{"id":67158,"date":"2017-04-27T10:00:12","date_gmt":"2017-04-27T08:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67158"},"modified":"2017-04-27T10:00:12","modified_gmt":"2017-04-27T08:00:12","slug":"x-r-48-14-ausgleichszahlung-zur-abfindung-des-versorgungsausgleichs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-48-14-ausgleichszahlung-zur-abfindung-des-versorgungsausgleichs\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;48\/14 &#8211; Ausgleichszahlung zur Abfindung des Versorgungsausgleichs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.11.2016, X R 48\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.231116.XR48.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ausgleichszahlung zur Abfindung des Versorgungsausgleichs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine Ausgleichszahlung f&uuml;r den Ausschluss des &ouml;ffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleichs im Wege des Splittings oder des Quasi-Splittings war in den Jahren 2006 und 2007 bei dem Berechtigten dem Grunde nach als Entsch&auml;digung f&uuml;r entgehende Einnahmen steuerpflichtig.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Steuerpflicht ist auf die Quote beschr&auml;nkt, die dem sozialversicherungsrechtlichen H&ouml;chstausgleich entspricht.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Sie ist zus&auml;tzlich begrenzt auf den k&uuml;nftig der Besteuerung unterliegenden Anteil der Rente bei Rentenbeginn.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Eine Ausgleichszahlung f&uuml;r den Ausschluss des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs war in den Jahren 2006 und 2007 bei dem Berechtigten nicht steuerbar.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Hessischen Finanzgerichts vom 8. Juli 2014&nbsp;&nbsp;11 K 1432\/11 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Hessische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die seit 2006 verheirateten Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) werden zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Die Kl&auml;gerin war bereits zuvor verheiratet. Sie hatte mit ihrem ehemaligen Ehemann (X) unter Hinweis auf erhebliche Zahlungen eine Vereinbarung &uuml;ber den Ausschluss des Versorgungsausgleichs geschlossen, die das Familiengericht genehmigte. X &uuml;bertrug der Kl&auml;gerin im Jahre 2006 einen Bausparvertrag mit einem Wert von ca. 30.000&nbsp;EUR und zahlte einen Geldbetrag in H&ouml;he von 5.000&nbsp;EUR. In den Jahren 2007 bis 2010 hatte er weitere Zahlungen in H&ouml;he von 32.000&nbsp;EUR (2007), 23.000&nbsp;EUR (2008) und jeweils 20.000&nbsp;EUR (2009 und 2010) zu erbringen. F&uuml;r X bestand nach den Feststellungen des Beklagten und Revisionskl&auml;gers (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) keine Rentenanwartschaft, weil er Beamter oder Arbeitnehmer mit vergleichbaren Versorgungsanspr&uuml;chen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer verwaltungsinternen Kontrollmitteilung hat die Kl&auml;gerin im Streitjahr 2006 von X den Bausparvertrag im Wert von 29.995&nbsp;EUR und eine Barzahlung in H&ouml;he von 5.000&nbsp;EUR nebst 12.000&nbsp;EUR Unterhaltsleistungen erhalten, im Streitjahr 2007 eine Zahlung in H&ouml;he von 32.000&nbsp;EUR. Es ist unstreitig, dass X die Leistungen in H&ouml;he von 34.995&nbsp;EUR und 32.000&nbsp;EUR erbracht hatte, um einen Versorgungsausgleich zu vermeiden. Zus&auml;tzlich zu der Unterhaltszahlung von 12.000&nbsp;EUR im Jahre 2006 unterwarf das FA beide Betr&auml;ge bei der Kl&auml;gerin als sonstige Eink&uuml;nfte in Form von wiederkehrenden Bez&uuml;gen nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren geltenden Fassung (EStG) der Besteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage machten die Kl&auml;ger im Wesentlichen geltend, die Ausgleichszahlungen seien in den Streitjahren 2006 und 2007 mangels Rechtsgrundlage nicht steuerbar. Das Finanzgericht (FG) hat der Klage stattgegeben (Urteil vom 8.