{"id":67368,"date":"2017-06-12T18:11:44","date_gmt":"2017-06-12T16:11:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67368"},"modified":"2017-06-12T18:11:44","modified_gmt":"2017-06-12T16:11:44","slug":"viii-r-46-13-zum-verhaeltnis-einer-gesonderten-und-einheitlichen-feststellung-von-besteuerungsgrundlagen-zur-feststellung-von-dem-progressionsvorbehalt-unterliegenden-einkuenften-sowie-zum-merkmal-der","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-46-13-zum-verhaeltnis-einer-gesonderten-und-einheitlichen-feststellung-von-besteuerungsgrundlagen-zur-feststellung-von-dem-progressionsvorbehalt-unterliegenden-einkuenften-sowie-zum-merkmal-der\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;46\/13 &#8211; Zum Verh&auml;ltnis einer gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen zur Feststellung von dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nften sowie zum Merkmal der Tatsache i.S. von &sect; 173 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2017, VIII R 46\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.210217.VIIIR46.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zum Verh&auml;ltnis einer gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen zur Feststellung von dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nften sowie zum Merkmal der Tatsache i.S. von &sect; 173 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Liegen die Voraussetzungen f&uuml;r eine gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen (&sect; 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO) und f&uuml;r eine Feststellung der steuerfreien, dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte (&sect; 180 Abs. 5 Nr. 1 AO) vor, k&ouml;nnen beide Feststellungen miteinander verbunden werden. Eine Nachholung der Feststellung gem&auml;&szlig; &sect; 180 Abs. 5 Nr. 1 AO ist auch w&auml;hrend des finanzgerichtlichen Verfahrens m&ouml;glich.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die konkrete H&ouml;he der in einer deutschen Betriebsst&auml;tte erzielten Einnahmen sowie der Umstand, dass keine Aufzeichnungen vorhanden sind, die eine direkte Zuordnung von Einnahmen und Ausgaben einerseits zu der deutschen und anderseits zu der ausl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte erm&ouml;glichen, sind im Zusammenhang mit der gesonderten und einheitlichen Feststellung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte Tatsachen i.S. des &sect; 173 Abs. 1 Nr. 1 AO.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Verletzt das FA seine Aufkl&auml;rungspflicht und der Steuerpflichtige die ihm obliegende Mitwirkungspflicht, steht der &Auml;nderung des Steuerbescheides gem&auml;&szlig; &sect; 173 Abs. 1 Nr. 1 AO der Grundsatz von Treu und Glauben nur dann entgegen, wenn der Versto&szlig; des FA die Pflichtverletzung des Steuerpflichtigen deutlich &uuml;berwiegt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 24. Oktober 2012&nbsp;&nbsp;15 K 883\/10 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwischen den Beteiligten ist streitig, ob der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) berechtigt war, den bestandskr&auml;ftigen Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Jahr 2005 (Streitjahr) gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) zu &auml;ndern und zugleich erstmals dem Progressionsvorbehalt unterliegende Eink&uuml;nfte festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine GbR, unterhielt im Streitjahr ein &quot;Ingenieurb&uuml;ro f&uuml;r technische &Uuml;bersetzungen&quot;. Gesellschafter der Kl&auml;gerin waren E und F. Seit Mitte des Kalenderjahres 1999 betrieb die Kl&auml;gerin ihr Unternehmen in einer weiteren Betriebsst&auml;tte in B (Spanien). Die in der spanischen Betriebsst&auml;tte erzielten Ums&auml;tze f&uuml;hrte die Kl&auml;gerin nahezu ausschlie&szlig;lich an in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) ans&auml;ssige Unternehmen aus. Den Gewinn aus ihrem (einheitlichen) Unternehmen ermittelte sie durch separate Betriebsst&auml;tten-Buchf&uuml;hrungen. Den Gewinn aus der deutschen Betriebsst&auml;tte ermittelte sie durch Einnahmen&uuml;berschussrechnung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG), den Gewinn der spanischen Betriebsst&auml;tte durch Bestandsvergleich nach spanischem Recht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte in den Feststellungserkl&auml;rungen f&uuml;r die Jahre 1999 bis 2006 Eink&uuml;nfte aus freiberuflicher T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;18 EStG. Dabei gab sie die in der spanischen Betriebsst&auml;tte erzielten Eink&uuml;nfte nicht in der hierf&uuml;r vorgesehenen Anlage AUS ihrer Feststellungserkl&auml;rungen an. Sie f&uuml;gte ihren Gewinnermittlungen allerdings j&auml;hrlich eine Bescheinigung ihrer Steuerberaterin mit folgendem Inhalt bei:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Bescheinigung<br \/>Seit Mitte des Kalenderjahres 1999 betreibt die Gesellschaft noch eine weitere Betriebsst&auml;tte in [&#8230;]. Gem&auml;&szlig; dem Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Spanien sowie den entsprechenden Einzelsteuergesetzen der L&auml;nder wurde der Umsatz und der Gewinn aus der Betriebsst&auml;tte in [&#8230;] in Spanien versteuert. Demzufolge handelt es sich bei der hier vorliegenden Einnahme-\/&Uuml;berschussrechnung um die Betriebsst&auml;tte in Deutschland. S&auml;mtliche Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben aus der Betriebsst&auml;tte in Spanien sind in der o.g. Einnahmen-\/&Uuml;berschussrechnung nicht enthalten.