{"id":67299,"date":"2017-06-01T08:34:20","date_gmt":"2017-06-01T06:34:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67299"},"modified":"2017-06-01T08:34:20","modified_gmt":"2017-06-01T06:34:20","slug":"x-r-60-14-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-23112016-x-r-41-14-ausgleichszahlung-zur-abfindung-des-versorgungsausgleichs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-60-14-im-wesentlichen-inhaltsgleich-mit-bfh-urteil-vom-23112016-x-r-41-14-ausgleichszahlung-zur-abfindung-des-versorgungsausgleichs\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;60\/14 &#8211; Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 23.11.2016 X R 41\/14 &#8211; Ausgleichszahlung zur Abfindung des Versorgungsausgleichs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.11.2016, X R 60\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.231116.XR60.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 23.11.2016 X R 41\/14 &#8211; Ausgleichszahlung zur Abfindung des Versorgungsausgleichs<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 5. Juni 2014 4 K 1171\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Finanzgericht N&uuml;rnberg zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der im Dezember 1956 geborene Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erzielte u.a. aus seiner Beteiligung an einer GbR Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit. Er ist Mitglied der Bayerischen &Auml;rzteversorgung. Mit seiner damaligen Ehefrau (E), von der er seit Januar 2004 getrennt lebte, schloss er 2005 eine notariell beurkundete Scheidungsvereinbarung nach &sect;&nbsp;1587o des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs in der im Streitjahr geltenden Fassung (BGB a.F.), in der die Parteien auf jeden Versorgungsausgleich verzichteten. Als Gegenleistung f&uuml;r u.a. diesen Verzicht hatte der Kl&auml;ger der&nbsp;E&nbsp;197.200&nbsp;EUR zu zahlen, f&auml;llig am 1.&nbsp;Januar 2006. Davon entfiel ein Teilbetrag von 70.000&nbsp;EUR, sollte der Verzicht auf Versorgungsausgleich endg&uuml;ltig nicht rechtswirksam werden. Das zust&auml;ndige Familiengericht genehmigte die Vereinbarung. Der Kl&auml;ger zahlte an E am 17. und 18.&nbsp;Januar 2006 insgesamt 185.200&nbsp;EUR. Nach einer Mitteilung der Rechtsanw&auml;ltin, die den Kl&auml;ger im Scheidungsverfahren vertreten hatte, entfiel hiervon ein Anteil von 70.000&nbsp;EUR auf den Ausgleich der Versorgungsanwartschaften aus der berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtung, da die Lebensversicherungen im Rahmen des Zugewinnausgleichs ber&uuml;cksichtigt worden seien. Eine Realteilung der Versorgungsanwartschaft w&auml;re nach der Satzung der Bayerischen &Auml;rzteversorgung nur m&ouml;glich gewesen, wenn auch der ausgleichsberechtigte Ehegatte einem enumerativ benannten freien Beruf angeh&ouml;rt h&auml;tte, was bei&nbsp;E&nbsp;nicht der Fall gewesen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger machte den Betrag von 70.000&nbsp;EUR als vorweggenommene Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften geltend. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat hingegen die Auffassung, der Zugewinnausgleichscharakter der Zahlung stehe im Vordergrund, so dass die Zahlung die Verm&ouml;gensebene betreffe. Die Klage war ebenfalls erfolglos (Urteil des Finanzgerichts &#8211;FG&#8211; vom 5.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;1171\/13, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 1186). Werbungskosten l&auml;gen nicht vor, da es am Veranlassungszusammenhang mit den Eink&uuml;nften aus &sect;&nbsp;22 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) fehle. Dem Kl&auml;ger fl&ouml;ssen auch im Scheidungsfalle die ungek&uuml;rzten Versorgungsbez&uuml;ge zu, w&auml;hrend deren Weiterleitung zur Einkommensverwendung geh&ouml;re. An der fehlenden Realteilung scheitere auch die Ber&uuml;cksichtigung als dauernde Last, die einen Transfer der Eink&uuml;nfte voraussetze. Ein Sonderausgabenabzug nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1b EStG in der durch das Jahressteuergesetz 2008 eingef&uuml;hrten Fassung sei im Streitjahr noch nicht m&ouml;glich. Schlie&szlig;lich seien Aufwendungen, die wie im Streitfall mit einer Verm&ouml;gensauseinandersetzung zusammenhingen, auch keine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgt der Kl&auml;ger sein Begehren weiter. Die im Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006 IX&nbsp;R&nbsp;107\/00 (BFHE&nbsp;212, 511, BStBl II&nbsp;2006, 446) entwickelten und im Senatsurteil vom 15.&nbsp;Juni 2010 X&nbsp;R&nbsp;23\/08 (BFH\/NV 2010, 1807) konkretisierten Grunds&auml;tze seien einschl&auml;gig. Die Ausgleichszahlung diene der Erhaltung der Einnahmen nach &sect;&nbsp;22 EStG, da diese sonst infolge des Versorgungsausgleichs geringer ausgefallen w&auml;ren. In letzterem Punkt liege der Fall anders als in dem dem Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;November 2014 X&nbsp;B&nbsp;223\/13 (BFH\/NV 2015, 202) zugrundeliegenden Sachverhalt. Soweit das FG auf die fehlende M&ouml;glichkeit der Realteilung abstelle, greife dies zu kurz. Bei einem Versorgungsausgleich w&auml;ren stattdessen im Wege des sog. Quasi-Splittings zugunsten der E aus Mitteln der Bayerischen &Auml;rzteversorgung zu Lasten des Kl&auml;gers Versorgungsanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung begr&uuml;ndet und so gleichzeitig seine Anwartschaft gegen&uuml;ber der Bayerischen &Auml;rzteversorgung gek&uuml;rzt worden. Die fr&uuml;here Rechtsprechung des BFH, die Zahlungen zur Begr&uuml;ndung einer Rentenanwartschaft als Anschaffungskosten der Rentenanwartschaft behandelt habe, sei mit Inkrafttreten des Alterseink&uuml;nftegesetzes (AltEinkG) &uuml;berholt. Das gelte nach den Grunds&auml;tzen des Senatsbeschlusses vom 1.