{"id":67098,"date":"2017-04-27T10:03:23","date_gmt":"2017-04-27T08:03:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67098"},"modified":"2017-04-27T10:03:23","modified_gmt":"2017-04-27T08:03:23","slug":"vi-r-75-14-ermittlung-der-zumutbaren-belastung-nach-par-33-abs-3-estg-altersvorsorgeaufwendungen-als-sonderausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-75-14-ermittlung-der-zumutbaren-belastung-nach-par-33-abs-3-estg-altersvorsorgeaufwendungen-als-sonderausgaben\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;75\/14 &#8211; Ermittlung der zumutbaren Belastung nach &sect; 33 Abs. 3 EStG &#8211; Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.1.2017, VI R 75\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.190117.VIR75.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ermittlung der zumutbaren Belastung nach &sect; 33 Abs. 3 EStG &#8211; Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Abweichend von der bisherigen (durch die Rechtsprechung gebilligten) Verwaltungsauffassung, wonach sich die H&ouml;he der zumutbaren Belastung ausschlie&szlig;lich nach dem h&ouml;heren Prozentsatz richtet, sobald der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte eine der in &sect; 33 Abs. 3 Satz 1 EStG genannten Grenzen &uuml;berschreitet, ist die Regelung so zu verstehen, dass nur der Teil des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte, der den im Gesetz genannten Grenzbetrag &uuml;bersteigt, mit dem jeweils h&ouml;heren Prozentsatz belastet wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte als Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Berechnung der zumutbaren Belastung ist nicht um Beitr&auml;ge an eine berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtung zu k&uuml;rzen. Insbesondere ist die Ankn&uuml;pfung der Bemessungsgrundlage an den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg vom 24. November 2014&nbsp;&nbsp;10 K 798\/14 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Einkommensteuerbescheid 2006 des Beklagten vom 1. Februar 2008 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19. Februar 2014 wird dahingehend ge&auml;ndert, dass die zumutbare Belastung mit 1.409 EUR ber&uuml;cksichtigt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen und die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens haben der Kl&auml;ger zu 40 % und der Beklagte zu 60 % zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) ist verheiratet und wurde f&uuml;r das Streitjahr (2006) mit seiner Ehefrau zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Er erzielte u.a. Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit als rentenversicherungspflichtiger Arbeitnehmer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr leistete der Kl&auml;ger Beitr&auml;ge in H&ouml;he von 19.463&nbsp;EUR an eine berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtung. Der Betrag setzte sich zusammen aus dem Regelpflichtbeitrag sowie freiwilligen Beitr&auml;gen in H&ouml;he von je 12.285&nbsp;EUR abz&uuml;glich des Arbeitgeberzuschusses in H&ouml;he von 5.106&nbsp;EUR. In der Einkommensteuererkl&auml;rung der Eheleute machte der Kl&auml;ger die Aufwendungen als vorweggenommene Werbungskosten zu den zuk&uuml;nftigen Rentenzahlungen geltend. Au&szlig;erdem erkl&auml;rten die Eheleute 4.148&nbsp;EUR Krankheitskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Krankheitskosten im Einkommensteuerbescheid 2006 nach Abzug der zumutbaren Belastung noch mit 2.069&nbsp;EUR. Auf den zun&auml;chst aus anderen Gr&uuml;nden erhobenen Einspruch des Kl&auml;gers erging ein ge&auml;nderter Einkommensteuerbescheid, in dem das FA die Beitr&auml;ge an das Versorgungswerk im Rahmen der Sonderausgabenh&ouml;chstbetragsberechnung ber&uuml;cksichtigte. Im Laufe des fortdauernden Verfahrens erweiterte der Kl&auml;ger sein Einspruchsbegehren dahin, dass zus&auml;tzliche au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen von 1.104&nbsp;EUR zu ber&uuml;cksichtigen seien, da die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Berechnung der zumutbaren Belastung um die von ihm geleisteten Beitr&auml;ge an das Versorgungswerk zu k&uuml;rzen sei. Der Einspruch war in einem anderen Punkt erfolgreich. Im Hinblick auf die zus&auml;tzlich begehrten Krankheitskosten wies das FA den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage hatte aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 648 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen wendet sich der Kl&auml;ger mit seiner Revision. Er ist der Ansicht, die Berechnung der zumutbaren Belastung nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) versto&szlig;e im Zusammenwirken mit &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a und Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG gegen den Gleichheitssatz aus Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG), da die von angestellten Arbeitnehmern geleisteten Altersvorsorgebeitr&auml;ge nur als Sonderausgaben abgezogen, w&auml;hrend bei Beamten die &quot;fiktiven&quot; Beitr&auml;ge zur Altersvorsorge von vornherein nicht ber&uuml;cksichtigt w&uuml;rden. Hieraus erg&auml;be sich bei Beamten ein niedrigerer Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte und eine entsprechend geringere zumutbare Belastung, was letztlich zu h&ouml;heren abziehbaren au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen f&uuml;hre.