{"id":67281,"date":"2017-06-01T08:38:50","date_gmt":"2017-06-01T06:38:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67281"},"modified":"2017-06-01T08:38:50","modified_gmt":"2017-06-01T06:38:50","slug":"v-s-3-17-pkh-pkh-gewaehrung-gilt-nur-fuer-einen-rechtszug-kein-verfahrensfehler-des-fg-bei-offensichtlicher-unrichtigkeit-in-den-urteilsgruenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-s-3-17-pkh-pkh-gewaehrung-gilt-nur-fuer-einen-rechtszug-kein-verfahrensfehler-des-fg-bei-offensichtlicher-unrichtigkeit-in-den-urteilsgruenden\/","title":{"rendered":"V&nbsp;S&nbsp;3\/17&nbsp;(PKH) &#8211; PKH-Gew&auml;hrung gilt nur f&uuml;r einen Rechtszug &#8211; Kein Verfahrensfehler des FG bei offensichtlicher Unrichtigkeit in den Urteilsgr&uuml;nden"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.3.2017, V S 3\/17 (PKH)<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.080317.VS3.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">PKH-Gew&auml;hrung gilt nur f&uuml;r einen Rechtszug &#8211; Kein Verfahrensfehler des FG bei offensichtlicher Unrichtigkeit in den Urteilsgr&uuml;nden<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Der Antrag wird abgelehnt.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I.&nbsp;&nbsp;Der Kl&auml;ger, Beschwerdef&uuml;hrer und Antragsteller (Antragsteller) begehrt die Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen das klageabweisende Urteil des Finanzgerichts (FG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. 1. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;142 der Finanzgerichtsordnung (FGO) i.V.m. &sect;&nbsp;114 der Zivilprozessordnung (ZPO) erh&auml;lt eine Partei, die nach ihren pers&ouml;nlichen und wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen die Kosten der Prozessf&uuml;hrung nicht oder nur zum Teil aufbringen kann, PKH, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung hinreichende Aussicht auf Erfolg hat. Vertritt sich &#8211;wie im Streitfall&#8211; der Antragsteller im Beschwerdeverfahren selbst, so muss er die Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Zulassung der Revision zumindest in laienhafter Weise darlegen (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10.&nbsp;Dezember 2014 V&nbsp;S&nbsp;32\/14&nbsp;(PKH), BFH\/NV 2015, 506). Diese Voraussetzungen sind nicht erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ein Anspruch auf Gew&auml;hrung von PKH ergibt sich entgegen der Rechtsauffassung des Antragstellers nicht bereits daraus, dass der Senat im ersten Rechtszug PKH f&uuml;r das Verfahren wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des FG gew&auml;hrt hat, mit der es die Unt&auml;tigkeitsklage des Antragstellers zu Unrecht als unzul&auml;ssig abgewiesen hatte. Denn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1 ZPO wird PKH f&uuml;r jeden Rechtszug gesondert bewilligt. Eine Zusammenfassung zu einem einheitlichen Verfahren erfolgt zwar dann, wenn einer Beschwerde gegen die Zulassung der Revision stattgegeben wird und das Beschwerdeverfahren als Revisionsverfahren fortgesetzt wird (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;7 FGO). Dies gilt jedoch gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;6 FGO dann nicht, wenn der BFH &#8211;wie im Streitfall&#8211; die Vorentscheidung aufgehoben hat und gegen die Entscheidung im zweiten Rechtszug erneut eine Nichtzulassungsbeschwerde erhoben wird. Eine prozessrechtliche Einheit &quot;vor diesem Gericht&quot; bilden nur ein aufgehobenes und ein weiteres Verfahren in derselben Instanz (&sect;&nbsp;37 des Gerichtskostengesetzes &#8211;GKG&#8211;), nicht jedoch ein sich anschlie&szlig;endes weiteres Rechtsmittelverfahren (Hartmann, Kostengesetze, &sect;&nbsp;35 GKG Rz&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ergibt sich ein Anspruch des Antragstellers auf PKH nicht bereits aus einer fr&uuml;heren Gew&auml;hrung von PKH, muss das Vorliegen der &quot;hinreichenden Aussicht auf Erfolg&quot; f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde in dem vorliegenden Stadium des Verfahrens erneut gesondert gepr&uuml;ft werden. Der nicht vertretene Antragsteller hat jedoch nicht in laienhafter Weise einen Zulassungsgrund dargetan. Der behauptete Verfahrensfehler des FG (z.B. in Form eines Versto&szlig;es gegen den klaren Inhalt der Akten) liegt entgegen der Rechtsauffassung des Antragstellers nicht bereits darin, dass das FG in seinen Gr&uuml;nden auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts (VG) &quot;C&quot; Bezug nimmt, obwohl es sich tats&auml;chlich um ein Urteil des VG &quot;B&quot; gehandelt hat. Aus der zutreffenden Darstellung dieser Entscheidung im Tatbestand ergibt sich, dass es sich hierbei nur um eine offensichtliche Unrichtigkeit des FG im Sinne eines Verschreibens gehandelt hat, die ohne Auswirkung auf den Inhalt der Entscheidung ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Erg&auml;nzend weist der Senat darauf hin, dass sich entgegen der Rechtsauffassung des Antragstellers ein Vorsteuerabzug nicht aufgrund einer Erw&auml;hnung von Kosten in dem rechtskr&auml;ftigen verwaltungsgerichtlichen Urteil ergibt, weil nur die Urteilsformel (Ablehnung eines Wohngeldantrages) in Rechtskraft erw&auml;chst. Ausf&uuml;hrungen &uuml;ber bestimmte Kosten in den Gr&uuml;nden nehmen nicht die Entscheidung des FG &uuml;ber die Berechtigung des Antragstellers zu einem Vorsteuerabzug vorweg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Eine Kostenentscheidung war nicht zu treffen, weil keine Gerichtsgeb&uuml;hren entstehen (&sect;&nbsp;142 Abs.&nbsp;1 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;4 ZPO, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 GKG, &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;2 GKG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 8.3.2017, V S 3\/17 (PKH)ECLI:DE:BFH:2017:B.080317.VS3.17.0 PKH-Gew&auml;hrung gilt nur f&uuml;r einen Rechtszug &#8211; Kein Verfahrensfehler des FG bei offensichtlicher Unrichtigkeit in den Urteilsgr&uuml;nden Tenor Der Antrag wird abgelehnt. Die Entscheidung ergeht gerichtsgeb&uuml;hrenfrei. Tatbestand 1&nbsp; I.&nbsp;&nbsp;Der Kl&auml;ger, Beschwerdef&uuml;hrer und Antragsteller (Antragsteller) begehrt die Bewilligung von Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen das klageabweisende Urteil &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-s-3-17-pkh-pkh-gewaehrung-gilt-nur-fuer-einen-rechtszug-kein-verfahrensfehler-des-fg-bei-offensichtlicher-unrichtigkeit-in-den-urteilsgruenden\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;S&nbsp;3\/17&nbsp;(PKH) &#8211; PKH-Gew&auml;hrung gilt nur f&uuml;r einen Rechtszug &#8211; Kein Verfahrensfehler des FG bei offensichtlicher Unrichtigkeit in den Urteilsgr&uuml;nden<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67281","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67281"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67281\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}