{"id":67162,"date":"2017-04-27T09:59:48","date_gmt":"2017-04-27T07:59:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67162"},"modified":"2017-04-27T09:59:48","modified_gmt":"2017-04-27T07:59:48","slug":"iv-r-20-14-notwendige-beiladung-bei-einer-atypisch-stillen-gesellschaft-zurueckverweisung-an-einen-anderen-senat-des-fg-gesonderte-und-einheitliche-feststellung-bei-einer-kg-atypisch-still-keine-zus-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-20-14-notwendige-beiladung-bei-einer-atypisch-stillen-gesellschaft-zurueckverweisung-an-einen-anderen-senat-des-fg-gesonderte-und-einheitliche-feststellung-bei-einer-kg-atypisch-still-keine-zus-3\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;20\/14 &#8211; Notwendige Beiladung bei einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Gesonderte und einheitliche Feststellung bei einer KG &#038; atypisch Still &#8211; Keine Zusammenfassung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r verschiedene Gesellschaften in einem Feststellungsbescheid &#8211; Unwirksamkeit der an eine vollbeendete KG gerichteten Pr&uuml;fungsanordnung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.10.2016, IV R 20\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.131016.IVR20.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Notwendige Beiladung bei einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Gesonderte und einheitliche Feststellung bei einer KG &#038; atypisch Still &#8211; Keine Zusammenfassung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r verschiedene Gesellschaften in einem Feststellungsbescheid &#8211; Unwirksamkeit der an eine vollbeendete KG gerichteten Pr&uuml;fungsanordnung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 26. Februar 2013&nbsp;&nbsp;6 K 6228\/08 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht Berlin-Brandenburg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) gr&uuml;ndete am 29.&nbsp;Dezember 1997 als alleiniger Kommanditist zusammen mit der A-GmbH (Beigeladene) als Komplement&auml;rin die B-GmbH &#038; Co. KG (KG). In die KG brachte der Kl&auml;ger zum 31.&nbsp;Dezember 1997 die Grundst&uuml;cke C-Stra&szlig;e&nbsp;1 und D-Stra&szlig;e&nbsp;5 (insgesamt drei Grundst&uuml;cke) ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenfalls am 29.&nbsp;Dezember 1997 mit Wirkung ab dem 30.&nbsp;Dezember 1997 beteiligten sich die E-AG und die F-GmbH (Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin &#8211;Kl&auml;gerin&#8211;) als atypisch stille Gesellschafter am Gewerbe der KG. Zum 1.&nbsp;April 2001 &uuml;bertrug die Kl&auml;gerin ihre stille Beteiligung auf die E-AG (sp&auml;ter E-GmbH).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die atypisch stille Gesellschaft zwischen der KG und der E-AG wurde mit Wirkung zum 1.&nbsp;September 2001 beendet. Am selben Tag schied die Beigeladene als Komplement&auml;rin aus der KG aus mit der Folge, dass das Verm&ouml;gen der KG auf den Kl&auml;ger anwuchs. Die Aufl&ouml;sung der KG und das Erl&ouml;schen deren Firma wurden am 5.&nbsp;August 2002 in das Handelsregister eingetragen. Beides wurde dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Schreiben vom 18.&nbsp;Juni 2002 sowie im Zusammenhang mit der Abgabe der Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r 2001 in einem weiteren Schreiben vom 25.&nbsp;Juli 2003 mitgeteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die E-AG wurde durch Beschluss vom &#8230;&nbsp;Dezember 2003 in die E-GmbH umgewandelt und auf Grund der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens am &#8230;&nbsp;Juli 2005 aufgel&ouml;st. Das Insolvenzverfahren ist noch nicht beendet (Amtsgericht &#8211;AG&#8211; &#8230;, Az. &#8230;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In 1999 wurden Steuererkl&auml;rungen zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb und sonstigen Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1998 f&uuml;r die KG unter der Steuernummer &#8230;3 beim beklagten FA und f&uuml;r die KG &#038; atypisch Still beim FA G unter der Steuernummer &#8230;6 eingereicht. In der Folge kam es zu einem Zust&auml;ndigkeitsstreit zwischen diesen beiden F&Auml; im Hinblick auf die steuerliche Zust&auml;ndigkeit u.a. f&uuml;r die Feststellung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb und sonstigen Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1998 f&uuml;r die KG und die KG &#038; atypisch Still. Die F&Auml; kamen schlie&szlig;lich dahin &uuml;berein, dass es sich steuerrechtlich um denselben Steuerpflichtigen handele und dieser beim beklagten FA unter der Steuernummer &#8230;3 zu veranlagen sei. Entsprechend hob das FA G die von ihm f&uuml;r die KG &#038; atypisch Still bereits erlassenen Bescheide, u.a. den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb und sonstigen Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1998, ersatzlos auf und leitete die den Bescheiden zu Grunde liegenden Steuer-\/Feststellungserkl&auml;rungen an das beklagte FA weiter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieses stellte sodann mit mehrfach ge&auml;nderten Bescheiden &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (im Weiteren Gewinnfeststellungsbescheid), zuletzt mit Gewinnfeststellungsbescheid vom 31.