&nbsp;Juli 2014 11&nbsp;K&nbsp;1432\/11, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2014, 1678). Die Zufl&uuml;sse seien weder nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG i.V.m. &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG noch nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG i.V.m. &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG noch nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG zu versteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA geltend, die Ausgleichszahlungen seien Eink&uuml;nfte aus Leistungen nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG i.V.m. &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG. Es handele sich um eine Entsch&auml;digung f&uuml;r den Verzicht auf die mit Renteneintritt zustehenden Renteneinnahmen, da die Zahlung sich nicht auf die Erf&uuml;llung beschr&auml;nke, sondern die endg&uuml;ltige Aufgabe eines Verm&ouml;genswerts in Gestalt einer Versorgungsanwartschaft bewirke. Soweit der Bundesfinanzhof (BFH) Entsch&auml;digungen nur annehme, soweit der Steuerpflichtige unter rechtlichem, wirtschaftlichem oder tats&auml;chlichem Druck gestanden habe, sei dies allein im Zusammenhang mit &sect;&nbsp;34 EStG zu sehen und schr&auml;nke den Anwendungsbereich von &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG nicht ein. Es sei ungereimt, Entsch&auml;digungen f&uuml;r freiwillige Einnahmeverluste besser zu stellen als f&uuml;r unfreiwillige und den Empf&auml;nger einer Ausgleichszahlung besser zu stellen als bei Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs. Zumindest bei dem Ausgleichsverpflichteten handele es sich nach dem BFH-Urteil vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006 IX&nbsp;R&nbsp;78\/01 (BFHE&nbsp;212, 514, BStBl II&nbsp;2006, 448) nicht um Ersatzleistungen im nicht steuerverhafteten Privatverm&ouml;gen. Damit f&uuml;hre die Entscheidung dazu, dass derselbe Betrag einerseits bei dem Geber steuermindernd ber&uuml;cksichtigt, andererseits bei dem Empf&auml;nger der Privatsph&auml;re zugeordnet werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Abfindungszahlungen seien keine Eink&uuml;nfte i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 EStG. &sect;&nbsp;24 EStG bilde keine neue, selbst&auml;ndige Einkunftsart. Sie seien kein Ersatz f&uuml;r Eink&uuml;nfte aus &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG, da es sich lediglich um Ersatzleistungen f&uuml;r Wertminderungen im Privatverm&ouml;gen handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet mit der Ma&szlig;gabe, dass das FG-Urteil nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen ist. Die seitens der Kl&auml;gerin empfangenen Zahlungen geh&ouml;ren zu den sonstigen Eink&uuml;nften nach &sect;&nbsp;22 EStG. Der Senat kann jedoch anhand der Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilen, mit welchem Anteil sie steuerpflichtig sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Versorgungsausgleich zwischen geschiedenen Ehegatten richtete sich in den Streitjahren in erster Linie nach &sect;&sect;&nbsp;1587a, 1587b des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs in der in diesen Jahren geltenden Fassung (BGB a.F.), w&auml;hrend das Gesetz zur Regelung von H&auml;rten im Versorgungsausgleich (VAHRG) erst zum Tragen kam, wenn der Versorgungsausgleich nach den Vorschriften des BGB a.F. nicht m&ouml;glich war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der &ouml;ffentlich-rechtliche Versorgungsausgleich wurde entweder durch unmittelbare Aufteilung der Anrechte oder durch Begr&uuml;ndung von Anrechten f&uuml;r den Versorgungsausgleichsberechtigten in der gesetzlichen Rentenversicherung zu Lasten der sonstigen Anrechte des Versorgungsausgleichsverpflichteten verwirklicht. Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung wurden nach &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;1 BGB a.F. durch anteilige &Uuml;bertragung der Rentenanwartschaften aufgeteilt (Splitting). Bei Versorgungsanwartschaften aus &ouml;ffentlich-rechtlichen Dienstverh&auml;ltnissen begr&uuml;ndete das Familiengericht nach &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;2 BGB a.F. f&uuml;r den ausgleichsberechtigten Ehegatten Rentenanwartschaften in einer gesetzlichen Rentenversicherung (Quasi-Splitting). F&uuml;r sonstige Anwartschaften standen die Realteilung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 VAHRG sowie das analoge Quasi-Splitting nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG i.V.m. &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;2 BGB a.F. und deren Erweiterungen durch &sect;&nbsp;3b VAHRG zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>War dies alles nicht m&ouml;glich, erfolgte der schuldrechtliche Versorgungsausgleich nach &sect;&nbsp;2 VAHRG i.V.m. &sect;&nbsp;1587f bis 1587n BGB a.F.. Er besteht im Kern darin, dass der ausgleichsverpflichtete Ehegatte bei Eintritt des Versorgungsfalles dem anderen Ehegatten eine Ausgleichsrente zahlt, der seinerseits einen Anspruch auf Abtretung der Versorgungsanspr&uuml;che geltend machen kann (&sect;&sect;&nbsp;1587g Abs.&nbsp;1 Satz 1, 1587i Abs.&nbsp;1 BGB a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;1587o Abs.&nbsp;1 BGB a.F. erlaubte es, im Zusammenhang mit der Scheidung durch eine Parteivereinbarung anstelle des Versorgungsausgleichs ein Ausgleichssurrogat und damit auch die Leistung einer Abfindung zu vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine zus&auml;tzliche Begrenzung enthielten die Vorschriften &uuml;ber die gesetzliche Rentenversicherung. Innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung wurde nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 des Sechsten Buchs Sozialgesetzbuch (SGB&nbsp;VI) der zugunsten oder zu Lasten von Versicherten durchgef&uuml;hrte Versorgungsausgleich durch einen Zuschlag oder Abschlag von Entgeltpunkten ber&uuml;cksichtigt. Die &Uuml;bertragung oder Begr&uuml;ndung von Rentenanwartschaften zugunsten von Versicherten (und damit zugunsten von Versorgungsausgleichsberechtigten) f&uuml;hrte nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;VI zu einem Zuschlag an Entgeltpunkten. Dieser Zuschlag durfte nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 SGB&nbsp;VI zusammen mit den in der Ehezeit oder Lebenspartnerschaftszeit bereits vorhandenen Entgeltpunkten den Wert nicht &uuml;bersteigen, der sich ergibt, wenn die Anzahl der Kalendermonate der Ehezeit oder Lebenspartnerschaftszeit durch sechs geteilt wird; eine &Uuml;bertragung oder Begr&uuml;ndung von Rentenanwartschaften war nur bis zu dem entsprechenden H&ouml;chstbetrag wirksam. Dar&uuml;ber hinaus stand regelm&auml;&szlig;ig der schuldrechtliche Versorgungsausgleich zur Verf&uuml;gung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. F&uuml;r die steuerliche Behandlung des Versorgungsausgleichs, w&auml;re er durchgef&uuml;hrt worden, ist zu differenzieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Begr&uuml;ndung von Rentenanwartschaften f&uuml;r den Ausgleichsberechtigten im Wege des Quasi-Splittings f&uuml;hrt zur K&uuml;rzung der sp&auml;ter zuflie&szlig;enden Pensionsbez&uuml;ge nach &sect;&nbsp;57 des Beamtenversorgungsgesetzes (BeamtVG) und somit zu einer Schm&auml;lerung der steuerpflichtigen Alterseink&uuml;nfte des Ausgleichsverpflichteten. Der Ausgleichsberechtigte hingegen hat die ihm zuflie&szlig;enden Renten der gesetzlichen Rentenversicherung nach Ma&szlig;gabe von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu versteuern. Das bedeutet, dass die Besteuerung auf den in der Tabelle in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG f&uuml;r das jeweilige Jahr des Rentenbeginns genannten Besteuerungsanteil begrenzt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Durchf&uuml;hrung des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs hat keinen Einfluss auf die H&ouml;he der steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte des Ausgleichsverpflichteten. Die ungek&uuml;rzten Versorgungsbez&uuml;ge w&auml;ren steuerrechtlich eigene Eink&uuml;nfte des Verpflichteten geblieben, da die Verpflichtung, sie zum Teil an den versorgungsausgleichsberechtigten anderen Ehegatten weiterzuleiten, ein Vorgang im Bereich der Einkommensverwendung ist (vgl. im Einzelnen Senatsurteil vom 15.