{"id":67391,"date":"2017-07-01T08:20:41","date_gmt":"2017-07-01T06:20:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67391"},"modified":"2017-07-01T08:22:49","modified_gmt":"2017-07-01T06:22:49","slug":"x-r-59-14-vorbehaltsniessbrauch-hindert-steuerneutrale-unentgeltliche-uebertragung-eines-gewerbebetriebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-59-14-vorbehaltsniessbrauch-hindert-steuerneutrale-unentgeltliche-uebertragung-eines-gewerbebetriebs\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;59\/14 &#8211; Vorbehaltsnie&szlig;brauch hindert steuerneutrale unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Gewerbebetriebs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.1.2017, X R 59\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.250117.XR59.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorbehaltsnie&szlig;brauch hindert steuerneutrale unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Gewerbebetriebs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Anwendung des &sect; 6 Abs. 3 Satz 1 EStG setzt voraus, dass der &Uuml;bertragende seine bisherige gewerbliche T&auml;tigkeit einstellt. Daran fehlt es, wenn die einzige wesentliche Betriebsgrundlage aufgrund des vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs vom bisherigen Betriebsinhaber weiterhin gewerblich genutzt wird (Best&auml;tigung der BFH-Urteile vom 2. September 1992 XI R 26\/91, BFH\/NV 1993, 161, und vom 12. Juni 1996 XI R 56, 57\/95, BFHE 180, 436, BStBl II 1996, 527; in Abgrenzung zur Rechtsprechung zur &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, vgl. BFH-Urteile vom 26. Februar 1987 IV R 325\/84, BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772, und vom 7. April 2016 IV R 38\/13, BFHE 253, 390, BStBl II 2016, 765).<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Es ist insoweit unerheblich, ob ein aktiv betriebener oder ein verpachteter Betrieb unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch &uuml;bertragen wird.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 18. September 2014&nbsp;&nbsp;13 K 724\/11 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Revisionskl&auml;ger ist Alleinerbe seiner Mutter (M), der im Laufe des Revisionsverfahrens verstorbenen Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin. M ihrerseits war Alleinerbin ihres im Streitjahr verstorbenen Ehemanns (E). Dieser war Alleineigent&uuml;mer des bebauten Grundst&uuml;cks B-Stra&szlig;e&nbsp;57 in G (Grundst&uuml;ck). In dem Geb&auml;ude befinden sich eine Gastst&auml;tte sowie vermietete Wohnungen und B&uuml;ros. Ab 1967 verpachtete E die Gastst&auml;tte, die er zun&auml;chst selbst betrieb, an wechselnde P&auml;chter. Er behandelte Grundst&uuml;ck und Geb&auml;ude in vollem Umfang als Betriebsverm&ouml;gen und erkl&auml;rte die aus der (Betriebs-)Verpachtung bzw. Vermietung erzielten Eink&uuml;nfte auch nach der Verpachtung als solche aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des Grundst&uuml;cks schlossen E und sein Sohn W, der Revisionskl&auml;ger, unter Beteiligung der M am 10.&nbsp;M&auml;rz 1990 einen notariell beurkundeten &Uuml;bertragungsvertrag. Nach dessen &sect;&nbsp;2 &uuml;bertrug E das Grundst&uuml;ck &#8211;ohne Vereinbarung eines Entgelts (vgl. &sect;&nbsp;7 des Vertrages)&#8211; auf den Revisionskl&auml;ger. Jedoch sollte es erst nach dem Tod des E und der M aufgelassen werden (&sect;&nbsp;3 des Vertrages). Zur Sicherung seines Anspruchs wurde dem Revisionskl&auml;ger die Eintragung einer Auflassungsvormerkung bewilligt (&sect;&nbsp;6 des Vertrages). Nach &sect;&nbsp;9 des Vertrages sollten Besitz, Nutzen und Lasten des &uuml;bertragenen Grundst&uuml;cks erst nach dem Tod des E und der M auf ihn &uuml;bergehen. Sollte E vor der M versterben, stand ihr bis zu ihrem Tod ein uneingeschr&auml;nktes, rechnungsfreies Nie&szlig;brauchsrecht an dem Grundst&uuml;ck zu (&sect;&nbsp;10 des Vertrages).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Steuerliche Folgerungen wurden aus diesem Vertrag nicht gezogen. E erkl&auml;rte bez&uuml;glich der (Betriebs-)Verpachtung bzw. Vermietung der sonstigen R&auml;umlichkeiten weiterhin Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Nach dem Tode des E am 17.&nbsp;Februar 2005 lie&szlig;en M und der Revisionskl&auml;ger am 4.&nbsp;Mai 2005 unter Bezugnahme auf den &Uuml;bertragungsvertrag vom 10.&nbsp;M&auml;rz 1990 folgende (auszugsweisen) Erkl&auml;rungen notariell beurkunden:<\/p>\n<p>&quot;&#8230; &sect;&nbsp;1 Vorbemerkungen und Grundbuchbestand<br \/>&#8230; Die Erschienenen zu 1) und 2) sind &uuml;bereingekommen, da&szlig; die Auflassung des Grundbesitzes an den Erschienenen zu 2) und die Eigentumsumschreibung im Grundbuch bereits zu Lebzeiten der Erschienenen zu 1) erfolgen soll, und zwar unter gleichzeitiger Eintragung eines Nie&szlig;brauchsrechts f&uuml;r diese.<\/p>\n<p>&sect;&nbsp;2 Auflassung<br \/>Aufgrund der zu &sect;&nbsp;3 des vorgenannten &Uuml;bertragungsvertrags erteilten Auflassungsvollmacht erkl&auml;rt der Erschienene zu 2) mit Zustimmung der Erschienenen zu 1) die Auflassung nunmehr wie folgt:<\/p>\n<p>Es besteht Einigkeit dar&uuml;ber, dass der im Grundbuch von G Blatt&nbsp;&#8230; gebuchte Grundbesitz von dem verstorbenen Vater des Erschienenen zu 2) nunmehr auf den Erschienenen zu 2) als Alleineigent&uuml;mer &uuml;bergehen soll. &#8230;<\/p>\n<p>&sect;&nbsp;3 Nie&szlig;brauchsrecht<br \/>Unter Bezugnahme auf die Bestimmungen in &sect;&nbsp;10 des vorgenannten &Uuml;bertragungsvertrags bewilligen die Erschienenen zu 1) und 2) die Eintragung des Nie&szlig;brauchsrechts zugunsten der Erschienenen zu 1) &#8230; mit der Ma&szlig;gabe, da&szlig; zur L&ouml;schung der Nachweis des Todes der Berechtigten gen&uuml;gen soll. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Regelung zum &Uuml;bergang von Nutzen und Lasten enth&auml;lt dieser Vertrag nicht. Die Eigentumsumschreibung und das Nie&szlig;brauchsrecht wurden am 27.&nbsp;Oktober 2005 im Grundbuch eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>M erkl&auml;rte f&uuml;r sich selbst und f&uuml;r E bez&uuml;glich der Verpachtung der Gastst&auml;tte und der Vermietung der sonstigen R&auml;umlichkeiten f&uuml;r das gesamte Streitjahr 2005 Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Im Einzelnen gab sie Eink&uuml;nfte f&uuml;r E in H&ouml;he von 13.681&nbsp;EUR und f&uuml;r sich selbst in H&ouml;he von 58.380&nbsp;EUR an. Dem folgte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zun&auml;chst und setzte die Einkommensteuer erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung vertrat die Pr&uuml;ferin die Auffassung, es entstehe ein Entnahmegewinn, wenn ein Einzelunternehmer unter dem Vorbehalt eines lebensl&auml;nglichen Nie&szlig;brauchsrechts Grundst&uuml;cke des Betriebsverm&ouml;gens auf seine Kinder &uuml;bertrage. Dementsprechend seien die Eink&uuml;nfte aus der Verpachtung der Gastst&auml;tte bzw. der Vermietung der sonstigen R&auml;umlichkeiten ab dem Zeitpunkt der Entnahme als solche aus Vermietung und Verpachtung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;21 EStG zu behandeln. Es ergebe sich danach ein beg&uuml;nstigter Aufgabegewinn gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 EStG in H&ouml;he von 1.075.500&nbsp;EUR. Der laufende Gewinn aus Gewerbebetrieb sei um 46.704&nbsp;EUR zu mindern und in derselben H&ouml;he seien Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung anzusetzen, von denen jedoch Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) in H&ouml;he von 10.720&nbsp;EUR abzuziehen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA erlie&szlig; dementsprechend einen &Auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2005, in dem laufende Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb des E in H&ouml;he von 13.681&nbsp;EUR, der M in H&ouml;he von 11.676&nbsp;EUR und ein Aufgabegewinn in H&ouml;he von 1.075.750&nbsp;EUR der Besteuerung zugrunde gelegt wurden. Als Eink&uuml;nfte der M aus Vermietung und Verpachtung setzte das FA 35.984&nbsp;EUR an. Auf den Aufgabegewinn wandte es &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;3 EStG an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>M war der Meinung, sie habe den Gewerbebetrieb nicht aufgegeben, er bestehe mangels Abgabe einer Aufgabeerkl&auml;rung fort. Sie habe ihn als ruhenden Gewerbebetrieb mit Vertrag vom 4.