&nbsp;August 2001, die Eink&uuml;nfte gesondert und einheitlich in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM fest. Der Bescheid war adressiert an die damaligen Steuerberater f&uuml;r die KG als Empfangsbevollm&auml;chtigte mit Wirkung f&uuml;r und gegen alle Feststellungsbeteiligten. Einen Hinweis auf das Vorliegen einer atypisch stillen Gesellschaft enth&auml;lt der Bescheid nicht. Als Feststellungsbeteiligte waren in dem Bescheid die Beigeladene, der Kl&auml;ger, die E-AG und die Kl&auml;gerin aufgef&uuml;hrt. Der Bescheid erging unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 9.&nbsp;September 2003 ordnete das FA eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Jahre 1997 bis 2001 an, die auch die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen umfasste. Die Pr&uuml;fungsanordnung wurde den damaligen steuerlichen Beratern bekannt gegeben und war gegen die KG (Firma B-GmbH &#038; Co. KG) gerichtet. Die Pr&uuml;fung begann am 18.&nbsp;November 2003.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Pr&uuml;ferin beanstandete u.a. den Einbringungswert der drei Grundst&uuml;cke, was zu deutlich niedrigeren AfA-Betr&auml;gen f&uuml;hrte. Zudem verneinte sie den betrieblichen Veranlassungszusammenhang der vom Kl&auml;ger als Sonderbetriebsausgaben geltend gemachten Zinsaufwendungen f&uuml;r die Grundst&uuml;cke und erfasste Zinszahlungen f&uuml;r ihrer Ansicht nach zu Unrecht passivierte Verbindlichkeiten als Entnahme. Insgesamt ergaben sich danach f&uuml;r das Streitjahr laufende Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM und Sonderbetriebseinnahmen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA schloss sich den Feststellungen der Au&szlig;enpr&uuml;fung an und erlie&szlig; unter dem 18.&nbsp;November 2005 einen ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 1998. Als Feststellungsbeteiligte waren wiederum die Beigeladene, der Kl&auml;ger, die E-AG in Liquidation (i.L.) und die Kl&auml;gerin aufgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gewinnfeststellungsbescheid 1998 wurde dem Kl&auml;ger sowie der Beigeladenen jeweils nach &sect;&nbsp;183 Abs.&nbsp;2 AO einzeln bekannt gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den Gewinnfeststellungsbescheid 1998 legten die damaligen Steuerberater unter dem Betreff &quot;Ehemalige B-GmbH &#038; Co. KG&quot; Einspr&uuml;che namens aller Feststellungsbeteiligten (Beigeladene, Kl&auml;ger, E-GmbH i.L. und Kl&auml;gerin) ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;September 2008 wies das FA die Einspr&uuml;che zur&uuml;ck. Die Einspruchsentscheidung ist adressiert an die jetzige Prozessbevollm&auml;chtigte als Empfangsbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers als Rechtsnachfolger der KG, mit Wirkung f&uuml;r und gegen alle in der Anlage&nbsp;1 der Einspruchsentscheidung genannten Feststellungsbeteiligten. In der Anlage&nbsp;1 sind die Beigeladene, der Kl&auml;ger, die E-AG i.L. sowie die Kl&auml;gerin als Feststellungsbeteiligte\/ehemalige Kommanditisten aufgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen die Einspruchsentscheidung haben der Kl&auml;ger als Rechtsnachfolger der KG (Az. des Finanzgerichts &#8211;FG&#8211; 6&nbsp;K&nbsp;6228\/08) und die Kl&auml;gerin (Az. 6&nbsp;K&nbsp;6229\/08) ohne einen entsprechenden Zusatz jeweils Klage erhoben. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hren sie im Wesentlichen aus, dass der Gewinnfeststellungsbescheid f&uuml;r 1998 vom 18.&nbsp;November 2005 in der Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;September 2008 wegen Feststellungsverj&auml;hrung rechtswidrig sei. Eine Ablaufhemmung nach &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO sei nicht eingetreten, weil die Pr&uuml;fungsanordnung unwirksam gewesen sei. Sie habe sich gegen die KG und damit gegen eine nicht mehr existente Gesellschaft gerichtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Beschluss vom 9.