{"id":67264,"date":"2017-06-01T08:48:32","date_gmt":"2017-06-01T06:48:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67264"},"modified":"2017-06-01T08:48:32","modified_gmt":"2017-06-01T06:48:32","slug":"xi-r-13-15-zur-steuerbarkeit-der-in-einem-freihafen-bewirkten-wie-im-inland-zu-behandelnden-umsaetze-innerhalb-eines-organkreises","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-13-15-zur-steuerbarkeit-der-in-einem-freihafen-bewirkten-wie-im-inland-zu-behandelnden-umsaetze-innerhalb-eines-organkreises\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;13\/15 &#8211; Zur Steuerbarkeit der in einem Freihafen bewirkten, wie im Inland zu behandelnden Ums&auml;tze innerhalb eines Organkreises"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.2.2017, XI R 13\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.220217.XIR13.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Steuerbarkeit der in einem Freihafen bewirkten, wie im Inland zu behandelnden Ums&auml;tze innerhalb eines Organkreises<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b UStG bewirkt nicht, dass eine im Freihafen ans&auml;ssige Organgesellschaft als im Inland ans&auml;ssig gilt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Beschr&auml;nkung der Wirkungen der Organschaft auf das Inland verst&ouml;&szlig;t weder gegen Unionsrecht noch gegen Verfassungsrecht.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 6. August 2014 2 K 189\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine in &#8230; ans&auml;ssige Holding-Gesellschaft, hielt im Streitjahr 2007 unmittelbar und mittelbar Beteiligungen an diversen Produktions- und Vertriebsgesellschaften, mit denen sie aufgrund finanziel-ler, organisatorischer und wirtschaftlicher Eingliederung einen umsatzsteuerrechtlichen Organkreis bildete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu den Beteiligungsgesellschaften der Kl&auml;gerin geh&ouml;rte im Streitjahr auch die A. Die im Gebiet des inzwischen durch das Gesetz zur Aufhebung des Freihafens Hamburg vom 24.&nbsp;Januar 2011 (BGBl I 2011, 50) mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2013 aufgehobenen Hamburger Freihafens (Freihafen) gelegene A erbrachte im Streitjahr vornehmlich Theaterleistungen i.S. des &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG). Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) war die A &#8211;was zwischen den Beteiligten nicht im Streit steht&#8211; i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in das Unternehmen der Kl&auml;gerin eingegliedert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin f&uuml;hrte auf der Grundlage eines am 1.&nbsp;Mai 2001 geschlossenen Managementvertrags an A Management- und EDV-Dienstleistungen gegen Entgelt aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Verkauf der Eintrittskarten f&uuml;r die Auff&uuml;hrungen der A wurde von zum umsatzsteuerrechtlichen Organkreis der Kl&auml;gerin geh&ouml;renden Vertriebsgesellschaften (Organgesellschaften) &uuml;bernommen. Diese handelten dabei in fremdem Namen und auf fremde Rechnung. Die im Streitjahr vereinnahmten Vorverkaufs-, Versand- und Systemgeb&uuml;hren verblieben bei den Organgesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr behandelte die Kl&auml;gerin die gegen&uuml;ber A erbrachten Leistungen als nicht steuerbare Leistungen innerhalb eines Organkreises, obgleich A gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG kein im Inland gelegener Unternehmensteil sei. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem nicht. Mit Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr vom 9.&nbsp;April 2008 unterwarf das FA die streitgegenst&auml;ndlichen Leistungen der Kl&auml;gerin der Umsatzsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen legte die Kl&auml;gerin Einspruch ein und machte zudem (erstmals) geltend, die von ihren Organgesellschaften gegen&uuml;ber der A erbrachten Vermittlungsleistungen seien gleichfalls als nicht steuerbare Leistungen innerhalb eines Organkreises zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA, das den angefochtenen Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr aus anderen, nicht streitigen Gr&uuml;nden mehrfach ge&auml;ndert hatte, wies mit Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;Juni 2013 den Einspruch der Kl&auml;gerin als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch die anschlie&szlig;ende Klage hatte keinen Erfolg. Das FG f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung u.a. aus, die von der Kl&auml;gerin als Organtr&auml;gerin sowie ihren Organgesellschaften an A ausgef&uuml;hrten und im Freihafen bewirkten sonstigen Leistungen seien keine Innenums&auml;tze innerhalb eines umsatzsteuerrechtlichen Organkreises. Zwar erf&uuml;lle A die Eingliederungsmerkmale i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG. Sie sei jedoch entgegen