{"id":67157,"date":"2017-04-27T10:00:00","date_gmt":"2017-04-27T08:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67157"},"modified":"2017-04-27T10:00:00","modified_gmt":"2017-04-27T08:00:00","slug":"vi-r-55-08-keine-eintragungen-von-einzahlungen-in-einen-basisrentenvertrag-auf-der-lohnsteuerkarte-fortsetzungsfeststellungsinteresse-entscheidung-ueber-geruegte-gehoersverletzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-55-08-keine-eintragungen-von-einzahlungen-in-einen-basisrentenvertrag-auf-der-lohnsteuerkarte-fortsetzungsfeststellungsinteresse-entscheidung-ueber-geruegte-gehoersverletzung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;55\/08 &#8211; Keine Eintragungen von Einzahlungen in einen Basisrentenvertrag auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Fortsetzungsfeststellungsinteresse &#8211; Entscheidung &uuml;ber ger&uuml;gte Geh&ouml;rsverletzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2016, VI R 55\/08<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.101116.VIR55.08.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Eintragungen von Einzahlungen in einen Basisrentenvertrag auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Fortsetzungsfeststellungsinteresse &#8211; Entscheidung &uuml;ber ger&uuml;gte Geh&ouml;rsverletzung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Das Fortsetzungsfeststellungsinteresse muss auch noch im Zeitpunkt der Entscheidung durch die Revisionsinstanz vorliegen, was vom BFH von Amts wegen zu pr&uuml;fen ist. Ausnahmsweise kann die Pr&uuml;fung des Feststellungsinteresses unterbleiben, wenn feststeht, dass der Feststellungsantrag aus sachlichen Gr&uuml;nden unbegr&uuml;ndet ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass Altersvorsorgeaufwendungen i.S. des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG nicht als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 31. Juli 2008&nbsp;&nbsp;4 K 2376\/07 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der im Jahr 1951 geborene Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielte im Streitjahr (2007) Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Im April 2007 schloss er mit einem Versicherungsunternehmen einen Vertrag &uuml;ber eine sog. Basisrente (&quot;R&uuml;rup-Rente&quot;). Darin wurde dem Kl&auml;ger gegen eine Einmalzahlung in H&ouml;he von 35.000&nbsp;EUR ab 1.&nbsp;Mai 2016 eine lebenslange Garantierente von 163,43&nbsp;EUR monatlich zugesagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anfang Mai 2007 beantragte der Kl&auml;ger beim Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Eintragung eines Freibetrags in H&ouml;he von 22.400&nbsp;EUR (64&nbsp;% des gezahlten Beitrags von 35.000&nbsp;EUR) auf seiner Lohnsteuerkarte. Das FA lehnte dies mit der Begr&uuml;ndung ab, &sect;&nbsp;39a des Einkommensteuergesetzes (EStG) sehe die Eintragung eines entsprechenden Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglos eingelegtem Einspruch erhobene und als Fortsetzungsfeststellungsklage fortgef&uuml;hrte Klage wies das Finanzgericht (FG) mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2009, 664 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung des allgemeinen Gleichheitssatzes (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) sowie formellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG M&uuml;nster vom 31.&nbsp;Juli 2008 aufzuheben und festzustellen, dass die Ablehnung der Eintragung eines Freibetrags in H&ouml;he von 22.400&nbsp;EUR auf der Lohnsteuerkarte f&uuml;r 2007 durch das FA rechtswidrig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die begehrte Feststellung, die Ablehnung der Eintragung eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte des Kl&auml;gers f&uuml;r das Streitjahr sei rechtswidrig, kommt nicht in Betracht. Die vom Kl&auml;ger geleistete Einmalzahlung auf seinen Basisrentenvertrag (&quot;R&uuml;rup-Rente&quot;) ist vom FA zu Recht nicht auf der Lohnsteuerkarte des Streitjahres als Freibetrag eingetragen worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zutreffend hat das FG im Zeitpunkt seiner Entscheidung die Zul&auml;ssigkeit der Klage als Fortsetzungsfeststellungsklage und das insoweit erforderliche Feststellungsinteresse des Kl&auml;gers bejaht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwar ist im Streitfall die Frist des &sect;&nbsp;42b Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG, innerhalb der sich die Eintragung eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte 2007 beim Abzug der Lohnsteuer durch den Arbeitgeber auswirken kann, Ende M&auml;rz 2008 abgelaufen. F&uuml;r das Begehren, auf dieser Lohnsteuerkarte einen Freibetrag einzutragen, ist deshalb das Rechtsschutzbed&uuml;rfnis entfallen (s. