{"id":67154,"date":"2017-04-27T09:59:57","date_gmt":"2017-04-27T07:59:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67154"},"modified":"2017-04-27T09:59:57","modified_gmt":"2017-04-27T07:59:57","slug":"i-r-35-15-keine-teleologische-reduktion-des-par-5-abs-4b-satz-1-estg-abzinsung-von-rueckstellungen-fuer-nachsorgeverpflichtungen-herstellungskosten-nach-fertigstellung-eines-wirtschaftsguts-gegenstand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-35-15-keine-teleologische-reduktion-des-par-5-abs-4b-satz-1-estg-abzinsung-von-rueckstellungen-fuer-nachsorgeverpflichtungen-herstellungskosten-nach-fertigstellung-eines-wirtschaftsguts-gegenstand\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;35\/15 &#8211; Keine teleologische Reduktion des &sect; 5 Abs. 4b Satz 1 EStG &#8211;&nbsp;&nbsp;Abzinsung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachsorgeverpflichtungen &#8211; Herstellungskosten nach Fertigstellung eines Wirtschaftsguts &#8211; Gegenstand des Klagebegehrens &#8211; K&ouml;rperschaftsteuerbescheid als Grundlagenbescheid f&uuml;r die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 7 KStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.11.2016, I R 35\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.081116.IR35.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine teleologische Reduktion des &sect; 5 Abs. 4b Satz 1 EStG &#8211;&nbsp;&nbsp;Abzinsung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachsorgeverpflichtungen &#8211; Herstellungskosten nach Fertigstellung eines Wirtschaftsguts &#8211; Gegenstand des Klagebegehrens &#8211; K&ouml;rperschaftsteuerbescheid als Grundlagenbescheid f&uuml;r die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 7 KStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Das Passivierungsverbot des &sect; 5 Abs. 4b Satz 1 EStG erfasst auch in k&uuml;nftigen Wirtschaftsjahren als Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsgutes zu aktivierende Aufwendungen, die zu keinem Ertrag mehr f&uuml;hren k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Ob bezogen auf die Abzinsung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachsorgeverpflichtungen nach &sect; 6 Abs. 1 Nr. 3a Buchst. e Satz 2 EStG separate Abzinsungszeitr&auml;ume f&uuml;r die sog. Stilllegungs- und die Nachsorgephase zu bilden sind, ist anhand der vom FG festzustellenden Rechtsgrundlagen der jeweiligen Nachsorgeverpflichtung zu beurteilen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 25. Februar 2015&nbsp;&nbsp;9 K 147\/11 <noindex>K,G,F<\/noindex> aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wegen K&ouml;rperschaftsteuer 2003 sowie gesonderter Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 47 Abs. 1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes a.F. zum 31. Dezember 2000 und gesonderter Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 7 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Sache an das Finanzgericht M&uuml;nster zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des gesamten Verfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine GmbH, deren Unternehmensgegenstand in der Erf&uuml;llung von Aufgaben besteht, die die entsorgungspflichtigen K&ouml;rperschaften und der Abfallwirtschaftsverband des Kreises Z nach den Abfallgesetzen zu erbringen haben. Gesellschafter der Kl&auml;gerin sind der Kreis Z und 16 in diesem Kreis ans&auml;ssige Kommunen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin unterhielt u.a. drei Deponien: Die Deponie A wurde bis zum 31.&nbsp;Dezember 1985 zur Verf&uuml;llung von Abf&auml;llen genutzt. Zum Ende des Jahres 1985 wurde sie stillgelegt; seitdem werden von der Kl&auml;gerin in Bezug auf diese Deponie Nachsorgema&szlig;nahmen durchgef&uuml;hrt. Die Deponie B wurde bis zum 31.&nbsp;Dezember 1999 zur Ablagerung von Abf&auml;llen genutzt. Mit dem Aufbringen der endg&uuml;ltigen Oberfl&auml;chenabdichtung sollte nach den zu den Bilanzstichtagen 31.&nbsp;Dezember 2001 bis 31.&nbsp;Dezember 2005 bekannten Planungen bei dieser Deponie am 1.&nbsp;Januar 2009 begonnen werden. Auf der Deponie C sollten nach den urspr&uuml;nglichen, an den Bilanzstichtagen 31.&nbsp;Dezember 2001 und 31.&nbsp;Dezember 2002 bekannten Planungen der Kl&auml;gerin bis zum 30.&nbsp;Juni 2015 Ablagerungen vorgenommen und ab dem 1.&nbsp;Januar 2024 eine endg&uuml;ltige Oberfl&auml;chenabdichtung auf der Deponie aufgebracht werden. Aufgrund ver&auml;nderter, zu den Bilanzstichtagen 31.&nbsp;Dezember 2003 und 31.&nbsp;Dezember 2004 bekannter Planungen sollten letztmalig bis zum 30.&nbsp;Juni 2005 Ablagerungen auf der Deponie vorgenommen werden; die endg&uuml;ltige Oberfl&auml;chenabdichtung der Deponie sollte ab dem 1.