{"id":67095,"date":"2017-04-27T10:03:19","date_gmt":"2017-04-27T08:03:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67095"},"modified":"2017-04-27T10:03:19","modified_gmt":"2017-04-27T08:03:19","slug":"iv-r-5-16-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-1912017-iv-r-10-14-klagebefugnis-gegen-einen-negativen-feststellungsbescheid-zuordnung-von-wirtschaftsguetern-zum-umlaufvermoegen-bei-einer-gewerbl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-5-16-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-1912017-iv-r-10-14-klagebefugnis-gegen-einen-negativen-feststellungsbescheid-zuordnung-von-wirtschaftsguetern-zum-umlaufvermoegen-bei-einer-gewerbl\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;5\/16 &#8211; Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 19.1.2017 IV R 10\/14 &#8211; Klagebefugnis gegen einen negativen Feststellungsbescheid &#8211; Zuordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern zum Umlaufverm&ouml;gen bei einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft &#8211; Wesen der Fiktion in &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG &#8211; Wertpapiere verbriefen unk&ouml;rperliches Recht &#8211; Steuerumgehung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.1.2017, IV R 5\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.190117.IVR5.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 19.1.2017 IV R 10\/14 &#8211; Klagebefugnis gegen einen negativen Feststellungsbescheid &#8211; Zuordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern zum Umlaufverm&ouml;gen bei einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft &#8211; Wesen der Fiktion in &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG &#8211; Wertpapiere verbriefen unk&ouml;rperliches Recht &#8211; Steuerumgehung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 2. Dezember 2015&nbsp;&nbsp;3 K 304\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GbR, wurde mit Gesellschaftsvertrag (GesV) vom 14.&nbsp;Dezember 2009 gegr&uuml;ndet. Gesellschafter waren zun&auml;chst die GmbH&nbsp;I und die GmbH &#038; Co. KG. Mit Vereinbarung vom 1.&nbsp;September 2010 trat an die Stelle der ausscheidenden GmbH&nbsp;I die GmbH&nbsp;II in die GbR ein. Komplement&auml;rin der GmbH &#038; Co. KG ist die GmbH&nbsp;I bzw. die GmbH&nbsp;II. Kommanditist der GmbH &#038; Co. KG und alleiniger Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der jeweiligen GmbH ist F.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gesellschaftszweck der Kl&auml;gerin ist der Aufbau, die Verwaltung, die Nutzung und die laufende Umschichtung eines Wertpapier- und Gold-Portfolios (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GesV). Das Investment des Gesellschaftsverm&ouml;gens erfolgt ausschlie&szlig;lich in Wertpapieren sowie in Anlagegold (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 GesV). Die GmbH ist weder zur Leistung einer Einlage berechtigt noch verpflichtet; die GmbH &#038; Co. KG leistet eine Einlage von &#8230;&nbsp;EUR (&sect;&nbsp;7 GesV). Die Kl&auml;gerin hat eine Laufzeit bis zum 31.&nbsp;Dezember 2019 (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 GesV). Die Gesch&auml;fte der Kl&auml;gerin f&uuml;hrt ausschlie&szlig;lich die GmbH (&sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GesV). In &sect;&nbsp;4 GesV sind die Investmentgrunds&auml;tze dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unmittelbar nach ihrer Gr&uuml;ndung erwarb die Kl&auml;gerin mit der Einlage von &#8230;&nbsp;EUR &#8230;&nbsp;Goldbarren zum Preis von &#8230;&nbsp;EUR. Hierzu wurde mit der X-Bank ein &quot;Auftrag zum Kauf und zur Verwahrung von Goldbarren&quot; abgeschlossen. Die X-Bank nahm die Goldbarren in Z&uuml;rich in Sammelverwahrung. Nach &sect;&nbsp;2 dieses Kauf- und Verwahrungsvertrags (KuV-Vertrag) erwirbt der Auftraggeber (die Kl&auml;gerin) nach Kauf und Einlieferung der zu verwahrenden Goldbarren Miteigentum an den Goldbarren gleicher Art, G&uuml;te und Menge an dem verwahrten Goldbarrensammelbestand. Die Goldbarren wurden am 3.&nbsp;Februar 2010 zum Preis von &#8230;&nbsp;EUR ver&auml;u&szlig;ert. Zum Jahresende 2010 wurden in zwei Gesch&auml;ften erneut Goldbarren erworben, welche die Kl&auml;gerin im M&auml;rz und Mai 2011 ver&auml;u&szlig;erte, wobei sie aus der Ver&auml;u&szlig;erung einen Verlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR erlitt. Am 29.&nbsp;Juni 2011 erwarb die Kl&auml;gerin wiederum Goldbarren, die sie zwei Wochen sp&auml;ter mit einem Gewinn von &#8230;&nbsp;EUR ver&auml;u&szlig;erte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin ermittelte ihre Eink&uuml;nfte durch Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre ma&szlig;geblichen Fassung (EStG). Sie erkl&auml;rte f&uuml;r 2009 einen Verlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR, f&uuml;r 2010 einen Gewinn in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r 2011 einen Verlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Dem folgte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) nicht. Das FA erlie&szlig; mit Datum vom &#8230;&nbsp;Mai 2013 negative Feststellungsbescheide f&uuml;r die Jahre 2009 bis 2011. Es lehnte die Durchf&uuml;hrung von Feststellungsverfahren f&uuml;r diese Jahre ab, weil die Kl&auml;gerin nicht mit Gewinnerzielungsabsicht gehandelt habe. Die hiergegen eingelegten Einspr&uuml;che blieben erfolglos (Einspruchsentscheidung vom &#8230;&nbsp;August 2014).