den Anforderungen von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG im Freihafen, mithin nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG nicht im Inland gelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Weder Wortlaut, systematische Stellung, gesetzgeberische Intention noch Teleos des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG lie&szlig;en es zu, organschaftliche Regelungen auf eine im Freihafen gelegene Organgesellschaft zu erstrecken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine partielle Organschaft, bei der eine im Freihafen gelegene Organgesellschaft je nachdem, ob ein Umsatz i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG vorliege oder nicht, als unselbst&auml;ndiger Unternehmensteil oder selbst&auml;ndiger Unternehmer zu behandeln w&auml;re, st&uuml;nde zudem nicht im Einklang mit Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL &#8211; vormals Art.&nbsp;4 Abs.&nbsp;4 Unterabs.&nbsp;2 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern &#8211;Richtlinie 77\/388\/EWG&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auslegung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG im vorgenannten Sinne versto&szlig;e au&szlig;erdem nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz nach Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie bringt im Kern vor, dass sich die Wirkung der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft infolge der gesetzlichen Fiktion des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG auch auf im Freihafen, der nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG nicht zum Inland geh&ouml;re, bewirkte Ums&auml;tze erstrecke. Die betreffende Leistung werde so behandelt, als ob es sich um einen Umsatz zwischen zwei inl&auml;ndischen Unternehmern handele. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG bewirke damit auch, dass der Unternehmensteil des Leistungsempf&auml;ngers i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG als im Inland liegend behandelt werden m&uuml;sse, sodass die Rechtsfolgen der Organschaft &#8211;wie im Inland&#8211; eintr&auml;ten. Es sei &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG jedenfalls nicht zu entnehmen, dass gerade diese Inlandswirkung ausgeschlossen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber habe mit der Neufassung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG durch das Jahressteuergesetz (JStG) 2007 vom 13.&nbsp;Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) eine partielle Organschaft bewusst in Kauf genommen. Er habe den Fall einer im Freihafen gelegenen Organgesellschaft nicht gesehen bzw. beachtet<em>.<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der Neutralit&auml;tsgrundsatz zwinge dazu, die Inlandswirkung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG auf die umsatzsteuerrechtliche Organschaft zu erstrecken, weil nicht steuerbare Leistungen als steuerbar qualifiziert w&uuml;rden mit der Folge, dass mangels Vorsteuerabzugsberechtigung eine Steuerbelastung verbleibe, obwohl die Eingliederungsvoraussetzungen der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft gegeben seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG sei eine Missbrauchsbek&auml;mpfungsvorschrift, die verhindern solle, dass sich Unternehmen mit steuerfreien Ausgangsums&auml;tzen auf dem Gebiet eines Freihafens ansiedelten, um unversteuerten Letztverbrauch zu erm&ouml;glichen. Die Einbeziehung einer juristischen Person in einen Organkreis f&uuml;hre dagegen zu keinem missbr&auml;uchlichen Steuervorteil. Eine fehlende Berechtigung zum Vorsteuerabzug k&ouml;nne dadurch nicht umgangen werden, da die Eingangsums&auml;tze weiterhin mit Umsatzsteuer belastet seien, jedoch nunmehr auf der Ebene des Organtr&auml;gers, dem der Vorsteuerabzug nach &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 UStG teilweise zu versagen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es versto&szlig;e nicht gegen Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL, wenn &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG auch die Rechtsfolgen der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft ausl&ouml;se. Das Gebiet der Freih&auml;fen geh&ouml;re zum Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) und sei nur aufgrund gesetzlicher Fiktion kein Inland. Im Umkehrschluss k&ouml;nne eine Anwendung der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft &#8211;als R&uuml;ckausnahme zu &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG&#8211; auf die in einem Freihafen bewirkten Ums&auml;tze nicht unionsrechtswidrig sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen habe der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) mit Urteil Skandia America (USA) vom 17.