{"id":67301,"date":"2017-06-01T08:34:24","date_gmt":"2017-06-01T06:34:24","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67301"},"modified":"2017-06-01T08:34:24","modified_gmt":"2017-06-01T06:34:24","slug":"vi-r-2-15-steuerliche-beruecksichtigung-von-selbst-getragenen-kraftstoffkosten-bei-anwendung-der-1-regelung-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-2-15-steuerliche-beruecksichtigung-von-selbst-getragenen-kraftstoffkosten-bei-anwendung-der-1-regelung-4\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;2\/15 &#8211; Steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von selbst getragenen Kraftstoffkosten bei Anwendung der 1 %-Regelung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.11.2016, VI R 2\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2016:U.301116.VIR2.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von selbst getragenen Kraftstoffkosten bei Anwendung der 1 %-Regelung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Leistet der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber f&uuml;r die au&szlig;erdienstliche Nutzung, d.h. f&uuml;r die Nutzung zu privaten Fahrten und zu Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte, eines betrieblichen Kfz ein Nutzungsentgelt, mindert dies den Wert des geldwerten Vorteils aus der Nutzungs&uuml;berlassung (Anschluss an Senatsurteil vom 7. November 2006 VI R 95\/04, BFHE 215, 252, BStBl II 2007, 269).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Nichts anderes gilt, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen der privaten Nutzung einzelne (individuelle) Kosten (hier: Kraftstoffkosten) des betrieblichen PKW tr&auml;gt. Der Umstand, dass der geldwerte Vorteil aus der Kfz-&Uuml;berlassung nach der 1 %-Regelung ermittelt worden ist, steht dem nicht entgegen.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Eine vorteilsmindernde Ber&uuml;cksichtigung der f&uuml;r den betrieblichen PKW getragenen Aufwendungen beim Arbeitnehmer kommt allerdings nur in Betracht, wenn er den geltend gemachten Aufwand im Einzelnen umfassend darlegt und belastbar nachweist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 4. Dezember 2014&nbsp;&nbsp;12 K 1073\/14 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist, ob bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils f&uuml;r die Privatnutzung eines Firmenwagens nach der 1&nbsp;%-Regelung die vom Arbeitnehmer selbst getragenen Kraftstoffkosten steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) sind Eheleute, die f&uuml;r das Streitjahr (2012) zur Einkommensteuer zusammen veranlagt wurden. Der Kl&auml;ger ist im Au&szlig;endienst nichtselbst&auml;ndig t&auml;tig. Im Streitjahr &uuml;berlie&szlig; ihm sein Arbeitgeber ein betriebliches Kfz (Bruttolistenpreis 52.300&nbsp;EUR) zur dienstlichen und privaten Nutzung. S&auml;mtliche Kraftstoffkosten und damit auch den auf die beruflichen Fahrten entfallenden Anteil trug der Kl&auml;ger. Er wandte hierf&uuml;r insgesamt einen Betrag von 5.599&nbsp;EUR auf. Die &uuml;brigen PKW-Kosten &uuml;bernahm der Arbeitgeber. Im Rahmen des Lohnsteuerabzugs ermittelte der Arbeitgeber den geldwerten Vorteil aus der Kfz-&Uuml;berlassung nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG mit 523&nbsp;EUR monatlich; einen geldwerten Vorteil nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 EStG erfasste er mangels einer regelm&auml;&szlig;igen Arbeitsst&auml;tte nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der Einkommensteuererkl&auml;rung begehrte der Kl&auml;ger, den geldwerten Vorteil nach der Fahrtenbuchmethode zu bemessen. Dar&uuml;ber hinaus beantragte er, die von ihm im Streitjahr getragenen Kraftstoffkosten