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das Urteil des Finanzgerichts (FG) aufzuheben sowie den Einkommensteuerbescheid 2006 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19.&nbsp;Februar 2014 dahingehend zu &auml;ndern, dass zus&auml;tzlich ein Betrag in H&ouml;he von 1.102&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung ber&uuml;cksichtigt und die Einkommensteuer entsprechend niedriger festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) ist dem Verfahren beigetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt insoweit zur Aufhebung des FG-Urteils (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) sowie zur Stattgabe der Klage, als bei der Einkommensteuerfestsetzung 2006 die zumutbare Belastung mit 1.409&nbsp;EUR anzusetzen ist und damit zus&auml;tzliche Krankheitskosten in H&ouml;he von 664&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstands (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung), so wird nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 EStG auf Antrag die Einkommensteuer dadurch erm&auml;&szlig;igt, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung (Abs.&nbsp;3) &uuml;bersteigt, vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abgezogen wird. Die zumutbare Belastung wird dabei in drei Stufen (bis 15.340&nbsp;EUR, bis 51.130&nbsp;EUR und &uuml;ber 51.130&nbsp;EUR) nach einem bestimmten Prozentsatz des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte und abh&auml;ngig von Familienstand und Kinderzahl bemessen. Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte ist nach der Definition in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 EStG die Summe der Eink&uuml;nfte, vermindert um den Altersentlastungsbetrag, den Entlastungsbetrag f&uuml;r Alleinerziehende und den Abzug nach &sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwangsl&auml;ufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG). Ziel des &sect;&nbsp;33 EStG ist es, zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen. Dementsprechend geht der Bundesfinanzhof (BFH) in st&auml;ndiger Rechtsprechung davon aus, dass Krankheitskosten &#8211;ohne R&uuml;cksicht auf die Art und die Ursache der Erkrankung&#8211; dem Steuerpflichtigen aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig erwachsen. Bei den typischen und unmittelbaren Krankheitskosten wird die Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit letztlich unwiderleglich vermutet und die Zwangsl&auml;ufigkeit dieser Aufwendungen weder dem Grunde nach (stets aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden zwangsl&auml;ufig) noch der H&ouml;he nach (Angemessenheit und Notwendigkeit im Einzelfall) gepr&uuml;ft (zuletzt Senatsurteil vom 2.&nbsp;September 2015 VI&nbsp;R&nbsp;32\/13, BFHE 251, 196, BStBl II 2016, 151, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Aufwendungen sind weiter nur insoweit zu ber&uuml;cksichtigen, als sie die zumutbare Belastung (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG) &uuml;bersteigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Rechtsprechung geht davon aus, dass durch den Ansatz der &#8211;nach dem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte, dem Familienstand und der Kinderzahl&#8211; gestaffelten zumutbaren Belastung dem Steuerpflichtigen entsprechend seiner steuerlichen Leistungsf&auml;higkeit zugemutet werden soll, einen Teil der Belastung selbst zu tragen (BFH-Urteile vom 14.&nbsp;Dezember 1965 VI&nbsp;235\/65&nbsp;U, BFHE 85, 83, BStBl III 1966, 242; vom 15.&nbsp;November 1991 III&nbsp;R&nbsp;30\/88, BFHE 166, 159, BStBl II 1992, 179; vom 26.&nbsp;M&auml;rz 2009 VI&nbsp;R&nbsp;59\/08, BFHE 224, 453, BStBl II 2009, 808; in BFHE 251, 196, BStBl II 2016, 151; BFH-Beschl&uuml;sse vom 17.&nbsp;September 1999 III&nbsp;B&nbsp;38\/99, BFH\/NV 2000, 315; vom 8.&nbsp;Dezember 1999 III&nbsp;B&nbsp;72\/99, BFH\/NV 2000, 704). Die zumutbare Belastung betr&auml;gt in Abh&auml;ngigkeit vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte der Steuerpflichtigen und in Abh&auml;ngigkeit davon, ob bei den Steuerpflichtigen der Grundtarif oder das Splittingverfahren zur Anwendung kommt sowie ob mehr oder weniger als drei Kinder zu ber&uuml;cksichtigen sind, zwischen 1&nbsp;% und 7&nbsp;% des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte. Bei Steuerpflichtigen, die zur Einkommensteuer zusammen veranlagt werden, und bei Steuerpflichtigen, die Kinder zu versorgen haben, bestimmt das Gesetz geringere Prozents&auml;tze. Der Vorschrift liegt damit ersichtlich die Wertung zugrunde, dass Steuerpflichtige mit