{"id":67018,"date":"2017-03-23T13:31:12","date_gmt":"2017-03-23T11:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67018"},"modified":"2017-03-23T13:31:12","modified_gmt":"2017-03-23T11:31:12","slug":"i-r-11-14-drittvergleich-nach-par-8a-abs-1-kstg-2002-nf-weitergeleitetes-konzerndarlehen-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-11-14-drittvergleich-nach-par-8a-abs-1-kstg-2002-nf-weitergeleitetes-konzerndarlehen-5\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;11\/14 &#8211; Drittvergleich nach &sect; 8a Abs. 1 KStG 2002 n.F. &#8211;weitergeleitetes Konzerndarlehen&#8211;"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.9.2016, I R 11\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.070916.IR11.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Drittvergleich nach &sect; 8a Abs. 1 KStG 2002 n.F. &#8211;weitergeleitetes Konzerndarlehen&#8211;<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 14. November 2013&nbsp;&nbsp;10 K 2558\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. <\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob Zinszahlungen einer Mitunternehmerschaft f&uuml;r ein &quot;weitergeleitetes Konzerndarlehen&quot; &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (i.d.F. von Art.&nbsp;3 des Gesetzes zur Umsetzung der Protokollerkl&auml;rung der Bundesregierung zur Vermittlungsempfehlung zum Steuerverg&uuml;nstigungsabbaugesetz &#8211;Korb&nbsp;II-Gesetz&#8211; vom 22.&nbsp;Dezember 2003, BGBl I 2003, 2840, BStBl&nbsp;I 2004, 14 &#8211;KStG 2002 n.F.&#8211;) unterfallen und damit als verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttung (vGA) eine Einkommens- und Gewerbeertragserh&ouml;hung (bzw. Minderung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlusts) im Streitjahr 2004 ausl&ouml;sen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GmbH, war im Streitjahr die deutsche Konzernspitze der international t&auml;tigen F Inc. mit Sitz in den USA. &Uuml;ber F Inc. und andere US-amerikanische Firmen des Konzerns wurde 2005 das sog. Chapter 11-Verfahren er&ouml;ffnet, das zumindest bis 2006 andauerte. Unmittelbare Gesellschafterin der Kl&auml;gerin war die FE B.V. mit Sitz in den Niederlanden, deren Anteile von der FI B.V. gehalten wurden. Die Anteile an der FI B.V. werden &uuml;ber weitere Zwischengesellschaften mittelbar von der F Inc. gehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) bestand 2004 eine doppelst&ouml;ckige Personengesellschaftsstruktur. Die Kl&auml;gerin hielt s&auml;mtliche Kommanditanteile an der FD KG, jene hielt s&auml;mtliche Kommanditanteile an der FWP KG. Die Komplement&auml;r-GmbHs waren jeweils nicht am KG-Verm&ouml;gen beteiligt. Damit war die Kl&auml;gerin mittelbar zu 100&nbsp;% an der FWP KG beteiligt. Im Jahr 2006 ist zun&auml;chst das Verm&ouml;gen der FWP KG auf die FD KG angewachsen und anschlie&szlig;end deren Verm&ouml;gen auf die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2000 nahm die FD KG bei anderen konzernangeh&ouml;rigen Gesellschaften verschiedene Darlehen auf, um den Erwerb der Anteile an einer A GmbH &#038; Co. KG zu finanzieren, die nach dem Erwerb in FWP KG umfirmierte; in 2001 und 2002 kam es zu weiteren konzerninternen Darlehensgew&auml;hrungen durch (mittelbare) Alleingesellschafter. Im Streitjahr fielen insoweit Zinsaufwendungen in H&ouml;he von insgesamt X.XXX.XXX&nbsp;EUR an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei dem von der FI B.V. gew&auml;hrten Darlehen &uuml;ber XX,X&nbsp;Mio.