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage wandte sich die Kl&auml;gerin gegen die negativen Feststellungsbescheide f&uuml;r 2009 und 2011. Die Klage hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) verpflichtete das FA unter Aufhebung der negativen Feststellungsbescheide vom &#8230;&nbsp;Mai 2013 und der hierzu ergangenen Einspruchsentscheidung vom &#8230;&nbsp;August 2014, f&uuml;r 2009 laufende Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von .\/.&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR und f&uuml;r 2011 solche in H&ouml;he von .\/.&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR gesondert und einheitlich festzustellen. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, die Kl&auml;gerin habe mit Gewinnerzielungsabsicht gehandelt. Alleine das im Goldhandel liegende spekulative Element f&uuml;hre zu keinem anderen Ergebnis. Die Erzielung eines Total&uuml;berschusses sei keineswegs ausgeschlossen gewesen. Die Verluste der Kl&auml;gerin h&auml;tten auch nicht als verrechenbare Verluste nach &sect;&nbsp;15b EStG festgestellt werden m&uuml;ssen. Denn es habe keine &quot;modellhafte Gestaltung&quot; vorgelegen. Ebenso sei der sofortige Betriebsausgabenabzug nicht nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG ausgeschlossen, da diese Rechtsnorm weder in ihrer ersten Variante (&quot;nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens&quot;) noch in ihrer dritten Variante (&quot;Wertpapiere und vergleichbare nicht verbriefte Forderungen und Rechte &#8230; des Umlaufverm&ouml;gens&quot;) eingreife. Die erste Variante scheide aus, weil das erworbene Gold dem Umlaufverm&ouml;gen zuzuordnen sei. Dem stehe nicht entgegen, dass die Kl&auml;gerin &#8211;was zutreffend erscheine&#8211; verm&ouml;gensverwaltend und nur kraft Rechtsform nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG gewerblich t&auml;tig gewesen sei. Die dritte Variante greife nicht ein, weil die Kl&auml;gerin nicht nur Inhaberin eines schuldrechtlichen Lieferanspruchs auf Gold, sondern Miteigent&uuml;merin der im Depot der X-Bank sammelverwahrten Goldbarren geworden sei. Abgesehen davon habe der Gesetzgeber den Edelmetallhandel bewusst nicht in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG einbezogen. Schlie&szlig;lich sei die gew&auml;hlte Gestaltung nicht rechtsmissbr&auml;uchlich i.S. des &sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung (AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA, mit der es die Verletzung materiellen Rechts r&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Das FG hat es verfahrensfehlerhaft unterlassen, die Gesellschafter der Kl&auml;gerin, die GmbH&nbsp;II (f&uuml;r 2011) und die GmbH &#038; Co. KG (f&uuml;r 2009 und 2011) nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO (notwendig) beizuladen. Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt einen vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fenden Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 12.&nbsp;Mai 2016 IV&nbsp;R&nbsp;27\/13, Rz&nbsp;17, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 FGO sind Dritte (notwendig) beizuladen, wenn sie an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derart beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. Dies gilt nicht f&uuml;r Mitberechtigte, die nach &sect;&nbsp;48 FGO nicht klagebefugt sind. Klagen nicht alle von mehreren nach &sect;&nbsp;48 FGO Klagebefugten, m&uuml;ssen deshalb die &uuml;brigen Klagebefugten mit Ausnahme solcher, die unter keinem denkbaren Gesichtspunkt von dem Ausgang des Rechtsstreits betroffen sind, zum Verfahren beigeladen werden (z.B. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;November 2003 VIII&nbsp;R&nbsp;38\/01, BFH\/NV 2004, 1372, unter II.A.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zwar zu Recht die GmbH&nbsp;I nicht f&uuml;r das Streitjahr 2009 notwendig beigeladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Grundsatz sind ausgeschiedene Gesellschafter f&uuml;r Feststellungszeitr&auml;ume vor ihrem Ausscheiden (hier f&uuml;r 2009) nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 FGO klagebefugt und damit notwendig beizuladen (vgl. BFH-Beschluss vom 29.&nbsp;Oktober 2009 IV&nbsp;B&nbsp;5\/09, Rz&nbsp;2&nbsp;f.). Die eigene Klagebefugnis kn&uuml;pft allerdings daran an, dass der ausgeschiedene Gesellschafter durch den Verwaltungsakt in seinen Rechten verletzt ist (&sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO). Im Streitfall konnten aber die steuerrechtlichen Interessen der GmbH&nbsp;I weder von dem angegriffenen negativen Gewinnfeststellungsbescheid noch von der weiteren Frage, wie das laufende Gesamthandsergebnis zu ermitteln ist, betroffen sein. Die GmbH&nbsp;I war verm&ouml;gensm&auml;&szlig;ig an der Kl&auml;gerin nicht beteiligt (&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a, Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 GesV). Ihr standen lediglich eine feste Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungs- und Haftungsverg&uuml;tung (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 GesV) sowie ein Aufwendungsersatz (&sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 GesV) zu. Nach der eingereichten Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r 2009 erhielt die GmbH&nbsp;I aber keine derartigen Zahlungen. Es wurde allein ein laufender Gesamthandsverlust erkl&auml;rt, der auf die Anschaffungskosten der Goldbarren zur&uuml;ckzuf&uuml;hren war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat es aber vers&auml;umt, die GmbH&nbsp;II (f&uuml;r 2011) und die GmbH &#038; Co. KG (f&uuml;r 2009 und 2011) zum Verfahren nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO notwendig beizuladen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind bei einem negativen Feststellungsbescheid neben der Gesellschaft nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO auch die Gesellschafter selbst nach Nr.