{"id":67266,"date":"2017-06-01T08:47:37","date_gmt":"2017-06-01T06:47:37","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67266"},"modified":"2017-06-01T08:47:37","modified_gmt":"2017-06-01T06:47:37","slug":"v-r-69-14-zur-gemeinnuetzigkeit-der-foerderung-des-turnierbridge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-69-14-zur-gemeinnuetzigkeit-der-foerderung-des-turnierbridge\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;69\/14 &#8211; Zur Gemeinn&uuml;tzigkeit der F&ouml;rderung des Turnierbridge"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.2.2017, V R 69\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.090217.VR69.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Gemeinn&uuml;tzigkeit der F&ouml;rderung des Turnierbridge<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Turnierbridge ist kein Sport i.S. des &sect; 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 21 AO.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Turnierbridge wird auch nicht von den in &sect; 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 23 AO genannten sog. privilegierten Freizeitbesch&auml;ftigungen umfasst.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Zwischenurteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 17. Oktober 2013&nbsp;&nbsp;13 K 3949\/09 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kostenentscheidung bleibt dem Endurteil vorbehalten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Frage, ob der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wegen F&ouml;rderung des Sports nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;21 der Abgabenordnung (AO) &#8211;oder anderer im Katalog des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO genannter Zwecke&#8211; als gemeinn&uuml;tzig anzuerkennen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger ist ein seit 1949 bestehender eingetragener Verein. Er ist ein Dachverband von Bridge-Vereinen, die den Bridgesport in den L&auml;ndern der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) auf gemeinn&uuml;tziger Grundlage pflegen und f&ouml;rdern. Unter ihm befinden sich 14&nbsp;Regionalverb&auml;nde und ca. 500&nbsp;Bridge-Vereine. Hierzu geh&ouml;ren ausweislich der Satzung insbesondere alle bridgesportlichen Aktivit&auml;ten, die der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung in Deutschland und im Ausland, dem kulturellen, sozialen und karitativen Austausch mit Menschen verschiedener Nationalit&auml;t, Herkunft und Generation, der F&ouml;rderung der Jugend und der Wahrung der besonderen Belange der &auml;lteren Generation dienen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger nimmt als nationaler Verband alle Aufgaben wahr, die &uuml;ber die Aufgaben seiner Mitgliedsvereine und Regionalverb&auml;nde (Mitglieder) hinausgehen. Er ist insbesondere zust&auml;ndig f&uuml;r die Vertretung der Interessen des deutschen Sports auf nationaler und internationaler Ebene, die Organisation und Reglementierung des nationalen und internationalen Sportbetriebs, die Veranstaltung nationaler und internationaler Wettbewerbe, die Organisation der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit, das Unterrichts- und Turnierwesen und die Verwaltung von Mitgliedsdaten. Nach &sect;&nbsp;3 seiner Satzung ist er Gr&uuml;ndungsmitglied der &quot;European Bridge League&quot; und Mitglied der &quot;World Bridge Federation&quot; (WBF). Er strebt eine Mitgliedschaft im Deutschen Olympischen Sportbund &#8211;DOSB&#8211; (Zusammenschluss des Deutschen Sportbundes und des Nationalen Olympischen Komitees f&uuml;r Deutschland) an. Der WBF ist als &quot;Recognized International Federation&quot; und &quot;Recognized Member&quot; Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Au&szlig;erdem ist er Vollmitglied der &quot;General Association of International Sports Federations&quot; &#8211;GAISF&#8211; (jetzt: &quot;SportAccord&quot;), einem weltweiten Zusammenschluss von Sportverb&auml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;27 der Satzung des Kl&auml;gers bestimmt, dass bei Aufl&ouml;sung oder Aufhebung des Kl&auml;gers oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks sein Verm&ouml;gen unmittelbar und ausschlie&szlig;lich f&uuml;r gemeinn&uuml;tzige Zwecke zu verwenden ist. Die Hauptversammlung beschlie&szlig;t, wer das Verm&ouml;gen erhalten soll und f&uuml;r welchen Zweck es zu verwenden ist. Die Beschl&uuml;sse der Hauptversammlung d&uuml;rfen erst ausgef&uuml;hrt werden, nachdem das zust&auml;ndige Finanzamt seine Zustimmung