{"id":67300,"date":"2017-06-01T08:34:22","date_gmt":"2017-06-01T06:34:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67300"},"modified":"2017-06-01T08:34:22","modified_gmt":"2017-06-01T06:34:22","slug":"x-r-39-14-versorgungsbezuege-aufgrund-der-von-einem-beamten-zur-erhoehung-der-ruhegehaltsfaehigen-dienstzeiten-gezahlten-versorgungszuschlaege-sind-einkuenfte-gemaess-par-19-estg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-39-14-versorgungsbezuege-aufgrund-der-von-einem-beamten-zur-erhoehung-der-ruhegehaltsfaehigen-dienstzeiten-gezahlten-versorgungszuschlaege-sind-einkuenfte-gemaess-par-19-estg\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;39\/14 &#8211; Versorgungsbez&uuml;ge aufgrund der von einem Beamten zur Erh&ouml;hung der ruhegehaltsf&auml;higen Dienstzeiten gezahlten Versorgungszuschl&auml;ge sind Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 19 EStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.11.2016, X R 39\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.231116.XR39.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Versorgungsbez&uuml;ge aufgrund der von einem Beamten zur Erh&ouml;hung der ruhegehaltsf&auml;higen Dienstzeiten gezahlten Versorgungszuschl&auml;ge sind Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 19 EStG<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 28. April 2014 10 K 2115\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der 1942 geborene Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) war als Beamter in den Diensten der damaligen Deutschen Bundesbahn (DB) t&auml;tig. Von 1977 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2005 wurde er unter Wegfall der Dienstbez&uuml;ge beurlaubt (&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;1 der Verordnung &uuml;ber Sonderurlaub f&uuml;r Bundesbeamte und Richter im Bundesdienst vom 18.&nbsp;August 1965, BGBl I 1965, 902), um in dieser Zeit bei der Deutschen Eisenbahnversicherung zu arbeiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein dienstliches Interesse an der Beurlaubung hatte die DB mit dem Schreiben vom 10.&nbsp;Januar 1977 anerkannt. Hierin hatte die DB ausgef&uuml;hrt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Die Ber&uuml;cksichtigung der Zeit der Beurlaubung als ruhegehaltsf&auml;hig im Sinne von &sect;&nbsp;111 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Bundesbeamtengesetzes machen wir von der Zahlung eines kostenorientierten Anteils f&uuml;r die Versorgungsbez&uuml;ge von 30&nbsp;% Ihrer jeweiligen Dienstbez&uuml;ge abh&auml;ngig, die Sie bei einer T&auml;tigkeit bei der DB erhalten w&uuml;rden. In dem kostenorientierten Anteil ist ein nach beamtenrechtlichen Vorschriften zu erhebender Versorgungszuschlag von 25&nbsp;% enthalten.&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die von dem Kl&auml;ger demzufolge bis 2005 geleisteten Versorgungszuschl&auml;ge hatte dieser als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geltend gemacht. Die Zahlungen wurden von dem Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) entsprechend dem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) vom 22.&nbsp;Februar 1991 (BStBl I 1991, 951) als Werbungskosten anerkannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Seit November 2005 erh&auml;lt der Kl&auml;ger Versorgungsbez&uuml;ge vom Bundeseisenbahnverm&ouml;gen (BEV), dem Rechtsnachfolger der DB. Das FA behandelte diese Zahlungen im Streitjahr 2009 als Einnahmen des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber war und ist der Kl&auml;ger der Auffassung, die Bez&uuml;ge seien nur mit dem Ertragsanteil des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb Satz&nbsp;4 EStG zu besteuern. Zwar handele es sich grunds&auml;tzlich um laufende Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit. Die darin enthaltenen Steigerungen der ruhegehaltsf&auml;higen Dienstbez&uuml;ge stellten allerdings keine Beamtenpension dar, sondern seien insoweit als Leibrenten zu besteuern, als sie den Ertrag eines von ihm hingegebenen und auf seine Lebenszeit verrenteten Kapitals darstellten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage hatte keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 1391 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger begr&uuml;ndet seine Revision mit der Verletzung materiellen Rechts. Die Abgrenzung, ob Altersbez&uuml;ge in vollem Umfang oder nur mit dem Ertragsanteil zu versteuern seien, h&auml;nge in erster Linie davon ab, ob der Bezugsberechtigte w&auml;hrend seiner aktiven Dienstzeit zu seiner Altersversorgung selbst finanziell beigetragen habe. Sei dies der Fall, stelle der Ertragsanteil den zu versteuernden fiktiven Zinsanteil aus dem angesparten Stammrecht der Altersversorgung dar (Hinweis auf den Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15.