{"id":67390,"date":"2017-07-01T08:20:31","date_gmt":"2017-07-01T06:20:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67390"},"modified":"2017-07-01T08:22:44","modified_gmt":"2017-07-01T06:22:44","slug":"viii-r-33-14-fahrtkostenpauschale-bei-belegarzttaetigkeit-und-praxis-einheitliche-betriebsstaette","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-33-14-fahrtkostenpauschale-bei-belegarzttaetigkeit-und-praxis-einheitliche-betriebsstaette\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;33\/14 &#8211; Fahrtkostenpauschale bei Belegarztt&auml;tigkeit und Praxis &#8211; Einheitliche Betriebsst&auml;tte"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.1.2017, VIII R 33\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.170117.VIIIR33.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Fahrtkostenpauschale bei Belegarztt&auml;tigkeit und Praxis &#8211; Einheitliche Betriebsst&auml;tte<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 18. M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;1 K 1714\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist die H&ouml;he der Sonderbetriebsausgaben f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte im Streitjahr (2008).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) und die Beigeladenen zu 1. bis 4. sind Gesellschafter der in der Rechtsform einer GbR betriebenen Berufsaus&uuml;bungsgemeinschaft der &#8230;&auml;rzte in X (Beigeladene zu 5.). Die Praxisr&auml;ume der Beigeladenen zu 5. befinden sich auf dem Gel&auml;nde des Kreisklinikums X. Praxisgeb&auml;ude und Klinik sind &uuml;ber gemeinsame Zug&auml;nge erreichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen eines Sicherstellungsauftrags war vereinbart, dass der Notdienst f&uuml;r die &#8230; Station des Kreisklinikums X durch die Beigeladene zu 5. zu gew&auml;hrleisten war. Daneben waren die Gesellschafter der Beigeladenen zu 5. auch als Beleg&auml;rzte am Kreisklinikum X t&auml;tig. Zwischen der Berufsaus&uuml;bungsgemeinschaft und dem Klinikum bestand zudem in den Bereichen &#8230; und Labor eine Apparategemeinschaft. Die entsprechenden Einrichtungen, insbesondere der sogenannte Befundungsraum, befanden sich in den R&auml;umlichkeiten des Kreisklinikums. Der Kl&auml;ger und die Beigeladenen zu 1. bis 4. waren zur Befundung ihrer Patienten in diesen R&auml;umlichkeiten berechtigt. Die Nutzung der Klinikr&auml;ume erfolgte auch f&uuml;r Krebsbehandlungen und Operationen durch die Gesellschafter der Beigeladenen zu 5., die jederzeit Zutritt zum Kreisklinikum hatten. Bei der Nutzung der Klinikeinrichtungen (insbesondere f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von Operationen) hatten sie sich jedoch in den Organisationsablauf des Klinikums einzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger wohnte im Streitjahr in Y und war regelm&auml;&szlig;ig entweder in der Praxis der Beigeladenen zu 5. oder dem Kreisklinikum t&auml;tig. Die einfache Stra&szlig;enentfernung zwischen seiner Wohnung und der Praxis der Beigeladenen zu 5. bzw. dem Kreisklinikum betrug 56&nbsp;km. &Uuml;ber die Fahrten zwischen seiner Wohnung und der Praxis der Beigeladenen zu 5. bzw. dem Kreisklinikum mit dem PKW f&uuml;hrte er ein Fahrtenbuch und machte in der Feststellungserkl&auml;rung 2008 s&auml;mtliche Fahrzeugkosten inkl. Absetzung f&uuml;r Abnutzung in H&ouml;he von 13.104,11&nbsp;EUR als Sonderbetriebsausgaben geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stellte die Eink&uuml;nfte zun&auml;chst unter Ber&uuml;cksichtigung der erkl&auml;rten Sonderbetriebsausgaben unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung am 24.&nbsp;November 2010 gesondert und einheitlich fest. Im Anschluss an eine bei der Beigeladenen zu 5. durchgef&uuml;hrte Betriebspr&uuml;fung &auml;nderte das FA den zuvor f&uuml;r das Streitjahr ergangenen Gewinnfeststellungsbescheid mit Bescheid vom 22.