{"id":67156,"date":"2017-04-27T10:00:04","date_gmt":"2017-04-27T08:00:04","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67156"},"modified":"2017-04-27T10:00:04","modified_gmt":"2017-04-27T08:00:04","slug":"v-r-35-16-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-von-mietereinbauten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-35-16-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-von-mietereinbauten\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;35\/16 &#8211; Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Mietereinbauten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.11.2016, V R 35\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.161116.VR35.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Mietereinbauten<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 28. April 2016&nbsp;&nbsp;14 K 2804\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nchen zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betreibt seit 2010 mehrere Photovoltaikanlagen. Seine Ums&auml;tze versteuert er nach vereinnahmten Entgelten. Im Streitjahr (2011) erwarb er eine weitere Anlage. Die Anlage wurde auf einer im Eigentum einer GbR stehenden Reithalle errichtet; Gesellschafter der GbR waren je zur H&auml;lfte der Kl&auml;ger und seine Schwester. Die Reithalle wurde neben zwei weiteren Hallen von der GbR ab 15.&nbsp;Oktober 2010 zum Zwecke der Pferdehaltung und zur Erteilung von Reitunterricht f&uuml;r monatlich 250&nbsp;EUR an einen Dritten vermietet. Dabei vereinbarten die Vertragsparteien, dass die M&auml;ngel der Hallend&auml;cher nicht zur K&uuml;rzung des Mietzinses berechtigten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grundlage f&uuml;r die Nutzung des Daches der Reithalle ist ein zwischen der GbR und dem Kl&auml;ger geschlossener Dachnutzungsvertrag (DNV). Nach Ziff.&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 des DNV ist der Grundeigent&uuml;mer verpflichtet, das Geb&auml;ude nebst Nebengeb&auml;ude, insbesondere die darauf befindlichen Dachfl&auml;chen sowie die sich darin befindlichen technischen Anlagen in einen ordnungsgem&auml;&szlig;en Zustand zu versetzen und zu erhalten. Hinsichtlich der Nutzungsdauer der Photovoltaikanlage gingen die Vertragspartner von einem Zeitraum von mindestens 30&nbsp;Jahren aus. Nach Ziff.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 des DNV bleiben die Photovoltaikanlage sowie s&auml;mtliche weitere zum Betrieb der Anlage erforderlichen technischen Anlagen und Bauteile im Eigentum des Kl&auml;gers und sind nach Beendigung des DNV zu entfernen. Die sich auf dem Dach befindlichen Befestigungseinrichtungen der Photovoltaik-Module gingen gem&auml;&szlig; Ziff.&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 des DNV ins Eigentum des Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mers &uuml;ber. Laut Ziff.&nbsp;4 des DNV verpflichtete sich der Kl&auml;ger zur Zahlung eines j&auml;hrlichen Nutzungsentgelts von 1&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor der Errichtung der Photovoltaikanlage wurde im Auftrag des Kl&auml;gers im Oktober\/November 2011 eine Dachsanierung durchgef&uuml;hrt und eine Unterkonstruktion angebracht. Da das alte Dach aus Asbestplatten bestand, musste dieses komplett erneuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) gew&auml;hrte dem Kl&auml;ger zwar den Vorsteuerabzug aus der Dachsanierung, unterwarf diese aber zugleich in gleicher H&ouml;he als steuerpflichtige Leistung des Kl&auml;gers an die GbR der Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab nach erfolglosem Vorverfahren der Klage statt. