{"id":67413,"date":"2017-07-01T08:27:59","date_gmt":"2017-07-01T06:27:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67413"},"modified":"2017-07-01T08:27:59","modified_gmt":"2017-07-01T06:27:59","slug":"iv-r-49-15-abgrenzung-gewerbesteuerrechtlich-unbeachtlicher-vorbereitungshandlungen-vom-beginn-einer-werbenden-taetigkeit-hilfsgeschaefte-eines-schiffsbetriebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-49-15-abgrenzung-gewerbesteuerrechtlich-unbeachtlicher-vorbereitungshandlungen-vom-beginn-einer-werbenden-taetigkeit-hilfsgeschaefte-eines-schiffsbetriebs\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;49\/15 &#8211; Abgrenzung gewerbesteuerrechtlich unbeachtlicher Vorbereitungshandlungen vom Beginn einer werbenden T&auml;tigkeit; Hilfsgesch&auml;fte eines Schiffsbetriebs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.4.2017, IV R 49\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.130417.IVR49.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Abgrenzung gewerbesteuerrechtlich unbeachtlicher Vorbereitungshandlungen vom Beginn einer werbenden T&auml;tigkeit; Hilfsgesch&auml;fte eines Schiffsbetriebs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unternommene verm&ouml;gensverwaltende T&auml;tigkeiten einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft stellen keine blo&szlig;en Vorbereitungshandlungen einer werbenden origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit, sondern eine eigenst&auml;ndige werbende T&auml;tigkeit dar, wenn sie das Ma&szlig; dessen &uuml;berschreiten, was zur Aufnahme der origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit erforderlich und &uuml;blich ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Handlungen, die keine blo&szlig;en Vorbereitungshandlungen eines sp&auml;teren Schiffsbetriebs darstellen, sind keine Hilfsgesch&auml;fte i.S. des &sect; 5a Abs. 2 Satz 2 EStG.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 28. Mai 2015&nbsp;&nbsp;1 K 91\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">A. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine sog. Ein-Schiff-Gesellschaft in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG. An der im Jahr 2006 gegr&uuml;ndeten Gesellschaft waren zun&auml;chst die X-GmbH und seit dem 1.&nbsp;Januar 2009 die Y-GmbH (GmbH) als Komplement&auml;rin ohne Einlage, sowie bis zum 1.&nbsp;Januar 2009 die beiden Kommanditisten A-KG und B-KG mit Einlagen von je 150.000&nbsp;EUR beteiligt. Zu Beginn des Streitjahres (2009) war die Kommanditeinlage der A-KG voll und die der B-KG in H&ouml;he von 1.000&nbsp;EUR eingezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zweck der Gesellschaft war nach ihrem Gesellschaftsvertrag der Erwerb und Betrieb eines Containerschiffs sowie alle damit zusammenh&auml;ngenden Gesch&auml;fte. Im Jahr 2007 schloss die Gesellschaft mit einer Werft in China einen Vertrag &uuml;ber den Bau und die Lieferung des Containerschiffs zu einem Kaufpreis von &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;US-$ und &#8230;&nbsp;Mio.&nbsp;EUR. Das Schiff wurde im Juni 2010 abgeliefert. Die Kl&auml;gerin beantragte den &Uuml;bergang zur Tonnagegewinnermittlung nach &sect;&nbsp;5a des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) ab dem 1.&nbsp;Januar 2010.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bauvertrag sah entsprechend dem Baufortschritt Teilzahlungen auf den Kaufpreis teils in US-$ und teils in EUR vor. Die Bauzeitfinanzierung wurde von der Z-Bank &uuml;bernommen. Um das Kursrisiko des Dollar-Bestandteils des Kaufpreises zu mindern, schloss die Kl&auml;gerin Devisen-Termingesch&auml;fte mit der Z-Bank ab. Bez&uuml;glich der bis zum Streitjahr noch nicht gezahlten drei Abschl&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt 10,8&nbsp;Mio.