&nbsp;Juli 1991 GrS&nbsp;1\/90, BFHE 165, 225, BStBl II 1992, 78, unter C.II.2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er, der Kl&auml;ger, habe sich durch die Leistung des Versorgungszuschlages letztlich mit eigenem Verm&ouml;gen in eine Pensionsregelung seines Arbeitgebers eingekauft. Diese Zahlungen h&auml;tten hinsichtlich des Zeitraums von 1977 bis 2005 zu ruhegehaltsf&auml;higen Zeiten gef&uuml;hrt, so dass dadurch ein entsprechendes zu verrentendes Kapital geschaffen worden sei. Es l&auml;gen keine einheitlichen Bez&uuml;ge aus einem fr&uuml;heren Dienstverh&auml;ltnis vor, sondern in Bezug auf die Versorgungsbez&uuml;ge, die auf den Zahlungen in der Ansparphase w&auml;hrend der Beurlaubung beruhten, Eink&uuml;nfte aus wiederkehrenden Bez&uuml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Er habe den Versorgungszuschlag aus eigenem Verm&ouml;gen erbracht, was unabh&auml;ngig davon sei, ob dieser als Werbungskosten abziehbar gewesen sei. Allein die M&ouml;glichkeit, Zahlungen im Rahmen der Werbungskosten geltend machen zu k&ouml;nnen, f&uuml;hre noch nicht dazu, dass der Versorgungszuschlag aus fremdem Verm&ouml;gen beglichen worden sei. Zudem bedeute ein Werbungskostenabzug keine Voll-, sondern lediglich eine Teilfinanzierung in H&ouml;he der Steuerersparnis mit dem seinerzeitigen pers&ouml;nlichen Steuersatz.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vollst&auml;ndige Anspruch aus den Versorgungsbez&uuml;gen sei seiner Verm&ouml;genssph&auml;re zuzurechnen. Nach dem BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Februar 1966 VI&nbsp;285\/65 (BFHE 85, 33, BStBl III 1966, 225) sei der Tatbestand des &sect;&nbsp;22 EStG auch erf&uuml;llt, wenn der Versorgungsempf&auml;nger die Beitragsleistungen ganz oder auch nur teilweise aus eigenen Mitteln entrichtet habe. Insofern stehe eine steuerliche Aufspaltung der Versorgungsbez&uuml;ge in solche aus der Zeit vor und solche aus der Zeit der Beurlaubung nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem greife im Streitfall die Zehnjahresfrist des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb Satz&nbsp;2 EStG. Seine Bez&uuml;ge h&auml;tten mindestens in den letzten zehn Berufsjahren &uuml;ber der Beitragsbemessungsgrenze gelegen, was dem FA auch aufgrund der abgegebenen Steuererkl&auml;rungen bekannt gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das Urteil des FG sowie die Einspruchsentscheidung vom 6.&nbsp;Juni 2011 aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid 2009 vom 3.&nbsp;Juni 2011 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Bez&uuml;ge vom BEV als Leibrente mit einem Ertragsanteil von 20&nbsp;% besteuert werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Lohnsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung in der im Streitjahr geltenden Fassung (LStDV) geh&ouml;rten Bez&uuml;ge, die ganz oder teilweise auf fr&uuml;heren Beitragsleistungen des Bezugsberechtigten oder seines Rechtsvorg&auml;ngers beruhten, nicht zum Arbeitslohn, es sei denn, dass die Beitragsleistungen Werbungskosten gewesen seien. Durch den vom Kl&auml;ger gezahlten Versorgungszuschlag sei kein neuer Versorgungsanspruch begr&uuml;ndet, sondern lediglich die Ruhegehaltsf&auml;higkeit der Beurlaubungszeiten erreicht worden. Aufgrund des Werbungskostenabzugs sei der Versorgungszuschlag auch nicht aus eigenem Verm&ouml;gen im Sinne der Rechtsprechung geleistet worden. Dies folge im Umkehrschluss auch aus der &#8211;die &Uuml;berschusseink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 EStG systematisch pr&auml;genden&#8211; Trennung von Einkunfts- und Verm&ouml;gensebene. Ziehe ein Steuerpflichtiger den von ihm gezahlten Versorgungszuschlag als Werbungskosten bei seinen Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit ab und mache in sp&auml;teren Veranlagungszeitr&auml;umen geltend, bei den darauf beruhenden Bez&uuml;gen