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin einen je zur H&auml;lfte auf die beiden Gesellschafter entfallenden Gewinn aus selbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 119.006,17&nbsp;EUR. Hierbei handelte es sich ausschlie&szlig;lich um den in Deutschland erzielten Gewinn. Das FA veranlagte die Kl&auml;gerin mit Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr vom 12.&nbsp;September 2007 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;. Der nicht unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehende Feststellungsbescheid wurde bestandskr&auml;ftig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In den Jahren 2008\/2009 f&uuml;hrte das FA eine Betriebspr&uuml;fung bei der Kl&auml;gerin durch, die sich auf die Veranlagungszeitr&auml;ume 1999 bis 2006 bezog. Da die Kl&auml;gerin keine Aufzeichnungen dar&uuml;ber gef&uuml;hrt hatte, welche Einnahmen\/Ausgaben welcher Betriebsst&auml;tte zuzurechnen waren, war eine nachtr&auml;gliche Ermittlung der Betriebsst&auml;ttengewinne nach der direkten Methode nicht m&ouml;glich. Daher kam es zu einer einvernehmlichen, sch&auml;tzweisen Aufteilung der Gewinne auf die Betriebsst&auml;tten nach der indirekten Methode. Zudem gelangte der Pr&uuml;fer wegen des &quot;nicht unbetr&auml;chtlichen Umfanges von Fremdleistungen&quot; zu der Auffassung, dass die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin als gewerblich zu beurteilen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierauf erlie&szlig; das FA u.a. am 10.&nbsp;Juli 2009 einen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO ge&auml;nderten Bescheid f&uuml;r das Streitjahr &uuml;ber die gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen, in dem es sowohl die auf die deutsche als auch auf die spanische Betriebsst&auml;tte entfallenden Gewinnanteile ber&uuml;cksichtigte und Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 230.645,79&nbsp;EUR, bei deren Ermittlung ausl&auml;ndische Eink&uuml;nfte aus Spanien i.S. des &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 80.252&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wurden, feststellte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dem hiergegen gerichteten Einspruch machte die Kl&auml;gerin u.a. die Freistellung der spanischen Betriebsst&auml;ttengewinne von der deutschen Besteuerung geltend. Zudem war sie der Auffassung, dass der bestandskr&auml;ftige Feststellungsbescheid nicht mehr ge&auml;ndert werden k&ouml;nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da das FA zun&auml;chst nicht &uuml;ber den Einspruch entschied, erhob die Kl&auml;gerin Unt&auml;tigkeitsklage. Sie beantragte ferner eine abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden nach &sect;&nbsp;163 AO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 25.&nbsp;November 2010 erlie&szlig; das FA eine Einspruchsentscheidung, in der es die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO gesondert und einheitlich festzustellenden Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr als solche aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 150.393,79&nbsp;EUR und die nach dem Doppelbesteuerungsabkommen mit Spanien als steuerfrei belassenen, dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 80.252&nbsp;EUR gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO feststellte. Damit entsprach es zwar teilweise dem Begehren der Kl&auml;gerin, jedoch blieb streitig, ob die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;173 AO f&uuml;r eine &Auml;nderung des bestandskr&auml;ftigen gesonderten und einheitlichen Feststellungsbescheides gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO f&uuml;r das Streitjahr gegeben waren und gewerbliche Eink&uuml;nfte vorlagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2013, 1731 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden mit Urteil vom 24.&nbsp;Oktober 2012&nbsp;&nbsp;15&nbsp;K&nbsp;883\/10 ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ihre Revision begr&uuml;ndet die Kl&auml;gerin mit der Verletzung formellen und materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie ist der Auffassung, dem FA seien keine Tatsachen i.S. des &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO nachtr&auml;glich bekannt geworden. Das FA h&auml;tte anhand der vorgelegten j&auml;hrlichen Bescheinigungen den steuerlichen Sachverhalt vollst&auml;ndig einordnen k&ouml;nnen. F&uuml;r die Feststellung, dass eine steuererh&ouml;hende Tatsache vorliege, seien keine weiteren Angaben, wie etwa die H&ouml;he der konkreten Gewinne, notwendig gewesen. Veranlage das FA gleichwohl ohne die spanischen Gewinne, so habe es diese als insgesamt nicht steuererh&ouml;hend eingeordnet. Die H&ouml;he der Gewinne der spanischen Betriebsst&auml;tte k&ouml;nne daher keine nachtr&auml;glich bekannt gewordene Tatsache sein, sondern stelle eine Schlussfolgerung dar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Vorlage der j&auml;hrlichen Bescheinigungen habe sie, die Kl&auml;gerin, ihren Mitwirkungspflichten gen&uuml;gt. Daher sei eine Abw&auml;gung beiderseitiger Pflichtverletzungen nicht geboten gewesen. Zudem sei die vom FG vorgenommene Abw&auml;gung fehlerhaft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA sei nach Treu und Glauben