in H&ouml;he von 5.599&nbsp;EUR als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2012 versagte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Bewertung des streitigen geldwerten Vorteils nach der Fahrtenbuchmethode, weil das vom Kl&auml;ger gef&uuml;hrte Fahrtenbuch nicht ordnungsgem&auml;&szlig; sei. Zudem seien die vom Kl&auml;ger verausgabten Kraftstoffkosten steuerlich nicht als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) komme ein Werbungskostenabzug einzelner vom Arbeitnehmer selbst getragener Kfz-Kosten nicht in Betracht, wenn der Nutzungsvorteil nach der 1&nbsp;%-Regelung ermittelt werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der nach erfolglosem Vorverfahren erhobenen Klage, mit der die Kl&auml;ger ihr Begehren lediglich im Hinblick auf den Werbungskostenabzug der im Streitjahr getragenen Kraftstoffkosten in H&ouml;he von 5.599&nbsp;EUR weiterverfolgten, gab das Finanzgericht (FG) statt (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 466). Individuell vom Arbeitnehmer getragene Kfz-Kosten (hier: Kraftstoffkosten f&uuml;r berufliche und private Fahrten) seien auch dann als Werbungskosten nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG im Rahmen der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nach &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG abziehbar, wenn der geldwerte Vorteil aus der Kfz-&Uuml;berlassung nach der 1&nbsp;%-Regelung des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG ermittelt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 4.&nbsp;Dezember 2014&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;1073\/14 E aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das dem Verfahren beigetretene Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht entschieden, dass die vom Kl&auml;ger getragenen Kraftstoffkosten steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen sind. Der Umstand, dass der geldwerte Vorteil aus der Kfz-&Uuml;berlassung nach der 1&nbsp;%-Regelung des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;2 EStG ermittelt worden ist, steht dem nicht entgegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung f&uuml;hrt die &Uuml;berlassung eines betrieblichen PKW durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer f&uuml;r dessen Privatnutzung zu einer Bereicherung des Arbeitnehmers und damit zum Zufluss von Arbeitslohn i.S. von &sect;&nbsp;19 EStG (z.B. Senatsurteile vom 20.&nbsp;M&auml;rz 2014 VI&nbsp;R&nbsp;35\/12, BFHE 245, 192, BStBl II 2014, 643; vom 13.&nbsp;Dezember 2012 VI&nbsp;R&nbsp;51\/11, BFHE 240, 69, BStBl II 2013, 385; vom 21.&nbsp;M&auml;rz 2013 VI&nbsp;R&nbsp;31\/10, BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700; VI&nbsp;R&nbsp;42\/12, BFHE 241, 180, BStBl II 2013, 918, und vom 6.&nbsp;Oktober 2011 VI&nbsp;R&nbsp;56\/10, BFHE 235, 383, BStBl II 2012, 362; jeweils m.w.N.). Steht der Vorteil dem Grunde nach fest, ist dieser nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 S&auml;tze&nbsp;2 bis 5 EStG i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz 2 EStG entweder nach der 1&nbsp;%-Regelung oder nach der Fahrtenbuchmethode zu bewerten (Senatsurteile in BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700, und vom 18.&nbsp;Dezember 2014 VI&nbsp;R&nbsp;75\/13, BFHE 248, 336, BStBl II 2015, 670). Beide vom Gesetz vorgegebenen Alternativen zur Ermittlung des geldwerten Vorteils aus der privaten Nutzung eines Firmenfahrzeugs regeln einheitlich und abschlie&szlig;end, welche Aufwendungen von dem gefundenen Wertansatz erfasst und in welchem Umfang die dem Steuerpflichtigen hieraus zuflie&szlig;enden Sachbez&uuml;ge abgegolten werden (Senatsurteil vom 14.