erteilt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Mitglieder des Kl&auml;gers praktizieren Turnierbridge gem&auml;&szlig; den Turnier-Bridge-Regeln des WBF in einem deutschen Ligasystem sowie weiteren nationalen und internationalen Wettbewerben. Die Wettbewerbe erfolgen nach einer Turnierordnung des Kl&auml;gers. Der Kl&auml;ger organisiert den Spielbetrieb f&uuml;r seine Mitglieder in einem deutschen Ligasystem, das &auml;hnlich aufgebaut ist wie Ligasysteme anderer Sportarten (Kreisliga, Regionalliga, Bundesliga). International werden Europa- und Weltmeisterschaften unter Federf&uuml;hrung der European Bridge League oder des WBF organisiert, an denen Mitglieder des Kl&auml;gers teilnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unter dem 16.&nbsp;September 2008 (K&ouml;rperschaftsteuer 2007) und dem 23.&nbsp;Juni 2009 (K&ouml;rperschaftsteuer 2008) erlie&szlig; der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) K&ouml;rperschaftsteuerbescheide, in denen er positive K&ouml;rperschaftsteuerbetr&auml;ge festsetzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspr&uuml;che hiergegen wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;November 2009 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) hat die Klage auf Anerkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO durch sein in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 484 ver&ouml;ffentlichtes Zwischenurteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) abgewiesen und die Entscheidung &uuml;ber die Gemeinn&uuml;tzigkeit auf der Basis der &Ouml;ffnungsklausel gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO dem Endurteil, das Gegenstand der Revision V&nbsp;R&nbsp;70\/14 ist, vorbehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Turnierbridge falle nicht unter den abschlie&szlig;enden Katalog des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 25 AO. Insbesondere sei die F&ouml;rderung von Turnierbridge keine F&ouml;rderung des Sports i.S. des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;21 AO. Es k&ouml;nne dahingestellt bleiben, ob Turnierbridge das Gesundheitswesen (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 AO), die Jugend- und Altenhilfe (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 AO), die Erziehung (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 AO) oder die V&ouml;lkerverst&auml;ndigung (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;13 AO) f&ouml;rdere, weil die Satzung des Kl&auml;gers diese Zwecke nicht auff&uuml;hre und auch die tats&auml;chliche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung nicht auf eine ausschlie&szlig;liche und unmittelbare F&ouml;rderung dieser steuerbeg&uuml;nstigten Zwecke gerichtet sei. Die vorgenannten Zwecke w&uuml;rden allenfalls mittelbar oder zuf&auml;llig mit verwirklicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Turnierbridge sei auch nicht in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;23 AO als sog. &quot;privilegierte Freizeitbesch&auml;ftigung&quot; aufgef&uuml;hrt. Diese Aufz&auml;hlung sei abschlie&szlig;end und es reiche nicht aus, wenn eine T&auml;tigkeit &Auml;hnlichkeiten hierzu aufweise.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die abschlie&szlig;ende Entscheidung &uuml;ber die Steuerbefreiung sei dem Endurteil vorbehalten, denn die Anerkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit k&ouml;nne sich auch ergeben, wenn Turnierbridge nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 AO als neuer Zweck f&uuml;r gemeinn&uuml;tzig erkl&auml;rt werde und der Kl&auml;ger die &uuml;brigen Anforderungen des Gemeinn&uuml;tzigkeitsrechts erf&uuml;lle. Das Verfahren nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 AO sei ein eigenst&auml;ndiges Verwaltungsverfahren, wodurch das FG an einer abschlie&szlig;enden Entscheidung &uuml;ber die Gemeinn&uuml;tzigkeit gehindert sei, solange jenes Verfahren noch nicht rechtskr&auml;ftig abgeschlossen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision im Verfahren wegen Anerkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO macht der Kl&auml;ger Verletzung materiellen Rechts geltend. Im Verfahren wegen Anerkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO hat der Senat mit Urteil vom 9.