gehindert, den Steuerbescheid zu &auml;ndern, weil die Kl&auml;rung des Auslandssachverhaltes bewusst verschleppt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Begr&uuml;ndung des FG, dass die j&auml;hrliche Vorlage der Bescheinigung zu den in Spanien erzielten Einnahmen nicht ausreiche, sei widerspr&uuml;chlich und versto&szlig;e gegen den Akteninhalt (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Mit der Annahme, die Bescheinigung h&auml;tte &uuml;bersehen werden k&ouml;nnen, widerspreche sich das FG selbst und der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung sowie den Ausf&uuml;hrungen der zust&auml;ndigen Sachbearbeiterin, die nicht mitgeteilt habe, dass hinsichtlich der steuerlichen Einordnung des mit der Bescheinigung mitgeteilten Sachverhaltes Zweifel bestanden h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe wesentliche aktenkundige Tatsachen und Ausf&uuml;hrungen, insbesondere bez&uuml;glich der Ermittlungspflichtverletzung des FA, nicht ber&uuml;cksichtigt. Es habe damit seiner Entscheidung nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens zugrunde gelegt (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) und den nachgewiesenen Versto&szlig; des FA gegen die prozessuale Wahrheitspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO) hinsichtlich ihm bekannter Tatsachen unber&uuml;cksichtigt gelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (Art.&nbsp;103 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;, &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO) und ein faires Verfahren (Art.&nbsp;2 GG in Verbindung mit dem Rechtsstaatsprinzip) verletzt, weil es das rechtswidrige Verhalten des FA sowie den hierdurch f&uuml;r die Kl&auml;gerin verursachten irreparablen Schaden nicht ber&uuml;cksichtigt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das angefochtene FG-Urteil, den Bescheid &uuml;ber die Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr vom 10.&nbsp;Juli 2009 in der Fassung der Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;November 2010 und die Feststellung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte vom 25.&nbsp;November 2010 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zutreffend erkannt, dass das FA den bestandskr&auml;ftigen Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr vom 12.&nbsp;September 2007 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO &auml;ndern konnte. Auch die erstmals mit der Einspruchsentscheidung erfolgte Feststellung der steuerfreien, dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte ist rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gegenstand des Revisionsverfahrens sind zum einen die &Auml;nderung des bestandskr&auml;ftigen Bescheides &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr vom 12.&nbsp;September 2007 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO in Bezug auf die Art der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin und deren H&ouml;he sowie zum anderen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der erstmals mit der Einspruchsentscheidung erfolgten Feststellung steuerfreier, dem Progressionsvorbehalt unterliegender Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) enth&auml;lt ein Gewinnfeststellungsbescheid eine Vielzahl selbst&auml;ndiger und damit auch selbst&auml;ndig anfechtbarer Feststellungen, die eigenst&auml;ndig in Bestandskraft erwachsen und deshalb f&uuml;r die im Bescheid getroffenen und rechtlich nachgelagerten Feststellungen Bindungswirkung entfalten k&ouml;nnen. Solche selbst&auml;ndige Regelungen (Feststellungen) sind insbesondere auch die Qualifikation der Eink&uuml;nfte, das Bestehen einer Mitunternehmerschaft, die H&ouml;he des Gesamtgewinns, des laufenden Gewinns (oder Verlusts) sowie dessen Verteilung auf die Mitunternehmer, das Vorliegen und die H&ouml;he des von einem Mitunternehmer erzielten Gewinns aus der Ver&auml;u&szlig;erung seines Mitunternehmeranteils oder die H&ouml;he eines Sondergewinns bzw. einer Sonderverg&uuml;tung (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Februar 2014 IV&nbsp;R&nbsp;19\/10, BFHE 244, 379, BStBl II 2014, 522, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Klage hat die Kl&auml;gerin die H&ouml;he der im &Auml;nderungsbescheid vom 10.&nbsp;Juli 2009 festgestellten Eink&uuml;nfte und deren Qualifikation als solche aus Gewerbebetrieb angefochten. Sowohl ihr vorrangiges Ziel, den &Auml;nderungsbescheid mangels Vorliegen der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;173 AO aufheben zu lassen, als auch ihr (hilfsweise) geltend gemachtes Begehren, die spanischen Betriebsst&auml;ttengewinne von der Besteuerung in Deutschland freizustellen, konnte die Kl&auml;gerin (zun&auml;chst) nur durch die Anfechtung des gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO ergangenen Feststellungsbescheides vom 10.&nbsp;Juli 2009 verfolgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO ist jedoch von der Feststellung der steuerfreien, dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO zu unterscheiden. Es handelt sich um jeweils eigenst&auml;ndige Verwaltungsakte (Regelungen). Liegen die Voraussetzungen beider Verfahren vor, k&ouml;nnen die Feststellungen miteinander verbunden werden (z.B. BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Mai 2015 I&nbsp;R&nbsp;75\/14, BFH\/NV 2015, 1687; vom 18.