&nbsp;Juni 2010 X&nbsp;R&nbsp;23\/08, BFH\/NV 2010, 1807, unter II.1.b). Jedoch k&ouml;nnte der Ausgleichsverpflichtete sie als Sonderausgaben in Gestalt dauernder Lasten gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG geltend machen, soweit sie auf steuerbaren Eink&uuml;nften beruhen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei dem Ausgleichsberechtigten handelt es sich um sonstige wiederkehrende Leistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 1 EStG, die der Besteuerung unterliegen, soweit die transferierten Leistungen bei dem Ausgleichsverpflichteten ihrerseits steuerbar waren. Beim Ausgleichsverpflichteten korrespondieren die (etwaige) Besteuerungsquote und die Sonderausgabenabzugsquote; ferner korrespondieren der Sonderausgabenabzug beim Ausgleichsverpflichteten und die Steuerpflicht beim Ausgleichsberechtigten (vgl. im Einzelnen Senatsurteile vom 18.&nbsp;September 2003 X&nbsp;R&nbsp;152\/97, BFHE 203, 337, BStBl II 2007, 749; vom 15.&nbsp;Oktober 2003 X&nbsp;R&nbsp;29\/01, BFH\/NV 2004, 478).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Wird der Versorgungsausgleich vertraglich ausgeschlossen und daf&uuml;r eine Abfindungszahlung vereinbart, ist f&uuml;r deren steuerliche Behandlung beim Ausgleichsverpflichteten ebenfalls zu differenzieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Ausgleichsverpflichteter, der als Beamter oder nach beamtenrechtlichen Grunds&auml;tzen einen Anspruch auf eine Altersversorgung hat, kann derartige Abfindungszahlungen, mit denen er die durch das Quasi-Splitting eintretende K&uuml;rzung der sp&auml;ter zuflie&szlig;enden Pensionsbez&uuml;ge nach &sect;&nbsp;57 BeamtVG vermeidet, ebenso wie Auff&uuml;llungszahlungen an den Dienstherrn sofort als (vorab entstandene) Werbungskosten abziehen (vgl. BFH-Urteile vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006 IX&nbsp;R&nbsp;107\/00, BFHE&nbsp;212, 511, BStBl II&nbsp;2006, 446; in BFHE&nbsp;212, 514, BStBl II&nbsp;2006, 448; vom 17.&nbsp;Juni 2010 VI&nbsp;R&nbsp;33\/08, BFH\/NV 2010, 2051; vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2011 VI&nbsp;R&nbsp;59\/10, BFH\/NV 2011, 1130).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Abfindungszahlungen zur Vermeidung eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs k&ouml;nnen demgegen&uuml;ber bei dem Ausgleichsverpflichteten steuerrechtlich &uuml;berhaupt nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Der Werbungskostenabzug scheitert daran, dass dem Ausgleichsverpflichteten auch bei Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs die ungek&uuml;rzten Versorgungsbez&uuml;ge verbleiben. Dies korrespondiert mit der steuerrechtlichen Behandlung der Eink&uuml;nfte bei Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs. Anders als bei einem tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrten schuldrechtlichen Versorgungsausgleich ist jedoch auch der Sonderausgabenabzug nicht m&ouml;glich, da die Abfindungszahlung den Transfer steuerrechtlicher Leistungsf&auml;higkeit gerade verhindert. Der Abzug als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung kommt schlie&szlig;lich ebenfalls nicht in Betracht, weil es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Verm&ouml;gensauseinandersetzung handelt (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1807, unter II.1.b, II.3., II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Bei dem Ausgleichsberechtigten ist ebenfalls zu unterscheiden. Soweit mit einer Abfindungszahlung das Quasi-Splitting ausgeschlossen wird, unterliegt diese dem Grunde nach der Besteuerung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG. Dies ist jedoch beschr&auml;nkt auf den Besteuerungsanteil, der sich aus den Tabelle in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz 3 EStG ergibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 EStG auch Entsch&auml;digungen, die als Ersatz f&uuml;r entgangene oder entgehende Einnahmen gew&auml;hrt worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin als Ausgleichsberechtigte hat die Abfindungszahlung als Ersatz f&uuml;r entgehende Einnahmen erhalten, und zwar, soweit sie das Quasi-Splitting betrifft, f&uuml;r die Leibrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung, die sie bezogen h&auml;tte, w&auml;re der