&nbsp;Januar 2017 aufgebracht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r ihre Nachsorgeverpflichtungen hat die Kl&auml;gerin in ihren jeweiligen Handelsbilanzen auf Grundlage eingeholter Gutachten R&uuml;ckstellungen gebildet. Bei der Ermittlung der R&uuml;ckstellungsbetr&auml;ge f&uuml;r die Steuerbilanz hatte die Kl&auml;gerin f&uuml;r die Deponie C in der Weise eine Abzinsung des R&uuml;ckstellungsbetrages nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r die Streitjahre geltenden Fassung (EStG) vorgenommen, dass sie f&uuml;r die R&uuml;ckstellungen zu den Bilanzstichtagen 31.&nbsp;Dezember 2001 und 31.&nbsp;Dezember 2002 f&uuml;r die zur&uuml;ckgestellten Aufwendungen einen Abzinsungszeitraum vom Bilanzstichtag bis zum 1.&nbsp;Juli 2015 und f&uuml;r die R&uuml;ckstellungen zu den Bilanzstichtagen 31.&nbsp;Dezember 2003 bis 31.&nbsp;Dezember 2005 einen solchen vom Bilanzstichtag bis zum 1.&nbsp;Juli 2005 zugrunde legte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Betriebspr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer in Bezug auf die von der Kl&auml;gerin in Ansatz gebrachten R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachsorgeverpflichtungen zum einen die &#8211;inzwischen nicht mehr streitige&#8211; Auffassung, die zum 31.&nbsp;Dezember 2005 in der Handelsbilanz ausgewiesenen R&uuml;ckstellungsbetr&auml;ge seien wegen des Ansatzes von Deponiegasgutschriften, &uuml;berh&ouml;ht erfassten Gemeinkosten und nicht anzusetzenden R&uuml;ckbaukosten zu vermindern. Zum anderen vertrat er die Auffassung, auf der Grundlage des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 25.&nbsp;Juli 2005 (BStBl I 2005, 826, Rz&nbsp;22) sei f&uuml;r die Verpflichtung der Kl&auml;gerin zur Stilllegung und zur Nachsorge der Deponien jeweils ein separater Abzinsungszeitraum zu bilden, da es sich um unterschiedliche Verpflichtungen handele. Die zur&uuml;ckgestellten Aufwendungen seien zwei Phasen zuzuordnen: Die Phase&nbsp;I (Stilllegungsphase) umfasse den Zeitraum vom Ende des Verf&uuml;llzeitraums bis zur voraussichtlichen Abdichtung der Deponie, die Phase&nbsp;II (Nachsorgephase) beginne mit der endg&uuml;ltigen Abdichtung der Deponie und ende mit dem Ablauf des Nachsorgezeitraums. Entsprechend sei f&uuml;r die auf die Phase&nbsp;I entfallenden Aufwendungen eine Abzinsung f&uuml;r den Zeitraum zwischen dem jeweiligen Bilanzstichtag und dem Ende der Verf&uuml;llung und f&uuml;r die Phase&nbsp;II eine solche f&uuml;r den Zeitraum zwischen dem jeweiligen Bilanzstichtag und dem voraussichtlichen Beginn der Aufbringung der endg&uuml;ltigen Abdeckung vorzunehmen. Zudem sei nach dem BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 826, Rz&nbsp;18 f&uuml;r alle Bilanzstichtage nach dem 1.&nbsp;August 2002 maximal ein Nachsorgezeitraum von 30&nbsp;Jahren ab dem Ende der Verf&uuml;llung anzunehmen. Dementsprechend sei die Nachsorger&uuml;ckstellung f&uuml;r die Deponie A lediglich unter Ber&uuml;cksichtigung einer bis zum 31.&nbsp;Dezember 2015 zu ber&uuml;cksichtigenden Nachsorgephase zu berechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem in ge&auml;nderten K&ouml;rperschaftsteuerbescheiden f&uuml;r 2000 bis 2005 sowie einem ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der im Jahr 2000 geltenden Fassung (KStG a.F.) zum 31.&nbsp;Dezember 2000. Zudem ergingen ein ge&auml;nderter Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) und ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 2001, 2002, 2004 und 2005.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Einspruch der Kl&auml;gerin gab das FA teilweise statt: In Bezug auf den Ansatz der Nachsorger&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Deponie A entsprach es nach Vorlage einer Best&auml;tigung der Bezirksregierung X, wonach die Kl&auml;gerin voraussichtlich mindestens bis zum Jahre 2030 Aufwendungen f&uuml;r die Stilllegung und Nachsorge zu &uuml;bernehmen hatte, dem Begehren der Kl&auml;gerin, bei der Berechnung der R&uuml;ckstellungen nicht von einer Laufzeitbegrenzung auf 30&nbsp;Jahre auszugehen. In Bezug auf die Nachsorger&uuml;ckstellung f&uuml;r die Deponie C korrigierte das FA einen Rechenfehler bei der Ermittlung des abgezinsten Betrages zum 31.&nbsp;Dezember 2001 und legte bei der Ermittlung der Nachsorger&uuml;ckstellungen zum 31.&nbsp;Dezember 2001 bis 31.&nbsp;Dezember 2003 genauer ermittelte (interpolierte) Abzinsungsfaktoren zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ber&uuml;cksichtigte das FA bei der auf die zweite Abzinsungsphase entfallende Gewinnerh&ouml;hung f&uuml;r das Jahr 2001 gewinnmindernd eine R&uuml;cklage gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;16 Satz&nbsp;11 i.V.m. Satz&nbsp;8 EStG in der im Jahr 2001 geltenden Fassung (EStG 2001) in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;DM und gewinnerh&ouml;hend Aufl&ouml;sungsbetr&auml;ge in Bezug auf die vorgenannten R&uuml;cklagen in H&ouml;he von insgesamt &#8230;&nbsp;DM (2001) bzw. &#8230;&nbsp;EUR (2002 bis 2005).