&nbsp;September 2009 hat das FG die beiden Klagen zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung unter dem Az. 6&nbsp;K&nbsp;6228\/08 miteinander verbunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klagen hatten keinen Erfolg und wurden als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Erlass des ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheids f&uuml;r 1998 vom 18.&nbsp;November 2005 sei noch keine Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten gewesen. Die Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r 1998 sei im Jahr 1999 abgegeben worden, so dass die vierj&auml;hrige Feststellungsfrist mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 2003 geendet habe. Auf Grund des Beginns der Au&szlig;enpr&uuml;fung vor dem 31.&nbsp;Dezember 2003 sei es aber zu einer Ablaufhemmung bis zum Erlass des hier streitigen &Auml;nderungsbescheids gekommen. Die Ablaufhemmung trete zwar nur ein, wenn die den Pr&uuml;fungshandlungen zu Grunde liegende Pr&uuml;fungsanordnung auch wirksam sei. Diese Voraussetzung sei im Streitfall aber hinsichtlich der hier streitigen gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r 1998 erf&uuml;llt. Die Pr&uuml;fungsanordnung vom 9.&nbsp;September 2003 sei dahingehend auszulegen, dass sie hinsichtlich der gesonderten und einheitlichen Feststellung an die ehemaligen Gesellschafter der KG gerichtet gewesen sei. Im Streitfall sei die Bezeichnung &quot;B-GmbH &#038; Co. KG&quot; in der Pr&uuml;fungsanordnung auslegbar. Danach h&auml;tten die (ehemaligen) Gesellschafter der KG die Pr&uuml;fungsanordnung richtigerweise so verstehen m&uuml;ssen, dass Adressat der Pr&uuml;fungsanordnung &#8211;je nach Pr&uuml;fungsgegenstand&#8211; zum einen der Kl&auml;ger als Gesamtrechtsnachfolger der Personengesellschaft im Bereich der Betriebssteuern und zum anderen die ehemaligen Gesellschafter im Bereich der gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gewesen seien. Selbst wenn die Pr&uuml;fungsanordnung nicht in der vorstehend genannten Weise ausgelegt werden k&ouml;nnte, w&auml;re die Ablaufhemmung zu bejahen, wenn sich, wie im Streitfall, erst am Ende eines mehrj&auml;hrigen Klageverfahrens herausstelle, dass die Pr&uuml;fungsanordnung nichtig und die Au&szlig;enpr&uuml;fung bis zum Ende nicht beanstandet worden sei. Im &Uuml;brigen sei der angefochtene Bescheid auch inhaltlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihren Revisionen r&uuml;gen die Kl&auml;gerin und der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts, insbesondere des &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht habe das FG angenommen, dass bei Erlass des ge&auml;nderten Gewinnfeststellungsbescheids vom 18.&nbsp;November 2005 noch keine Feststellungsverj&auml;hrung eingetreten sei. Die Feststellungsfrist sei mangels Ablaufhemmung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 2003 abgelaufen. Sie sei nicht durch den Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung vor dem 31.&nbsp;Dezember 2003 in ihrem Ablauf gehemmt gewesen. Denn die Au&szlig;enpr&uuml;fung beruhe auf einer unwirksamen Pr&uuml;fungsanordnung und k&ouml;nne insoweit keine Ablaufhemmung ausl&ouml;sen. Die Pr&uuml;fungsanordnung sei unwirksam, weil sie an ein nicht mehr existierendes Rechtssubjekt, hier die bereits vollbeendete KG, gerichtet worden sei. Eine Auslegung der Pr&uuml;fungsanordnung hinsichtlich des Inhaltsadressaten sei auch nicht m&ouml;glich, da die Bezeichnung des Inhaltsadressaten mit &quot;B-GmbH &#038; Co. KG&quot; aus der ma&szlig;geblichen Sicht eines au&szlig;enstehenden Dritten nicht mehrdeutig sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine &Auml;nderung des Gewinnfeststellungsbescheids 1998 trotz abgelaufener Feststellungsfrist sei auch nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 AO zul&auml;ssig. Dem stehe bereits entgegen, dass zumindest die Festsetzungsfrist f&uuml;r die K&ouml;rperschaftsteuer 1998 der Kl&auml;gerin am 18.&nbsp;November 2005 bereits abgelaufen gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<br \/>die Vorentscheidung betreffend die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 1998 sowie den Bescheid f&uuml;r 1998 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 18.