{"id":67096,"date":"2017-04-27T10:03:33","date_gmt":"2017-04-27T08:03:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67096"},"modified":"2017-04-27T10:03:33","modified_gmt":"2017-04-27T08:03:33","slug":"ix-r-17-16-einkuenfteerzielungsabsicht-bei-langjaehrigem-leerstand-einer-wohnung-vergebliche-und-nicht-durchsetzbare-bemuehungen-zur-herstellung-der-betriebsbereitschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-17-16-einkuenfteerzielungsabsicht-bei-langjaehrigem-leerstand-einer-wohnung-vergebliche-und-nicht-durchsetzbare-bemuehungen-zur-herstellung-der-betriebsbereitschaft\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;17\/16 &#8211; Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht bei langj&auml;hrigem Leerstand einer Wohnung &#8211; vergebliche und nicht durchsetzbare Bem&uuml;hungen zur Herstellung der Betriebsbereitschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.1.2017, IX R 17\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.310117.IXR17.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht bei langj&auml;hrigem Leerstand einer Wohnung &#8211; vergebliche und nicht durchsetzbare Bem&uuml;hungen zur Herstellung der Betriebsbereitschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Kann ein Steuerpflichtiger eine in seinem Eigentum stehende Wohnung aus tats&auml;chlichen oder rechtlichen Gr&uuml;nden dauerhaft nicht in einen betriebsbereiten Zustand versetzen und zur Vermietung bereitstellen, ist es nicht zu beanstanden, wenn das FG nach einer Gesamtw&uuml;rdigung aller Tatsachen vom Fehlen der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht ausgeht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 6. April 2016&nbsp;&nbsp;3 K 44\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber das Vorliegen der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht hinsichtlich einer seit 1999 leerstehenden Wohnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind zusammen veranlagte Eheleute. Der Kl&auml;ger erwarb 1993 eine Eigentumswohnung (Wohnung Nr.&nbsp;9) in der Wohnungsanlage &quot;&#8230;&quot; in A. Der Kaufpreis betrug 184.668&nbsp;DM. Der Kaufpreis war an die Z-Bank als Treuh&auml;nder zu zahlen. Der Ver&auml;u&szlig;erer garantierte drei Jahre lang eine Kaltmiete in H&ouml;he von 8,50&nbsp;DM\/qm. Mit dem Erwerb wurde der Kl&auml;ger Mitglied der Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft &quot;&#8230;&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Wohnung hat eine Gr&ouml;&szlig;e von 84 qm und besteht aus zwei Schlafzimmern, einem Wohnzimmer, K&uuml;che, Bad, Flur und Balkon. Das gesamte Geb&auml;ude befand sich aufgrund eines Sanierungsstaus bereits seit 1993 in einem v&ouml;llig desolaten und maroden Zustand; in dem aus sechs Wohnungen bestehenden Geb&auml;ude war im Jahr 2011 nur eine Wohnung bewohnt. Die Wohnung des Kl&auml;gers stand seit 1999 durchg&auml;ngig leer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1999 hatte die Eigent&uuml;mergemeinschaft die Durchf&uuml;hrung von Instandsetzungsarbeiten beschlossen. Die dazu n&ouml;tige Sonderumlage wurde aber nicht von allen Eigent&uuml;mern gezahlt. Zudem kam es bei der beauftragten Hausverwaltung zu einem Untreuefall, in dessen Folge die Mittel der Sonderumlage abhanden kamen. Sanierungsma&szlig;nahmen konnten daher zun&auml;chst weder in 2000 noch in 2001 begonnen werden. Eine 2001 einberufene Eigent&uuml;merversammlung war nicht beschlussf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2005 war die Sanierung zu 50&nbsp;% durchgef&uuml;hrt. U.a. waren die Elektroheizungen ausgebaut, aber noch nicht durch die geplante Zentralheizung ersetzt worden. Aufgrund von ungekl&auml;rten Eigent&uuml;merverh&auml;ltnissen, der fehlenden Bereitschaft sowohl der Z-Bank als auch der &uuml;brigen Eigent&uuml;mer und aufgrund des Untreuefalls konnte die Sanierung nicht weitergef&uuml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hatte 1999 die Hausverwaltung mit der Vermietung der Wohnung beauftragt. Diese war aufgrund des Zustands der Wohneigentumsanlage aber vor Abschluss der Sanierungsarbeiten nicht vermietbar. Dies teilte die Hausverwaltung dem Kl&auml;ger im Jahr 2005 mit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 1.