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 2.&nbsp;November 2000 X&nbsp;R&nbsp;156\/97, BFH\/NV 2001, 476; BFH-Urteil vom 22.&nbsp;August 2012 X&nbsp;R&nbsp;36\/09, BFHE 239, 203, BStBl&nbsp;II 2014, 109).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In einem solchen Fall kann aber, wie im Streitfall geschehen, beim FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 FGO eine Fortsetzungsfeststellungsklage mit dem Begehren erhoben werden, festzustellen, dass der angefochtene Verwaltungsakt (hier: der Bescheid &uuml;ber die Ablehnung des Eintrags eines Freibetrags auf der Lohnsteuerkarte) rechtswidrig gewesen ist. Das hierf&uuml;r erforderliche Feststellungsinteresse wird von der Rechtsprechung u.a. bejaht, wenn eine hinreichend konkrete Wiederholungsgefahr besteht (z.B. Senatsurteil vom 19.&nbsp;Oktober 2001 VI&nbsp;R&nbsp;131\/00, BFHE&nbsp;197, 98, BStBl&nbsp;II 2002, 300).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Da es sich bei dem berechtigten Interesse f&uuml;r eine Fortsetzungsfeststellungsklage i.S. des &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 FGO um eine Sachurteilsvoraussetzung handelt, ist das Feststellungsinteresse grunds&auml;tzlich vom BFH ohne Bindung an die Auffassung des FG von Amts wegen zu pr&uuml;fen (vgl. Lange in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect;&nbsp;118 FGO Rz&nbsp;266 und &sect;&nbsp;100 FGO Rz&nbsp;182; BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Februar 2010 XI&nbsp;R&nbsp;3\/09, BFH\/NV 2010, 1450). Dieses berechtigte Interesse an der Feststellung der Rechtswidrigkeit des erledigten Verwaltungsakts muss dabei am Schluss der letzten m&uuml;ndlichen Verhandlung jeder Instanz und damit auch noch im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung in der Revisionsinstanz vorliegen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 16.&nbsp;Mai 2013&nbsp;&nbsp;8&nbsp;C&nbsp;38.12, Verwaltungsrundschau 2014, 31; BVerwG-Beschluss vom 30.&nbsp;April 1999&nbsp;&nbsp;1&nbsp;B&nbsp;36.99, juris). Ein zun&auml;chst vorhandenes Feststellungsinteresse kann dabei auch erst im Revisionsverfahren wegfallen (BFH-Urteil vom 14.&nbsp;Januar 1986 VII&nbsp;R&nbsp;137\/82, BFH\/NV 1986, 426; Steinhauff in HHSp, &sect;&nbsp;41 FGO Rz&nbsp;245).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Pr&uuml;fung des Feststellungsinteresses ist jedoch ausnahmsweise entbehrlich, wenn feststeht, dass der Feststellungsantrag aus sachlichen Gr&uuml;nden unbegr&uuml;ndet ist (BVerwG-Urteil vom 26.&nbsp;Mai 1976 VIII&nbsp;C&nbsp;69.73, juris; Eyermann\/Schmidt, Verwaltungsgerichtsordnung, 14.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;113 Rz&nbsp;85). Dies ist hier aus den nachfolgend ausgef&uuml;hrten Gr&uuml;nden der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision des Kl&auml;gers hat in der Sache keinen Erfolg. Das FA hat die Eintragung eines Freibetrags in H&ouml;he der Einmalzahlung in den Basisrentenvertrag (&quot;R&uuml;rup-Rente&quot;) auf der Lohnsteuerkarte zu Recht abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Lohnsteuererhebung ist ebenso wie die Erhebung von Einkommensteuer-Vorauszahlungen ihrem Charakter nach lediglich eine Vorauszahlung auf die mit Ablauf des Jahres entstehende Einkommensteuerschuld. Dementsprechend soll &sect;&nbsp;39a EStG gew&auml;hrleisten, dass der Arbeitnehmer nicht im Wege des Lohnsteuerabzugs erh&ouml;hte Vorauszahlungen leistet, die er erst bei der Veranlagung zur&uuml;ckerh&auml;lt (Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;39a Rz&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 Buchst.