&nbsp;Februar 2006 X&nbsp;B&nbsp;166\/05 (BFHE&nbsp;212, 242, BStBl II&nbsp;2006, 420) auch bereits f&uuml;r die &Uuml;bergangsphase bis zum Jahre 2040. Bliebe die Zahlung unber&uuml;cksichtigt, w&uuml;rde sie doppelt besteuert, da die zuflie&szlig;enden Bez&uuml;ge sp&auml;ter voll der Besteuerung unterl&auml;gen. Vorsorgeaufwendungen seien vielmehr nach der Rechtsprechung des Senats ihrer Natur nach vorweggenommene Werbungskosten. Zwar ordne &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG sie konstitutiv den Sonderausgaben zu (Senatsurteil vom 18.&nbsp;November 2009 X&nbsp;R&nbsp;9\/07, BFH\/NV 2010, 412). Diese Sperrwirkung gelte aber nicht f&uuml;r Ausgleichszahlungen, da nach der Legaldefinition des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG Vorsorgeaufwendungen nur die in Abs.&nbsp;1 Nrn.&nbsp;2, 3 genannten Beitr&auml;ge seien. Der Senat habe in seinem Urteil in BFH\/NV 2010, 1807 ebenfalls keine vorrangige Zuordnung zu den Sonderausgaben vorgenommen, sondern nur darauf abgestellt, ob die Ausgleichszahlung die K&uuml;rzung der als eigene Eink&uuml;nfte zuzurechnenden Versorgungsbez&uuml;ge verhindere.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber habe mittlerweile mit &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1a Nr.&nbsp;3 EStG i.d.F. des Gesetzes zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften gezeigt, dass er Ausgleichszahlungen zur Vermeidung des &ouml;ffentlich-rechtlichen Versorgungsausgleichs ebenso behandelt wissen m&ouml;chte wie Zahlungen zum Erhalt von Versorgungsbez&uuml;gen nach &sect;&nbsp;19 EStG. F&uuml;r die Zeit vor 2015 k&ouml;nne nichts anderes gelten. Die Vorschrift habe nicht etwa eine durch den BFH verursachte Ungleichbehandlung zwischen Beamten und gesetzlich Versicherten beseitigen wollen, da diese Rechtsprechung zu der Rechtslage vor Inkrafttreten des AltEinkG ergangen sei und seither nach Ablauf der &Uuml;bergangsregelung kein Unterschied mehr hinsichtlich der steuerlichen Behandlung der Versorgungsleistungen bestehe. Es sei lediglich darum gegangen, eine bislang fehlende gesetzliche Regelung einzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem vollen Werbungskostenabzug stehe auch &sect;&nbsp;3c EStG nicht entgegen. Der Kl&auml;ger werde zwar, da er im Jahre 2022 die Regelaltersgrenze erreiche, seine Altersrente nur mit einem Besteuerungsanteil von 82&nbsp;% versteuern m&uuml;ssen. Aber der nicht der Besteuerung unterliegende Teil der Rente sei nicht steuerfrei, sondern von vornherein nicht steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2006 vom 3.&nbsp;Januar 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 13.&nbsp;August 2013 in der Weise zu &auml;ndern, dass bei den sonstigen Eink&uuml;nften Werbungskosten in H&ouml;he von 70.000&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesetzgeber habe Altersvorsorgeaufwendungen aller Art den Sonderausgaben zugewiesen. Es sei widerspr&uuml;chlich und vom Gesetzgeber wohl nicht gewollt, solche Aufwendungen als Werbungskosten zu behandeln, wenn, wie hier, die Voraussetzungen des Sonderausgabenabzugs nicht erf&uuml;llt seien. &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG enthalte keine Legaldefinition, sondern regele nur die Abzugsvoraussetzungen. Die Einf&uuml;hrung von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1a Nr.&nbsp;3 EStG habe dazu gedient, die in der Rechtsprechung divergierende Behandlung von Ausgleichszahlungen bei Beamten und gesetzlich Versicherten wieder zu vereinheitlichen. Ein Schluss auf fr&uuml;here Jahre sei nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet mit der Ma&szlig;gabe, dass die Sache nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckverwiesen wird. Der Senat vermag anhand der Feststellungen des FG nicht selbst zu beurteilen, in welcher H&ouml;he die Abfindungszahlung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG als vorweggenommene Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers abziehbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Versorgungsausgleich zwischen geschiedenen Ehegatten richtete sich im Streitjahr nach &sect;&sect;&nbsp;1587a, 1587b BGB a.F. sowie dem Gesetz zur Regelung von H&auml;rten im Versorgungsausgleich (VAHRG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der &ouml;ffentlich-rechtliche Versorgungsausgleich wird entweder durch unmittelbare Aufteilung der Anrechte oder durch Begr&uuml;ndung von Anrechten f&uuml;r den Versorgungsausgleichsberechtigten in der gesetzlichen Rentenversicherung zu Lasten der sonstigen Anrechte des Versorgungsausgleichsverpflichteten verwirklicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung wurden nach &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;1 BGB a.F. durch anteilige &Uuml;bertragung der Rentenanwartschaften aufgeteilt (Splitting). Bei Versorgungsanwartschaften aus &ouml;ffentlich-rechtlichen Dienstverh&auml;ltnissen begr&uuml;ndete das Familiengericht nach &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;2 BGB a.F. f&uuml;r den ausgleichsberechtigten Ehegatten Rentenanwartschaften in einer gesetzlichen Rentenversicherung (Quasi-Splitting). Sonstige Anwartschaften wurden nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 VAHRG im Wege der Realteilung (wie nach &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;1 BGB a.F.) anteilig &uuml;bertragen, soweit die f&uuml;r das Anrecht des Verpflichteten ma&szlig;gebende Regelung dies vorsah. War hingegen die Realteilung des Anrechts nicht m&ouml;glich und richtete sich das Anrecht gegen einen &ouml;ffentlich-rechtlichen Versorgungstr&auml;ger, galten nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG die Vorschriften &uuml;ber den Ausgleich von Anrechten aus einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Dienstverh&auml;ltnis sinngem&auml;&szlig; (analoges Quasi-Splitting). Das bedeutet, dass das Familiengericht in sinngem&auml;&szlig;er Anwendung des &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;2 BGB a.F. f&uuml;r den ausgleichsberechtigten Ehegatten Rentenanwartschaften in einer gesetzlichen Rentenversicherung begr&uuml;ndete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) In der gesetzlichen Rentenversicherung war der Ausgleich jedoch begrenzt. Nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 des Sozialgesetzbuchs Sechstes Buch (SGB&nbsp;VI) wurde der zugunsten oder zu Lasten von Versicherten durchgef&uuml;hrte Versorgungsausgleich innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung durch einen Zuschlag oder Abschlag von Entgeltpunkten ber&uuml;cksichtigt. Die &Uuml;bertragung oder Begr&uuml;ndung von Rentenanwartschaften zugunsten von Versicherten (und damit zugunsten von Versorgungsausgleichsberechtigten) f&uuml;hrte nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 SGB&nbsp;VI zu einem Zuschlag an Entgeltpunkten. Dieser Zuschlag durfte nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 SGB&nbsp;VI zusammen mit den in der Ehezeit oder Lebenspartnerschaftszeit bereits vorhandenen Entgeltpunkten den Wert nicht &uuml;bersteigen, der sich ergibt, wenn die Anzahl der Kalendermonate der Ehezeit oder Lebenspartnerschaftszeit durch sechs geteilt wird; eine &Uuml;bertragung oder Begr&uuml;ndung von Rentenanwartschaften war nur bis zu dem entsprechenden H&ouml;chstbetrag wirksam.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Wenn der Ausgleich nach diesen Vorschriften nicht durchgef&uuml;hrt werden konnte, stand zun&auml;chst noch &sect;&nbsp;3b VAHRG zur Verf&uuml;gung. Danach konnte das Familiengericht andere Anrechte des Verpflichteten innerhalb bestimmter Grenzen zum Ausgleich heranziehen, sofern sie durch &Uuml;bertragung oder Begr&uuml;ndung von Anrechten ausgeglichen werden konnten (&sect;&nbsp;3b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 VAHRG), oder ihn verpflichten, durch Beitragszahlungen Anrechte in der gesetzlichen Rentenversicherung zu begr&uuml;nden (&sect;&nbsp;3b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 VAHRG), dies alles jedoch nicht gegen den Willen des Berechtigten (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 30.&nbsp;September 1992 XII&nbsp;ZB&nbsp;99\/88, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1992, 3234, Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Familienrecht &#8211;FamRZ&#8211; 1993, 172).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wurde f&uuml;r den Versorgungsausgleich auch nicht auf &sect;&nbsp;3b VAHRG zur&uuml;ckgegriffen, fand nach &sect;&nbsp;2 VAHRG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1587f BGB a.F. der schuldrechtliche Versorgungsausgleich nach den &sect;&sect;&nbsp;1587g bis 1587n BGB a.F. statt. Er besteht im Kern darin, dass der ausgleichsverpflichtete Ehegatte bei Eintritt des Versorgungsfalles dem anderen Ehegatten eine Ausgleichsrente zahlt, der seinerseits einen Anspruch auf Abtretung der Versorgungsanspr&uuml;che geltend machen kann (&sect;&sect;&nbsp;1587g Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, 1587i Abs.&nbsp;1 BGB a.F.). &sect;&nbsp;1587o Abs.&nbsp;1 BGB a.F. erlaubte es, im Zusammenhang mit der Scheidung durch eine Parteivereinbarung anstelle des Versorgungsausgleichs ein Ausgleichssurrogat und damit auch die Leistung einer Abfindung zu vereinbaren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Bei Aufeinandertreffen mehrerer Anrechte wurden entweder die gleichartigen Anrechte nach &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 BGB a.F. verrechnet oder aber nach dem Wertverh&auml;ltnis der erworbenen Anrechte quotiert, wenn nicht das Familiengericht aus besonderen Gr&uuml;nden eine abweichende Zuordnung vornahm (vgl. BGH-Beschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;Oktober 1993 XII&nbsp;ZB&nbsp;109\/91, NJW 1994, 48, FamRZ 1994, 90; vom 13.&nbsp;Dezember 2000 XII&nbsp;ZB&nbsp;52\/97, FamRZ 2001, 477; vom 20.&nbsp;Juli 2005 XII&nbsp;ZB&nbsp;289\/03, FamRZ 2005, 1530).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wird zum Ausschluss eines Versorgungsausgleichs eine Abfindungszahlung geleistet, so hat die Rechtsprechung f&uuml;r deren steuerliche Behandlung bisher zwischen der betrieblichen Altersversorgung auf der einen Seite und der Beamtenversorgung auf der anderen Seite differenziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zahlungen f&uuml;r den Ausschluss eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs wegen des Bestehens einer Anwartschaft auf betriebliche Altersversorgung k&ouml;nnen im Streitjahr 2006 steuerlich nicht ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Sie sind keine mit den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit im Zusammenhang stehenden Werbungskosten nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG. Dies hat der Senat bereits entschieden. Es fehlt an dem erforderlichen Veranlassungszusammenhang mit dieser Einkunftsart. Der (abgel&ouml;ste) schuldrechtliche Versorgungsausgleich h&auml;tte nicht zur Folge gehabt, dass dem Anspruchsberechtigten niedrigere steuerpflichtige Versorgungsbez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;2 EStG zugeflossen w&auml;ren. Die ungek&uuml;rzten Versorgungsbez&uuml;ge w&auml;ren steuerlich eigene Eink&uuml;nfte des Verpflichteten geblieben, da die Verpflichtung, sie zum Teil an den versorgungsausgleichsberechtigten Ehegatten weiterzuleiten, ein Vorgang im Bereich der Einkommensverwendung ist (vgl. im Einzelnen Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1807, unter II.1.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Sie sind auch keine dauernden Lasten i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG. Zwar werden laufende Zahlungen aufgrund eines schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs wegen des darin liegenden Transfers steuerlicher Leistungsf&auml;higkeit nach dieser Vorschrift als Sonderausgaben ber&uuml;cksichtigt, soweit sie auf steuerbaren Eink&uuml;nften beruhen (vgl. Senatsurteile vom 18.