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt, nachdem zuvor zu einem nicht mehr streitrelevanten Punkt Einvernehmen erzielt worden war und das FG u.a. ge&auml;nderte K&ouml;rperschaftsteuerbescheide f&uuml;r 2001 bis 2005, einen ge&auml;nderten Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG und ge&auml;nderte Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 2004 und 2005 erlassen hatte. Die Kl&auml;gerin sei dem Grunde nach zur Bildung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r die ihr obliegenden Nachsorgeverpflichtungen berechtigt gewesen. F&uuml;r die Bewertung der R&uuml;ckstellungen zum 31.&nbsp;Dezember 2001 bis 31.&nbsp;Dezember 2005 sei von in der Zukunft voraussichtlich anfallenden Aufwendungen f&uuml;r die Erf&uuml;llung der Sachleistungsverpflichtung in H&ouml;he der in den Handelsbilanzen der Kl&auml;gerin ausgewiesenen Betr&auml;ge, vermindert um &#8230;&nbsp;EUR (Deponie A), &#8230;&nbsp;EUR (Deponie B) bzw. &#8230;&nbsp;EUR (Deponie C) auszugehen. Der vom FA auf der Grundlage von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;16 Satz&nbsp;11 i.V.m. Satz&nbsp;8 EStG 2001 f&uuml;r die zweite Abzinsungsphase gewinnmindernd erfasste Betrag und die Gewinnerh&ouml;hungen aus der Aufl&ouml;sung der R&uuml;cklage seien nicht mehr in Ansatz zu bringen, denn mangels einer zu ber&uuml;cksichtigenden zweiten Abzinsungsphase fehle es schon an einem r&uuml;ckstellbaren Gewinn i.S. von &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;16 Satz&nbsp;11 i.V.m. Satz&nbsp;8 EStG 2001 aus einer weiteren Abzinsung. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1283 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dagegen wendet sich das FA mit seiner Revision, mit der es die Verletzung materiellen Rechts geltend macht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, unter Aufhebung des Urteils des FG M&uuml;nster vom 25.&nbsp;Februar 2015&nbsp;&nbsp;9&nbsp;K&nbsp;147\/11&nbsp;K,G,F die Klage als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt teilweise zur Abweisung der Klage und im &Uuml;brigen zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Revision wegen K&ouml;rperschaftsteuer 2003 sowie gesonderter Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 KStG a.F. zum 31.&nbsp;Dezember 2000 und gesonderter Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG ist schon deshalb begr&uuml;ndet, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage insoweit abzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), weil die Kl&auml;gerin durch die genannten Bescheide nicht beschwert ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit sich die Kl&auml;gerin gegen die K&ouml;rperschaftsteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr 2003 (zuletzt durch ge&auml;nderten K&ouml;rperschaftsteuerbescheid vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2014) in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR wendet, ergibt sich dies daraus, dass der festgesetzte Steuerbetrag ausschlie&szlig;lich auf dem Nachsteuertatbestand des &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG beruht, wonach in F&auml;llen des Bezugs von gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8b Abs.&nbsp;1 KStG steuerfreien Leistungen i.S. von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Nr.&nbsp;2 EStG die K&ouml;rperschaftsteuer der empfangenden K&ouml;rperschaft (hier: der Kl&auml;gerin) um den Betrag der &#8211;fr&uuml;heren und im Streitjahr 2003 noch geltenden&#8211; aussch&uuml;ttungsbedingten K&ouml;rperschaftsteuerminderung bei der leistenden K&ouml;rperschaftsteuer zu erh&ouml;hen ist. Da diese (Nach-)Steuerbelastung nach Wortlaut und Zweck der Regelung (dazu Senatsurteil vom 25.&nbsp;November 2014 I&nbsp;R&nbsp;78\/12, BFH\/NV 2015, 523) auch dann eingreift, wenn das Einkommen der empfangenden K&ouml;rperschaft negativ ist (z.B. Lange in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;37 Rz&nbsp;49; Thurmayr in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;37 KStG Rz&nbsp;70; jeweils m.w.N.), ist die Steuerfestsetzung lediglich vom Erhalt der in &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 KStG genannten Aussch&uuml;ttungen abh&auml;ngig (Senatsurteil vom 28.