{"id":67032,"date":"2017-03-23T13:31:58","date_gmt":"2017-03-23T11:31:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67032"},"modified":"2017-03-23T13:31:58","modified_gmt":"2017-03-23T11:31:58","slug":"ii-b-38-15-grunderwerbsteuer-bei-grundstuecksschenkung-unter-niessbrauchsvorbehalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-38-15-grunderwerbsteuer-bei-grundstuecksschenkung-unter-niessbrauchsvorbehalt\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;38\/15 &#8211; Grunderwerbsteuer bei Grundst&uuml;cksschenkung unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.2.2017, II B 38\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.090217.IIB38.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Grunderwerbsteuer bei Grundst&uuml;cksschenkung unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 5. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;4 K 410\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. Die von den Kl&auml;gern und Beschwerdef&uuml;hrern (Kl&auml;ger) geltend gemachten Gr&uuml;nde f&uuml;r die Zulassung der Revision liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger weicht das Urteil des Finanzgerichts (FG) nicht von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 15.&nbsp;Mai 1984&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;464\/81 (BVerfGE 67, 70, BStBl II 1984, 608) ab, wonach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG) verfassungskonform dahin auszulegen ist, dass bei belastet erworbenem Verm&ouml;gen im Ausma&szlig; der Belastung neben der Schenkungsteuer keine Grunderwerbsteuer zu erheben sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger r&uuml;gen in diesem Zusammenhang, dass bei Auflagenschenkungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG Grunderwerbsteuer anf&auml;llt, soweit die grunderwerbsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage wegen der fehlenden Begrenzung des Werts der Auflage nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;16 des Bewertungsgesetzes (BewG) h&ouml;her ist als der Wert, mit dem die Auflage schenkungsteuerrechtlich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 BewG abgezogen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Entscheidung des BVerfG (Beschluss in BVerfGE 67, 70, BStBl II 1984, 608) ist zu einer anderen Rechtslage ergangen. Danach war im Falle der Schenkung eines Grundst&uuml;cks unter Auflage eine doppelte Besteuerung der Auflage mit Grunderwerbsteuer und Schenkungsteuer m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das der Entscheidung des BVerfG zugrunde liegende Verfahren betraf die Festsetzung von Grunderwerbsteuer f&uuml;r ein im Jahr 1979 freigebig zugewendetes Grundst&uuml;ck, das zugunsten des Schenkers mit einem lebensl&auml;nglichen Nie&szlig;brauch belastet war. Hinsichtlich der Schenkungsteuer war &sect;&nbsp;25 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) in der bis einschlie&szlig;lich 31.&nbsp;Dezember 2008 geltenden Fassung anzuwenden, nach dem der Erwerb von Verm&ouml;gen, dessen Nutzungen dem Schenker zustehen, ohne Ber&uuml;cksichtigung dieser Belastungen besteuert wird. Die Belastung (Nie&szlig;brauch zugunsten des Schenkers) war bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Schenkungsteuer nicht abzugsf&auml;hig. Gleichzeitig unterlag die Belastung jedoch der Grunderwerbsteuer. Nach der Entscheidung des BVerfG sprach der Wortlaut des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG (in der damals geltenden Fassung) daf&uuml;r, dass Belastungen, die wegen ihrer Nichtabzugsf&auml;higkeit mittelbar Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Erbschaft- oder Schenkungsteuer sind, nicht noch einmal Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer sein sollen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 67, 70, BStBl II 1984, 608, unter C.IV.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber ist im Streitfall, der Auflagenschenkungen im Jahr 2010 betrifft, &sect;&nbsp;25 ErbStG nicht mehr anzuwenden. Die Vorschrift wurde mit Wirkung ab 2009 aufgehoben (Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;20 des Erbschaftsteuerreformgesetzes 2009 vom 24.&nbsp;Dezember 2008, BGBl I 2008, 3018, BStBl I 2009, 140). Die Auflage, im Streitfall der Nie&szlig;brauch zugunsten der Schenkerin, war bei der Schenkungsteuer als Belastung abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit aufgrund der unterschiedlichen Bewertungsvorschriften der Wert der Auflage, der der Bemessung der Grunderwerbsteuer zugrunde zu legen ist, wegen &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 BewG h&ouml;her ist als der bei der Schenkungsteuer abziehbare Wert, ist dies auch aus verfassungsrechtlicher Sicht zumutbar (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20.&nbsp;November 2013 II&nbsp;R&nbsp;38\/12, BFHE 243, 411, BStBl II 2014, 479). Aus der Entscheidung des BVerfG (Beschluss in BVerfGE 67, 70, BStBl II 1984, 608, unter C.IV.2.) kann nicht abgeleitet werden, dass Auflagen bei einer Grundst&uuml;cksschenkung aus verfassungsrechtlichen Gr&uuml;nden bei der Grunderwerbsteuer und der Erbschaft- und Schenkungsteuer nach den gleichen Ma&szlig;st&auml;ben zu bemessen und stets mit dem gleichen Wert anzusetzen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Wortlaut des &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG i.d.F. des Art.&nbsp;7 Nr.&nbsp;2 des Jahressteuergesetzes 1997 vom 20.