&nbsp;September 2003 X&nbsp;R&nbsp;152\/97, BFHE 203, 337, BStBl II 2007, 749; vom 15.&nbsp;Oktober 2003 X&nbsp;R&nbsp;29\/01, BFH\/NV 2004, 478). Das gilt jedoch nicht f&uuml;r Zahlungen, die den Transfer beenden oder ihn, wie es die Abfindungszahlung bezweckt, von vornherein verhindern (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1807, unter II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich liegen keine au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG vor, da es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Verm&ouml;gensauseinandersetzung handelt (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1807, unter II.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Demgegen&uuml;ber kann ein Ausgleichsverpflichteter, der als Beamter oder nach beamtenrechtlichen Grunds&auml;tzen einen Anspruch auf eine Altersversorgung hat und der aufgrund einer Vereinbarung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1587o BGB a.F. an den anderen Ehegatten Zahlungen leistet, um K&uuml;rzungen seiner nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zu versteuernden Versorgungsbez&uuml;ge zu vermeiden, diese ebenso wie Auff&uuml;llungszahlungen an den Dienstherrn sofort als (vorab entstandene) Werbungskosten abziehen. Die Zahlung vermeidet die K&uuml;rzung der sp&auml;ter zuflie&szlig;enden Pensionsbez&uuml;ge nach &sect;&nbsp;57 des Beamtenversorgungsgesetzes (BeamtVG) und sichert somit den ungeschm&auml;lerten Zufluss der nachtr&auml;glichen Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Bliebe die Zahlung unber&uuml;cksichtigt, k&auml;me es zu einer doppelten Besteuerung. Der Steuerpflichtige wendet aus versteuertem Einkommen etwas auf (die Ausgleichszahlung oder die Wiederauff&uuml;llungszahlung), was sp&auml;ter voll der Besteuerung unterliegt (vgl. BFH-Urteile in BFHE&nbsp;212, 511, BStBl II&nbsp;2006, 446; vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006 IX&nbsp;R&nbsp;78\/01, BFHE&nbsp;212, 514, BStBl II&nbsp;2006, 448; vom 17.&nbsp;Juni 2010 VI&nbsp;R&nbsp;33\/08, BFH\/NV 2010, 2051; vom 24.&nbsp;M&auml;rz 2011 VI&nbsp;R&nbsp;59\/10, BFH\/NV 2011, 1130).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ob sich eine Abfindungszahlung nach den Grunds&auml;tzen unter II.2.a ausschlie&szlig;lich auf der privaten Ebene abspielt oder nach den Grunds&auml;tzen unter II.2.b abziehbar ist, bestimmt sich danach, ob der Versorgungsausgleich, w&auml;re er durchgef&uuml;hrt worden, lediglich eine Form der Einkommensverwendung gewesen w&auml;re oder die dem Ausgleichsverpflichteten zuzurechnenden steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte gemindert h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) In der Konstellation, die der unter II.2.a genannten Senatsrechtsprechung zugrunde liegt, h&auml;tte die Durchf&uuml;hrung des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs an der H&ouml;he der steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte des Ausgleichsverpflichteten nichts ge&auml;ndert. Der Versorgungsausgleich w&auml;re lediglich eine Form der Einkommensverwendung gewesen, wenn sie auch durch den Sonderausgabenabzug nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1a EStG beg&uuml;nstigt war (s.o. unter II.2.a&nbsp;bb). Eine Abfindungszahlung vermeidet damit lediglich eine bestimmte Form der Einkommensverwendung bzw. tauscht diese gegen eine andere Form der Einkommensverwendung aus. Auf die H&ouml;he der steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte haben weder der Versorgungsausgleich noch dessen Ausschluss Einfluss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der unter II.2.b zitierten Rechtsprechung liegt hingegen entscheidend die Erw&auml;gung zugrunde, dass durch die Ausgleichs- oder Wiederauff&uuml;llungszahlungen eine sonst gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;57 BeamtVG vorzunehmende K&uuml;rzung der Pensionsbez&uuml;ge unterbleibt. Die Zahlungen dienen der Sicherung des k&uuml;nftigen Zuflusses (eigener) steuerpflichtiger Eink&uuml;nfte in ungeschm&auml;lerter H&ouml;he (vgl. Senatsurteil in BFH\/NV 2010, 1807, unter II.1.b&nbsp;dd). W&auml;re der Versorgungsausgleich durchgef&uuml;hrt worden, h&auml;tte er die steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte des Ausgleichsverpflichteten gemindert. Eine in diesem System geleistete Abfindungszahlung betrifft nicht die Einkommensverwendung, sondern hat unmittelbaren Einfluss auf die H&ouml;he der steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte. Hierin liegt der entscheidende Unterschied. Dieselbe Erw&auml;gung liegt bereits dem BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Oktober 1983 VI&nbsp;R&nbsp;198\/79 (BFHE&nbsp;139, 524, BStBl II&nbsp;1984, 106, dort unter 1.c) zugrunde, in dem die Ber&uuml;cksichtigung einer Zahlung an die gesetzliche Rentenversicherung zur Begr&uuml;ndung einer Rentenanwartschaft f&uuml;r den Ausgleichsverpflichteten u.a. mit der Erw&auml;gung abgelehnt wurde, dass die Zahlung oder ihr Ausbleiben keinen Einfluss auf den eigenen Pensionsanspruch des Ausgleichsverpflichteten gehabt h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Kein geeignetes (und die differenzierende Rechtsprechung zu den unterschiedlichen Versorgungsausgleichsmechanismen deshalb auch nicht tragendes) Differenzierungskriterium ist hingegen die &Uuml;berlegung, au&szlig;erhalb der Beamtenversorgung seien Zahlungen zum Erhalt von Altersversorgungsbez&uuml;gen als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten auf die Rentenanwartschaft zu qualifizieren und deshalb nicht als Werbungskosten abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem liegt die Vorstellung zugrunde, die Rentenanwartschaft bilde ein Rentenstammrecht, w&auml;hrend die sp&auml;teren Rentenzahlungen sich als (nicht steuerbare) R&uuml;ckzahlung von Kapital zuz&uuml;glich der (steuerbaren) Zahlung von Ertr&auml;gen darstelle. F&uuml;r die Rechtslage vor Inkrafttreten des AltEinkG wurden Aufwendungen zwecks Erwerb oder Erhalt von Rentenrechten aus diesem Grunde nicht als Werbungskosten, sondern als Vorg&auml;nge der Verm&ouml;gensebene betrachtet (vgl. Senatsurteil vom 7.