{"id":67026,"date":"2017-03-23T13:32:00","date_gmt":"2017-03-23T11:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67026"},"modified":"2017-03-23T13:32:00","modified_gmt":"2017-03-23T11:32:00","slug":"x-b-104-16-ordnungsmaessigkeit-der-kassenbuchfuehrung-bei-fehlenden-programmierunterlagen-30-70-methode-als-schaetzungsmethode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-104-16-ordnungsmaessigkeit-der-kassenbuchfuehrung-bei-fehlenden-programmierunterlagen-30-70-methode-als-schaetzungsmethode\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;104\/16 &#8211; Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit der Kassenbuchf&uuml;hrung bei fehlenden Programmierunterlagen; &quot;30\/70-Methode&quot; als Sch&auml;tzungsmethode"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2017, X B 104\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.110117.XB104.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit der Kassenbuchf&uuml;hrung bei fehlenden Programmierunterlagen; &quot;30\/70-Methode&quot; als Sch&auml;tzungsmethode<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 10. Mai 2016&nbsp;&nbsp;8 K 175\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ist verheiratet und betrieb in den Streitjahren 2006 bis 2012 ein Speiserestaurant. Den Gewinn ermittelte er durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen von steuerlichen Au&szlig;enpr&uuml;fungen stellten die Pr&uuml;fer fest, dass der Kl&auml;ger f&uuml;r seine Bareinnahmen eine elektronische Registrierkasse verwendet habe. Die hierzu geh&ouml;renden Organisationsunterlagen, auch Bedienungsunterlagen, Programmieranleitung sowie die Programmabrufe nach jeder &Auml;nderung habe er nicht vorlegen k&ouml;nnen. Ebenso wenig habe er alle weiteren Anweisungen zur Kassenprogrammierung &uuml;bergeben k&ouml;nnen. Die mit der Registrierkasse erstellten Rechnungen habe der Kl&auml;ger nicht aufbewahrt. Das gleiche gelte f&uuml;r die im Rahmen des Tagesabschlusses aufgerufenen Ausdrucke der Registrierkasse, etwa betriebswirtschaftliche Auswertungen, Ausdrucke der Trainingsspeicher oder Kellnerberichte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Buchf&uuml;hrung habe der Kl&auml;ger lediglich den sog. Tagesbericht verwahrt. Trotz eines Hinweises im Rahmen der Umsatzsteuer-Nachschau habe er alle &uuml;brigen Berichte aus dem elektronischen Speicher der Kasse gel&ouml;scht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die mit dem Bedienerschl&uuml;ssel Nr.&nbsp;5 durchgef&uuml;hrten Eingaben h&auml;tten, da dieser als sog. Trainingsbediener eingerichtet gewesen sei, den Umsatz der einzelnen Berichte nicht erh&ouml;ht. Der Bediener Nr.&nbsp;5 sei wie ein regul&auml;rer Kellner verwendet worden. Die &Uuml;bungsums&auml;tze seien nicht gesondert aufgezeichnet worden. Auch seien die mit diesem Schl&uuml;ssel gebuchten Bons nicht aufbewahrt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Stornoart &quot;Berichtigung&quot; gew&auml;hlt worden sei, seien diese Eingaben nicht auf dem Journaldruck erschienen. Sie seien auch nicht im elektronischen Journal gespeichert worden. Auf diese Weise seien in f&uuml;nf Monaten &uuml;ber 40.000&nbsp;EUR storniert worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einnahmen und Ausgaben seien vom Steuerberater zum Monatsende verbucht worden, allerdings ohne Nutzung eines Kontos &quot;Kasse&quot;. Vielmehr seien die Einnahmen und Ausgaben hinsichtlich der Bestandskonten ergebnisunwirksam gebucht und der Saldo &uuml;ber Entnahmen\/Einlagen ausgebucht worden. Eine &Uuml;berpr&uuml;fung des Veranlagungszeitraums 2012 mittels taggenauer Einnahmen und Ausgaben habe umfangreiche Kassenfehlbetr&auml;ge ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Lohnzahlungen an die Angestellten seien nicht vom Bankkonto &uuml;berwiesen, sondern als Barausgaben nachtr&auml;glich erfasst worden, so dass sich nicht