einem h&ouml;heren Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte wirtschaftlich leistungsf&auml;higer sind und es ihnen deshalb zugemutet werden kann, auch einen h&ouml;heren Anteil der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 EStG hieraus selbst zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Finanzverwaltung legt diese Bestimmung dahingehend aus, dass &#8211;sobald der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte eine der in &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG genannten Grenzen &uuml;berschreitet&#8211; sich die zumutbare Belastung insgesamt nach dem h&ouml;heren Prozentsatz richtet. Dieser Berechnung ist die Rechtsprechung des BFH, ohne sich damit ausdr&uuml;cklich auseinanderzusetzen, bisher stillschweigend gefolgt. Der BFH &auml;u&szlig;erte sich nur allgemein zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der zumutbaren Belastung durch &quot;den Ansatz einer &#8211;nach dem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte, dem Familienstand und der Kinderzahl&#8211; gestaffelten zumutbaren Belastung&quot;, ohne allerdings zu den Einzelheiten der Berechnung Stellung zu nehmen (z.B. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Dezember 2005 X&nbsp;R&nbsp;61\/01, BFHE 212, 195, BStBl II 2008, 16; in BFHE 166, 159, BStBl II 1992, 179; s.a. Senatsurteil in BFHE 224, 453, BStBl II 2009, 808).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) An dieser Ermittlung der zumutbaren Belastung h&auml;lt der erkennende Senat nicht mehr fest. &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG ist vielmehr so zu verstehen, dass nur der Teil des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte, der den jeweiligen im Gesetz genannten Grenzbetrag &uuml;bersteigt, mit dem jeweils h&ouml;heren Prozentsatz belastet wird (ebenso Bl&uuml;mich\/Heger, &sect;&nbsp;33 EStG Rz&nbsp;136).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Wortlaut des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG steht mit dieser Auslegung im Einklang. So hei&szlig;t es im Gesetz:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th valign=\"top\" colspan=\"5\" rowspan=\"1\" id=\"tbl333_00\" scope=\"col\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&quot;Die zumutbare Belastung betr&auml;gt<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bei einem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">bis 15.340&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&uuml;ber 15.340&nbsp;EUR bis 51.130&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&uuml;ber 51.130&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">1.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bei Steuerpflichtigen, die keine Kinder haben und bei denen die Einkommensteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) nach &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;1,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">5<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">6<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">7<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) nach &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;5 oder 6 (Splitting-Verfahren)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">4<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">5<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">6<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">zu berechnen ist;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2.&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bei Steuerpflichtigen mit<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) einem Kind oder zwei Kindern,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">3<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">4<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) drei oder mehr Kindern<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">1<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">1<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"3\" rowspan=\"1\" valign=\"top\" headers=\"tbl333_00\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">vom Hundert des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG stellt f&uuml;r die Anwendung eines bestimmten Prozentsatzes des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte also gerade nicht auf den &quot;gesamten Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte&quot; ab. Der Gesetzeswortlaut legt es vielmehr nahe, dass sich der gesetzlich festgelegte Prozentsatz nur auf den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte in der Spalte der Tabelle bezieht, in der sich auch die jeweilige Prozentzahl befindet. Bei w&ouml;rtlichem Verst&auml;ndnis des Gesetzes ist daher z.B. gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG &quot;bis 15.340&nbsp;EUR&quot; Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte eine zumutbare Belastung von 5&nbsp;% &quot;des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte&quot; und f&uuml;r