&nbsp;Mai 2005 auf ihren Sohn &uuml;bertragen. Das vorbehaltene Nie&szlig;brauchsrecht betreffe den Gewerbebetrieb insgesamt und nicht nur das einzelne Grundst&uuml;ck. Dementsprechend liege auch keine Entnahme vor. Vielmehr sei mit der &Uuml;bertragung aller wesentlichen Betriebsgrundlagen des Gewerbebetriebs auf den Revisionskl&auml;ger bei diesem ein neuer ruhender Gewerbebetrieb entstanden. Es liege insoweit ein Fall vor, wie ihn der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 26.&nbsp;Februar 1987 IV&nbsp;R&nbsp;325\/84 (BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772) im Bereich der Land- und Forstwirtschaft entschieden habe. Danach unterfalle die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs auch unter Zur&uuml;ckbehaltung eines Vorbehaltsnie&szlig;brauchs der Vorschrift des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem stehe das vom FA angef&uuml;hrte BFH-Urteil vom 2.&nbsp;September 1992 XI&nbsp;R&nbsp;26\/91 (BFH\/NV 1993, 161) nicht entgegen, das f&uuml;r den streitgegenst&auml;ndlichen ruhenden Gewerbebetrieb, der von der T&auml;tigkeit her Verm&ouml;gensverwaltung sei, nicht gelten k&ouml;nne. Diesem sei eine T&auml;tigkeitskomponente bereits in dem Augenblick abhandengekommen, in dem die eigene gesch&auml;ftliche T&auml;tigkeit aufgegeben und zu einer Verpachtung des Betriebs &uuml;bergegangen worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aber selbst wenn auf die T&auml;tigkeitskomponente eines ruhenden Gewerbebetriebs abgestellt werde, seien die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG erf&uuml;llt. Denn f&uuml;r den ruhenden Gewerbebetrieb sei es ausreichend, wenn der Verp&auml;chter die Absicht und die objektive M&ouml;glichkeit habe, die bisherige gewerbliche T&auml;tigkeit wieder aufzunehmen, und zwar in eigener Person oder durch einen Gesamtrechtsnachfolger oder einen unentgeltlichen Einzelrechtsnachfolger. Dabei sei die Absicht der Wiederaufnahme zu bejahen, solange diese objektiv m&ouml;glich sei und der Verp&auml;chter dem Finanzamt gegen&uuml;ber keine Betriebsaufgabe erkl&auml;rt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Einspruch der M hatte keinen Erfolg. Das FA vertrat die Auffassung, M habe den ruhenden Gewerbebetrieb aufgrund des ihr einger&auml;umten Nie&szlig;brauchsrechts fortgef&uuml;hrt und die hiermit verbundenen Gesch&auml;ftsbeziehungen weiter genutzt. Dies reiche nicht aus, um die Rechtswirkungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG herbeizuf&uuml;hren und infolgedessen die Aufdeckung der stillen Reserven zu vermeiden. Auch die Klage der M war nicht erfolgreich. Das Finanzgericht (FG) befand in dem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 2133 ver&ouml;ffentlichten Urteil, das FA habe zu Recht den streitbefangenen Vorgang als (Zwangs-)Betriebsaufgabe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 EStG behandelt und das Vorliegen der Voraussetzungen einer unentgeltlichen Betriebs&uuml;bertragung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Revisionskl&auml;ger st&uuml;tzt die Revision auf die Verletzung materiellen Rechts. Das FG habe die Besonderheiten eines ruhenden Gewerbebetriebs verkannt. Es habe mit einem t&auml;tigkeitsbezogenen Betriebsbegriff argumentiert, ohne die von der Rechtsprechung des BFH entwickelten besonderen Grunds&auml;tze und Merkmale f&uuml;r eine Betriebsunterbrechung zu ber&uuml;cksichtigen. Wie bei der Aufgabe erl&ouml;sche auch bei der Verpachtung der werbende Betrieb. Im Falle der Verpachtung sei danach ein werbender Betrieb, an den insbesondere die Gewerbesteuerpflicht kn&uuml;pfe, beim P&auml;chter gegeben, nicht dagegen beim Verp&auml;chter. Es liege mithin ein Fall vor, in welchem gerade ohne die T&auml;tigkeitsmerkmale des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 EStG weiterhin gewerbliche Eink&uuml;nfte erzielt w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Gro&szlig;en Senat des BFH komme es in seinem grundlegenden Urteil vom 13.&nbsp;November 1963 GrS&nbsp;1\/63&nbsp;S (BFHE 78, 315, BStBl III 1964, 124) nicht auf die gewerbliche T&auml;tigkeit an. Ma&szlig;geblich sei vielmehr die weitere steuerliche Verhaftung des Betriebsverm&ouml;gens gewesen, wie sich aus dem ersten Leitsatz des Urteils entnehmen lasse, in dem von einer Fortf&uuml;hrung des Betriebsverm&ouml;gens und nicht von einer Fortf&uuml;hrung des Betriebs gesprochen werde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&uuml;rden die wesentlichen Wirtschaftsg&uuml;ter eines Betriebs nicht ver&auml;u&szlig;ert, sondern insgesamt verpachtet, so bedeute die Verpachtung grunds&auml;tzlich die Einstellung der gewerblichen T&auml;tigkeit des bisherigen Betriebsinhabers. Die Einstellung k&ouml;nne allerdings entweder eine endg&uuml;ltige oder aber eine blo&szlig;e Betriebsunterbrechung sein. Die blo&szlig;e Betriebsunterbrechung lasse den Fortbestand des Betriebs unber&uuml;hrt. Sie werde ausdr&uuml;cklich anerkannt und mit ihr die Tatsache, dass die Annahme einer Betriebsaufgabe letztlich von den subjektiven Absichten des Steuerpflichtigen bzw. im Falle der Verpachtung von der Aufgabeerkl&auml;rung abh&auml;nge. Betriebsverpachtung hei&szlig;e dementsprechend die Beendigung der nach &sect;&nbsp;15 EStG konstitutiven gewerblichen T&auml;tigkeit, die Nutzung des weiterhin bestehenden Betriebsverm&ouml;gens in anderer Art sowie die Abh&auml;ngigkeit des Fortbestandes eines Betriebs und des Betriebsverm&ouml;gens von der Abgabe der Betriebsaufgabeerkl&auml;rung. Die Bezugnahme im finanzgerichtlichen Urteil auf &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG gelte mithin nur f&uuml;r den Regelfall, f&uuml;r den nicht zu bezweifeln sei, dass grunds&auml;tzlich der Betriebsbegriff t&auml;tigkeitsbezogen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es gebe neben der Betriebsaufgabe und der Ver&auml;u&szlig;erung noch den ruhenden Gewerbebetrieb im engeren Sinne (ohne Verpachtung) und im weiteren Sinne (mit Verpachtung). Auch die Einstellung jedweder T&auml;tigkeit, selbst einer Verpachtungst&auml;tigkeit, lasse die Betriebseigenschaft des verbliebenen Betriebsverm&ouml;gens unber&uuml;hrt, wenn nach den erkennbaren Umst&auml;nden die Wirtschaftsg&uuml;ter jederzeit die Wiederaufnahme des Betriebs gestatteten und wahrscheinlich sei, dass die werbende T&auml;tigkeit innerhalb einer &uuml;berschaubaren Zeit wieder aufgenommen werde (Senatsurteil vom 26.