&nbsp;November 2007 I&nbsp;R&nbsp;42\/07, BFHE 219, 321, BStBl II 2008, 390) und damit auch nicht an die im anh&auml;ngigen Rechtsstreit allein umstrittene Frage gebunden, ob die von der Kl&auml;gerin angesetzten R&uuml;ckstellungen den Steuerbilanzgewinn vermindert haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Kl&auml;gerin ist hingegen beschwert, soweit die K&ouml;rperschaftsteuer und der Gewerbesteuermessbetrag des Streitjahres 2004 durch &Auml;nderungsbescheide vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2014 jeweils auf 0&nbsp;EUR herabgesetzt worden sind. Zwar ist eine Klage gegen einen auf 0&nbsp;EUR lautenden Bescheid nach &sect;&nbsp;40 Abs.&nbsp;2 FGO grunds&auml;tzlich unzul&auml;ssig, weil dieser den Steuerpflichtigen regelm&auml;&szlig;ig nicht belastet. Indessen ist im Streitfall zu beachten, dass im Zeitpunkt der Klageerhebung positive Festsetzungen in Gestalt des K&ouml;rperschaftsteuerbescheides vom 15.&nbsp;Dezember 2010 und des Gewerbesteuermessbescheides vom 20.&nbsp;Dezember 2010, vorgelegen haben. Ergehen mit der Herabsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer bzw. des Gewerbesteuermessbetrages auf 0&nbsp;EUR in einem solchen Fall zugleich Bescheide &uuml;ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrags zur K&ouml;rperschaftsteuer bzw. des vortragsf&auml;higen Gewerbeverlustes auf den 31.&nbsp;Dezember des betroffenen Streitjahrs (hier: jeweils durch Bescheide vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2004), die &#8211;wie auch im Streitfall&#8211; die urspr&uuml;nglich im K&ouml;rperschaftsteuer- bzw. Gewerbesteuermessbescheid enthaltene Beschwer aufnehmen, so werden diese gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;68 Satz&nbsp;1 FGO zum Gegenstand des Klageverfahrens (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16.&nbsp;Dezember 2014 X&nbsp;B&nbsp;113\/14, BFH\/NV 2015, 510).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Demgegen&uuml;ber fehlt es an einer Beschwer der Kl&auml;gerin, soweit sie sich gegen die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 KStG a.F. zum 31.&nbsp;Dezember 2000 wendet. Nach &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a KStG a.F. ist der K&ouml;rperschaftsteuerbescheid im Hinblick auf das zu versteuernde Einkommen Grundlagenbescheid (&sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;10 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) f&uuml;r den Feststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;47 Abs.&nbsp;1 KStG a.F.; die diesbez&uuml;glichen Einwendungen k&ouml;nnen deshalb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;42 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;351 Abs.&nbsp;2 AO nur im Rechtsbehelfsverfahren gegen die jeweiligen K&ouml;rperschaftsteuerbescheide als Grundlagenbescheide geltend gemacht werden, nicht aber in jenen gegen die Feststellungsbescheide als Folgebescheide (vgl. Senatsurteile vom 12.&nbsp;Oktober 2010 I&nbsp;R&nbsp;99\/09, BFH\/NV 2011, 650; vom 20.&nbsp;April 2011 I&nbsp;R&nbsp;2\/10, BFHE 233, 251, BStBl II 2011, 761; vom 16.&nbsp;September 2015 I&nbsp;R&nbsp;20\/13, BFH\/NV 2016, 586).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nichts anderes gilt in der Sache, soweit sich die Kl&auml;gerin gegen die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG wehrt. Auch insoweit beziehen sich ihre Einwendungen nur auf die H&ouml;he des Steuerbilanzgewinns, sie hat aber weder geltend gemacht noch ist erkennbar, wie sich diese Einwendungen auf die Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG auswirken k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist auch im &Uuml;brigen begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt insoweit zur Aufhebung des FG-Urteils sowie zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO). Das FG hat keine Feststellungen dazu getroffen, auf welcher Rechtsgrundlage die Nachsorgeverpflichtungen der Kl&auml;gerin beruhen. Es hat zudem &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b Satz&nbsp;1 EStG bezogen auf die von der Kl&auml;gerin im Rahmen ihrer Nachsorgeverpflichtungen zu leistenden Investitionskosten zu Unrecht teleologisch reduziert und deshalb auch nicht ermittelt, welche Aufwendungen die Kl&auml;gerin in den Streitjahren im Einzelnen getragen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;249 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) sind R&uuml;ckstellungen u.a. f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten zu bilden. Nach dieser Vorschrift, die als Grundsatz ordnungsm&auml;&szlig;iger Buchf&uuml;hrung (GoB) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 KStG und &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 des Gewerbesteuergesetzes auch bei der Festsetzung der K&ouml;rperschaftsteuer und des Gewerbesteuermessbetrags zu beachten ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Dezember 2009 I&nbsp;R&nbsp;43\/08, BFHE 227, 469, BStBl II 2012, 688; Senatsurteile vom 6.