&nbsp;November 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;September 2008 aufzuheben, hilfsweise, die Sache an einen anderen Senat des FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auslegung des FG, dass sich die Pr&uuml;fungsanordnung an die ehemaligen Gesellschafter der KG gerichtet habe, sei nicht zu beanstanden. Auch die Kl&auml;ger h&auml;tten dies so verstanden. Anderenfalls sei nicht erkl&auml;rbar, warum sie die Au&szlig;enpr&uuml;fung geduldet und auch nach der Anwachsung des Verm&ouml;gens der KG auf den Kl&auml;ger Schrifts&auml;tze nur unter der Bezeichnung der KG zu den Verwaltungsakten eingereicht h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revisionen der Kl&auml;gerin und des Kl&auml;gers sind begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hren zur Aufhebung des angefochtenen finanzgerichtlichen Urteils betreffend die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 1998 und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG hat die E-GmbH i.L. als ehemalige Gesellschafterin der KG &#038; atypisch Still nicht zum Klageverfahren beigeladen, obwohl ein Fall der notwendigen Beiladung vorliegt (&sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO). Von einer Nachholung der Beiladung im Revisionsverfahren (&sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO) sieht der Senat nach den hier gegebenen Umst&auml;nden ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die E-GmbH i.L. ist Inhaltsadressatin des streitgegenst&auml;ndlichen Gewinnfeststellungsbescheids, da sie darin als Feststellungsbeteiligte in ihrer Eigenschaft als Gesellschafterin der KG &#038; atypisch Still aufgef&uuml;hrt ist. Dem steht die fehlerhafte Bezeichnung als E-AG i.L. nicht entgegen, da der Gewinnfeststellungsbescheid insoweit ungeachtet des falschen Rechtsformzusatzes ohne Weiteres dahin auszulegen ist, dass damit die E-GmbH i.L. als Feststellungsbeteiligte gemeint ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem die KG &#038; atypisch Still zum 1.&nbsp;September 2001 beendet worden ist, war die E-GmbH i.L. nach &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 FGO neben dem Kl&auml;ger und der Kl&auml;gerin selbst zur Erhebung einer Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid befugt. Da sie vom Ausgang des Verfahrens betroffen sein kann, war die E-GmbH i.L. damit im Verfahren der Kl&auml;gerin und des Kl&auml;gers gegen den Gewinnfeststellungsbescheid nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO notwendig beizuladen. Dem steht nicht entgegen, dass &uuml;ber das Verm&ouml;gen der E-GmbH i.L. durch Beschluss des AG &#8230; vom &#8230;&nbsp;Juli 2005 (Az. &#8230;) das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Eine unterbliebene notwendige Beiladung stellt trotz der Regelung in &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO einen Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens dar. Die Vorschriften &uuml;ber die notwendige Beiladung regeln eine unverzichtbare Sachentscheidungsvoraussetzung. Die angefochtene Entscheidung kann deshalb auf dem Verfahrensmangel beruhen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 4.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;R&nbsp;44\/13). &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO er&ouml;ffnet dem BFH lediglich die M&ouml;glichkeit, eine notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nachzuholen (BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;R&nbsp;44\/13), wovon der Senat hier aber keinen Gebrauch macht. Das ihm durch &sect;&nbsp;123 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO er&ouml;ffnete Ermessen, eine notwendige Beiladung im Revisionsverfahren nachzuholen, &uuml;bt der Senat vielmehr dahin aus, die unterbliebene Beiladung nicht nachzuholen und die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen. Das FG erh&auml;lt damit Gelegenheit, nach erfolgter Beiladung zu pr&uuml;fen, ob das Verfahren wegen der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen der E-GmbH i.L. gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;240 der Zivilprozessordnung (ZPO) unterbrochen worden ist. In diesem Fall k&auml;me eine verfahrensabschlie&szlig;ende Entscheidung ohne eine entsprechende insolvenzrechtliche Aufnahmeerkl&auml;rung nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Hinblick auf das Alter des Verfahrens erteilt der Senat den Beteiligten f&uuml;r den zweiten Rechtsgang &#8211;ohne Bindungswirkung&#8211; die nachfolgenden rechtlichen Hinweise.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Gewinnfeststellungsbescheid vom 18.