&nbsp;Februar 1997 X&nbsp;R&nbsp;31\/95, BFHE 183, 65, BStBl II 1997, 561). Unbeschadet einer fehlenden gewerblichen Bet&auml;tigung r&auml;ume die Rechtsprechung dem Steuerpflichtigen ein Wahlrecht ein und mache das Vorliegen der gewerblichen Eink&uuml;nfte nicht mehr von seiner T&auml;tigkeit abh&auml;ngig, sondern ausschlie&szlig;lich von der pers&ouml;nlichen Entscheidung des Steuerpflichtigen. Es entspreche deshalb nicht der BFH-Rechtsprechung, wenn das Urteil des FG die Verpachtung des Gastst&auml;ttenbetriebs als gewerbliche T&auml;tigkeit der M qualifiziere, jedenfalls in der Weise, dass diese T&auml;tigkeit f&uuml;r das Vorliegen eines Gewerbebetriebs konstitutiv sei. Es sei eine T&auml;tigkeit, die die gewerblichen Eink&uuml;nfte unber&uuml;hrt lasse, im &Uuml;brigen aber zu einem Ruhen des Gewerbebetriebs f&uuml;hre, wie jedwede Unterlassung einer T&auml;tigkeit, wenn objektiv die M&ouml;glichkeit der Wiederaufnahme bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Urteil vom 17.&nbsp;April 1997 VIII&nbsp;R&nbsp;2\/95 (BFHE 183, 385, BStBl II 1998, 388) unterscheide der BFH zwischen gewerblichen Eink&uuml;nften aus einer entfalteten gewerblichen T&auml;tigkeit i.S. von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 EStG und den gewerblichen Eink&uuml;nften aus einem verpachteten, fortgef&uuml;hrten Betrieb. Dabei handele es sich um zwei unterschiedliche Dinge. Aus den Rechtsfolgen bei dem einen k&ouml;nne nicht auf die Rechtsfolgen bei dem anderen geschlossen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ebenso wenig sei der Hinweis darauf tragend, dass f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG die &quot;Quelle&quot; &uuml;bergehen m&uuml;sse. Denn die Frage sei doch gerade, was hier die Quelle der fortbestehenden gewerblichen Eink&uuml;nfte sei. Diese sei jedenfalls keine T&auml;tigkeit, denn die im Streitfall ausgef&uuml;hrte T&auml;tigkeit f&uuml;hre allein nur zu Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung. Es gehe um den &quot;Eigentumsbetrieb&quot;, um die Verhaftung der stillen Reserven. Die Quelle der Eink&uuml;nfte und damit tragend f&uuml;r das Institut des ruhenden Gewerbebetriebs sei mithin das wirtschaftliche Eigentum an dem &#8211;ohne T&auml;tigkeit&#8211; fortbestehenden Betriebsverm&ouml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei der Betriebsverpachtung sei nicht die T&auml;tigkeit pr&auml;gend und qualifiziere diese als gewerblich. Es sei gerade umgekehrt so, dass der verbleibende Charakter als Betriebsverm&ouml;gen (mangels Betriebsaufgabe) die aus dem Betriebsverm&ouml;gen erzielten Eink&uuml;nfte zu gewerblichen mache. Auf die T&auml;tigkeit komme es &#8211;wie bei der echten Betriebsunterbrechung&#8211; nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es gehe letztlich um die Abgrenzung zur Betriebsaufgabe. Dann aber bestehe keine Veranlassung, eine Betriebsaufgabe anzunehmen, wenn &#8211;wie hier&#8211; ein Betrieb ohne T&auml;tigkeit im Ganzen &uuml;bertragen werde und objektiv der neue Inhaber in der Lage sei, kraft seiner zum bisherigen Inhaber des ruhenden Gewerbebetriebs begr&uuml;ndeten Rechtsbeziehungen die unterbrochene gewerbliche T&auml;tigkeit wieder aufzunehmen und fortzuf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem BFH-Urteil in BFHE 183, 385, BStBl II 1998, 388 k&ouml;nne entnommen werden, dass auch der Inhaber eines ruhenden Gewerbebetriebs diesen trotz Einstellung seiner bisherigen gewerblichen T&auml;tigkeit gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (EStDV) bzw. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG &uuml;bertragen k&ouml;nne. F&uuml;r die Annahme einer Betriebsaufgabe bestehe dann aber keine Veranlassung, wenn die &quot;andere T&auml;tigkeit&quot; im Rahmen der unterbrochenen Betriebst&auml;tigkeit bei dem &Uuml;bertragenden verbleibe. In der Sache handele es sich um eine Vermietungst&auml;tigkeit, da M &uuml;ber die Nutzungs&uuml;berlassung hinaus weder erhebliche zus&auml;tzliche Sonderleistungen erbracht habe noch die T&auml;tigkeit nach Art und Umfang ausnahmsweise bereits die Annahme eines Gewerbebetriebs rechtfertige. Die Verpachtung stelle deshalb bez&uuml;glich der verbliebenen T&auml;tigkeit regelm&auml;&szlig;ig eine Verm&ouml;gensverwaltung dar (vgl. BFH-Urteil in BFHE 183, 385, BStBl II 1998, 388).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese T&auml;tigkeit m&uuml;sse nicht &uuml;bergehen, um dennoch einen Betrieb und dementsprechend Betriebsverm&ouml;gen bejahen zu k&ouml;nnen. Sie k&ouml;nnte auch ganz entfallen, z.B. wenn die Nie&szlig;braucherin den Pachtvertrag beende und die Gastst&auml;tte im Einverst&auml;ndnis mit dem Eigent&uuml;mer bis zur Fortsetzung durch ihn schlie&szlig;e. Was aber bei einer Betriebsunterbrechung im engeren Sinne gelte, m&uuml;sse auch bei der &Uuml;bertragung des Betriebs auf einen im &Uuml;brigen zur Fortsetzung bereiten und bef&auml;higten Dritten gelten. Denn &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG w&auml;re sicher auch dann anzuwenden, wenn eine Betriebsunterbrechung im engeren Sinne vorliege und weder &Uuml;bertragender noch &Uuml;bernehmer &uuml;berhaupt eine T&auml;tigkeit entfalteten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend verkenne das FG den Betriebsbegriff bei einem ruhenden Gewerbebetrieb und damit die M&ouml;glichkeit der &Uuml;bertragung dieses Betriebs unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt. Das von ihm zitierte Urteil des IV.&nbsp;Senats des BFH vom 30.&nbsp;M&auml;rz 2006 IV&nbsp;R&nbsp;31\/03 (BFHE 212, 563, BStBl II 2006, 652) stelle keine Abkehr von dessen bisheriger Rechtsprechung dar, in welcher bei der Land- und Forstwirtschaft explizit der Vorbehalt des Nie&szlig;brauchs f&uuml;r unsch&auml;dlich erkl&auml;rt werde. Deshalb bleibe die Entscheidung des IV.&nbsp;Senats des BFH vom 28.&nbsp;M&auml;rz 1985 IV&nbsp;R&nbsp;88\/81 (BFHE 143, 559, BStBl II 1985, 508) f&uuml;r den Bereich der Land- und Forstwirtschaft auch f&uuml;r diesen Fall von Bedeutung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es sei &#8211;im Gegensatz zur Auffassung des FA&#8211; nicht vornehmlicher Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG, Umstrukturierungen zu erleichtern; dieser liege vielmehr vor allem darin, den unentgeltlichen Betriebs&uuml;bergang insbesondere in der Generationennachfolge von steuerlichen Belastungen zu verschonen. Insoweit diene diese Vorschrift zugleich der Verwirklichung des durch Art.&nbsp;14 des Grundgesetzes (GG) gesch&uuml;tzten Erbrechts. Das bedinge geradezu die Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG im Streitfall. Es liege praktisch eine Umstrukturierung mit dem Ziel der &Uuml;bergabe des Betriebs bzw. der M&ouml;glichkeit der Wiederaufnahme des werbenden Betriebs in zwei Stufen vor. Auf der ersten Stufe werde die werbende T&auml;tigkeit altersbedingt aufgegeben und verpachtet, w&auml;hrend auf der zweiten Stufe die &Uuml;bertragung auf die n&auml;chste Generation unter Zur&uuml;ckbehaltung von Eink&uuml;nften vollzogen werde, welche aus dem werbenden Objekt finanziert w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies sei bei der &Uuml;bertragung des ruhenden Betriebs gegen Versorgungsleistungen nicht anders. Wenn sich hier der &Uuml;bertragende von der den Gewerbebetrieb pr&auml;genden T&auml;tigkeit i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 EStG bereits getrennt habe und nur noch eine T&auml;tigkeit aus&uuml;be, welche den Rahmen privater Verm&ouml;gensverwaltung nicht &uuml;berschreite, sei kein Grund ersichtlich, beide F&auml;lle unterschiedlich zu behandeln. Weder in dem einen noch in dem anderen Fall entfalte der &Uuml;bertragende eine gewerbliche T&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Revisionskl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<br \/>das angefochtene Urteil, den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2005 vom 27.&nbsp;Mai 2010 sowie die Einspruchsentscheidung vom 16.