den dar&uuml;ber hinausgehenden Betrag &quot;&uuml;ber 15.340&nbsp;EUR bis 51.130&nbsp;EUR&quot; eine zumutbare Belastung von 6&nbsp;% &quot;des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte&quot; anzusetzen. Der gesetzlich vorgesehenen Staffelung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte und der Zuweisung bestimmter Prozents&auml;tze &quot;des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte&quot; &#8211;nicht des &quot;gesamten&quot; Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte&#8211; zu den jeweiligen Betr&auml;gen sind daher zu entnehmen, dass die Prozents&auml;tze auf den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte anzuwenden sind, in dessen Spalte sie aufgef&uuml;hrt sind. So gilt der Prozentsatz von 6 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG nach dem insoweit eindeutigen Wortlaut des Gesetzes nur f&uuml;r den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte &quot;&uuml;ber 15.340&nbsp;EUR bis 51.130&nbsp;EUR&quot;. Eine gesetzliche Grundlage, diesen Prozentsatz auch auf den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte &quot;bis 15.340&nbsp;EUR&quot; anzuwenden, enth&auml;lt der Gesetzeswortlaut gerade nicht. Denn f&uuml;r einen Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte &quot;bis 15.340&nbsp;EUR&quot; enth&auml;lt &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG vielmehr einen abweichenden Prozentsatz von 5.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die vorgenannte Auslegung wird auch dem Zweck der Vorschrift gerecht. Der Ansatz einer zumutbaren Belastung ist zwar dem Grunde nach nicht zu beanstanden, soweit es sich nicht um Aufwendungen f&uuml;r Leistungen handelt, die Sozialhilfeempf&auml;ngern allgemein ohne weitere Gegenleistung gew&auml;hrt werden (vgl. Senatsurteil in BFHE 251, 196, BStBl II 2016, 151), und sofern dem Steuerpflichtigen nach Abzug ein verf&uuml;gbares Einkommen verbleibt, das &uuml;ber dem Existenzminimum liegt (BFH-Urteile in BFHE 212, 195, BStBl II 2008, 16; in BFHE 166, 159, BStBl II 1992, 179). Es begegnet auch keinen Bedenken, dass mit steigendem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte den Steuerpflichtigen zugemutet wird, einen h&ouml;heren Prozentsatz ihrer Eink&uuml;nfte f&uuml;r zwangsl&auml;ufige und au&szlig;ergew&ouml;hnliche Privataufwendungen einzusetzen. Dies muss jedoch schrittweise in folgerichtig gestalteten &Uuml;berg&auml;ngen geschehen (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 25.&nbsp;September 1992&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;5\/91, 2&nbsp;BvL&nbsp;8\/91, 2&nbsp;BvL&nbsp;14\/91, BVerfGE 87, 153, BStBl II 1993, 413). Die bisherige Auslegung der Vorschrift f&uuml;hrt indes in manchen F&auml;llen zu Grenzsteuers&auml;tzen, die mit dem Ziel einer Einkommensbesteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit nicht zu vereinbaren sind (vgl. die Beispiele bei Kosfeld, Finanz-Rundschau 2013, 359). Denjenigen Steuerpflichtigen, deren Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte die jeweiligen gesetzlichen Grenzen nur geringf&uuml;gig &uuml;berschreitet, werden nicht nur die zus&auml;tzlich erwirtschafteten Eink&uuml;nfte in voller H&ouml;he besteuert, ihnen bleibt &uuml;berdies nach Steuern ein geringeres Einkommen als Steuerpflichtigen mit Eink&uuml;nften knapp unterhalb des jeweiligen Grenzbetrags. Diese Folge wird vermieden, wenn bei der Berechnung der zumutbaren Belastung entsprechend dem Wortlaut der Vorschrift nur auf die den jeweiligen Grenzbetrag &uuml;bersteigenden Eink&uuml;nfte der h&ouml;here Prozentsatz angewandt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ein diesem Auslegungsergebnis entgegenstehender gesetzgeberischer Wille ist nicht erkennbar. Seit dem Gesetz zur &Auml;nderung und Vereinfachung des Einkommensteuergesetzes und anderer Gesetze vom 18.&nbsp;August 1980 &#8211;Steuer&auml;nderungsvereinfachungsgesetz&#8211; (BGBl I 1980, 1537) bestimmt sich die Bemessungsgrundlage nicht mehr nach dem um bestimmte Sonderausgaben (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1, 1a, 4 bis 7 EStG a.F.) und Spenden (&sect;&nbsp;10b EStG a.F.) verminderten, sondern nach dem ungek&uuml;rzten Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte. Die Beschr&auml;nkung der Bemessungsgrundlage auf den fortan ungek&uuml;rzten Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte ging einher mit einer Reduzierung der Prozents&auml;tze sowie einer Verringerung und Neugliederung der Einkommensgruppen. Die &Auml;nderung diente neben der Vereinfachung auch der Vermeidung unbilliger Ergebnisse, da es nun unerheblich war, ob Unterhaltsleistungen an den geschiedenen Ehegatten als Sonderausgaben nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG (sog. Realsplitting) oder als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung nach &sect;&nbsp;33a Abs.