{"id":67409,"date":"2017-07-01T08:27:54","date_gmt":"2017-07-01T06:27:54","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67409"},"modified":"2017-07-01T08:27:54","modified_gmt":"2017-07-01T06:27:54","slug":"ix-r-46-15-poolvereinbarung-und-veraeusserung-einer-beteiligung-abgrenzung-zwischen-veraeusserungspreis-und-sonstiger-leistung-auslegung-von-vertraegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-46-15-poolvereinbarung-und-veraeusserung-einer-beteiligung-abgrenzung-zwischen-veraeusserungspreis-und-sonstiger-leistung-auslegung-von-vertraegen\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;46\/15 &#8211; Poolvereinbarung und Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung &#8211; Abgrenzung zwischen Ver&auml;u&szlig;erungspreis und sonstiger Leistung &#8211; Auslegung von Vertr&auml;gen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2017, IX R 46\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.110417.IXR46.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Poolvereinbarung und Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung &#8211; Abgrenzung zwischen Ver&auml;u&szlig;erungspreis und sonstiger Leistung &#8211; Auslegung von Vertr&auml;gen<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 25. September 2015&nbsp;&nbsp;11 K 1830\/13 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die Einordnung einer Zahlung als steuerbares Entgelt f&uuml;r eine Leistung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr 2007 zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Der Kl&auml;ger war bei der A-GmbH als Prokurist t&auml;tig und bezog aus dieser T&auml;tigkeit Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 1997 beteiligte sich der Kl&auml;ger anl&auml;sslich des Einstiegs eines Finanzinvestors (Z-Gruppe) im Rahmen eines Management-Beteiligungsprogramms neben weiteren leitenden Angestellten (Manager-Gesellschafter) an der A-GmbH mit einer Einlage von 100.000&nbsp;DM (= 51.129,19&nbsp;EUR). Dem entsprach ein Anteil am Stammkapital der Gesellschaft von 0,99&nbsp;%. An der A-GmbH waren anschlie&szlig;end die bisherigen Familien-Gesellschafter &uuml;ber eine Beteiligungs-Verwaltungs-GbR (Holding-GbR) mit 48,99&nbsp;%, die Z-Gruppe mit 39,99&nbsp;% und die Manager-Gesellschafter mit zusammen 11,01&nbsp;% am Stammkapital der A-GmbH beteiligt. Die Anteile der Manager waren nach dem Gesellschaftsvertrag nicht frei ver&auml;u&szlig;erlich und bei Beendigung des Anstellungsvertrags wieder an die A-GmbH abzutreten oder zu ver&auml;u&szlig;ern. Der R&uuml;ckgabepreis sollte im Wesentlichen nach dem Stuttgarter Verfahren ermittelt werden und damit unter dem Verkehrswert des Anteils liegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im August 2005 schlossen die Z-Gruppe und die Manager-Gesellschafter eine Poolvereinbarung. Darin verpflichteten sich die Manager-Gesellschafter, ihre Stimmrechte nur einheitlich mit der Z-Gruppe auszu&uuml;ben und ihre Anteile auf Verlangen an einen von der Z-Gruppe benannten Erwerber zu ver&auml;u&szlig;ern zu dem von der Z-Gruppe ausgehandelten Preis. F&uuml;r den Fall, dass der Erwerber die Anteile der Manager-Gesellschafter nicht erwerben wollte, verpflichteten sich die Manager-Gesellschafter, ihre Anteile bis zum 31.&nbsp;Dezember 2009 zu halten. Die Z-Gruppe verpflichtete sich daf&uuml;r zu sorgen, dass die Manager-Gesellschafter keinen schlechteren Ver&auml;u&szlig;erungspreis erhalten sollten als sie. F&uuml;r den Fall der R&uuml;ckgabe einer Manager-Beteiligung an die A-GmbH verpflichtete sich die Z-Gruppe, dem ausscheidenden Manager-Gesellschafter den Unterschied zwischen dem R&uuml;ckgabepreis laut Gesellschaftsvertrag und dem von der Z-Gruppe erzielten Kaufpreis zu zahlen (Ausgleichsanspruch).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im November 2006 beabsichtigte die Z-Gruppe, ihre Anteile an einen Interessenten zu ver&auml;u&szlig;ern. Die Holding-GbR der Familiengesellschafter machte von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und erwarb die Anteile der Z-Gruppe. In die Poolvereinbarung mit den Manager-Gesellschaftern trat sie nicht ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 8. und 9.