&nbsp;Februar 1990 X&nbsp;R&nbsp;204\/87, BFH\/NV 1990, 762, f&uuml;r eine Abfindungszahlung im Rahmen eines Versorgungsausgleichs; BFH-Urteil vom 30.&nbsp;Oktober 2001 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/00, BFHE&nbsp;197, 114, BStBl II&nbsp;2006, 223, unter II.4.b). In der Rentenbezugsphase wurde (nur) der typisierte Ertragsanteil als Zinsanteil versteuert, w&auml;hrend der R&uuml;ckfluss des eigenen Verm&ouml;gens nicht steuerbar blieb (vgl. im Einzelnen Senatsurteil vom 5.&nbsp;Juni 2002 X&nbsp;R&nbsp;1\/00, BFH\/NV 2002, 1438).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das AltEinkG hat diese Systematik jedoch grundlegend ge&auml;ndert. Die damaligen Grunds&auml;tze sind deshalb auf Zahlungen nach dessen Inkrafttreten nicht mehr anwendbar. Die Annahme, dass die Rentenbez&uuml;ge sich aus der R&uuml;ckzahlung des in der Erwerbsphase angesparten Kapitals sowie einem Zinsanteil zusammensetzen, liegt nur noch der Ertragsanteilsbesteuerung z.B. f&uuml;r private Renten in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG zugrunde. Mit &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG hingegen ist f&uuml;r die Leistungen der Basisversorgung jedenfalls konzeptionell die nachgelagerte Besteuerung eingef&uuml;hrt worden, mit der die Vorstellung, die Rentenbez&uuml;ge best&uuml;nden aus der R&uuml;ckzahlung von Kapital sowie einem Zinsanteil, nicht mehr vereinbar ist. Sind aber Auszahlungen aus einem Altersversorgungssystem steuerbar, so m&uuml;ssen die vorherigen Einzahlungen grunds&auml;tzlich zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung aus steuerbefreitem Einkommen geleistet worden sein, d.h. als Aufwendungen zur Erwerbung von Einnahmen i.S. des &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG abziehbar sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Dementsprechend geht der Senat davon aus, dass Altersvorsorgeaufwendungen trotz der spezialgesetzlichen Zuweisung zu den Sonderausgaben in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG ihrer Rechtsnatur nach Erwerbsaufwendungen und damit vorweggenommene Werbungskosten sind, soweit sie mit (steuerbaren) Renteneinnahmen im Zusammenhang stehen (vgl. im Einzelnen Senatsurteile vom 18.&nbsp;November 2009 X&nbsp;R&nbsp;34\/07, BFHE&nbsp;227, 99, BStBl II&nbsp;2010, 414, unter B.I.2.b&nbsp;aa; vom 9.&nbsp;Dezember 2009 X&nbsp;R&nbsp;28\/07, BFHE&nbsp;227, 165, BStBl II&nbsp;2010, 348, unter B.II.2.b&nbsp;aa). Damit w&auml;re es unvereinbar, Zahlungen f&uuml;r Erwerb und Erhalt von Rentenanwartschaften als Anschaffungskosten f&uuml;r ein nicht abnutzbares Wirtschaftsgut zu verstehen. Das gilt unabh&auml;ngig davon, ob es sich bei diesen Zahlungen um Beitr&auml;ge an den Versorgungstr&auml;ger oder sonstige Aufwendungen handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben sind Abfindungszahlungen, die den Versorgungsausgleich hinsichtlich der Anspr&uuml;che gegen die Bayerische &Auml;rzteversorgung ausschlie&szlig;en, dem Grunde nach als vorweggenommene Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften aus &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz 3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG abziehbar. Der Abzug kann jedoch der H&ouml;he nach in zweifacher Hinsicht begrenzt sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Versorgungsausgleich w&auml;re hinsichtlich der Anspr&uuml;che gegen die Bayerische &Auml;rzteversorgung im Wege des analogen Quasi-Splittings nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG durchgef&uuml;hrt worden. Die Zugeh&ouml;rigkeit zur Bayerischen &Auml;rzteversorgung ist kein &ouml;ffentlich-rechtliches Dienstverh&auml;ltnis, das ein unmittelbares Quasi-Splitting nach &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;2 BGB a.F. erlaubt h&auml;tte. Die Realteilung nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 VAHRG kam auch nicht in Betracht, da die Bayerische &Auml;rzteversorgung diese unter den gegebenen Umst&auml;nden nicht zul&auml;sst. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG waren jedoch gegeben. Die Bayerische &Auml;rzteversorgung ist nach Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des bayerischen Gesetzes &uuml;ber das &ouml;ffentliche Versorgungswesen vom 16.&nbsp;Juni 2008 (Bayerische Rechtssammlung 763-1-I, Gesetz- und Verordnungsblatt 2008, 371) eine rechtsf&auml;hige Anstalt des &ouml;ffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung, so dass &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG anwendbar gewesen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG durchzuf&uuml;hrende Versorgungsausgleich zu Lasten der Anwartschaft des Kl&auml;gers bei der Bayerischen &Auml;rzteversorgung entspricht im Streitfall in allen entscheidenden Punkten dem Versorgungsausgleich der Beamten bzw. nach beamtenrechtlichen Grunds&auml;tzen, nicht hingegen dem Versorgungsausgleich, wie er bei einer Betriebsrente durchzuf&uuml;hren w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies zeigt sich bereits an der vorbehaltlosen Verweisung des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG auf die Vorschriften &uuml;ber den Ausgleich von Anrechten aus einem &ouml;ffentlich-rechtlichen Dienstverh&auml;ltnis (&sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;2 BGB a.F.). Es w&auml;ren ebenso wie bei den Beamten und den nach beamtenrechtlichen Grunds&auml;tzen Versorgungsberechtigten f&uuml;r den Ausgleichsberechtigten unmittelbar Rentenanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung begr&uuml;ndet und in korrespondierender H&ouml;he die Versorgungsanspr&uuml;che des Ausgleichsverpflichteten bei der Bayerischen &Auml;rzteversorgung gek&uuml;rzt worden. Letzteres ergibt sich aus &sect;&nbsp;55 Abs.