Versorgungsausgleich durchgef&uuml;hrt worden. Es ist unsch&auml;dlich, wenn, wie hier, der Ersatz durch einen Dritten geleistet wird (vgl. BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 1970 VI&nbsp;R&nbsp;273\/67,&nbsp;BFHE&nbsp;100, 504, BStBl II&nbsp;1971, 138, unter III.). Die entgehenden Einnahmen aus der gesetzlichen Rentenversicherung w&auml;ren mit der entsprechenden Besteuerungsquote nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG steuerpflichtig gewesen. Der Einwand der Kl&auml;gerin, &sect;&nbsp;24 EStG begr&uuml;nde keinen selbst&auml;ndigen Steuertatbestand, geht daher ins Leere. Die Besteuerung gr&uuml;ndet auf der Steuerpflicht derjenigen Einnahmen, die die Abfindungszahlung ersetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Einer Zwangslage auf Seiten des Empf&auml;ngers bedarf es jedenfalls bei Leistungen zur Abfindung eines Versorgungsausgleichs nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Grunds&auml;tzlich setzt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH der Begriff der Entsch&auml;digung u.a. voraus, dass der Steuerpflichtige unter einem nicht unerheblichen rechtlichen, wirtschaftlichen oder tats&auml;chlichen Druck handelt, sich also in einer nicht von ihm, sondern von dem Leistenden herbeigef&uuml;hrten Zwangssituation befindet (vgl. etwa BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Januar 2005 IX&nbsp;R&nbsp;67\/02, BFH\/NV 2005, 1044, unter II.1.a&nbsp;cc). Dem steht eine einverst&auml;ndliche Regelung allerdings nicht entgegen. Es reicht aus, wenn der Empf&auml;nger in einer Konfliktsituation zur Vermeidung von Streitigkeiten, obwohl ihm eine andere L&ouml;sung lieber gewesen w&auml;re, letztlich nachgegeben hat (vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Februar 2012 IX&nbsp;R&nbsp;28\/11, BFHE 237, 56, BStBl II 2012, 569, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat l&auml;sst dahingestellt, ob er grunds&auml;tzlich im Rahmen des &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG an dem Erfordernis der Zwangssituation festhalten m&ouml;chte. Im Streitfall hat das FG Feststellungen zu der Frage, welcher der vormaligen Ehegatten Interesse an der Abl&ouml;sung des Versorgungsausgleichs und insoweit die Initiative ergriffen hatte, nicht getroffen. Aus dem Wortlaut des &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG ergibt sich dieses Tatbestandsmerkmal nicht. Aus dem Zweck dieser Norm ist die Notwendigkeit eines solchen ungeschriebenen Tatbestandsmerkmals ebenfalls nicht abzuleiten. Vielmehr ist es folgerichtig, Ersatzleistungen f&uuml;r Eink&uuml;nfte jedweder Art ebenso der Besteuerung zu unterwerfen wie die Eink&uuml;nfte selbst, gleich, wie die Ersatzleistung zustande gekommen ist. Einen Ankn&uuml;pfungspunkt f&uuml;r die Forderung nach einer Druck- oder Zwangssituation bietet erst die &#8211;im Streitfall mangels Zusammenballung der Abfindungszahlung ohnehin nicht anwendbare&#8211; Vorschrift des &sect;&nbsp;34 EStG, die das Vorliegen &quot;au&szlig;erordentlicher&quot; Eink&uuml;nfte voraussetzt. Dies gebietet es jedoch nicht, bereits die Anwendbarkeit des &#8211;nicht eine Steuerverg&uuml;nstigung, sondern die Steuerbarkeit als solche regelnden&#8211; Tatbestands des &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG hiervon abh&auml;ngig zu machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit es um die Frage geht, ob eine Abfindungszahlung f&uuml;r den Ausschluss eines Versorgungsausgleichs eine Entsch&auml;digung i.S. des &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG ist, w&auml;re aber das ungeschriebene Tatbestandsmerkmal der durch den Leistenden herbeigef&uuml;hrten Zwangslage auch nicht anwendbar. Die Einheit der Rechtsordnung gebietet insoweit die wortlautgem&auml;&szlig;e Anwendung der Norm. Das Scheidungsrecht ist heute und war auch bereits in den Streitjahren grunds&auml;tzlich verschuldensunabh&auml;ngig ausgestaltet. Das galt auch f&uuml;r den Versorgungsausgleich. Soweit &sect;&sect;&nbsp;1587c Nr.&nbsp;2, 3, 1587h Nr.