&nbsp;Januar 2007 hoben die Z-Gruppe und die Manager-Gesellschafter die Poolvereinbarung auf und vereinbarten, dass der Ausgleichsanspruch ohne Ver&auml;u&szlig;erung der Manager-Anteile auf der Grundlage der Bilanz zum 31.&nbsp;Dezember 2006 sofort gezahlt werden solle. Der Kl&auml;ger vereinnahmte von der Z-Gruppe einen Betrag von 312.500&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 28.&nbsp;Februar 2007 erkl&auml;rten der Kl&auml;ger und weitere sechs Manager-Gesellschafter ihren Austritt aus der A-GmbH aus wichtigem Grund und boten der A-GmbH die Abtretung ihrer Gesellschaftsanteile gegen Zahlung der im Gesellschaftsvertrag vereinbarten Abfindung an. Am 24.&nbsp;Juli 2007 &uuml;bertrug der Kl&auml;ger seinen Gesellschaftsanteil an die A-GmbH und erhielt daf&uuml;r 362.000&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2007 gaben die Kl&auml;ger beide Zahlungen nicht an. Nachdem der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) von der Anteilsver&auml;u&szlig;erung Kenntnis erlangt hatte, erfasste es mit ge&auml;ndertem Einkommensteuerbescheid vom 28.&nbsp;November 2011 erstmals sonstige Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG in H&ouml;he von 312.500&nbsp;EUR. Den Einspruch der Kl&auml;ger wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;Mai 2013 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger erhoben hiergegen Klage und beantragten in der m&uuml;ndlichen Verhandlung, die Zeugen D und B zu vernehmen. Die Zeugen sollten bekunden, dass die Manager-Gesellschafter nach dem Geist des Poolvertrags zum selben Preis aus der A-GmbH ausscheiden sollten wie die Z-Gruppe und dass sie auch zum selben Preis eingestiegen seien. Das Finanzgericht (FG) hat den Antrag im Urteil abgelehnt und die kl&auml;gerische Behauptung als wahr unterstellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat der Klage zum Teil stattgegeben (Tariferm&auml;&szlig;igung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;34 EStG) und sie im &Uuml;brigen abgewiesen (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2016, 548). Es liege eine nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG steuerbare Leistung des Kl&auml;gers an die Z-Gruppe vor. Der Kl&auml;ger habe sich in der Poolvereinbarung zu einem dort n&auml;her beschriebenen Tun, Dulden oder Unterlassen verpflichtet und daf&uuml;r ein Entgelt erhalten. Das Entgelt sei nicht f&uuml;r eine Ver&auml;u&szlig;erung oder einen ver&auml;u&szlig;erungs&auml;hnlichen Vorgang geleistet worden. Nach der Poolvereinbarung und der zu ihrer Aufhebung geschlossenen Vereinbarung bestehe keine unmittelbare Verkn&uuml;pfung zwischen der von der Z-Gruppe erbrachten Zahlung und der &Uuml;bertragung des Gesch&auml;ftsanteils durch den Kl&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung von &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG und &sect;&nbsp;17 EStG. Bei der streitigen Zahlung handele es sich um eine Verm&ouml;gensentsch&auml;digung in Gestalt eines nicht steuerbaren Kaufpreisanteils und nicht um ein Entgelt f&uuml;r eine sonstige Leistung. Zudem liege ein Verfahrensfehler vor, weil das FG eine beantragte Beweisaufnahme nicht durchgef&uuml;hrt habe und die Entscheidung des FG auf diesem Verfahrensmangel beruhe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>unter Ab&auml;nderung des Urteils des FG M&uuml;nster vom 25.&nbsp;September 2015&nbsp;&nbsp;11&nbsp;K&nbsp;1830\/13&nbsp;E den &Auml;nderungsbescheid zur Einkommensteuer 2007 vom 28.&nbsp;November 2011 in der Fassung der Einspruchsentscheidung vom 7.&nbsp;Mai 2013 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Steuerbarkeit der an den Kl&auml;ger geleisteten Ausgleichszahlung in H&ouml;he von 312.500&nbsp;EUR nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG ohne Rechtsfehler bejaht. Der von den Kl&auml;gern ger&uuml;gte Verfahrensfehler liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. a) Nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG sind sonstige Eink&uuml;nfte (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;7 EStG) Eink&uuml;nfte aus Leistungen, soweit sie weder zu anderen Einkunftsarten noch zu den Eink&uuml;nften i.S. der Nrn.