&nbsp;September 2014 C-7\/13 (EU:C:2014:2225, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2014, 847) den Anwendungsbereich der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft weit ausgedehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Vorentscheidung und die Einspruchsentscheidung vom 27.&nbsp;Juni 2013 aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2007 vom 26.&nbsp;Juni 2013 dahingehend zu &auml;ndern, dass an A ausgef&uuml;hrte Management- und EDV-Leistungen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR sowie Vermittlungsleistungen ihrer Organgesellschaften in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR als nicht steuerbare Leistungen innerhalb ihres Organkreises behandelt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA, das keinen Antrag gestellt hat, verteidigt die Vorentscheidung und tritt der Revision, die es f&uuml;r unbegr&uuml;ndet h&auml;lt, entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet. Sie ist daher nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht entschieden, dass die streitgegenst&auml;ndlichen Leistungen steuerbar und steuerpflichtig sind. Es handelt sich &#8211;wie das FG zu Recht erkannt hat&#8211; nicht um nicht steuerbare Innenums&auml;tze innerhalb eines umsatzsteuerrechtlichen Organkreises.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die in Rede stehenden Ums&auml;tze gelten als im Inland ausgef&uuml;hrt; sie sind demnach steuerbar und auch nicht von der Umsatzsteuer befreit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Umsatzsteuer unterliegen die Lieferungen (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 UStG) und sonstigen Leistungen (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 UStG), die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Inland ist das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland mit Ausnahme u.a. der Freizonen des Kontrolltyps&nbsp;I nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 des Zollverwaltungsgesetzes, mithin der Freih&auml;fen (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dagegen wird unionsrechtlich nach Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 MwStSystRL als Gebiet eines Mitgliedstaats das Gebiet jedes Mitgliedstaats der Gemeinschaft bezeichnet, auf den der Vertrag zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft gem&auml;&szlig; dessen Art.&nbsp;299 Anwendung findet, mit Ausnahme der in Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a und b MwStSystRL genannten Gebiete. Aufgef&uuml;hrt sind in dieser Vorschrift f&uuml;r Deutschland nur die Insel Helgoland sowie das Gebiet von B&uuml;singen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiervon abweichende deutsche Inlandsbegriff nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG soll unionsrechtlich auf einer Protokollerkl&auml;rung zu Art.&nbsp;16 der Richtlinie 77\/388\/EWG &#8211;nunmehr Art.&nbsp;155 MwStSystRL&#8211; beruhen (vgl. dazu Birkenfeld, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 1996, 193; Lange, DStZ 1996, 133; Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;1; ferner Moog\/Schweizer, UR 2011, 881).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ums&auml;tze, die in Freih&auml;fen bewirkt werden, sind jedoch &quot;wie Ums&auml;tze im Inland&quot; zu behandeln, wenn u.a. die sonstigen Leistungen, die vom Leistungsempf&auml;nger ausschlie&szlig;lich oder zum Teil f&uuml;r eine nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;8 bis 27 UStG steuerfreie T&auml;tigkeit verwendet werden (&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die an A ausgef&uuml;hrten Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin und ihrer Organgesellschaften sind danach im Inland steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die von der Kl&auml;gerin der A in Form von entgeltlich zur Verf&uuml;gung gestellten EDV-Arbeitspl&auml;tzen erbrachten sonstige Leistungen wurden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 bzw. Nr.&nbsp;4 und Nr.&nbsp;14 UStG in der f&uuml;r das Streitjahr 2007 geltenden Fassung (a.F.) im Freihafen bewirkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die von den Organgesellschaften der Kl&auml;gerin im Zusammenhang mit dem Kartenverkauf der A erbrachten Vermittlungsleistungen wurden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3a Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 i.V.m. Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a UStG a.F. im Freihafen bewirkt. Diese sind nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG der Kl&auml;gerin zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Diese im Freihafen bewirkten Ums&auml;tze der Kl&auml;gerin und ihrer Organgesellschaften sind zwar nicht i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG im Inland ausgef&uuml;hrt, weil der Freihafen Hamburg nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG im Streitjahr 2007 kein Inland i.S. des UStG war. Sie sind jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG &quot;wie Ums&auml;tze im Inland&quot; und damit als steuerbar zu behandeln, wenn die Eingangsleistungen &#8211;was im Streitfall auf die Theaterleistungen der A zutrifft&#8211; ausschlie&szlig;lich oder zumindest zum Teil u.a. f&uuml;r eine nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;20 Buchst.