&nbsp;US-$ erwarb sie im Februar 2008 bei der Z-Bank durch Termin-Ankaufsgesch&auml;fte Dollarkontingente in H&ouml;he der vereinbarten Abschl&auml;ge zu den jeweiligen voraussichtlichen Zahlungsterminen zu einem Kurs von etwa 1,46&nbsp;US-$ f&uuml;r 1&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im November 2008 schloss die Kl&auml;gerin mit der Z-Bank Termin-Verkaufsgesch&auml;fte bez&uuml;glich der gleichen Betr&auml;ge zu einem Kurs von etwa 1,25&nbsp;US-$ f&uuml;r 1&nbsp;EUR. Im Dezember 2008 t&auml;tigte sie erneut Termink&auml;ufe auf Dollarkontingente f&uuml;r die ausstehenden Abschlagszahlungen zu einem Kurs von etwa 1,42&nbsp;US-$ f&uuml;r 1&nbsp;EUR, f&uuml;r die sie im Januar 2009 in gleicher H&ouml;he wiederum Terminverk&auml;ufe zum Kurs von etwa 1,29&nbsp;US-$ f&uuml;r 1&nbsp;EUR vereinbarte. Insgesamt schloss die Kl&auml;gerin bez&uuml;glich der drei Abschlagszahlungen zw&ouml;lf Termingesch&auml;fte &uuml;ber Dollar-An- oder -Verk&auml;ufe ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 13.&nbsp;Januar 2009 ersuchte die Kl&auml;gerin die Z-Bank, die ersten Devisen-Termingesch&auml;fte vom Februar und November 2008 am 15.&nbsp;Januar 2009 vorzeitig zu erf&uuml;llen. Sie begr&uuml;ndete die vorzeitige Abwicklung dieser Gesch&auml;fte auf den Antragsformularen der Z-Bank jeweils mit dem handschriftlichen Vermerk: &quot;Storno Schiffsbauvertr&auml;ge wurde erwogen&quot;. Die beiden Worte &quot;wurde erwogen&quot; sind auf den Formularen durchgestrichen. Gleiches geschah mit den Termingesch&auml;ften vom Dezember 2008 und Januar 2009 am 27.&nbsp;Januar 2009. Mit diesen Termingesch&auml;ften realisierte die Kl&auml;gerin Ertr&auml;ge in H&ouml;he von 1.281.745,95&nbsp;EUR zum 15.&nbsp;Januar 2009 sowie 752.987,78&nbsp;EUR zum 27.&nbsp;Januar 2009, d.h. insgesamt 2.034.733,73&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kurz zuvor, mit Vertr&auml;gen, die das Datum vom 2.&nbsp;Januar 2009 tragen, hatten A den voll eingezahlten Kommanditanteil der A-KG f&uuml;r 150.000&nbsp;EUR und C den nur zu 1.000&nbsp;EUR eingezahlten Kommanditanteil der B-KG f&uuml;r 1.000&nbsp;EUR erworben. Am 16. und 27.&nbsp;Januar 2009 entnahmen die beiden neuen Kommanditisten aus der Gesellschaft Betr&auml;ge in H&ouml;he von 1.280.000&nbsp;EUR und 750.000&nbsp;EUR, also insgesamt 2.030.000&nbsp;EUR, die auf beide je zur H&auml;lfte entfielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Devisentermingesch&auml;fte zur Begrenzung des Kursrisikos der an die Werft in US-$ zu leistenden Abschl&auml;ge wurden in der Folgezeit nicht mehr abgeschlossen. Die Zahlungen wurden stattdessen bei F&auml;lligkeit zu tages&uuml;blichen Wechselkursen fremdfinanziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte die im Streitjahr erzielten Gewinne aus den W&auml;hrungsgesch&auml;ften nicht als gesondert und einheitlich festzustellende Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb. Sie reichte auch keine Gewerbesteuererkl&auml;rung ein. Der Gewinn f&uuml;r das Streitjahr wurde zun&auml;chst erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gesondert und einheitlich festgestellt. Ein Gewerbesteuermessbescheid wurde nicht erlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung wurden die von der Kl&auml;gerin im Streitjahr erzielten W&auml;hrungsgewinne in H&ouml;he eines Betrags von 2.030.000&nbsp;EUR als steuerpflichtige Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb qualifiziert. Nach Auffassung der Pr&uuml;fer waren die W&auml;hrungsgewinne, soweit sie von A und C entnommen worden waren, nicht mit der Besteuerung nach der Tonnage abgegolten und deshalb in tats&auml;chlicher H&ouml;he zu besteuern. Entscheidend sei, dass die Ertr&auml;ge tats&auml;chlich nicht f&uuml;r die Finanzierung des Schiffs bereitgehalten worden, sondern unverz&uuml;glich in das Verm&ouml;gen der Kommanditisten abgeflossen seien. Durch die Entnahme der Gewinne seien die Gelder dauerhaft der Verwendung f&uuml;r betriebliche Zwecke entzogen worden und h&auml;tten nicht mehr dem Betrieb des Schiffs im internationalen Verkehr dienen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Auffassung der Pr&uuml;fer und erlie&szlig; am 5.&nbsp;September 2012 u.a. einen Bescheid f&uuml;r 2009 &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag, in dem der Gewinn mit 2.030.000&nbsp;EUR angesetzt und der Gewerbesteuermessbetrag auf &#8230;&nbsp;EUR festgesetzt wurde. Den hiergegen gerichteten Einspruch, den die Kl&auml;gerin damit begr&uuml;ndete, dass die streitigen Gewinne nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG den einkommensteuerlichen Gewinn nicht erh&ouml;hten und deshalb nach &sect;&nbsp;7 S&auml;tze&nbsp;1 und 3 des Gewerbesteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (GewStG) auch nicht gewerbesteuerpflichtig seien, wies das FA durch Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;Mai 2013 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die hiergegen gerichtete Klage mit Urteil vom 28.