&nbsp;1, 1a, 2 oder 4 der Vorschrift geh&ouml;ren. Eine (sonstige) Leistung i.S. des &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG ist jedes Tun, Dulden oder Unterlassen, das Gegenstand eines entgeltlichen Vertrages sein kann und das eine Gegenleistung ausl&ouml;st. Nicht erfasst sind Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge oder ver&auml;u&szlig;erungs&auml;hnliche Vorg&auml;nge im privaten Bereich (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. u.a. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;April 2008 IX&nbsp;R&nbsp;19\/07, BFH\/NV 2008, 1820, unter II.1.; vom 29.&nbsp;Mai 2008 IX&nbsp;R&nbsp;97\/07, BFH\/NV 2009, 9, unter II.1.; vom 19.&nbsp;Februar 2013 IX&nbsp;R&nbsp;35\/12, BFHE 240, 559, BStBl II 2013, 578, unter II.2.a; vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2013 IX&nbsp;R&nbsp;65\/10, BFH\/NV 2013, 1085, unter II.2.a; Eckardt in Kanzler\/Kraft\/B&auml;uml, EStG, &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;171&nbsp;f.; Fischer in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;66; Bl&uuml;mich\/Nacke, &sect;&nbsp;22 EStG Rz&nbsp;163; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;150, Stichwort &quot;Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge&quot;). Wird das Entgelt hingegen daf&uuml;r erbracht, dass ein Verm&ouml;gensgegenstand in seiner Substanz endg&uuml;ltig aufgegeben wird, so geh&ouml;rt es nicht zu den Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Mai 2004 IX&nbsp;R&nbsp;63\/02, BFHE 206, 174, BStBl II 2004, 874, unter II.1.b&nbsp;bb, und in BFH\/NV 2009, 9; in BFHE 240, 559, BStBl II 2013, 578, unter II.2.a; Fischer in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;67; Schmidt\/Weber-Grellet, a.a.O., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;131, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Kommt einer im Zusammenhang mit einer Anteilsver&auml;u&szlig;erung &uuml;bernommenen und entgoltenen Verpflichtung zu einem Rechtsverzicht keine eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bedeutung zu, so handelt es sich um einen unselbst&auml;ndigen Teil des Ver&auml;u&szlig;erungspreises i.S. von &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;2 EStG (vgl. BFH-Urteile vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2003 IX&nbsp;R&nbsp;76\/99, BFH\/NV 2003, 1161, unter II.2.a; vom 23.&nbsp;Februar 1999 IX&nbsp;R&nbsp;86\/95, BFHE 188, 552, BStBl II 1999, 590, und in BFH\/NV 2009, 9; zusammenfassend BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;Februar 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;26\/06, BFH\/NV 2007, 1113, m.w.N; Fischer in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;67). Nach der Rechtsprechung des BFH z&auml;hlt zum Ver&auml;u&szlig;erungspreis alles, was der Ver&auml;u&szlig;erer als Gegenleistung f&uuml;r die Anteils&uuml;bertragung erhalten hat (BFH-Urteil vom 7.&nbsp;M&auml;rz 1995 VIII&nbsp;R&nbsp;29\/93, BFHE 178, 116, BStBl II 1995, 693). Insoweit gelten dieselben Grunds&auml;tze wie bei Ver&auml;u&szlig;erungen nach &sect;&nbsp;16 EStG. Grunds&auml;tzlich keine eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bedeutung hat der Verzicht auf ein Recht, das notwendig Bestandteil des ver&auml;u&szlig;erten Verm&ouml;gensgegenstandes ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist dagegen eine eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bedeutung zu bejahen, insbesondere weil damit ein bestimmtes Tun, Dulden oder Unterlassen abgegolten werden soll, handelt es sich um eine eigenst&auml;ndige Leistung, die mangels Eingreifens anderer Besteuerungstatbest&auml;nde nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG steuerbar sein kann (BFH-Urteile in BFHE 188, 552, BStBl II 1999, 590, betreffend ein Wettbewerbsverbot; in BFH\/NV 2013, 1085, unter II.2.a; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2007, 1113, unter II.1.b; Fischer in Kirchhof, a.a.O., &sect;&nbsp;22 Rz&nbsp;66).