&nbsp;b EStG sind auf der Lohnsteuerkarte die negative Summe der Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 3, 6 und 7 EStG und der negativen Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 EStG eintragungsf&auml;hig. Danach sind auch negative sonstige Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG) zu ber&uuml;cksichtigen. Solche k&ouml;nnen dann gegeben sein, wenn vorab entstandene Werbungskosten bei dieser Einkunftsart anfallen. Hierzu rechnen Beitr&auml;ge in einen eigenen Basisrentenvertrag nicht, da der Gesetzgeber die Altersvorsorgeaufwendungen zul&auml;ssigerweise mit konstitutiver Wirkung den Sonderausgaben zugewiesen hat (ausf&uuml;hrlich BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Dezember 2009 X&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348, unter B.II.2.b bb, und Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 14.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;323\/10, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2016, 829, Rz&nbsp;55 ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die vom Kl&auml;ger geleistete Einmalzahlung in den Basisrentenvertrag (&quot;R&uuml;rup-Rente&quot;) kann auch nicht als Sonderausgaben auf der Lohnsteuerkarte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39a EStG eingetragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung sind nur Sonderausgaben i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, 1a, 4, 5, 7 bis 9 EStG und des &sect;&nbsp;10b EStG, soweit sie den Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36&nbsp;EUR &uuml;bersteigen, auf der Lohnsteuerkarte als Freibetrag eintragungsf&auml;hig. Aus dieser enumerativen Aufz&auml;hlung ergibt sich, dass Vorsorgeaufwendungen generell &#8211;und damit auch Sonderausgaben i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG&#8211; nicht eintragungsf&auml;hig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;37 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG bemessen sich die Einkommensteuer-Vorauszahlungen grunds&auml;tzlich nach der Einkommensteuer, die sich nach Anrechnung der Steuerabzugsbetr&auml;ge und der K&ouml;rperschaftsteuer bei der letzten Veranlagung ergeben hat. Hierbei bleiben nach Satz&nbsp;5 dieser Vorschrift bestimmte Aufwendungen au&szlig;er Ansatz. Die Aufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG rechnen nicht hierzu (BFH-Urteil in BFHE 227, 165, BStBl&nbsp;II 2010, 348, unter B.III.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Mit dem ganz &uuml;berwiegenden Teil der Literatur hat der X.&nbsp;Senat des BFH die fehlende Eintragungsf&auml;higkeit von Aufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG f&uuml;r verfassungsrechtlich unbedenklich erachtet (BFH-Urteil in BFHE 227, 165, BStBl&nbsp;II 2010, 348, m.w.N.). Das BVerfG hat in seinem Nichtannahmebeschluss in HFR 2016, 829 (Rz&nbsp;93 ff.) die Regelung des &sect;&nbsp;39a Abs.&nbsp;1 EStG, wonach f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen kein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden kann, ebenfalls verfassungsrechtlich nicht beanstandet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der erkennende Senat schlie&szlig;t sich dieser Auffassung auch f&uuml;r Aufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG an. Denn Basisrentenvertr&auml;ge wie im Streitfall sind lediglich unter bestimmten Voraussetzungen beg&uuml;nstigt, um sicherzustellen, dass nur Beitr&auml;ge zu solchen Vorsorgeprodukten gef&ouml;rdert werden, die zu Anspr&uuml;chen vergleichbar mit denen der gesetzlichen Rentenversicherung f&uuml;hren und nicht die sonstige Leistungsf&auml;higkeit und das Konsumpotential erh&ouml;hen (Schmidt\/Heinicke, a.a.O., &sect;&nbsp;10 Rz&nbsp;63).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sind aber Beitr&auml;ge zu einer Basisrente i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG den Beitr&auml;gen nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG vergleichbar, ist es auch von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, dass Einmalzahlungen in einen Basisrentenvertrag (ebenfalls) nicht als Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen werden k&ouml;nnen, aber im Rahmen der Veranlagung ber&uuml;cksichtigt werden d&uuml;rfen. Die unterschiedliche Behandlung von Aufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG im Vorauszahlungs- und im Lohnsteuerabzugsverfahren stellt ebenso wenig wie die von Aufwendungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst a EStG einen Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG dar, sondern ist schon dadurch gerechtfertigt, dass beim Lohnsteuerabzug die Vorsorgeaufwendungen durch die &#8211;ggf. gek&uuml;rzte&#8211; Vorsorgepauschale des &sect;&nbsp;10c Abs.