&nbsp;Februar 2013 I&nbsp;R&nbsp;8\/12, BFHE 240, 252, BStBl II 2013, 686; vom 2.&nbsp;Juli 2014 I&nbsp;R&nbsp;46\/12, BFHE 246, 339, BStBl II 2014, 979), ist Voraussetzung f&uuml;r die Bildung einer R&uuml;ckstellung f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten das Bestehen einer nur ihrer H&ouml;he nach ungewissen Verbindlichkeit oder die hinreichende Wahrscheinlichkeit des k&uuml;nftigen Entstehens einer Verbindlichkeit dem Grunde nach &#8211;deren H&ouml;he zudem ungewiss sein kann&#8211; sowie ihre wirtschaftliche Verursachung in der Zeit vor dem Bilanzstichtag. Zudem muss der Schuldner ernsthaft mit seiner Inanspruchnahme rechnen. Diese Voraussetzungen gelten auch f&uuml;r Verpflichtungen aus &ouml;ffentlichem Recht, die auf ein bestimmtes Handeln in Form einer Geldzahlung oder eines anderen Leistungsinhalts gerichtet sind, sofern die &ouml;ffentlich-rechtliche Verpflichtung bereits konkretisiert, d.h. inhaltlich hinreichend bestimmt, in zeitlicher N&auml;he zum Bilanzstichtag zu erf&uuml;llen sowie sanktionsbewehrt ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Senatsurteil in BFHE 240, 252, BStBl II 2013, 686; BFH-Urteile vom 8.&nbsp;September 2011 IV&nbsp;R&nbsp;5\/09, BFHE 235, 241, BStBl II 2012, 122; vom 17.&nbsp;Oktober 2013 IV&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFHE 243, 256, BStBl II 2014, 302).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zwar ist zwischen den Beteiligten nicht streitig, dass die Kl&auml;gerin dem Grunde nach berechtigt war, zu den hier zu beurteilenden Bilanzstichtagen Nachsorger&uuml;ckstellungen zu bilden. Indessen fehlen jegliche Feststellungen des FG dazu, auf welcher Rechtsgrundlage die Nachsorgeverpflichtungen der Kl&auml;gerin &uuml;berhaupt beruhen. &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 des Gesetzes zur F&ouml;rderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltvertr&auml;glichen Beseitigung von Abf&auml;llen in der in den Streitjahren g&uuml;ltigen Fassung (KrW-\/AbfG) kann entnommen werden, dass sich die entsprechende Verpflichtung entweder aus einem Planfeststellungsbeschluss nach &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;2 KrW-\/AbfG, der Genehmigung nach &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;3 KrW-\/AbfG, den Bedingungen und Auflagen nach &sect;&nbsp;35 KrW-\/AbfG, den f&uuml;r die Deponie geltenden umweltrechtlichen Vorschriften oder einer besonderen beh&ouml;rdlichen Anordnung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;31 Abs.&nbsp;2 KrW-\/AbfG ergeben kann. Nur auf Grundlage der Feststellung der im Streitfall einschl&auml;gigen Rechtsgrundlage kann aber beurteilt werden, ob die Kl&auml;gerin aufgrund der erfolgten Nutzung der Deponien A, B und C verpflichtet war, f&uuml;r diese Stilllegungs- und Nachsorgema&szlig;nahmen durchzuf&uuml;hren. Schon aus diesem Grund ist das FG-Urteil aufzuheben und der Rechtsstreit zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG-Urteil ist auch aufzuheben, weil die in den Nachsorger&uuml;ckstellungen enthaltenen Investitionskosten nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b Satz&nbsp;1 EStG von der R&uuml;ckstellungsbildung ausgeschlossen sind und eine teleologische Reduktion der Vorschrift f&uuml;r Aufwendungen, die zu keinem Ertrag mehr f&uuml;hren k&ouml;nnen und daher &quot;wertlos&quot; sind, ausgeschlossen ist. Das FG wird deshalb im zweiten Rechtsgang zu befinden haben, welche Aufwendungen die Kl&auml;gerin in den Streitjahren im Einzelnen getragen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b Satz&nbsp;1 EStG d&uuml;rfen R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Aufwendungen, die in k&uuml;nftigen Wirtschaftsjahren als Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsguts zu aktivieren sind, nicht gebildet werden. Dieser Wortlaut ist, da er s&auml;mtliche aktivierungspflichtigen Aufwendungen umfasst, eindeutig; eine teleologische Reduktion bezogen auf in k&uuml;nftigen Wirtschaftsjahren als Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Wirtschaftsgutes zu aktivierende Aufwendungen, die zu keinem k&uuml;nftigen Ertrag mehr f&uuml;hren k&ouml;nnen und daher &quot;wertlos&quot; sind, ist ausgeschlossen (ebenso Neumann, Steuerberater-Jahrbuch 2003\/2004, S.&nbsp;263, 277; Lambrecht in Kirchhof\/S&ouml;hn\/ Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;Eb&nbsp;21; Tiedchen in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;2107; a.A. Weber-Grellet, Steuer- und Bilanzpraxis 1999, 1289; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;369; Siegel, Der Betrieb 1999, 857&nbsp;f.; Stobbe\/Loose, Finanz-Rundschau 1999, 405, 412; Behrens\/Renner, Betriebs-Berater &#8211;BB&#8211; 2015, 2411, 2413&nbsp;f.; von Glasenapp, BB 2015, 1714; Frotscher in Frotscher\/Geurts, EStG, &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;359b; Bl&uuml;mich\/Krumm, &sect;&nbsp;5 EStG Rz&nbsp;890).