&nbsp;Februar 2011 aufzuheben,<br \/>hilfsweise,<br \/>ihm die beschr&auml;nkte Erbenhaftung vorzubehalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG sei zu Recht zu dem Ergebnis gelangt, dass die &Uuml;bertragung eines ins Betriebsverm&ouml;gen eingelegten Grundst&uuml;cks durch eine Einzelunternehmerin unter dem Vorbehalt eines lebenslangen Nie&szlig;brauchsrechts als Betriebsaufgabe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 EStG zu behandeln sei und dementsprechend die Voraussetzungen einer unentgeltlichen Betriebs&uuml;bertragung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG nicht gegeben seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;4 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann dahinstehen, ob M im Streitjahr dem Revisionskl&auml;ger einen Betrieb oder lediglich ein Grundst&uuml;ck &uuml;bertragen hat (unter 1.). Auch bei einer unentgeltlichen &Uuml;bertragung eines Betriebs (unter 2.) h&auml;tte das FG zu Recht die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG als nicht erf&uuml;llt angesehen (unter 3.). Der erkennende Senat kann es wegen des Verb&ouml;serungsverbotes dahingestellt sein lassen, ob das FG &#8211;dem FA folgend&#8211; zu Recht eine tarifbeg&uuml;nstigte Betriebsaufgabe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 EStG bejaht hat oder ob es sich um eine Entnahme handelt. Aus demselben Grunde ist die H&ouml;he der Eink&uuml;nfte der M aus Vermietung und Verpachtung nicht zu &auml;ndern (unter 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nicht eindeutig ist, ob durch die Auflassung vom 4.&nbsp;Mai 2005 in Folge des nicht vollzogenen &Uuml;bertragungsvertrages vom 10.&nbsp;M&auml;rz 1990 der Verpachtungsbetrieb von M auf ihren Sohn, den Revisionskl&auml;ger, &uuml;bertragen wurde oder ob nicht vielmehr lediglich das Grundst&uuml;ck der &Uuml;bertragungsgegenstand war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Werden die Vereinbarungen aufgrund ihres Wortlauts dahingehend ausgelegt, dass lediglich das Grundst&uuml;ck &uuml;bertragen wurde, w&auml;hrend M ihren Verpachtungsbetrieb &#8211;nunmehr mittels des vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs am Grundst&uuml;ck&#8211; fortsetzte, sei es als Gewerbebetrieb, sei es im Wege der Vermietung und Verpachtung nach &sect;&nbsp;21 EStG, liegt eine Entnahme des Grundst&uuml;cks vor, die gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG mit dem Teilwert anzusetzen ist, oder aber, der Pr&uuml;ferin folgend, eine Betriebsaufgabe. Damit h&auml;tte die Revision des Revisionskl&auml;gers bereits aus diesem Grund keinen Erfolg (zu den Berechnungen des Entnahmegewinns im Einzelnen s. unter B.I.4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wenn man hingegen davon ausgeht, dass sich die &Uuml;bertragung nicht auf das Grundst&uuml;ck allein beschr&auml;nkte, sondern sich vielmehr &#8211;da es dessen einzige wesentliche Betriebsgrundlage war&#8211; auf den ruhenden verpachteten Betrieb bezog (zur Behandlung der Verpachtung eines Grundst&uuml;cks, das die alleinige wesentliche Betriebsgrundlage darstellt, als Betriebsverpachtung s. Senatsurteil vom 7.&nbsp;November 2013 X&nbsp;R&nbsp;21\/11, BFH\/NV 2014, 676, Rz&nbsp;16, m.w.N.), h&auml;tte M dem Revisionskl&auml;ger im Streitjahr einen Gewerbebetrieb unentgeltlich &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Es ist zun&auml;chst unstreitig, dass M mit dem Tode ihres Ehemanns E als dessen Gesamtrechtsnachfolgerin Inhaberin eines verpachteten Gewerbebetriebs wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit der Eintragung des Eigentums&uuml;bergangs am Grundst&uuml;ck sowie der gleichzeitigen Bestellung des Nie&szlig;brauchsrechts im Grundbuch am 27.&nbsp;Oktober 2005 (vgl. zur Zul&auml;ssigkeit der Koppelung der unentgeltlichen Grundst&uuml;cks&uuml;bergabe mit dem vorbehaltenen Nie&szlig;brauch BFH-Urteil vom 28.&nbsp;Juli 1981 VIII&nbsp;R&nbsp;124\/76, BFHE 134, 130, BStBl II 1982, 378; G&ouml;tz\/ H&uuml;lsmann, Der Nie&szlig;brauch im Zivil- und Steuerrecht, 11.&nbsp;Aufl., 2017, Rz&nbsp;106) wurde der Revisionskl&auml;ger nicht nur rechtlicher, sondern auch wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks. Das vorbehaltene &quot;uneingeschr&auml;nkte und rechnungsfreie&quot; Nie&szlig;brauchsrecht f&uuml;hrte nicht dazu, dass M das wirtschaftliche Eigentum gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) weiterhin innehatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine vom zivilrechtlichen Eigentum abweichende Zuordnung von Wirtschaftsg&uuml;tern im Abgabenrecht kommt grunds&auml;tzlich nur in Betracht, wenn ein anderer als der rechtliche Eigent&uuml;mer die tats&auml;chliche Herrschaft aus&uuml;bt und den nach b&uuml;rgerlichem Recht Berechtigten (durch vertragliche Vereinbarung oder aus anderen Gr&uuml;nden) f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer wirtschaftlich von der Einwirkung ausschlie&szlig;en kann (&sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 AO). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ist der Vorbehaltsnie&szlig;braucher nur dann wirtschaftlicher Eigent&uuml;mer, wenn sich seine rechtliche und tats&auml;chliche Stellung gegen&uuml;ber dem zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks von der normalen &#8211;lediglich eine Nutzungsbefugnis vermittelnden&#8211; Position eines Nie&szlig;brauchers so deutlich unterscheidet, dass er die tats&auml;chliche Herrschaft &uuml;ber das nie&szlig;brauchsbelastete Grundst&uuml;ck aus&uuml;bt (s. z.B. Senatsurteil vom 28.&nbsp;Juli 1999 X&nbsp;R&nbsp;38\/98, BFHE 190, 139, BStBl II 2000, 653, unter II.2.a und b, m.w.N.). Entscheidend ist der wirtschaftliche Ausschluss des Eigent&uuml;mers von der Einwirkung auf die Sache, den die Rechtsprechung dann annimmt, wenn nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse kein Herausgabeanspruch besteht oder der Herausgabeanspruch des zivilrechtlichen Eigent&uuml;mers keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat. Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob das Verf&uuml;gungsrecht, insbesondere das Recht zur Belastung und Ver&auml;u&szlig;erung, beim zivilrechtlichen Eigent&uuml;mer verbleibt (z.B. Senatsurteile vom 12.&nbsp;April 2000 X&nbsp;R&nbsp;20\/99, BFH\/NV 2001, 9, unter II.2.c, und vom 18.&nbsp;September 2003 X&nbsp;R&nbsp;21\/01, BFH\/NV 2004, 306, unter II.3.a, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Streitfall weist keine Besonderheiten auf, die eine abweichende Beurteilung rechtfertigen k&ouml;nnten. Unerheblich ist, dass der Vorbehaltsnie&szlig;brauch auf Lebenszeit der Nie&szlig;braucherin M bestellt wurde, da damit bei einem Wirtschaftsgut mit l&auml;ngerer Lebensdauer nicht der Ausschluss des Eigent&uuml;mers f&uuml;r die gew&ouml;hnliche Nutzungsdauer von der Einwirkung auf das Objekt verbunden ist (vgl. BFH-Urteile in BFHE 190, 139, BStBl II 2000, 653, unter II.2.c; vom 24.&nbsp;Juni 2004 III&nbsp;R&nbsp;50\/01, BFHE 206, 551, BStBl II 2005, 80, unter II.2.a, und vom 27.&nbsp;Juni 2006 IX&nbsp;R&nbsp;63\/04, BFH\/NV 2006, 2225, unter II.1.d). Weitere Vereinbarungen, die auf ein wirtschaftliches Eigentum hindeuten k&ouml;nnten, sind nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Betriebs&uuml;bertragung erfolgte unentgeltlich, da die Bestellung des Nie&szlig;brauchs keine Gegenleistung des Revisionskl&auml;gers als Erwerber darstellt (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteile in BFHE 134, 130, BStBl II 1982, 378; in BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772, unter 1.; vom 12.&nbsp;April 1989 I&nbsp;R&nbsp;105\/85, BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653; vom 10.