&nbsp;4 S&auml;tze&nbsp;1 und 2 der Satzung der Bayerischen &Auml;rzteversorgung in der am 31.&nbsp;August 2009 geltenden Fassung. Diese ist nach &sect;&nbsp;91k der aktuellen Satzung ma&szlig;gebend, wenn f&uuml;r den Versorgungsausgleich gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;48 des Versorgungsausgleichsgesetzes das bis zum 31.&nbsp;August 2009 geltende Recht anzuwenden ist. Nach dieser Vorschrift wiederum ist in Verfahren &uuml;ber den Versorgungsausgleich, die vor dem 1.&nbsp;September 2009 eingeleitet worden sind, das bis dahin geltende materielle Recht und Verfahrensrecht weiterhin anzuwenden. Das ist erst recht bei einer vor diesem Stichtag abgeschlossenen (endg&uuml;ltigen) Vereinbarung &uuml;ber den Ausschluss des Versorgungsausgleichs der Fall. In Folge dieser Rechtsakte versteuert der Ausgleichsberechtigte ggf. die empfangenen Rentenzahlungen unmittelbar, w&auml;hrend der Verpflichtete nur geminderte Bez&uuml;ge erh&auml;lt und folglich auch nur geminderte Bez&uuml;ge versteuert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn der Versorgungsausgleich im Falle seiner Durchf&uuml;hrung aber familienrechtlich und steuerrechtlich ebenso realisiert wird wie bei Beamten und diesen gleichgestellten Versorgungsempf&auml;ngern, ist es folgerichtig, auch die steuerliche Behandlung etwaiger Abfindungszahlungen im Zusammenhang mit einem Verzicht auf Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs den F&auml;llen gleichzustellen, die auf der unmittelbaren Anwendung des &sect;&nbsp;1587b Abs.&nbsp;2 BGB a.F. beruhen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die grunds&auml;tzliche Abziehbarkeit einer derartigen Abfindungszahlung als Werbungskosten steht nicht in Wertungswiderspruch zu dem Umstand, dass die Beitr&auml;ge zu der Bayerischen &Auml;rzteversorgung, mit denen der Kl&auml;ger die Anwartschaft auf Versorgungsbez&uuml;ge &uuml;berhaupt erst erworben hat, nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a EStG nur als Sonderausgaben abziehbar sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Bei diesen Beitr&auml;gen handelt es sich der Sache nach um vorweggenommene Werbungskosten, die allerdings der Gesetzgeber konstitutiv den Sonderausgaben zugewiesen hat (s.o. unter II.3.c&nbsp;cc). Dies ist verfassungsgem&auml;&szlig; (vgl. Nichtannahmebeschl&uuml;sse des Bundesverfassungsgerichts vom 14.&nbsp;Juni 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;290\/10, BStBl II&nbsp;2016, 801, unter B.II.1.; 2&nbsp;BvR&nbsp;323\/10, Deutsches Steuerrecht&nbsp;2016, 1731, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung&nbsp;2016, 829, unter III.2.a). Die gesetzliche Zuweisung bestimmter Aufwendungen zu den Sonderausgaben betrifft aber tats&auml;chlich nur die Beitr&auml;ge an den jeweiligen Versorgungstr&auml;ger, nicht etwa sonstige Aufwendungen, die nicht zu den in &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG genannten Beitr&auml;gen geh&ouml;ren. Sie bedingt nicht, dass s&auml;mtliche Aufwendungen im Zusammenhang mit den Eink&uuml;nften aus &sect;&nbsp;22 EStG nur noch Sonderausgaben sein k&ouml;nnten. Sie f&uuml;hrt erst recht nicht dazu, dass Aufwendungen, die keine Sonderausgaben i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG sind, auch keine Werbungskosten und damit &uuml;berhaupt nicht mehr abziehbar w&auml;ren. Mit einer solchen Rechtsfolge w&uuml;rde die in der Zuweisung der Beitr&auml;ge zu den Sonderausgaben liegende Abzugsbeschr&auml;nkung zu einem generellen Abzugsverbot f&uuml;r alle anderen Aufwendungen erweitert. F&uuml;r einen derartigen vollst&auml;ndigen Ausschluss des Werbungskostenabzugs bed&uuml;rfte es, wenn er &uuml;berhaupt verfassungsrechtlich zul&auml;ssig w&auml;re, einer gesetzlichen Grundlage, die nicht existiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Etwas anderes ergibt sich nicht aus dem Senatsbeschluss in BFH\/NV 2015, 202. Darin hat der Senat einen Werbungskostenabzug f&uuml;r Zahlungen zur Begr&uuml;ndung einer Rentenanwartschaft bei der gesetzlichen Rentenversicherung im Rahmen eines Versorgungsausgleichs aufgrund der konstitutiven Zuweisung von Altersvorsorgebeitr&auml;gen zu den Sonderausgaben f&uuml;r ausgeschlossen erachtet. Diese Entscheidung erging zwar f&uuml;r die Jahre 2001 und 2002, bezog jedoch die Rechtslage auch unter dem AltEinkG ausdr&uuml;cklich mit ein. Sie betraf indes nicht Zahlungen des ausgleichsverpflichteten Ehegatten an den Ausgleichsberechtigten, sondern Zahlungen an einen Versicherungstr&auml;ger, die als Beitr&auml;ge i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zu werten sind. Im &Uuml;brigen ging es nicht um Zahlungen zum Ausschluss des Versorgungsausgleichs, sondern um Zahlungen in Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs, die &uuml;berdies keinen Einfluss auf die H&ouml;he der eigenen steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte hatten. Unabh&auml;ngig von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG w&auml;re deshalb auch nach den Ma&szlig;st&auml;ben unter II.2.b der Werbungskostenabzug nicht in Betracht gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Abziehbarkeit reicht jedoch nur so weit wie die Anspr&uuml;che gegen die Bayerische &Auml;rzteversorgung im Falle der Durchf&uuml;hrung des Versorgungsausgleichs tats&auml;chlich im Wege des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG (durch Begr&uuml;ndung von Rentenanspr&uuml;chen in der gesetzlichen Rentenversicherung) ausgeglichen worden w&auml;ren. Dieser Ausgleich h&auml;tte nur bis zu dem (im Streitfall bisher nicht ermittelten) H&ouml;chstbetrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 SGB&nbsp;VI stattgefunden. Das