{"id":67412,"date":"2017-07-01T08:27:56","date_gmt":"2017-07-01T06:27:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67412"},"modified":"2017-07-01T08:27:56","modified_gmt":"2017-07-01T06:27:56","slug":"iv-r-14-14-gewinnermittlung-nach-der-tonnage-zinseinnahmen-in-der-investitionsphase","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-14-14-gewinnermittlung-nach-der-tonnage-zinseinnahmen-in-der-investitionsphase\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;14\/14 &#8211; Gewinnermittlung nach der Tonnage, Zinseinnahmen in der Investitionsphase"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.4.2017, IV R 14\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.130417.IVR14.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewinnermittlung nach der Tonnage, Zinseinnahmen in der Investitionsphase<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei der Feststellung eines Gewinns aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr i.S. des &sect; 5a EStG handelt es sich um eine gesondert festzustellende Besteuerungsgrundlage.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Unmittelbar mit dem Einsatz oder der Vercharterung eines Handelsschiffs zusammenh&auml;ngende Neben- und Hilfsgesch&auml;fte i.S. des &sect; 5a Abs. 2 Satz 2 EStG setzen einen besonders engen Zusammenhang voraus.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Kapitalanlagen stellen jedenfalls in der Investitionsphase eines Schiffsbetriebs keine Hilfsgesch&auml;fte dar, die unmittelbar mit dem Einsatz oder der Vercharterung des (ersten) Schiffs zusammenh&auml;ngen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts Hamburg vom 17. Januar 2014&nbsp;&nbsp;6 K 19\/13 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Klage wird abgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Au&szlig;ergerichtliche Kosten der Beigeladenen werden nicht erstattet.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine in 2005 gegr&uuml;ndete Ein-Schiff-Gesellschaft in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG, die im November 2005 ab dem Jahr 2005 zur Besteuerung nach der Tonnage optierte. Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung und Vertretung der Kl&auml;gerin oblagen im Streitjahr (2006) der pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafterin, der A-GmbH. Diese nahm am Gewinn und Verlust der Gesellschaft nicht teil. Gr&uuml;ndungskommanditisten waren die B-GmbH &#038; &#8230; KG (Beigeladene zu 1.), die C-AG (Beigeladene zu 2.) und die D-GmbH (Beigeladene zu 3.) mit Kommanditeinlagen in H&ouml;he von insgesamt 230.000&nbsp;US-$.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Verm&ouml;gensanlage &quot;&#8230;&quot; wurde Kapitalanlegern die M&ouml;glichkeit geboten, sich &uuml;ber einen Treuh&auml;nder &#8211;die Beigeladene zu 3.&#8211; (Treuh&auml;nderin) an insgesamt sieben Ein-Schiff-Gesellschaften (jeweils in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG), deren Gesellschaftszweck jeweils der Erwerb und Betrieb eines Containerschiffs war, als Kommanditist zu beteiligen. Die Kl&auml;gerin ist eine dieser Gesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;6 der Gesellschaftsvertr&auml;ge der Gesellschaften konnte die &Uuml;bernahme einer Kommanditbeteiligung bzw. die treuh&auml;nderische Erh&ouml;hung des Kommanditkapitals f&uuml;r Dritte nur zusammen mit einer entsprechenden Kommanditbeteiligung an den &uuml;brigen sechs Schifffahrtsgesellschaften erfolgen. Dabei beteiligte sich die Treuh&auml;nderin mit in den Gesellschaftsvertr&auml;gen festgelegten Anteilen zwischen 6,8 und 17,45&nbsp;% ihrer Gesamtbeteiligung an der jeweiligen Schiffsgesellschaft. Das gesamte Emissionskapital der sieben Schifffahrtsgesellschaften betrug &#8230;&nbsp;US-$. Die Quote der Kl&auml;gerin betrug hiervon 17,45&nbsp;%; dies entspricht einem Emissionskapital der Kl&auml;gerin von rd.&nbsp;&#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;US-$. Die von den Kapitalanlegern zu leistende Einzahlung war gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;7 der Gesellschaftsvertr&auml;ge entsprechend der Quoten auf die Schifffahrtsgesellschaften zu verteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einzahlungen der Anleger waren zuz&uuml;glich eines Agios von 5&nbsp;% bis zum 1.&nbsp;Juni 2006 vollst&auml;ndig zu leisten. Die Anleger beteiligten sich &uuml;ber die Treuh&auml;nderin; sie selbst wurden erst ab 2007 ins Handelsregister eingetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das erste der sieben Schiffe wurde im M&auml;rz 2005 abgeliefert, die sechs anderen Schiffe wurden im Zeitraum Juni 2006 bis Dezember 2007 &uuml;bergeben. Die &Uuml;bergabe des Schiffs der Kl&auml;gerin erfolgte im November 2007. Das Schiff kostete &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;US-$. 