&nbsp;4 oder Nr.&nbsp;5 klagebefugt (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 2004, 1372, unter II.A.; vom 11.&nbsp;November 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;37\/11, Rz&nbsp;28; vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, Rz&nbsp;19). Ein negativer Feststellungsbescheid liegt auch dann vor, wenn das FA &#8211;wie hier&#8211; den Feststellungsbescheid tragend damit begr&uuml;ndet, auf Gesellschaftsebene habe keine Gewinnerzielungsabsicht vorgelegen (vgl. BFH-Urteil vom 11.&nbsp;November 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;37\/11, Rz&nbsp;41&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO er&ouml;ffnet dem BFH die M&ouml;glichkeit, eine notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nachzuholen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;R&nbsp;44\/13, Rz&nbsp;14, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat &uuml;bt dieses Ermessen dahingehend aus, die unterbliebene Beiladung nicht nachzuholen und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Dies ist im Streitfall zweckm&auml;&szlig;ig und ermessensgerecht. Die Gesellschafter der Kl&auml;gerin hatten bisher weder im Einspruchs- noch im Klageverfahren die M&ouml;glichkeit, sich zu den angegriffenen negativen Feststellungsbescheiden in tats&auml;chlicher und rechtlicher Hinsicht zu &auml;u&szlig;ern. Hinzu kommt, dass es dem Senat mangels nachvollziehbarer Feststellungen des FG nicht m&ouml;glich ist, den f&uuml;r das Streitjahr 2011 ausgesprochenen Verpflichtungsausspruch der H&ouml;he nach zu &uuml;berpr&uuml;fen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Zur Verfahrensbeschleunigung weist der Senat &#8211;ohne Bindungswirkung f&uuml;r den zweiten Rechtsgang&#8211; zu den zwischen den Beteiligten umstrittenen Fragen auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;gerin ist der sofortige Betriebsausgabenabzug f&uuml;r die Anschaffungskosten nicht nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;1 EStG verwehrt. Denn die angeschafften Goldbarren sind ihrem Umlauf-, nicht ihrem Anlageverm&ouml;gen zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;1 EStG sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten f&uuml;r nicht abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter des Anlageverm&ouml;gens erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses oder bei Entnahme im Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige, aber gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG kann &#8211;ebenso wie eine origin&auml;r gewerblich t&auml;tige Personengesellschaft&#8211; nicht nur Anlage-, sondern auch Umlaufverm&ouml;gen haben. Auch in diesem Fall bestimmt sich die Zuordnung von Anlage- und Umlaufverm&ouml;gen den allgemeinen Grunds&auml;tzen folgend nach der Zweckbestimmung des Wirtschaftsguts im (fiktiven) Betrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es muss daher nicht entschieden werden, ob die Kl&auml;gerin ohnehin schon origin&auml;r gewerblich t&auml;tig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Wesen der Fiktion in &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG besteht darin, beide Formen der Bet&auml;tigung &#8211;die origin&auml;r gewerbliche und die gewerblich gepr&auml;gte&#8211; f&uuml;r die Anwendung des EStG gleichzustellen (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;November 1994 VIII&nbsp;R&nbsp;63\/93, BFHE 177, 28, BStBl II 1996, 93, unter II.2.c). F&uuml;r den Umfang und die Ermittlung der Eink&uuml;nfte gelten uneingeschr&auml;nkt die f&uuml;r gewerblich t&auml;tige Personengesellschaften ma&szlig;geblichen Grunds&auml;tze (Schmidt\/Wacker, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15 Rz&nbsp;231). Das Gesellschaftsverm&ouml;gen, das bei einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft der verm&ouml;gensverwaltenden T&auml;tigkeit dient, ist Betriebsverm&ouml;gen (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 1992 I&nbsp;R&nbsp;61\/90, BFHE 167, 144, BStBl II 1992, 628, unter II.2.a). Dieses Betriebsverm&ouml;gen ist &#8211;unabh&auml;ngig davon, nach welcher Methode der Gewinn ermittelt wird (Betriebsverm&ouml;gensvergleich oder Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung)&#8211; dem Anlage- oder dem Umlaufverm&ouml;gen zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Zuordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern des Betriebsverm&ouml;gens zum Anlageverm&ouml;gen richtet sich mangels eigenst&auml;ndiger Regelung im Steuerrecht nach &sect;&nbsp;247 Abs.&nbsp;2 des Handelsgesetzbuchs (HGB).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach sind Anlageverm&ouml;gen diejenigen Gegenst&auml;nde, die dazu bestimmt sind, auf Dauer dem Betrieb zu dienen. Das sind die zum Gebrauch bestimmten Wirtschaftsg&uuml;ter (BFH-Urteil vom 30.&nbsp;M&auml;rz 1994 I&nbsp;R&nbsp;123\/93, BFHE 174, 554, BStBl II 1994, 810, unter II.1.b). Zum Umlaufverm&ouml;gen geh&ouml;ren demgegen&uuml;ber die zum Verbrauch oder sofortigen Verkauf bestimmten Wirtschaftsg&uuml;ter (st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH, z.B. Urteile vom 31.