{"id":67091,"date":"2017-04-27T10:03:12","date_gmt":"2017-04-27T08:03:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67091"},"modified":"2017-04-27T10:03:12","modified_gmt":"2017-04-27T08:03:12","slug":"vi-r-37-15-werbungskostenabzug-bei-benutzung-eines-privatflugzeugs-aenderungsbescheid-waehrend-des-revisionsverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-37-15-werbungskostenabzug-bei-benutzung-eines-privatflugzeugs-aenderungsbescheid-waehrend-des-revisionsverfahren\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;37\/15 &#8211; Werbungskostenabzug bei Benutzung eines Privatflugzeugs &#8211; &Auml;nderungsbescheid w&auml;hrend des Revisionsverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.1.2017, VI R 37\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.190117.VIR37.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Werbungskostenabzug bei Benutzung eines Privatflugzeugs &#8211; &Auml;nderungsbescheid w&auml;hrend des Revisionsverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Reisekosten sind insbesondere dann als Werbungskosten abziehbar, wenn der Reise ein unmittelbarer beruflicher Anlass (z.B. das Aufsuchen eines Gesch&auml;ftsfreundes) zugrunde liegt und die Verfolgung privater Reiseinteressen nicht den Schwerpunkt der Reise bildet (Best&auml;tigung der st&auml;ndigen Rechtsprechung).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Nutzt der Steuerpflichtige ein selbst gesteuertes Privatflugzeug f&uuml;r beruflich veranlasste Reisen, kann es sich bei den Flugkosten um Aufwendungen handeln, die die Lebensf&uuml;hrung i.S. der &sect;&sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 7, 9 Abs. 5 Satz 1 EStG ber&uuml;hren.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Ob ein unangemessener beruflicher Aufwand i.S. des &sect; 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 7 EStG i.V.m. &sect; 9 Abs. 5 Satz 1 EStG vorliegt, ist danach zu beurteilen, ob ein ordentlicher und gewissenhafter Steuerpflichtiger &#8211;ungeachtet seiner Freiheit, den Umfang seiner Erwerbsaufwendungen selbst bestimmen zu d&uuml;rfen&#8211; angesichts der erwarteten Vorteile und Kosten die Aufwendungen ebenfalls auf sich genommen haben w&uuml;rde (Anschluss an BFH-Urteil vom 29. April 2014 VIII R 20\/12, BFHE 245, 338, BStBl II 2014, 679).<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Ma&szlig;stab f&uuml;r die in erster Linie dem FG als Tatsacheninstanz obliegende Feststellung des angemessenen Teils der Werbungskosten ist die Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Arbeitnehmers in derselben Situation des Steuerpflichtigen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 14. Oktober 2014&nbsp;&nbsp;4 K 781\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die f&uuml;r das Streitjahr (2010) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. Der Kl&auml;ger war seit Beginn des Streitjahres Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der in A ans&auml;ssigen X-GmbH (Arbeitgeberin), an deren Kapital er nicht beteiligt war. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerdienstvertrag des Kl&auml;gers war auf drei Jahre befristet. Aus der T&auml;tigkeit als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer erzielte er Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger war Eigent&uuml;mer eines auf dem Flughafen B stationierten, einmotorigen Privatflugzeugs, das er aufgrund eines ihm erteilten Flugscheins selbst steuern durfte. Sein Privatflugzeug nutzte der Kl&auml;ger im Streitjahr f&uuml;r 111 Flugstunden. Davon entfielen 29,59 Flugstunden auf Fl&uuml;ge zur Wahrnehmung beruflich veranlasster Ausw&auml;rtstermine.