&nbsp;April 1991 XI&nbsp;R&nbsp;7, 8\/84, BFHE 164, 343, BStBl II 1991, 791, und vom 24.&nbsp;April 1991 XI&nbsp;R&nbsp;5\/83, BFHE 164, 352 , BStBl II 1991, 793, unter 4.; s.a. Erlass des Bundesministeriums der Finanzen vom 30.&nbsp;September 2013 IV&nbsp;C&nbsp;1-S&nbsp;2253\/07\/10004, BStBl I 2013, 1184, Rz&nbsp;40).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Wird ein Betrieb, ein Teilbetrieb oder der Anteil eines Mitunternehmers an einem Betrieb unentgeltlich &uuml;bertragen, so sind gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG bei der Ermittlung des Gewinns des bisherigen Betriebsinhabers die Wirtschaftsg&uuml;ter mit den Werten anzusetzen, die sich nach den Vorschriften &uuml;ber die Gewinnermittlung ergeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zweifelsfrei kann auch ein ruhender, verpachteter und noch nicht aufgegebener Betrieb &Uuml;bertragungsgegenstand des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG sein (vgl. z.B. j&uuml;ngst Senatsurteil vom 6.&nbsp;April 2016 X&nbsp;R&nbsp;52\/13, BFHE 253, 359, BStBl II 2016, 710, Rz&nbsp;27, das die Frage zum Inhalt hatte, ob das Verp&auml;chterwahlrecht bei einer teilentgeltlichen &Uuml;bertragung eines verpachteten Betriebs fortbesteht; s.a. z.B. Bl&uuml;mich\/Ehmcke, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1222, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz 1 EStG setzt aber zus&auml;tzlich voraus, dass der &Uuml;bertragende seine bisherige gewerbliche T&auml;tigkeit einstellt. Daran fehlt es hier, da M die einzige wesentliche Betriebsgrundlage, das Grundst&uuml;ck, aufgrund des ihr vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs weiterhin selbst vermietet und verpachtet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, die zu &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 EStDV ergangen ist, gilt auch f&uuml;r die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Gewerbebetriebs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG (unter a bis c). Die insoweit abweichende Rechtsprechung des IV.&nbsp;Senats des BFH bez&uuml;glich des unentgeltlichen &Uuml;bergangs eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch kann nicht auf den unentgeltlichen &Uuml;bergang eines Gewerbebetriebs &uuml;bertragen werden (unter d). Es macht f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG keinen Unterschied, ob der &uuml;bertragende Betrieb aktiv betrieben wird oder ob es sich um einen ruhenden Betrieb in Form eines Verpachtungsbetriebs handelt (unter e). Die dadurch bewirkte steuerpflichtige Aufdeckung stiller Reserven verst&ouml;&szlig;t nicht gegen den Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 GG (unter f).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach der Rechtsprechung des BFH zur Vorg&auml;ngervorschrift des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG setzt die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Betriebs i.S. des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStDV voraus, dass das (wirtschaftliche) Eigentum an den wesentlichen Betriebsgrundlagen in einem einheitlichen Vorgang und unter Aufrechterhaltung des gesch&auml;ftlichen Organismus auf einen Erwerber &uuml;bertragen wird. Dabei ist der Begriff des Betriebs nicht allein gegenstands-, sondern zugleich t&auml;tigkeitsbezogen zu verstehen. Voraussetzung einer Betriebs&uuml;bertragung sei deshalb, dass der Gewerbetreibende die im Rahmen des &uuml;bertragenen Betriebs ausge&uuml;bte gewerbliche T&auml;tigkeit aufgebe. F&uuml;r die Auslegung der Begriffe &quot;Betrieb&quot; und &quot;Teilbetrieb&quot; in &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 EStDV k&ouml;nne insoweit nichts anderes gelten als f&uuml;r die entsprechenden Begriffe in &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG. Hier wie dort gelte es, die Ver&auml;u&szlig;erung bzw. &Uuml;bertragung des Unternehmens oder Unternehmensteils von der Ver&auml;u&szlig;erung bzw. &Uuml;bertragung der einzelnen Wirtschaftsg&uuml;ter dieses Unternehmens oder Unternehmensteils, also der Betriebsmittel, zu unterscheiden. Unerheblich sei, dass ein Eigentum an der betrieblichen Bet&auml;tigung nicht bestehen und dass diese Bet&auml;tigung deshalb streng genommen auch nicht ver&auml;u&szlig;ert und &uuml;bertragen werden k&ouml;nne. Denn auch wenn &#8211;sachenrechtlich&#8211; Gegenstand der Ver&auml;u&szlig;erung bzw. der &Uuml;bertragung lediglich die einzelnen Betriebsmittel seien, so &auml;ndere dies doch nichts daran, dass der &Uuml;bertragende schuldrechtlich verpflichtet sei, dem Erwerber die Fortsetzung der bislang von ihm ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit zu erm&ouml;glichen. Damit verbunden sei, dass der &Uuml;bertragende sich einer weiteren T&auml;tigkeit im Rahmen des &uuml;bertragenen Gewerbebetriebs endg&uuml;ltig enthalte und seine bisherige T&auml;tigkeit einstelle. Anderenfalls w&uuml;rden lediglich einzelne oder alle Betriebsmittel, nicht aber der Betrieb als solcher &uuml;bertragen (BFH-Urteile in BFH\/NV 1993, 161, unter II.2., m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung, und vom 12.&nbsp;Juni 1996 XI&nbsp;R&nbsp;56,&nbsp;57\/95, BFHE 180, 436, BStBl II 1996, 527, unter II.2.; im Ergebnis ebenso der I.&nbsp;Senat des BFH in seinem Urteil in BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653, unter II.4.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die bisherige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung gilt auch f&uuml;r die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Gewerbebetriebs unter dem Regime des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG. Es bestehen keine Bedenken, diese Rechtsprechung auf den durch das Steuerentlastungsgesetz 1999\/2000\/2002 vom 24.&nbsp;M&auml;rz 1999 (BGBl I 1999, 402, BStBl I 1999, 304) eingef&uuml;hrten wortgleichen &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Halbsatz&nbsp;1 EStG zu &uuml;bertragen, da ausweislich der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfes (s. BTDrucks 14\/265, S.&nbsp;174) die bisherige Regelung des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 EStDV &uuml;bernommen werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der erkennende Senat sieht keine Veranlassung, trotz der in einem Teil des Schrifttums vertretenen gegenteiligen Ansicht auf die Einstellung der T&auml;tigkeit des &Uuml;bertragenden als Voraussetzung f&uuml;r eine steuerneutrale unentgeltliche Betriebs&uuml;bertragung zu verzichten und die Anforderungen an eine &Uuml;bertragung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG normenspezifisch dergestalt einzuschr&auml;nken, dass die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Betriebs unter dem Vorbehalt eines Nie&szlig;brauchs steuerneutral m&ouml;glich ist (so aber Strahl in Korn, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;474.3.2 und Rz&nbsp;474.0; Gosch, Anmerkung zum BFH-Urteil vom 2.