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 1372 ver&ouml;ffentlicht. Die Dachsanierung sei nicht im Rahmen eines tausch&auml;hnlichen Umsatzes vom Kl&auml;ger an die GbR geleistet worden. Der f&uuml;r eine Leistung gegen Entgelt kennzeichnende unmittelbare Zusammenhang zwischen Leistung und Entgelt sei auch beim Tausch oder bei tausch&auml;hnlichen Ums&auml;tzen erforderlich. Voraussetzung f&uuml;r die Annahme einer tausch&auml;hnlichen Leistung sei, dass sich zwei entgeltliche Leistungen gegen&uuml;ber st&uuml;nden, die lediglich durch die Modalit&auml;t der Entgeltvereinbarung miteinander verkn&uuml;pft seien. Nach diesen Grunds&auml;tzen habe der Kl&auml;ger die Dachsanierung nicht an die GbR geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall k&ouml;nne aus den vertraglichen Vereinbarungen nicht auf die Weiterlieferung der Sanierungsarbeiten an die GbR geschlossen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA Verletzung materiellen Rechts. Die f&uuml;r die Annahme eines Leistungsaustauschs erforderliche synallagmatische Verkn&uuml;pfung zwischen der Dachsanierung und der verbilligten Nutzungs&uuml;berlassung des Daches liege vor. F&uuml;r das Vorliegen einer Gegenleistung sei allein entscheidend, ob ein individueller Leistungsempf&auml;nger, der aus der Leistung einen konkreten Vorteil ziehe, vorhanden sei. Die GbR sei nicht nur zivilrechtlicher Eigent&uuml;mer des neuen Daches geworden. Ihr sei ein wirtschaftlicher Vorteil zugewandt worden, indem die bauf&auml;llige und asbesthaltige Dachfl&auml;che ersetzt worden sei und ihr der Nutzen daraus auch nach Ablauf der Nutzungs&uuml;berlassung habe verbleiben sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er h&auml;lt das FG-Urteil f&uuml;r zutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet; sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Unrecht entschieden, dass der Kl&auml;ger mit der Dachsanierung keine Leistung an die GbR erbracht hat. Der Senat kann aber aufgrund der vom FG getroffenen Feststellungen nicht erkennen, ob die Leistung entgeltlich erfolgt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Ein Mieter, der Ausbauten, Umbauten und Einbauten auf eigene Kosten vornimmt oder auf dem gemieteten Grundst&uuml;ck ein Geb&auml;ude errichtet (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15.&nbsp;September 1983 V&nbsp;R&nbsp;154\/75, nicht ver&ouml;ffentlicht, zu Einbauten, und vom 24.&nbsp;November 1992 V&nbsp;R&nbsp;80\/87, BFH\/NV 1993, 634, zur Geb&auml;udeerrichtung), f&uuml;hrt ebenso wie der Unternehmer, der auf einem ihm nicht geh&ouml;renden Grundst&uuml;ck ein Geb&auml;ude errichtet und das Geb&auml;ude dem Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer &uuml;bergibt (BFH-Urteile vom 22.&nbsp;August 2013 V&nbsp;R&nbsp;37\/10, BFHE 243, 20, BStBl II 2014, 128, Rz&nbsp;37; vom 24.&nbsp;Juli 1969 V&nbsp;R&nbsp;9\/66, BFHE 97, 196, BStBl II 1970, 71), oder der auf &ouml;ffentlichen Fl&auml;chen einer Gemeinde Erschlie&szlig;ungsanlagen herstellt (BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 2010 V&nbsp;R&nbsp;14\/09, BFHE 231, 273, BStBl II 2012, 428, Leitsatz&nbsp;1), grunds&auml;tzlich eine Werklieferung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 UStG aus (BFH-Urteil in BFHE 243, 20, BStBl II 2014, 128, Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat der Kl&auml;ger mit der Sanierung des Daches der f&uuml;r ihn fremden Reithalle eine Werklieferung i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) an die GbR erbracht. Zwar besteht kein allgemeiner Rechtssatz, dass ein Mieter, der auf dem gemieteten Grundst&uuml;ck ein Geb&auml;ude auf eigene Rechnung errichtet und f&uuml;r Zwecke seines Unternehmens nutzt, die Verf&uuml;gungsmacht an dem Geb&auml;ude weiter &uuml;bertr&auml;gt. Ma&szlig;geblich ist vielmehr eine W&uuml;rdigung der Gesamtumst&auml;nde des Einzelfalls (BFH-Urteile vom 25.