habe ermitteln lassen, ob die Angestellten den Lohn tats&auml;chlich erhalten h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einer Durchsuchung seien in der Handtasche der Ehefrau des Kl&auml;gers Bareinzahlungsbelege f&uuml;r verschiedene Konten gefunden worden. Auf Konten der Ehefrau und der Tochter des Kl&auml;gers seien Bareinzahlungen von insgesamt &uuml;ber 200.000&nbsp;EUR get&auml;tigt worden. Eine nicht mit dem Betrieb des Kl&auml;gers in Zusammenhang stehende Herkunft der Mittel habe der Kl&auml;ger nicht darlegen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Pr&uuml;ferin des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zog aus diesen Feststellungen den Schluss, die Buchf&uuml;hrung sei im gesamten Pr&uuml;fungszeitraum nicht ordnungsgem&auml;&szlig; gewesen. F&uuml;r die Jahre 2008 und 2012 f&uuml;hrte sie eine Kalkulation nach Anteilen durch und ermittelte auf Grundlage der vom Kl&auml;ger vorgelegten Unterlagen ein Verh&auml;ltnis der Speisen zu Getr&auml;nken von 70&nbsp;% zu 30&nbsp;%. F&uuml;r die Getr&auml;nke nahm sie eine Ausbeutekalkulation vor. Ausgehend vom Ergebnis f&uuml;r das Streitjahr 2012 ermittelte sie einen Gesamtrohgewinnaufschlag von abgerundet 320&nbsp;%. Diesen Rohgewinnaufschlag &uuml;bertrug sie auf alle Streitjahre, da das Verh&auml;ltnis von Speisen zu Getr&auml;nken im gesamten Pr&uuml;fungszeitraum nahezu unver&auml;ndert blieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage nach erfolglosem Einspruchsverfahren als unbegr&uuml;ndet ab. Die Hinzusch&auml;tzungen seien weder dem Grunde nach noch der H&ouml;he nach zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Buchf&uuml;hrung des Kl&auml;gers sei aufgrund zahlreicher M&auml;ngel nicht nach &sect;&nbsp;158 der Abgabenordnung (AO) der Besteuerung zugrunde zu legen. Schon das Fehlen der Programmierprotokolle sowie weiterer Organisationsunterlagen der Registrierkasse stellten formelle M&auml;ngel dar. Insoweit werde auf das Senatsurteil vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;R&nbsp;20\/13 (BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743) verwiesen. Zwar sei in einem solchen Fall kein sicherer Schluss auf die Verk&uuml;rzung von Einnahmen m&ouml;glich. Gleichwohl sei aber systembedingt keine Gew&auml;hr f&uuml;r die Vollst&auml;ndigkeit der Erfassung der Bareinnahmen gegeben. Elektronische Kassensysteme seien durch Umprogrammierung in nahezu beliebiger Weise manipulierbar. Gleiches gelte in Bezug auf die nicht aufbewahrten Rechnungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weitere M&auml;ngel l&auml;gen vor, da zahlreiche die Besteuerung betreffende Umst&auml;nde f&uuml;r den pr&uuml;fenden Dritten nicht erkennbar seien, so insbesondere auch die Durchf&uuml;hrung der Stornierungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Einen schweren materiellen Buchf&uuml;hrungsfehler stelle auch die fehlende Erfassung und Verbuchung von privaten Barentnahmen dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sch&auml;tzung sei der H&ouml;he nach rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom FA durchgef&uuml;hrte Kalkulation nach Anteilen sei eine anerkannte Sch&auml;tzungsmethode. Bedenken hinsichtlich der durchgef&uuml;hrten Kalkulation gebe es aufgrund der vorliegenden Unterlagen nicht. Dies gelte auch f&uuml;r das von der Pr&uuml;ferin ermittelte Verh&auml;ltnis zwischen Speisen und Getr&auml;nken. Die Sonderaktionen des Jahres 2012 seien in ausreichendem Ma&szlig;e ber&uuml;cksichtigt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &Uuml;bertragung des ermittelten Rohgewinnaufschlagsatzes auf die Vorjahre sei gerechtfertigt. Zum einen seien 40 der 50 im Jahr 2008 neu angelegten Pl&auml;tze lediglich Ausweichm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Raucher gewesen. Zum anderen seien im Vergleich der Jahre 2006 bis September 2008 zu den Jahren 