&nbsp;September 1992 XI&nbsp;R&nbsp;26\/91, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung 1993, 20; Tiedtke\/W&auml;lzholz, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 1999, 217; Geck\/Messner, Zeitschrift f&uuml;r Erbrecht und Verm&ouml;gensnachfolge &#8211;ZEV&#8211; 2015, 91; H&ouml;rger\/Rapp in Littmann\/Bitz\/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;41; im Ergebnis wohl ebenso Hoffmann in Littmann\/Bitz\/Pust, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;1023 durch Verweisung auf H&ouml;rger\/Rapp in Littmann\/Bitz\/Pust, und Gratz\/ Uhl-Lud&auml;scher in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1251; f&uuml;r einen Ertragsnie&szlig;brauch die steuerneutrale unentgeltliche &Uuml;bertragung bejahend El&nbsp;Mourabit, ZEV 2016, 14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vielmehr ist es konsequent, weiterhin zu fordern, dass der &uuml;bertragende Betriebsinhaber auch bei einer unentgeltlichen Betriebs&uuml;bertragung seine bisherige gewerbliche T&auml;tigkeit einstellt, ebenso wie er sie bei einer entgeltlichen Betriebs&uuml;bergabe, der Betriebsver&auml;u&szlig;erung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 EStG, zu beenden hat. Die von der bisherigen BFH-Rechtsprechung sowie der Vorinstanz herausgearbeiteten Argumente (s. dazu B.I.3.a) sind &uuml;berzeugend und werden vom erkennenden Senat aus den folgenden Gr&uuml;nden geteilt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die durch &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG (zwingend) angeordnete Buchwertfortf&uuml;hrung durch den unentgeltlichen Rechtsnachfolger f&uuml;hrt zu einer interpersonellen Verlagerung der stillen Reserven. Anders als bei der unentgeltlichen &Uuml;bertragung von Einzelwirtschaftsg&uuml;tern r&auml;umt der Gesetz- und Verordnungsgeber im Interesse einer ertragsteuerlich unbelasteten Verm&ouml;gens&uuml;bertragung und der Erhaltung der wirtschaftlichen Einheit in der Hand des Erwerbers hier ausnahmsweise dem Realisationsprinzip (verstanden im Sinne eines Umsatzakts) den Vorrang vor dem Subjektsteuerprinzip ein (so Senatsurteil vom 20.&nbsp;Juli 2005 X&nbsp;R&nbsp;22\/02, BFHE 210, 345, BStBl II 2006, 457, unter II.3.e&nbsp;bb, m.w.N.). Dies gilt aber nur f&uuml;r den Sonderfall der unentgeltlichen &Uuml;bertragung ganzer Betriebe und vergleichbarer Organisationseinheiten. Bei der unentgeltlichen &Uuml;bertragung einzelner Wirtschaftsg&uuml;ter des Betriebsverm&ouml;gens, welche das Gesetz grunds&auml;tzlich als Entnahme beurteilt (vgl. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 i.V.m. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 EStG), verbleibt es hingegen bei der systemkonformen Besteuerung des Rechtsvorg&auml;ngers sowie des Rechtsnachfolgers nach ihrer jeweiligen individuellen Leistungsf&auml;higkeit (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 17.&nbsp;Dezember 2007 GrS&nbsp;2\/04, BFHE 220, 129, BStBl II 2008, 608, unter D.III.6.a&nbsp;bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Damit ist der eigentliche Zweck der Steuerverschonung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG die Bewahrung der wirtschaftlichen Einheit, also des &uuml;bertragenen Betriebs, an dem sich die Auslegung dieser Ausnahmeregelung zu messen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese wirtschaftliche Einheit ist untrennbar mit der T&auml;tigkeit des jeweiligen Betriebsinhabers f&uuml;r diesen Betrieb verbunden. Wird der neue Betriebsinhaber nicht in die Lage versetzt, die gewerbliche T&auml;tigkeit fortzusetzen, weil der fr&uuml;here Betriebsinhaber weiterhin unter Einsatz des &uuml;bertragenen Betriebsverm&ouml;gens gewerblich t&auml;tig ist, kann eine wirtschaftliche Einheit nicht &uuml;bergegangen sein. Beh&auml;lt sich ein Eigent&uuml;mer den Nie&szlig;brauch an einem Gewerbebetrieb bei dessen &Uuml;bergabe vor und &uuml;bt er weiterhin seine bisherige gewerbliche T&auml;tigkeit aus, erfolgt eine zeitlich gestaffelte Betriebs&uuml;bergabe. Zun&auml;chst wird das Eigentum an dem Betrieb &uuml;bertragen und sp&auml;ter aufgrund der Beendigung des Nie&szlig;brauchs die eigene gewerbliche T&auml;tigkeit des &Uuml;bernehmers erm&ouml;glicht. Die notwendige wirtschaftliche Einheit, die es zu bewahren gilt, ist damit &#8211;jedenfalls solange der Nie&szlig;brauch besteht&#8211; nicht gegeben, so dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine steuerneutrale Betriebs&uuml;bertragung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG nicht erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Rechtsprechung des IV.&nbsp;Senats des BFH in Bezug auf die &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch ist auf die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Gewerbebetriebs mit vorbehaltenem Nie&szlig;brauch nicht &uuml;bertragbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) In inzwischen st&auml;ndiger Rechtsprechung hat der IV.&nbsp;Senat des BFH im Wege einer bereichsspezifischen Auslegung entschieden, dass ein land- und forstwirtschaftlicher Betrieb unentgeltlich im Wege der vorweggenommenen Erbfolge auch dann gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG bzw. &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 EStDV ohne Aufdeckung stiller Reserven &uuml;bertragen werden kann, wenn sich der &Uuml;bertragende den Nie&szlig;brauch an dem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb vorbeh&auml;lt (Urteil vom 26.&nbsp;Februar 1987 IV&nbsp;R&nbsp;325\/84, BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772; s.a. Urteil in BFHE 143, 559, BStBl II 1985, 508, unter c zur Ver&auml;u&szlig;erung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs mit R&uuml;ckpacht durch den bisherigen Betriebsinhaber).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Gegensatz zur Auffassung des FG hat der IV.&nbsp;Senat des BFH diese Rechtsprechung nicht aufgegeben, sondern sie vielmehr j&uuml;ngst in Bezug auf die unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Forstbetriebs unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt best&auml;tigt. Er ist dabei zum Ergebnis gelangt, dass die Eigentums&uuml;bertragung im Hinblick auf einen wirtschaftenden Forstbetrieb steuerlich weitgehend irrelevant sei. Steuerrechtlich mache es n&auml;mlich keinen Unterschied, ob der wirtschaftende Betrieb zusammen mit dem Eigentums&uuml;bergang oder erst zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt mit dem Wegfall des Nie&szlig;brauchs &uuml;bertragen werde. Im Ergebnis werde der w&auml;hrend des Nie&szlig;brauchs in zwei Betriebe (ruhender Eigent&uuml;merbetrieb und aktiver Nie&szlig;brauchsbetrieb) aufgespaltene Forstbetrieb in der Person des Rechtsnachfolgers wiedervereinigt. Diese Vorg&auml;nge f&uuml;hrten indes nicht zu einer Betriebsaufgabe, sondern zu einer steuerneutralen Betriebs&uuml;bertragung nach &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG (Urteil vom 7.&nbsp;April 2016 IV&nbsp;R&nbsp;38\/13, BFHE 253, 390, BStBl II 2016, 765, Rz&nbsp;28).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Rechtsprechung des IV.&nbsp;Senats des BFH zum Vorbehaltsnie&szlig;brauch bei der unentgeltlichen &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs kann jedoch nicht auf den unentgeltlichen &Uuml;bergang eines Gewerbebetriebs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG &uuml;bertragen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Judikatur des IV.