&nbsp;2, 3 BGB a.F. den Versorgungsausgleich in F&auml;llen selbst herbeigef&uuml;hrter Versorgungsl&uuml;cken sowie bei langer und gr&ouml;blicher Verletzung der Unterhaltspflicht ausschlossen, handelt es sich um spezialgesetzliche Ausnahmen. Fehlen deren Voraussetzungen, findet eine Verhaltens- und Verschuldenspr&uuml;fung nicht statt. Es w&auml;re ein Wertungswiderspruch, wenn im Besteuerungsverfahren das pers&ouml;nliche Verh&auml;ltnis der in Scheidung befindlichen Ehegatten im Hinblick auf die Feststellung einer Zwangslage in einer Weise durchleuchtet werden m&uuml;sste, in der das Familienrecht dies ausdr&uuml;cklich nicht vorsieht. Da f&uuml;r die Frage, wie eine Vereinbarung &uuml;ber den Ausschluss des Versorgungsausgleichs zustande gekommen ist, eine entsprechende spezialgesetzliche Anordnung f&uuml;r eine derartige Pr&uuml;fung fehlt, muss sie auch im Besteuerungsverfahren unterbleiben. Das bedeutet, dass in derartigen F&auml;llen eine Entsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG bereits ohne besondere Pr&uuml;fung einer Zwangslage zu bejahen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Besteuerung der Abfindungszahlung ist auf den Besteuerungsanteil nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG beschr&auml;nkt, mit der die Rentenzahlungen besteuert worden w&auml;ren, w&auml;re der Versorgungsausgleich durchgef&uuml;hrt worden. Die Steuerpflicht der Entsch&auml;digungen nach &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG ist von der Steuerpflicht derjenigen Einnahmen abgeleitet, die sie ersetzen. Sie setzt folglich voraus, dass die k&uuml;nftigen Einnahmen, um die es geht, ihrerseits steuerbar gewesen w&auml;ren. Das bedeutet weiter, dass die Entsch&auml;digung nur insoweit der Besteuerung unterliegt, als die Einnahmen steuerpflichtig gewesen w&auml;ren. Die entsprechende Quote ist daher auch auf die Steuerpflicht der Entsch&auml;digung anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abzustellen ist deshalb auf das Jahr des voraussichtlichen Renteneintritts. Nicht ma&szlig;gebend ist das Jahr, in dem die Abfindungszahlung geleistet worden ist. Diese Sachlage ist nicht zu verwechseln mit der durch einen Versorgungstr&auml;ger geleisteten Abfindung, die, sofern sie &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG unterf&auml;llt, mit dem Besteuerungsanteil des Zahlungsjahres steuerpflichtig ist (vgl. etwa Senatsurteil vom 23.&nbsp;Oktober 2013 X&nbsp;R&nbsp;33\/10, BFHE&nbsp;243, 332, BStBl II&nbsp;2014, 103 zur Austrittsleistung einer schweizerischen Pensionskasse). Auf diese ist der Besteuerungsanteil aus &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG unmittelbar anwendbar. Da die Steuerpflicht der im Streitfall zu beurteilenden Entsch&auml;digung aber mit der Steuerpflicht der ausgefallenen Einnahmen steht und f&auml;llt, ist sie auch auf die Besteuerungsquote dieser Einnahmen begrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Soweit die Abfindungszahlung hingegen den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich ausschlie&szlig;t, ist sie nicht steuerbar. Die tatbestandlich gegebene Steuerpflicht nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG ist wegen fehlenden Transfers von Leistungsf&auml;higkeit aus systematischen und teleologischen Gr&uuml;nden auf Null zu reduzieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei entsprechender Anwendung der unter II.4. er&ouml;rterten Grunds&auml;tze w&auml;re die Abfindungszahlung auch steuerpflichtig, soweit sie sich auf den Ausschluss des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs bezieht. Die von dem Ausgleichsberechtigten vereinnahmten Zahlungen w&auml;ren als wiederkehrende Leistungen nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 1 EStG steuerbar und steuerpflichtig gewesen (s.o. unter II.2.b), so dass dem Grunde nach die Steuerpflicht der Abfindungszahlung als Entsch&auml;digung nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG er&ouml;ffnet w&auml;re. Nur die Einschr&auml;nkung in II.4.c w&auml;re insoweit zu modifizieren, als nicht die Besteuerungsquote nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG, sondern die Besteuerungsquote nach Ma&szlig;gabe der Senatsurteile in BFHE 203, 337, BStBl II 2007, 749 und BFH\/NV 2004, 478 zum Tragen k&auml;me.