2009 bis 2012 nach den Unterlagen des Kl&auml;gers keine signifikanten Ver&auml;nderungen des Wareneinsatzes und des Umsatzes zu erkennen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sei nicht verpflichtet gewesen, die hinzugesch&auml;tzten Betr&auml;ge durch eine Geldverkehrsrechnung zu plausibilisieren. Der Verbleib der hinzugesch&auml;tzten Betr&auml;ge lasse sich zum gr&ouml;&szlig;ten Teil durch die Bareinlagen des Kl&auml;gers auf betriebsfremden Konten erkl&auml;ren. Im &Uuml;brigen spreche die Barlohnzahlung daf&uuml;r, dass die erzielten Ums&auml;tze durch Einbeziehung weiterer Hilfskr&auml;fte erzielt worden seien, deren L&ouml;hne nicht in der Buchhaltung erfasst worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom Kl&auml;ger beantragte Tatbestandsberichtigung nach &sect;&nbsp;108 der Finanzgerichtsordnung (FGO) hat das FG mit Beschluss vom 16.&nbsp;August 2016 abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger begehrt mit seiner Beschwerde die Zulassung der Revision und verweist zur Begr&uuml;ndung auch auf seinen Antrag auf Tatbestandsberichtigung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA tritt der Beschwerde entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde des Kl&auml;gers hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sofern Zulassungsgr&uuml;nde &uuml;berhaupt in einer den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz 3 FGO gen&uuml;genden Form dargelegt werden, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO geltend, so hat er zun&auml;chst eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen. Daf&uuml;r ist erforderlich, dass er die entscheidungserhebliche Rechtsfrage hinreichend konkretisiert; nicht ausreichend ist eine Fragestellung, deren Beantwortung von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngt. Des Weiteren muss die Beschwerdebegr&uuml;ndung schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darlegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss ausgef&uuml;hrt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchem Grunde die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist (vgl. nur Senatsbeschluss vom 24.&nbsp;Juni 2014 X&nbsp;B&nbsp;216\/13, BFH\/NV 2014, 1888). Hierf&uuml;r gen&uuml;gt weder der Hinweis darauf, dass die Revisionsentscheidung f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von F&auml;llen von Bedeutung sei, noch darauf, dass eine Rechtsfrage h&ouml;chstrichterlich nicht gekl&auml;rt sei; denn daraus ergibt sich nicht, dass die Rechtsfrage kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist (vgl. nur Senatsbeschluss vom 8.&nbsp;Juni 2010 X&nbsp;B&nbsp;126\/09, BFH\/NV 2010, 1628; auch schon Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Oktober 1994 V&nbsp;B&nbsp;40\/94, BFH\/NV 1995, 610).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Kl&auml;ger ist der Ansicht, dem Rechtsstreit komme grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, da bislang nicht h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt sei, ob eine Kalkulation allein f&uuml;r Getr&auml;nke durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nne, die anschlie&szlig;end im Zeitreihenvergleich auf den Gesamtumsatz anderer Jahre &uuml;bertragen werde. Dieser Vortrag, soweit er &uuml;berhaupt eine abstrakte Rechtsfrage enth&auml;lt, ist nicht geeignet, die Revisionszulassung wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grunds&auml;tzlich ist die im Streitfall vom FA vorgenommene Sch&auml;tzung auf Grundlage einer Getr&auml;nkekalkulation auch aus Sicht des Senats eine geeignete Sch&auml;tzungsmethode, die auf betriebsinternen Daten aufbaut. Diese sog. &quot;30\/70-Methode&quot; basiert n&auml;mlich auf dem Gedanken, dass in einem Speiserestaurant das Verh&auml;ltnis zwischen verzehrten Speisen und Getr&auml;nken nur geringen Schwankungen unterliegt, da die G&auml;ste