5&nbsp;% des Kaufpreises waren als Sicherheit bei der X-Bank zu hinterlegen. Die restlichen 95&nbsp;% waren bei &Uuml;bergabe zu zahlen. Bei Ablieferung des Schiffs wurde ein bereits im April 2005 zugesagtes Schiffshypothekendarlehen in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;US-$ in Anspruch genommen. Das Schiff wird von der Kl&auml;gerin im internationalen Verkehr betrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das eingezahlte Kommanditkapital &#8211;noch&#8211; nicht f&uuml;r die Finanzierung der Kaufpreise und der fondsabh&auml;ngigen Kosten bzw. f&uuml;r die Abl&ouml;sung von bestehenden Finanzierungen verwendet wurde, erfolgte seine zinsbringende Anlage bis zur prospektgem&auml;&szlig;en Verwendung durch die Treuh&auml;nderin &uuml;ber deren Treuhandkonto. Die Treuh&auml;nderin legte die Betr&auml;ge als Callgeld-Anlage bei der Y-Bank AG an. Aus dieser Kapitalanlage erhielt die Kl&auml;gerin f&uuml;r das Streitjahr Zinsen in H&ouml;he von 203.057,99&nbsp;EUR, die ihr &uuml;ber ihr sog. Mittelverwendungskonto zuflossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem erzielte die Kl&auml;gerin in H&ouml;he von rd.&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR Festgeldzinsen aus der Anlage der Anzahlung von 5&nbsp;% des Kaufpreises.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Prognose im Prospekt wurde f&uuml;r die Kl&auml;gerin eine Liquidit&auml;tsreserve von &#8230;&nbsp;US-$ f&uuml;r die Investitionsphase ermittelt. Bei der &Uuml;bersicht &uuml;ber die Finanzierung waren Zinsen als Finanzierungsbeitrag nicht vorgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer im Dezember 2007 eingegangenen Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Grundlagen f&uuml;r die Einkommensbesteuerung 2006 erkl&auml;rte die Kl&auml;gerin Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) in H&ouml;he von rd.&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR, und zwar einen Gewinn nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR und das Ergebnis aus Sonderbilanzen nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;3 EStG in H&ouml;he von rd.&nbsp;&#8230;&nbsp;EUR. Dabei ging sie davon aus, dass die streitigen Zinsen in vollem Umfang auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entfielen und daher durch &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG abgegolten seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) vertrat zun&auml;chst die Ansicht, dass alle Zinsen nicht durch &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG abgegolten seien, da es sich nicht um Zinsen aus einem laufenden Gesch&auml;ftskonto handele. Damit bestehe kein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Betrieb des Schiffs. Sp&auml;ter &auml;nderte das FA bez&uuml;glich der Festgeldzinsen seine Ansicht, da es sich bei der geleisteten Sicherheit um ein Hilfsgesch&auml;ft gehandelt habe, und sah nur noch die Zinsen aus dem Treuhandkonto als nicht durch &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG abgegolten an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Auml;nderungsbescheid vom 4.&nbsp;November 2011 ber&uuml;cksichtigte das FA dementsprechend neben einem &quot;Gewinn aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr i.S.d. &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG&quot; in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR und Verg&uuml;tungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;3 EStG u.a. einen als &quot;laufender Gewinn, der neben dem Gewinn nach &sect;&nbsp;5a EStG zu erfassen ist (nach Quote verteilt)&quot; bezeichneten Betrag von 203.058&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtete sich der Einspruch der Kl&auml;gerin, den sie damit begr&uuml;ndete, dass auch die Zinsertr&auml;ge aus dem Treuhandkonto aus einem Hilfsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG resultierten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Einspruchsentscheidung vom 23.&nbsp;Januar 2013 &auml;nderte das FA den &Auml;nderungsbescheid vom 4.&nbsp;November 2011 u.a. dahin, dass es als &quot;laufender Gewinn, der neben dem Gewinn nach &sect;&nbsp;5a EStG zu erfassen ist (nach Quote verteilt)&quot; nun einen Betrag von 172.000&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigte. Im &Uuml;brigen wurde der Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die mit den Zinsertr&auml;gen in H&ouml;he von 203.058&nbsp;EUR zusammenh&auml;ngende Belastung der Gesellschaft mit Gewerbesteuer ber&uuml;cksichtigte das FA als R&uuml;ckstellung in einer gesch&auml;tzten H&ouml;he von 27.000&nbsp;EUR. Au&szlig;erdem erfasste es einen gesch&auml;tzten Aufwand in H&ouml;he von 4.058&nbsp;EUR f&uuml;r eventuell im Zusammenhang mit der Anlage und Verwaltung des Treuhandkontos entstandene Betriebsausgaben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der daraufhin erhobenen Klage mit Urteil vom 17.