&nbsp;Senats des BFH beruht auf seiner Rechtsprechung zur Betriebsver&auml;u&szlig;erung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 EStG. Die Voraussetzungen dieser Vorschrift sieht er stets dann als gegeben an, wenn das (wirtschaftliche) Eigentum an den Gegenst&auml;nden bzw. Wirtschaftsg&uuml;tern des land- und forstwirtschaftlichen Betriebsverm&ouml;gens entgeltlich in einem einheitlichen Vorgang auf den Erwerber &uuml;bertragen wird. Die Einstellung oder Beendigung der land- und forstwirtschaftlichen Bet&auml;tigung durch den Ver&auml;u&szlig;erer ist demzufolge grunds&auml;tzlich kein Kriterium f&uuml;r eine Betriebsver&auml;u&szlig;erung. Wesentlich ist danach allein, dass das Eigentum an allen wesentlichen Betriebsgrundlagen &uuml;bergeht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Zwecksetzung der &sect;&sect;&nbsp;14, 16 EStG werde der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn steuerlich beg&uuml;nstigt, weil alle stillen Reserven eines Betriebs aufgedeckt und in einem Veranlagungszeitraum versteuert w&uuml;rden und damit in voller Sch&auml;rfe der Steuerprogression unterl&auml;gen. Die Ver&auml;u&szlig;erung des gesamten Betriebsverm&ouml;gens und die damit verbundene geballte Realisierung der stillen Reserven rechtfertige die Gew&auml;hrung der Tarifverg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;34 EStG ohne R&uuml;cksicht darauf, ob der Ver&auml;u&szlig;ernde die land- und forstwirtschaftliche Bet&auml;tigung als P&auml;chter &quot;fortsetze&quot; oder nicht (BFH-Urteil in BFHE 143, 559, BStBl II 1985, 508, unter c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Einstellung der land- und forstwirtschaftlichen Bet&auml;tigung des bisherigen Betriebsinhabers nach dieser auch von der Finanzverwaltung anerkannten Rechtsprechung (vgl. Amtliches Einkommensteuer-Handbuch 2015, H&nbsp;14 Stichwort R&uuml;ckverpachtung) keine notwendige Voraussetzung f&uuml;r eine Ver&auml;u&szlig;erung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 EStG darstellt (s. dazu auch HHR\/Paul, &sect;&nbsp;14 EStG Rz&nbsp;26), ist die Rechtsprechung des IV.&nbsp;Senats des BFH konsequent, auch bei einer unentgeltlichen &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs auf dieses Erfordernis zu verzichten und den vorbehaltenen Nie&szlig;brauch f&uuml;r die steuerneutrale &Uuml;bertragung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG nicht als sch&auml;dlich anzusehen. Die Gleichbehandlung der entgeltlichen und unentgeltlichen &Uuml;bergabe eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs bedingt damit f&uuml;r die Land- und Forstwirtschaft insoweit eine bereichsspezifische Auslegung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Diese kann indes auf den &Uuml;bergang eines Gewerbebetriebs nicht &uuml;bertragen werden (so bereits der XI.&nbsp;Senat des BFH in BFH\/NV 1993, 161, unter II.3., sowie im Ansatz ebenso zweifelnd der IV.&nbsp;Senat des BFH in BFHE 143, 559, BStBl II 1985, 508, unter c).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beendigung der bisherigen gewerblichen T&auml;tigkeit ist als selbst&auml;ndiges Merkmal der Tatbestandsverwirklichung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 EStG und losgel&ouml;st von dem Merkmal der &Uuml;bertragung der wesentlichen Betriebsgrundlagen zu sehen. Denn bereits der Begriff des Gewerbebetriebs i.S. von &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG ist t&auml;tigkeitsbezogen definiert. Er wird begr&uuml;ndet durch eine mit Gewinnabsicht unternommene, selbst&auml;ndige und nachhaltige T&auml;tigkeit, die sich u.a. als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Da der Begriff &quot;Gewerbebetrieb&quot; eine t&auml;tigkeitsbezogene Komponente aufweist, ist Voraussetzung einer Betriebsver&auml;u&szlig;erung, dass der Gewerbetreibende nicht nur die Betriebsmittel &uuml;bertr&auml;gt, sondern auch seine durch den betrieblichen Organismus bestimmte gewerbliche T&auml;tigkeit aufgibt (Senatsurteile vom 16.&nbsp;Dezember 1992 X&nbsp;R&nbsp;52\/90, BFHE 170, 363, BStBl II 1994, 838, unter 4., und vom 17.&nbsp;Juli 2008 X&nbsp;R&nbsp;40\/07, BFHE 222, 433, BStBl II 2009, 43, unter II.3., m.w.N.; s.a. z.B. Schmidt\/Wacker, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;16 Rz&nbsp;97&nbsp;ff.; Stahl in Korn, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;49; HHR\/Geissler, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;135 und Rz&nbsp;136 unter Stichwort Vorbehaltsnie&szlig;brauch). Die notwendige Gleichbehandlung der entgeltlichen und der unentgeltlichen &Uuml;bertragung (vgl. dazu BFH-Urteil in BFHE 157, 93, BStBl II 1989, 653, unter II.4.a) f&uuml;hrt demzufolge bei dem &Uuml;bergang eines Gewerbebetriebs dazu, dass &#8211;wie oben dargestellt&#8211; ein weiteres T&auml;tigwerden aufgrund eines vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs die Anwendung des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG hindert (im Ergebnis ebenso Schmidt\/Kulosa, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;646; Schie&szlig;l, Deutsche Steuer-Zeitung 2007, 113; Knobbe, EFG 2014, 2133; wohl auch Lederle\/Wanner, DStR 2015, 2270; Bl&uuml;mich\/Ehmcke, &sect;&nbsp;6 EStG Rz&nbsp;1222&nbsp;f.; Mutscher in Frotscher, EStG, Freiburg 2015, &sect;&nbsp;6 Rz&nbsp;479; ebenso f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erung unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch Rei&szlig; in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;47; HHR\/Geissler, &sect;&nbsp;16 EStG Rz&nbsp;136 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Es ist f&uuml;r die Frage der Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG unerheblich, ob ein aktiv betriebener oder ein verpachteter und insofern ruhender Betrieb unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch &uuml;bertragen wird. Nach der auch vom Revisionskl&auml;ger zitierten Entscheidung des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 78, 315, BStBl III 1964, 124 gilt im Falle der Betriebsverpachtung und Aufgabeerkl&auml;rung der bisherige Betrieb als fortbestehend. Der bisher aktiv bewirtschaftete Betrieb wird nur in anderer Form als bisher genutzt (s.a. BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 2013 IV&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE 244, 23, BStBl II 2014, 316, Rz&nbsp;21). Da die verpachteten Wirtschaftsg&uuml;ter Gegenstand des Betriebsverm&ouml;gens des Steuerpflichtigen bleiben, solange dieser nicht erkl&auml;rt, den Betrieb aufgeben zu wollen, ist auch ihre &Uuml;bertragung nur dann steuerneutral m&ouml;glich, wenn die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG erf&uuml;llt sind. Auf das Erfordernis einer T&auml;tigkeitseinstellung &#8211;bei einem verpachteten Betrieb die Einstellung der Verpachtung&#8211; zu verzichten, w&uuml;rde bedeuten, den Verpachtungsbetrieb im Vergleich zu einem operativ t&auml;tigen Betrieb zu privilegieren, ohne dass daf&uuml;r ein Grund erkennbar w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Im Gegensatz zur Auffassung des Revisionskl&auml;gers verst&ouml;&szlig;t die steuerpflichtige Aufdeckung der stillen Reserven bei einer Betriebs&uuml;bertragung unter dem Vorbehalt des Nie&szlig;brauchs nicht gegen Art.&nbsp;3 GG, obwohl bei der steuerneutralen Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen die Fortf&uuml;hrung der stillen Reserven m&ouml;glich ist und der &Uuml;bertragende lediglich die wiederkehrenden Leistungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1a des Einkommensteuergesetzes i.d.F. des Gesetzes zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften vom 22.&nbsp;Dezember 2014 (BGBl I 2014, 2417, BStBl I 2015, 58) &#8211;EStG n.F.&#8211; zu versteuern hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG gebietet, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches ungleich zu behandeln. Dabei verwehrt Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 GG dem Gesetzgeber nicht jede Differenzierung. Differenzierungen bed&uuml;rfen jedoch stets der Rechtfertigung durch Sachgr&uuml;nde, die dem Ziel und Ausma&szlig; der Ungleichbehandlung angemessen sind (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, vgl. z.B. Beschluss vom 29.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;2683\/11, DStR 2015, 2757, unter B.II.1.a; s.a. Senatsurteil vom 27.