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Flugkosten von ca. 17.000&nbsp;EUR hatte der Kl&auml;ger ermittelt, indem er die jeweilige Flugzeit mit den von ihm berechneten durchschnittlichen Vollkosten einer Flugstunde multiplizierte und zus&auml;tzlich die jeweiligen Landeentgelte in Ansatz brachte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger machte gegen&uuml;ber seiner Arbeitgeberin f&uuml;r seine Dienstreisen mit dem eigenen, selbst gesteuerten Flugzeug keine Reisekostenerstattung geltend. Seine &uuml;brigen Reisekosten, insbesondere f&uuml;r Dienstreisen mit Linienflugzeugen und mit dem Firmen-PKW, erstattete die Arbeitgeberin dem Kl&auml;ger steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte den Abzug der Aufwendungen f&uuml;r die vorgenannten Fl&uuml;ge mit dem Privatflugzeug als Werbungskosten auch im Einspruchsverfahren ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 542 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ebenfalls keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen,<br \/>das Urteil des Hessischen Finanzgerichts (FG) vom 14.&nbsp;Oktober 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;781\/12 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 vom 16.&nbsp;September 2016 dahin abzu&auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit weitere Werbungskosten in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat den Abzug der geltend gemachten Werbungskosten zu Unrecht dem Grunde nach versagt. Es sind allerdings noch Feststellungen zur H&ouml;he der abziehbaren Reisekosten erforderlich, die das FG bisher nicht getroffen hat. Die Sache ist deshalb an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das angefochtene Urteil ist bereits aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden aufzuheben, da sich w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der Verfahrensgegenstand, &uuml;ber dessen Rechtm&auml;&szlig;igkeit das FG zu entscheiden hatte, ge&auml;ndert hat (&sect;&nbsp;127 FGO). Das FG hat &uuml;ber den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010 vom 24.&nbsp;Januar 2012 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 12.&nbsp;M&auml;rz 2012 entschieden. An dessen Stelle ist w&auml;hrend des Revisionsverfahrens der &Auml;nderungsbescheid vom 16.&nbsp;September 2016 getreten, der nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO Gegenstand des Verfahrens geworden ist. Damit liegt dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde. Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos geworden und aufzuheben (s. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28.&nbsp;Mai 2015 IV&nbsp;R&nbsp;27\/12, BFHE 249, 544, BStBl II 2015, 837). Da sich durch die Bescheid&auml;nderung hinsichtlich des streitigen Punktes keine &Auml;nderungen ergeben und die Kl&auml;ger auch keinen weiter gehenden Antrag gestellt haben, bedarf es allein insoweit keiner Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;127 FGO. Das finanzgerichtliche Verfahren leidet nicht an einem Verfahrensmangel, so dass die vom FG getroffenen tats&auml;chlichen Feststellungen durch die Aufhebung des Urteils nicht weggefallen sind; sie bilden nach wie vor die Grundlage f&uuml;r die Entscheidung des Senats in der Sache (s. Senatsurteil vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2007 VI&nbsp;R&nbsp;29\/05, BFH\/NV 2007, 1076).