&nbsp;Mai 2015&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;91\/13 als unbegr&uuml;ndet ab und f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung im Wesentlichen aus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin habe im Streitjahr einen Gewerbebetrieb unterhalten. Sie habe damals den nach ihrem Gesellschaftsvertrag bezweckten Schiffsbetrieb noch nicht in Gang gesetzt, da das Schiff noch im Bau gewesen sei. Bei einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft wie der Kl&auml;gerin beginne die sachliche Gewerbesteuerpflicht jedoch mit der Aufnahme jedweder auf Gewinnerzielung gerichteten T&auml;tigkeit. Hinsichtlich der streitigen W&auml;hrungsgesch&auml;fte habe sich die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht der Kl&auml;gerin sp&auml;testens mit dem Ersuchen an die Z-Bank vom 13.&nbsp;Januar 2009, die gegenl&auml;ufigen Termingesch&auml;fte vorzeitig am 15.&nbsp;Januar 2009 zu erf&uuml;llen, manifestiert. Denn jedenfalls dadurch sei offenbar geworden, dass die Kl&auml;gerin mit den An- und Verkaufsgesch&auml;ften Eink&uuml;nfte habe erzielen wollen und den urspr&uuml;nglichen Zweck der Wechselkurssicherung nicht mehr verfolgt habe. Der Abschluss der &#8211;f&uuml;r die Erreichung des Gesellschaftszwecks weder erforderlichen noch n&uuml;tzlichen&#8211; Termin-Verkaufsgesch&auml;fte habe nur dem Zweck dienen k&ouml;nnen, aus dem Erwerb und dem Verkauf der gesicherten Dollarkontingente W&auml;hrungsgewinne zu erzielen. Mit diesen auf Einkunftserzielung gerichteten Handlungen habe die Kl&auml;gerin ihren Gewerbebetrieb in Gang gesetzt. Der Gewerbeertrag sei nicht nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;5a EStG, sondern nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zu ermitteln. Er sei auch nicht nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG zu k&uuml;rzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sie beantragt,<br \/>das FG-Urteil und die Einspruchsentscheidung vom 8.&nbsp;Mai 2013 aufzuheben und den Gewerbesteuermessbescheid 2009 vom 5.&nbsp;September 2012 dahin zu &auml;ndern, dass der Gewerbesteuermessbetrag auf 0&nbsp;EUR festgesetzt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Im Ergebnis zu Recht hat das FG entschieden, dass die Kl&auml;gerin bereits im Streitjahr einen Gewerbebetrieb unterhalten hat (dazu&nbsp;I.), dass der Gewinn aus den streitigen W&auml;hrungsgesch&auml;ften nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG der Gewerbesteuer unterliegt (dazu&nbsp;II.) und dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG nicht gegeben sind (dazu&nbsp;III.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Im Ergebnis zu Recht hat das FG entschieden, dass die Kl&auml;gerin bereits im Streitjahr einen Gewerbebetrieb unterhalten hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG unterliegt der Gewerbesteuer nur der stehende Gewerbebetrieb. Deshalb beginnt die sachliche Gewerbesteuerpflicht der unter &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG fallenden Gewerbebetriebe erst, wenn alle tatbestandlichen Voraussetzungen eines (origin&auml;ren oder fiktiven) Gewerbebetriebs erf&uuml;llt sind (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;2 bzw. Abs.&nbsp;3 EStG) und der Gewerbebetrieb in Gang gesetzt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ma&szlig;gebend f&uuml;r den Beginn des Gewerbebetriebs i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG ist der Beginn der werbenden T&auml;tigkeit. Davon abzugrenzen sind die blo&szlig;en, gewerbesteuerrechtlich noch unbeachtlichen Vorbereitungshandlungen. Der Zeitpunkt des Beginns der werbenden T&auml;tigkeit ist unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsauffassung nach den jeweiligen Umst&auml;nden des Einzelfalls zu ermitteln und kann f&uuml;r die verschiedenen Betriebsarten unterschiedlich zu bestimmen sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Was als werbende T&auml;tigkeit anzusehen ist, richtet