&nbsp;EUR handelt es sich um ein weitergeleitetes Darlehen der F Inc., das dieser wiederum von fremden Dritten gew&auml;hrt worden war. Der F Inc. war am 25.&nbsp;Juli 2000 von einem Bankenkonsortium eine Finanzierungszusage &uuml;ber insgesamt X,XX&nbsp;Mrd.&nbsp;US-$ ohne Sicherheiten gegeben worden. Bestandteil der Zusage war eine revolvierende Kreditlinie von XXX&nbsp;Mio.&nbsp;US-$ mit einer Laufzeit von sechs Jahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Zinszahlungen wurden als Sonderbetriebsausgaben der FD KG bei der FWP KG steuerlich geltend gemacht. Im Streitjahr waren sowohl die Freigrenze als auch der sog. safe haven (&sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 KStG 2002 n.F.) &uuml;berschritten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte in H&ouml;he der Schuldzinsen unter Hinweis auf &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 i.V.m. Abs.&nbsp;1 KStG 2002 n.F. eine Einkommens- und Gewerbeertragserh&ouml;hung bei der FWP KG an. Durch die Vorlage einer Kreditw&uuml;rdigkeitsanalyse (Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft P) und einer Bankenbest&auml;tigung (Kreissparkasse D) habe die FD KG (bzw. die Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin) den Drittvergleichsnachweis nicht erbracht. Die dagegen erhobene Klage blieb erfolglos (Finanzgericht &#8211;FG&#8211; K&ouml;ln, Urteil vom 14.&nbsp;November 2013&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;2558\/11, abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 665).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt die Verletzung materiellen Rechts und beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 2004 (&Auml;nderungsbescheid vom 12.&nbsp;August 2010) und den Bescheid &uuml;ber die Feststellung des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes zum 31.&nbsp;Dezember 2004 (&Auml;nderungsbescheid vom 11.&nbsp;August 2010) dahingehend zu &auml;ndern, dass der Gewinn aus Gewerbebetrieb unter Ber&uuml;cksichtigung einer entsprechenden &Auml;nderung der Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung um die nach &sect;&nbsp;8a KStG a.F. als vGA hinzugerechneten Fremdkapitalverg&uuml;tungen in H&ouml;he von X.XXX.XXX&nbsp;EUR vermindert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat ohne Rechtsfehler dahin erkannt, dass die Zinszahlungen der FD KG als Rechtsvorg&auml;ngerin der Kl&auml;gerin auf der Grundlage des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 KStG 2002 n.F. den gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin als Rechtsnachfolgerin gesondert und einheitlich festzustellenden Gewinn 2004 und den Gewerbeertrag i.S. des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes 2002 erh&ouml;hen bzw. den vortragsf&auml;higen Gewerbeverlust auf den 31.&nbsp;Dezember 2004 mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. In H&ouml;he der Fremdkapitalverg&uuml;tungen liegen steuerrechtlich vGA der Mitunternehmer-Kapitalgesellschaft (Kl&auml;gerin) an ihre Anteilseignerin (Darlehensgeberin) vor, wenn nicht ein Gegenbeweis durch sog. Drittvergleich erbracht wurde (s. dazu zu 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG 2002 n.F. sind Verg&uuml;tungen f&uuml;r Fremdkapital, das eine Kapitalgesellschaft nicht nur kurzfristig von einem Anteilseigner erhalten hat, der zu einem Zeitpunkt im Wirtschaftsjahr wesentlich am Grund- oder Stammkapital beteiligt war, auch vGA, wenn die Verg&uuml;tungen insgesamt mehr als 250.000&nbsp;EUR betragen und wenn eine nicht in einem Bruchteil des Kapitals bemessene Verg&uuml;tung vereinbart ist (Nr.