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung sind Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit i.S. von &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) Aufwendungen, die durch den Beruf des Steuerpflichtigen veranlasst sind (z.B. Senatsurteile vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2001 VI&nbsp;R&nbsp;175\/99, BFHE 195, 225, BStBl II 2001, 585; vom 22.&nbsp;Oktober 2015 VI&nbsp;R&nbsp;22\/14, BFHE 251, 344, BStBl II 2016, 179, und Senatsbeschluss vom 2.&nbsp;Februar 2011 VI&nbsp;R&nbsp;15\/10, BFHE 232, 494, BStBl II 2011, 456; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, unter C.III.1.a). Eine solche Veranlassung liegt vor, wenn ein objektiver Zusammenhang mit dem Beruf besteht und wenn die Aufwendungen subjektiv zur F&ouml;rderung des Berufs get&auml;tigt werden (z.B. Senatsurteil vom 17.&nbsp;Dezember 2002 VI&nbsp;R&nbsp;137\/01, BFHE 201, 211, BStBl II 2003, 407, m.w.N.; BFH-Beschl&uuml;sse vom 30.&nbsp;Juni 2010 VI&nbsp;R&nbsp;45\/09, BFHE 230, 348, BStBl II 2011, 45, und in BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672, unter C.III.1.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mehraufwendungen f&uuml;r die Verpflegung des Steuerpflichtigen sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG grunds&auml;tzlich nicht als Werbungskosten abziehbar. Wird der Steuerpflichtige jedoch vor&uuml;bergehend von seiner Wohnung und dem Mittelpunkt seiner dauerhaft angelegten beruflichen T&auml;tigkeit entfernt beruflich t&auml;tig, so ist nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift f&uuml;r jeden Kalendertag, an dem der Steuerpflichtige wegen dieser vor&uuml;bergehenden T&auml;tigkeit von seiner Wohnung und seinem T&auml;tigkeitsmittelpunkt &uuml;ber eine bestimmte Dauer abwesend ist, ein nach dieser Dauer gestaffelter Pauschbetrag abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Reisekosten sind nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH jedenfalls dann als Werbungskosten abziehbar, wenn die Reise ausschlie&szlig;lich oder nahezu ausschlie&szlig;lich der beruflichen Sph&auml;re zuzuordnen ist. Das ist insbesondere der Fall, wenn der Reise ein unmittelbarer beruflicher Anlass (z.B. das Aufsuchen eines Gesch&auml;ftsfreundes) zugrunde liegt und die Verfolgung privater Reiseinteressen nicht den Schwerpunkt der Reise bildet (z.B. Senatsurteile vom 21.&nbsp;April 2010 VI&nbsp;R&nbsp;5\/07, BFHE 229, 219, BStBl II 2010, 687; vom 19.&nbsp;Dezember 2005 VI&nbsp;R&nbsp;63\/01, BFH\/NV 2006, 728, und vom 27.&nbsp;August 2002 VI&nbsp;R&nbsp;22\/01, BFHE 200, 250, BStBl II 2003, 369; Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Juli 2006 VI&nbsp;R&nbsp;94\/01, BFHE 214, 354, BStBl II 2007, 121; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Reisen des Kl&auml;gers, um deren Werbungskostenabzug die Beteiligten streiten, waren nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben beruflich veranlasst. Es handelte sich nach den nicht angegriffenen und den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG um berufliche Ausw&auml;rtstermine des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r den Werbungskostenabzug von beruflich veranlassten Reisekosten kommt es dem Grunde nach nicht darauf an, welches Verkehrsmittel der Steuerpflichtige w&auml;hlt. Dem Steuerpflichtigen steht die Wahl des Verkehrsmittels grunds&auml;tzlich frei. Es ist bei Reisekosten &#8211;wie auch sonst bei der Anerkennung von Aufwendungen als Werbungskosten&#8211; regelm&auml;&szlig;ig unerheblich, ob die geltend gemachten Aufwendungen objektiv gesehen zweckm&auml;&szlig;ig und notwendig waren, selbst wenn das Handeln des Steuerpflichtigen sich nachtr&auml;glich als unwirtschaftlich herausstellt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Dezember 1967 VI&nbsp;33\/65, BFHE 90, 493, BStBl II 1968, 150; vom 8.