handele es sich nicht um Versorgungsbez&uuml;ge i.S. des &sect;&nbsp;19 EStG, sondern um mit dem Ertragsanteil des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG zu besteuernde sonstige Eink&uuml;nfte, verhalte er sich widerspr&uuml;chlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und wird gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zu Recht die Bez&uuml;ge, die der Kl&auml;ger vom BEV erhalten hat, als Versorgungsbez&uuml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG angesehen (unter 1.). Eine Besteuerung mit dem Ertragsanteil gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG scheidet aufgrund der Subsidiarit&auml;tsklausel des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG aus (unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die dem Kl&auml;ger zugeflossenen Bez&uuml;ge des BEV sind nach den zutreffenden Ausf&uuml;hrungen des FG Ruhegelder gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG und damit Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit Geh&auml;lter, L&ouml;hne und andere Bez&uuml;ge, die &quot;f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung&quot; im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden (Nr.&nbsp;1), ferner Ruhegelder und andere Bez&uuml;ge und Vorteile &quot;aus fr&uuml;heren Dienstleistungen&quot; (Nr.&nbsp;2). Die Einnahmen m&uuml;ssen durch das &#8211;gegenw&auml;rtige oder fr&uuml;here&#8211; Arbeitsverh&auml;ltnis veranlasst sein, was dann der Fall ist, wenn der Arbeitnehmer die Bez&uuml;ge als Gegenleistung daf&uuml;r erh&auml;lt, dass er seine individuelle Arbeitskraft zur Verf&uuml;gung stellt bzw. gestellt hat (Senatsurteile vom 7.&nbsp;Februar 1990 X&nbsp;R&nbsp;36\/86, BFHE 161, 16, BStBl II 1990, 1062, unter 2.a, und vom 22.&nbsp;November 2006 X&nbsp;R&nbsp;29\/05, BFHE 216, 124, BStBl II 2007, 402, unter II.1.). Eink&uuml;nfte &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung bzw. &quot;aus&quot; einem fr&uuml;heren Dienstverh&auml;ltnis liegen nur dann vor, wenn sie dem Steuerpflichtigen aus eben diesem Rechtsgrund zuflie&szlig;en. Um Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit kann es sich daher nur handeln, wenn der Steuerpflichtige sie &#8211;abgesehen von der zu erbringenden oder erbrachten Dienstleistung&#8211; ohne rechtlich ins Gewicht fallenden Eigenbeitrag (Leistung aus seinem Verm&ouml;gen oder f&uuml;r seine Rechnung) erh&auml;lt (Senatsurteile in BFHE 161, 16, BStBl II 1990, 1062, unter 3.a, sowie vom 24.&nbsp;Juli 1996 X&nbsp;R&nbsp;105\/95, BFHE 181, 165, BStBl II 1996, 650, unter 1.c, und in BFHE 216, 124, BStBl II 2007, 402, unter II.1.). Dagegen kann die Nutzung eigenen Verm&ouml;gens nicht den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zugeordnet werden (Senatsurteil in BFHE 216, 124, BStBl II 2007, 402, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Leibrenten handelt es sich hingegen um wiederkehrende Bez&uuml;ge, die &#8211;sofern sie nicht zur Basisversorgung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;aa EStG geh&ouml;ren&#8211; nur mit ihrem Ertragsanteil steuerbar sind (&sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG). Der Ertragsanteil ist ein nach biometrischen Durchschnittswerten unter Ber&uuml;cksichtigung eines bestimmten Rechnungszinsfu&szlig;es pauschalierter Zinsanteil. Er ist nach seiner Rechtsnatur Entgelt f&uuml;r die &Uuml;berlassung eines auf die Lebenszeit einer oder mehrerer Bezugspersonen zeitlich gestreckt auszuzahlenden Kapitals (vgl. Senatsurteil in BFHE 161, 16, BStBl II 1990, 1062, unter 2.b, m.w.N.). Von dem steuerbaren Ertragsanteil zu trennen ist die Auszahlung bzw. die R&uuml;ckzahlung des mit dem eigenen Verm&ouml;gen des Steuerpflichtigen gebildeten Kapitalstocks, die als blo&szlig;e Verm&ouml;gensumschichtung im privaten Bereich selbst nicht steuerbar ist (vgl. z.B. Senatsurteil in BFHE 216, 124, BStBl II 2007, 402, unter II.1., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Grunds&auml;tze beruhen die Versorgungsleistungen, die der Kl&auml;ger von dem BEV erhalten hat, nicht auf einem durch Verm&ouml;gensumschichtung erworbenen Rentenrecht, sondern sind Ausfluss seiner fr&uuml;heren T&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die fr&uuml;heren Zahlungen des Kl&auml;gers dienten rechtlich und wirtschaftlich der Erh&ouml;hung seiner Einnahmen aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Denn (nur) durch die jeweilige Zahlung des Versorgungszuschlags erh&ouml;hten sich die zu ber&uuml;cksichtigenden ruhegehaltsf&auml;higen Dienstzeiten des Kl&auml;gers w&auml;hrend seiner Beurlaubung (vgl. &sect;&nbsp;14 des Beamtenversorgungsgesetzes vom 24.