&nbsp;Dezember 2002 I&nbsp;R&nbsp;92\/01, BFHE 201, 447). Auch die Nachholung der Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO ist grunds&auml;tzlich zul&auml;ssig. Insoweit kann w&auml;hrend des finanzgerichtlichen Verfahrens ein erstmaliger (erg&auml;nzender) Feststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO ergehen, der in einem notwendigen sachlichen Zusammenhang zu dem urspr&uuml;nglichen (einheitlichen) Bescheid steht, so dass dieser i.S. von &sect;&nbsp;68 FGO bzw. &sect;&nbsp;365 Abs.&nbsp;3 AO &quot;ersetzt&quot; wurde und (teilweise) an dessen Stelle getreten ist (vgl. BFH-Beschluss vom 4.&nbsp;April 2007 I&nbsp;R&nbsp;110\/05, BFHE 217, 535, BStBl II 2007, 521).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend ist mit der Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;November 2010 zum einen eine (erneut) ge&auml;nderte gesonderte Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO ergangen sowie (dem hilfsweise geltend gemachten Klagebegehren folgend) erstmalig ein Feststellungsbescheid gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO. Beide Feststellungen stehen zueinander in einer Wechselwirkung. Die gesonderte und einheitliche Feststellung nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO h&auml;tte bei der dem Klagebegehren der Kl&auml;gerin entsprechenden Beurteilung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte in der spanischen Betriebsst&auml;tte zwangsl&auml;ufig Auswirkungen auf die rechtlich verselbst&auml;ndigte (nachzuholende) Feststellung nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO (vgl. BFH-Urteile vom 25.&nbsp;November 2015 I&nbsp;R&nbsp;50\/14, BFHE 253, 52; vom 20.&nbsp;Januar 2005 IV&nbsp;R&nbsp;22\/03, BFHE 209, 108, BStBl II 2005, 559, m.w.N.). Vor diesem Hintergrund erstreckte sich die Klage der Kl&auml;gerin auch gegen die erstmalige Feststellung nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO. Die Klage war insoweit zul&auml;ssig, denn eines (gesonderten) Vorverfahrens gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;44 FGO bedurfte es nicht (vgl. z.B. BFH-Beschluss in BFHE 217, 535, BStBl II 2007, 521).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision verfolgt die Kl&auml;gerin ihr Klagebegehren &#8211;wie auch in ihrem Antrag zum Ausdruck kommt&#8211; in vollem Umfang weiter. Gegenstand des Revisionsverfahrens sind demnach ebenfalls beide in dem Bescheid vom 25.&nbsp;November 2010 zusammengefassten Feststellungsbescheide.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine &#8211;im Revisionsverfahren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;123 FGO nachholbare&#8211; Beiladung der Gesellschafter der Kl&auml;gerin (&sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;3 FGO, &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO) in Bezug auf die Feststellung nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO war nicht geboten. Klagebefugt ist die Kl&auml;gerin (&sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 FGO), nicht aber deren Gesellschafter. Der Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;48 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 FGO wird nicht allein dadurch er&ouml;ffnet, dass die gesondert und einheitlich festgestellten ausl&auml;ndischen Besteuerungsgrundlagen Einfluss auch auf die Besteuerung des Gesellschafters nehmen. Insbesondere dann, wenn Uneinigkeit &uuml;ber die Qualifikation und\/oder die H&ouml;he der gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte besteht, ist nur die Gesellschaft selbst rechtsbehelfsbefugt (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 18.&nbsp;August 2015 I&nbsp;R&nbsp;42\/14, BFH\/NV 2016, 164). Dies gilt auch im Streitfall, in dem &#8211;neben der Frage der &Auml;nderbarkeit nach &sect;&nbsp;173 AO&#8211; sowohl in Bezug auf die gesonderte und einheitliche Feststellung der Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO als auch die Feststellung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO materiell-rechtlich allein die Qualifikation und die H&ouml;he der gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte streitig ist, nicht hingegen deren Verteilung unter den Gesellschaftern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die im Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung vom 25.&nbsp;November 2010 getroffene Feststellung, bei den Eink&uuml;nften der Kl&auml;gerin handele es sich um solche aus Gewerbebetrieb, ist zutreffend. Der Senat verweist hierzu auf seine Entscheidung in dem Verfahren VIII&nbsp;R&nbsp;45\/13 vom 21.&nbsp;Februar 2017 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt). Auch die H&ouml;he der festgestellten Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb unterliegt keinen Bedenken. Sie entspricht der im Rahmen der Betriebspr&uuml;fung erfolgten einvernehmlichen Festlegung der Beteiligten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG hat zutreffend erkannt, dass das FA den bestandskr&auml;ftigen Feststellungsbescheid vom 12.&nbsp;September 2007 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO hinsichtlich der Feststellung zur Art der Eink&uuml;nfte &auml;ndern konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach sind Steuerbescheide aufzuheben oder zu &auml;ndern, soweit Tatsachen oder Beweismittel nachtr&auml;glich bekannt werden, die zu einer h&ouml;heren Steuer f&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Regelung gilt sinngem&auml;&szlig; f&uuml;r die gesonderte Feststellung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;181 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO (z.B. BFH-Urteil vom 24.