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hierf&uuml;r spricht insbesondere, dass der Gesetzgeber &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b Satz&nbsp;1 EStG als &quot;redaktionelle Klarstellung&quot; verstanden hat (vgl. BTDrucks 14\/7341, S.&nbsp;10) und ihr &#8211;da sich ein entsprechendes R&uuml;ckstellungsverbot zuvor aus den GoB ergab&#8211; lediglich deklaratorische Bedeutung zukommt (vgl. Senatsurteil vom 6.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;36\/07, BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232). Demgem&auml;&szlig; waren bereits vor dem Inkrafttreten des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b EStG R&uuml;ckstellungen f&uuml;r ungewisse Verbindlichkeiten nur zul&auml;ssig, wenn die k&uuml;nftigen Aufwendungen zur Erf&uuml;llung der Verpflichtung steuerrechtlich sofort abziehbare Ausgaben darstellten, also nicht als Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert werden mussten, weil die Anschaffung oder Herstellung lediglich zu einer Verm&ouml;gensumschichtung f&uuml;hrt (vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;August 1998 XI&nbsp;R&nbsp;8\/96, BFHE 186, 417, BStBl II 1999, 18; vom 18.&nbsp;Dezember 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;27\/00, BFHE 197, 483, BStBl II 2002, 733; in BFHE 235, 241, BStBl II 2012, 122; Senatsurteil in BFHE 226, 342, BStBl II 2010, 232). Indessen kann daraus nicht gefolgert werden, der Gesetzgeber habe durch &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b Satz&nbsp;1 EStG die R&uuml;ckstellungsbildung f&uuml;r Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines &quot;wertlosen&quot; Wirtschaftsguts, die also ausnahmsweise nicht k&uuml;nftige Ertr&auml;ge alimentieren, nicht ausschlie&szlig;en wollen (so aber Weber-Grellet, a.a.O.; Krumm, a.a.O.). Eine solche Folgerung verbietet sich deshalb, weil dem Gesetzgeber die dazu in der Literatur gef&uuml;hrte Diskussion (vgl. dazu die umfassenden Nachweise im BFH-Urteil in BFHE 186, 417, BStBl II 1999, 18) bekannt war (vgl. BTDrucks 13\/8020, S.&nbsp;28), ohne den Wortlaut des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b EStG einzuschr&auml;nken. Dies l&auml;sst nur den Schluss zu, dass auch Anschaffungs- und Herstellungskosten f&uuml;r &quot;wertlose&quot; Wirtschaftsg&uuml;ter dem Passivierungsverbot des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b EStG unterstehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Anderes l&auml;sst sich f&uuml;r die von der Kl&auml;gerin aufgewandten Investitionskosten auch nicht damit rechtfertigen, es handele sich insoweit nicht um Anschaffungs- und Herstellungskosten &quot;f&uuml;r&quot; ein Wirtschaftsgut, sondern &#8211;bezogen auf eine k&uuml;nftig erforderlich werdende Teilwertabschreibung&#8211; &quot;wegen&quot; eines Wirtschaftsguts (so Siegel, a.a.O.; &auml;hnlich von Glasenapp, a.a.O.; Krumm, a.a.O.). Die entsprechende Aufwandsantizipation ist mangels wirtschaftlicher Verursachung des Abschreibungsaufwands im Jahr der R&uuml;ckstellungsbildung nicht zul&auml;ssig (Tiedchen, a.a.O.). Es ist insoweit zu beachten, dass der Steuergesetzgeber &#8211;wie etwa die Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG oder die M&ouml;glichkeit des Verlustr&uuml;cktrags nach &sect;&nbsp;10d EStG zeigt&#8211; gerade nicht stets und vorbehaltlos zusammenh&auml;ngende Aufwendungen und Ertr&auml;ge demselben Veranlagungszeitraum zuordnet (Neumann, a.a.O.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Senat kann dem BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 826, Rz&nbsp;14 nichts Gegenteiliges entnehmen (so aber Behrens\/Renner, a.a.O.). Dort ist lediglich die Aussage enthalten, dass Aufwendungen in der Stilllegungs- und Nachsorgephase, die vorrangig der umweltgerechten Wiederherstellung des Grundst&uuml;cks dienen, keine Wertverbesserungen f&uuml;r das Grundst&uuml;ck ausl&ouml;sen und deshalb als sofort abzugsf&auml;hige Betriebsausgaben anzusehen seien (vgl. auch Rz&nbsp;15 des vorgenannten BMF-Schreibens). Im &Uuml;brigen handelt es sich bei dem BMF-Schreiben um eine norminterpretierende Verwaltungsvorschrift, die keine Rechtsnormqualit&auml;t hat und die Gerichte nicht bindet (vgl. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Januar 2011 V&nbsp;R&nbsp;12\/08, BFHE 232, 261, BStBl II 2012, 61, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Das FG hat nicht festgestellt, welche Investitionskosten die Kl&auml;gerin in den Streitjahren im Einzelnen getragen hat. Der Tatbestand des FG-Urteils enth&auml;lt insoweit lediglich die Wiedergabe des Vortrags des FA, in den Ausgangsbetr&auml;gen f&uuml;r die Deponie B seien Investitionskosten f&uuml;r die Errichtung &quot;u.a.