&nbsp;Mai 2001 IV&nbsp;R&nbsp;73\/00, BFHE 195, 551, BStBl II 2001, 673; vom 28.&nbsp;Mai 1998 X&nbsp;R&nbsp;80\/94, BFH\/NV 1999, 359, und vom 5.&nbsp;Februar 1987 IV&nbsp;R&nbsp;105\/84, BFHE 149, 255, BStBl II 1987, 448, jeweils m.w.N.). Die Zuordnung orientiert sich danach ma&szlig;geblich an der Zweckbestimmung des Wirtschaftsguts im Betrieb, die einerseits subjektiv vom Willen des Steuerpflichtigen abh&auml;ngt, sich andererseits aber an objektiven Merkmalen nachvollziehen lassen muss (wie z.B. der Art des Wirtschaftsguts, der Art und Dauer der Verwendung im Betrieb, der Art des Betriebs, ggf. auch der Art der Bilanzierung; vgl. z.B. BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Oktober 2001 IV&nbsp;R&nbsp;47,&nbsp;48\/00, BFHE 197, 109, BStBl II 2002, 289, unter II.2.b&nbsp;aa, m.w.N.). Mit dem Tatbestandsmerkmal des &quot;dauernden Dienens&quot; wird lediglich die betriebliche Funktion umschrieben (BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 359, unter III.3.c). Die Feststellung dieser betrieblichen Zweckbestimmung eines Wirtschaftsguts liegt im Wesentlichen auf tats&auml;chlichem Gebiet (vgl. BFH-Urteil vom 31.&nbsp;M&auml;rz 1977 V&nbsp;R&nbsp;44\/73, BFHE 122, 184, BStBl II 1977, 684, unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Entgegen der Rechtsauffassung des FA existiert nicht der Rechtsgrundsatz, dass eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG nur Anlageverm&ouml;gen und kein Umlaufverm&ouml;gen haben k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dieser ergibt sich insbesondere nicht aus dem vom FA zitierten BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Dezember 2006 IV&nbsp;R&nbsp;3\/05 (BFHE 216, 233, BStBl II 2007, 777). In dieser Entscheidung musste der BFH kl&auml;ren, ob der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Mitunternehmeranteils als laufender Gewinn gewerbesteuerpflichtig war. Hierf&uuml;r war die Frage ma&szlig;geblich, ob das von einer GmbH &#038; Co. KG errichtete und vermietete Einkaufszentrum zu ihrem Anlage- oder Umlaufverm&ouml;gen geh&ouml;rte. Der BFH hob das FG-Urteil auf, weil das FG nicht offenlassen durfte, ob die GmbH &#038; Co. KG origin&auml;r gewerbliche Eink&uuml;nfte als gewerbliche Grundst&uuml;cksh&auml;ndlerin erzielte, oder ob ihre T&auml;tigkeit nur nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG als Gewerbebetrieb galt. Im letztgenannten Fall &#8211;so der BFH&#8211; h&auml;tte das Grundst&uuml;ck nicht zum Umlaufverm&ouml;gen eines gewerblichen Grundst&uuml;cksh&auml;ndlers geh&ouml;ren k&ouml;nnen (BFH-Urteil in BFHE 216, 233, BStBl II 2007, 777, unter II.2.). Hieraus kann zwar f&uuml;r den entschiedenen Fall gefolgert werden, dass das Grundst&uuml;ck bei Eingreifen des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG Anlageverm&ouml;gen gewesen w&auml;re. Diese Aussage l&auml;sst sich aber nicht dahingehend verallgemeinern, dass eine &#8211;verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tige&#8211; gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft nur &uuml;ber Anlageverm&ouml;gen verf&uuml;gen k&ouml;nne. Im Gegenteil ging der BFH in seinem sp&auml;teren Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2012 IV&nbsp;R&nbsp;51\/09 (BFHE 240, 55, BStBl II 2013, 203) stillschweigend davon aus, dass die Wertpapiere einer &#8211;nach dem Tatbestand der Entscheidung offensichtlich&#8211; gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft ihrem Umlaufverm&ouml;gen zuzuordnen waren. Ebenso entschied er f&uuml;r eine gewerblich gepr&auml;gte, aber origin&auml;r landwirtschaftlich t&auml;tige Personengesellschaft, dass die Zuordnung von Anlage- und Umlaufverm&ouml;gen nicht von der Qualifikation der Eink&uuml;nfte, sondern von der Zweckbestimmung des Wirtschaftsguts im Betrieb abh&auml;ngig ist (BFH-Urteil vom 9.&nbsp;September 2010 IV&nbsp;R&nbsp;22\/07, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Auch mit der sog. Fruchtziehungsformel l&auml;sst sich die Existenz eines derartigen Rechtsgrundsatzes nicht begr&uuml;nden. Nach dieser Formel wird die Grenze der privaten Verm&ouml;gensverwaltung zum Gewerbebetrieb &uuml;berschritten, wenn nach dem Gesamtbild der Bet&auml;tigung und unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsauffassung die Ausnutzung substantieller Verm&ouml;genswerte durch Umschichtung gegen&uuml;ber der Nutzung der Verm&ouml;genswerte im Sinne einer Fruchtziehung aus zu erhaltenden Substanzwerten entscheidend in den Vordergrund tritt (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10.&nbsp;Dezember 2001 GrS&nbsp;1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.1., m.w.N.). Danach nutzt der gewerbliche H&auml;ndler die Verm&ouml;genssubstanz als solche, der private Verm&ouml;gensverwalter hingegen die Fr&uuml;chte aus der zu erhaltenden Substanz. Der privaten Verm&ouml;gensverwaltung scheint danach &#8211;das Bild einer Bilanz bem&uuml;hend&#8211; Anlage- und nicht Umlaufverm&ouml;gen zugrunde zu liegen. Die sog. Fruchtziehungsformel ist jedoch ein Instrument der Eink&uuml;nftequalifikation und keines f&uuml;r die Zuordnung der Wirtschaftsg&uuml;ter zum Anlage- oder Umlaufverm&ouml;gen. Vielmehr ist diese Zuordnung &#8211;wie ausgef&uuml;hrt&#8211; unabh&auml;ngig von der Eink&uuml;nftequalifikation anhand der konkreten Zweckbestimmung des Wirtschaftsguts im jeweiligen &#8211;ggf. fiktiven&#8211; Betrieb vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Danach w&auml;re die vom FG anhand der Umst&auml;nde des Einzelfalls vorgenommene