&nbsp;September 2005 VI&nbsp;R&nbsp;37\/03, BFHE 211, 215, BStBl II 2006, 72). Sowohl die 1&nbsp;%-Regelung (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG) als auch die Fahrtenbuchmethode (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG) stellen lediglich unterschiedliche Wege zur Bewertung dieses Vorteils bereit (Senatsurteil vom 7.&nbsp;Juni 2002 VI&nbsp;R&nbsp;145\/99, BFHE 199, 322, BStBl II 2002, 829). Als Spezialvorschriften zu &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG sperren sie, soweit ihr Regelungsgehalt reicht, den R&uuml;ckgriff auf die dort geregelte Bewertung von Sachbez&uuml;gen im &Uuml;brigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zahlt der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber f&uuml;r die au&szlig;erdienstliche Nutzung, d.h. f&uuml;r die Nutzung zu privaten Fahrten und zu Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte, eines betrieblichen Kfz ein Nutzungsentgelt, mindert dies den Wert des geldwerten Vorteils aus der Nutzungs&uuml;berlassung (Senatsurteil vom 7.&nbsp;November 2006 VI&nbsp;R&nbsp;95\/04, BFHE 215, 252, BStBl II 2007, 269; BMF-Schreiben vom 19.&nbsp;April 2013, BStBl I 2013, 513; Schmidt\/Kr&uuml;ger, EStG, 35.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;37; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;389; Kirchhof in Kirchhof, EStG, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;38; Kratzsch in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;158h; Steiner in Lademann, EStG, &sect;&nbsp;8 EStG Rz 127; Kister in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;84; Hartz\/Mee&szlig;en\/Wolf, ABC-F&uuml;hrer Lohnsteuer, Stichwort: &quot;Kraftfahrzeuggestellung&quot;, Rz&nbsp;48; Wagner, in Heuermann\/Wagner, Das gesamte Lohnsteuerrecht, D&nbsp;Rz&nbsp;284; Thomas, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2006, Beilage&nbsp;6, 58, 63; Risthaus, Deutsche Steuerzeitung 2009, 229, 230; Niermann, DB 2009, 366, 367; a.A. FG M&uuml;nster, Urteil vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;2817\/11&nbsp;E, EFG 2012, 1245; FG Baden-W&uuml;rttemberg, Urteil vom 25.&nbsp;Februar 2014&nbsp;&nbsp;5&nbsp;K&nbsp;284\/13, EFG 2014, 896, Revision VI&nbsp;R&nbsp;24\/14; Bl&uuml;mich\/Glenk, &sect;&nbsp;8 EStG Rz&nbsp;126; Pf&uuml;tzenreuter, EFG 2012, 1246, die Werbungskosten annehmen). Denn insoweit fehlt es an einer Bereicherung des Arbeitnehmers und damit an einer Grundvoraussetzung f&uuml;r das Vorliegen von Arbeitslohn i.S. des &sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG. In H&ouml;he des Nutzungsentgelts wendet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer keinen Vorteil zu; der Arbeitnehmer wird durch die Zahlung des Nutzungsentgelts nicht bereichert, sondern vielmehr endg&uuml;ltig belastet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Nutzungsentgelt mindert folglich bereits auf der Einnahmeseite den Vorteil aus der &Uuml;berlassung des Dienstwagens zu privaten Fahrten sowie zu Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsst&auml;tte. Der steuerbare Vorteil des Arbeitnehmers, den ihm der Arbeitgeber mit der &Uuml;berlassung des Dienstwagens einr&auml;umt, besteht lediglich in der Differenz zwischen dem Wert der Nutzungs&uuml;berlassung nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG und dem vom Arbeitnehmer zu zahlenden Nutzungsentgelt. Dies entspricht den allgemeinen Grunds&auml;tzen zur Bemessung des geldwerten Vorteils bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, wonach dieser von vornherein nur in dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Wert der Zuwendung des Arbeitgebers und den Aufwendungen des Arbeitnehmers zur Erlangung der Zuwendung besteht (z.B. Senatsurteile vom 16.