bedeutet, dass der Ausgleichsverpflichtete den Verlust der Versorgungsbez&uuml;ge grunds&auml;tzlich nur bis zu diesem H&ouml;chstbetrag zu gew&auml;rtigen hatte. Die drohende Einbu&szlig;e bei den Versorgungsbez&uuml;gen ist aber der ma&szlig;gebende Grund f&uuml;r die Werbungskosteneigenschaft einer Abfindungszahlung, die diese Einbu&szlig;e verhindern soll. Folgerichtig ist die Abfindungszahlung nur abziehbar, bis dieser H&ouml;chstbetrag erreicht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r Versorgungsdifferenzen jenseits des H&ouml;chstbetrags findet das analoge Quasi-Splitting nicht statt. Vielmehr steht insoweit praktisch nur der schuldrechtliche Versorgungsausgleich nach &sect;&nbsp;2 VAHRG zur Verf&uuml;gung. Der Ausgleich nach &sect;&nbsp;3b VAHRG unterliegt seinerseits der H&ouml;chstgrenze nach &sect;&nbsp;3b Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 VAHRG. Soweit eine Abfindungszahlung jedoch den Verzicht auf einen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich abgelten soll, kann sie aber aus den unter II.2.a genannten Gr&uuml;nden weder als Werbungskosten noch als Sonderausgaben steuerlich ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Selbst die auf den H&ouml;chstbetrag bezogene Abfindungszahlung ist jedoch nicht dem ungek&uuml;rzten Werbungskostenabzug zug&auml;nglich, solange die sp&auml;teren Versorgungsbez&uuml;ge des Ausgleichsverpflichteten voraussichtlich nicht zu 100&nbsp;% steuerpflichtig sind. Sie ist nur mit demjenigen Teil abziehbar, der dem k&uuml;nftigen der Besteuerung unterliegenden Anteil der Rente bei Rentenbeginn i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann dahingestellt sein lassen, ob der steuerfreie Teil der Rente i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;4 EStG nicht steuerpflichtig oder bereits nicht steuerbar ist. In beiden F&auml;llen findet der Werbungskostenabzug nur mit der genannten Quote statt. Sollte der nicht der Besteuerung unterliegende Anteil der Rente schon nicht steuerbar sein, k&auml;me f&uuml;r den hierauf bezogenen Teil der Abfindungszahlung der Werbungskostenabzug schon dem Grunde nach nicht in Betracht. Bei einer Abfindungszahlung handelt es sich um Werbungskosten, wenn und soweit sie dazu dient, dem Ausgleichsverpflichteten steuerpflichtige Eink&uuml;nfte zu sichern und zu erhalten (s.o. unter II.3.). Wenn die Eink&uuml;nfte, zu deren Erhalt der Steuerpflichtige die Abfindungszahlung leistet, nicht steuerbar sind, fehlt es bereits an dieser Grundvoraussetzung des Werbungskostenabzugs. Sollte hingegen der nicht der Besteuerung unterliegende Anteil der Rente zwar steuerbar, aber steuerfrei sein, ist eine anteilige K&uuml;rzung nach &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Nach dieser Vorschrift d&uuml;rfen Ausgaben, soweit sie mit steuerfreien Einnahmen in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehen, nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden. Leibrenten aus berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtungen, zu denen auch die Bayerische &Auml;rzteversorgung geh&ouml;rt, sind nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG zu versteuern. Das bedeutet, dass die Besteuerung auf den in der Tabelle in &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa Satz&nbsp;3 EStG f&uuml;r das jeweilige Jahr des Rentenbeginns genannten Besteuerungsanteil begrenzt ist. Zahlungen, die der Sicherung und Erhaltung von Eink&uuml;nften nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG dienen, stehen in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang mit diesen Eink&uuml;nften. Sie sind daher nur mit dem Anteil als Werbungskosten abziehbar, der dem voraussichtlich der Besteuerung unterliegenden Teil der Eink&uuml;nfte aus &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG entspricht. Diejenige Quote, die dem steuerfreien Teil der Eink&uuml;nfte entspricht, ist vom Werbungskostenabzug ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Etwas anderes folgt nicht aus der Senatsrechtsprechung betreffend den Veranlassungszusammenhang von Altersvorsorgeaufwendungen. Diese stehen grunds&auml;tzlich sowohl mit den Eink&uuml;nften, aus denen sie zu entrichten sind, als auch mit den zuk&uuml;nftigen Alterseink&uuml;nften in untrennbarem Zusammenhang. Der Senat hat im Rahmen der Anwendung von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG den Zusammenhang mit den Einnahmen, aus denen die Vorsorgeaufwendungen stammen, in den Vordergrund gestellt und die steuerliche Behandlung der k&uuml;nftigen Renten f&uuml;r nicht ma&szlig;gebend erachtet (vgl. Senatsurteil vom 18.&nbsp;April 2012 X&nbsp;R&nbsp;62\/09, BFHE&nbsp;237, 434, BStBl II&nbsp;2012, 721, unter B.II.2.c&nbsp;aa&nbsp;ccc, ddd). &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG auf der einen Seite und &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 EStG auf der anderen Seite sind zwar strukturell &auml;hnlich. Die f&uuml;r Altersvorsorgeaufwendungen aufgestellten Grunds&auml;tze sind jedoch auf die steuerliche Beurteilung von Abfindungszahlungen nicht &uuml;bertragbar. Solche Zahlungen unterscheiden sich von den Vorsorgeaufwendungen insofern grundlegend, als sie nicht aus bestimmten Eink&uuml;nften zu entrichten sind und keinen Veranlassungszusammenhang mit diesen Eink&uuml;nften mehr aufweisen. Ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang i.S. des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG besteht deshalb nur noch zu den k&uuml;nftigen Altersbez&uuml;gen. Im Rahmen des &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 EStG ist entscheidend, dass die Ausgaben und die steuerfreien Einnahmen durch dasselbe Ereignis veranlasst sind (Senatsurteil vom 28.