&nbsp;November 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;September 2008 ist entgegen der Auffassung des FA und des FG schon deshalb rechtswidrig, weil in ihm die die KG &#038; atypisch Still und die KG betreffenden Feststellungen zusammengefasst worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 und &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO werden gesondert und einheitlich festgestellt die k&ouml;rperschaft- und einkommensteuerpflichtigen Eink&uuml;nfte, wenn an den Eink&uuml;nften mehrere Personen beteiligt sind und die Eink&uuml;nfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind. Mehrere Personen sind an Eink&uuml;nften beteiligt, wenn sie den Tatbestand der Einkunftserzielung in einer Gesellschaft oder Gemeinschaft erf&uuml;llen (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Oktober 2015 IV&nbsp;R&nbsp;43\/12, BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517). Ist dies der Fall, ist f&uuml;r jede Gesellschaft\/Gemeinschaft ein selbst&auml;ndiges gesondertes und einheitliches Feststellungsverfahren durchzuf&uuml;hren (vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;April 2005 VIII&nbsp;R&nbsp;6\/04, BFH\/NV 2005, 1737, und in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Beteiligt sich eine nat&uuml;rliche Person, eine Personengesellschaft oder wie vorliegend eine Kapitalgesellschaft (hier: die E-AG und die Kl&auml;gerin &#8211;GmbH&#8211;) atypisch still am Gewerbe einer Personengesellschaft (hier: der KG), so sind zun&auml;chst f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft als selbst&auml;ndiges Subjekt der Gewinnerzielung, Gewinnermittlung und Eink&uuml;nftequalifikation (vgl. zuletzt BFH-Urteil in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517) die vom Inhaber des Handelsgesch&auml;fts und dem atypisch stillen Gesellschafter gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO gesondert und einheitlich festzustellen (vgl. zuletzt BFH-Urteil in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517). Der Feststellungsbescheid f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft hat Bindungswirkung f&uuml;r die Einkommen- bzw. K&ouml;rperschaftsteuerbescheide der Gesellschafter (vgl. &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO; BFH-Urteil in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517). Bei Vorliegen einer doppelst&ouml;ckigen Personengesellschaftsstruktur, die wie im Streitfall aufgrund der stillen Beteiligung an einer Personengesellschaft entsteht, hat der Feststellungsbescheid f&uuml;r die atypisch stille Gesellschaft (als Untergesellschaft) zudem Bindungswirkung f&uuml;r den Feststellungsbescheid der Obergesellschaft, hier der KG. Letzterer hat seinerseits Bindungswirkung f&uuml;r die Einkommen- bzw. K&ouml;rperschaftsteuerbescheide der Gesellschafter der Obergesellschaft, hier den Kl&auml;ger und die Beigeladene. F&uuml;r eine atypisch stille Gesellschaft, die, wie im Streitfall, aus einer KG als Inhaberin des Handelsgesch&auml;fts und einer AG und einer GmbH als atypisch stillen Gesellschafterinnen besteht, sind deshalb die in dem Grundlagenbescheid der KG &#038; atypisch Still festgestellten Eink&uuml;nfte einerseits in die K&ouml;rperschaftsteuerbescheide der AG und der GmbH und andererseits in den die KG betreffenden weiteren Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von deren Eink&uuml;nften zu &uuml;bernehmen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Verselbst&auml;ndigung jeder Gesellschaft oder Gemeinschaft schlie&szlig;t es grunds&auml;tzlich aus, die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r verschiedene Gesellschaften (hier: einerseits die KG &#038; atypisch Still als Untergesellschaft und andererseits die KG als Obergesellschaft einer doppelst&ouml;ckigen Personengesellschaft) in einem Bescheid gesondert und einheitlich festzustellen, denn grunds&auml;tzlich ist f&uuml;r jede Gesellschaft, in der mehrere Personen den Tatbestand der Einkunftserzielung erf&uuml;llen, ein selbst&auml;ndiges gesondertes und einheitliches Feststellungsverfahren durchzuf&uuml;hren und ein selbst&auml;ndiger Gewinnfeststellungsbescheid zu erlassen (vgl. zuletzt BFH-Urteil in BFHE 252, 193, BStBl II 2016, 517).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ein Feststellungsbescheid, in dem die beide Gewinnermittlungssubjekte betreffenden Feststellungen zusammengefasst werden, kann daher nicht auf &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 AO gest&uuml;tzt werden und verletzt &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) So verh&auml;lt es sich im Streitfall. Der Gewinnfeststellungsbescheid vom 18.