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ob einer Vereinbarung in diesem Sinne eine eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Bedeutung zukommt, h&auml;ngt von den tats&auml;chlichen Umst&auml;nden des Einzelfalls ab, die das FG als Tatsacheninstanz vollst&auml;ndig aufzukl&auml;ren und insgesamt zu w&uuml;rdigen hat (BFH-Urteil in BFHE 188, 552, BStBl II 1999, 590, unter 2.a). Dabei ist auf den wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarungen abzustellen. Entscheidend ist nicht, wie die Parteien ihre Leistungen benannt, sondern was sie nach dem Gesamtbild der wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse wirklich gewollt und tats&auml;chlich bewirkt haben (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteile vom 24.&nbsp;August 2006 IX&nbsp;R&nbsp;32\/04, BFHE 214, 542, BStBl II 2007, 44, unter II.1., m.w.N.; in BFH\/NV 2008, 1820, unter II.1., und in BFH\/NV 2009, 9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH geh&ouml;rt die Auslegung von Vertr&auml;gen dabei zum Bereich der tats&auml;chlichen Feststellungen und bindet das Revisionsgericht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO, wenn sie den Grunds&auml;tzen der &sect;&sect;&nbsp;133, 157 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) entspricht und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, d.h. jedenfalls m&ouml;glich ist. Umgekehrt entf&auml;llt die Bindungswirkung mit der Folge, dass der BFH die Auslegung ggf. selbst vornehmen darf, wenn die Auslegung des FG anerkannte Auslegungsregeln, Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze verletzt. Zu den anerkannten Auslegungsregeln geh&ouml;ren bei der Auslegung von Vertr&auml;gen auch die vollst&auml;ndige Erfassung des Vertragstextes und &#8211;darauf fu&szlig;end&#8211; die Einbeziehung der systematischen Stellung der zu beachtenden Regelungen im jeweiligen Gesamtzusammenhang (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. u.a. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;August 2015 X&nbsp;R&nbsp;30\/12, BFH\/NV 2016, 203, unter II.3.a&nbsp;aa, m.w.N., und vom 16.&nbsp;Dezember 2015 IV&nbsp;R&nbsp;24\/13, BFHE 252, 146, BStBl II 2017, 224, unter II.2.c&nbsp;ee).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Grunds&auml;tzen ist die Vorentscheidung revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das FG ist im Streitfall aufgrund seiner Auslegung (&sect;&sect;&nbsp;133, 157 BGB) der Poolvereinbarung und der Vereinbarung vom 8. und 9.&nbsp;Januar 2007 zu dem Ergebnis gekommen, die streitige Zahlung sei als Gegenleistung f&uuml;r die im Poolvertrag eingegangenen Verpflichtungen des Kl&auml;gers nach &sect;&nbsp;22 Nr.&nbsp;3 EStG steuerbar und erh&ouml;he nicht den Ver&auml;u&szlig;erungspreis des GmbH-Anteils. Diese Auslegung bindet den Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO, denn sie ist frei von rechtlichen M&auml;ngeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu Recht ist das FG mit den Beteiligten davon ausgegangen, dass die Poolvereinbarung den Zweck hatte, die Gesch&auml;ftsanteile der Z-Gruppe und der Manager-Gesellschafter wertvoller zu machen, indem ein potentieller Erwerber entweder sofort eine Mehrheitsbeteiligung erwerben oder bei Eintritt in die Poolvereinbarung zumindest eine Mehrheit der Stimmrechte erwerben konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) M&ouml;glicherweise h&auml;tten die Kl&auml;ger den durch die Poolvereinbarung geschaffenen Mehrwert auch steuerfrei vereinnahmen k&ouml;nnen, wenn es zu einem Anteilsverkauf an einen dritten Erwerber gekommen w&auml;re. Dieser Fall ist jedoch nicht eingetreten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;ger ist die Entscheidung des FG nicht widerspr&uuml;chlich, soweit es unter den Umst&auml;nden des Streitfalls die Ausgleichszahlung nicht als Teil des Kaufpreises angesehen hat. Grundlage der Besteuerung ist der tats&auml;chlich verwirklichte, nicht ein gedachter Sachverhalt. Tats&auml;chlich ist die Ausgleichszahlung im Streitfall auf der Grundlage der Poolvereinbarung und der zu ihrer Aufhebung geschlossenen Vereinbarung vom 8. und 9.