&nbsp;August 1976, BGBl I 1976, 2485, i.V.m. &sect;&nbsp;111 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Bundesbeamtengesetzes in der Neufassung vom 17.&nbsp;Juli 1971, BGBl I 1971, 1181). Dies hatte die DB, die Rechtsvorg&auml;ngerin des BEV, in ihrem Schreiben vom 10.&nbsp;Januar 1977 an den Kl&auml;ger ausdr&uuml;cklich klargestellt. Damit handelte es sich bei den Zahlungen des Kl&auml;gers um Aufwendungen zum Erwerb von (h&ouml;heren) Einnahmen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Durch die Zahlung des Versorgungszuschlags erwarb der Kl&auml;ger &#8211;entgegen seiner Auffassung&#8211; kein Rentenrecht. Dies wurde vom BFH bereits entschieden (Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2016 VI&nbsp;R&nbsp;22\/15, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2017, 91, Rz&nbsp;18&nbsp;ff., unter Bezugnahme auf das BFH-Urteil vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006 IX&nbsp;R&nbsp;107\/00, BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446, unter II.2.b&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) F&uuml;r die Altersversorgung eines Beamten werden keine Beitr&auml;ge abgef&uuml;hrt. Stattdessen zahlt der Dienstherr entsprechend geringere Bez&uuml;ge aus. Obschon der Beamte als Gegenleistung f&uuml;r seine Dienst- und Treuepflicht lebenslang alimentiert wird und er deshalb w&auml;hrend seiner T&auml;tigkeit ein rechtlich gesch&uuml;tztes Anwartschaftsrecht auf Versorgungsleistungen im Alter und bei Erwerbsunf&auml;higkeit erwirbt, ist ihm dieses Anwartschaftsrecht einkommensteuerrechtlich nicht zuzurechnen, sondern vermittelt ihm erst nach Abschluss der Erwerbsphase eine geldwerte Rechtsposition. Der Beamte wendet aus seinem Verm&ouml;gen nichts auf und erh&auml;lt deshalb nach den Wertungen des Gesetzes mit der Pension kein eigenes bereits versteuertes Kapital zur&uuml;ck (so BFH-Urteile in BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446, unter II.2.b&nbsp;bb; in DStR 2017, 91, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Aber auch dann, wenn der Steuerpflichtige &#8211;wie im Streitfall der Kl&auml;ger&#8211; eine Zahlung leistet, um die bei der Berechnung der Versorgungsbez&uuml;ge nach beamtenrechtlichen Grunds&auml;tzen zu ber&uuml;cksichtigenden ruhegehaltsf&auml;higen Dienstzeiten zu erh&ouml;hen, erwirbt er damit keinen Kapitalanteil und deshalb auch kein ihm steuerrechtlich zuordenbares Wirtschaftsgut (Rentenanwartschaftsrecht), das (teilweise) zu sonstigen Eink&uuml;nften aus Leibrenten f&uuml;hrt (BFH-Urteil in DStR 2017, 91, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kommt bei Eink&uuml;nften aus einer beamtenrechtlichen Versorgung weder in der Phase des aktiven Dienstes noch bei der Auszahlung der Versorgungsbez&uuml;ge zu einem blo&szlig;en Verm&ouml;genstausch; Umschichtungen vollziehen sich vielmehr allein innerhalb des &ouml;ffentlichen Haushalts (so Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 6.&nbsp;M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;17\/99, BVerfGE 105, 73, unter C.II.2.a&nbsp;aa). Selbst wenn ein Beamter an seinen Dienstherrn ausnahmsweise &#8211;wie im Streitfall&#8211; etwas leistet, um eine h&ouml;here Pension zu erhalten, flie&szlig;t dieser Betrag nach seiner Pensionierung nicht wieder an ihn zur&uuml;ck (BFH-Urteile in BFHE 212, 511, BStBl II 2006, 446, unter II.2.b&nbsp;cc, und in DStR 2017, 91, Rz&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierdurch unterscheidet sich der Streitfall von den Sachverhalten, die den BFH-Urteilen in BFHE 161, 16, BStBl II 1990, 1062 und vom 21.