&nbsp;2, Abs.&nbsp;5 i.V.m. &sect;&nbsp;39b Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;6 Nr.&nbsp;3 EStG ber&uuml;cksichtigt werden. Zur weiteren Begr&uuml;ndung verweist der Senat auf die Ausf&uuml;hrungen des X.&nbsp;Senats des BFH in BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348 (unter B.III.2 c aa und bb) und des BVerfG in HFR 2016, 829 (Rz&nbsp;93 ff.), denen er sich inhaltlich anschlie&szlig;t.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Nach dem BFH-Urteil in BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348 und dem BVerfG-Beschluss in HFR 2016, 829 ist es auch nicht zu beanstanden, dass im Rahmen von &sect;&nbsp;39a EStG und in &sect;&nbsp;10c Abs.&nbsp;2 EStG keine Sonderregelung f&uuml;r Beitr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG getroffen wurde, die &uuml;ber die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung hinausgehen, weil vom Fehlen einer Sonderregelung nur eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleine Zahl von Personen betroffen ist und die damit verbundenen Nachteile nicht gravierend sind. Insoweit handelt es sich vor allem um Arbeitnehmer, die erh&ouml;hte (freiwillige) Beitr&auml;ge an eine berufsst&auml;ndische Versorgungseinrichtung leisten (BFH-Urteil in BFHE 227, 165, BStBl II 2010, 348).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach ist es nach Ansicht des erkennenden Senats ebenfalls nicht zu beanstanden, dass der Gesetzgeber im Rahmen von &sect;&nbsp;39a EStG und in &sect;&nbsp;10c Abs.&nbsp;2 EStG auch keine Sonderregelung f&uuml;r Beitr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b EStG getroffen hat. Auch insoweit ist &#8211;bezogen auf die Gesamtheit der Arbeitnehmer&#8211; nur ein kleiner Kreis betroffen. Einmalzahlungen in einen eigenen Basisrentenvertrag in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von 35.000&nbsp;EUR sind, zumal wenn sie &uuml;ber mehrere aufeinanderfolgende Jahre get&auml;tigt werden, der Mehrheit der Arbeitnehmer, an der sich die im Streit stehenden Regelungen ausrichten, nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber ist insbesondere im Steuerrecht grunds&auml;tzlich befugt, generalisierende, typisierende und pauschalierende Regelungen zu treffen (BVerfG-Beschluss vom 8.&nbsp;Oktober 1991&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;50\/86, BVerfGE 84, 348, unter C.III.2.d&nbsp;bb). Voraussetzung hierf&uuml;r ist, dass sich das Absehen von einer Sonderregelung auf eine verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleine Zahl von Personen bezieht und dies auch nicht mit gravierenden Nachteilen verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Anlegung dieses Ma&szlig;stabes war es verfassungsrechtlich nicht geboten, eine Sonderregelung f&uuml;r Arbeitnehmer vorzusehen, die &#8211;wie der Kl&auml;ger&#8211; gr&ouml;&szlig;ere Einmalzahlungen in eine eigene erg&auml;nzende Basisrentenversicherung erbringen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Auch ist davon auszugehen, dass zu dieser verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig kleinen Gruppe von Arbeitnehmern, die (wiederholt) hohe Einmalzahlungen in eine eigene Basisrentenversicherung erbringen, auch Steuerpflichtige geh&ouml;ren, die andere Eink&uuml;nfte beziehen und daher Einkommensteuer-Vorauszahlungen zu leisten haben, so dass eine Ber&uuml;cksichtigung der h&ouml;heren Beitr&auml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;37 EStG m&ouml;glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Zudem darf der oben dargestellte Gesichtspunkt des Belastungsvergleichs zwischen den Lohneink&uuml;nften und den anderen Einkunftsarten nicht unber&uuml;cksichtigt bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei einem solchen Gesamtvergleich wird die Belastungsgleichheit in der Zeit durch die in der Regel monatliche Lohnsteuererhebung angesichts der beim Lohnsteuerabzug ber&uuml;cksichtigten Vorsorgepauschale und des Sonderausgaben-Pauschbetrags jedenfalls nur in einem Ma&szlig;e ber&uuml;hrt, das den Gesetzgeber von Verfassungs wegen nicht verpflichtete, f&uuml;r die kleine Gruppe der nichtselbst&auml;ndig T&auml;tigen, die eine Einmalzahlung in einen Basisrentenvertrag (&quot;R&uuml;rup-Rente&quot;) leisten, eine Sonderregelung vorzusehen (vgl. BVerfG-Beschluss