{"id":67103,"date":"2017-04-27T10:03:25","date_gmt":"2017-04-27T08:03:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67103"},"modified":"2017-04-27T10:03:25","modified_gmt":"2017-04-27T08:03:25","slug":"vi-r-60-14-kein-abzug-von-aufwendungen-fuer-kfz-motorschaden-eines-behinderten-als-aussergewoehnliche-belastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-60-14-kein-abzug-von-aufwendungen-fuer-kfz-motorschaden-eines-behinderten-als-aussergewoehnliche-belastung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;60\/14 &#8211; Kein Abzug von Aufwendungen f&uuml;r Kfz-Motorschaden eines Behinderten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.1.2017, VI R 60\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.190117.VIR60.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Abzug von Aufwendungen f&uuml;r Kfz-Motorschaden eines Behinderten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 17. Juli 2014&nbsp;&nbsp;10 K 323\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind Ehegatten und wurden im Streitjahr (2012) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Der Kl&auml;ger ist behindert. Der Grad der Behinderung betrug zun&auml;chst 50 und erh&ouml;hte sich ab April 2012 auf 80. Zus&auml;tzlich enth&auml;lt der Schwerbehindertenausweis die Merkzeichen &quot;G&quot; und &quot;aG&quot; (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Gehbehinderung). Der Kl&auml;ger erzielte im Streitjahr Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr fuhr der Kl&auml;ger einen X &#8230;, den er auch f&uuml;r die insgesamt 144&nbsp;Fahrten zu der von seiner Wohnung f&uuml;nf Kilometer entfernt liegenden Arbeitsst&auml;tte nutzte. Am Freitag, den 27.&nbsp;April 2012, hatte das Fahrzeug bei einem Kilometerstand von 76&nbsp;453 w&auml;hrend einer privat veranlassten Fahrt einen Motorschaden. Der Schaden wurde 2012 f&uuml;r insgesamt 10.737,58&nbsp;EUR repariert. Die Herstellerfirma X erstattete dem Kl&auml;ger dabei im Kulanzwege insgesamt 4.125,22&nbsp;EUR der Reparaturaufwendungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die ihm verbliebenen Aufwendungen in H&ouml;he von 6.612,36&nbsp;EUR machten die Kl&auml;ger in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung zun&auml;chst als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte die Aufwendungen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Erhebung der Klage erlie&szlig; das FA aus anderen Gr&uuml;nden einen ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr. Streitig blieb jedoch, ob die Aufwendungen f&uuml;r den Motorschaden steuermindernd als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2015, 132 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragen sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 17.&nbsp;Juli 2014&nbsp;&nbsp;10&nbsp;K&nbsp;323\/13 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2012 vom 31.&nbsp;M&auml;rz 2014 dahingehend zu &auml;ndern, dass weitere Aufwendungen in H&ouml;he von 6.612,36&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung nicht f&uuml;r erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Aufwendungen f&uuml;r die Reparatur des Motorschadens keine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen i.S. des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 EStG sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;3&nbsp;EStG sind anzunehmen, wenn dem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen erwachsen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstands. Diese Aufwendungen sind, soweit sie die zumutbare Belastung &uuml;bersteigen, auf Antrag vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abzuziehen. Aufwendungen erwachsen dem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1&nbsp;EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung k&ouml;nnen au&szlig;ergew&ouml;hnlich gehbehinderte (Merkzeichen aG) Steuerpflichtige neben den Pauschbetr&auml;gen f&uuml;r Behinderte auch die Kfz-Aufwendungen f&uuml;r Privatfahrten in angemessenem Rahmen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung geltend machen. Angemessen i.S. des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sind Aufwendungen f&uuml;r Fahrten bis zu 15&nbsp;000&nbsp;km im Jahr und nur bis zur H&ouml;he der Kilometerpauschbetr&auml;ge, die in den Einkommensteuer-Richtlinien und Lohnsteuer-Richtlinien f&uuml;r den Abzug von Kfz-Kosten als Werbungskosten oder Betriebsausgaben festgelegt sind (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Oktober 1996 III&nbsp;R&nbsp;203\/94, BFHE 182, 44, BStBl II 1997, 384; vom 13.&nbsp;Dezember 2001 III&nbsp;R&nbsp;40\/99, BFHE 197, 462, BStBl II 2002, 224; vom 18.&nbsp;Dezember 2003 III&nbsp;R&nbsp;31\/03, BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453, und vom 21.&nbsp;Februar 2008 III&nbsp;R&nbsp;105\/06, BFH\/NV 2008, 1141; Senatsbeschluss vom 26.