&nbsp;Juni 2009 IV&nbsp;R&nbsp;55\/06, BFHE 226, 14, BStBl II 2009, 950). Ob eine nachtr&auml;glich bekannt gewordene Tatsache zu einer h&ouml;heren Steuer f&uuml;hrt, ist bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung von ertragsteuerlichen Besteuerungsgrundlagen einer Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO danach zu beurteilen, ob und wie sich die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r jeden einzelnen Feststellungsbeteiligten erh&ouml;hen (BFH-Urteil in BFHE 226, 14, BStBl II 2009, 950). &Auml;ndern sich nicht betragsm&auml;&szlig;ige Besteuerungsgrundlagen, sondern wie hier die Einordnung von Eink&uuml;nften unter eine Einkunftsart, ist &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 AO ebenfalls anwendbar (vgl. z.B. S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;181 AO Rz&nbsp;20b; von Wedelst&auml;dt in Beermann\/Gosch, AO &sect;&nbsp;173 Rz&nbsp;39.1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Tatsache i.S. des &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 AO ist alles, was Merkmal oder Teilst&uuml;ck eines gesetzlichen Steuertatbestands sein kann, also Zust&auml;nde, Vorg&auml;nge, Beziehungen und Eigenschaften materieller oder immaterieller Art.&nbsp;Keine Tatsachen i.S. des &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO sind demgegen&uuml;ber Schlussfolgerungen aller Art, insbesondere juristische Subsumtionen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Februar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;24\/12, BFHE 240, 265, BStBl II 2013, 484, m.w.N.; BFH-Beschluss vom 26.&nbsp;Juni 2014 VI&nbsp;R&nbsp;94\/13, BFHE 246, 182, BStBl II 2014, 864). Wird nachtr&auml;glich bekannt, dass der Steuerpflichtige nicht erkl&auml;rte Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt hat, so stellt die H&ouml;he dieser Eink&uuml;nfte die steuerlich relevante Tatsache dar, die zu einer &Auml;nderung nach &sect;&nbsp;173 AO f&uuml;hrt (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;Oktober 1993 III&nbsp;R&nbsp;58\/92, BFHE 172, 397, BStBl II 1994, 346). Auch die H&ouml;he bestimmter der Besteuerung zugrunde zu legender Einnahmen ist Tatsache in diesem Sinne (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;April 1991 VIII&nbsp;R&nbsp;87\/87, BFH\/NV 1992, 75).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Tatsache ist nachtr&auml;glich bekannt geworden, wenn sie das FA bei Erlass des ge&auml;nderten Steuerbescheides noch nicht kannte (z.B. BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Januar 2011 VI&nbsp;R&nbsp;61\/09, BFHE 232, 5, BStBl II 2011, 479). Insoweit gilt der Inhalt der in der zust&auml;ndigen Dienststelle gef&uuml;hrten Steuerakten als bekannt, ohne dass es auf die individuelle Kenntnis des jeweiligen Bearbeiters ankommt (BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;Mai 2013 X&nbsp;B&nbsp;33\/13, BFHE 241, 9, BStBl II 2013, 997; BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Mai 1991 V&nbsp;R&nbsp;36\/90, BFH\/NV 1992, 221, m.w.N.). Bei Tatsachen, die sich nicht aus den Akten ergeben, ist hingegen die positive Kenntnis des zust&auml;ndigen Bearbeiters erforderlich; ein Kennenm&uuml;ssen reicht hier nicht aus (z.B. BFH-Beschluss in BFHE 241, 9, BStBl II 2013, 997; vgl. auch BFH-Urteile vom 13.&nbsp;Juni 2012 VI&nbsp;R&nbsp;85\/10, BFHE 238, 295, BStBl II 2013, 5; vom 13.&nbsp;Januar 2011 VI&nbsp;R&nbsp;62\/09, BFH\/NV 2011, 751, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Hiernach ist bezogen auf den streitgegenst&auml;ndlichen Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb (&sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO) &#8211;wie das FG zutreffend erkannt hat&#8211; der Umstand, dass die Kl&auml;gerin nicht &uuml;ber Aufzeichnungen verf&uuml;gt hat, die eine direkte Zuordnung der insgesamt angefallenen Einnahmen und Ausgaben zu den Betriebsst&auml;tten der Kl&auml;gerin in Deutschland bzw. Spanien erm&ouml;glicht haben, ebenso Tatsache i.S. des &sect;&nbsp;173 AO wie die konkrete H&ouml;he der von der Kl&auml;gerin in ihrer Betriebsst&auml;tte in Deutschland erzielten Einnahmen. Tatsache ist ferner der Umstand, dass sich die von der Kl&auml;gerin zugekauften Fremd&uuml;bersetzungen in nicht unerheblichem Umfang auf Sprachen bezogen haben, die die Gesellschafter der Kl&auml;gerin nicht beherrscht haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Tatsachen sind dem FA nachtr&auml;glich bekannt geworden. Im Zeitpunkt des Erlasses des urspr&uuml;nglichen Feststellungsbescheides vom 12.