&nbsp;Februar 2005 VI&nbsp;R&nbsp;46\/03, BFHE 209, 214, BStBl II 2005, 529, zur verbilligten &Uuml;berlassung von Wohnraum; vom 23.&nbsp;Juni 2005 VI&nbsp;R&nbsp;124\/99, BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766, und vom 1.&nbsp;Februar 2007 VI&nbsp;R&nbsp;72\/05, BFH\/NV 2007, 898, zur &Uuml;bertragung von Aktien, sowie vom 26.&nbsp;Juli 2012 VI&nbsp;R&nbsp;30\/09, BFHE 238, 371, BStBl II 2013, 400, zu Rabatten bei Jahreswagen, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nichts anderes gilt, wenn der Arbeitnehmer im Rahmen der privaten Nutzung einzelne (individuelle) Kosten (hier: Kraftstoffkosten) des betrieblichen PKW tr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Denn auch soweit der Arbeitnehmer einzelne nutzungsabh&auml;ngige Kfz-Kosten &uuml;bernimmt, fehlt es schon dem Grunde nach an einem lohnsteuerbaren Vorteil des Arbeitnehmers. Der Gesetzgeber ist sowohl bei der Bewertung des Nutzungsvorteils nach der Fahrtenbuchmethode als auch bei dessen Bemessung nach der 1&nbsp;%-Regelung davon ausgegangen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Vorteil als Arbeitslohn dadurch zuwendet, dass er ihm ein Kfz zur Privatnutzung zur Verf&uuml;gung stellt und alle mit dem Kfz verbundenen Kosten tr&auml;gt (z.B. Senatsurteil in BFHE 240, 69, BStBl II 2013, 385). Trifft diese Grundannahme nicht zu, wendet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jedenfalls keinen Arbeitslohn in dem Umfang zu, den der Gesetzgeber mit der 1&nbsp;%-Regelung typisieren wollte. Vielmehr ist der Arbeitnehmer insoweit nicht bereichert, als er Kosten aufwendet, die durch die private Nutzung des ihm &uuml;berlassenen betrieblichen PKW veranlasst sind. Auch soweit der Arbeitnehmer einzelne Kosten des betrieblichen PKW selbst tr&auml;gt, fehlt es an einer vorteilsbegr&uuml;ndenden und damit lohnsteuerbaren Einnahme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Finanzverwaltung zwischen einer entsprechend der tats&auml;chlichen Nutzung des Kfz bemessenen Kilometerpauschale und der &Uuml;bernahme der Leasingraten durch den Arbeitnehmer, die sie jeweils &#8211;zutreffend&#8211; vorteilsmindernd ber&uuml;cksichtigt (BMF-Schreiben in BStBl I 2013, 513, Rz&nbsp;2), und anderen einzelnen Kfz-Kosten (z.B. Treibstoffkosten und Versicherungsbeitr&auml;gen) differenziert, gibt es hierf&uuml;r keinen tragf&auml;higen Grund. Leasingraten sind ebenso wie Kraftstoffkosten und Versicherungsbeitr&auml;ge mit dem Kfz verbundene individuelle Kosten. Die Zahlung einer nutzungsabh&auml;ngigen Kilometerpauschale durch den Arbeitnehmer l&auml;sst sich bei entsprechender arbeitsvertraglicher Gestaltung ohne weiteres auch nach dem Kraftstoffverbrauch des Dienstwagens bemessen. Allen diesen F&auml;llen ist lohnsteuerrechtlich aber gemeinsam, dass es an einer Grundvoraussetzung f&uuml;r die Annahme von Arbeitslohn in Zusammenhang mit der Kfz-&Uuml;berlassung fehlt, n&auml;mlich an einer Bereicherung des Arbeitnehmers. Folglich sind die F&auml;lle auch in der Weise gleich zu behandeln, dass die Leistungen des Arbeitnehmers vorteilsmindernd zu ber&uuml;cksichtigen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der nutzungswertmindernden Ber&uuml;cksichtigung individueller Kfz-Kosten steht der Umstand, dass mit der 1&nbsp;%-Regelung eine stark vereinfachende, typisierende und pauschalierende Bewertungsvorschrift geschaffen werden sollte (z.B. Senatsurteil in BFHE 240, 69, BStBl II 2013, 385), nicht entgegen. Soweit sich aus dem Senatsurteil vom 18.