&nbsp;Januar 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;19\/13 statt. Das FA habe bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 EStG zu Unrecht neben dem gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG in H&ouml;he von 0&nbsp;EUR ermittelten Gewinn und den gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;4a Satz&nbsp;3 EStG hinzugerechneten Verg&uuml;tungen Zinsertr&auml;ge in H&ouml;he von 172.000&nbsp;EUR als laufenden Gewinn erfasst. Gegenstand des Klagebegehrens sei allein die Feststellung des laufenden, nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 und &sect;&nbsp;5 EStG ermittelten Gewinns, der neben dem Gewinn nach &sect;&nbsp;5a EStG erfasst worden sei. Insoweit handele es sich um eine selbst&auml;ndige Feststellung. Zu Unrecht habe das FA bei den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb zus&auml;tzlich 172.000&nbsp;EUR als laufenden Gewinn erfasst. Bei den diesem Betrag zugrunde liegenden Zinsertr&auml;gen handele es sich um Ertr&auml;ge aus Hilfsgesch&auml;ften, die dem nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG ermittelten Gewinn zuzuordnen seien. Bei einem Schifffahrtsbetrieb seien Ma&szlig;nahmen, die auf den Erwerb eines Seeschiffs gerichtet seien, Hilfsgesch&auml;fte des Unternehmens. Danach stammten die streitigen Zinsen aus einem Hilfsgesch&auml;ft, denn die Anlage des zum 1.&nbsp;Juni 2006 eingezogenen Kapitals und die hierdurch erworbenen Zinsen h&auml;tten dem Erwerb bzw. dem Betrieb des Schiffs gedient. Zwischen dem Hilfsgesch&auml;ft und dem Betrieb des MS &quot;&#8230;&quot; im internationalen Verkehr habe auch ein unmittelbarer Zusammenhang i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG bestanden, da die erzielten Zinsen f&uuml;r den Schiffsbetrieb eingesetzt worden seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seiner hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt das FA eine Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beigeladenen haben im Revisionsverfahren keine Antr&auml;ge gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angegriffenen Urteils und zur Abweisung der Klage. Zu Recht ist das FA in dem angegriffenen Bescheid davon ausgegangen, dass die streitigen Zinseinnahmen nicht von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst sind. Es steht zwar bestandskr&auml;ftig fest, dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr ihren Gewinn, soweit er auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, nach &sect;&nbsp;5a EStG ermitteln durfte (dazu&nbsp;I.). Entgegen der Auffassung des FG werden die streitigen Zinseinnahmen jedoch nicht von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst (dazu&nbsp;II.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Frage, ob die Kl&auml;gerin wirksam zur Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5a EStG optiert hat, kann im Streitfall nicht mehr gepr&uuml;ft werden. Denn es ist bestandskr&auml;ftig festgestellt, dass der Gewinn der Kl&auml;gerin, soweit er auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, nach &sect;&nbsp;5a EStG zu ermitteln ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist bei einem Gewerbebetrieb mit Gesch&auml;ftsleitung im Inland der Gewinn, soweit er auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, auf unwiderruflichen Antrag des Steuerpflichtigen an Stelle der Ermittlung nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 oder &sect;&nbsp;5 EStG nach der in seinem Betrieb gef&uuml;hrten Tonnage zu ermitteln, wenn die Bereederung dieser Handelsschiffe im Inland durchgef&uuml;hrt wird. Nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 des Einkommensteuergesetzes in der am 31.&nbsp;Dezember 2003 geltenden Fassung (EStG 2003), der nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;15 Satz&nbsp;3 EStG im Streitfall noch anzuwenden ist, kann der Antrag auf Anwendung der Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG mit Wirkung ab dem jeweiligen Wirtschaftsjahr bis zum Ende des zweiten Wirtschaftsjahres gestellt werden, das auf das Wirtschaftsjahr folgt, in dem der Steuerpflichtige durch den Gewerbebetrieb erstmals Eink&uuml;nfte aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr erzielt (Erstjahr).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie der Senat mit Urteil vom 16.&nbsp;Januar 2014 IV&nbsp;R&nbsp;15\/13 (BFHE 244, 364, BStBl II 2014, 774) entschieden hat, beginnt die Antragsfrist des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG 2003 fr&uuml;hestens ab dem Wirtschaftsjahr, in dem der Steuerpflichtige auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG erf&uuml;llt. Das war im Streitfall fr&uuml;hestens das Jahr 2007, denn erst in diesem Jahr hat die Kl&auml;gerin ihr Schiff erstmals eingesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FA ist in dem angegriffenen Bescheid allerdings (noch) davon ausgegangen, dass Erstjahr i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG 2003 das Wirtschaftsjahr sei, in dem der Steuerpflichtige mit seiner auf die Erzielung von Eink&uuml;nften aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 EStG gerichteten T&auml;tigkeit begonnen habe. Hierunter falle auch der als Hilfsgesch&auml;ft zu beurteilende Abschluss eines Bau- oder Kaufvertrages f&uuml;r ein zum Betrieb im internationalen Verkehr bestimmtes Handelsschiff. Danach habe die Kl&auml;gerin bereits im Jahr 2005 wirksam mit Wirkung zum 1.