{"id":67411,"date":"2017-07-01T08:28:39","date_gmt":"2017-07-01T06:28:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67411"},"modified":"2017-07-01T08:28:39","modified_gmt":"2017-07-01T06:28:39","slug":"iii-b-100-16-keine-zusammenveranlagung-fuer-die-partner-einer-nichtehelichen-verschiedengeschlechtlichen-lebensgemeinschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-100-16-keine-zusammenveranlagung-fuer-die-partner-einer-nichtehelichen-verschiedengeschlechtlichen-lebensgemeinschaft\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;100\/16 &#8211; Keine Zusammenveranlagung f&uuml;r die Partner einer nichtehelichen verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.4.2017, III B 100\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.260417.IIIB100.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Zusammenveranlagung f&uuml;r die Partner einer nichtehelichen verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>&sect; 2 Abs. 8 EStG findet auf verschiedengeschlechtliche Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft keine Anwendung.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 18. Mai 2016&nbsp;&nbsp;10 K 2790\/14 E wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) leben in einer nichtehelichen verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaft, f&uuml;hren einen gemeinsamen Haushalt und stehen sozial und wirtschaftlich f&uuml;reinander ein. Sie haben drei gemeinsame Kinder, die ebenfalls in ihrem Haushalt leben. Dar&uuml;ber hinaus ist ein weiteres Kind der Kl&auml;gerin in den Haushalt der Kl&auml;ger aufgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger reichten f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2012 getrennte Einkommensteuererkl&auml;rungen beim Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ein. Mit Bescheid vom 2.&nbsp;Dezember 2013 setzte das FA die Einkommensteuer f&uuml;r die Kl&auml;gerin auf 0&nbsp;EUR, mit Bescheid vom 4.&nbsp;Dezember 2013 die Einkommensteuer f&uuml;r den Kl&auml;ger auf 35.204&nbsp;EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen erhoben die Kl&auml;ger getrennt voneinander Einspruch und beantragten, unter Anwendung des Splittingtarifs zusammen zur Einkommensteuer veranlagt zu werden. Das FA wies die Einspr&uuml;che mit Einspruchsentscheidungen vom 29.&nbsp;Juli 2014 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dagegen gerichtete Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Mit ihrer Beschwerde begehren die Kl&auml;ger, die Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;), zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist jedenfalls unbegr&uuml;ndet und deshalb durch Beschluss zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 FGO). Sofern Zulassungsgr&uuml;nde &uuml;berhaupt in einer den Darlegungsanforderungen des &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO gen&uuml;genden Form geltend gemacht wurden, liegen sie jedenfalls nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Macht ein Beschwerdef&uuml;hrer die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO geltend, so muss er insbesondere schl&uuml;ssig und substantiiert unter Auseinandersetzung mit den zur aufgeworfenen Rechtsfrage in Rechtsprechung und Schrifttum vertretenen Auffassungen darlegen, weshalb die f&uuml;r bedeutsam gehaltene Rechtsfrage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rbar ist. Dazu muss ausgef&uuml;hrt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchem Grunde die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist. Zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer Rechtssache reicht nicht der Hinweis darauf, die Revisionsentscheidung sei f&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Zahl von F&auml;llen von Bedeutung; denn daraus ergibt sich nicht, dass die Rechtsfrage inhaltlich kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24.&nbsp;Juni 2014 X&nbsp;B&nbsp;216\/13, BFH\/NV 2014, 1888). An der Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es insbesondere auch dann, wenn die Rechtsfrage anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung der Rechtsfrage durch den BFH geboten erscheinen lassen (Senatsbeschluss vom 5.&nbsp;Mai 2014 III&nbsp;B&nbsp;85\/13, BFH\/NV 2014, 1186, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die von den Kl&auml;gern aufgeworfene Rechtsfrage, ob der in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 des Einkommensteuergesetzes (EStG) verwendete Begriff &quot;Lebenspartner&quot; auch auf verschiedengeschlechtliche Partner einer nicht eingetragenen Lebensgemeinschaft Anwendung findet, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, da sie anhand der gesetzlichen Grundlagen und der bereits vorliegenden Rechtsprechung beantwortet werden kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat bei seiner Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassung der Revision (Abschn.