&nbsp;Oktober 2007 VI&nbsp;R&nbsp;57\/06 (BFHE 219, 206, BStBl II 2009, 199) etwas anderes ergibt, h&auml;lt der Senat daran nicht fest. Denn die Minderung des Nutzungswerts greift in das Bewertungssystem des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 EStG nicht ein. Der private Nutzungsvorteil wird weiterhin unabh&auml;ngig von den individuellen &#8211;tats&auml;chlichen&#8211; (Nutzungs-)Verh&auml;ltnissen (Senatsurteil in BFHE 241, 167, BStBl II 2013, 700, m.w.N.) und damit typisierend und pauschalierend mit 1&nbsp;% des Listenpreises bewertet oder mit dem individuellen anhand der Fahrtenbuchmethode gefundenen Nutzungsvorteil angesetzt. Es ist dann in einem zweiten Schritt Sache des Arbeitnehmers, die von ihm selbst getragenen Kfz-Kosten geltend zu machen und belastbar nachzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich wird durch die vorteilsmindernde Ber&uuml;cksichtigung individueller Kfz-Kosten bei der Bewertung des privaten Nutzungsvorteils nach der 1&nbsp;%-Regelung die Ungleichbehandlung zwischen Arbeitnehmern, deren Arbeitgeber alle Kosten tragen, und Arbeitnehmern, die die Kfz-Kosten in mehr oder weniger gro&szlig;em Umfang selbst zu tragen haben, abgemildert (Thomas, DB 2006, Beilage&nbsp;6, 58, 63). Dass mit dem in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG enthaltenen Verweis auf &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz 2 EStG f&uuml;r die Typisierung auf eine Regelung zur&uuml;ckgegriffen wird, bei der sich s&auml;mtliche Kfz-Aufwendungen steuerlich ausgewirkt haben, spricht ebenfalls daf&uuml;r, entsprechende Aufwendungen, auch soweit sie durch die private Nutzung des Dienstwagens entstanden sind, vorteilsmindernd zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. Bergkemper Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2008, 282&nbsp;f.; Schmidt\/Kr&uuml;ger, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;37; Pust in Littmann\/Bitz\/Pust, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;389; Thomas, DB 2006, Beilage&nbsp;6, 58, 63; Schneider, FR 2011, 1060, 1064).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) &Uuml;bersteigen die Eigenleistungen des Arbeitnehmers den privaten Nutzungsvorteil, f&uuml;hrt der &uuml;bersteigende Betrag weder zu negativem Arbeitslohn noch zu Werbungskosten. Der Senat verweist insoweit auf sein Urteil vom 30.&nbsp;November 2016 VI&nbsp;R&nbsp;49\/14 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine vorteilsmindernde Ber&uuml;cksichtigung der vom Arbeitnehmer selbst f&uuml;r den betrieblichen PKW getragenen Aufwendungen kommt allerdings nur in Betracht, wenn der Arbeitnehmer den geltend gemachten PKW-bezogenen Aufwand im Einzelnen darlegt und belastbar nachweist. Denn insoweit trifft ihn die objektive Feststellungslast. An der Grenzlinie zwischen Berufs- und Privatsph&auml;re besteht ein Anreiz f&uuml;r die Steuerpflichtigen, Privataufwendungen der Erwerbssph&auml;re zuzuordnen, um so den Abzug dieser Aufwendungen zu erreichen. Dem haben die Finanzverwaltung und die Finanzgerichte bei der Sachverhaltsaufkl&auml;rung und bei der Rechtsanwendung besonders Rechnung zu tragen. So d&uuml;rfen sich die Finanzgerichte in der Regel nicht allein auf die Darstellung des Steuerpflichtigen st&uuml;tzen, wenn es an entsprechenden Nachweisen f&uuml;r dessen Sachvortrag fehlt (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 21.&nbsp;September 2009 GrS&nbsp;1\/06, BFHE 227, 1, BStBl II 2010, 672).