typischerweise im Durchschnitt zu jeder Speise eine bestimmte Menge an Getr&auml;nken zu sich nehmen. Dieser Gedanke rechtfertigt es, aus der H&ouml;he der kalkulierten Getr&auml;nkeums&auml;tze auf die H&ouml;he der Speisenums&auml;tze zu schlie&szlig;en, ohne dass diese gesondert anhand des Wareneinkaufs kalkuliert werden m&uuml;ssten, zumal eine solche Speisenkalkulation in einem Restaurant meist aufgrund des umfangreichen Angebots nur schwer durchf&uuml;hrbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers kann nicht entnommen werden, dass, in welchem Umfang und aus welchen Gr&uuml;nden die von ihm aufgeworfene Rechtsfrage umstritten ist und worin die Bedeutung einer Entscheidung zu dieser Rechtsfrage durch den BFH f&uuml;r die Fortentwicklung des Rechts zu sehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht wegen einer Rechtsprechungsdivergenz gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine Revisionszulassung nach &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist. Dies bedingt zum einen, dass in dem angefochtenen FG-Urteil dieselbe Rechtsfrage wie in der angeblichen Divergenzentscheidung entschieden wurde und die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind. Zum anderen muss die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren kl&auml;rbar und auch f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich gewesen sein. Au&szlig;erdem muss eine Entscheidung des BFH zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich sein (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. Senatsbeschluss vom 26.&nbsp;Oktober 2015 X&nbsp;B&nbsp;43\/15, BFH\/NV 2016, 201, Rz&nbsp;12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wie im Senatsurteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743 hat das FG die formelle Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit der Kassenbuchf&uuml;hrung jedenfalls auch deshalb als nicht gegeben angesehen, weil der Kl&auml;ger, was unstreitig ist, die Programmierunterlagen zur verwendeten Registrierkasse nicht vorlegen konnte. Denn bei einem programmierbaren Kassensystem stellt das Fehlen der aufbewahrungspflichtigen Betriebsanleitung sowie der Protokolle nachtr&auml;glicher Programm&auml;nderungen einen formellen Mangel dar, dessen Bedeutung dem Fehlen von Tagesendsummenbons bei einer Registrierkasse gleichkommt. Es reicht in einem solchen Fall nicht aus, wenn der Steuerpflichtige &#8211;wie hier&#8211; alle Tagesendsummenbons vorlegen kann. Folglich geht das FG zu Recht davon aus, dass die Beweiskraft der Buchf&uuml;hrung des Kl&auml;gers in allen Streitjahren ersch&uuml;ttert ist und daher grunds&auml;tzlich die Berechtigung zu Hinzusch&auml;tzungen besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Relation zum Zeitreihenvergleich hat der Senat in seinem Urteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743 den Vorrang der die individuellen Verh&auml;ltnisse des jeweiligen Steuerpflichtigen ber&uuml;cksichtigenden Sch&auml;tzungsmethoden dargelegt, zu denen neben der Verm&ouml;genszuwachs- oder Geldverkehrsrechnung auch die Aufschlags- und Ausbeutekalkulation geh&ouml;rt. Vorliegend hat das FG diese Grunds&auml;tze beachtet, da es die Ausbeutekalkulation des FA als sachgerecht &uuml;bernommen hat. Eine dar&uuml;berhinausgehende Verpflichtung, etwa eine Geldverkehrsrechnung vorzunehmen, besteht auch nach dem Senatsurteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743, dort unter II.3.b ausgef&uuml;hrt, ausdr&uuml;cklich nicht (so auch schon Senatsbeschluss vom 13.&nbsp;September 2016 X&nbsp;B&nbsp;146\/15, BFH\/NV 2016, 1747, unter II.2.a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG-Urteil ist auch nicht verfahrensfehlerhaft zustande gekommen. Insbesondere liegt keine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amts wegen (Amtsermittlungsgrundsatz). Danach ist es grunds&auml;tzlich Aufgabe des Gerichts, die tats&auml;chlichen Grundlagen der zu treffenden Entscheidung zu ermitteln (z.B. Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;Juli 2014 X&nbsp;B&nbsp;134\/13, BFH\/NV 2014, 1772). Diese Verpflichtung des FG zur Erforschung des Sachverhalts von Amts wegen bedeutet nicht, dass jeder fernliegenden Erw&auml;gung nachzugehen ist. Wohl aber muss das FG die sich im Einzelfall aufdr&auml;ngenden &Uuml;berlegungen auch ohne ausdr&uuml;cklichen Hinweis der Beteiligten anstellen und entsprechende Beweise erheben. Die Sachaufkl&auml;rungspflicht des FG kann allerdings nicht losgel&ouml;st von den Mitwirkungspflichten der Beteiligten (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO) gesehen werden (st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, vgl. nur Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;November 2013 X&nbsp;B&nbsp;164\/13, BFH\/NV 2014, 374, m.w.N.). Vielmehr begrenzt die Mitwirkungspflicht der Beteiligten die Amtsermittlungspflicht des Gerichts nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO (Senatsentscheidungen vom 30.&nbsp;Juli 2003 X&nbsp;R&nbsp;28\/99, BFH\/NV 2004, 201, und vom 10.&nbsp;Januar 2007 X&nbsp;B&nbsp;113\/06, BFH\/NV 2007, 935), wobei dem Gedanken der Beweisn&auml;he besondere Bedeutung zukommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unbeschadet einer Mitwirkungspflicht der Beteiligten hat das FG jedoch dem Amtsermittlungsgrundsatz besondere Bedeutung zuzumessen, soweit es sich um Feststellungen handelt, denen unmittelbar entscheidungserhebliche Bedeutung zukommt. In diesen F&auml;llen hat das FG jedenfalls solchen tats&auml;chlichen Zweifeln nachzugehen, die sich ihm nach Lage der Akten und dem Vortrag der Beteiligten aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (vgl. auch Senatsbeschluss in BFH\/NV 2007, 935).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Sachaufkl&auml;rungsr&uuml;ge kann jedoch nicht dazu dienen, Beweisantr&auml;ge oder Fragen zu ersetzen, welche ein fachkundig vertretener Beteiligter selbst in zumutbarer Weise h&auml;tte stellen k&ouml;nnen, jedoch zu stellen unterlassen hat (BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Dezember 2012 VIII&nbsp;B&nbsp;4\/06, BFH\/NV 2007, 490). Ebenso wenig kann die Sachaufkl&auml;rungsr&uuml;ge dazu dienen, (nachtr&auml;glich) Ermittlungen vom FG zu verlangen, die sich jedenfalls f&uuml;r einen beratenen Beteiligten in der Weise aufdr&auml;ngen, dass dieser die fehlenden Angaben aus den ihm vorliegenden oder von ihm beschaffbaren Unterlagen in das Verfahren einbringen muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Senat hat in seinem Urteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743, dort unter II.1.a&nbsp;cc, dargelegt, dass er sich der schon lange vor den hier relevanten Streitjahren von der Finanzverwaltung vertretenen Ansicht anschlie&szlig;t, das Fehlen der Programmierprotokolle der Registrierkasse stelle einen formellen Mangel dar, da diese wie auch andere Anweisungen zur Kassenprogrammierung als &quot;sonstige Organisationsunterlagen&quot; i.S. des &sect;&nbsp;147 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO aufbewahrungspflichtig seien (vgl. schon Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 7.&nbsp;November 1995, BStBl I 1995, 738, Tz.&nbsp;VI.c, sowie Tz.&nbsp;6 der diesem BMF-Schreiben beigef&uuml;gten Grunds&auml;tze ordnungsm&auml;&szlig;iger DV-gest&uuml;tzter Buchf&uuml;hrungssysteme; BMF-Schreiben vom 9.