Zuordnung der Goldbarren zum Umlaufverm&ouml;gen revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das FG hat ausgef&uuml;hrt, dass das von der Kl&auml;gerin erworbene Gold sowie die Wertpapiere nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 GesV zwingend vor Ablauf eines Jahres seit dem Erwerb zu ver&auml;u&szlig;ern seien. Es erfolge ein permanenter Umschlag der Wirtschaftsg&uuml;ter; sie seien nicht dazu bestimmt, dem Gesch&auml;ftsbetrieb der Kl&auml;gerin dauerhaft zu dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ebenso ist es der Kl&auml;gerin nicht nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG versagt, die Anschaffungskosten f&uuml;r das physische Gold sofort als Betriebsausgaben abzuziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach dieser Vorschrift sind die Anschaffungs- und Herstellungskosten f&uuml;r Wertpapiere und vergleichbare nicht verbriefte Forderungen und Rechte des Umlaufverm&ouml;gens erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses oder bei Entnahme im Zeitpunkt der Entnahme als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Physisches Gold ist kein den Wertpapieren vergleichbares nicht verbrieftes Recht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wertpapiere sind zum einen durch eine leichte Handelbarkeit (&Uuml;bertragbarkeit) gekennzeichnet (dazu ausf&uuml;hrlich Jennemann, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2013, 253, 259&nbsp;ff.), zum anderen dadurch, dass sie &#8211;auch wenn sie selbst ein k&ouml;rperliches Wirtschaftsgut darstellen&#8211; ein unk&ouml;rperliches Recht verbriefen (vgl. Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;178; Jennemann, FR 2013, 253, 254). Eine Anwendung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG scheidet daher von vornherein in solchen F&auml;llen aus, in denen Gegenstand der Anschaffung das Eigentum an konkreten physischen Goldbarren ist und der Erwerber dieses Sacheigentum an den bestimmten Goldbarren trotz deren Drittverwahrung bei einer Bank beibeh&auml;lt. Denn in diesen F&auml;llen wird kein unk&ouml;rperliches Recht erworben und &uuml;bertragen, sondern eine bewegliche Sache (k&ouml;rperlicher Gegenstand). Allein die leichte &#8211;durch Besitzkonstitut (&sect;&sect;&nbsp;929, 930 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;) oder Abtretung des Herausgabeanspruchs (&sect;&sect;&nbsp;929, 931 BGB; zur &Uuml;bertragung des Miteigentumsanteils nach den &sect;&sect;&nbsp;929&nbsp;ff. BGB vgl. Palandt\/Herrler, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 76.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1008 Rz&nbsp;5) und damit ohne k&ouml;rperliche &Uuml;bergabe m&ouml;gliche&#8211; &Uuml;bertragung des Eigentums an den Goldbarren rechtfertigt daher keine Anwendung dieser Vorschrift (gleicher Ansicht Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;178; Korn in Korn, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;550.1; so wohl auch Schmidt\/Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;4 Rz&nbsp;373; ebenso Heuermann, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2014, 169; M&uuml;ller, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2015, 1568; anderer Ansicht Dornheim, DStR 2012, 1581).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Aber selbst wenn die drittverwahrende Bank die M&ouml;glichkeit hat, einen in Sammelverwahrung befindlichen und mehreren Miteigent&uuml;mern geh&ouml;renden &#8211;regelm&auml;&szlig;ig nur nach Gattung (Gewicht und Feinheit) r&auml;umlich separierten&#8211; Goldbestand zu erweitern und zu erg&auml;nzen, greift &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG nicht ein (so wohl auch Schulte-Frohlinde, BB 2015, 287, 288; anderer Ansicht M&uuml;ller, BB 2015, 1568; Korn in Korn, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;550.1; Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;178). Der Kunde erwirbt dann zwar nur einen Miteigentumsanteil an einer dynamischen und damit unbestimmten Sachgesamtheit (vgl. M&uuml;ller, BB 2015, 1568, 1572). Gleichwohl ist &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG auch in diesem Fall nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das Miteigentum ist seinem Wesen nach dem Eigentum gleichartig (z.B. Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 10.&nbsp;Mai 2007 V&nbsp;ZB&nbsp;6\/07, BGHZ 172, 209, unter III.3.a). Der Bruchteil ist selbst Eigentum im Rechtssinne. Soweit keine abweichenden Regelungen eingreifen, gelten f&uuml;r den Bruchteil die Vorschriften &uuml;ber das Eigentum (M&uuml;nchKommBGB\/K. Schmidt, 7.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;1008 Rz&nbsp;1). Das Miteigentum f&uuml;hrt zu einer geteilten Eigentumszust&auml;ndigkeit an einer Sache, d.h. an einem k&ouml;rperlichen Gegenstand. Dieser Bezug zu einem k&ouml;rperlichen Gegenstand geht auch bei einem dynamischen Depotbestand im Ergebnis nicht verloren. Denn der Investor wird regelm&auml;&szlig;ig das Recht haben, sich entsprechend seinem Miteigentumsanteil physische Goldbarren gleicher Art und Menge ausliefern zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Besondere Bedeutung misst der Senat zudem der Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG bei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Formulierung, wonach sich &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG auch auf &quot;Wertpapiere und vergleichbare nicht verbriefte Forderungen und Rechte &#8230; des Umlaufverm&ouml;gens&quot; erstreckt, geht auf das Gesetz zur Eind&auml;mmung missbr&auml;uchlicher Steuergestaltungen (StEind&auml;mmG) vom 28.