&nbsp;Oktober 1987 IV&nbsp;R&nbsp;5\/85, BFHE 150, 558, BStBl II 1987, 853, und vom 12.&nbsp;Januar 1990 VI&nbsp;R&nbsp;29\/86, BFHE 159, 341, BStBl II 1990, 423; Senatsbeschluss vom 10.&nbsp;Januar 2008 VI&nbsp;R&nbsp;17\/07, BFHE 219, 358, BStBl II 2008, 234, unter B.VI.1.c&nbsp;aa; Schmidt\/Loschelder, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;46; Kreft in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;9 EStG Rz&nbsp;201; Bl&uuml;mich\/Th&uuml;rmer, EStG, &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;122, 123; jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des FG steht es der Ber&uuml;cksichtigung der Reisekosten des Kl&auml;gers einschlie&szlig;lich der geltend gemachten Verpflegungsmehraufwendungen daher dem Grunde nach nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger die Dienstreisen mit seinem Privatflugzeug durchgef&uuml;hrt hat. Liegt einer Reise des Steuerpflichtigen ein unmittelbarer beruflicher Anlass zugrunde, kann aus der Wahl des Verkehrsmittels grunds&auml;tzlich keine private Veranlassung der Reisekosten abgeleitet werden (BFH-Urteile vom 27.&nbsp;Februar 1985 I&nbsp;R&nbsp;20\/82, BFHE 143, 440, BStBl II 1985, 458, und vom 4.&nbsp;August 1977 IV&nbsp;R&nbsp;157\/74, BFHE 123, 158, BStBl II 1978, 93). Insbesondere rechtfertigt die Wahl eines bestimmten Verkehrsmittels regelm&auml;&szlig;ig &#8211;und so auch im Streitfall&#8211; nicht die Annahme, dass die Verfolgung privater Reiseinteressen den Schwerpunkt der Reise bildet (a.A. Schleswig-Holsteinisches FG, Urteil vom 9.&nbsp;Mai 1996 V&nbsp;737\/95, Revision aus anderen Gr&uuml;nden zur&uuml;ckgewiesen durch Senatsbeschluss vom 11.&nbsp;Dezember 2001 VI&nbsp;R&nbsp;55\/96, nicht ver&ouml;ffentlicht). Vielmehr stehen private Motive dem Werbungskostenabzug nicht entgegen, wenn die objektiv festgestellten Tatsachen unter Ber&uuml;cksichtigung der daf&uuml;r von der Rechtsprechung aufgestellten Merkmale und Ma&szlig;st&auml;be die rechtliche W&uuml;rdigung tragen, dass die Aufwendungen nahezu ausschlie&szlig;lich beruflich veranlasst sind (Senatsbeschluss in BFHE 230, 348, BStBl II 2011, 45, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Vorentscheidung kann daher keinen Bestand haben. Die Sache ist allerdings nicht entscheidungsreif. Denn das FG hat &#8211;von seinem Standpunkt aus zu Recht&#8211; bisher nicht gepr&uuml;ft, ob der Werbungskostenabzug gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG auf einen angemessenen Betrag zu begrenzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Aufwendungen, &quot;die die Lebensf&uuml;hrung &#8230; ber&uuml;hren&quot;, d&uuml;rfen nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG den Gewinn nicht mindern, &quot;soweit sie nach allgemeiner Verkehrsauffassung als unangemessen anzusehen sind&quot;. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG f&uuml;r die Werbungskosten sinngem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufwendungen ber&uuml;hren die Lebensf&uuml;hrung eines Steuerpflichtigen dann, wenn er sie aus pers&ouml;nlichen Motiven t&auml;tigt, ohne dass deshalb die betriebliche Veranlassung zu verneinen w&auml;re (BFH-Urteile vom 29.&nbsp;April 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;20\/12, BFHE 245, 338, BStBl II 2014, 679; vom 20.