&nbsp;1 EStG steuerlich ber&uuml;cksichtigt wurden (zur Entstehungsgeschichte s. Kanzler in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;33 EStG Rz&nbsp;2 und 215; Arndt, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;A&nbsp;29&nbsp;ff.). Es gibt &#8211;soweit ersichtlich&#8211; keine &Auml;u&szlig;erungen im Gesetzgebungsverfahren, dass &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG in dem hier streitigen Punkt i.S. der bisherigen Verwaltungsauffassung zu verstehen sei (vgl. insbesondere BTDrucks 7\/1470, S.&nbsp;282; BTDrucks 7\/2180, S.&nbsp;20; BTDrucks 8\/3688, S.&nbsp;19). Auch ist &#8211;anders als beispielsweise bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer (vgl. &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;3 des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes)&#8211; kein H&auml;rteausgleich bei geringf&uuml;gigem &Uuml;bersteigen einer Wertgrenze vorgesehen, der den gesetzgeberischen Willen erkennen l&auml;sst, dass grunds&auml;tzlich ein einheitlicher Prozentsatz auf den gesamten Wert des steuerpflichtigen Erwerbs anzuwenden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der erkennende Senat weicht mit diesem Urteil nicht von einer anderen Entscheidung des BFH ab, was die &uuml;brigen mit Ertragsteuern befassten Senate auf Anfrage best&auml;tigt haben. Der vor dem erkennenden Senat f&uuml;r die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen zust&auml;ndige III.&nbsp;Senat des BFH hat zudem mitgeteilt, dass er der hier vertretenen Auffassung folge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist es zwischen den Beteiligten zu Recht nicht streitig, dass die streitbefangenen Zahlungen Krankheitskosten darstellen und daher grunds&auml;tzlich als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen abziehbar sind. Die Krankheitskosten sind allerdings nur insoweit als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen abziehbar, als sie den Betrag der nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG ermittelten zumutbaren Belastung &uuml;berschreiten. Denn &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG differenziert bei der Ermittlung der zumutbaren Belastung nicht zwischen Krankheitskosten und anderen Aufwendungen, die als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen abziehbar sind; der Wortlaut ist insoweit eindeutig. Die K&uuml;rzung der Krankheitskosten um die anzurechnende zumutbare Belastung dem Grunde nach stellt der Kl&auml;ger auch nicht in Frage (zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Ansatzes der zumutbaren Belastung vgl. Senatsurteil in BFHE 251, 196, BStBl II 2016, 151).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"5\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"5\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">FA und FG haben den Betrag der nach Abzug der zumutbaren Belastung noch ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higen Krankheitskosten &#8211;entsprechend dem bisherigen Verst&auml;ndnis&#8211; unter Ber&uuml;cksichtigung des sich bei &Uuml;berschreiten der letzten Staffel ergebenden Prozentsatzes ermittelt. Nach den Ausf&uuml;hrungen unter II.1.c ist die zumutbare Belastung bei einem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 51.835&nbsp;EUR im Streitfall jedoch wie folgt zu berechnen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bis 15.340&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">2&nbsp;%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">306,80&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bis 51.130&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">3&nbsp;%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.073,70&nbsp;EUR&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bis 51.835&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">4&nbsp;%&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\"><span style=\"text-decoration:underline\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;28,20&nbsp;EUR&nbsp;<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">zumutbare Belastung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1.408,70 EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Krankheitskosten in H&ouml;he von 4.148&nbsp;EUR und einer bisher ber&uuml;cksichtigten zumutbaren Belastung in H&ouml;he von 2.073&nbsp;EUR ergeben sich somit zus&auml;tzlich zu ber&uuml;cksichtigende au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen in H&ouml;he von 664&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine Minderung des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte um die von dem Kl&auml;ger geleisteten Altersvorsorgeaufwendungen kommt nach den gesetzlichen Regelungen nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG sind zwar den Sonderausgaben zugewiesen, ihrer Rechtsnatur nach sind sie aber in erster Linie vorweggenommene Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG (BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Dezember 2009 X&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348; vom 18.