&nbsp;Juli 2011. Dabei folgte es den Feststellungen der Betriebspr&uuml;fung im Bericht vom 28.&nbsp;Februar 2011 und ber&uuml;cksichtigte statt der gesamten Fahrzeugkosten f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und der Praxis der Beigeladenen zu 5. und f&uuml;r die Fahrten zwischen Wohnung und Kreisklinikum jeweils lediglich die Entfernungspauschale in H&ouml;he von zusammen 2.016&nbsp;EUR als Sonderbetriebsausgabe des Kl&auml;gers.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der gegen den Gewinnfeststellungsbescheid erhobene Einspruch blieb erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen der anschlie&szlig;enden Klage vor dem Finanzgericht (FG) beanstandete der Kl&auml;ger die Ber&uuml;cksichtigung der Entfernungspauschale f&uuml;r die Fahrten zu der Praxis der Beigeladenen zu 5. nicht mehr, trug jedoch vor, er sei zu einem erheblichen Teil nicht zur Praxis der Beigeladenen zu 5., sondern zum Kreisklinikum gefahren, so dass f&uuml;r diese Fahrten die hierf&uuml;r entstandenen Kfz-Kosten statt der Entfernungspauschale zu ber&uuml;cksichtigen seien. Dies sei seiner Meinung nach eine eigene Betriebsst&auml;tte, was sich in der eigenst&auml;ndigen Betriebsst&auml;ttennummer seitens der Kassen&auml;rztlichen Vereinigung zeige.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Klage mit in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 1858 ver&ouml;ffentlichtem Urteil vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1714\/13 abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die vom FG zugelassene Revision des Kl&auml;gers, der meint, das FG habe den Begriff der Betriebsst&auml;tte fehlerhaft lediglich ortsbezogen statt t&auml;tigkeitsbezogen ausgelegt. Er &uuml;be in der Praxis der Beigeladenen zu 5. und dem Kreisklinikum zwei v&ouml;llig unterschiedliche T&auml;tigkeiten aus, die getrennt zu beurteilen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und den Bescheid f&uuml;r 2008 &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Feststellung von Besteuerungsgrundlagen vom 22.&nbsp;Juli 2011 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 14.&nbsp;Mai 2012 dahin zu &auml;ndern, dass f&uuml;r Fahrten des Kl&auml;gers Sonderbetriebsausgaben in H&ouml;he von 9.508&nbsp;EUR angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladenen haben keine Antr&auml;ge gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des Kl&auml;gers ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Zu Recht hat das FG die streitigen Aufwendungen f&uuml;r die Fahrten des Kl&auml;gers nicht im Umfang der tats&auml;chlichen Kosten, sondern lediglich im Umfang der Entfernungspauschale nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Fortf&uuml;hrung der Gesetzeslage 2006 bei der Entfernungspauschale vom 20.&nbsp;April 2009 (BGBl I 2009, 774) &#8211;EStG&#8211; als Sonderbetriebsausgaben ber&uuml;cksichtigt, weil im Streitfall nur Fahrten des Kl&auml;gers zu einer regelm&auml;&szlig;igen Betriebst&auml;tte gegeben sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Streitjahr sind &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;6 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 und Abs.&nbsp;2 EStG anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 Satz 2 EStG, der i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;6 Satz 2 EStG entsprechend f&uuml;r Betriebsausgaben f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsst&auml;tte gilt, ist der Abzug von Betriebsausgaben f&uuml;r Fahrten zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Betriebsst&auml;tte auf die H&ouml;chstbetr&auml;ge der gesetzlichen Entfernungspauschale begrenzt. Dies gilt auch bei Ermittlung des Anteils der privaten Nutzung durch ein Fahrtenbuch (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG) f&uuml;r die Ermittlung der H&ouml;he der abzugsf&auml;higen Sonderbetriebsausgaben des Mitunternehmers einer freiberuflich t&auml;tigen