&nbsp;Januar 2005 zur Gewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5a EStG optiert, so dass ihr Gewinn, soweit er auf den Betrieb eines Handelsschiffs im internationalen Verkehr gerichtet sei, wegen der zehnj&auml;hrigen Bindungsfrist (&sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG 2003) auch im Streitjahr nach &sect;&nbsp;5a EStG zu ermitteln sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Ergebnis zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass es sich bei der Feststellung im angegriffenen Bescheid &quot;Gewinn aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr i.S.d. &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG&quot; und der Feststellung &quot;laufender Gewinn, der neben dem Gewinn nach &sect;&nbsp;5a EStG zu erfassen ist (nach Quote verteilt)&quot; um jeweils gesondert festzustellende Besteuerungsgrundlagen handelt, die selbst&auml;ndig anfechtbar sind und daher auch unabh&auml;ngig voneinander in Bestandskraft erwachsen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) werden die Besteuerungsgrundlagen abweichend von &sect;&nbsp;157 Abs.&nbsp;2 AO durch Feststellungsbescheid gesondert festgestellt, soweit dies in diesem Gesetz oder sonst in den Steuergesetzen bestimmt ist. Nach &sect;&nbsp;179 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 AO wird die gesonderte Feststellung gegen&uuml;ber mehreren Beteiligten einheitlich vorgenommen, wenn dies gesetzlich bestimmt ist oder der Gegenstand der Feststellung mehreren Personen zuzurechnen ist. Gesondert festgestellt werden nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO insbesondere die einkommensteuerpflichtigen Eink&uuml;nfte und mit ihnen im Zusammenhang stehende andere Besteuerungsgrundlagen, wenn an den Eink&uuml;nften mehrere Personen beteiligt sind und die Eink&uuml;nfte diesen Personen steuerlich zuzurechnen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu den danach ausnahmsweise gesondert festzustellenden Besteuerungsgrundlagen geh&ouml;rt auch die Frage, ob die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5a EStG vorliegen, demzufolge bestimmte gewerbliche Eink&uuml;nfte nach der in dieser Vorschrift geregelten besonderen Gewinnermittlungsart zu ermitteln sind. Ob der Gewinn nach &sect;&nbsp;5a EStG oder nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zu ermitteln ist, ist z.B. von Bedeutung (vgl. &sect;&nbsp;182 Abs.&nbsp;1 AO) f&uuml;r die Frage der Verrechnung von Gewinnen mit festgestellten verrechenbaren Verlusten. So ist nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;4 EStG f&uuml;r die Anwendung des &sect;&nbsp;15a EStG nur der im Wege einer &quot;Schattenberechnung&quot; nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 oder &sect;&nbsp;5 EStG ermittelte Gewinn zugrunde zu legen (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 31.&nbsp;Mai 2012 IV&nbsp;R&nbsp;14\/09, BFHE 238, 38, BStBl II 2013, 673). Es bedarf danach einer gesonderten Feststellung der Eink&uuml;nfte, die nach &sect;&nbsp;5a EStG ermittelt werden und dementsprechend auch einer gesonderten Feststellung der Eink&uuml;nfte, die nicht nach &sect;&nbsp;5a EStG ermittelt wurden und daher auch nicht von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Mit ihrer Klage hat die Kl&auml;gerin geltend gemacht, die streitigen Zinsen resultierten aus Hilfsgesch&auml;ften ihres Betriebs von Handelsschiffen im internationalen Verkehr und unterfielen daher der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG. Dementsprechend sei neben dem nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG ermittelten laufenden Gewinn im Streitfall kein nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zu ermittelnder laufender Gewinn mehr festzustellen. Die Kl&auml;gerin wendet sich damit allein gegen die gesonderte Feststellung des im angegriffenen Bescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung festgestellten laufenden, nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG ermittelten Gewinns (im Bescheid bezeichnet als &quot;laufender Gewinn, der neben dem Gewinn nach &sect;&nbsp;5a EStG zu erfassen ist (nach Quote verteilt)&quot;, und begehrt die ersatzlose Aufhebung dieser Feststellung. Damit ist die gesonderte Feststellung des nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG ermittelten Gewinns (im Bescheid als &quot;Gewinn aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr i.S.d. &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG&quot; bezeichnet) bestandskr&auml;ftig geworden. F&uuml;r den Streitfall ist daher davon auszugehen, dass im Streitjahr der Gewinn der Kl&auml;gerin, soweit er auf den Betrieb eines Handelsschiffs im internationalen Verkehr entf&auml;llt, nach &sect;&nbsp;5a EStG zu ermitteln war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Entgegen der Auffassung des FG sind die streitigen, der Kl&auml;gerin zuzurechnenden (dazu II.1.) Zinseinnahmen jedoch nicht von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst, denn sie entfallen weder direkt auf den Betrieb eines Handelsschiffs im internationalen Verkehr noch h&auml;ngen die zugrunde liegenden Kapitalanlagen als Neben- oder Hilfsgesch&auml;ft unmittelbar mit dem Einsatz eines solchen Schiffs oder seiner Vercharterung zusammen (dazu II.2. und II.