&nbsp;Mai 1998 X&nbsp;R&nbsp;32\/97, BFHE&nbsp;186, 275, BStBl II&nbsp;1998, 565, unter II.2.d). Das ist der Ausschluss des Versorgungsausgleichs. Wenn und soweit es sich bei der Abfindungszahlung &uuml;berhaupt um Werbungskosten handelt, dann gerade deshalb, weil sie durch die Erhaltung der k&uuml;nftigen ungek&uuml;rzten Versorgungsbez&uuml;ge veranlasst ist. Dann erstreckt sich dieser Veranlassungszusammenhang auch auf die Anwendung von &sect;&nbsp;3c Abs.&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r die Ermittlung des voraussichtlichen Besteuerungsanteils ist das regelm&auml;&szlig;ige Renteneintrittsalter des jeweiligen Versorgungssystems ma&szlig;gebend. Unerheblich ist die zwar vorhandene, doch abstrakte M&ouml;glichkeit eines vorzeitigen Rentenbeginns. Die Prognoseentscheidung &uuml;ber den zu erwartenden Besteuerungsanteil kann lediglich einen typisierten Verlauf zum Ma&szlig;stab haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ohne Einfluss auf die zu ermittelnde Besteuerungs- und Werbungskostenquote ist allerdings auch der Umstand, dass sich innerhalb der Laufzeit des Rentenbezugs wegen der grunds&auml;tzlichen betragsm&auml;&szlig;igen Fixierung des steuerfreien Teils der Rente nach den Verh&auml;ltnissen des dem Jahr des Rentenbeginns folgenden Jahres gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa S&auml;tze&nbsp;4 bis 7 EStG das Verh&auml;ltnis zwischen dem steuerfreien und dem der Besteuerung unterliegenden Teil der Rente regelm&auml;&szlig;ig zu Lasten des steuerfreien Teils der Rente verschieben wird. Die Rentenanpassungen, die dieser Verschiebung zugrunde liegen, sind nach ihrem Umfang nicht vorhersehbar und m&uuml;ssen deswegen bei der Feststellung des voraussichtlichen Besteuerungsanteils au&szlig;er Betracht bleiben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall kann mangels entsprechender Anhaltspunkte offenbleiben, ob und wie auch eine etwa in Betracht kommende Anwendung der &Ouml;ffnungsklausel gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb Satz&nbsp;2 EStG in die Berechnung des voraussichtlichen Besteuerungsanteils einzubeziehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Diese Ma&szlig;st&auml;be zugrunde gelegt, vermag der Senat im Streitfall nicht abschlie&szlig;end zu beurteilen, in welcher H&ouml;he der Werbungskostenabzug f&uuml;r die Abfindungszahlung stattfindet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wenn das FG dies auch nicht ausdr&uuml;cklich festgestellt hat, scheint sich doch die Abfindungszahlung ausschlie&szlig;lich auf die Versorgungsanspr&uuml;che gegen die Bayerische &Auml;rzteversorgung als einziger auszugleichender Versorgung zu beziehen. Eine etwaige Aufteilung der Zahlung auf verschiedene Versorgungssysteme, die ihrerseits unterschiedlichen Versorgungsausgleichsmechanismen und damit auch unterschiedlichen steuerlichen Folgen unterliegen k&ouml;nnen, er&uuml;brigt sich daher.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings ist der Frage nachzugehen, ob von der Gesamtzahlung in H&ouml;he von 185.200&nbsp;EUR tats&auml;chlich ein Teilbetrag von 70.000&nbsp;EUR auf den Versorgungsausgleich, der weitere Teil von 115.200&nbsp;EUR auf den weiteren Verzicht entf&auml;llt, oder ob nur ein geringerer Teil dem Ausschluss des Versorgungsausgleichs zuzuordnen ist. Das FG hat diese Frage auf der Grundlage seines Rechtsstandpunkts nicht problematisieren m&uuml;ssen. In der Scheidungsfolgenvereinbarung war eine Gegenleistung von 197.200&nbsp;EUR f&uuml;r den Verzicht auf den Versorgungsausgleich und weitere Verzichte vereinbart, von der ein Teilbetrag von 70.000&nbsp;EUR auf den Versorgungsausgleich entfiel. Tats&auml;chlich hat der Kl&auml;ger im Jahre 2006 einen Betrag von 185.200&nbsp;EUR gezahlt. Es ist zu kl&auml;ren, ob die Differenz von 12.000&nbsp;EUR eine Minderung der Gegenleistung f&uuml;r den Versorgungsausgleich oder f&uuml;r die sonstigen Verzichte war oder ob und ggf. mit welchen Anteilen sie beidem zuzuordnen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Weiterhin ist zu pr&uuml;fen, ob der Versorgungsausgleich, w&auml;re er durchgef&uuml;hrt worden, die Anspr&uuml;che gegen die Bayerische &Auml;rzteversorgung in vollem Umfang nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;3 VAHRG ausgeglichen h&auml;tte oder ob der H&ouml;chstbetrag nach &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 SGB&nbsp;VI diesen Ausgleich betragsm&auml;&szlig;ig begrenzt h&auml;tte. Sollte dies der Fall sein, w&auml;re nur der auf den H&ouml;chstbetrag entfallende Teil der Abfindungszahlung einem Werbungskostenabzug zug&auml;nglich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich ist eine weitere Reduktion auf den Prozentsatz vorzunehmen, der der voraussichtlichen Besteuerungsquote nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG entspricht. Nach &sect;&nbsp;91i Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 der Satzung der Bayerischen &Auml;rzteversorgung liegt f&uuml;r die Mitglieder des Geburtsjahres 1956 die Regelaltersgrenze bei 65&nbsp;Jahren und zehn Monaten. Der Kl&auml;ger wird diese im Jahre 2022 erreichen und deshalb voraussichtlich 82&nbsp;% seiner Versorgungsbez&uuml;ge zu versteuern haben. Mit diesem prozentualen Teil ist der nach Ma&szlig;gabe von II.5.a, b ermittelte Abfindungs(teil)betrag als Werbungskosten bei den sonstigen Eink&uuml;nften abziehbar. Dar&uuml;ber hinaus ist eine steuerliche Ber&uuml;cksichtigung der Abfindungszahlung nicht m&ouml;glich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.11.2016, X R 60\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.231116.XR60.14.0 Im Wesentlichen inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 23.11.2016 X R 41\/14 &#8211; Ausgleichszahlung zur Abfindung des Versorgungsausgleichs Tenor Auf die Revision des Kl&auml;gers wird das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 5. Juni 2014 4 K 1171\/13 aufgehoben. Die Sache wird an das Finanzgericht N&uuml;rnberg zur&uuml;ckverwiesen. 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