&nbsp;April 2006 (BGBl I 2006, 1095) zur&uuml;ck. Hiermit sollten namentlich Modelle zur Erzielung von Steuerstundungseffekten bek&auml;mpft werden (BTDrucks 16\/634, S.&nbsp;10, 13&nbsp;f.). Dieser &#8211;bei der Auslegung der Vorschrift zu ber&uuml;cksichtigende&#8211; Gesetzeszweck (Bl&uuml;mich\/Wied, &sect;&nbsp;4 EStG Rz&nbsp;178; Hechtner, Neue Wirtschaftsbriefe 2013, 196, 200; Stahl\/Mann, DStR 2015, 1425, 1426; anderer Ansicht Schulte-Frohlinde, BB 2012, 2791, 2793) rechtfertigt es aber nicht, den physischen Goldhandel unter diese Formulierung zu subsumieren. Im Gesetzgebungsverfahren ist nicht unbemerkt geblieben, dass sich &auml;hnliche Steuerstundungseffekte auch mit Edelmetallen und sonstigen Rohstoffen erzielen lassen. So wollte der Bundesrat auch Edelmetalle und sonstige Rohstoffe in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 EStG einbeziehen (BRDrucks 937\/1\/05, S.&nbsp;2&nbsp;ff.). Dies ist jedoch &#8211;aus verschiedenen Gr&uuml;nden&#8211; bewusst nicht geschehen. Insbesondere ist in der Gegen&auml;u&szlig;erung der Bundesregierung ausgef&uuml;hrt worden, dass bei &Uuml;berschreiten der Umsatzgrenzen des &sect;&nbsp;141 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO der Gewinn ohnehin durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich zu ermitteln sei (BTDrucks 16\/749, S.&nbsp;1). Danach ist es nicht m&ouml;glich, den An- und Verkauf von physischem Gold doch wieder dem Anwendungsbereich dieser Vorschrift zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Dieses Gesetzesverst&auml;ndnis wird im &Uuml;brigen durch die sp&auml;teren Aktivit&auml;ten des Gesetzgebers auf diesem Gebiet best&auml;tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundesrat hat im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zum Jahressteuergesetz 2008 vom 20.&nbsp;Dezember 2007 (BGBl I 2007, 3150) wiederholt versucht, den Edelmetallhandel in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 (und 5) EStG aufzunehmen (BRDrucks 544\/07 (Beschluss), S.&nbsp;12&nbsp;ff.). Dies ist jedoch nicht geschehen. Die Bundesregierung ist dem mit der Begr&uuml;ndung entgegengetreten, dieser &Auml;nderung bed&uuml;rfe es nicht, weil die auf Grund der genannten Gestaltungen entstehenden Verluste ein Steuerstundungsmodell darstellten und somit bereits nach &sect;&nbsp;15b EStG nicht sofort mit den &uuml;brigen Eink&uuml;nften &quot;verrechenbar&quot; seien (BTDrucks 16\/6739, S.&nbsp;31&nbsp;f.). Diese Aussage ist nur verst&auml;ndlich, wenn &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG i.d.F. des StEind&auml;mmG in F&auml;llen vorliegender Art nicht eingreift und infolge der als Betriebsausgaben sofort abziehbaren Anschaffungskosten Verluste entstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Tats&auml;chlich t&auml;tig geworden ist der Gesetzgeber betreffend Gestaltungen, in denen &#8211;wie hier&#8211; im Inland steuerpflichtige gewerbliche Eink&uuml;nfte vorliegen, erst durch das AIFM-Steuer-Anpassungsgesetz (AIFM-StAnpG) vom 18.&nbsp;Dezember 2013 (BGBl I 2013, 4318), indem er &sect;&nbsp;15b EStG den neuen Abs.&nbsp;3a angef&uuml;gt hat. Nach dieser Vorschrift liegt unabh&auml;ngig von den Voraussetzungen der Abs&auml;tze&nbsp;2 und 3 ein Steuerstundungsmodell i.S. des Absatzes&nbsp;1 insbesondere vor, wenn ein Verlust aus Gewerbebetrieb entsteht oder sich erh&ouml;ht, indem ein Steuerpflichtiger, der nicht auf Grund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet ist, B&uuml;cher zu f&uuml;hren und regelm&auml;&szlig;ig Abschl&uuml;sse zu machen, auf Grund des Erwerbs von Wirtschaftsg&uuml;tern des Umlaufverm&ouml;gens sofort abziehbare Betriebsausgaben t&auml;tigt, wenn deren &Uuml;bereignung ohne k&ouml;rperliche &Uuml;bergabe durch Besitzkonstitut nach &sect;&nbsp;930 BGB oder durch Abtretung des Herausgabeanspruchs nach &sect;&nbsp;931 BGB erfolgt. Diese Regelung richtet sich gegen Gestaltungen, bei denen Verluste durch die Anschaffung von &#8211;dem Umlaufverm&ouml;gen zuzuordnenden&#8211; Wirtschaftsg&uuml;tern (z.B. Gold oder Holz) entstehen, ohne dass eine k&ouml;rperliche &Uuml;bergabe der angeschafften Wirtschaftsg&uuml;ter erfolgt (BRDrucks 740\/13, S.&nbsp;78). Sie wurde notwendig, weil diverse Finanzgerichte nicht die Auffassung der Finanzverwaltung teilten, wonach &sect;&nbsp;15b EStG eingreife. &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;3a EStG ist erstmals auf Verluste anzuwenden, bei denen Wirtschaftsg&uuml;ter des Umlaufverm&ouml;gens nach dem 28.&nbsp;November 2013 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsverm&ouml;gen eingelegt werden (vgl. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33a Satz&nbsp;5 EStG i.d.F. des AIFM-StAnpG; jetzt &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;25 Satz&nbsp;5 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Betreffend Gestaltungen, in denen &#8211;anders als hier&#8211; aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) im Inland steuerfrei gestellte negative Progressionseink&uuml;nfte gegeben sind, hat der Gesetzgeber zum einen durch das Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz (AmtshilfeRLUmsG) vom 26.&nbsp;Juni 2013 (BGBl I 2013, 1809) die f&uuml;r die Ermittlung der Progressionseink&uuml;nfte zu ber&uuml;cksichtigende besondere Gewinnermittlungsvorschrift des &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG eingef&uuml;gt (erstmals anwendbar auf Wirtschaftsg&uuml;ter des Umlaufverm&ouml;gens, die nach dem 28.