&nbsp;Februar 2017 in der Sache V&nbsp;R&nbsp;70\/14 entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe unzutreffend entschieden, dass Turnierbridge nicht unter den Begriff des Sports in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;21 AO falle. Es gebe keinen vorrechtlichen und auch keinen rechtlichen Begriff des Sports i.S. einer allgemeinen Definition. Vielmehr umfasse der Begriff des Sports nach dem allgemeinen und im Laufe der letzten Jahrzehnte gewandelten Verst&auml;ndnis nicht nur Leibes&uuml;bungen, sondern die verschiedensten Formen von an spielerischer Selbstentfaltung und am Leistungsstreben orientierter menschlicher Bet&auml;tigung, die der k&ouml;rperlichen und geistigen Beweglichkeit diene. Die von der Rechtsprechung geforderte k&ouml;rperliche Aktivit&auml;t werde im &Uuml;brigen auch beim Turnierbridge entfaltet. Im Gegensatz zum Freizeitbridge sei das als Wettkampf betriebene Turnierbridge mit erheblicher k&ouml;rperlicher Anstrengung verbunden. Zudem verkenne das FG, dass bei Denksportarten das Gehirn als K&ouml;rperteil ert&uuml;chtigt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), die Beg&uuml;nstigung des Schachspiels beruhe auf einer gesetzlichen Fiktion, die nicht im Wege der Analogie ausgeweitet werden k&ouml;nne, sei unzutreffend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen sei in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern der nationale Bridgeverband im jeweiligen Nationalen Olympischen Komitee vertreten bzw. resortiere beim jeweiligen Sportministerium. Die internationale Anerkennung von Bridge als Sport werde auch durch die Mitgliedschaft des WBF in internationalen Sportorganisationen und Sportvereinigungen deutlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe zudem zu Unrecht entschieden, dass die in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;23 AO geregelte Aufz&auml;hlung abschlie&szlig;end sei. Turnierbridge sei hinsichtlich seiner, die steuerrechtliche F&ouml;rderung rechtfertigenden Merkmale den im Katalog des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;23 AO genannten Freizeitgestaltungen identisch und werde daher auch von dieser Regelung umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger regt an, das Verfahren im Hinblick auf das Verfahren vor dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) C-90\/16 The English Bridge Union auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das FG-Urteil bez&uuml;glich des Verfahrens &uuml;ber die Anerkennung der Gemeinn&uuml;tzigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO aufzuheben und das FA zu verpflichten, ihn, den Kl&auml;ger, unter Aufhebung der Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;November 2009 und &Auml;nderung der angefochtenen K&ouml;rperschaftsteuerbescheide als gemeinn&uuml;tzige K&ouml;rperschaft i.S. des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 KStG anzuerkennen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es unterst&uuml;tzt im Wesentlichen die Gr&uuml;nde des FG-Urteils.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist statthaft. Sie ist aber unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist statthaft. Zwischenurteile i.S. des &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;2 FGO sind selbst&auml;ndig mit der Revision anfechtbar (BFH-Urteile vom 4.&nbsp;Februar 1999 IV&nbsp;R&nbsp;54\/97, BFHE&nbsp;187, 418, BStBl II 2000, 139, Rz&nbsp;20; vom 9.&nbsp;September 1993 IV&nbsp;R&nbsp;14\/91, BFHE 173, 40, BStBl II 1994, 250, Rz&nbsp;8).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Erlass eines Zwischenurteils war gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;99 Abs.&nbsp;2 FGO zul&auml;ssig. Nach dieser Vorschrift kann das Gericht durch Zwischenurteil &uuml;ber eine entscheidungserhebliche Sach- oder Rechtsfrage vorab entscheiden, wenn dies sachdienlich ist und die Beteiligten nicht widersprechen. Diese Voraussetzungen sind erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ein Zwischenurteil dar&uuml;ber, ob die F&ouml;rderung des Turnierbridge durch den Kl&auml;ger von dem abschlie&szlig;enden Katalog der F&ouml;rderung der Allgemeinheit dienender Zwecke des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 25 AO umfasst wird, ist entscheidungserheblich und sachdienlich, weil es sich um eine Vorfrage handelt, ohne deren Beantwortung ein Urteil &uuml;ber die geltend gemachte Rechtsverletzung nicht m&ouml;glich ist (vgl. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2009 V&nbsp;R&nbsp;50\/07, BFHE&nbsp;225, 224, BStBl II 2010, 78, Rz&nbsp;19; in BFHE 187, 418, BStBl II 2000, 139, Rz&nbsp;23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach dem Zweck der Vorschrift, das gerichtliche Verfahren zu beschleunigen, muss dar&uuml;ber hinaus wenigstens eine weitere Rechtsfrage entscheidungserheblich sein, weil bei nur einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage das FG sogleich durch Endurteil entscheiden muss (BFH-Urteil in BFHE 225, 224, BStBl II 2010, 78, Rz&nbsp;19). Die zweite entscheidungserhebliche Rechtsfrage, deren Beantwortung sich bei Entscheidung &uuml;ber die im Zwischenurteil entschiedene Rechtsfrage je nach deren Ergebnis er&uuml;brigen w&uuml;rde, ist darin zu sehen, ob der Kl&auml;ger einen Anspruch auf Anerkennung des von ihm gef&ouml;rderten Zwecks als gemeinn&uuml;tzig nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 AO hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Entscheidung des FG, dass der Kl&auml;ger nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 KStG i.V.m. &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 AO von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit ist, weil Turnierbridge nicht unter die Katalogzwecke des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 25 AO falle, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;9 Satz&nbsp;1 KStG sind K&ouml;rperschaften, Personenvereinigungen und Verm&ouml;gensmassen, die nach der Satzung und der tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ausschlie&szlig;lich und unmittelbar gemeinn&uuml;tzigen, mildt&auml;tigen oder kirchlichen Zwecken dienen (&sect;&sect;&nbsp;51 bis 68 AO), von der K&ouml;rperschaftsteuer befreit. Nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO verfolgt eine K&ouml;rperschaft gemeinn&uuml;tzige Zwecke, wenn ihre T&auml;tigkeit darauf gerichtet ist, die Allgemeinheit auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet selbstlos zu f&ouml;rdern. Unter den Voraussetzungen des Abs.&nbsp;1 sind als F&ouml;rderung der Allgemeinheit die in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 25 AO genannten T&auml;tigkeiten anzuerkennen. Die Aufz&auml;hlung in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Nrn.&nbsp;1 bis 24 AO ist abschlie&szlig;end.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die F&ouml;rderung des Turnierbridge durch den Kl&auml;ger ist keine F&ouml;rderung des Sports i.S. des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;21 AO. Mangels einer gesetzlichen Definition umfasst der Begriff des Sports i.S. des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;21 AO nur Bet&auml;tigungen, die die allgemeine Definition des Sports erf&uuml;llen und der k&ouml;rperlichen Ert&uuml;chtigung dienen (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 12.&nbsp;November 1986 I&nbsp;R&nbsp;204\/85, BFH\/NV 1987, 705, Rz&nbsp;10; BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Dezember 1987 I&nbsp;B&nbsp;68\/87, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;, Rz&nbsp;17). Vorauszusetzen ist daher eine k&ouml;rperliche, &uuml;ber das ansonsten &uuml;bliche Ma&szlig; hinausgehende Aktivit&auml;t, die durch &auml;u&szlig;erlich zu beobachtende Anstrengungen oder durch die einem pers&ouml;nlichen K&ouml;nnen zurechenbare Kunstbewegung gekennzeichnet ist. Die Ausf&uuml;hrung eines Spiels in Form von Wettk&auml;mpfen und unter einer besonderen Organisation allein machen es noch nicht zum Sport i.S. des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;21 AO (BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Februar 2000 I&nbsp;R&nbsp;108\/98, I&nbsp;R&nbsp;109\/98, BFH\/NV 2000, 1071, Rz&nbsp;35; vom 29.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;13\/97, BFHE 184, 226, BStBl II 1998, 9, Rz&nbsp;10, jeweils zu &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 AO 1977; ebenso Anwendungserlass zur Abgabenordnung &#8211;AEAO&#8211; zu &sect;&nbsp;52 AO, Tz.&nbsp;6, sowie Musil in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect;&nbsp;52 AO Rz&nbsp;185&nbsp;ff.; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;52 AO Rz&nbsp;46&nbsp;ff.; Kr&uuml;ger in Schwarz\/Pahlke, AO, &sect;&nbsp;52 Rz&nbsp;41&nbsp;f.; Koenig, Abgabenordnung, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;52 Rz&nbsp;54; Klein\/Gersch, AO, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;52 Rz&nbsp;40; Buchna\/Leichinger\/Seeger\/Brox, Gemeinn&uuml;tzigkeit im Steuerrecht, 11.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;78&nbsp;ff.; H&uuml;ttemann, Gemeinn&uuml;tzigkeits- und Spendenrecht, 3.&nbsp;Aufl., Rz&nbsp;3.120&nbsp;ff.). Nach diesen Grunds&auml;tzen kann das Bridgespiel nicht als Sport beurteilt werden (BFH-Urteil in BFH\/NV 2000, 1071, Rz&nbsp;35; BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Dezember 1987 I&nbsp;B&nbsp;68\/87, n.v., Rz&nbsp;19; ebenso AEAO zu &sect;&nbsp;52 AO, Tz.&nbsp;6).