&quot; von Anlagen zur Ableitung, Entsorgung und Aufbereitung des Sickerwassers und der Deponiegase sowie Kosten f&uuml;r die tempor&auml;re und endg&uuml;ltige Oberfl&auml;chenabdichtung &#8230; enthalten und f&uuml;r die Deponie C beliefen sich diese Kosten auf &#8230;. Der Senat kann deshalb nicht dar&uuml;ber befinden, ob die von der Kl&auml;gerin getragenen Investitionskosten ganz oder teilweise als (nachtr&auml;gliche) Herstellungskosten &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;4b Satz&nbsp;1 EStG unterfallen. Ebenso kann dem Einwand des FA nicht nachgegangen werden, der Revision sei schon deshalb stattzugeben, weil die nach Abzug der Investitionskosten &#8211;auch bei Zugrundelegung eines &quot;einheitlichen&quot; Abzinsungszeitraums&#8211; verbleibenden Restbetr&auml;ge in allen Streitjahren unterhalb der von ihm im Rahmen der Einspruchsentscheidung anerkannten R&uuml;ckstellungen l&auml;gen. Das FG wird insoweit zu beachten haben, dass nach Fertigstellung eines Wirtschaftsguts grunds&auml;tzlich keine Herstellungskosten mehr anfallen k&ouml;nnen (vgl. Senatsurteil vom 17.&nbsp;Oktober 2001 I&nbsp;R&nbsp;32\/00, BFHE 197, 58, BStBl II 2002, 349) und Abweichendes nur gilt, wenn die Voraussetzungen der in &sect;&nbsp;255 Abs.&nbsp;2 HGB genannten Tatbest&auml;nde der Erweiterung, wesentlichen Verbesserung oder wirtschaftlichen Neuherstellung gegeben sind (vgl. Schmidt\/Kulosa, a.a.O., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;156, m.w.N.). Der Senat geht dabei davon aus, dass sich der Charakter des urspr&uuml;nglich vorhandenen Grundst&uuml;cks durch die Nutzung als Deponie und den entsprechenden Eingriff in die Grundst&uuml;ckssubstanz ge&auml;ndert hat und f&uuml;r die Frage, ob nachtr&auml;gliche Herstellungskosten vorliegen, auf den Zeitpunkt des Endes des Bef&uuml;llzeitraums abzustellen ist. Das FG muss deshalb der Frage nachgehen, ob die in den geltend gemachten Investitionskosten enthaltenen Einzelpositionen vorrangig noch der Abfallablagerung oder aber der umweltgerechten Wiederherstellung des Deponiegrundst&uuml;ckes dienten (vgl. dazu BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 826, Rz&nbsp;12 bis 14 sowie zur Einzelabgrenzung Rz&nbsp;15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Es bestehen zwar keine Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die von der Kl&auml;gerin vorgenommene und vom FG im Einverst&auml;ndnis mit den Beteiligten lediglich f&uuml;r 2005 korrigierte Bewertung der ihr im Zusammenhang mit der Nachsorge bei den Deponien A, B und C obliegenden Sachleistungsverpflichtungen als solche nicht den Anforderungen der in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;b bis d EStG enthaltenen Regelungen entsprechen k&ouml;nnte. Indessen kann der Senat nicht dar&uuml;ber entscheiden, ob das FG bezogen auf die nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e Satz&nbsp;2 EStG vorzunehmende Abzinsung die R&uuml;ckstellungen der H&ouml;he nach richtig bemessen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e Satz&nbsp;1 EStG sind die R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Verpflichtungen mit einem Zinssatz von 5,5&nbsp;v.H. abzuzinsen und ist Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 entsprechend anzuwenden; f&uuml;r die Abzinsung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Sachleistungsverpflichtungen ist nach Satz&nbsp;2 der Vorschrift der Zeitraum bis zum Beginn der Erf&uuml;llung ma&szlig;gebend. Die Abzinsung beruht auf der typisierenden Vorstellung, dass eine erst in Zukunft zu erf&uuml;llende Verpflichtung den Schuldner weniger belastet als eine sofortige Leistungspflicht (Senatsurteil vom 27.&nbsp;Januar 2010 I&nbsp;R&nbsp;35\/09, BFHE 228, 250, BStBl II 2010, 478; auch BTDrucks 14\/23, S.&nbsp;171). Die Abzinsung beruht auf dem Faktor &quot;Zeit&quot; und folgt demgem&auml;&szlig; dem Grundsatz, dass erst in Zukunft zu erbringende Zahlungen gegenw&auml;rtig mit ihrem Barwert abzubilden sind (BFH-Urteil vom 5.&nbsp;Mai 2011 IV&nbsp;R&nbsp;32\/07, BFHE 233, 524, BStBl II 2012, 98).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Verpflichtung zur Abzinsung gilt f&uuml;r Sachleistungsverpflichtungen ebenso wie f&uuml;r Geldleistungsverpflichtungen (BFH-Urteil in BFHE 233, 524, BStBl II 2012, 98; auch Senatsurteil vom 21.&nbsp;September 2011 I&nbsp;R&nbsp;50\/10, BFHE 235, 255, BStBl II 2012, 197). Bei R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Sachleistungsverpflichtungen wird dabei durch &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3a Buchst.