gegen die Zugeh&ouml;rigkeit der Aktien zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen sprechende Kriterien wertet, auch im Einklang mit den BFH-Urteilen in BFHE 130, 312, BStBl II 1980, 439 (Rz&nbsp;16) und vom 23.&nbsp;September 2009 IV&nbsp;R&nbsp;14\/07 (BFHE 226, 332, BStBl II 2010, 227, Rz&nbsp;18&nbsp;f.), wonach Genossenschaftsanteile nicht zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;ren, wenn die Genossenschaft Mitglieder und Nichtmitglieder gleichbehandelt und aus der Mitgliedschaft keine Vorteile f&uuml;r den Betrieb erwachsen. In &Uuml;bereinstimmung damit hat der BFH ferner entschieden, dass die von einem Apotheker neben sog. Pflichtanteilen freiwillig gezeichneten Anteile an einer Apothekergenossenschaft nicht dem notwendigen Betriebsverm&ouml;gen zuzuordnen sind, wenn sie dem Betrieb keine besonderen Vorteile vermitteln (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;Februar 1998 XI&nbsp;R&nbsp;45\/97, BFHE 185, 384, BStBl II 1998, 301).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Da die zwangsweise Kammerzugeh&ouml;rigkeit des Kl&auml;gers nach den Feststellungen des FG nicht mit der Verpflichtung zur Zeichnung von Aktien verbunden war, handelte es sich auch nicht um sog. Pflichtanteile, die bereits aus diesem Grunde zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen geh&ouml;rten. Der Aktienbesitz war auch nicht mit betriebsbezogenen Pflichten des Kl&auml;gers verkn&uuml;pft (z.B. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Dezember 2003 IV&nbsp;R&nbsp;15\/03, BFH\/NV 2004, 931, betreffend mit Anbau- und Lieferpflichten verbundene Aktien einer Zuckerfabrik eines landwirtschaftlichen Betriebs).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Aktien waren auch nicht dauerhaft dem notwendigen Betriebsverm&ouml;gen zuzuordnen, weil der Kl&auml;ger sie &#8211;wie das FA unter Bezug auf die BFH-Urteile in BFHE 157, 118, BStBl II 1989, 641 und in BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128 meint (vgl. auch BFH-Urteil vom 15.&nbsp;Oktober 2003 XI&nbsp;R&nbsp;39\/01, BFH\/NV 2004, 622)&#8211; anstelle seiner Courtage erhalten hat und sie daher zu den betrieblichen Einnahmen geh&ouml;rten. Denn ihre sp&auml;tere Entnahme wurde dadurch nicht ausgeschlossen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;November 1987 I&nbsp;R&nbsp;7\/84, BFHE 152, 84, BStBl II 1988, 424; in BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat weiter zu Recht angenommen, dass die Vinkulierung der Namensaktien (vgl. &sect;&nbsp;68 Abs.&nbsp;2 des Aktiengesetzes &#8211;AktG&#8211;) f&uuml;r sich genommen nicht bewirkt, dass diese als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen zu behandeln sind. Namensaktien werden aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden vinkuliert, z.B. um bei personenbezogenen und insbesondere Familiengesellschaften unerw&uuml;nschte Aktion&auml;re auszuschlie&szlig;en (Bezzenberger in: Schmidt, K.\/Lutter, AktG, 3.&nbsp;Aufl. 2015, &sect;&nbsp;68 Rz&nbsp;15; vgl. auch BFH-Urteil in BFHE 204, 213, BStBl II 2004, 280, Rz&nbsp;16, betreffend vinkulierte Aktien einer Zuckerfabrik als notwendiges Betriebsverm&ouml;gen eines landwirtschaftlichen Betriebs) oder &#8211;wie z.B. bei Luftfahrtgesellschaften&#8211; den Nachweis einer bestimmten Zusammensetzung des Kreises der Aktion&auml;re zu erleichtern. Die Vinkulierung kann mithin &#8211;wie im Falle des BFH-Urteils in BFHE 204, 213, BStBl II 2004, 280&#8211; nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles zusammen mit anderen Gesichtspunkten den betrieblichen Bezug von Aktien unterstreichen. Sie f&uuml;hrt jedoch f&uuml;r sich genommen nicht zur Zugeh&ouml;rigkeit der Aktien zum notwendigen Betriebsverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich f&uuml;hrt auch die Gr&uuml;ndung der AG, verbunden insbesondere mit dem Bestreben der Banken und anderer Marktteilnehmer, die B&ouml;rse mittels umfangreicher Investitionen zu modernisieren, nicht zwingend dazu, dass die von der Kursmaklerkammer gezeichneten Aktien nach der &Uuml;bertragung auf die einzelnen Kursmakler bei diesen notwendiges Betriebsverm&ouml;gen blieben. Das folgt bereits daraus, dass die AG 1990 gegr&uuml;ndet wurde, der Kl&auml;ger sich aber erst ab Juni 1996 an den von der Kursmaklerkammer gehaltenen Aktien beteiligte und diese ihm erst im Februar 1997 &uuml;bertragen wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die bisher vom FG getroffenen Feststellungen tragen allerdings nicht dessen weitere W&uuml;rdigung, dass der Kl&auml;ger die Aktien tats&auml;chlich wirksam seinem Betriebsverm&ouml;gen entnommen hatte. Insbesondere ist nicht ersichtlich, durch welche konkrete Entnahmehandlung der Kl&auml;ger den allein durch den Anschaffungsvorgang begr&uuml;ndeten Funktionszusammenhang der Aktien zum Betriebsverm&ouml;gen gel&ouml;st hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Da die Aktien &#8211;unstreitig&#8211; nicht zum notwendigen Privatverm&ouml;gen geh&ouml;rten, k&ouml;nnen sie nur durch eine Entnahme aus dem Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers ausgeschieden sein. Dazu bed&uuml;rfte es einer unmissverst&auml;ndlichen, von einem Entnahmewillen getragenen Entnahmehandlung. Der Steuerpflichtige muss dar&uuml;ber hinaus auch die naheliegenden steuerlichen Folgerungen aus der Entnahme ziehen und einen Entnahmegewinn erkl&auml;ren (BFH-Urteil in BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128); es gen&uuml;gt nicht, k&uuml;nftig statt betrieblicher Eink&uuml;nfte &Uuml;berschusseink&uuml;nfte zu erkl&auml;ren (z.B. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;Februar 2002 IV&nbsp;R&nbsp;32\/01, BFH\/NV 2002, 1135; vom 5.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;48\/08, BFHE 234, 11, BStBl II 2011, 792).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat zur Entnahme lediglich festgestellt, dass der Kl&auml;ger am 31.&nbsp;M&auml;rz 1997 Kto.&nbsp;1800 &quot;Entnahme&quot; an Kto.&nbsp;8005 &quot;Erl&ouml;se aus Courtagepool&quot; mit einem Betrag von 210.000&nbsp;DM gebucht hat. Es hat nicht festgestellt, wie die Erl&ouml;sminderung in den Monaten Juni bis September 1996 verarbeitet wurde, ob und gegebenenfalls wann der Anspruch auf die Aktien oder die Aktien selbst aktiviert worden sind und ob der Buchungssatz vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1997 durch Bezugnahme auf die Aktien erl&auml;utert wurde. Angesichts dieses vom FG so festgestellten Sachverhalts ist mithin nach au&szlig;en weder erkennbar, dass der Kl&auml;ger bisher dem Betriebsverm&ouml;gen zugeordnete Aktien entnehmen wollte noch, dass er den Anschaffungskosten der Aktien einen von ihm ermittelten Teilwert der Aktien gegen&uuml;bergestellt hat, um einen eventuellen Entnahmegewinn oder -verlust zu errechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die diesbez&uuml;glichen Erkl&auml;rungen des Kl&auml;gers in der m&uuml;ndlichen Verhandlung und die dazu nachgereichten Unterlagen kann der Senat als neues tats&auml;chliches Vorbringen nicht ber&uuml;cksichtigen. Denn der BFH ist im Revisionsverfahren auf eine rechtliche Nachpr&uuml;fung der angefochtenen Entscheidung beschr&auml;nkt (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Im zweiten Rechtsgang wird aber der Kl&auml;ger f&uuml;r entsprechenden Sachvortrag Gelegenheit haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das FG wird im zweiten Rechtsgang entsprechende weitere Feststellungen zu treffen haben, um anhand derer nach Ma&szlig;gabe der vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tze pr&uuml;fen zu k&ouml;nnen, ob der Kl&auml;ger die Aktien durch eine wirksame Entnahmehandlung entnommen hatte. Es wird insbesondere zu pr&uuml;fen sein, ob nach au&szlig;en erkennbar die naheliegenden steuerlichen Folgerungen aus einer Entnahme (Gewinnrealisierung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG) innerhalb oder au&szlig;erhalb des Buchf&uuml;hrungswerks gezogen wurden (BFH-Urteil in BFHE 158, 316, BStBl II 1990, 128). Eine fehlende Eindeutigkeit der Entnahmehandlung ginge zulasten des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Fall, dass die Aktien am 31.&nbsp;M&auml;rz 1997 nicht entnommen wurden, wird zu beachten sein, dass &sect;&nbsp;20 UmwStG 1995 die Einbringung aller wesentlichen Betriebsgrundlagen voraussetzt (z.B. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;November 2009 I&nbsp;R&nbsp;72\/08, BFHE 227, 445, BStBl II 2010, 471, Rz&nbsp;15; vgl. aber auch BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Dezember 2012 IV&nbsp;R&nbsp;29\/09, BFHE 240, 83, BStBl II 2013, 387, Rz&nbsp;21). Im Streitfall kommt es damit entscheidend auf die funktionale Wesentlichkeit der Aktien f&uuml;r den Betrieb zum Ende des Jahres 2000 an; die H&ouml;he der in den Aktien enthaltenen stillen Reserven ist nicht entscheidend (BFH-Urteil in BFHE 227, 445, BStBl II 2010, 471; Herlinghaus in: R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/van&nbsp;Lishaut, UmwStG, 2.&nbsp;Aufl. 2013, &sect;&nbsp;20 UmwStG, Rz&nbsp;26). Bei fehlender funktionaler Wesentlichkeit der Aktien k&auml;me auch eine gewinnneutrale Einbringung des Einzelunternehmens in die GmbH und eine in diesem Zusammenhang erfolgte &Uuml;berf&uuml;hrung der Aktien in das Privatverm&ouml;gen durch Entnahme in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.9.2016, III R 42\/13ECLI:DE:BFH:2016:U.290916.IIIR42.13.0 Aktien eines B&ouml;rsenbetreibers bei einem B&ouml;rsenmakler &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r die Annahme einer Entnahme aus dem Betriebsverm&ouml;gen Leits&auml;tze 1. Werden einem selbstst&auml;ndigen Kursmakler Anteile einer AG zur Erf&uuml;llung seiner Courtageforderung &uuml;bertragen, gelangen die Anteile im Erwerbszeitpunkt in das Betriebsverm&ouml;gen. Ihre sp&auml;tere Entnahme ist dadurch nicht ausgeschlossen. 2. 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