&nbsp;Februar 2013 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsverm&ouml;gen eingelegt worden sind; vgl. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;43a Satz&nbsp;11 EStG i.d.F. des AmtshilfeRLUmsG, jetzt &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33 Satz&nbsp;1 EStG), zum anderen durch das AIFM-StAnpG den &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 EStG um die ausdr&uuml;ckliche Formulierung erg&auml;nzt, dass auch &sect;&nbsp;15b EStG &quot;sinngem&auml;&szlig; anzuwenden&quot; ist (in allen offenen F&auml;llen anwendbar; vgl. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;43a Satz&nbsp;12 EStG i.d.F. des AIFM-StAnpG, jetzt &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;33 Satz&nbsp;2 EStG). Nach &sect;&nbsp;32b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 Buchst.&nbsp;c EStG i.d.F. des AmtshilfeRLUmsG sind f&uuml;r den Fall, dass die nach einem DBA steuerfreien Auslandseink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG zu ermitteln sind, die Anschaffungs- oder Herstellungskosten f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter des Umlaufverm&ouml;gens (erst) im Zeitpunkt des Zuflusses des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses oder bei Entnahme als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen. Der Gesetzgeber wollte hiermit eine Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit sicherstellen (BTDrucks 17\/12375, S.&nbsp;37). Diese Regelung w&auml;re insbesondere f&uuml;r den Edelmetallhandel nicht erforderlich gewesen, fiele jener bereits unter &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Danach w&auml;re &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 Variante&nbsp;3 EStG nicht anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei verkennt der Senat nicht, dass in F&auml;llen, in denen die Goldbarren &#8211;wie hier&#8211; im Ausland (Schweiz) verwahrt werden, sich der Eigentumserwerb anhand des ma&szlig;geblichen ausl&auml;ndischen Rechts beurteilt. Denn nach Art.&nbsp;43 Abs.&nbsp;1 des Einf&uuml;hrungsgesetzes zum B&uuml;rgerlichen Gesetzbuche (EGBGB) unterliegen Rechte an einer Sache dem Recht des Staates, in dem sich die Sache befindet (Belegenheitsstatut; lex rei sitae). Diesem Belegenheitsstatut unterfallen alle sachenrechtlichen Verf&uuml;gungen, auch die Begr&uuml;ndung oder &Uuml;bertragung des (Mit-)Eigentums an beweglichen Sachen (Staudinger\/Mansel (2015), Art.&nbsp;43 EGBGB Rz&nbsp;503, 506, 703, 784). Es bestehen jedoch keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Kl&auml;gerin nach schweizerischem Recht nicht das Miteigentum an konkreten physischen Goldbarren erworben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ein Gestaltungsmissbrauch i.S. des &sect;&nbsp;42 AO liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;42 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO kann durch Missbrauch von Gestaltungsm&ouml;glichkeiten des Rechts das Steuergesetz nicht umgangen werden. Nach &sect;&nbsp;42 Abs.&nbsp;2 AO liegt ein Missbrauch vor, wenn eine unangemessene rechtliche Gestaltung gew&auml;hlt wird, die beim Steuerpflichtigen oder einem Dritten im Vergleich zu einer angemessenen Gestaltung zu einem gesetzlich nicht vorgesehenen Steuervorteil f&uuml;hrt (Satz&nbsp;1). Dies gilt nicht, wenn der Steuerpflichtige f&uuml;r die gew&auml;hlte Gestaltung au&szlig;ersteuerliche Gr&uuml;nde nachweist, die nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse beachtlich sind (Satz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Es ist keine unangemessene Gestaltung gegeben, die zu einem gesetzlich nicht vorgesehenen Steuervorteil f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine solche liegt insbesondere nicht darin, dass &#8211;sollte die Kl&auml;gerin verm&ouml;gensverwaltend t&auml;tig gewesen sein&#8211; durch die Wahl einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft (&sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG) die Anwendung des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2, Abs.&nbsp;3 EStG vermieden (Abzug der Anschaffungskosten erst im Zeitpunkt des Zuflusses des Ver&auml;u&szlig;erungspreises) und unter Ausnutzung des &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG durch die Anschaffung von Umlaufverm&ouml;gen kurz vor Jahresende ein hoher Verlust generiert wurde. Denn dieser Gestaltung steht das Gesetz nicht entgegen. Grunds&auml;tzlich darf der Steuerpflichtige seine Verh&auml;ltnisse so gestalten, dass keine oder m&ouml;glichst geringe Steuern anfallen. Dabei kann er gesetzliche Wahlrechte frei aus&uuml;ben und Rechtsformen w&auml;hlen, die vom Gesetz vorgesehen sind. Dies gilt auch f&uuml;r eine gewerblich gepr&auml;gte Personengesellschaft i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG und eine doppelst&ouml;ckige Personengesellschaft (vgl. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG). Au&szlig;erdem ist es eine Folge des bei der Einnahmen-&Uuml;berschussrechnung im Grundsatz anwendbaren Zu- und Abflussprinzips (&sect;&nbsp;11 EStG), dass die Anschaffungskosten f&uuml;r Wirtschaftsg&uuml;ter des Umlaufverm&ouml;gens grunds&auml;tzlich im Zeitpunkt der Verausgabung der Mittel als Betriebsausgaben abziehbar sind. Dabei steht es dem Steuerpflichtigen frei, eine Anschaffung noch kurz vor Ablauf des Gewinnermittlungszeitraums vorzunehmen und den Kaufpreis zu begleichen (vgl. Schmieszek in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;42 Rz&nbsp;203). Abgesehen davon waren dem Gesetzgeber, wie die oben (B.II.2.b&nbsp;bb&nbsp;(2) und (3)) bereits dargestellte Gesetzgebungsgeschichte zeigt, die Gestaltungsm&ouml;glichkeiten mit dem An- und Verkauf von physischem Gold bekannt, ohne dass er bereits in den Streitjahren Handlungsbedarf gesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine unangemessene Gestaltung l&auml;ge auch dann nicht vor, wenn, wie das FA vorgetragen hat, die gleiche T&auml;tigkeit mit einer beteiligungsidentischen Schwesterpersonengesellschaft ausge&uuml;bt worden sein sollte, um ein &Uuml;berschreiten der Grenzen des &sect;&nbsp;141 Abs.&nbsp;1 AO zu vermeiden. Denn die origin&auml;r steuerrechtliche Buchf&uuml;hrungspflicht betrifft die Personengesellschaft. Sie ist der gewerbliche Unternehmer i.S. des &sect;&nbsp;141 AO (z.B. Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;141 AO Rz 4; M&auml;rtens in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;141 Rz&nbsp;13). Dies gilt auch dann, wenn beteiligungsidentische Schwesterpersonengesellschaften vorliegen. Es ist daher nicht m&ouml;glich, deren Betriebe zu einem &quot;einzelnen Betrieb&quot; i.S. des &sect;&nbsp;141 Abs.&nbsp;1 AO zusammenzufassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. &Uuml;ber das Vorliegen verrechenbarer Verluste i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG kann im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht entschieden werden. Denn es ist dem Gericht nach &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO verwehrt, &uuml;ber das Klagebegehren hinauszugehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gewinnfeststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO und der Verlustfeststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG sind &#8211;vergleichbar dem Gewinnfeststellungsbescheid und dem Feststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;15a Abs.&nbsp;4 EStG (z.B. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juni 2006 IV&nbsp;R&nbsp;31,&nbsp;32\/05, BFHE 214, 239, BStBl II 2007, 687, unter II.2.c&nbsp;aa)&#8211; zwei eigenst&auml;ndige Verwaltungsakte mit selbst&auml;ndigem Regelungsgehalt (Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;15b Rz&nbsp;59; vgl. FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 30.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;1185\/12, sowie Stahl\/ Mann, DStR 2013, 1822, zu den Feststellungsbescheiden nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO und &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG). Im finanzgerichtlichen Verfahren handelt es sich hierbei um zwei unterschiedliche Klagebegehren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Streitfall betrifft das erstinstanzliche Klagebegehren keinen Verlustfeststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG. Die angegriffenen negativen Feststellungsbescheide und die Einspruchsentscheidung enthalten keine Verlustfeststellung nach &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;4 EStG. In der Einspruchsentscheidung wird lediglich das Vorliegen eines Steuerstundungsmodells i.S. des &sect;&nbsp;15b Abs.&nbsp;2 EStG hilfsweise f&uuml;r den Fall angef&uuml;hrt, dass eine einkommensteuerrechtlich relevante T&auml;tigkeit vorliegen sollte. Dementsprechend begehrte die Kl&auml;gerin vor dem FG, das FA zu verpflichten, die beantragten Gewinnfeststellungsbescheide i.S. des &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO zu erlassen. Die Frage, ob ein Steuerstundungsmodell i.S. des &sect;&nbsp;15b EStG vorgelegen hat, war demnach nicht Gegenstand des Klageverfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.1.2017, IV R 5\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.190117.IVR5.16.0 Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 19.1.2017 IV R 10\/14 &#8211; Klagebefugnis gegen einen negativen Feststellungsbescheid &#8211; Zuordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern zum Umlaufverm&ouml;gen bei einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft &#8211; Wesen der Fiktion in &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG &#8211; Wertpapiere verbriefen unk&ouml;rperliches Recht &#8211; Steuerumgehung Tenor Auf die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-5-16-teilweise-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-1912017-iv-r-10-14-klagebefugnis-gegen-einen-negativen-feststellungsbescheid-zuordnung-von-wirtschaftsguetern-zum-umlaufvermoegen-bei-einer-gewerbl\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;5\/16 &#8211; Teilweise inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 19.1.2017 IV R 10\/14 &#8211; Klagebefugnis gegen einen negativen Feststellungsbescheid &#8211; Zuordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern zum Umlaufverm&ouml;gen bei einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft &#8211; Wesen der Fiktion in &sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG &#8211; Wertpapiere verbriefen unk&ouml;rperliches Recht &#8211; Steuerumgehung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67095","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67095","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67095"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67095\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67095"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67095"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67095"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}