&nbsp;September 2007 war dem FA zwar bekannt, dass die Kl&auml;gerin eine ausl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte in Spanien unterhielt und hieraus Eink&uuml;nfte erzielte. Ihm war ferner aufgrund der der Gewinnermittlung beigef&uuml;gten Erkl&auml;rung bekannt, dass in den von der Kl&auml;gerin erkl&auml;rten Eink&uuml;nften die in der spanischen Betriebsst&auml;tte erzielten Gewinne nicht enthalten waren. Bekannt war &#8211;aufgrund der vorliegenden Kontrollmitteilungen und des mit der Kl&auml;gerin gef&uuml;hrten Schriftverkehrs&#8211; ebenfalls, dass die Kl&auml;gerin im Rahmen der Erledigung der ihr erteilten Auftr&auml;ge Fremd&uuml;bersetzer eingesetzt hat. Nicht bekannt waren zu diesem Zeitpunkt indes die konkrete H&ouml;he der erzielten Eink&uuml;nfte und der Umstand, dass die Kl&auml;gerin nicht &uuml;ber Aufzeichnungen verf&uuml;gte, die eine direkte Zuordnung der Eink&uuml;nfte zu den jeweiligen Betriebsst&auml;tten erm&ouml;glicht h&auml;tten. Unbekannt war f&uuml;r das FA auch, dass die Fremd&uuml;bersetzungen sich zu einem nicht unerheblichen Teil auf Sprachen bezogen haben, die die Gesellschafter der Kl&auml;gerin selbst nicht beherrschten. All diese Tatsachen sind dem FA erst nachtr&auml;glich bekannt geworden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass das FA diese nachtr&auml;glich bekannt gewordenen Tatsachen bei geh&ouml;riger Erf&uuml;llung seiner Amtsermittlungspflicht fr&uuml;her h&auml;tte kennen k&ouml;nnen, ist &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; nicht in Bezug auf das Merkmal des &quot;nachtr&auml;glichen Bekanntwerdens von Tatsachen&quot; relevant. Ma&szlig;geblich ist insoweit die positive Kenntnis des FA, nicht aber ein &quot;Kennenm&uuml;ssen&quot;. Allerdings kann einer entsprechenden Pflichtverletzung im Rahmen der Pr&uuml;fung eines etwaigen Ausschlusses der &Auml;nderungsbefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 AO nach dem Grundsatz von Treu und Glauben Bedeutung zukommen (s. hierzu Ausf&uuml;hrungen unter II.3.f).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Die nachtr&auml;glich bekannt gewordenen Tatsachen waren f&uuml;r die h&ouml;here Steuer erheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein Feststellungsbescheid darf wegen nachtr&auml;glich bekannt gewordener Tatsachen oder Beweismittel nur aufgehoben oder ge&auml;ndert werden, wenn das FA bei urspr&uuml;nglicher Kenntnis der Tatsachen und Beweismittel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anders entschieden h&auml;tte (z.B. BFH-Urteil vom 9.&nbsp;April 2014 X&nbsp;R&nbsp;1\/11, BFH\/NV 2014, 1499; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 23.&nbsp;November 1987 GrS&nbsp;1\/86, BFHE 151, 495, BStBl II 1988, 180), d.h. die neuen Tatsachen bzw. Beweismittel rechtserheblich sind. &sect;&nbsp;173 AO bietet keine Rechtsgrundlage f&uuml;r die Beseitigung von Rechtsfehlern (z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 151, 495, BStBl II 1988, 180).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das Fehlen von Aufzeichnungen zur Aufteilung der in den Betriebsst&auml;tten erzielten Einnahmen war ebenso wie die hiermit in Zusammenhang stehende (abweichende) Zuordnung der Einnahmen zu den Betriebsst&auml;tten (auch) f&uuml;r die Feststellung der Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO erheblich. Beide Tatsachen hatten nicht nur unmittelbar Einfluss auf die H&ouml;he der &#8211;erstmals mit Bescheid vom 25.&nbsp;November 2010 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO festgestellten&#8211; dem Progressionsvorbehalt unterliegenden und in Spanien besteuerten Eink&uuml;nfte, sondern auch auf die H&ouml;he der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO gesondert und einheitlich festzustellenden inl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin. Bei rechtzeitiger Kenntnis der konkreten H&ouml;he der der Betriebsst&auml;tte in Deutschland zuzuordnenden Eink&uuml;nfte w&auml;re das FA zu einer abweichenden Feststellung dieser Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin gekommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Erheblich f&uuml;r die im Gewinnfeststellungsbescheid selbst&auml;ndige Feststellung zur Qualifizierung der von der Kl&auml;gerin erzielten Eink&uuml;nfte als freiberuflich bzw. gewerblich war der Umstand, dass die Kl&auml;gerin in nicht unerheblichem Umfang Fremd&uuml;bersetzungen in nicht von den Gesellschaftern der Kl&auml;gerin beherrschten Sprachen zugekauft hat. Insoweit verweist der Senat auf seine Entscheidung in dem Verfahren VIII&nbsp;R&nbsp;45\/13 vom 21.&nbsp;Februar 2017 (zur amtlichen Ver&ouml;ffentlichung bestimmt). Die rechtzeitige Kenntnis des im Streitjahr bestehenden Umfangs an Fremd&uuml;bersetzungen h&auml;tte zu einer abweichenden Feststellung der Art der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass das FA zun&auml;chst u.U. rechtsirrig angenommen hat, die in der spanischen Betriebsst&auml;tte erzielten Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin seien steuerlich unbeachtlich, f&uuml;hrt zu keinem anderen Ergebnis. Ein solcher Irrtum in Bezug auf die Relevanz f&uuml;r die Feststellung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden ausl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte, die Gegenstand des Feststellungsbescheides gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 AO sind, &auml;ndert nichts an der dargelegten Erheblichkeit der nachtr&auml;glich bekannt gewordenen Tatsachen in Bezug auf die H&ouml;he der gewerblichen Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin, die Gegenstand des Bescheides &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Der Grundsatz von Treu und Glauben steht einer &Auml;nderung des Feststellungsbescheides vom 12.