&nbsp;Januar 2016 X&nbsp;R&nbsp;33\/13, BFH\/NV 2016, 1002, Rz&nbsp;33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Differenzierung zwischen der steuerlichen Behandlung der unentgeltlichen Betriebs&uuml;bergabe ohne Einstellung der bisherigen T&auml;tigkeit durch den bisherigen Betriebsinhaber mit der Aufdeckung der stillen Reserven und der steuerneutralen Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen ist sachlich gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den jeweiligen &Uuml;bergaben ist zwar gemein, dass sie unentgeltlich sind, oft aus famili&auml;ren Gr&uuml;nden zur Erm&ouml;glichung des Generationswechsels erfolgen und der vorweggenommenen Erbfolge dienen. Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden &Uuml;bertragungen ist aber, dass bei der Betriebs&uuml;bergabe unter Nie&szlig;brauchsvorbehalt die betriebliche T&auml;tigkeit vom &Uuml;bergeber fortgesetzt wird, w&auml;hrend sie bei der Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen endet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der bisherige Betriebsinhaber f&uuml;hrt bei der &Uuml;bertragung unter Vorbehaltsnie&szlig;brauch seine gewerbliche T&auml;tigkeit fort. Er ist mit dem Ergebnis seiner wirtschaftlichen Bet&auml;tigung, im Streitfall den von Dritten erhaltenen Vermietungs- und Verpachtungseinnahmen, steuerpflichtig. Ihm sind die wirtschaftlichen Chancen und Risiken seiner gewerblichen Aktivit&auml;ten aufgrund des vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs zuzurechnen, durch die er gewerbliche Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 EStG erzielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen ist demgegen&uuml;ber gepr&auml;gt durch das Versorgungsbed&uuml;rfnis des &Uuml;bertragenden als typischerweise notwendige Folge der &Uuml;bertragung von existenzsicherndem Verm&ouml;gen sowie die aus dem &uuml;bertragenen Wirtschaftsgut resultierende Leistungsf&auml;higkeit des zur Zahlung Verpflichteten, des neuen Betriebsinhabers (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Senatsurteil vom 13.&nbsp;Dezember 2005 X&nbsp;R&nbsp;61\/01, BFHE 212, 195, BStBl II 2008, 16, unter II.3.). Nur diesem stehen die wirtschaftlichen Ertr&auml;ge sowie die Chancen und Risiken aus der Bewirtschaftung des &uuml;bertragenen Betriebs zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demzufolge endet bei der Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen die betriebliche T&auml;tigkeit des bisherigen Betriebsinhabers, er kann keinen Einfluss mehr auf die unternehmerischen Entscheidungen des &uuml;bergebenen Betriebs nehmen. Ihm werden vielmehr lebenslange und wiederkehrende Versorgungsleistungen vom &Uuml;bernehmer einger&auml;umt. Die erhaltene private Versorgungsrente hat der Verm&ouml;gens&uuml;bergeber gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;1a EStG n.F. zu versteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die unterschiedlichen wirtschaftlichen Folgen der unentgeltlichen Betriebs&uuml;bergabe und der Verm&ouml;gens&uuml;bergabe gegen Versorgungsleistungen sowie die daraus resultierende unterschiedliche steuerliche Qualifizierung der nach der &Uuml;bergabe erzielten Eink&uuml;nfte rechtfertigen es, die &Uuml;bertragungen selbst ebenfalls steuerlich ungleich zu behandeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die Voraussetzungen f&uuml;r eine steuerneutrale &Uuml;bertragung des Verpachtungsbetriebs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG nicht erf&uuml;llt sind, stellt die &Uuml;bertragung des Grundst&uuml;cks eine gewinnrealisierende Entnahme dar, die zur Aufdeckung der stillen Reserven f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) M hat das Grundst&uuml;ck dem Betriebsverm&ouml;gen entnommen (&sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 EStG), da die unentgeltliche &Uuml;bertragung aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden ein privater Vorgang ist, der nur im au&szlig;erbetrieblichen Bereich vollzogen werden kann. Der Vorbehalt des Nie&szlig;brauchs hat nicht zur Folge, dass nur ein Teil der ideellen Grundst&uuml;cksh&auml;lfte aus dem Betriebsverm&ouml;gen entnommen worden ist. Eigentum und Nie&szlig;brauch sind auch nicht teilweise identisch. Das Nie&szlig;brauchsrecht ist vielmehr mit der Bestellung im privaten Verm&ouml;gensbereich neu entstanden (vgl. zu dem Vorstehenden BFH-Urteil vom 2.&nbsp;August 1983 VIII&nbsp;R&nbsp;170\/78, BFHE 139, 76, BStBl II 1983, 735, unter 1. und 3.; und Senatsurteil vom 20.&nbsp;September 1989 X&nbsp;R&nbsp;140\/87, BFHE 158, 361, BStBl II 1990, 368, unter 2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Werte des entnommenen Grundst&uuml;cks (316.000&nbsp;EUR) und des Geb&auml;udes (804.000&nbsp;EUR) sind zwischen den Beteiligten unstreitig. Der Senat kann es dahinstehen lassen, ob das FA und das FG den Entnahmegewinn zu Recht als steuerbeg&uuml;nstigten Aufgabegewinn behandelt und die Tarifverg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;3 EStG gew&auml;hrt haben. Ihm ist eine Verb&ouml;serung der Steuerfestsetzung versagt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus den gleichen Gr&uuml;nden kann dahinstehen, ob das FA bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte der M aus Vermietung und Verpachtung die AfA rechtsfehlerfrei ermittelt hat, da eine &Auml;nderung insoweit f&uuml;r M auch nur nachteilig w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der vom Revisionskl&auml;ger gestellte Hilfsantrag, den der erkennende Senat als D&uuml;rftigkeitseinrede nach &sect;&nbsp;1990 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches versteht, hat ebenfalls keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschr&auml;nkung der Erbenhaftung ist vom Erben nicht im Steuerfestsetzungsverfahren oder gegen das Leistungsgebot, sondern gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;265 AO i.V.m. &sect;&nbsp;781 der Zivilprozessordnung allein im Zwangsvollstreckungsverfahren einredeweise geltend zu machen (st&auml;ndige BFH-Rechtsprechung, vgl. z.B. Entscheidungen vom 24.&nbsp;Juni 1981 I&nbsp;B&nbsp;18\/81, BFHE 133, 494, BStBl II 1981, 729, und vom 17.&nbsp;Januar 2008 VI&nbsp;R&nbsp;45\/04, BFHE 220, 204, BStBl II 2008, 418, unter II.2.b; s.a. Klein\/Werth, AO, 13.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;265 Rz&nbsp;13, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.1.2017, X R 59\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.250117.XR59.14.0 Vorbehaltsnie&szlig;brauch hindert steuerneutrale unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Gewerbebetriebs Leits&auml;tze 1. Die Anwendung des &sect; 6 Abs. 3 Satz 1 EStG setzt voraus, dass der &Uuml;bertragende seine bisherige gewerbliche T&auml;tigkeit einstellt. Daran fehlt es, wenn die einzige wesentliche Betriebsgrundlage aufgrund des vorbehaltenen Nie&szlig;brauchs vom bisherigen Betriebsinhaber weiterhin gewerblich genutzt wird &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-59-14-vorbehaltsniessbrauch-hindert-steuerneutrale-unentgeltliche-uebertragung-eines-gewerbebetriebs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;59\/14 &#8211; Vorbehaltsnie&szlig;brauch hindert steuerneutrale unentgeltliche &Uuml;bertragung eines Gewerbebetriebs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67391","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67391","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67391"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67391\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67391"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67391"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67391"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}