&nbsp;April 2012 X&nbsp;R&nbsp;62\/09, BFHE 237, 434, BStBl II 2012, 721). Diese Zuweisung ist jedoch verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (BVerfG-Beschluss vom 14.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;323\/10, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2016, 829, Rz&nbsp;55&nbsp;ff.). Geht man vom Charakter der Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG als vorweggenommene Werbungskosten aus, entspr&auml;che deren mindernde Ber&uuml;cksichtigung bei der Bemessung der zumutbaren Belastung dem Gesetzeszweck des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG. Denn das Gesetz geht, indem es als Ausgangspunkt f&uuml;r die Bemessung der zumutbaren Belastung den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 EStG w&auml;hlt, davon aus, dass es einem Steuerpflichtigen nur zugemutet werden kann, aus seinen Eink&uuml;nften, also dem Gewinn oder dem &Uuml;berschuss der Einnahmen &uuml;ber die Werbungskosten (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 und 2 EStG), einen eigenen Anteil an au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen zu tragen. Der Wortlaut des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 EStG steht indes einer einfachrechtlichen Auslegung dahingehend, dass die Altersvorsorgeaufwendungen den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte als gesetzlichen Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r die Ermittlung der zumutbaren Belastung mindern, entgegen. Denn aus diesem, insbesondere der ausdr&uuml;cklichen Bezugnahme auf &sect;&sect;&nbsp;8 bis 9a EStG, folgt, dass in den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte nur Aufwendungen eingehen, die das Einkommensteuerrecht als Werbungskosten i.S. der &sect;&sect;&nbsp;9&nbsp;f. EStG (oder als Betriebsausgaben) und nicht als Sonderausgaben qualifiziert, ohne dass es auf deren materielle Einordnung ank&auml;me.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers ist dar&uuml;ber hinaus eine von den geltenden Vorschriften des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 EStG abweichende Ermittlung der Bezugsgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r den Ansatz einer zumutbaren Belastung verfassungsrechtlich nicht geboten. Der erkennende Senat erachtet die Ankn&uuml;pfung der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen an den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte nicht f&uuml;r verfassungswidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte dient seit dem Einkommensteuerreformgesetz vom 5.&nbsp;August 1974 (BGBl I 1974, 1769) als Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Berechnung der zumutbaren Belastung (zur systematischen Einordnung s. Gutachten der Steuerreformkommission 1971, Schriftenreihe des BMF Heft&nbsp;17, S.&nbsp;162, Rz&nbsp;426). Seit dem Steuer&auml;nderungsvereinfachungsgesetz bestimmt sich die Bemessungsgrundlage &#8211;wie unter II.1.c&nbsp;cc ausgef&uuml;hrt&#8211; nicht mehr nach dem um bestimmte Sonderausgaben und Spenden verminderten, sondern aus Vereinfachungsgr&uuml;nden nach dem ungek&uuml;rzten Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte (BTDrucks 8\/3688, S.&nbsp;19). Bedenken hiergegen wurden weder von Seiten der Rechtsprechung (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Januar 2003 III&nbsp;B&nbsp;26\/02, BFH\/NV 2003, 616; FG Hamburg, Urteil vom 10.&nbsp;November 1998 III&nbsp;196\/97) noch von Seiten der Literatur (Stuhrmann, Deutsches Steuerrecht 1980, 487 (490); Kieschke\/H&ouml;llig\/V&ouml;lzke, Der Betrieb 1980, 1287 (1290); Uelner, Deutsche Steuer-Zeitung 1980, 341 (345); Buob, Die Steuerberatung 1981, 49) ge&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorsorgeaufwendungen &#8211;insbesondere Altersvorsorgeaufwendungen&#8211; hatten demgegen&uuml;ber noch nie Einfluss auf die zumutbare Belastung (anders der Vorschlag im Gutachten der Steuerreformkommission 1971, a.a.O., S.&nbsp;178&nbsp;f., Rz&nbsp;497&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das BVerfG hat ebenfalls die Einsch&auml;tzung des BFH geteilt, dass gegen den Ansatz einer zumutbaren Belastung, wie ihn &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG vorsieht, keine verfassungsrechtlichen Bedenken bestehen, soweit dem Steuerpflichtigen ein verf&uuml;gbares Einkommen verbleibt, das &uuml;ber dem Regelsatz f&uuml;r das Existenzminimum liegt (BVerfG-Beschluss vom 29.&nbsp;Oktober 1987&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;672\/87, HFR 1989, 152 ). Mit Beschl&uuml;ssen vom 14.&nbsp;M&auml;rz 1997&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;861\/92 (Die Information &uuml;ber Steuer und Wirtschaft 1997, 543) und vom 30.&nbsp;Mai 2005&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;923\/03, nicht ver&ouml;ffentlicht) hat das BVerfG erneut Verfassungsbeschwerden, die sich gegen den Ansatz einer zumutbaren Belastung nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG wandten, nicht zur Entscheidung angenommen (vgl. auch BFH-Beschluss in BFH\/NV 2000, 704). Der III.