&nbsp;August 1986 I&nbsp;R&nbsp;29\/85, BFHE 147, 525, BStBl II 1987, 108, und in BFHE 150, 558, BStBl II 1987, 853). Da &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG dem Ziel dient, unangemessenen Repr&auml;sentationsaufwand nicht eink&uuml;nftemindernd bei der Festsetzung der Einkommensteuer zu ber&uuml;cksichtigen, ist eine Ber&uuml;hrung mit der Lebensf&uuml;hrung des Steuerpflichtigen insbesondere f&uuml;r Aufwendungen im repr&auml;sentativen Bereich anzunehmen (BFH-Urteil in BFHE 147, 525, BStBl II 1987, 108; Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;869). Flugzeugkosten k&ouml;nnen nach der Rechtsprechung des BFH als die Lebensf&uuml;hrung des Steuerpflichtigen ber&uuml;hrende Aufwendungen zu behandeln sein (BFH-Urteile in BFHE 143, 440, BStBl II 1985, 458, und in BFHE 123, 158, BStBl II 1978, 93; ebenso R&nbsp;9.1 Abs.&nbsp;1 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 der Lohnsteuer-Richtlinien 2008).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob ein unangemessener betrieblicher oder beruflicher Aufwand i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG vorliegt, ist nach der Rechtsprechung des BFH danach zu beurteilen, ob ein ordentlicher und gewissenhafter Steuerpflichtiger &#8211;ungeachtet seiner Freiheit, den Umfang seiner Erwerbsaufwendungen selbst bestimmen zu d&uuml;rfen&#8211; angesichts der erwarteten Vorteile und Kosten die Aufwendungen ebenfalls auf sich genommen haben w&uuml;rde (BFH-Urteile in BFHE 245, 338, BStBl II 2014, 679, und in BFHE 143, 440, BStBl II 1985, 458). Danach sind bei der Angemessenheitspr&uuml;fung alle Umst&auml;nde des Einzelfalls zu ber&uuml;cksichtigen. Neben der H&ouml;he der Einnahmen und der Eink&uuml;nfte sind vor allem die Bedeutung des Repr&auml;sentationsaufwands f&uuml;r den Gesch&auml;ftserfolg nach der Art der ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit und seine &Uuml;blichkeit in vergleichbaren F&auml;llen als Beurteilungskriterien heranzuziehen. Es kann auch entscheidungserheblich sein, ob es einen objektiven Grund f&uuml;r den Mehraufwand gibt (BFH-Urteile in BFHE 245, 338, BStBl II 2014, 679, und in BFHE 147, 525, BStBl II 1987, 108). Schlie&szlig;lich ist zu beachten, wie weit die private Lebenssph&auml;re des Steuerpflichtigen ber&uuml;hrt wird (BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;Juni 2009 IV&nbsp;B&nbsp;53\/08, juris; im Anschluss an die BFH-Urteile in BFHE 150, 558, BStBl II 1987, 853; vom 13.&nbsp;November 1987 III&nbsp;R&nbsp;227\/83, BFH\/NV 1988, 356, und vom 23.&nbsp;November 1988 I&nbsp;R&nbsp;149\/84, BFH\/NV 1989, 362).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Im Streitfall ist nach den tats&auml;chlichen, den Senat bindenden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO) Feststellungen des FG davon auszugehen, dass die Aufwendungen f&uuml;r die mit dem Privatflugzeug durchgef&uuml;hrten Dienstreisen des Kl&auml;gers dessen Lebensf&uuml;hrung ber&uuml;hrten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat nach dem vom FG festgestellten Sachverhalt aus privaten Motiven, n&auml;mlich aus der Freude am Fliegen, das selbst gesteuerte Privatflugzeug f&uuml;r die Dienstreisen anderen Verkehrsmitteln vorgezogen. Dies kam nach Ansicht der Vorinstanz insbesondere dadurch zum Ausdruck, dass der Kl&auml;ger das Flugzeug ausschlie&szlig;lich selbst als Pilot gesteuert habe. Ohne die &#8211;die Lebensf&uuml;hrung ber&uuml;hrende&#8211; Begeisterung f&uuml;r das Fliegen sei es auch nicht erkl&auml;rlich, dass der Kl&auml;ger die ihm durch die Benutzung des eigenen Flugzeugs entstandenen Kosten f&uuml;r die Dienstreisen selbst getragen habe, w&auml;hrend ihm seine Arbeitgeberin die Kosten f&uuml;r die Dienstreisen bei Benutzung eines anderen Verkehrsmittels (z.B. Linienflug, Bahnfahrt) ersetzt h&auml;tte. Diese W&uuml;rdigung des FG ist im Streitfall nicht