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Vorentscheidung entspricht diesen Rechtsgrunds&auml;tzen im Ergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat den Vorteil aus der &Uuml;berlassung des dem Kl&auml;ger &uuml;berlassenen betrieblichen PKW (Bruttolistenpreis: 52.300&nbsp;EUR) im Streitfall zu Recht nach der 1&nbsp;%-Regelung bewertet. Nach den tats&auml;chlichen und den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden Feststellungen des FG entsprechen die vom Kl&auml;ger vorgelegten Aufzeichnungen nicht den Anforderungen an ein ordnungsgem&auml;&szlig;es Fahrtenbuch. Das ist zwischen den Beteiligten zu Recht nicht mehr im Streit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch hat die Vorinstanz zutreffend darauf erkannt, dass die vom Kl&auml;ger getragenen Kraftstoffkosten in H&ouml;he von 5.599&nbsp;EUR steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen sind. Sie sind nach den vorgenannten Rechtsgrunds&auml;tzen allerdings nicht als Werbungskosten, sondern auf der Einnahmeseite &#8211;wenn auch im Streitfall mit n&auml;mlichen steuerlichen Folgen&#8211; vorteilsmindernd zu ber&uuml;cksichtigen. Dies gilt vorliegend auch f&uuml;r die auf die beruflichen Fahrten (Dienstreisen) entfallenden Kraftstoffkosten. Der Kl&auml;ger trug diese Kosten nicht, weil er Dienstreisen unternahm, sondern weil dies die Bedingung war, unter der ihm erlaubt wurde, den betrieblichen PKW privat zu nutzen. Es handelt sich folglich auch insoweit regelm&auml;&szlig;ig um das Nutzungsentgelt des Arbeitnehmers f&uuml;r die &Uuml;berlassung des betrieblichen PKW zur privaten Nutzung. Denn Aufwendungen f&uuml;r Dienstreisen hat regelm&auml;&szlig;ig der Arbeitgeber zu tragen. Der Arbeitnehmer hat gegen den Arbeitgeber zumeist (tarif-)vertraglich, jedenfalls aber entsprechend &sect;&nbsp;670 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs Anspruch auf Ersatz von Aufwendungen, die ihm bei Erbringung der Arbeitsleistung entstehen. Voraussetzung ist, dass die Aufwendungen dem Bet&auml;tigungsbereich des Arbeitgebers zuzurechnen sind und der Arbeitnehmer sie nicht selbst tragen muss, weil er daf&uuml;r eine besondere Verg&uuml;tung erh&auml;lt (Preis, in: Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, 17.&nbsp;Aufl. 2017, &sect;&nbsp;611 BGB Rz&nbsp;553, m.w.N.). Liegen &#8211;wie im Streitfall&#8211; Anhaltspunkte f&uuml;r eine hiervon abweichende Handhabung in Bezug auf die Kosten beruflich veranlasster Fahrten des Kl&auml;gers f&uuml;r seinen Arbeitgeber nicht vor, stellt sich die &Uuml;bernahme von Kraftstoffkosten f&uuml;r dienstliche Fahrten nicht als beruflich veranlasster Erwerbsaufwand, sondern als Entgelt f&uuml;r die private Nutzung des PKW dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 30.11.2016, VI R 2\/15ECLI:DE:BFH:2016:U.301116.VIR2.15.0 Steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von selbst getragenen Kraftstoffkosten bei Anwendung der 1 %-Regelung Leits&auml;tze 1. Leistet der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber f&uuml;r die au&szlig;erdienstliche Nutzung, d.h. f&uuml;r die Nutzung zu privaten Fahrten und zu Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Arbeitsst&auml;tte, eines betrieblichen Kfz ein Nutzungsentgelt, mindert dies den Wert des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-2-15-steuerliche-beruecksichtigung-von-selbst-getragenen-kraftstoffkosten-bei-anwendung-der-1-regelung-4\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;2\/15 &#8211; Steuerliche Ber&uuml;cksichtigung von selbst getragenen Kraftstoffkosten bei Anwendung der 1 %-Regelung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67301","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67301","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67301"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67301\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67301"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67301"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67301"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}