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Steuerbarkeit der bei Durchf&uuml;hrung eines Versorgungsausgleichs durch den Ausgleichsberechtigten vereinnahmten Leistungen gr&uuml;ndet bei den unterschiedlichen Arten des Versorgungsausgleichs auf g&auml;nzlich unterschiedlicher systematischer Quelle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei Durchf&uuml;hrung des Quasi-Splittings folgt die Steuerpflicht unmittelbar aus &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG (s.o. unter II.2.a). Die Korrespondenz der Besteuerung zwischen Ausgleichsverpflichtetem und Ausgleichsberechtigten ist nur eingeschr&auml;nkt gew&auml;hrleistet. Dem Totalverlust der ausgeglichenen Versorgungsanspr&uuml;che auf Seiten des Ausgleichsverpflichteten und der naturgem&auml;&szlig; damit einhergehenden fehlenden Steuerbarkeit steht eine ggf. nur anteilige Steuerpflicht des Ausgleichsberechtigten nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG gegen&uuml;ber. Dies resultiert aus der Beteiligung zweier Versorgungssysteme, die ihrerseits unterschiedlichen Besteuerungsregimen unterworfen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Beim schuldrechtlichen Versorgungsausgleich folgt die Steuerpflicht aus &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 1 EStG (s.o. unter II.2.b). Bei Anwendung dieser Vorschrift hat sich der Senat ma&szlig;gebend darauf gest&uuml;tzt, dass ein Transfer steuerlicher Leistungsf&auml;higkeit stattfinde, der bei dem Ausgleichsverpflichteten zum Sonderausgabenabzug nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG, auf der anderen Seite aber bei dem Ausgleichsberechtigten zur Steuerpflicht f&uuml;hren m&uuml;sse. Auch im Umfang hat der Senat die Besteuerung bei dem Ausgleichsberechtigten davon abh&auml;ngig gemacht, dass die Zahlungen bei dem Ausgleichsverpflichteten aus steuerbaren Eink&uuml;nften erbracht wurden. Insgesamt beruht die steuerliche Behandlung der Leistungen im Rahmen eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs auf einem weitgehenden Korrespondenzprinzip zwischen den beiden Parteien des Versorgungsausgleichs (vgl. Senatsurteile in BFHE 203, 337, BStBl II 2007, 749, sowie in BFH\/NV 2004, 478).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Steuerbarkeit der f&uuml;r den Ausschluss des Quasi-Splittings geleisteten Zahlung ist nach Grund und H&ouml;he aus der Steuerbarkeit der bei Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs zu erwartenden Rentenzahlungen abgeleitet. Die erhaltene Abfindung ist steuerpflichtig, weil die entgangenen Einnahmen steuerpflichtig gewesen w&auml;ren, und sie ist gerade insoweit steuerpflichtig, wie die entgangenen Einnahmen es gewesen w&auml;ren. Insoweit besteht Korrespondenz zwischen der steuerlichen Behandlung des Versorgungsausgleichs und der steuerlichen Behandlung der Abfindung zu dessen Ausschluss (vgl. im Einzelnen unter II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Korrespondenz der Besteuerung zwischen Ausgleichsverpflichtetem und Ausgleichsberechtigten ist f&uuml;r diese &Uuml;berlegungen nicht tragend, zumal das Korrespondenzprinzip f&uuml;r sich genommen keinen Besteuerungstatbestand bildet und daher f&uuml;r die Besteuerung nicht konstitutiv sein kann. Im Ergebnis allerdings findet sich das im Quasi-Splitting vorhandene Ma&szlig; an Korrespondenz auch in der Besteuerung der Abfindungszahlung wieder, so dass immerhin kein Systembruch entsteht: Der Berechtigte hat die Abfindungszahlung mit der jeweiligen Besteuerungsquote des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG zu versteuern. Der Verpflichtete kann sie in demselben Umfange als Werbungskosten abziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Werden Abfindungszahlungen zum Ausschluss eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs geleistet, so schlie&szlig;t jedoch die fehlende Korrespondenz zwischen Ausgleichsverpflichtetem und Ausgleichsberechtigtem die Besteuerung bei letzterem aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) W&auml;hrend rechtstechnisch aus den unter II.5.a genannten Gr&uuml;nden die steuerliche Erfassung bei dem