&nbsp;a Satz&nbsp;2 UStG steuerfreie T&auml;tigkeit verwendet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine Steuerbefreiung f&uuml;r diese Ums&auml;tze ist &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Zu Recht hat die Vorinstanz gleichfalls erkannt, dass die streitigen Ums&auml;tze keine nicht steuerbaren Innenums&auml;tze innerhalb eines Organkreises sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit selbst&auml;ndig aus&uuml;bt (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG). Die gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit wird nicht selbst&auml;ndig ausge&uuml;bt, wenn eine juristische Person nach dem Gesamtbild der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in ein Unternehmen eingegliedert ist (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG), mithin eine umsatzsteuerrechtliche Organschaft vorliegt. Die Wirkungen der Organschaft sind auf Innenleistungen zwischen den im Inland gelegenen Unternehmensteilen beschr&auml;nkt (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Danach liegen die Voraussetzungen einer Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin als Organtr&auml;gerin und A als Organgesellschaft nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Anforderungen an die finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Eingliederung der A in das Unternehmen der Kl&auml;gerin i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG sind nach den gleichfalls nicht angefochtenen und den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden weiteren Feststellungen des FG zwar erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Einer Organschaft zwischen der Kl&auml;gerin als Organtr&auml;gerin und A als Organgesellschaft steht jedoch entgegen, dass A, anders als nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG vorausgesetzt, kein im Inland gelegener Unternehmensteil war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2013 aufgehobene Freihafen, in dem die A gelegen ist, war im Streitjahr 2007 kein Inland i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG (s. oben unter II.1.b&nbsp;cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Soweit Zweifel daran bestehen, ob die Protokollerkl&auml;rung zu Art.&nbsp;16 der Richtlinie 77\/388\/EWG tats&auml;chlich dazu f&uuml;hrt, dass die Verlagerung der Freih&auml;fen in das umsatzsteuerrechtliche Ausland (auch nunmehr unter Geltung des Art.&nbsp;155 MwStSystRL noch) unionsrechtskonform ist (vgl. dazu Lange, DStZ 1996, 133; Oelmaier in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;1a; ferner Moog\/Schweizer, UR 2011, 881), kann dies im Streitfall dahinstehen. Denn die Kl&auml;gerin hat sich jedenfalls nicht auf einen Anwendungsvorrang des Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;2 i.V.m. Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a und b MwStSystRL berufen (vgl. zur Aus&uuml;bung des Berufungsrechts z.B. Lippross, Umsatzsteuer, 24.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;44&nbsp;f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG f&uuml;hrt zu keiner anderen Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Rechtsfolge aus &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG ersch&ouml;pft sich darin, dass bestimmte u.a. in Freih&auml;fen bewirkte Ums&auml;tze &quot;wie Ums&auml;tze im Inland&quot; zu behandeln sind. Sie fingiert mithin f&uuml;r eine im umsatzsteuerrechtlichen Ausland erbrachte Leistung einen Leistungsort im Inland. Zur Ans&auml;ssigkeit des Leistungsempf&auml;ngers oder zum Ort, an dem dessen Unternehmensteile gelegen sind, verh&auml;lt sie sich dagegen nicht. Anders als die Kl&auml;gerin meint, bewirkt &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG daher nicht, dass auch der Unternehmensteil des Leistungsempf&auml;ngers i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG als im Inland liegend behandelt werden m&uuml;sste. Eine solche Regelungsanordnung ist dieser Vorschrift nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus der Gesetzesbegr&uuml;ndung zur Neufassung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG durch das JStG 2007 (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;74) lassen sich keine Anhaltspunkte daf&uuml;r entnehmen, dass der Gesetzgeber den Inlandsbegriff i.S. von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UStG oder die Voraussetzungen der Organschaft i.S. von &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG h&auml;tte erweitern wollen. Das gilt gleicherma&szlig;en f&uuml;r