&nbsp;Januar 2007 gezahlt worden, ohne dass der Kl&auml;ger und die anderen Manager-Gesellschafter zu diesem Zeitpunkt ihre Anteile ver&auml;u&szlig;ert oder an die A-GmbH zur&uuml;ckgegeben hatten. Dass dies wenig sp&auml;ter stattgefunden hat, steht erkennbar nicht im Zusammenhang mit der im Januar 2007 vereinbarten Ausgleichszahlung. Wenn das FG aus diesen tats&auml;chlichen Umst&auml;nden geschlossen hat, dass ein relevanter Zusammenhang zwischen der Ausgleichszahlung und der Ver&auml;u&szlig;erung der Gesch&auml;ftsanteile durch den Kl&auml;ger nicht bestand, liegt darin kein Rechtsversto&szlig;, sondern die konsequente Zugrundelegung des tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalts. Es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern dadurch ein ver&auml;u&szlig;erungs&auml;hnlicher Vorgang verwirklicht worden sein sollte. Zwar war der von der Z-Gruppe erzielte Anteilsver&auml;u&szlig;erungspreis Bemessungsgrundlage f&uuml;r das gezahlte Entgelt. Dieses wird dadurch aber nicht zum Ver&auml;u&szlig;erungspreis. Die Aufhebungsvereinbarung dokumentiert gerade im Gegenteil, dass die Ausgleichszahlung keinen Bezug mehr zu einer sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung der Gesch&auml;ftsanteile durch die Manager-Gesellschafter haben sollte und auch nicht davon abh&auml;ngig war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das FG konnte deshalb auch annehmen, dass die streitige Zahlung f&uuml;r die vom Kl&auml;ger in der Poolvereinbarung eingegangenen Verpflichtungen erbracht worden ist. Diese Schlussfolgerung ist vor dem Hintergrund des bereits Gesagten zumindest m&ouml;glich; sie bindet deshalb den BFH ebenfalls (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO). Soweit die Kl&auml;ger dagegen einwenden, das FG h&auml;tte eine Aufteilung der Ausgleichszahlung in Betracht ziehen m&uuml;ssen, trifft dies nicht zu, denn eine andere Veranlassung f&uuml;r die Zahlung ist unter den Umst&auml;nden des Falles und auf der Grundlage der bindenden Feststellungen des FG nicht gegeben, denn es fehlt an einer Mitveranlassung durch die Ver&auml;u&szlig;erung der Gesch&auml;ftsanteile an die A-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Auch aus verfahrensrechtlichen Gr&uuml;nden hat die Revision keinen Erfolg. Das FG hat schon deshalb nicht gegen &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO versto&szlig;en, weil der urspr&uuml;ngliche Beweisantritt unzul&auml;ssig war. Was die Zeugen &uuml;ber den &quot;Geist der Poolvereinbarung&quot; bekunden sollten, ist keine Tatsache, sondern allenfalls eine rechtliche Schlussfolgerung, die das Gericht bei der Auslegung des Vertrags zu ziehen hat. Zu den Umst&auml;nden, die das FG bei der Auslegung von Vertr&auml;gen einzubeziehen hat, geh&ouml;ren nicht die Vorstellungen, Motive und Gedanken der Vertragsparteien. Es liegt deshalb auch weder ein Verfahrensmangel noch ein Widerspruch darin, dass das FG die Bekundungen der Zeugen einerseits als wahr unterstellt hat, ihnen jedoch andererseits nicht gefolgt ist. In der rechtlichen W&uuml;rdigung ist das Gericht frei und an die Ansichten von Beteiligten und Zeugen nicht gebunden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 11.4.2017, IX R 46\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.110417.IXR46.15.0 Poolvereinbarung und Ver&auml;u&szlig;erung einer Beteiligung &#8211; Abgrenzung zwischen Ver&auml;u&szlig;erungspreis und sonstiger Leistung &#8211; Auslegung von Vertr&auml;gen Tenor Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 25. September 2015&nbsp;&nbsp;11 K 1830\/13 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen. 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