&nbsp;II.3. der Entscheidungsgr&uuml;nde) zu Recht auf das Urteil des beschlie&szlig;enden Senats vom 26.&nbsp;Juni 2014 III&nbsp;R&nbsp;14\/05 (BFHE 246, 178, BStBl II 2014, 829) verwiesen. Hierin entschied er, dass die Partner einer gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft f&uuml;r Jahre, in denen das Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) noch nicht in Kraft getreten war, keine Zusammenveranlagung w&auml;hlen k&ouml;nnen. Zur Begr&uuml;ndung verwies der Senat darauf, dass das Gesetz in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG zwar lediglich von Lebenspartnern und Lebenspartnerschaften und nicht von Partnern einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und eingetragenen Lebenspartnerschaften spricht. Der Senat erkl&auml;rte es jedoch ausdr&uuml;cklich f&uuml;r unzul&auml;ssig, aus dieser Begriffswahl den Schluss zu ziehen, dass Partner von Lebensgemeinschaften, die keine Lebenspartner i.S. des LPartG sind, in den Genuss der steuerlichen Vorteile kommen k&ouml;nnen, die bis zur Einf&uuml;gung des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG allein Ehegatten vorbehalten waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei wurde auch auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 7.&nbsp;Mai 2013&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvR&nbsp;909\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;1981\/06, 2&nbsp;BvR&nbsp;288\/07 (BVerfGE 133, 377) Bezug genommen. In dieser Entscheidung weist das BVerfG auf den Schutzauftrag hin, der sich aus Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes im Hinblick auf das Institut der Ehe ergibt. Aus diesem Schutzauftrag wird die Aufgabe des Staates abgeleitet, einerseits alles zu unterlassen, was die Ehe besch&auml;digt oder sonst beeintr&auml;chtigt, und andererseits auch die Ehe durch geeignete Ma&szlig;nahmen zu f&ouml;rdern (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;81, m.w.N.). Die Rechtfertigung der einfachgesetzlichen Privilegierung der Ehe gegen&uuml;ber anderen Lebensformen st&uuml;tzt das BVerfG vor allem darauf, dass die Ehe mit rechtlicher Verbindlichkeit und in besonderer Weise mit gegenseitigen Einstandspflichten ausgestattet ist und sich so als dauerhafte Paarbeziehung darstellt. Insoweit unterscheidet sie sich von anderen ungebundenen oder weniger verbindlichen Paarbeziehungen (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 133, 377, Rz&nbsp;83&nbsp;ff., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund interpretierte der Senat die Vorschrift des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG dahingehend, dass sie nur Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft i.S. des LPartG erfasst, weil nur derartige Partnerschaften sich hinsichtlich der durch sie erzeugten rechtlichen Bindungen und gegenseitigen Einstandspflichten herk&ouml;mmlichen Ehen derart angen&auml;hert haben, dass eine steuerliche Ungleichbehandlung nicht mehr zu rechtfertigen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraus folgt, dass verschiedengeschlechtliche Partner, die keine Ehe geschlossen, schon mangels Erf&uuml;llung der Voraussetzungen des &sect;&nbsp;1 LPartG auch keine Lebenspartnerschaft i.S. des LPartG begr&uuml;ndet und damit auch keine vergleichbaren rechtlichen Bindungen und gegenseitigen Einstandspflichten &uuml;bernommen haben, nicht unter den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG fallen (s. dazu auch Musil in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;2 EStG Rz&nbsp;940, wonach der Inhalt der Begriffe der Lebenspartnerschaft und der Lebenspartner dem des LPartG entspricht; ebenso Bodden in Korn, &sect;&nbsp;2 EStG Rz&nbsp;294; Kirchhof in Kirchhof, EStG, 16.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;2 Rz&nbsp;130, wonach der Gesetzgeber sich in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG auf die blo&szlig;e Umsetzung des BVerfG-Beschlusses in BVerfGE 133, 377 beschr&auml;nken wollte).