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu Recht hat das FA die streitigen Zinseink&uuml;nfte in die gesonderte und einheitliche Feststellung der gemeinschaftlich erzielten Eink&uuml;nfte nach &sect;&nbsp;180 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 Buchst.&nbsp;a AO der Kl&auml;gerin einbezogen. Denn es handelt sich um der Kl&auml;gerin zuzurechnende Eink&uuml;nfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach den den Senat bindenden (vgl. &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) Feststellungen des FG handelte die Treuh&auml;nderin, die das von den Anlegern auf das Treuhandkonto eingezahlte Kapital, soweit es noch nicht ben&ouml;tigt wurde, als Callgeld im eigenen Namen, aber auf Rechnung der Kl&auml;gerin angelegt hat, insoweit als Treuh&auml;nderin der Kl&auml;gerin; die daraus erzielten Zinsen seien der Kl&auml;gerin &uuml;ber ihr Mittelverwendungskonto zugeflossen, standen ihr also auch nach Ansicht des Mittelverwendungskontrolleurs zu. Auch die Kl&auml;gerin selbst hat die von den Anlegern zur Erf&uuml;llung ihrer Einlageverpflichtung auf das Treuhandkonto gezahlten Betr&auml;ge bereits als ihr zustehende Forderung gegen die Treuh&auml;nderin bilanziert. Revisionsrechtlich ist danach davon auszugehen, dass die Anleger mit der Einzahlung des Kapitals auf das Treuhandkonto der Treuh&auml;nderin der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber ihre Einlageverpflichtung erf&uuml;llt haben und die Treuh&auml;nderin dieses Kapital als Treuh&auml;nderin f&uuml;r die Kl&auml;gerin angelegt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Handelsschiffe werden nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG im internationalen Verkehr betrieben, wenn eigene oder gecharterte Seeschiffe, die im Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend in einem inl&auml;ndischen Seeschiffsregister eingetragen sind, in diesem Wirtschaftsjahr &uuml;berwiegend zur Bef&ouml;rderung von Personen oder G&uuml;tern im Verkehr mit oder zwischen ausl&auml;ndischen H&auml;fen, innerhalb eines ausl&auml;ndischen Hafens oder zwischen einem ausl&auml;ndischen Hafen und der Hohen See eingesetzt werden. Nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG geh&ouml;ren zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr auch ihre Vercharterung, wenn sie vom Vercharterer ausger&uuml;stet worden sind, und die unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;ngenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte einschlie&szlig;lich der Ver&auml;u&szlig;erung der Handelsschiffe und der unmittelbar ihrem Betrieb dienenden Wirtschaftsg&uuml;ter.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Grundlage der Gewinne, soweit sie i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entfallen, sind im Wesentlichen die Umsatzerl&ouml;se, die sich aus der origin&auml;ren unternehmerischen Bet&auml;tigung, d.h. dem Betrieb der Schiffe ergeben. Erfasst sind mithin die vorliegend nicht streitigen Zeitchartererl&ouml;se sowie die Erl&ouml;se aus freier Fahrt. Die Erzielung von Zinseinnahmen ist demgegen&uuml;ber nicht Gegenstand des Unternehmens, so dass eine Einbeziehung in den Tonnagegewinn nur als Hilfs- oder Nebengesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG in Betracht kommen kann (vgl. Urteil des Nieders&auml;chsischen FG vom 23.&nbsp;November 2010&nbsp;&nbsp;8&nbsp;K&nbsp;347\/09).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nebengesch&auml;fte sind solche Gesch&auml;fte, die nicht den eigentlichen Zweck der unternehmerischen Bet&auml;tigung ausmachen und sich auch nicht notwendig aus dem eigentlichen Gesch&auml;ftsbetrieb ergeben, aber in seiner Folge vorkommen und nebenbei mit erledigt werden. Hilfsgesch&auml;fte sind solche Gesch&auml;fte, die der Gesch&auml;ftsbetrieb &uuml;blicherweise mit sich bringt und die die Aufnahme, Fortf&uuml;hrung und Abwicklung der Hauptt&auml;tigkeit erst erm&ouml;glichen. W&auml;hrend Nebengesch&auml;fte regelm&auml;&szlig;ig bei Gelegenheit des Hauptgesch&auml;fts, also zeitlich neben diesem vorkommen, ist es f&uuml;r Hilfsgesch&auml;fte, die in einer funktionalen Beziehung zum Hauptgesch&auml;ft stehen, typisch, dass sie dem Hauptgesch&auml;ft auch zeitlich vorgehen k&ouml;nnen (z.B. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;September 2013 IV&nbsp;R&nbsp;46\/10, BFHE 243, 223, BStBl II 2014, 253; ferner BFH-Urteil vom 24.&nbsp;November 1983 IV&nbsp;R&nbsp;74\/80, BFHE 139, 569, BStBl II 1984, 155, zu &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sowohl Hilfs- als auch Nebengesch&auml;fte geh&ouml;ren nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG aber nur dann zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr, wenn sie unmittelbar mit deren Einsatz oder Vercharterung zusammenh&auml;ngen. Mit dem Merkmal der Unmittelbarkeit soll sichergestellt werden, dass nicht s&auml;mtliche mit dem Einsatz oder der Vercharterung eines Handelsschiffs im internationalen Verkehr zusammenh&auml;ngenden Gesch&auml;fte in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;5a EStG einbezogen werden, sondern nur solche, die in einem besonderen, engen Zusammenhang mit dem Einsatz oder der Vercharterung eines Handelsschiffs stehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Begriff &quot;unmittelbar&quot; als Gegensatz zu &quot;mittelbar&quot; beinhaltet seinem Wortsinn nach eine direkte bzw. dichte, nicht durch etwas Drittes bzw. einen Dritten vermittelte Verbindung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Abweichendes ergibt sich nicht aus der Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;5a EStG wurde durch Art.&nbsp;6 Nr.&nbsp;1 des Gesetzes zur Anpassung der technischen und steuerlichen Bedingungen in der Seeschiffahrt an den internationalen Standard (Seeschiffahrtsanpassungsgesetz) vom 9.&nbsp;September 1998 (BGBl I 1998, 2860) in das EStG eingef&uuml;gt und ersetzte die Steuererm&auml;&szlig;igung nach &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG a.F. Der hier streitige Begriff der &quot;unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;n-genden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte&quot; wurde dabei im Wesentlichen inhaltsgleich aus &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG a.F. &uuml;bernommen, ohne dass dies in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs n&auml;her erl&auml;utert wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Nach der Rechtslage zu &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG vor 1974, der noch keine Regelung zu Neben- und Hilfsgesch&auml;ften enthielt, waren zun&auml;chst nur solche Eink&uuml;nfte beg&uuml;nstigt, die unmittelbar aus Bef&ouml;rderungsleistungen eines deutschen Schiffs im internationalen Verkehr herr&uuml;hrten. Daher waren z.B. Sonderabschreibungen auf Anzahlungen f&uuml;r ein im Bau befindliches Seeschiff nicht von der Beg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG vor 1974 erfasst (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;M&auml;rz 1973 IV&nbsp;R&nbsp;60\/70, BFHE 109, 235, BStBl II 1973, 608). Ebenfalls au&szlig;er Ansatz blieben Zinseinnahmen aus Guthaben, die zur Finanzierung von Schiffsbauten oder Reparaturen (w&auml;hrend des laufenden Schiffsbetriebs) vorgesehen waren (BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Februar 1968 VI&nbsp;R&nbsp;193\/66, BFHE 91, 569, BStBl II 1968, 432), w&auml;hrend umgekehrt Zinsaufwendungen f&uuml;r Fremdmittel zum Erwerb eines neuen Schiffs die beg&uuml;nstigten Eink&uuml;nfte nicht minderten (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;November 1973 I&nbsp;R&nbsp;21\/72, BFHE 111, 399, BStBl II 1974, 378). Letzteres hatte zur Folge, dass die beg&uuml;nstigten Eink&uuml;nfte eines reinen Schifffahrtsunternehmens h&ouml;her sein konnten als die insgesamt zu versteuernden gewerblichen Eink&uuml;nfte, obwohl der aufgenommene Kredit in engem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den durch ihn erm&ouml;glichten k&uuml;nftigen beg&uuml;nstigten Bef&ouml;rderungsleistungen stand. Die Beschr&auml;nkung der Beg&uuml;nstigung auf Eink&uuml;nfte aus den oben beschriebenen Bef&ouml;rderungsleistungen machte schlie&szlig;lich komplizierte Zu- und Abrechnungen erforderlich. Dem wollte der Gesetzgeber mit der Neufassung des &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG durch das Zweite Steuer&auml;nderungsgesetz 1973 vom 18.&nbsp;Juli 1974 (BGBl I 1974, 1489) begegnen, demzufolge zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr nun (u.a.) auch &quot;die mit dem Betrieb und der Vercharterung von Handelsschiffen in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte&quot; geh&ouml;ren sollten. Die Neufassung bezweckte eine Vereinfachung dadurch, dass Zu- und Abrechnungen zur Ermittlung der steuerbeg&uuml;nstigten Schifffahrtseink&uuml;nfte k&uuml;nftig nicht mehr vorgenommen werden sollten (vgl. BTDrucks 7\/1470, S.&nbsp;66, und BTDrucks 7\/1871, S.&nbsp;2).