&nbsp;Januar 1996, BStBl I 1996, 34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Das Gewicht des Mangels der fehlenden Programmierprotokolle tritt nach dem Senatsurteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743, unter II.1.a&nbsp;cc allerdings zur&uuml;ck, wenn der Steuerpflichtige f&uuml;r den konkreten Einzelfall darlegt, dass die von ihm verwendete elektronische Kasse trotz ihrer Programmierbarkeit ausnahmsweise keine Manipulationsm&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnet. Besteht dagegen eine solche grunds&auml;tzliche Manipulationsm&ouml;glichkeit, k&ouml;nnen aber die entsprechenden Programmierprotokolle nicht (mehr) vorgelegt werden, wird es Sache des Steuerpflichtigen sein, substantiiert darzulegen, warum die von ihm verwendete Registrierkasse nicht manipuliert worden ist. Dabei reicht es nicht aus, dass er wie vorliegend lediglich ein Sachverst&auml;ndigengutachten beantragt. Vielmehr wird er dessen Erheblichkeit anhand geeigneter (Ersatz-)Unterlagen, ggf. unter Hilfestellung durch den Kassenhersteller, darlegen und so insbesondere den Zustand der Programmierung, ausgehend vom Werkszustand, erl&auml;utern m&uuml;ssen. Erst wenn das FG aufgrund dieses Vortrags Zweifel an der konkreten Manipulation der Registrierkasse hat, wird es verpflichtet sein, die Kasse (gutachterlich) untersuchen zu lassen. In einem solchen Fall w&auml;re es fehlerhaft, allein aufgrund der fehlenden Organisationsunterlagen von einer formell nicht ordnungsgem&auml;&szlig;en Kassenf&uuml;hrung auszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Da vorliegend entsprechend substantiierter Vortrag des Kl&auml;gers nicht gegeben ist, war das FG jedenfalls nicht verpflichtet, von sich aus eine technische Ablaufpr&uuml;fung der Registrierkasse vornehmen zu lassen. Zu Recht hat es auch das vom Kl&auml;ger beantragte Sachverst&auml;ndigengutachten nicht eingeholt. Aufgrund der dargestellten Senatsrechtsprechung durfte das FG von einer formell nicht ordnungsgem&auml;&szlig;en Kassenbuchf&uuml;hrung ausgehen. Eine Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht des FG nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Sofern der Kl&auml;ger die H&ouml;he des gesch&auml;tzten Rohgewinnaufschlagsatzes wie auch die Art und Weise der Plausibilit&auml;tspr&uuml;fung des FG r&uuml;gt, richtet sich sein Vorbringen gegen die Richtigkeit der Sch&auml;tzung. Die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalls durch das FG im Rahmen einer Sch&auml;tzung ist im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich. Dies gilt insbesondere f&uuml;r Einwendungen gegen die Richtigkeit von Steuersch&auml;tzungen (Verst&ouml;&szlig;e gegen anerkannte Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze sowie materielle Rechtsfehler, vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Januar 2009 X&nbsp;B&nbsp;125\/08, BFH\/NV 2009, 951).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein zur Zulassung der Revision berechtigender erheblicher Rechtsfehler aufgrund objektiver Willk&uuml;r kann allenfalls in F&auml;llen bejaht werden, in denen das Sch&auml;tzungsergebnis des FG wirtschaftlich unm&ouml;glich und damit schlechthin unvertretbar ist. Ein Versto&szlig; gegen Denkgesetze f&uuml;hrt bei Sch&auml;tzungen erst zur Zulassung der Revision wegen willk&uuml;rlich falscher Rechtsanwendung, wenn sich das Ergebnis als offensichtlich realit&auml;tsfremd darstellt (Senatsbeschluss in BFH\/NV 2009, 951). Dies ist vorliegend nicht der Fall, da sich das Sch&auml;tzungsergebnis innerhalb bzw. nur sehr leicht oberhalb der Richts&auml;tze der amtlichen Richtsatzsammlung der jeweiligen Streitjahre f&uuml;r Gast- und Speisewirtschaften (2006: 144 bis 317; 2007 bis 2009: 170 bis 335; 2010 bis 2012: 186 bis 400) bewegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.1.2017, X B 104\/16ECLI:DE:BFH:2017:B.110117.XB104.16.0 Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit der Kassenbuchf&uuml;hrung bei fehlenden Programmierunterlagen; &quot;30\/70-Methode&quot; als Sch&auml;tzungsmethode Tenor Die Beschwerde des Kl&auml;gers wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 10. Mai 2016&nbsp;&nbsp;8 K 175\/15 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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