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die von den Kl&auml;gern vorgetragenen Argumente lassen eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung der Rechtsfrage durch den BFH nicht als geboten erscheinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG die Begriffe &quot;Lebenspartner&quot; und &quot;Lebenspartnerschaften&quot; durch die Konjunktion &quot;und&quot; verbunden hat, deutet zwar &#8211;wie die Kl&auml;ger zu Recht ausf&uuml;hren&#8211; darauf hin, dass er den beiden Begriffen unterschiedlichen Inhalt zuweisen wollte. F&uuml;r die daraus gezogene Schlussfolgerung, auch Partner einer nicht eingetragenen verschiedengeschlechtlichen Partnerschaft sollten erfasst werden, f&uuml;hren die Kl&auml;ger jedoch keine Argumente an. Ebenso wenig setzen sie sich mit nahe liegenden alternativen Gr&uuml;nden auseinander, die zur fraglichen Begriffsverwendung gef&uuml;hrt haben k&ouml;nnten. So verwendet zum einen auch das LPartG in seinen Einzelbestimmungen diese Begriffe und nicht die Begriffe &quot;eingetragene Lebenspartner&quot; oder &quot;eingetragene Lebenspartnerschaft&quot;. Zum anderen stellt &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG die Begriffe &quot;Lebenspartner&quot; und &quot;Lebenspartnerschaften&quot; den Begriffen &quot;Ehegatten&quot; und &quot;Ehen&quot; gegen&uuml;ber, um den unterschiedlichen Formulierungen der f&uuml;r anwendbar erkl&auml;rten Regelungen des EStG gerecht zu werden (zur Verwendung des Begriffs Ehegatte s. z.B. &sect;&nbsp;1a Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;55c, &sect;&nbsp;12 Nr.&nbsp;2 EStG; zur Verwendung des Begriffs Ehe s. z.B. &sect;&nbsp;26 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, &sect;&nbsp;32a Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG; zum Generalnormcharakter der Vorschrift s. BTDrucks 17\/13870, S.&nbsp;6, BTDrucks 17\/14567).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch legen die Kl&auml;ger nicht dar, aus welchen Formulierungen der von ihnen angef&uuml;hrten BTDrucks 17\/14195 sie die Erweiterung des Anwendungsbereichs des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;8 EStG auf nicht eingetragene verschiedengeschlechtliche Lebenspartnerschaften entnehmen wollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist im Hinblick auf die vorgenannte Fragestellung auch nicht zur Fortbildung des Rechts (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;1 FGO) zuzulassen. Denn dieser Zulassungsgrund setzt als Unterfall des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) ebenfalls eine Rechtsfrage voraus, die in einem k&uuml;nftigen Revisionsverfahren kl&auml;rungsf&auml;hig und kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist (z.B. Senatsbeschluss vom 18.&nbsp;August 2015 III&nbsp;B&nbsp;112\/14, BFH\/NV 2015, 1595).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Revision ist auch nicht wegen Divergenz (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer solchen Abweichungsr&uuml;ge muss der Beschwerdef&uuml;hrer tragende und abstrakte Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen FG-Urteil einerseits und aus den behaupteten, genau bezeichneten Divergenzentscheidungen andererseits herausarbeiten und einander gegen&uuml;berstellen, um so die behauptete Abweichung zu verdeutlichen (z.B. Senatsbeschluss vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2011 III&nbsp;B&nbsp;76\/10, BFH\/NV 2011, 981). Au&szlig;erdem muss sich aus der Beschwerdebegr&uuml;ndung ergeben, dass dem Streitfall ein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde liegt wie der Divergenzentscheidung und es sich um eine identische Rechtsfrage handelt (z.B. Senatsbeschluss vom 30.&nbsp;September 2013 III&nbsp;B&nbsp;20\/12, BFH\/NV 2014, 58).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Mit ihrem Vorbringen, in der sozialrechtlichen Rechtsprechung werde dem Begriff &quot;Lebenspartner&quot; ein weiterer Anwendungsbereich zugemessen als in der angegriffenen Entscheidung, bezeichnen die Kl&auml;ger die vorgeblichen Divergenzentscheidungen weder hinreichend noch arbeiten sie abstrakte Rechtss&auml;tze aus diesen heraus. Ebenso wenig nehmen sie zur Vergleichbarkeit der Sachverhalte und zur Identit&auml;t der Rechtsfrage Stellung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.4.2017, III B 100\/16ECLI:DE:BFH:2017:B.260417.IIIB100.16.0 Keine Zusammenveranlagung f&uuml;r die Partner einer nichtehelichen verschiedengeschlechtlichen Lebensgemeinschaft Leits&auml;tze &sect; 2 Abs. 8 EStG findet auf verschiedengeschlechtliche Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft keine Anwendung. Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;ger wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nster vom 18. 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