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Es kann zwar davon ausgegangen werden, dass der Gesetzgeber bei &Uuml;bernahme des Satzteils &quot;die mit dem Betrieb und der Vercharterung von Handelsschiffen in unmittelbarem Zusammenhang stehenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte&quot; aus &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG a.F. in &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG insoweit keine &Auml;nderung bezweckte. Denn auch wenn es sich bei &sect;&nbsp;5a EStG und &sect;&nbsp;34c EStG a.F. um unterschiedliche Steuerbeg&uuml;nstigungen handelt, stellten sich ohne den streitigen Satzteil die gleichen Zu- und Abrechnungsschwierigkeiten, die durch die Neufassung des &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG a.F. seinerzeit vermieden werden sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ungeachtet dessen zeigt sich aber durch die Verwendung des Begriffs &quot;unmittelbar&quot; sowohl in &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;3 EStG a.F. als auch in &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG, dass der Gesetzgeber eine Beschr&auml;nkung der mit dem Einsatz bzw. Betrieb und der Vercharterung der Handelsschiffe im Zusammenhang stehenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte bezweckte, also gerade nicht alle mit dem Schiffsbetrieb zusammenh&auml;ngenden Neben- oder Hilfsgesch&auml;fte erfassen wollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Daf&uuml;r, dass der in &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG verwendete Begriff eines unmittelbaren Zusammenhangs einen besonderen, engen Zusammenhang zwischen Haupt- und Hilfs- bzw. Nebengesch&auml;ft meint, spricht schlie&szlig;lich auch der Subventionscharakter des &sect;&nbsp;5a EStG. &sect;&nbsp;5a EStG stellt eine regelm&auml;&szlig;ig erheblich steuerentlastend wirkende Subventionsvorschrift dar, die die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit des Steuerpflichtigen nicht ann&auml;hernd wirklichkeitsgerecht widerspiegelt (vgl. BFH-Urteile vom 20.&nbsp;November 2006 VIII&nbsp;R&nbsp;33\/05, BFHE 216, 89, BStBl II 2007, 261, und in BFHE 238, 38, BStBl II 2013, 673, Rz&nbsp;37). Innerhalb des &sect;&nbsp;5a EStG dient die Einbeziehung der Hilfs- und Nebengesch&auml;fte in die Beg&uuml;nstigung, wie dargelegt, lediglich der Vereinfachung, um Zu- und Abrechnungen zur Ermittlung der steuerbeg&uuml;nstigten Schifffahrtseink&uuml;nfte zu vermeiden. Auf diese Weise werden in die Beg&uuml;nstigung also aus Vereinfachungsgr&uuml;nden auch Eink&uuml;nfte aus solchen Gesch&auml;ften einbezogen, die f&uuml;r sich gesehen nicht zu den an sich zu beg&uuml;nstigenden Eink&uuml;nften &#8211;den Gewinnen aus der Bef&ouml;rderung bzw. Vercharterung&#8211; geh&ouml;ren. Dies rechtfertigt es, den Umfang der durch &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG in die Beg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;5a EStG einbezogenen Gesch&auml;fte eng zu ziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ob danach ein Hilfs- oder Nebengesch&auml;ft in einem besonderen, engen Zusammenhang mit dem Einsatz oder der Vercharterung eines Handelsschiffs steht, l&auml;sst sich nicht allgemein, sondern nur im Einzelfall nach dem Zweck des Gesetzes entscheiden. Dabei kann allerdings &#8211;insbesondere im Hinblick auf Kapitalanlagen&#8211; von folgenden Grunds&auml;tzen ausgegangen werden:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ma&szlig;nahmen in der Investitionsphase einer auf die Erzielung von Eink&uuml;nften gerichteten T&auml;tigkeit sind regelm&auml;&szlig;ig dadurch gekennzeichnet, dass sie Ausgaben verursachen. Es werden insbesondere die f&uuml;r die T&auml;tigkeit erforderlichen Wirtschaftsg&uuml;ter erworben bzw. angemietet und das erforderliche Personal angestellt. Dazu geh&ouml;rt grunds&auml;tzlich auch die Beschaffung des erforderlichen Kapitals insbesondere durch die Aufnahme von Darlehen, aber auch durch die Einwerbung von Anlegerkapital.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Gesch&auml;fte, die darauf gerichtet sind, Eink&uuml;nfte zu erzielen, um diese f&uuml;r eine andere, auf Eink&uuml;nfteerzielung gerichtete T&auml;tigkeit zu verwenden, stellen demgegen&uuml;ber grunds&auml;tzlich keine Vorbereitungshandlung f&uuml;r eine andere, sondern eine eigene, auf die Erzielung von Eink&uuml;nften gerichtete T&auml;tigkeit dar. Bei derartigen Gesch&auml;ften handelt es sich daher im Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;5a EStG regelm&auml;&szlig;ig nicht um unmittelbar mit dem Einsatz bzw. der Vercharterung eines Schiffs zusammenh&auml;ngende Hilfsgesch&auml;fte. Dementsprechend stellt z.B. die Ver&auml;u&szlig;erung eines Schiffs mit dem Ziel, aus dem Erl&ouml;s erst das i.S. des &sect;&nbsp;5a EStG betriebene Schiff zu erwerben, kein Hilfsgesch&auml;ft nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG dar (BFH-Urteil in BFHE 243, 223, BStBl II 2014, 253). Entsprechendes gilt f&uuml;r Kapitalanlagen in der Investitionsphase eines auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr gerichteten Unternehmens. Auch sie stellen danach grunds&auml;tzlich keine Hilfsgesch&auml;fte