nur m&ouml;glich, sie ist sogar naheliegend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings hat das FG die zur Feststellung der Unangemessenheit der Aufwendungen erforderliche Gesamtw&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde des Einzelfalls bisher nicht vorgenommen. Der Senat kann diese W&uuml;rdigung im Streitfall auch nicht selbst vornehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar kommt einem Privatflugzeug ein hoher Repr&auml;sentationswert und bei Personen, die &#8211;wie der Kl&auml;ger&#8211; eine Begeisterung f&uuml;r das Fliegen besitzen, auch ein gro&szlig;es Affektionsinteresse zu. Die Beschaffung und Unterhaltung des Privatflugzeugs ber&uuml;hrte die Lebensf&uuml;hrung des Kl&auml;gers nach den Feststellungen des FG im Streitfall in erheblicher Weise. Der Kl&auml;ger nutzte das Flugzeug weit &uuml;berwiegend privat und nicht beruflich. Der Einsatz eines Privatflugzeugs f&uuml;r Dienstreisen ist bei einem angestellten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer in einem Betrieb wie dem der Arbeitgeberin des Kl&auml;gers auch nicht &uuml;blich. Den bisherigen Feststellungen des FG kann zudem nicht entnommen werden, dass die Benutzung des Privatflugzeugs f&uuml;r den Gesch&auml;ftserfolg des Kl&auml;gers als angestellter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer oder in Bezug auf die H&ouml;he seines Gesch&auml;ftsf&uuml;hrergehalts von Bedeutung war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat allerdings f&uuml;r die hier fraglichen Dienstreisen erstinstanzlich Aufstellungen (sogenannte Kosten-Nutzen-Analysen) vorgelegt, aus denen sich nach seiner Auffassung ergeben soll, &quot;dass ein ordentlicher und gewissenhafter Gesch&auml;ftsleiter genauso gehandelt h&auml;tte wie der Kl&auml;ger&quot;. Das FG hat diese Aufstellungen zwar in seinem Urteil ber&uuml;cksichtigt, sie aber nicht in Bezug auf die Angemessenheit des Werbungskostenabzugs im Einzelnen gepr&uuml;ft. Insbesondere hat sich das FG nicht hinreichend mit der Frage besch&auml;ftigt, inwieweit gewichtige berufliche Gr&uuml;nde f&uuml;r die Benutzung des Privatflugzeugs und die damit etwa verbundenen Mehraufwendungen des Kl&auml;gers urs&auml;chlich waren (dazu z.B. FG M&uuml;nchen, Urteil vom 22.&nbsp;M&auml;rz 1988 XII&nbsp;49\/83&nbsp;F, EFG 1988, 463). Das FG wird im zweiten Rechtsgang auch die vom Kl&auml;ger bei der Benutzung des Privatflugzeugs behauptete Zeitersparnis zu &uuml;berpr&uuml;fen und den Kl&auml;ger insoweit zur weiteren Sachaufkl&auml;rung heranzuziehen haben (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO). In Bezug auf die angebliche Zeitersparnis, die nach Auffassung des Kl&auml;gers aus der Benutzung des Privatflugzeugs resultieren soll, wird auch zu ber&uuml;cksichtigen sein, ob und wenn ja in welchem Umfang der Kl&auml;ger bei Benutzung von Linienfl&uuml;gen oder der Bahn gegebenenfalls die M&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tte, die Reisezeit f&uuml;r dienstliche Arbeiten oder zur Erholung zu nutzen, was ihm bei den Selbstfl&uuml;gen &#8211;worauf das FG bereits zutreffend hingewiesen hat&#8211; verwehrt war. Das FG wird ferner zu w&uuml;rdigen haben, ob der Kl&auml;ger zur sachgerechten Erf&uuml;llung seiner beruflichen Aufgaben als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer auf die Benutzung des Privatflugzeugs bei den Dienstreisen angewiesen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Abw&auml;gung der Vorteile und Kosten der Benutzung des Privatflugzeugs ist im Streitfall auf die Verh&auml;ltnisse des Kl&auml;gers als Steuerpflichtigen