&nbsp;November 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;September 2008 fasst, ohne dies allerdings ausdr&uuml;cklich zu benennen, die Eink&uuml;nfte der KG &#038; atypisch Still und die Eink&uuml;nfte der KG in einem Bescheid zusammen. Dies folgt schon daraus, dass in dem Gewinnfeststellungsbescheid die stillen Gesellschafter der KG &#038; atypisch Still, hier die E-AG und die Kl&auml;gerin, sowie die Gesellschafter der KG, hier der Kl&auml;ger und die Beigeladene, als Feststellungsbeteiligte aufgef&uuml;hrt und diesen die festgestellten Eink&uuml;nfte anteilig zugerechnet worden sind. Das FA ist, wie sich den Akten entnehmen l&auml;sst, offenbar davon ausgegangen, dass die KG &#038; atypisch Still und die KG als ein Gewinnermittlungssubjekt zu behandeln seien und die Feststellung &uuml;ber die &quot;insgesamt&quot; gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte nur in einem Gewinnfeststellungsbescheid zu treffen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der Gewinnfeststellungsbescheid vom 18.&nbsp;November 2005 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 18.&nbsp;September 2008 ist aber auch deshalb rechtswidrig, weil er in feststellungsverj&auml;hrter Zeit ergangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO, &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO ist eine &Auml;nderung eines Bescheids &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nicht mehr zul&auml;ssig, wenn die Feststellungsfrist abgelaufen ist. Dies gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;4 AO auch, wenn, wie im Streitfall, die gesonderte und einheitliche Feststellung zun&auml;chst unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;164 Abs.&nbsp;1 AO ergangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Feststellungsfrist f&uuml;r die im Streitfall gesondert und einheitlich festzustellenden einkommensteuerpflichtigen Eink&uuml;nfte, die die Gesellschafter der KG &#038; atypisch Still in ihrer mitunternehmerschaftlichen Verbundenheit erzielt haben, und f&uuml;r die damit zusammenh&auml;ngenden anderen Besteuerungsgrundlagen betr&auml;gt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;169 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO, &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO vier Jahre. Da die KG &#038; atypisch Still die entsprechende Feststellungserkl&auml;rung bereits im Jahr 1999 eingereicht hat, begann die Feststellungsfrist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;170 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO, &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO mit Ablauf des 31.&nbsp;Dezember 1999 und endete am 31.&nbsp;Dezember 2003.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Ablauf der Feststellungsfrist zum 31.&nbsp;Dezember 2003 ist nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;171 Abs.&nbsp;4 AO, &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO dadurch gehemmt worden, dass vor deren Ablauf, hier am 18.&nbsp;November 2003, mit der Au&szlig;enpr&uuml;fung bei der KG &#038; atypisch Still begonnen worden ist. Denn die der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu Grunde liegende Pr&uuml;fungsanordnung vom 9.&nbsp;September 2003 ist unwirksam mit der Folge, dass die daraufhin erfolgte Au&szlig;enpr&uuml;fung keine Ablaufhemmung bewirken kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Eine Au&szlig;enpr&uuml;fung, die auf Grund einer unwirksamen Pr&uuml;fungsanordnung durchgef&uuml;hrt wird, kann den Ablauf der Feststellungsfrist nicht hemmen (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;April 1987 III&nbsp;R&nbsp;202\/83, BFHE 150, 1, BStBl II 1988, 165, und vom 21.&nbsp;April 1993 X&nbsp;R&nbsp;112\/91, BFHE 171, 15, BStBl II 1993, 649, unter B.II.1.c bb der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Pr&uuml;fungsanordnung vom 9.&nbsp;September 2003 ist unwirksam, da sie gegen&uuml;ber der KG und damit einer nicht mehr existierenden Inhaltsadressatin ergangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Ein Verwaltungsakt muss gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 AO inhaltlich hinreichend bestimmt sein. Er ist nichtig und damit nach &sect;&nbsp;124 Abs.&nbsp;3 AO unwirksam, soweit er an einem besonders schwerwiegenden Fehler leidet und dies bei verst&auml;ndiger W&uuml;rdigung aller in Betracht kommender Umst&auml;nde offenkundig ist (&sect;&nbsp;125 Abs.