die Verlagerung des Orts der Ans&auml;ssigkeit des Leistungsempf&auml;ngers oder des Orts, an dem dessen Unternehmensteile gelegen sind. Der Gesetzgeber verfolgte (nur) das Ziel, Leistungsbez&uuml;ge unternehmerisch t&auml;tiger Leistungsempf&auml;nger, welche den Vorsteuerabzug ausschlie&szlig;ende Ausgangsums&auml;tze ausf&uuml;hren, u.a. in den Freih&auml;fen &#8211;durch eine Verlagerung des Leistungsorts&#8211; mit Umsatzsteuer zu belasten, um so ungerechtfertigte Steuervorteile i.S. von privatem und &ouml;ffentlichem unversteuerten Letztverbrauch zu vermeiden (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;74). Ob der Leistungsempf&auml;nger im Inland, Ausland oder Drittland ans&auml;ssig ist, spielte f&uuml;r ihn hierbei keine Rolle. Danach kommt der Missbrauchsbek&auml;mpfungsvorschrift des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG nicht die Bedeutung zu, dass die nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG auf das Inland beschr&auml;nkte Wirkung der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft hinsichtlich bestimmter Ums&auml;tze auf im Freihafen &#8211;mithin im umsatzsteuerrechtlichen Ausland&#8211; gelegene Unternehmensteile eines Organkreises erweitert wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Gegen eine Erstreckung der von &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG angeordneten Rechtsfolge auf die Regelungen der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft spricht ferner, dass dies &#8211;wie das FG zu Recht erkannt hat&#8211; zu einer gesetzlich nicht vorgesehenen und systemwidrigen partiellen Organschaft in Abh&auml;ngigkeit von bestimmten, die Rechtsfolge des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG ausl&ouml;senden Ums&auml;tzen f&uuml;hren w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die umsatzsteuerrechtliche Organschaft hat zur Folge, dass die gewerbliche oder berufliche T&auml;tigkeit der in das Unternehmen des Organtr&auml;gers eingegliederten Organgesellschaft nichtselbst&auml;ndig ausge&uuml;bt wird; die eingegliederte Organgesellschaft ist kein Unternehmer i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG. Die Organgesellschaft wird unselbst&auml;ndiger Teil des Unternehmens des Organtr&auml;gers, sodass beide Gesellschaften als ein Unternehmen zu behandeln sind (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 UStG). Grunds&auml;tzlich werden jegliche Ums&auml;tze der Organgesellschaften einschlie&szlig;lich der Verwirklichung der Entnahmetatbest&auml;nde und der &uuml;brigen Ums&auml;tze nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 und Nr.&nbsp;5 UStG dem Organtr&auml;ger zugerechnet. Dieser ist Schuldner der auf diese Ums&auml;tze entfallenden Umsatzsteuer. Er hat alle Pflichten zu erf&uuml;llen, die sich aus &sect;&nbsp;18 UStG f&uuml;r den Unternehmer ergeben. Er allein gibt Voranmeldungen und Jahreserkl&auml;rungen f&uuml;r die gesamte Organschaft ab. Die Organgesellschaft hat grunds&auml;tzlich keine Steuererkl&auml;rungspflicht (vgl. dazu z.B. Stadie in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, Umsatzsteuergesetz, &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;950&nbsp;ff.; Treiber in S&ouml;lch\/Ringleb, a.a.O., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;260&nbsp;ff.; ferner EuGH-Urteil Skandia America (USA), EU:C:2014:2225, UR 2014, 847, Rz&nbsp;29, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese auf eine vollumf&auml;ngliche, alle Eingangs- und Ausgangsums&auml;tze der Organgesellschaften umfassende Organschaft zielenden Regelungen sind mit einer partiellen Organschaft, bei der die im Freihafen gelegene Organgesellschaft teils als unselbst&auml;ndiger Unternehmensteil, teils als eigenst&auml;ndiger Unternehmer anzusehen w&auml;re, je nachdem, ob ein Umsatz nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG vorliegt oder nicht, nicht vereinbar. Insbesondere w&auml;re &#8211;wie das FG zu Recht erkannt hat&#8211; die Behandlung von Innenums&auml;tzen im Organkreis mit der Folge unvollst&auml;ndig geregelt, dass entgegen der Systematik der umsatzsteuerrechtlichen Organschaft andere von der Kl&auml;gerin und ihren Organgesellschaften an A erbrachte Leistungen, die vom Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG nicht erfasst werden, als steuerbare Leistungen innerhalb des Organkreises behandelt werden m&uuml;ssten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Der Senat vermag sich daher nicht der in der Literatur zum Teil vertretenen Ansicht anzuschlie&szlig;en, wonach die in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG angeordnete Fiktion auch auf die Wirkung der Organschaft durchschlagen m&uuml;sse (vgl. dazu Nieskens in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, a.a.O., &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;1501; Tehler in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;1 Rz&nbsp;559; Slotty-Harms\/Busch\/ Pittelkow, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht &#8211;UVR&#8211; 2014, 93; a.A. Stadie, Umsatzsteuergesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;336, Fu&szlig;note&nbsp;1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das gefundene Ergebnis steht im Einklang mit dem Unionsrecht und verst&ouml;&szlig;t ebenso wenig gegen das Verfassungsrecht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Mitgliedstaat ist nach Art.