Berechtigten folgerichtig w&auml;re, geb&ouml;te das Korrespondenzprinzip andererseits die Steuerfreiheit der Abfindungszahlung. Der Senat hat die Abziehbarkeit der Abfindungszahlung bei dem Leistenden nicht nur als Werbungskosten, sondern auch als Sonderausgaben mit der &Uuml;berlegung abgelehnt, dass sie gerade keinen Transfer steuerlicher Leistungsf&auml;higkeit bewirken (Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1807). Der Ausgleichsverpflichtete erbringt insoweit die Abfindungszahlung aus versteuertem Einkommen. Unter Korrespondenzgesichtspunkten m&uuml;sste die Zahlung bei dem Ausgleichsberechtigten steuerfrei sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat l&ouml;st diesen Konflikt zugunsten des Korrespondenzprinzips auf. Da die Abfindungszahlung bei dem Ausgleichsverpflichteten nicht steuerlich ber&uuml;cksichtigt werden kann, ist sie bei dem Ausgleichsberechtigten nicht steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;gebend daf&uuml;r ist allerdings nicht unmittelbar das Bestreben, bei isolierter Betrachtung der steuerlichen Behandlung der Abfindungszahlung Korrespondenz herzustellen. Ein allgemeines Korrespondenzprinzip, das sich auf jedwede Zahlungen bei dem Leistenden und dem Leistungsempf&auml;nger erstreckte, ist dem Einkommensteuerrecht unbekannt. Entscheidend ist vielmehr, dass die steuerliche Behandlung des durchgef&uuml;hrten Versorgungsausgleichs von dem Gedanken des Transfers von Eink&uuml;nften und damit von dem Korrespondenzprinzip zwischen dem Ausgleichsberechtigten und dem Ausgleichsverpflichteten beherrscht wird (s.o. unter II.5.b&nbsp;bb). Wenn aber die steuerliche Behandlung von Abfindungszahlungen von der steuerlichen Behandlung von Versorgungsausgleichsleistungen abh&auml;ngig gemacht wird, ist es folgerichtig, nicht nur das steuerpraktische Ergebnis, sondern auch die f&uuml;r die Besteuerung des Versorgungsausgleichs pr&auml;genden Grunds&auml;tze zu &uuml;bertragen. Ist der Transfer von Eink&uuml;nften tragendes Merkmal der Besteuerung im schuldrechtlichen Versorgungsausgleich, so bedeutet das, dass die erhaltene Abfindung auch nur steuerbar sein kann, wenn sie Ausdruck eines Transfers von Eink&uuml;nften ist. Da dieser Transfer gerade nicht stattfindet, scheidet auch die Besteuerung aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter diesem Aspekt ist der Ausschluss der Steuerbarkeit einer Abfindungszahlung f&uuml;r den schuldrechtlichen Versorgungsausgleich gerade keine isolierte Anwendung des Korrespondenzprinzips. Vielmehr setzt er lediglich den in &sect;&nbsp;24 Nr.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a EStG angelegten und auch beim Quasi-Splitting verfolgten Gedanken, dass die Besteuerung der Abfindungszahlung aus der Besteuerung des laufenden Versorgungsausgleichs abgeleitet ist (s.o. II.4.), umfassend um.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Dem Senat ist eine abschlie&szlig;ende Entscheidung nicht m&ouml;glich, da sich der etwaige H&ouml;chstbetrag nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 SGB VI mit Hilfe der Feststellungen des FG nicht ermitteln l&auml;sst. Damit steht nicht fest, ob und in welcher H&ouml;he das Quasi-Splitting im Streitfall begrenzt war und in welchem Umfange folglich die Abfindungszahlung auf die Abgeltung des Quasi-Splittings oder ggf. auf die Abgeltung eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Der Senat entscheidet im Einverst&auml;ndnis mit den Beteiligten nach &sect;&nbsp;121 Satz 1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO ohne m&uuml;ndliche Verhandlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.11.2016, X R 48\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.231116.XR48.14.0 Ausgleichszahlung zur Abfindung des Versorgungsausgleichs Leits&auml;tze 1. Eine Ausgleichszahlung f&uuml;r den Ausschluss des &ouml;ffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleichs im Wege des Splittings oder des Quasi-Splittings war in den Jahren 2006 und 2007 bei dem Berechtigten dem Grunde nach als Entsch&auml;digung f&uuml;r entgehende Einnahmen steuerpflichtig. 2. 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