&nbsp;Dezember 2008 beauftragte der Kl&auml;ger einen Makler mit der Vermietung der Wohnung. Die Wohnung wurde im Dezember 2009 im Internetportal &quot;&#8230;&quot; beworben. Der Makler teilte im April 2012 mit, dass alle Bem&uuml;hungen, die Wohnung zu vermieten, aufgrund des Gesamtzustands der Anlage und der nicht abgeschlossenen Sanierung (u.a. einer fehlenden Heizungsanlage und fehlenden TV-Anschl&uuml;ssen) gescheitert seien. Im Jahr 2012 stellte sich heraus, dass eine weitere Sanierung zu diesem Zeitpunkt mangels Erreichbarkeit der &uuml;brigen Eigent&uuml;mer nicht m&ouml;glich war. Diese waren &uuml;berwiegend unbekannt verzogen oder nicht auffindbar. Eine im Juli 2014 durchgef&uuml;hrte Eigent&uuml;merversammlung war nicht beschlussf&auml;hig. Bei der nachfolgenden Eigent&uuml;merversammlung im August 2014 wurde im Protokoll festgestellt, dass das Objekt zur Zeit nicht vermietbar sei. Eine weitere Eigent&uuml;merversammlung im November 2014 beschloss Sanierungsma&szlig;nahmen, die aber wiederum nicht durchgef&uuml;hrt werden konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"6\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"6\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Kl&auml;ger erkl&auml;rte in den Streitjahren 2006 bis 2010 insgesamt negative Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 36.737&nbsp;EUR. Diese setzten sich wie folgt zusammen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2006<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2007<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2008<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2009<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2010<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Absetzungen f&uuml;r Abnutzung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.695&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.695&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.695&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.695&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.695&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Schuldzinsen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">5.356&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">5.050&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4.774&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4.405&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">4.261&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Sonstiges<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">117&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">245&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">117&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">3.937&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">0&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Summe&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">7.168&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">6.990&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">6.586&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">10.037&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">5.956&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte die Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse zun&auml;chst f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 2006 und 2007 sowie 2009 vorl&auml;ufig an. Im Einkommensteuerbescheid 2008 vom 27.&nbsp;November 2009 war der Werbungskosten&uuml;berschuss nicht enthalten; der Bescheid stand unter Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung. Mit ge&auml;ndertem Einkommensteuerbescheid 2008 vom 28.&nbsp;Januar 2010 wurde der streitige Werbungskosten&uuml;berschuss vom FA ber&uuml;cksichtigt; der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 13.&nbsp;April 2012 und am 16.&nbsp;April 2012 erlie&szlig; das FA ge&auml;nderte Bescheide f&uuml;r die Streitjahre 2006 bis 2009, in denen die Einkommensteuer ohne die Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse aus Vermietung und Verpachtung der Wohnung festgesetzt wurden. Am 16.