&nbsp;11 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL nur berechtigt, in seinem Gebiet ans&auml;ssige Personen, die zwar rechtlich unabh&auml;ngig, aber durch gegenseitige finanzielle, wirtschaftliche und organisatorische Beziehungen eng miteinander verbunden sind, als einen Steuerpflichtigen zu behandeln. Eine Erm&auml;chtigung zur partiellen Organschaft in Abh&auml;ngigkeit von bestimmten &#8211;hier die Rechtsfolge des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG ausl&ouml;senden&#8211; Ums&auml;tzen sieht das Unionsrecht dagegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Aus dem EuGH-Urteil Skandia America (USA) (EU:C:2014:2225, UR 2014, 847) folgt entgegen dem Revisionsvorbringen nichts anderes. Da die Verschmelzung zu einem einzigen Steuerpflichtigen es ausschlie&szlig;t, dass die Mitglieder einer Mehrwertsteuergruppe weiterhin getrennt Mehrwertsteuererkl&auml;rungen abgeben und innerhalb wie au&szlig;erhalb ihres Konzerns weiter als Steuerpflichtige angesehen werden (vgl. EuGH-Urteil Skandia America (USA), EU:C:2014:2225, UR 2014, 847, Rz&nbsp;29, m.w.N.), besteht auch nach dieser Entscheidung des EuGH kein Raum f&uuml;r die Annahme einer partiellen Organschaft. Deshalb liegt auch der ger&uuml;gte Versto&szlig; gegen den Neutralit&auml;tsgrundsatz nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zu Recht geht das FG davon aus, dass diese Auslegung zu keiner ungerechtfertigten, gegen den allgemeinen Gleichheitssatz nach Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG versto&szlig;enden Ungleichbehandlung f&uuml;hrt. Denn Organtr&auml;ger mit im Inland bzw. umsatzsteuerrechtlichen Ausland gelegenen Organgesellschaften werden allein durch die nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG ausgel&ouml;ste Rechtsfolge, dass bestimmte Ums&auml;tze &quot;wie Ums&auml;tze im Inland&quot; zu behandeln sind, nicht zu vergleichbaren Steuerpflichtigen. Im &Uuml;brigen verst&ouml;&szlig;t die Regelung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UStG nicht gegen das Verfassungsrecht (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.&nbsp;Oktober 1995 V&nbsp;R&nbsp;71\/93, BFH\/NV 1996, 273, unter II.4., Rz&nbsp;26 ff., Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 2.&nbsp;April 1996&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;2604\/95, UVR 1996, 212; BFH-Beschluss vom 1.&nbsp;April 1998 V&nbsp;B&nbsp;108\/97, BFH\/NV 1998, 1272, unter II.1.a, Rz&nbsp;7, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die mit der Revision ferner geltend gemachten Einwendungen der Kl&auml;gerin greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Senat vermag der Kl&auml;gerin nicht darin zu folgen, dass der Gesetzgeber mit der Neufassung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG durch das JStG 2007 eine partielle Organschaft bewusst in Kauf genommen habe. Aus der Gesetzesbegr&uuml;ndung zur Neufassung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 Satz 1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;b UStG durch das JStG 2007 (BTDrucks 16\/2712, S.&nbsp;74) ergibt sich dies &#8211;wie bereits vorstehend unter II.3.b ausgef&uuml;hrt&#8211; jedenfalls nicht. Entscheidend f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 UStG ist, dass der Ort der Leistung in den genannten Gebieten liegt, nicht wo der Leistungsempf&auml;nger ans&auml;ssig ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die gesetzliche Regelung ist zudem nicht l&uuml;ckenhaft, da der Fall einer im umsatzsteuerrechtlichen Ausland gelegenen Organgesellschaft nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 UStG dahingehend geregelt ist, dass sich die Wirkungen der Organschaft auf Innenleistungen zwischen den im Inland gelegenen Unternehmensteilen beschr&auml;nkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2, &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 22.2.2017, XI R 13\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.220217.XIR13.15.0 Zur Steuerbarkeit der in einem Freihafen bewirkten, wie im Inland zu behandelnden Ums&auml;tze innerhalb eines Organkreises Leits&auml;tze 1. &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b UStG bewirkt nicht, dass eine im Freihafen ans&auml;ssige Organgesellschaft als im Inland ans&auml;ssig gilt. 2. 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