dar, die unmittelbar mit dem Einsatz oder der Vercharterung des (ersten) Schiffs zusammenh&auml;ngen, sondern sind eigenst&auml;ndige, auf die Erzielung von Ertr&auml;gen gerichtete Anlageentscheidungen. Das gilt entgegen der Auffassung des FG selbst dann, wenn die Ertr&auml;ge aus der Kapitalanlage f&uuml;r den Schiffsbetrieb verwendet werden. Dem steht auch der Zweck der Aufnahme von Hilfs- und Nebengesch&auml;ften in den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;5a EStG nicht entgegen. Denn es ist nicht ersichtlich, dass die Nichterfassung derartiger Kapitalertr&auml;ge im Vorfeld der Indienststellung die Gewinnermittlung erheblich erschwert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abweichendes gilt lediglich f&uuml;r Zinsertr&auml;ge aus laufenden Gesch&auml;ftskonten. Derartige Konten sind regelm&auml;&szlig;ig schon f&uuml;r die finanzielle Abwicklung in der Investitionsphase erforderlich. Ihre Einrichtung ist nicht auf die Erzielung von Ertr&auml;gen gerichtet, sondern auf die Abwicklung des auch in der Investitionsphase bereits erforderlichen Gesch&auml;ftsverkehrs. Die Einrichtung derartiger Konten stellt daher ein Hilfsgesch&auml;ft dar, das im unmittelbaren Zusammenhang mit dem (sp&auml;teren) Einsatz bzw. der Vercharterung des Schiffs steht. Werden Guthaben auf derartigen Konten verzinst, sind die daraus erzielten Kapitalertr&auml;ge (ebenso wie etwa sich daraus ergebende Schuldzinsen) von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst (ebenso im Ergebnis Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 12.&nbsp;Juni 2002 IV&nbsp;A&nbsp;6-S&nbsp;2133a-11\/02, BStBl I 2002, 614, Rz&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ausgehend von den dargestellten Grunds&auml;tzen werden die streitigen Kapitalertr&auml;ge nicht von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst. Denn es fehlt am erforderlichen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Kapitalanlage und dem Einsatz bzw. der Vercharterung des Schiffs der Kl&auml;gerin. Die streitigen Zinsen resultieren aus einer Kapitalanlage in sog. Callgeld. Dem liegt eine eigenst&auml;ndige Anlageentscheidung der Kl&auml;gerin zugrunde, die jedenfalls im Vorfeld des eigentlichen Schiffsbetriebs, der fr&uuml;hestens mit der Inbetriebnahme des (ersten) Schiffs beginnt, in keinem besonders engen Zusammenhang mit dem Einsatz oder der Vercharterung eines Handelsschiffs steht. Anders als die Beigeladenen zu 2. und 3. meinen, kommt es auch nicht darauf an, ob Zinseink&uuml;nfte abkommensrechtlich dem Schiffsbetrieb zuzurechnen sind. Denn im Rahmen des &sect;&nbsp;5a EStG geht es nicht um die Frage, welchem Staat das Steueraufkommen zusteht, sondern um die Auslegung einer Subventionsnorm im Rahmen der Gewinnermittlung. Unerheblich ist schlie&szlig;lich, aus welchen Gr&uuml;nden die Kl&auml;gerin die Kapitalanlageentscheidung getroffen hat. Es geht nicht darum, ob die Kl&auml;gerin die Anlageentscheidung treffen durfte oder gegen&uuml;ber ihren Kommanditisten dazu sogar verpflichtet war, sondern allein darum, ob die mit der Kapitalanlage erwirtschafteten Ertr&auml;ge mit dem pauschal nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG zu ermittelnden Gewinn abgegolten sind oder neben diesem nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG ermittelt werden und der Besteuerung als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb unterliegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die nicht der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG unterfallenden und daher vom FA zu Recht als laufender, nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG ermittelter (Gesamthands-)Gewinn erfassten Zinsen aus der Callgeld-Anlage zu hoch festgestellt wurden, sind weder vorgetragen noch sonst ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;139 Abs.&nbsp;4 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.4.2017, IV R 14\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.130417.IVR14.14.0 Gewinnermittlung nach der Tonnage, Zinseinnahmen in der Investitionsphase Leits&auml;tze 1. Bei der Feststellung eines Gewinns aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr i.S. des &sect; 5a EStG handelt es sich um eine gesondert festzustellende Besteuerungsgrundlage. 2. Unmittelbar mit dem Einsatz oder der Vercharterung eines Handelsschiffs zusammenh&auml;ngende Neben- &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-14-14-gewinnermittlung-nach-der-tonnage-zinseinnahmen-in-der-investitionsphase\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;14\/14 &#8211; Gewinnermittlung nach der Tonnage, Zinseinnahmen in der Investitionsphase<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67412","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67412","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67412"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67412\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}