&nbsp;April 2012 erging ein erstmaliger Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2010, in dem der geltend gemachte Werbungskosten&uuml;berschuss ebenfalls nicht ber&uuml;cksichtigt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen eingelegten Einspr&uuml;che blieben mit Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;Dezember 2013 ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) wies mit der in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1335 ver&ouml;ffentlichten Entscheidung die Klage ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision bringen die Kl&auml;ger vor: Der Kl&auml;ger habe im Streitzeitraum geplant, die Wohnung zu vermieten, so dass die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht vorgelegen habe. Das Objekt sei bis 1999 vermietet gewesen. Dies habe Indizwirkung. Die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht sei auch nicht aufgrund des langen Leerstands und der zeitlich un&uuml;berschaubar gewordenen Sanierungsbem&uuml;hungen entfallen. Denn die Sanierungsplanung und -durchf&uuml;hrung sei lediglich von au&szlig;ergew&ouml;hnlichen und unvorhergesehenen und nicht in seinem Verantwortungsbereich liegenden Umst&auml;nden verhindert worden. Dies gelte zum einen f&uuml;r die Veruntreuung der Sanierungsumlage durch die Hausverwaltung, zum anderen f&uuml;r den Umstand, dass zeitweise gar keine handlungsf&auml;hige Hausverwaltung existiert habe. Dies zeige sich auch daran, dass er sich den Sonderumlagen f&uuml;r die Sanierung nicht verweigert, sondern diese auch gezahlt habe. Er sei nicht unt&auml;tig gewesen, sondern habe stets die Vermietbarkeit herstellen wollen. Das FG habe verkannt, dass es Sache des Steuerpflichtigen sei, ob und inwieweit Sanierungsma&szlig;nahmen aus Zeit- oder Geldgr&uuml;nden langsamer oder schneller oder durch Fremd- oder Eigenleistungen durchgef&uuml;hrt werden. Das FG habe auch nicht ber&uuml;cksichtigt, dass er bereits 50.000&nbsp;DM in die Sanierung der Immobilie investiert habe, die veruntreut worden seien. Seine Bem&uuml;hungen, die Vermietbarkeit herzustellen, dauerten auch weiter an. Die Wohnung werde daher in naher Zukunft wieder vermietbar sein. Private Gr&uuml;nde st&uuml;nden einer Vermietung jedenfalls nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 22.&nbsp;November 2013 sind f&uuml;r 2009 und 2010 ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide ergangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG vom 6.&nbsp;April 2016&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;44\/14 und die Einspruchsentscheidung vom 17.&nbsp;Dezember 2013 aufzuheben und die Einkommensteuer unter Ab&auml;nderung der Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 2006 vom 13.&nbsp;April 2012, f&uuml;r 2007 und 2008 vom 16.&nbsp;April 2012, f&uuml;r 2009 und 2010 vom 22.&nbsp;November 2013 unter Ber&uuml;cksichtigung von negativen Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung des Kl&auml;gers in H&ouml;he von .\/. 7.168&nbsp;EUR f&uuml;r 2006, .\/.&nbsp;6.990&nbsp;EUR f&uuml;r 2007, .\/. 6.586&nbsp;EUR f&uuml;r 2008, .\/. 10.037&nbsp;EUR f&uuml;r 2009 und .\/. 5.956&nbsp;EUR f&uuml;r 2010 festzusetzen und die Hinzuziehung eines Bevollm&auml;chtigten f&uuml;r das Vorverfahren f&uuml;r notwendig zu erkl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Die Entscheidung des FG, wonach der Kl&auml;ger bez&uuml;glich der in Rede stehenden Wohnung in den Streitjahren nicht mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht gehandelt hat, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der in den Streitjahren geltenden Fassung sind Werbungskosten Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen; sie sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 EStG bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abzuziehen, wenn sie durch sie veranlasst sind. Fallen Aufwendungen mit der im Zusammenhang beabsichtigten Vermietung einer (leerstehenden) Wohnung an, bevor mit dem Aufwand zusammenh&auml;ngende Einnahmen erzielt werden, k&ouml;nnen sie als vorab entstandene Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden, wenn ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und der Einkunftsart besteht, in deren Rahmen der Abzug begehrt wird. Die Ber&uuml;cksichtigung von Aufwand als (vorab entstandene) Werbungskosten bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung setzt voraus, dass der Steuerpflichtige sich endg&uuml;ltig entschlossen hat, aus dem Objekt durch Vermieten Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu erzielen und diese Entscheidung nicht aufgegeben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach sind Aufwendungen f&uuml;r Wohnungen, die nach vorheriger (auf Dauer angelegter) Vermietung leer stehen, auch w&auml;hrend der Zeit des Leerstands als Werbungskosten abziehbar, solange der Steuerpflichtige den urspr&uuml;nglichen Entschluss zur Eink&uuml;nfteerzielung im Zusammenhang mit dem Leerstand der jeweiligen Wohnung nicht endg&uuml;ltig aufgegeben hat. Die Einzelfallumst&auml;nde, aus denen sich der endg&uuml;ltige Entschluss zu vermieten ergibt, sind in erster Linie ernsthafte und nachhaltige Vermietungsbem&uuml;hungen des Steuerpflichtigen. F&uuml;r die Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit der Vermietungsbem&uuml;hungen als Voraussetzungen einer (fort-)bestehenden Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht, deren Feststellung und W&uuml;rdigung im Wesentlichen dem FG als Tatsacheninstanz obliegt, tr&auml;gt der Steuerpflichtige die Feststellungslast. Das FG entscheidet nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung, ob im Einzelfall eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht vorliegt; es ist bei seiner tatrichterlichen W&uuml;rdigung nicht an starre Regeln f&uuml;r das Gewichten einzelner Umst&auml;nde gebunden. Der Senat verweist zur weiteren Begr&uuml;ndung und zur Vermeidung von Wiederholungen auf seine Urteile vom 11.&nbsp;Dezember 2012 IX&nbsp;R&nbsp;14\/12 (BFHE 239, 453, BStBl II 2013, 279) und vom 13.&nbsp;Januar 2015 IX&nbsp;R&nbsp;46\/13 (BFH\/NV 2015, 668).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Diese Ma&szlig;st&auml;be, die der Senat zur Beurteilung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht bei langj&auml;hrigem Leerstand von Wohnungen entwickelt hat, sind in F&auml;llen, in denen &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Betriebsbereitschaft des Objekts nach vorangegangener Vermietung in der Leerstandszeit wegf&auml;llt, entsprechend anzuwenden. Danach hat das FG die Ber&uuml;cksichtigung der Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse in den Streitjahren zu Recht versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat zutreffend eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers im Streitzeitraum f&uuml;r die streitige Wohnung Nr.&nbsp;9 in dem Objekt verneint. Denn nach den nicht mit zul&auml;ssigen und begr&uuml;ndeten Verfahrensr&uuml;gen angegriffenen und damit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG befand sich die Wohnung in den Streitjahren &#8211;unstreitig&#8211; nicht mehr in einem vermietbaren Zustand. Dies hat das FG aus zahlreichen Tatsachen, u.a. auch dem Zustand der Immobilie hergeleitet (vgl. zu einer W&uuml;rdigung bei fehlender Vermietbarkeit auch Urteil des Bundesfinanzhofs vom 9.&nbsp;Juli 2013 IX&nbsp;R&nbsp;48\/12, BFHE 241, 572, BStBl II 2013, 693, unter II.3.b). Der Kl&auml;ger hat selbst einger&auml;umt, eine Vermietung w&auml;re erst nach Abschluss der Sanierungsma&szlig;nahmen m&ouml;glich gewesen, deren Durchf&uuml;hrung in den Streitjahren jedoch nicht m&ouml;glich war. Dabei war f&uuml;r das FG auch ma&szlig;geblich, dass der Zustand der fehlenden Betriebsbereitschaft kein vor&uuml;bergehender war, sondern im Zeitpunkt des Schlusses der m&uuml;ndlichen Verhandlung seit mehr als 17&nbsp;Jahren und damit besonders lang andauerte und das Ende dieses Zustands auch nicht konkret abgesch&auml;tzt werden konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat dabei zutreffend in seine W&uuml;rdigung einbezogen, dass der Kl&auml;ger sich um eine Sanierung und damit Fertigstellung der Wohnung auch in den Streitjahren &#8211;durchaus intensiv und auch durch Beteiligung an den beschlossenen (Sonder-)Umlagen&#8211; bem&uuml;ht hat. Es hat aber ebenfalls darauf abgestellt, dass der Kl&auml;ger offenbar nicht in der Lage gewesen ist, eine Vermietung des Objekts zu erreichen. Denn zum Erreichen dieses Ziels war der Kl&auml;ger auf die anderen Miteigent&uuml;mer angewiesen, deren tats&auml;chliche und finanzielle Mitwirkung in den Streitjahren nicht vorlag. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Sanierungsma&szlig;nahmen sowohl in der Wohnung des Kl&auml;gers als auch im Bereich des Gemeinschaftseigentums die Zustimmung in den Eigent&uuml;merversammlungen und finanzielle Beteiligung der &uuml;brigen Wohnungseigent&uuml;mer der Anlage notwendig waren, deren Einholung in den Streitjahren mehrfach gescheitert und auch zuk&uuml;nftig (mehr als) unsicher und auch zeitlich nicht absehbar war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von diesen objektiven Umst&auml;nden ist der Schluss des FG, der Kl&auml;ger habe die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht f&uuml;r die streitige Wohnung bereits vor Beginn des Streitzeitraums aufgegeben und bis zum Ende des Streitzeitraums nicht wieder aufgenommen, nach dem eingeschr&auml;nkten Ma&szlig;stab revisionsrechtlicher Kontrolle (vgl. Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;118 Rz&nbsp;30) nicht zu beanstanden. Nach der vom FG in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise getroffenen Gesamtw&uuml;rdigung steht fest, dass es dem Kl&auml;ger sp&auml;testens seit 2005 nicht m&ouml;glich war, die Vermietbarkeit der Wohnung herzustellen. Denn nach den Feststellungen des FG hatte der Kl&auml;ger wegen der fehlenden Mitwirkung der &uuml;brigen Mitglieder der Eigent&uuml;mergemeinschaft nicht die Macht (d.h. die rechtliche und tats&auml;chliche M&ouml;glichkeit), die Betriebsbereitschaft des Objekts herzustellen und damit eine Vermietung der Immobilie zu erreichen. In diese Gesamtw&uuml;rdigung des FG f&uuml;gt sich ein, dass nach den Feststellungen des FG die &uuml;ber Hausverwaltungen und Makler vorgenommenen Vermietungsbem&uuml;hungen in den Streitjahren nicht ernsthaft und nachhaltig gemeint waren. Sie konnten aufgrund des Zustands der Anlage nach den Feststellungen des FG nur ins Leere laufen und dienten, was der Kl&auml;ger in seiner Revisionsbegr&uuml;ndung auch nicht &uuml;ber Verfahrensr&uuml;gen in Streit zieht, lediglich der Pr&uuml;fung, ob &uuml;berhaupt Mietinteressenten vorhanden sind. Das FG hat damit die fehlende M&ouml;glichkeit des Kl&auml;gers, aufgrund des Zustands der Immobilie und der ausbleibenden Mitwirkung der anderen Wohnungseigent&uuml;mer die Vermietbarkeit des Objekts herzustellen, und die nicht ernsthaft gemeinten Vermietungsbem&uuml;hungen zu seiner &Uuml;berzeugungsbildung herangezogen. Diese W&uuml;rdigung ist, wenngleich nicht zwingend, so doch m&ouml;glich und l&auml;sst weder einen Versto&szlig; gegen Denkgesetze noch allgemeine Erfahrungss&auml;tze erkennen; sie bindet gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO den Senat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.1.2017, IX R 17\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.310117.IXR17.16.0 Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht bei langj&auml;hrigem Leerstand einer Wohnung &#8211; vergebliche und nicht durchsetzbare Bem&uuml;hungen zur Herstellung der Betriebsbereitschaft Leits&auml;tze Kann ein Steuerpflichtiger eine in seinem Eigentum stehende Wohnung aus tats&auml;chlichen oder rechtlichen Gr&uuml;nden dauerhaft nicht in einen betriebsbereiten Zustand versetzen und zur Vermietung bereitstellen, ist es nicht zu beanstanden, wenn &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-17-16-einkuenfteerzielungsabsicht-bei-langjaehrigem-leerstand-einer-wohnung-vergebliche-und-nicht-durchsetzbare-bemuehungen-zur-herstellung-der-betriebsbereitschaft\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;17\/16 &#8211; Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht bei langj&auml;hrigem Leerstand einer Wohnung &#8211; vergebliche und nicht durchsetzbare Bem&uuml;hungen zur Herstellung der Betriebsbereitschaft<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67096","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67096","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67096"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67096\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67096"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67096"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67096"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}