&nbsp;Senat des BFH vertrat ebenfalls die Auffassung, die Ankn&uuml;pfung des Gesetzes an den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte begegne bei dem dem Gesetzgeber einger&auml;umten Gestaltungsspielraum keinen verfassungsrechtlichen Bedenken (Beschluss in BFH\/NV 2003, 616).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch wenn die Literatur die Nichtber&uuml;cksichtigung der Sonderausgaben, insbesondere der Vorsorgeaufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2 und 3 EStG, bei der Ermittlung der zumutbaren Belastung teilweise durchaus kritisch sieht (insbesondere Mellinghoff in Kirchhof, EStG, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;49; St&ouml;cker in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;33 EStG Rz&nbsp;260; Arndt, a.a.O., &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;D2), f&uuml;hren die hiergegen ge&auml;u&szlig;erten Bedenken nach Ansicht des erkennenden Senats nicht zur Verfassungswidrigkeit des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte als Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r die Ermittlung der zumutbaren Belastung (s.a. Bl&uuml;mich\/Heger, &sect;&nbsp;33 EStG Rz&nbsp;134 und 136; HHR\/Kanzler, &sect;&nbsp;33 EStG Rz&nbsp;216; Nacke in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;201; Endert in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;43; Schmidt\/Loschelder, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;33 Rz&nbsp;28; C.P. Steger, Die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung im Steuerrecht, Baden-Baden 2008, S.&nbsp;191&nbsp;f. und 212). Die Einbeziehung u.a. der Vorsorgeaufwendungen in die Ermittlung der zumutbaren Belastung mag zwar insgesamt sach- und systemgerechter sein. Der Senat sieht die Entscheidung des Gesetzgebers, an den ungek&uuml;rzten Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte anzukn&uuml;pfen, jedoch als von dem diesem einger&auml;umten erheblichen Gestaltungsspielraum gedeckt an. Insoweit darf zudem nicht au&szlig;er Acht gelassen werden, dass der Gesetzgeber auch auf die Ber&uuml;cksichtigung die Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen steigernder Faktoren (wie insbesondere steuerfreie oder dem Progressionsvorbehalt unterliegende Eink&uuml;nfte) verzichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;33 EStG fungiert damit als gleichheitsgerechte und folgerichtige Erg&auml;nzung der allgemeinen Freibetr&auml;ge und Sonderausgaben, soweit diese typisierungsbedingt die verfassungsrechtlichen und einkommensteuerlichen Systemvorgaben zur Steuerfreistellung des Existenzminimums noch nicht vollst&auml;ndig umsetzen (vgl. Amann, Standortbestimmung der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen, Stuttgart 2014, S.&nbsp;107).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die von dem Kl&auml;ger insoweit ger&uuml;gte Ungleichbehandlung von rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmern und Beamten liegt tats&auml;chlich nicht vor, da der Ankn&uuml;pfungspunkt &#8211;wie vom FG zutreffend ausgef&uuml;hrt&#8211; mit dem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte f&uuml;r alle Steuerpflichtigen derselbe ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Ungleichbehandlung folgt insbesondere nicht aus dem BVerfG-Urteil vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/99 (BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618). Auch insoweit f&uuml;hrt die Vorinstanz richtig aus, dass die Entscheidung vor dem Hintergrund der komplexen Analyse der bis dato gegebenen unterschiedlichen Besteuerung von Versorgungsbez&uuml;gen der Ruhestandsbeamten einerseits und von Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung andererseits zu sehen ist. Die Ausf&uuml;hrungen des BVerfG zu den lediglich &quot;fiktiven&quot; Beitr&auml;gen der Beamten zu ihrer sp&auml;teren Altersversorgung bedeutet jedoch auch i.S. einer Folgerichtigkeit nicht, dass nunmehr die Altersvorsorgeaufwendungen des Kl&auml;gers aus Gleichbehandlungsgr&uuml;nden von seinem Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abzuziehen w&auml;ren. So liegt in dem &quot;niedrigeren&quot; Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte eines Beamten keine unvereinbare Privilegierung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Urteil in BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348 hat sich der X.&nbsp;Senat des BFH u.a. ausdr&uuml;cklich mit der auch vom Kl&auml;ger in diesem Verfahren vorgebrachten Argumentation auseinandergesetzt, die Behandlung als Sonderausgaben bewirke, dass die Altersvorsorgebeitr&auml;ge bei der Bemessungsgrundlage f&uuml;r die zumutbare Eigenbelastung bei den au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG unber&uuml;cksichtigt blieben. Der X.