&nbsp;November 2015 V&nbsp;R&nbsp;66\/14, BFH\/NV 2016, 497, Rz&nbsp;17; in BFH\/NV 1993, 634; BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Februar 1997 V&nbsp;B&nbsp;161\/96, BFH\/NV 1997, 722).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Vorliegend hat der Kl&auml;ger der GbR aber nicht nur das Eigentum an den durch die Dachsanierung erstellten Dachteilen verschafft (&sect;&nbsp;946 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;), was allein auch noch nicht zu einer Lieferung f&uuml;hren muss, weil der zivilrechtliche Eigentums&uuml;bergang nicht zwingend die von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 UStG und Art.&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (Mehrwertsteuersystemrichtlinie &#8211;MwStSystRL&#8211;) vorausgesetzte Verschaffung eigent&uuml;mer&auml;hnlicher Verf&uuml;gungsmacht bewirkt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 25.&nbsp;November 2015 V&nbsp;R&nbsp;66\/14, BFHE 251, 526, Rz&nbsp;16; vom 16.&nbsp;April 2008 XI&nbsp;R&nbsp;56\/06, BFHE 221, 475, BStBl II 2008, 909, Rz&nbsp;25&nbsp;f.; Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Union Eon Aset Menidjmunt vom 16.&nbsp;Februar 2012 C-118\/11, EU:C:2012:97, Rz&nbsp;39). Vielmehr hat der Kl&auml;ger dar&uuml;ber hinaus &#8211;was das FG nicht hinreichend ber&uuml;cksichtigt hat&#8211; der GbR unmittelbar einen von dieser auch tats&auml;chlich genutzten wirtschaftlichen Vorteil zugewandt. Denn neben dem Kl&auml;ger, der das Dach zum Betrieb der Photovoltaikanlage ben&ouml;tigt, nutzt auch die GbR das Dach im Rahmen der Vermietung der Reithalle. Ob sie ihrerseits ihrem Mieter gegen&uuml;ber zu den Sanierungsma&szlig;nahmen verpflichtet war, spielt insoweit keine Rolle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Senat kann aber nicht entscheiden, ob die Werklieferung entgeltlich ausgef&uuml;hrt wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der DNV sieht unmittelbar kein von der GbR f&uuml;r die Dachsanierung zu zahlendes Entgelt vor. Es ist auch weder vorgetragen noch nach Aktenlage ersichtlich, dass die GbR tats&auml;chlich ein Entgelt gezahlt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da aber das im DNV vereinbarte, vom Kl&auml;ger f&uuml;r die Nutzung des Daches zu zahlende Entgelt von 1&nbsp;EUR j&auml;hrlich einen eher symbolischen Charakter hat, kommt ein tausch&auml;hnlicher Umsatz (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;12 UStG) in Betracht, der auch auf gesellschaftsvertraglicher Vereinbarung beruhen kann (BFH-Urteil vom 15.&nbsp;April 2010 V&nbsp;R&nbsp;10\/08, BFHE 229, 406, BStBl II 2010, 879). &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG setzt f&uuml;r einen Leistungsaustausch einen unmittelbaren, nicht aber einen inneren (synallagmatischen) Zusammenhang zwischen Leistung und Entgelt voraus; das gilt auch f&uuml;r Tausch und tausch&auml;hnliche Ums&auml;tze (BFH-Urteil in BFHE 229, 406, BStBl II 2010, 879). Das FG wird deshalb feststellen m&uuml;ssen, ob die GbR dem Kl&auml;ger die Nutzung des Daches (nahezu) kostenlos &uuml;berlassen hat und ob diese &Uuml;berlassung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Dachsanierung steht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.11.2016, V R 35\/16ECLI:DE:BFH:2016:U.161116.VR35.16.0 Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung von Mietereinbauten Tenor Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 28. April 2016&nbsp;&nbsp;14 K 2804\/13 aufgehoben. Die Sache wird an das Finanzgericht M&uuml;nchen zur&uuml;ckverwiesen. Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen. Tatbestand 1&nbsp; I. 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