in HFR 2016, 829, Rz&nbsp;102 zu Arbeitnehmern mit erh&ouml;hten Beitr&auml;gen an ein berufsst&auml;ndisches Versorgungswerk). Entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers ist dabei sehr wohl zu ber&uuml;cksichtigen, dass es sich bei der von ihm get&auml;tigten Einmalzahlung um eine Sondersituation handelt, die vom Steuerpflichtigen gesteuert werden kann. Der Senat verkennt dabei nicht, dass eine sp&auml;tere Erbringung der Einmalzahlung sich negativ auf die sp&auml;tere Rentenleistung auswirken wird. Der Steuerpflichtige hat es jedoch gleichwohl in der Hand, sich den Zeitpunkt unter Abw&auml;gung der Vor- und Nachteile im Hinblick auf die sp&auml;tere Rentenleistung einerseits und einen gegenw&auml;rtigen Zins- und Liquidit&auml;tsgewinn andererseits auszusuchen. Dies gilt umso mehr f&uuml;r die vom Kl&auml;ger angef&uuml;hrten au&szlig;ersteuerlichen &quot;Beeintr&auml;chtigungen&quot; durch an das letzte Nettogehalt ankn&uuml;pfende Ersatzleistungen (wie bspw. beim Eltern-, Kranken-, &Uuml;bergangs-, Verletzten- oder Arbeitslosengeld), die als lediglich mittelbare Effekte im &Uuml;brigen f&uuml;r die Frage der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect;&nbsp;39a EStG ohnehin keine Rolle spielen k&ouml;nnen. Denn f&uuml;r die verfassungsrechtliche W&uuml;rdigung am Ma&szlig;stab des Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG kommt es ausschlie&szlig;lich auf die einkommensteuerliche Belastung an, die die relevanten Normen (gegebenenfalls im Verbund mit anderen Normen des Einkommensteuerrechts) bei verschiedenen Steuerpflichtigen bewirken. Be- und Entlastungswirkungen, die sich jenseits der einkommensteuerlichen Belastung erst aus dem Zusammenspiel mit anderen au&szlig;ersteuerrechtlichen Normen ergeben, liegen au&szlig;erhalb der verfassungsrechtlich ma&szlig;geblichen Vergleichsperspektive (vgl. BVerfG-Urteil vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/99, BVerfGE&nbsp;105, 73, BStBl II 2002, 618, Rz&nbsp;158).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das angefochtene Urteil ist schlie&szlig;lich nicht wegen eines Verfahrensfehlers aufzuheben. Der erkennende Senat hat die von dem Kl&auml;ger ger&uuml;gten Verfahrensverst&ouml;&szlig;e wegen Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 FGO) sowie gegen den klaren Inhalt der Akten (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) gepr&uuml;ft. Er erachtet diese R&uuml;gen indes nicht f&uuml;r durchgreifend und sieht insoweit von einer weiteren Begr&uuml;ndung ab (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO), was auch bei einer R&uuml;ge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r zul&auml;ssig ist, wenn sie &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens, sondern lediglich einzelne Feststellungen oder rechtliche Gesichtspunkte betrifft (vgl. BFH-Urteile vom 29.&nbsp;April 2008 VIII&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE 220, 332, BStBl II 2009, 842; vom 15.&nbsp;Januar 2015 I&nbsp;R&nbsp;69\/12, BFHE 249, 99).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.11.2016, VI R 55\/08ECLI:DE:BFH:2016:U.101116.VIR55.08.0 Keine Eintragungen von Einzahlungen in einen Basisrentenvertrag auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Fortsetzungsfeststellungsinteresse &#8211; Entscheidung &uuml;ber ger&uuml;gte Geh&ouml;rsverletzung Leits&auml;tze 1. Das Fortsetzungsfeststellungsinteresse muss auch noch im Zeitpunkt der Entscheidung durch die Revisionsinstanz vorliegen, was vom BFH von Amts wegen zu pr&uuml;fen ist. Ausnahmsweise kann die Pr&uuml;fung des Feststellungsinteresses unterbleiben, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-55-08-keine-eintragungen-von-einzahlungen-in-einen-basisrentenvertrag-auf-der-lohnsteuerkarte-fortsetzungsfeststellungsinteresse-entscheidung-ueber-geruegte-gehoersverletzung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;55\/08 &#8211; Keine Eintragungen von Einzahlungen in einen Basisrentenvertrag auf der Lohnsteuerkarte &#8211; Fortsetzungsfeststellungsinteresse &#8211; Entscheidung &uuml;ber ger&uuml;gte Geh&ouml;rsverletzung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67157","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67157"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67157\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}