abzustellen. Denn es ist zu pr&uuml;fen, ob der Kl&auml;ger, der den Werbungskostenabzug begehrt, mit der Benutzung des Privatflugzeugs f&uuml;r seine Dienstreisen einen unangemessenen beruflichen Aufwand i.S. des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 EStG betrieben hat. Die von der Arbeitgeberin f&uuml;r die Arbeitsleistung des Kl&auml;gers zu zahlenden Personalkosten haben daher insoweit au&szlig;er Betracht zu bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Sollte das FG im zweiten Rechtsgang hiernach erneut zu der &Uuml;berzeugung gelangen, dass den fraglichen Reisen des Kl&auml;gers ein unmittelbarer beruflicher Anlass zugrunde lag, und es ferner feststellen, dass die vom Kl&auml;ger f&uuml;r die Dienstreisen mit seinem Privatflugzeug aufgewandten Werbungskosten unangemessen waren, wird es den angemessenen Teil der Werbungskosten zu ermitteln haben. Ma&szlig;stab f&uuml;r diese in erster Linie dem FG als Tatsacheninstanz obliegende Feststellung des angemessenen Teils der Werbungskosten ist die Sicht eines ordentlichen und gewissenhaften Unternehmers bzw. &#8211;im Streitfall&#8211; Arbeitnehmers in derselben Situation des Steuerpflichtigen (BFH-Urteil in BFHE 245, 338, BStBl II 2014, 679; HHR\/Stapperfend, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;1645). Dabei kann es sich anbieten, den angemessenen Teil der Reisekosten unter R&uuml;ckgriff auf durchschnittliche Reisekosten einschlie&szlig;lich Nebenkosten (z.B. Flug- oder Bahnkosten; Kosten f&uuml;r Anreise zum Flughafen oder Bahnhof; Taxen und Parkgeb&uuml;hren) zu sch&auml;tzen (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;162 der Abgabenordnung). Der Umstand, dass der Kl&auml;ger gegen&uuml;ber seiner Arbeitgeberin keine Reisekostenerstattung geltend gemacht hat, steht dem Abzug angemessener Reisekosten im &Uuml;brigen nicht entgegen (s. Senatsurteil vom 30.&nbsp;Mai 1967 VI&nbsp;R&nbsp;172\/66, BFHE 89, 187, BStBl III 1967, 570).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Das FG wird im zweiten Rechtsgang auch die vom Kl&auml;ger geltend gemachten Verpflegungsmehraufwendungen zu pr&uuml;fen und gegebenenfalls in gesetzlicher H&ouml;he zu ber&uuml;cksichtigen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.1.2017, VI R 37\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.190117.VIR37.15.0 Werbungskostenabzug bei Benutzung eines Privatflugzeugs &#8211; &Auml;nderungsbescheid w&auml;hrend des Revisionsverfahren Leits&auml;tze 1. Reisekosten sind insbesondere dann als Werbungskosten abziehbar, wenn der Reise ein unmittelbarer beruflicher Anlass (z.B. das Aufsuchen eines Gesch&auml;ftsfreundes) zugrunde liegt und die Verfolgung privater Reiseinteressen nicht den Schwerpunkt der Reise bildet (Best&auml;tigung der st&auml;ndigen Rechtsprechung). &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-37-15-werbungskostenabzug-bei-benutzung-eines-privatflugzeugs-aenderungsbescheid-waehrend-des-revisionsverfahren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;37\/15 &#8211; Werbungskostenabzug bei Benutzung eines Privatflugzeugs &#8211; &Auml;nderungsbescheid w&auml;hrend des Revisionsverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67091","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67091","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67091"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67091\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67091"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67091"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67091"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}