&nbsp;Senat des BFH hat dies jedoch im Gesamtzusammenhang als sachlich gerechtfertigt angesehen. Dem schlie&szlig;t sich der erkennende Senat an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das BVerfG hat die gegen diese Entscheidung erhobene Verfassungsbeschwerde mit Beschluss in HFR 2016, 829 nicht zur Entscheidung angenommen. Es hat im Nichtannahmebeschluss in HFR 2016, 829 ausgef&uuml;hrt, die Zuweisung zu den Sonderausgaben durch die Vorschrift des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG bewirke keine verfassungswidrige Ungleichbehandlung zwischen Arbeitnehmern und Beamten. Zwar w&uuml;rden dem rentenversicherten Arbeitnehmer die vom Arbeitgeber abgef&uuml;hrten Beitr&auml;ge zun&auml;chst als Lohnbestandteil zugerechnet, w&auml;hrend die Umschichtung von (wirtschaftlichen) Beitr&auml;gen der aktiven Beamten zu Versorgungsbez&uuml;gen der Pension&auml;re innerhalb des &ouml;ffentlichen Haushalts des Dienstherrn stattfinde, indem der Dienstherr entsprechend geringere Bez&uuml;ge auszahle. Aus verfassungsrechtlicher Sicht sei es jedoch unerheblich, ob die Leistungen zum Aufbau einer Versorgungs- oder Rentenanwartschaft den Eink&uuml;nften von vornherein nicht zugerechnet w&uuml;rden oder ob sie als Eink&uuml;nfte behandelt und als Sonderausgaben vom Einkommen abgezogen werden k&ouml;nnten. Das finanzielle Ergebnis sei in beiden F&auml;llen gleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>M&ouml;glicherweise entstehende mittelbare Nachteile f&uuml;r Arbeitnehmer bei der Abzugsf&auml;higkeit au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Belastungen durch Berechnung der zumutbaren Belastung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG auf der Basis des Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;3 EStG) und nicht des Einkommens (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;4 EStG) habe der BFH zu Recht nicht isoliert, sondern im Kontext mit anderen mittelbaren, teils vorteilhaften, teils nachteiligen Folgen der Qualifikation der Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben betrachtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die damit im Einklang mit der Verfassung stehende Entscheidung des Gesetzgebers, die Altersvorsorgeaufwendungen den Sonderausgaben zuzuweisen, bedingt damit zugleich deren Nichtber&uuml;cksichtigung bei der Ermittlung der zumutbaren Belastung (s.a. BFH-Urteil in BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348, Rz&nbsp;106; BVerfG-Beschluss vom 30.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;1066\/10, HFR 2016, 72, Rz&nbsp;41).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Da es f&uuml;r die verfassungsrechtliche W&uuml;rdigung am Ma&szlig;stab des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG ausschlie&szlig;lich auf die einkommensteuerliche Belastung ankommt, die die relevanten Normen (gegebenenfalls im Verbund mit anderen Normen des Einkommensteuerrechts) bei verschiedenen Steuerpflichtigen bewirken, und Be- und Entlastungswirkungen, die sich jenseits der einkommensteuerlichen Belastung erst aus dem Zusammenspiel mit den Normen des Besoldungs-, Versorgungs- und Sozialversicherungsrechts ergeben, au&szlig;erhalb der verfassungsrechtlich ma&szlig;geblichen Vergleichsperspektive liegen (BVerfG-Urteil in BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618, C.II.), geht schlie&szlig;lich auch die R&uuml;ge des Kl&auml;gers, die beamtenrechtlichen Beihilferegelungen f&uuml;hrten dazu, dass bei Beamten Krankheitskosten f&uuml;r Leistungen, die &uuml;ber dem sozialversicherungsrechtlichen Niveau l&auml;gen, steuerfrei ber&uuml;cksichtigt w&uuml;rden, von vornherein ins Leere &#8211; zumal das BVerfG die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Steuerfreiheit nach &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;11 EStG bereits ausdr&uuml;cklich best&auml;tigt hat (Beschluss vom 19.&nbsp;Februar 1991&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;1231\/85, BVerfGE 83, 395).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Berechnung der Steuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.1.2017, VI R 75\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.190117.VIR75.14.0 Ermittlung der zumutbaren Belastung nach &sect; 33 Abs. 3 EStG &#8211; Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben Leits&auml;tze 1. Abweichend von der bisherigen (durch die Rechtsprechung gebilligten) Verwaltungsauffassung, wonach sich die H&ouml;he der zumutbaren Belastung ausschlie&szlig;lich nach dem h&ouml;heren Prozentsatz richtet, sobald der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte eine der in &sect; 33 &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-75-14-ermittlung-der-zumutbaren-belastung-nach-par-33-abs-3-estg-altersvorsorgeaufwendungen-als-sonderausgaben\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;75\/14 &#8211; Ermittlung der zumutbaren Belastung nach &sect; 33 Abs. 3 EStG &#8211; Altersvorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67098","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67098"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67098\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}