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dass gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;21 AO Schach als Sport gilt, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Da es sich bei der Bestimmung des &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO um eine gesetzliche Fiktion zugunsten des Schachspiels handelt, scheidet eine Analogie zugunsten des Turnierbridge aus. Im &Uuml;brigen h&auml;tte es dieser Sonderregelung nicht bedurft, wenn auf das Erfordernis der k&ouml;rperlichen Ert&uuml;chtigung durch den Sport verzichtet werden k&ouml;nnte (BFH-Urteil in BFH\/NV&nbsp;2000, 1071, Rz&nbsp;38).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG hat zudem zu Recht entschieden, dass die F&ouml;rderung von Turnierbridge durch den Kl&auml;ger auch keine F&ouml;rderung von anderen in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nrn.&nbsp;1 bis 20, 22 bis 25 AO genannten Zwecken ist. Weder f&uuml;hrt die Satzung des Kl&auml;gers die in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 (Gesundheitswesen), Nr.&nbsp;4 (Jugend- und Altenhilfe), Nr.&nbsp;7 (Erziehung) und Nr.&nbsp;13 (V&ouml;lkerverst&auml;ndigung) genannten Zwecke auf (vgl. &sect;&nbsp;60 AO zur Satzungsanforderung) noch ist die tats&auml;chliche Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung (&sect;&nbsp;63 AO) auf eine ausschlie&szlig;liche und unmittelbare F&ouml;rderung dieser steuerbeg&uuml;nstigten Zwecke gerichtet. Die vorgenannten Zwecke werden allenfalls mittelbar oder &quot;zuf&auml;llig&quot; mit verwirklicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Turnierbridge ist auch nicht in &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;23 als sog. &quot;privilegierte Freizeitbesch&auml;ftigung&quot; aufgef&uuml;hrt. Diese Katalogziffer f&uuml;hrt in loser Aufz&auml;hlung eine Reihe von Freizeitt&auml;tigkeiten auf. Da diese Aufz&auml;hlung abschlie&szlig;end ist, reicht es nicht aus, wenn eine T&auml;tigkeit hierzu &Auml;hnlichkeiten aufweist (Urteil vom 14.&nbsp;September 1994 I&nbsp;R&nbsp;153\/93, BFHE 176, 229, BStBl II 1995, 499, Rz&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Das Verfahren war auch nicht &#8211;wie vom Kl&auml;ger angeregt&#8211; im Hinblick auf die dem EuGH im Verfahren C-90\/16 The English Bridge Union vorliegende Frage, ob Bridge als &quot;Sport&quot; i.S. von Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;m der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) ist, auszusetzen. Zwar kommt eine Verfahrensaussetzung in entsprechender Anwendung von &sect;&nbsp;74 FGO in Betracht, wenn die Beantwortung einer dem EuGH vorliegenden Rechtsfrage vorgreiflich ist (BFH-Beschl&uuml;sse vom 19.&nbsp;Juli 2012 V&nbsp;R&nbsp;25\/11, BFH\/NV 2012, 2032; vom 12.&nbsp;Januar 2012 V&nbsp;R&nbsp;7\/11, BFH\/NV 2012, 817). Da das K&ouml;rperschaftsteuerrecht &#8211;im Gegensatz zum Umsatzsteuerrecht&#8211; unionsrechtlich nicht harmonisiert ist, ist die Beantwortung einer Art.&nbsp;132 Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;m MwStSystRL betreffenden Rechtsfrage nicht vorgreiflich f&uuml;r das vorliegende Verfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung ist dem Endurteil vorbehalten (vgl. BFH-Urteile vom 26.&nbsp;Juli 2012 III&nbsp;R&nbsp;43\/11, BFH\/NV 2013, 86, Rz&nbsp;21; vom 10.&nbsp;Dezember 2003 IX&nbsp;R&nbsp;41\/01, BFH\/NV 2004, 1267, Rz&nbsp;24).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 9.2.2017, V R 69\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.090217.VR69.14.0 Zur Gemeinn&uuml;tzigkeit der F&ouml;rderung des Turnierbridge Leits&auml;tze 1. Turnierbridge ist kein Sport i.S. des &sect; 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 21 AO. 2. Turnierbridge wird auch nicht von den in &sect; 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 23 AO genannten sog. privilegierten Freizeitbesch&auml;ftigungen umfasst. Tenor Die Revision &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-69-14-zur-gemeinnuetzigkeit-der-foerderung-des-turnierbridge\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;69\/14 &#8211; Zur Gemeinn&uuml;tzigkeit der F&ouml;rderung des Turnierbridge<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67266","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67266","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67266"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67266\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67266"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67266"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67266"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}