&nbsp;Oktober 1996 VI&nbsp;R&nbsp;46\/96 (BFHE 181, 318, BStBl II 1997, 127) zugrunde gelegen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Ein weiterer Unterschied liegt darin, dass der Kl&auml;ger im Streitfall die Aufwendungen zur Erh&ouml;hung der Versorgungsbez&uuml;ge als Werbungskosten abziehen konnte. Lie&szlig;e man diesen Umstand au&szlig;er Acht, k&ouml;nnte aus Zahlungen, die als Werbungskosten die Einkommensteuerlast gemindert haben, ein steuerunbelastetes Verm&ouml;gen geschaffen werden, dessen R&uuml;ckzahlung ebenfalls steuerunbelastet an den Steuerpflichtigen m&ouml;glich w&auml;re und welches nur hinsichtlich seiner Ertr&auml;ge mit dem Ertragsanteil nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG steuerpflichtig w&auml;re (im Ergebnis ebenso Pfl&uuml;ger in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;19 EStG Rz&nbsp;328; Merx, in Kanzler\/Kraft\/B&auml;uml, Einkommensteuergesetz, Kommentar, &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;440; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;19 Rz&nbsp;64 bejaht ebenfalls Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 EStG, wenn die Beitr&auml;ge zu Recht als Werbungskosten abziehbar waren).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im &Uuml;brigen ist auf &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 LStDV hinzuweisen. Danach geh&ouml;ren Bez&uuml;ge, die ganz oder teilweise auf fr&uuml;heren Beitragsleistungen des Bezugsberechtigten oder seines Rechtsvorg&auml;ngers beruhen, nicht zum Arbeitslohn, es sei denn, die Beitragsleistungen sind Werbungskosten gewesen. Die Finanzverwaltung hat nicht nur im BMF-Schreiben in BStBl I 1991, 951, sondern auch aktuell im Lohnsteuerhandbuch 2016 unter H&nbsp;9.1 unter dem Stichwort Versorgungzuschlag best&auml;tigt, dass es sich bei den von ohne Bez&uuml;ge beurlaubten Beamten gezahlten Versorgungszuschl&auml;gen um Werbungskosten handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Eine Besteuerung der Versorgungsbez&uuml;ge des Kl&auml;gers mit dem Ertragsanteil scheidet auch insoweit aus, als er diese aufgrund der &Ouml;ffnungsklausel des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb Satz&nbsp;2 EStG beansprucht. Es kann dabei dahinstehen, ob die Voraussetzungen dieser Vorschrift im Streitfall &uuml;berhaupt erf&uuml;llt sind, da &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG durch die Besteuerung der Versorgungsbez&uuml;ge gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG verdr&auml;ngt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG sind sonstige Eink&uuml;nfte &quot;Eink&uuml;nfte aus wiederkehrenden Bez&uuml;gen, soweit sie nicht zu den in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 6 bezeichneten Einkunftsarten geh&ouml;ren&quot;. Der Kl&auml;ger hat Versorgungsleistungen von seinem Arbeitgeber bzw. von dessen Rechtsnachfolger, und damit Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG erzielt (siehe oben unter II.1.). Diese geh&ouml;ren zu den Eink&uuml;nften nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG, so dass eine Besteuerung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a Doppelbuchst.&nbsp;bb EStG zur&uuml;cktreten muss (vgl. auch BFH-Urteil vom 9.&nbsp;Juni 2015 VIII&nbsp;R&nbsp;18\/12, BFHE 250, 105, BStBl II 2016, 253, Rz&nbsp;18 zur Subsidiarit&auml;t des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 Buchst.&nbsp;a EStG im Verh&auml;ltnis zu Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.11.2016, X R 39\/14ECLI:DE:BFH:2016:U.231116.XR39.14.0 Versorgungsbez&uuml;ge aufgrund der von einem Beamten zur Erh&ouml;hung der ruhegehaltsf&auml;higen Dienstzeiten gezahlten Versorgungszuschl&auml;ge sind Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 19 EStG Tenor Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 28. April 2014 10 K 2115\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-39-14-versorgungsbezuege-aufgrund-der-von-einem-beamten-zur-erhoehung-der-ruhegehaltsfaehigen-dienstzeiten-gezahlten-versorgungszuschlaege-sind-einkuenfte-gemaess-par-19-estg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;39\/14 &#8211; Versorgungsbez&uuml;ge aufgrund der von einem Beamten zur Erh&ouml;hung der ruhegehaltsf&auml;higen Dienstzeiten gezahlten Versorgungszuschl&auml;ge sind Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 19 EStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67300","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67300","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67300"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67300\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67300"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67300"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67300"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}