&nbsp;1) oder eine in einem Bruchteil des Kapitals bemessene Verg&uuml;tung vereinbart ist und soweit das Fremdkapital zu einem Zeitpunkt des Wirtschaftsjahrs das Eineinhalbfache des anteiligen Eigenkapitals des Anteilseigners &uuml;bersteigt, es sei denn, die Kapitalgesellschaft h&auml;tte dieses Fremdkapital bei sonst gleichen Umst&auml;nden auch von einem fremden Dritten erhalten k&ouml;nnen (Nr.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zweck des &sect;&nbsp;8a KStG 2002 n.F. ist es, die steuerliche Abzugsf&auml;higkeit von Schuldzinsen einzuschr&auml;nken, die eine Kapitalgesellschaft an ihre wesentlich beteiligten Anteilseigner zahlt. Durch den Eingriff in den Grundsatz der Finanzierungsfreiheit soll eine steuerliche Gleichbehandlung zwischen den verschiedenen Formen der Gesellschafterfremdfinanzierung erreicht und die Einmalbesteuerung der Gewinne inl&auml;ndischer Kapitalgesellschaften sichergestellt werden (Senatsurteil vom 28.&nbsp;Januar 2016 I&nbsp;R&nbsp;70\/14, BFH\/NV 2016, 1178, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG 2002 n.F. sieht vor, dass die Abs&auml;tze 1 bis 4 entsprechend gelten, wenn das Fremdkapital einer Personengesellschaft &uuml;berlassen wird, an der die Kapitalgesellschaft alleine oder zusammen mit ihr nahe stehenden Personen i.S. des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 des Au&szlig;ensteuergesetzes unmittelbar oder mittelbar zu mehr als einem Viertel beteiligt ist. In den F&auml;llen des Satzes&nbsp;1 gilt das Fremdkapital als der Kapitalgesellschaft &uuml;berlassen (Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2). Nach der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs zu &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 KStG 2002 n.F. (BTDrucks 15\/1518, S.&nbsp;14 [Zu Nummer 1, Allgemeines] und 15 [Zu Absatz 6]) war &sect;&nbsp;8a KStG in der bisher geltenden Fassung vielfach durch Zwischenschaltung von Personengesellschaften umgangen worden. Mithilfe der Neuregelung sollten auch F&auml;lle erfasst werden, in denen nicht der Kapitalgesellschaft, sondern einer Personengesellschaft das Fremdkapital oder die Wirtschaftsg&uuml;ter &uuml;berlassen werden und der der Kapitalgesellschaft zuzurechnende Anteil der Eink&uuml;nfte aus der Personengesellschaft um die Verg&uuml;tungen gemindert wurde. Auch insoweit sollten die Verg&uuml;tungen auf Fremdkapital (soweit das Fremdkapital ein bestimmtes Eigen-\/Fremdkapitalverh&auml;ltnis &uuml;bersteigt und ein Drittvergleich nicht gelingt) in vGA umqualifiziert werden, so dass Gewinne im Inland t&auml;tiger Kapitalgesellschaften nicht mehr der deutschen Besteuerung entzogen werden k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der zeitliche Anwendungsbereich der (Neu-)Regelung ist er&ouml;ffnet; die Gesetzesfassung ist erstmals auf das Wirtschaftsjahr anzuwenden, das nach dem 31.&nbsp;Dezember 2003 beginnt (&sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;6a Satz 1 KStG 2002 n.F.). Da die Rechtsfolge ohne Einschr&auml;nkung auf die im Streitjahr angefallenen Fremdkapitalverg&uuml;tungen abzielt, ist die Anwendung nicht dadurch gehindert, dass die Fremdkapital&uuml;berlassung auf Vereinbarungen beruht, die vor dem Jahr 2004 abgeschlossen wurden (s. zu &sect;&nbsp;8a KStG 1999 a.F.\/n.F. das Senatsurteil vom 8.&nbsp;September 2010 I&nbsp;R&nbsp;6\/09, BFHE 231, 75, BStBl II 2013, 186; s. parallel dazu &#8211; zu &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;3 und 4 KStG 2002 n.F. &#8211; das Senatsurteil vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2014 I&nbsp;R&nbsp;87\/12, BFHE 244, 567, BStBl II 2014, 859).