Mitunternehmerschaft. Durch die Entfernungspauschale sind nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;2 Satz 1 EStG &quot;s&auml;mtliche Aufwendungen&quot; abgegolten, die durch die Wege zwischen Wohnung und regelm&auml;&szlig;iger Betriebsst&auml;tte veranlasst sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Betriebsst&auml;tte einer Personengesellschaft ist die ortsfeste dauerhafte betriebliche Einrichtung, die die Gesellschafter nicht nur gelegentlich, sondern mit einer gewissen Nachhaltigkeit, d.h. fortdauernd und immer wieder zur Aus&uuml;bung ihrer beruflichen T&auml;tigkeit aufsuchen. Daher ist f&uuml;r die Annahme einer Betriebsst&auml;tte i.S. von &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz 1 Nr.&nbsp;6 EStG der pr&auml;gende, regionsbezogene Ort ma&szlig;geblich, an dem oder von dem aus die beruflichen oder gewerblichen Leistungen f&uuml;r Rechnung der Gesellschaft erbracht werden, die den steuerbaren Eink&uuml;nften zugrunde liegen (Senatsurteil vom 29.&nbsp;April 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;33\/10, BFHE 246, 53, BStBl II 2014, 777).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den f&uuml;r den Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG &uuml;bten der Kl&auml;ger und die Beigeladenen zu 1. bis 4. ihre freiberufliche &auml;rztliche T&auml;tigkeit sowohl in den Praxisr&auml;umen der Beigeladenen zu 5. als auch in den unmittelbar angrenzenden Klinikr&auml;umen aus. Dabei erbrachte der Kl&auml;ger seine &auml;rztlichen Leistungen in der Praxis und der Klinik auf der Grundlage der gesellschaftsvertraglichen Vereinbarungen der Beigeladenen zu 5. und der von der Beigeladenen zu 5. mit dem Klinikum geschlossenen weiteren vertraglichen Abreden. Er nutzte hierf&uuml;r nicht nur Ger&auml;te der bestehenden Apparategemeinschaft, sondern auch R&auml;umlichkeiten und Einrichtungen sowohl der Beigeladenen zu 5. als auch in unmittelbarer N&auml;he gelegene R&auml;ume und Einrichtungen der Klinik.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Daher hat das FG rechtsfehlerfrei eine einheitliche Betriebsst&auml;tte angenommen und den Abzug der streitigen Fahrtaufwendungen als Sonderbetriebsausgaben im Rahmen der Ermittlung der abzugsf&auml;higen Aufwendungen nach der Fahrtenbuchmethode auf die Entfernungspauschale nach &sect;&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 S&auml;tze 2 und 3, 6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Satz 3 Nr.&nbsp;4 Satz 2 EStG begrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 und Abs.&nbsp;3 FGO. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen sind nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO erstattungsf&auml;hig, da sie keinen eigenen Sachantrag gestellt haben (Urteil des Bundesfinanzhofs vom 20.&nbsp;Oktober 2011 IV&nbsp;R&nbsp;35\/08, BFH\/NV 2012, 377, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.1.2017, VIII R 33\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.170117.VIIIR33.14.0 Fahrtkostenpauschale bei Belegarztt&auml;tigkeit und Praxis &#8211; Einheitliche Betriebsst&auml;tte Tenor Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts N&uuml;rnberg vom 18. M&auml;rz 2014&nbsp;&nbsp;1 K 1714\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen. Die au&szlig;ergerichtlichen Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet. Tatbestand 1&nbsp; &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-33-14-fahrtkostenpauschale-bei-belegarzttaetigkeit-und-praxis-einheitliche-betriebsstaette\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;33\/14 &#8211; Fahrtkostenpauschale bei Belegarztt&auml;tigkeit und Praxis &#8211; Einheitliche Betriebsst&auml;tte<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67390","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67390"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67390\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}