&nbsp;Dezember 1996 (BGBl I 1996, 2049), den der Gesetzgeber aufgrund der Entscheidung des BVerfG (Beschluss in BVerfGE 67, 70, BStBl II 1984, 608, unter C.IV.) neu gefasst hat, best&auml;tigt dieses Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorschrift stellt ihrem Wortlaut nach allein darauf ab, dass die Auflage bei der Schenkungsteuer &quot;abziehbar ist&quot;. Damit ist keine korrespondierende Bewertung einer Belastung im ErbStG und GrEStG gemeint. Der Gesetzgeber hat mit dieser Gesetzesfassung klargestellt, dass Auflagen, die bei der Schenkungsteuer nicht abziehbar sind, sondern nur zu einer Stundung der Steuer nach &sect;&nbsp;25 des ErbStG a.F. f&uuml;hren, der Bemessung der Grunderwerbsteuer nicht zugrunde gelegt werden d&uuml;rfen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 243, 411, BStBl II 2014, 479). H&auml;tte der Gesetzgeber zum Ausdruck bringen wollen, dass eine Schenkung unter einer Auflage nur insoweit der Grunderwerbsteuer unterliegt, als der Wert der Auflage bei der Schenkungsteuer tats&auml;chlich abgezogen wurde, h&auml;tte er dies durch eine entsprechende Formulierung regeln k&ouml;nnen und m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Im &Uuml;brigen sind die Kl&auml;ger nach dem Ergebnis des Verfahrens auch tats&auml;chlich keiner Doppelbesteuerung ausgesetzt worden. Denn neben der Grunderwerbsteuer ist &#8211;wie den Schenkungsteuerbescheiden vom 4.&nbsp;November 2011 zu entnehmen ist&#8211; keine Schenkungsteuer festgesetzt worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) oder zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache oder zur Fortbildung des Rechts erfordert u.a., dass die aufgeworfene Frage im Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Fortentwicklung und Handhabung des Rechts kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Fall auch kl&auml;rungsf&auml;hig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;August 2015 III&nbsp;B&nbsp;50\/15, BFH\/NV 2015, 1670). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es, wenn die Rechtsfrage anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung der Rechtsfrage durch den BFH geboten erscheinen lassen (vgl. BFH-Beschluss vom 19.&nbsp;September 2016 X&nbsp;B&nbsp;159\/15, BFH\/NV 2017, 54, Rz&nbsp;20, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Rechtsfrage, ob bei Auflagenschenkungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG (der H&ouml;he nach) Grunderwerbsteuer auch auf den anteiligen Wert der Auflage anf&auml;llt, um den die grunderwerbsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage der Auflage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 i.V.m. &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 BewG die schenkungsteuerrechtliche Bemessungsgrundlage der Auflage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 BewG &uuml;bersteigt, ist bereits h&ouml;chstrichterlich gekl&auml;rt (BFH-Urteil in BFHE 243, 411, BStBl II 2014, 479). Neue, bisher nicht ber&uuml;cksichtigte Gesichtspunkte sind weder vorgetragen worden noch sonst erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entsprechendes gilt f&uuml;r die von den Kl&auml;gern weiter aufgeworfene Rechtsfrage, ob bei Auflagenschenkungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG in F&auml;llen, in denen der nach Abzug des Werts der Auflage verbleibende steuerpflichtige Erwerb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 ErbStG geringer ist als die Summe der Steuerbefreiung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;13c ErbStG und des Freibetrags gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 ErbStG, der nicht verbrauchte Teil der Summe der Freibetr&auml;ge von der nach den Vorschriften des GrEStG ermittelten Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer in Abzug zu bringen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Ermittlung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer findet weder in &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 GrEStG noch in &sect;&nbsp;8 und &sect;&nbsp;9 GrEStG einen Anhaltspunkt. Die Festsetzung von Schenkungsteuer einerseits und von Grunderwerbsteuer andererseits haben verfahrensrechtlich und materiell-rechtlich grunds&auml;tzlich unabh&auml;ngig voneinander nach den jeweils geltenden Vorschriften zu erfolgen (vgl. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Juli 2016 II&nbsp;R&nbsp;57\/14, BFHE 254, 81, BStBl II 2016, 897).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Aus den gleichen Gr&uuml;nden ist die Revision nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO zuzulassen, da es sich bei dem Erfordernis einer Revisionsentscheidung zur Rechtsfortbildung um einen Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung handelt (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;August 2011 III&nbsp;B&nbsp;192\/10, BFH\/NV 2011, 2043).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Entscheidung ergeht im &Uuml;brigen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ohne Angabe weiterer Gr&uuml;nde, insbesondere ohne Darstellung des Tatbestands.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.2.2017, II B 38\/15ECLI:DE:BFH:2017:B.090217.IIB38.15.0 Grunderwerbsteuer bei Grundst&uuml;cksschenkung unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 5. M&auml;rz 2015&nbsp;&nbsp;4 K 410\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 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