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im Streitfall sind mit Blick auf die Darlehensvereinbarungen u.a. zwischen der FI B.V. und der FD KG (als Rechtsvorg&auml;ngerin der Kl&auml;gerin) sowie die Beteiligungsverh&auml;ltnisse im Streitjahr 2004 (FD KG als Mitunternehmer-Kapitalgesellschaft der FWP KG mit einer dortigen Beteiligung von mehr als 25&nbsp;%, FI B.V. als mittelbare Alleingesellschafterin) die Tatbestandsvoraussetzungen des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG 2002 n.F. erf&uuml;llt. Die Verg&uuml;tungen (als kapitalbezogene Verzinsung) f&uuml;r nicht nur kurzfristige Darlehen &uuml;bersteigen im Streitjahr 250.000&nbsp;EUR; dar&uuml;ber hinaus &uuml;bersteigt das Fremdkapital das Eineinhalbfache des Eigenkapitals der FI B.V. an der FD KG. Dar&uuml;ber besteht zwischen den Beteiligten kein Streit. Der Senat sieht insoweit von weiteren Darlegungen ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz 1 KStG 2002 n.F. qualifiziert die an den finanzierenden Gesellschafter der (finanzierten) Kapitalgesellschaft gezahlten Verg&uuml;tungen (unter bestimmten Voraussetzungen) als &quot;verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen&quot;. &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 KStG 2002 n.F. stellt die Situation der Fremdkapital&uuml;berlassung durch einen finanzierenden (Kapital-)Gesellschafter an eine Personengesellschaft der (direkten) Gesellschafter-Fremdfinanzierung gleich, wenn an der Personengesellschaft die (fiktiv) &quot;finanzierte Kapitalgesellschaft&quot; wesentlich beteiligt ist. In dieser Situation k&ouml;nnen &#8211;nach Ma&szlig;gabe der entsprechend anwendbaren Abs&auml;tze 1 bis 4&#8211; die gezahlten Verg&uuml;tungen &quot;vGA&quot; mit einer entsprechenden Einkommensauswirkung bei der verpflichteten Personengesellschaft sein. Dass die gegen diese Regelung erhobenen Einwendungen verfassungsrechtlicher und abkommensrechtlicher Art nicht durchgreifen, hat der Senat in seinem Urteil vom 7.&nbsp;Juni 2016 I&nbsp;R&nbsp;51\/14 (BFHE&nbsp;254, 127) entschieden. Daran wird festgehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) In welcher verfahrensrechtlichen Struktur bei der Darlehensausreichung an eine Personengesellschaft &uuml;ber die Rechtsfolge des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 KStG 2002 n.F. eine verbindliche Entscheidung getroffen wird, ist im Gesetz nicht geregelt. Es werden dazu bisher unterschiedliche Rechtsauffassungen vertreten. Der Senat hat in seinem Urteil in BFHE 254, 127 dahin erkannt, dass alle Rechtsfolgen des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 KStG 2002 n.F. unter Ber&uuml;cksichtigung der zivilrechtlichen Ausgangslage (Parteien des Darlehensvertrages) und der wirtschaftlichen Belastung durch die Verg&uuml;tungen im Verfahren der gesonderten und einheitlichen Gewinnfeststellung der Personengesellschaft entschieden werden, da die Frage nach dem Vorliegen einer vGA untrennbar mit der H&ouml;he ihres Gewinnanteils an der Personengesellschaft verbunden ist. Daran ist festzuhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat ohne Rechtsfehler dahin erkannt, dass der sog. Drittvergleich im Streitfall nicht mit Erfolg gef&uuml;hrt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat im angefochtenen Urteil zu Recht herausgestellt, dass der sog. Drittvergleich des &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG 2002 n.F. von dem Fremdvergleich i.S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 KStG 2002 zu unterscheiden ist. Auch ein fremdvergleichsgerechtes Darlehen h&auml;lt nicht ohne weiteres dem sog. Drittvergleich stand, da es dort um einen konkreten und zugleich hypothetischen Fremdvergleich unter dem Gesichtspunkt geht, ob auch ein gesellschaftsfremder Dritter bei sonst gleichen Umst&auml;nden das Darlehen gew&auml;hrt h&auml;tte (s. zu b). Letzteres ist von dem den Abzug von Schuldzinsen begehrenden Steuerpflichtigen nachzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Drittvergleich ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 KStG 2002 n.F. bei der &quot;tats&auml;chlich darlehensempfangenden&quot; Personengesellschaft durchzuf&uuml;hren (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 15.&nbsp;Juli 2004, BStBl I 2004, 593 Rz&nbsp;50 [dort Satz&nbsp;2]; Gosch, KStG, 1.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;318; Prinz zu Hohenlohe\/Rautenstrauch in Erle\/Sauter, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8a aF\/Anh&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;8a KStG Rz&nbsp;608). Er bezieht sich f&uuml;r den Streitfall auf den Zeitpunkt der Darlehenshingabe, kann im &Uuml;brigen aber auch etwa den Zeitpunkt einer Darlehensverl&auml;ngerung unter Neuverhandlung der Darlehenskonditionen oder der Nichtaus&uuml;bung eines m&ouml;glichen K&uuml;ndigungsrechts in den Blick nehmen (Senatsurteil vom 25.&nbsp;Januar 2005 I&nbsp;R&nbsp;12\/04, BFHE 208, 568; s.a. Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;136; Breuninger\/Wimpissinger, GmbH-Rundschau 2005, 561; Ammelung\/Kaeser, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2005, 818, 819 f., m.w.N.). Gegenstand der Regelung ist ein die gesetzliche Vermutung, dass der konkreten Darlehenshingabe eine Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis zugrunde liegt, ausschlie&szlig;ender Nachweis, die Schuldnerin habe &quot;dieses Fremdkapital bei sonst gleichen Umst&auml;nden auch von einem fremden Dritten erhalten k&ouml;nnen&quot;. Die Gesellschafterstellung des Darlehensgebers ist mithin hinwegzudenken (Gosch, a.a.O., &sect;&nbsp;8a Rz&nbsp;131). Dabei soll nach den Gesetzesmaterialien auf die konkreten Vertragsbedingungen und die sonst gleichen Umst&auml;nde des Einzelfalls (z.B. die Bonit&auml;t) des Schuldners abgestellt werden (BTDrucks 12\/5016, S.&nbsp;92). Das insoweit einschl&auml;gige BMF-Schreiben vom 15.&nbsp;Dezember 1994 (BStBl I 1995, 25, 176) verweist in diesem Zusammenhang (Rz&nbsp;60) auf die &quot;H&ouml;he der Verg&uuml;tung, H&ouml;he des eigenen Verm&ouml;gens der &#8230; (Schuldnerin), die Sicherheit der Kapitalanlage &#8211;eigene Sicherungsmittel, Gesch&auml;ftsumfang&#8211; und die allgemeine Finanzstruktur (Bonit&auml;t)&quot;. Die Schuldnerin k&ouml;nne den &quot;Beweis&quot; durch alle sachdienlichen Beweismittel f&uuml;hren, z.B. durch spezifizierte Kreditangebote von Banken oder durch Ergebnisse von Kreditw&uuml;rdigkeitsanalysen, aus denen sich zumindest der Darlehensbetrag, die Laufzeit, der Zinssatz und eventuelle Sicherheiten ergeben (BMF-Schreiben in BStBl I 1995, 25, 176, Rz&nbsp;61).