&nbsp;Oktober 2010 VI&nbsp;B&nbsp;52\/10, BFH\/NV 2011, 253, m.w.N.; vgl. auch H&nbsp;33.1 bis 33.4 des Einkommensteuer-Handbuchs 2012, Fahrtkosten behinderter Menschen). Damit sind s&auml;mtliche Mehraufwendungen eines Behinderten f&uuml;r Fahrten, die der allgemeinen Lebensf&uuml;hrung einschlie&szlig;lich Freizeit- und Erholungszwecken dienen, abgegolten (BFH-Urteil vom 24.&nbsp;August 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;59\/01, BFHE 207, 237, BStBl II 2010, 1048, und BFH-Beschluss vom 21.&nbsp;Mai 2004 III&nbsp;B&nbsp;171\/03, BFH\/NV 2004, 1404).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Etwaige Reparaturkosten f&uuml;r das Fahrzeug eines Behinderten sind demnach bereits mit diesem zus&auml;tzlichen Pauschbetrag im Rahmen der angemessenen Aufwendungen abgegolten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hiernach sind Reparaturkosten f&uuml;r das Fahrzeug eines Behinderten nicht zus&auml;tzlich neben den Kilometerpauschbetr&auml;gen abziehbar. Sie sind vielmehr in den Kilometerpauschbetr&auml;gen enthalten. Zwar hat die Rechtsprechung in &quot;krassen Ausnahmef&auml;llen&quot; (BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2001 III&nbsp;R&nbsp;6\/99, BFHE 197, 455, BStBl II 2002, 198) einen h&ouml;heren Abzug erwogen. Derartige au&szlig;ergew&ouml;hnliche Umst&auml;nde hat die Rechtsprechung in Betracht gezogen, wenn der Behinderte wegen der Art seiner Behinderung auf ein besonderes Fahrzeug angewiesen ist, f&uuml;r das &uuml;berdurchschnittlich hohe Aufwendungen erforderlich sind, oder er sein Kfz in au&szlig;ergew&ouml;hnlich geringem Umfang nutzt und deshalb pro gefahrenem Kilometer relativ hohe Aufwendungen zu tragen hat (BFH-Urteile in BFHE 182, 44, BStBl II 1997, 384; vom 14.&nbsp;Oktober 1997 III&nbsp;R&nbsp;95\/96, BFH\/NV 1998, 1072; in BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453; in BFHE 197, 462, BStBl II 2002, 224). In einer &auml;lteren Entscheidung hat der BFH auch Unfallkosten als i.S. von &sect;&nbsp;33 EStG ber&uuml;cksichtigungsf&auml;hig angesehen, wenn die Unfallfahrt an sich angemessen war (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;November 1991 III&nbsp;R&nbsp;30\/88, BFHE 166, 159, BStBl II 1992, 179; s.a. BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;April 2006 III&nbsp;B&nbsp;164\/05, BFH\/NV 2006, 1468). Reparaturkosten auch gr&ouml;&szlig;erer Art sind jedoch grunds&auml;tzlich nicht so au&szlig;ergew&ouml;hnlich, dass sie eine abweichende Sch&auml;tzung der angemessenen behinderungsbedingten Kfz-Kosten f&uuml;r private Fahrten erfordern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berdies haben sich, worauf bereits das BFH-Urteil in BFHE 205, 74, BStBl II 2004, 453 hingewiesen hat, die gesellschaftlichen Verh&auml;ltnisse seit Begr&uuml;ndung der Rechtsprechung zum Abzug von Kfz-Aufwendungen im Senatsurteil vom 17.&nbsp;Dezember 1965 VI&nbsp;297\/65&nbsp;U (BFHE 84, 574, BStBl III 1966, 208) gewandelt. W&auml;hrend im Jahr 1965 nur 9&nbsp;267&nbsp;000 PKW angemeldet waren, waren dies zum 1.&nbsp;Januar 2016&nbsp;&nbsp;45,1&nbsp;Mio. (Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt). Mittlerweile halten demnach die meisten Einkommensbezieher, auch die weniger verdienenden, ein privates Kfz und tragen die Aufwendungen daf&uuml;r aus versteuertem Einkommen. Da bei au&szlig;ergew&ouml;hnlich Gehbehinderten s&auml;mtliche Kfz-Kosten bis zu einer Fahrleistung von 15&nbsp;000&nbsp;km, soweit sie nicht Werbungskosten oder Betriebsausgaben darstellen, als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung anzuerkennen sind, werden bei diesem Personenkreis Fahrtaufwendungen steuermindernd ber&uuml;cksichtigt, die Nichtbehinderten ebenfalls entstehen, ohne sich aber steuerlich auszuwirken. Angesichts dessen ist &uuml;berdies nicht ersichtlich, dass im Streitfall die als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung ber&uuml;cksichtigten Kfz-Kosten den an sich nur anzuerkennenden behinderungsbedingten Mehraufwand des Kl&auml;gers nicht zutreffend erfassen. Ein krasser Ausnahmefall im Sinne der vorgenannten Rechtsprechung liegt bei Reparaturaufwendungen als Folge eines verschlei&szlig;bedingten Motorschadens nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat h&auml;lt die Verfahrensr&uuml;gen f&uuml;r nicht durchgreifend und sieht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 FGO von einer Begr&uuml;ndung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2&nbsp;FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 19.1.2017, VI R 60\/14ECLI:DE:BFH:2017:B.190117.VIR60.14.0 Kein Abzug von Aufwendungen f&uuml;r Kfz-Motorschaden eines Behinderten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung Tenor Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 17. Juli 2014&nbsp;&nbsp;10 K 323\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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