&nbsp;e Satz&nbsp;2 EStG als Abzinsungszeitraum die Zeitspanne von der erstmaligen Bildung der R&uuml;ckstellung bis zum Beginn der Erf&uuml;llung festgelegt. Dies tr&auml;gt dem Umstand Rechnung, dass derartige Verpflichtungen h&auml;ufig erst sehr lange nach Einstellung der aktiven Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit in dem Betriebsbereich des Steuerpflichtigen erf&uuml;llt werden m&uuml;ssen, die f&uuml;r die Verpflichtung urs&auml;chlich war (vgl. BTDrucks 14\/443, S.&nbsp;24). Als Beginn der Erf&uuml;llung einer in Teilleistungen zu erbringenden Sachleistungsverpflichtung ist dabei die Vornahme der ersten, nicht v&ouml;llig unbedeutenden Erf&uuml;llungshandlung anzusehen (Kiesel in Herrmann\/ Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1187; Frotscher in Frotscher\/ Geurts, a.a.O., &sect;&nbsp;5 Rz&nbsp;408a; BMF-Schreiben vom 26.&nbsp;Mai 2005, BStBl I 2005, 699, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Das FG hat die vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tze zwar auf den Streitfall angewendet und ist dabei zu dem Ergebnis gelangt, das FA sei bei der Ermittlung der Abzinsungsbetr&auml;ge betreffend die Nachsorger&uuml;ckstellungen f&uuml;r die Deponien B und C zu Unrecht davon ausgegangen, f&uuml;r die Zeitr&auml;ume zwischen den betreffenden Bilanzstichtagen und dem Ende der Ablagerung einerseits und f&uuml;r die Zeitr&auml;ume zwischen den betreffenden Bilanzstichtagen und dem Beginn der Aufbringung der endg&uuml;ltigen Oberfl&auml;chenabdichtung andererseits seien separate Abzinsungszeitr&auml;ume zu bilden. Der Senat teilt insoweit die Bedenken, eine &quot;Atomisierung&quot; der Nachsorgeverpflichtungen f&uuml;r Zwecke der Abzinsung vorzunehmen (so auch Behrens\/Renner, BB 2015, 2412; von Glasenapp, a.a.O.). Ob es sich wegen des einheitlichen Funktionszusammenhangs und des Ineinandergreifens der Ma&szlig;nahmen &#8211;wie bei bergrechtlichen Verpflichtungen (dazu BMF-Schreiben vom 9.&nbsp;Dezember 1999, BStBl I 1999, 1127, Rz&nbsp;3)&#8211; bei den vom Ende der Ablagerung bis zum Aufbringen der endg&uuml;ltigen Oberfl&auml;chenabdichtung einerseits und den vom Aufbringen der endg&uuml;ltigen Oberfl&auml;chenabdichtung bis zum Ende der Nachsorgeverpflichtung andererseits durchzuf&uuml;hrenden Ma&szlig;nahmen um Teilleistungen einer einheitlichen Sachleistungsverpflichtung (Behrens\/Renner, BB 2015, 2412; gegen eine Gleichbehandlung mit bergrechtlichen Verpflichtungen aber BFH-Urteil in BFHE 233, 524, BStBl II 2012, 98) oder um selbst&auml;ndige Leistungen (so BMF-Schreiben in BStBl I 2005, 699, Rz&nbsp;26) handelt, hat das FG allerdings anhand der von ihm festzustellenden Rechtsgrundlagen der jeweiligen Nachsorgeverpflichtung und den daraus abzuleitenden Konsequenzen f&uuml;r die zeitliche Konkretisierung derselben zu beantworten. Derartige Feststellungen hat das FG indessen nicht getroffen (dazu oben B.II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Sollte das FG aufgrund der nachzuholenden Feststellungen zu dem Ergebnis gelangen, dass f&uuml;r die Stilllegungs- und die Nachsorgephase getrennte Abzinsungszeitr&auml;ume anzuwenden sind, so obliegt es ihm, die Zuordnung der hier streitbefangenen Aufwendungen f&uuml;r die Oberfl&auml;chenabdichtung zu einer dieser Phasen vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.11.2016, I R 35\/15ECLI:DE:BFH:2016:U.081116.IR35.15.0 Keine teleologische Reduktion des &sect; 5 Abs. 4b Satz 1 EStG &#8211;&nbsp;&nbsp;Abzinsung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachsorgeverpflichtungen &#8211; Herstellungskosten nach Fertigstellung eines Wirtschaftsguts &#8211; Gegenstand des Klagebegehrens &#8211; K&ouml;rperschaftsteuerbescheid als Grundlagenbescheid f&uuml;r die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 7 KStG Leits&auml;tze 1. Das Passivierungsverbot des &sect; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-35-15-keine-teleologische-reduktion-des-par-5-abs-4b-satz-1-estg-abzinsung-von-rueckstellungen-fuer-nachsorgeverpflichtungen-herstellungskosten-nach-fertigstellung-eines-wirtschaftsguts-gegenstand\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;35\/15 &#8211; Keine teleologische Reduktion des &sect; 5 Abs. 4b Satz 1 EStG &#8211;&nbsp;&nbsp;Abzinsung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Nachsorgeverpflichtungen &#8211; Herstellungskosten nach Fertigstellung eines Wirtschaftsguts &#8211; Gegenstand des Klagebegehrens &#8211; K&ouml;rperschaftsteuerbescheid als Grundlagenbescheid f&uuml;r die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 7 KStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67154","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67154"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67154\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}