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der regelm&auml;&szlig;ig auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses abzielende Drittvergleich (s. zu b) ist nicht allein aus dem Grunde als erf&uuml;llt anzusehen, weil er auf Darlehen zielt, die vor dem Inkrafttreten des Gesetzes gew&auml;hrt wurden (gl.A. Breuninger\/Wimpissinger, GmbHR 2005, 561); insbesondere kommt es nicht in Betracht, insoweit auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens der Norm abzustellen (so aber &#8211;jedenfalls als Billigkeitsregelung&#8211; Pung\/D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;8a KStG (vor URefG 2008) Rz&nbsp;194). Allerdings ist der allgemeine Ma&szlig;stab insoweit modifiziert, als dem Steuerpflichtigen eine unterlassene Beweisvorsorge oder eine erst nachtr&auml;glich erteilte Dokumentation nicht zum Nachteil gereichen darf. Diese (auch von ihm selbst vertretene) Vorgabe hat das FG im angefochtenen Urteil entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin beachtet. Es hat allerdings aus diesen Nachweiserleichterungen keine die Steuerpflichtige beg&uuml;nstigenden Rechtsfolgen abgeleitet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG hat hierbei rechtsfehlerfrei entschieden, dass bei sog. weitergeleiteten Konzerndarlehen der Nachweis i.S. eines Drittvergleichs nicht bereits deshalb gelungen ist, weil das Darlehen zu &auml;hnlichen Bedingungen gegeben wurde, wie sie der Konzernmutter durch einen Dritten einger&auml;umt wurden (so auch Pung\/D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;8a KStG (vor URefG 2008) Rz&nbsp;192; a.A. wohl Schmid\/Grabbe DStR 2004, 403, 406). Denn es liegen schon mit Blick auf die unterschiedlichen Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse (als Grundlage f&uuml;r eine Bonit&auml;tseinsch&auml;tzung des Schuldners durch den Gl&auml;ubiger) keine &quot;gleichen Umst&auml;nde&quot; mit Blick auf Konzernmutter und Konzerntochter vor. Dabei ist die &quot;Zwischenschaltung der Obergesellschaft (&quot;h&ouml;heres Verm&ouml;gen&quot;)&quot; entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin auch nicht deshalb irrelevant, weil dem Darlehen eine unbesicherte Kreditlinie zugunsten der Konzernmutter zugrunde liegt. Der Vortrag der Kl&auml;gerin, die Mittelverwendung (&quot;Weiterleitung&quot;) aus der Kreditlinie sei dem fremden Dritten bekannt gewesen, verkennt die vorliegende entscheidungserhebliche Frage, ob die FD KG auch von dem Dritten als Vertragspartnerin\/Schuldnerin akzeptiert worden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Im &Uuml;brigen hat das FG dem angefochtenen Urteil unter Ber&uuml;cksichtigung der oben zu b) beschriebenen Gesichtspunkte eine tatrichterliche W&uuml;rdigung zugrunde gelegt, die nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO das Revisionsgericht bindet; einen Rechtsfehler des FG durch einen Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze kann der Senat nicht erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die externe Kreditw&uuml;rdigkeitspr&uuml;fung (auf der Grundlage der sog. Kreditw&uuml;rdigkeitsanalyse der Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft) hat das FG als f&uuml;r den Drittvergleich nicht ausreichend gew&uuml;rdigt. Dabei hat es unabh&auml;ngig von der auch von der Kl&auml;gerin zugestandenen Unterschiedlichkeit der sog. Ratingstufe von Konzernmutter und der FD KG (es wird jedenfalls ein Abstand von &quot;einer Ratingnote&quot; einger&auml;umt) insbesondere darauf abgehoben, es sei nicht nachvollziehbar, wie die Verfasser der Analyse zu dem Rating gekommen seien und ob vergleichbare Kredite (wohl im Sinne der H&ouml;he der Kreditierung) tats&auml;chlich vergeben wurden (s.a. allgemein mit dem Erfordernis der konkreten Vergleichbarkeit