&nbsp;September 2007 trotz der Verletzung der Aufkl&auml;rungspflicht durch das FA nicht entgegen. Die entsprechende W&uuml;rdigung des FG ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine &Auml;nderung eines Steuerbescheides zum Nachteil des Steuerpflichtigen nach &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO kann ausgeschlossen sein, wenn dem FA die nachtr&auml;glich bekannt gewordene Tatsache bei ordnungsgem&auml;&szlig;er Erf&uuml;llung seiner Ermittlungspflicht nicht verborgen geblieben w&auml;re. Hierauf kann sich der Steuerpflichtige grunds&auml;tzlich aber nur dann berufen, wenn er seinerseits seine Mitwirkungspflicht erf&uuml;llt hat. Haben es sowohl der Steuerpflichtige als auch das FA vers&auml;umt, den Sachverhalt aufzukl&auml;ren, trifft in der Regel den Steuerpflichtigen die Verantwortung, mit der Folge, dass der Steuerbescheid ge&auml;ndert werden kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;Februar 2013 X&nbsp;B&nbsp;164\/12, BFH\/NV 2013, 694; BFH-Urteil vom 20.&nbsp;April 2004 IX&nbsp;R&nbsp;39\/01, BFHE 206, 105, BStBl II 2004, 1072). Eine &Auml;nderungsbefugnis des FA ist in solchen F&auml;llen insbesondere dann zu bejahen, wenn der Steuerpflichtige in abgabenrechtlichen Antragsvordrucken zu entscheidungsrelevanten Tatsachenfragen entweder &uuml;berhaupt keine oder sogar inhaltlich unrichtige Angaben gemacht hat (vgl. BFH-Urteile vom 17.&nbsp;Dezember 1997 III&nbsp;R&nbsp;39\/93, BFH\/NV 1998, 812; vom 11.&nbsp;November 1987 I&nbsp;R&nbsp;108\/85, BFHE 151, 333, BStBl II 1988, 115, sowie in BFH\/NV 1992, 75, m.w.N.). Demgegen&uuml;ber scheidet in F&auml;llen beiderseitiger Pflichtverletzungen eine &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit aus, wenn der Versto&szlig; des FA deutlich &uuml;berwiegt (z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2013, 694; BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Dezember 1988 VIII&nbsp;R&nbsp;121\/83, BFHE 156, 339, BStBl II 1989, 585).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob eine entsprechende Pflichtverletzung vorliegt, ist ebenso wie die unter Ber&uuml;cksichtigung der Gesamtumst&auml;nde des Streitfalles gebotene Abw&auml;gung der Pflichtverst&ouml;&szlig;e gegeneinander Tatfrage, deren Beantwortung dem FG als Tatsacheninstanz obliegt und die im Rahmen des Revisionsverfahrens nur begrenzt &uuml;berpr&uuml;ft werden kann (z.B. BFH-Beschluss vom 18.&nbsp;August 2010 X&nbsp;B&nbsp;178\/09, BFH\/NV 2010, 2010).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach den revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden Feststellungen des FG hat das FA die ihm obliegenden Ermittlungspflichten verletzt. Es h&auml;tte aufgrund der vorliegenden Informationen &#8211;insbesondere der der Gewinnermittlung beigef&uuml;gten Bescheinigung&#8211; Anlass gehabt, die H&ouml;he der in der spanischen Betriebsst&auml;tte erzielten Einnahmen und damit auch deren (zutreffende) Aufteilung auf die jeweiligen Betriebsst&auml;tten zu kl&auml;ren. Auch die Kenntnis des Umstands, dass die Kl&auml;gerin Fremd&uuml;bersetzungen zugekauft hat, w&auml;re Anlass f&uuml;r eine weitere Sachaufkl&auml;rung in Bezug auf die Feststellung zur Art der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Jedoch hat auch die Kl&auml;gerin die ihr obliegenden Mitwirkungspflichten verletzt. Die Kl&auml;gerin war nicht nur verpflichtet, die in Spanien und Deutschland erzielten Eink&uuml;nfte (auf der Grundlage entsprechender Aufzeichnungen) zutreffend auf die Betriebsst&auml;tten aufzuteilen und in ihrer Feststellungserkl&auml;rung zutreffende Angaben zur H&ouml;he der gesondert und einheitlich festzustellenden Besteuerungsgrundlagen (vgl. &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 AO) zu machen. Sie war weiterhin verpflichtet, die in Deutschland nicht steuerpflichtigen Eink&uuml;nfte aus der spanischen Betriebsst&auml;tte in der Anlage AUS (Zeilen 38 bis 43) zu erkl&auml;ren, was f&uuml;r die Kl&auml;gerin aufgrund der Hinweise in der Anleitung zur Anlage AUS auch hinreichend erkennbar war. Diesen Pflichten gen&uuml;gte die Kl&auml;gerin mit ihren Angaben in der Feststellungserkl&auml;rung und der Beif&uuml;gung der Bescheinigung der Steuerberaterin zur Gewinnermittlung nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund ist die W&uuml;rdigung des FG, der Pflichtversto&szlig; des FA &uuml;berwiege nicht in deutlichem Ma&szlig;e die der Kl&auml;gerin anzulastende Mitwirkungspflichtverletzung, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Die Abw&auml;gung der Pflichtenverst&ouml;&szlig;e durch das FG ist &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; nicht fehlerhaft, sondern erweist sich auf der Grundlage der Rechtsprechung des BFH als nachvollziehbar. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf die W&uuml;rdigung des FG, der &quot;Erkl&auml;rungsversto&szlig;&quot; der Kl&auml;gerin wiege &#8211;trotz der der Gewinn- und Verlustrechnung beigef&uuml;gten Bescheinigung der Steuerberaterin&#8211; schwer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Anbetracht der durchaus schwerwiegenden Pflichtverletzung durch das Erkl&auml;rungsverhalten der Kl&auml;gerin konnte das FG die Pflichtverletzung des FA, die es in dem Unterlassen einer weiteren Sachaufkl&auml;rung gesehen hat, als nicht deutlich &uuml;berwiegend ansehen. Dass dem FA im Zusammenhang mit der Veranlagung fr&uuml;herer Jahre aufgrund von Kontrollmitteilungen bzw. Schriftverkehr mit der Steuerberaterin der Kl&auml;gerin Erkenntnisse zum Zukauf von Fremd&uuml;bersetzungen durch die Kl&auml;gerin vorlagen, &auml;ndert daran nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die hiergegen erhobenen Einwendungen der Kl&auml;gerin greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA war nicht nach dem Grundsatz von