&nbsp;1 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Verwaltungsakt leidet an schweren und offenkundigen M&auml;ngeln und ist deshalb nichtig, wenn er inhaltlich nicht so bestimmt ist, dass ihm hinreichend sicher entnommen werden kann, was von wem verlangt wird. Konstituierender Bestandteil jedes Verwaltungsakts ist daher die Angabe des Inhaltsadressaten, d.h. desjenigen, demgegen&uuml;ber der Einzelfall geregelt werden soll (BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Oktober 2005 IV&nbsp;R&nbsp;55\/04, BFHE 211, 387, BStBl II 2006, 404, unter I.1. der Gr&uuml;nde, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Pr&uuml;fungsanordnung, die an einen erloschenen und damit nicht mehr existenten Rechtsvorg&auml;nger gerichtet ist, ist unwirksam. Eine Umdeutung in einen Bescheid gegen&uuml;ber dem Gesamtrechtsnachfolger kommt auch dann nicht in Betracht, wenn sie diesem zugegangen ist und der Gesamtrechtsnachfolger den Inhalt als f&uuml;r sich bestimmt zur Kenntnis genommen hat (so f&uuml;r den Gewerbesteuermessbescheid: BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Dezember 2007 IV&nbsp;R&nbsp;91\/05, BFH\/NV 2008, 1289, und vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;R&nbsp;67\/07).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Pr&uuml;fungsanordnung, die die betrieblichen Steuern (Gewerbesteuer und Umsatzsteuer) und die gesonderte und einheitliche Feststellung des Gewinns einer atypisch stillen Gesellschaft betrifft, ist an den Gesch&auml;ftsinhaber (Prinzipal) zu richten (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 3.&nbsp;Februar 2003 VIII&nbsp;B&nbsp;39\/02, BFH\/NV 2003, 1028, und vom 3.&nbsp;November 2011 IV&nbsp;B&nbsp;62\/10), da dieser Steuerschuldner hinsichtlich der betrieblichen Steuern ist und ihn die &ouml;ffentlich-rechtlichen Verpflichtungen zur Buchf&uuml;hrung f&uuml;r die Zeit der Existenz dieser Gesellschaft treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend w&auml;re die Pr&uuml;fungsanordnung w&auml;hrend des Bestehens, aber auch nach der Vollbeendigung der atypisch stillen Gesellschaft an die KG als Inhaltsadressatin in ihrer Eigenschaft als Prinzipal der KG &#038; atypisch Still zu richten gewesen. Die Beteiligten der KG &#038; atypisch Still haben das Innengesellschaftsverh&auml;ltnis untereinander zum 1.&nbsp;September 2001 aufgel&ouml;st. Damit war die stille Gesellschaft untergegangen (BFH-Beschluss vom 24.&nbsp;November 1988 VIII&nbsp;B&nbsp;90\/87, BFHE 155, 32, BStBl II 1989, 145, m.w.N., und BFH-Urteil vom 11.&nbsp;Mai 1989 IV&nbsp;R&nbsp;12\/88, BFH\/NV 1990, 545). Auch nach der Vollbeendigung der KG &#038; atypisch Still ist die KG als Inhaberin des Handelsgesch&auml;fts (Prinzipal) bez&uuml;glich der Betriebssteuern Steuerschuldnerin. Insoweit setzt sich die Steuerschuldnerschaft, wie sie vor der Vollbeendigung der KG &#038; atypisch Still bestanden hat, unver&auml;ndert fort. Ebenso ist die KG als ehemaliger Prinzipal weiterhin zur Buchf&uuml;hrung verpflichtet und muss ankn&uuml;pfend daran auch die Betriebspr&uuml;fung dulden mit der weiteren Folge, dass an sie auch nach der Vollbeendigung der KG &#038; atypisch Still die Letztere betreffende Pr&uuml;fungsanordnung nicht nur betreffend die Betriebssteuern, sondern auch bez&uuml;glich der Gewinnfeststellung zu richten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall besteht indes die Besonderheit, dass die Beigeladene ebenfalls am 1.&nbsp;September 2001 aus der KG ausgeschieden ist. Infolgedessen ging das Verm&ouml;gen der zweigliedrigen KG durch Anwachsung (&sect;&nbsp;738 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) auf den verbleibenden Gesellschafter, hier den Kl&auml;ger, &uuml;ber, und die KG wurde ohne Liquidation vollbeendet (vgl. BFH-Urteil in BFHE 211, 387, BStBl II 2006, 404, unter I.2. der Gr&uuml;nde). Der Kl&auml;ger wurde mithin Gesamtrechtsnachfolger der KG. Die Vollbeendigung der KG ist dem FA nach den zwischen den Beteiligten unstreitigen Feststellungen des FG bereits vor Erlass der Pr&uuml;fungsanordnung bekannt gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Pr&uuml;fungsanordnung w&auml;re daher an den Kl&auml;ger als Rechtsnachfolger der KG, diese als Prinzipal der zwischenzeitlich ebenfalls vollbeendeten KG &#038; atypisch Still als Inhaltsadressaten zu richten gewesen (vgl. u.a. BFH-Urteil in BFHE 211, 387, BStBl II 2006, 404, und BFH-Beschl&uuml;sse vom 4.&nbsp;Oktober 1991 VIII&nbsp;B&nbsp;93\/90, BFHE 165, 339, BStBl II 1992, 59, und in BFH\/NV 2003, 1028).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Die Pr&uuml;fungsanordnung vom 9.&nbsp;September 2003 war indes an die KG als Inhaltsadressatin gerichtet, obwohl diese zu diesem Zeitpunkt bereits vollbeendet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall l&auml;sst sich der Pr&uuml;fungsanordnung nicht im Wege der Auslegung entnehmen, dass diese an den Kl&auml;ger als Rechtsnachfolger der KG, diese als Prinzipal der zwischenzeitlich ebenfalls vollbeendeten KG &#038; atypisch Still gerichtet ist. Vielmehr ist die nicht mehr existente KG darin ohne jeden Hinweis auf die eingetretene Vollbeendigung als Inhaltsadressatin bezeichnet worden. &Uuml;berdies ist der Pr&uuml;fungsanordnung auch an keiner Stelle zu entnehmen, dass sich die Pr&uuml;fung auf die Betriebssteuern und die Gewinnermittlung der KG &#038; atypisch Still beziehen sollte, die KG mithin in ihrer Eigenschaft als deren Prinzipal Inhaltsadressatin war. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Kl&auml;ger als Gesamtrechtsnachfolger der KG gemeint sein k&ouml;nnte, liegen nicht vor. Die Bezeichnung des Inhaltsadressaten der Pr&uuml;fungsanordnung ist mithin eindeutig falsch. Ein Auslegungsspielraum besteht bei dieser Sachlage nicht. Mangels Mehrdeutigkeit ist die Pr&uuml;fungsanordnung einer Auslegung nicht zug&auml;nglich (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 2008, 1289, und vom 15.&nbsp;April 2010 IV&nbsp;R&nbsp;67\/07). Es kommt daher auch nicht darauf an, ob der Kl&auml;ger m&ouml;glicherweise die Pr&uuml;fungsanordnung als gegen sich gerichtet angesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich w&auml;re der Senat nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO an die Auslegung des FG gebunden. Die Frage, welchen Inhalt ein Verwaltungsakt hat, ist vom Revisionsgericht in eigener Zust&auml;ndigkeit zu beantworten und ggf. zu korrigieren (BFH-Urteil vom 10.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;34\/09, BFHE 239, 485, BStBl II 2013, 471).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im vorliegenden Fall bed&uuml;rfte es auch keiner Entscheidung, ob der Erlass des Gewinnfeststellungsbescheids auf &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 AO gest&uuml;tzt werden k&ouml;nnte. Denn jedenfalls sind die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 AO nicht erf&uuml;llt, da es an dem erforderlichen Hinweis in dem streitgegenst&auml;ndlichen Gewinnfeststellungsbescheid und in der Einspruchsentscheidung fehlt (vgl. BFH-Urteil vom 4.&nbsp;September 2008 IV&nbsp;R&nbsp;1\/07, BFHE 222, 220, BStBl II 2009, 335).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Hilfsantrag, die Sache an einen anderen Senat des FG zur&uuml;ckzuverweisen, wird abgelehnt. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;155 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;563 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 ZPO kann der BFH die Rechtssache an einen anderen Senat des FG zur&uuml;ckverweisen. Da die Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat das Recht auf den gesetzlichen Richter (Art.&nbsp;101 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 des Grundgesetzes) ber&uuml;hrt, setzt sie besondere sachliche Gr&uuml;nde voraus, um eine willk&uuml;rfreie Ermessensaus&uuml;bung zu gew&auml;hrleisten. So kommt die Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat nur in Betracht, wenn ernstliche Zweifel an der Unvoreingenommenheit des erkennenden Senats des FG bestehen (BFH-Urteile vom 18.&nbsp;April 2013 VI&nbsp;R&nbsp;29\/12, BFHE 240, 570, BStBl II 2013, 735, und vom 10.&nbsp;Mai 2016 IX&nbsp;R&nbsp;13\/15). Hierf&uuml;r liegen im Streitfall aber keine Anhaltspunkte vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.10.2016, IV R 20\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.131016.IVR20.14.0 Notwendige Beiladung bei einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Gesonderte und einheitliche Feststellung bei einer KG &#038; atypisch Still &#8211; Keine Zusammenfassung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r verschiedene Gesellschaften in einem Feststellungsbescheid &#8211; Unwirksamkeit der an eine vollbeendete KG gerichteten Pr&uuml;fungsanordnung Tenor Auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-20-14-notwendige-beiladung-bei-einer-atypisch-stillen-gesellschaft-zurueckverweisung-an-einen-anderen-senat-des-fg-gesonderte-und-einheitliche-feststellung-bei-einer-kg-atypisch-still-keine-zus-3\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;20\/14 &#8211; Notwendige Beiladung bei einer atypisch stillen Gesellschaft &#8211; Zur&uuml;ckverweisung an einen anderen Senat des FG &#8211; Gesonderte und einheitliche Feststellung bei einer KG &#038; atypisch Still &#8211; Keine Zusammenfassung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r verschiedene Gesellschaften in einem Feststellungsbescheid &#8211; Unwirksamkeit der an eine vollbeendete KG gerichteten Pr&uuml;fungsanordnung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67162","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67162\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}