Pung\/D&ouml;tsch, a.a.O.; Widmann\/F&uuml;ger\/Rieger, Gesellschafter-Fremdfinanzierung, 2004, Rz&nbsp;217 f.). Wenn die Kl&auml;gerin nunmehr eine Ableitung auf der Grundlage der vermeintlichen Kreditw&uuml;rdigkeit der FD KG nach einem Rating mit der Einstufung &quot;B+&quot; und die Hintergr&uuml;nde zu den sog. Vergleichstransaktionen, die auf einer Datenbankanalyse beruhen, darlegt, ersetzt sie im Ergebnis nur die tatrichterliche W&uuml;rdigung des FG durch eine eigene. Jedenfalls w&uuml;rde auch eine abstrakte Kreditw&uuml;rdigkeitsanalyse, die mit einem vergleichbaren Ergebnis (identisches Rating) abschlie&szlig;t, den gesetzlichen Ma&szlig;stab des Drittvergleichs (&quot;unter sonst gleichen Umst&auml;nden&quot;) allein nicht ausf&uuml;llen, sie k&ouml;nnte allenfalls als Indiz im Rahmen einer umfassenderen Gesamtw&uuml;rdigung angesehen werden (Widmann\/F&uuml;ger\/Rieger, a.a.O., Rz&nbsp;218).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob ein spezifiziertes Kreditangebot einer Bank geeignet ist, einen Drittvergleichsnachweis zu erbringen, wird in der Literatur u.a. unter Hinweis auf die bei der Zinsbildung ber&uuml;cksichtigten m&ouml;glichen R&uuml;ckgriffsrechte gegen&uuml;ber Konzerngesellschaften in Zweifel gezogen (s. Cr&uuml;ger, Internationales Steuerrecht 2009, 159, 160). Dem ist vorliegend nicht weiter nachzugehen. Denn das FG hat das von der Kl&auml;gerin vorgelegte Schreiben der Kreissparkasse, das keine Angaben zu den konkreten Kreditkonditionen enth&auml;lt, als zu allgemein angesehen und damit als nicht &quot;angebotsf&auml;hig&quot; gew&uuml;rdigt. Eine (allgemeine) Bescheinigung, &quot;kreditw&uuml;rdig&quot; zu sein, wird den Anforderungen an den Nachweis einer m&ouml;glichen Kreditvergabe &quot;unter sonst gleichen Umst&auml;nden&quot; (d.h. auch bezogen auf die konkret streitgegenst&auml;ndliche Darlehensh&ouml;he) nicht gerecht (s.a. Widmann\/ F&uuml;ger\/Rieger, a.a.O., Rz&nbsp;217 f.). Dies kann auch entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin nicht durch den Hinweis ausgeglichen werden, dass die Kreissparkasse auch nach Aufnahme der konzerninternen Darlehen die bestehenden Kreditbeziehungen unver&auml;ndert fortgef&uuml;hrt hat und au&szlig;erdem bereit gewesen sei, eine Anschlussfinanzierung von 18&nbsp;Mio.&nbsp;EUR zu leisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch wenn mit Widmann\/F&uuml;ger\/Rieger (a.a.O., Rz&nbsp;218) der gesetzliche Drittvergleichsnachweis als erf&uuml;llt angesehen wird, wenn zus&auml;tzlich zu einer (positiven) abstrakten Kreditw&uuml;rdigkeitsanalyse ein Bankenschreiben vorliegt, das die entscheidenden Pr&uuml;fkriterien (gleich hohes Fremdkapital, gleiche Sicherheiten, gleicher Zinssatz) enth&auml;lt, fehlt es hieran im Streitfall; auch insoweit l&auml;sst die W&uuml;rdigung des FG keinen Rechtsfehler erkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dass die Einkommenserh&ouml;hung in den streitgegenst&auml;ndlichen Feststellungsbescheiden rechnerisch zutreffend umgesetzt wurde, wird vom FG und von den Beteiligten nicht in Zweifel gezogen; die Sache ist hiernach spruchreif.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.9.2016, I R 11\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.070916.IR11.14.0 Drittvergleich nach &sect; 8a Abs. 1 KStG 2002 n.F. &#8211;weitergeleitetes Konzerndarlehen&#8211; Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 14. November 2013&nbsp;&nbsp;10 K 2558\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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