Treu und Glauben am Erlass des &Auml;nderungsbescheides f&uuml;r das Streitjahr gehindert, weil es &#8211;wie die Kl&auml;gerin meint&#8211; die Kl&auml;rung des Auslandssachverhaltes bewusst zum Nachteil der Kl&auml;gerin verschleppt hat. Das FG ist in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise zu dem Ergebnis gelangt, dass ein solcher Sachverhalt nicht anhand ausreichender objektivierter Kriterien verifiziert werden kann. Die Kl&auml;gerin geht insoweit von einem anderen als dem vom FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend festgestellten Sachverhalt aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin ist eine &Auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 AO im Streitfall auch nicht nach dem Grundsatz von Treu und Glauben ausgeschlossen, weil das FA trotz bekannter Zweifel an der Richtigkeit der Art und H&ouml;he sowie Aufteilung der Eink&uuml;nfte einen endg&uuml;ltigen Feststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr erlassen hat. Nach der Rechtsprechung des BFH gilt dies n&auml;mlich nur dann, wenn der Steuerpflichtige seinen Mitwirkungspflichten voll gen&uuml;gt hat (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;M&auml;rz 1988 V&nbsp;R&nbsp;206\/83, BFH\/NV 1990, 1; vom 13.&nbsp;November 1985 II&nbsp;R&nbsp;208\/82, BFHE 145, 487, BStBl II 1986, 241; vom 27.&nbsp;Oktober 1992 VIII&nbsp;R&nbsp;41\/89, BFHE 170, 1, BStBl II 1993, 569), was im Streitfall &#8211;wie dargelegt&#8211; nicht geschehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus der Entscheidung des FG K&ouml;ln vom 28.&nbsp;M&auml;rz 2012&nbsp;&nbsp;7&nbsp;K&nbsp;1121\/06 (EFG 2012, 1808) folgt nichts anderes, denn diese betrifft einen anders gelagerten Sachverhalt, n&auml;mlich die erneute, auf &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO gest&uuml;tzte &Auml;nderung eines &Auml;nderungsbescheides, wobei dem FA nach den Feststellungen des FG der steuerlich relevante Sachverhalt bereits bei Erlass des ersten &Auml;nderungsbescheides vollst&auml;ndig und deutlich zur Pr&uuml;fung vorgelegen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Die von der Kl&auml;gerin erhobenen Verfahrensr&uuml;gen greifen insgesamt nicht durch (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO). Insbesondere hat das FG keine wesentlichen aktenkundigen Tatsachen und Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin bei der Abw&auml;gung der Pflichtverst&ouml;&szlig;e unber&uuml;cksichtigt gelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Kl&auml;gerin darauf verweist, dass wesentliche Unterlagen bei der ersten Akteneinsicht nicht in den Akten des FA enthalten gewesen seien, verkennt sie, dass eine hieraus resultierende Pflichtverletzung &#8211;sollte diese tats&auml;chlich anzunehmen sein&#8211; in Bezug auf die hier streitige &Auml;nderung des Feststellungsbescheides vom 12.&nbsp;September 2007 nicht entscheidungserheblich w&auml;re. Eine die &Auml;nderung dieses Bescheides gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO ausschlie&szlig;ende Pflichtverletzung des FA m&uuml;sste im Zusammenhang mit dem Erlass jenes Feststellungsbescheides erfolgt sein. Nachfolgende Pflichtverletzungen des FA im Rahmen eines finanzgerichtlichen Verfahrens sind demgegen&uuml;ber in Bezug auf die streitige Frage eines Ausschlusses der &Auml;nderung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 AO nicht relevant. Aus diesem Grunde ist auch der von der Kl&auml;gerin behauptete Versto&szlig; des FA gegen die prozessuale Wahrheitspflicht (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO) im Streitfall nicht erheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass das FG im Rahmen seiner Erw&auml;gungen wesentliche Umst&auml;nde, wie z.B. vorliegende Kontrollmitteilungen bzw. den mit der Steuerberaterin der Kl&auml;gerin gef&uuml;hrten Schriftverkehr im Jahr 2002, g&auml;nzlich unber&uuml;cksichtigt gelassen hat, ist mit Blick auf die Darlegungen im Sachverhalt des FG-Urteils in EFG 2013, 1731 (z.B. Rz&nbsp;20, 37-41, 58) nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich greift auch die R&uuml;ge der Kl&auml;gerin, das FG habe ihren Sachvortrag zu dem durch die Festsetzung nachweislich &uuml;berh&ouml;hter Steuern entstandenen irreparablen Schaden (verhinderter Hauskauf, Betriebsaufgabe in &#8230;) unber&uuml;cksichtigt gelassen, nicht durch. Dieser Einwand mag in einem (vor einem Zivilgericht zu f&uuml;hrenden) Verfahren betreffend eine etwaige Amtspflichtverletzung des FA relevant sein. In Bezug auf die hier streitige Frage der &Auml;nderungsm&ouml;glichkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;173 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 AO ist er indes nicht erheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nicht zu beanstanden ist die &#8211;wie dargelegt zul&auml;ssiger-weise&#8211; erstmals mit Bescheid vom 25.&nbsp;November 2010 erfolgte Feststellung der dem Progressionsvorbehalt unterliegenden ausl&auml;ndischen Eink&uuml;nfte in H&ouml;he von 80.252&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 21.2.2017, VIII R 46\/13ECLI:DE:BFH:2017:U.210217.VIIIR46.13.0 Zum Verh&auml;ltnis einer gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen zur Feststellung von dem Progressionsvorbehalt unterliegenden Eink&uuml;nften sowie zum Merkmal der Tatsache i.S. von &sect; 173 AO Leits&auml;tze 1. 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