sich nach dem von der Gesellschaft verfolgten Gegenstand ihrer T&auml;tigkeit. Dabei kann auch auf den im Gesellschaftsvertrag beschriebenen Gegenstand des Unternehmens zur&uuml;ckgegriffen werden. Allerdings handelt es sich lediglich um ein Indiz; letztlich ma&szlig;gebend ist die tats&auml;chlich ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die dargestellten Rechtsgrunds&auml;tze gelten gleicherma&szlig;en f&uuml;r Einzelgewerbetreibende wie f&uuml;r Personengesellschaften, und zwar unabh&auml;ngig von der Rechtsform ihrer Gesellschafter (st&auml;ndige Rechtsprechung, zuletzt z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 13.&nbsp;Oktober 2016 IV&nbsp;R&nbsp;21\/13, BFHE 256, 156, BStBl II 2017, 475).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Ebenso wie der Einzelunternehmer kann auch die Personengesellschaft mehrere Betriebe nacheinander betreiben (z.B. BFH-Urteile vom 3.&nbsp;April 2014 IV&nbsp;R&nbsp;12\/10, BFHE 245, 306, BStBl II 2014, 1000, und vom 20.&nbsp;November 2003 IV&nbsp;R&nbsp;5\/02, BFHE 204, 471, BStBl II 2004, 464).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Dementsprechend kann auch eine Personengesellschaft, deren Zweck nach ihrem Gesellschaftsvertrag (nur) der Erwerb und Betrieb eines Schiffs ist, vor Beginn dieses Schiffsbetriebs bereits einen anderen Gewerbebetrieb unterhalten, sofern sie tats&auml;chlich T&auml;tigkeiten entfaltet, die die Voraussetzungen eines Gewerbebetriebs i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GewStG erf&uuml;llen und sich nicht lediglich als Vorbereitungshandlungen des Schiffsbetriebs darstellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Stellen sich danach bestimmte T&auml;tigkeiten nicht lediglich als Vorbereitungshandlungen eines noch nicht in Gang gesetzten Gewerbebetriebs, sondern bereits als eigenst&auml;ndige werbende T&auml;tigkeit dar, bedeutet dies andererseits nicht, dass es sich bei dem damit schon in Gang gesetzten Gewerbebetrieb um einen gegen&uuml;ber dem an sich beabsichtigten Gewerbebetrieb eigenst&auml;ndigen Gewerbebetrieb handelt, der beendet wird, bevor die andere werbende T&auml;tigkeit aufgenommen wird. Vielmehr kann es sich auch um ein und denselben Gewerbebetrieb handeln, dessen Beginn zeitlich vorverlagert wurde und der sp&auml;ter lediglich um eine weitere T&auml;tigkeit erweitert wird. Insoweit ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass eine Personengesellschaft &#8211;anders als ein Einzelunternehmer&#8211; zur gleichen Zeit nur einen Gewerbebetrieb i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG unterhalten kann, selbst wenn sie gleichzeitig sachlich an sich selbst&auml;ndige T&auml;tigkeiten aus&uuml;bt (z.B. BFH-Urteil vom 7.&nbsp;September 2016 IV&nbsp;R&nbsp;31\/13, BFHE 255, 266, BStBl II 2017, 482). Ob im Einzelfall der bisherige Gewerbebetrieb eingestellt und ein neuer Gewerbebetrieb in Gang gesetzt wird oder ob ein bereits in Gang gesetzter Gewerbebetrieb lediglich um eine weitere werbende T&auml;tigkeit erweitert wird, richtet sich danach, ob der &quot;bisherige&quot; und der &quot;neue&quot; Betrieb bei wirtschaftlicher Betrachtung und nach der Verkehrsauffassung identisch sind. Hierf&uuml;r kann an die Kriterien angekn&uuml;pft werden, die f&uuml;r die Bestimmung der Unternehmensidentit&auml;t im Rahmen des &sect;&nbsp;10a GewStG entwickelt wurden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Auch die T&auml;tigkeit einer i.S. des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG gewerblich gepr&auml;gten verm&ouml;gensverwaltenden Personengesellschaft f&uuml;hrt zu einem stehenden Gewerbebetrieb i.S. des &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GewStG, obwohl diese Gesellschaft keine origin&auml;r gewerblichen Eink&uuml;nfte erzielt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 204, 471, BStBl II 2004, 464). F&uuml;r den Beginn des Gewerbebetriebs einer solchen Gesellschaft ist grunds&auml;tzlich auf die Aufnahme der verm&ouml;gensverwaltenden T&auml;tigkeit abzustellen. Ist eine Personengesellschaft allerdings zu dem Zweck gegr&uuml;ndet worden, eine origin&auml;r gewerbliche T&auml;tigkeit zu entfalten, und erf&uuml;llt diese Gesellschaft im &Uuml;brigen die Merkmale des &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG, beginnt der Gewerbebetrieb nicht allein wegen der in der Vorbereitungsphase der origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit &uuml;blicherweise anfallenden verm&ouml;gensverwaltenden T&auml;tigkeiten bereits mit deren Aufnahme (BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Mai 2016 IV&nbsp;R&nbsp;1\/13, BFHE 255, 65, BStBl II 2017, 489). Daher k&ouml;nnen selbst mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unternommene verm&ouml;gensverwaltende T&auml;tigkeiten einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft im Einzelfall noch als Vorbereitungshandlungen einer werbenden origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit zu werten sein. &Uuml;berschreiten die verm&ouml;gensverwaltenden T&auml;tigkeiten allerdings das Ma&szlig; dessen, was zur Aufnahme der origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit erforderlich und &uuml;blich ist, handelt es sich bei diesen T&auml;tigkeiten nicht mehr um blo&szlig;e Vorbereitungshandlungen der noch nicht aufgenommenen origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit, sondern um die Ingangsetzung eines Gewerbebetriebs, der mit der Aufnahme der Verm&ouml;gensanlage beginnt. Ob dieser Gewerbebetrieb vor Aufnahme der origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit endet oder um diese sp&auml;ter lediglich erweitert wird, richtet sich, wie dargelegt, danach, ob der &quot;bisherige&quot; und der &quot;neue&quot; Betrieb bei wirtschaftlicher Betrachtung und nach der Verkehrsauffassung identisch sind. Dabei ist ohne Bedeutung, ob die im Rahmen der Verm&ouml;gensanlage erwirtschafteten Mittel dem origin&auml;r gewerblichen Betrieb zugef&uuml;hrt oder f&uuml;r andere Zwecke verwendet worden sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Ausgehend von den dargestellten Rechtsgrunds&auml;tzen ist die Entscheidung des FG, die Kl&auml;gerin habe bereits im Streitjahr einen Gewerbebetrieb unterhalten, im Ergebnis revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar hat das FG bei seiner Entscheidung nicht ber&uuml;cksichtigt, dass es sich auch bei mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unternommenen T&auml;tigkeiten im Einzelfall um gewerbesteuerrechtlich unbeachtliche Vorbereitungshandlungen einer noch nicht aufgenommenen werbenden T&auml;tigkeit handeln kann. Auch unter Ber&uuml;cksichtigung der oben dargestellten Rechtsgrunds&auml;tze ergibt sich auf der Grundlage der Feststellungen des FG aber, dass es sich bei den von der Kl&auml;gerin get&auml;tigten W&auml;hrungsgesch&auml;ften nicht lediglich um Vorbereitungshandlungen eines erst mit Indienststellung des Schiffs in Gang gesetzten (origin&auml;r gewerblichen) Schiffsbetriebs handelt, sondern dass sie damit bereits eine werbende T&auml;tigkeit aufgenommen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zwischen den Beteiligten ist zu Recht nicht streitig, dass die Kl&auml;gerin &#8211;ihrem vertraglich niedergelegten Gesellschaftszweck entsprechend&#8211; den Betrieb eines Schiffs beabsichtigte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin bedeutet dies aber nicht, dass sie nicht bereits zuvor werbend t&auml;tig gewesen sein kann. Ein entsprechender Grundsatz f&uuml;r F&auml;lle der vorliegenden Art l&auml;sst sich auch nicht aus dem BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Januar 2015 IV&nbsp;R&nbsp;10\/12 entnehmen. Gegenstand jener Entscheidung war allein die Frage, ob der (einzige) Gegenstand der T&auml;tigkeit der dortigen Kl&auml;gerin vorrangig der Betrieb des Schiffs oder vorrangig dessen Ver&auml;u&szlig;erung war. Es ging nicht darum, ob die dortige Kl&auml;gerin bereits vor Ingangsetzung des auf den Betrieb eines Schiffs gerichteten Gewerbebetriebs eine gewerbesteuerrechtlich relevante T&auml;tigkeit aufgenommen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Ergebnis zu Recht ist das FG davon ausgegangen, dass die sachliche Gewerbesteuerpflicht einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft nach &sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;15 Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 EStG grunds&auml;tzlich mit der in Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unternommenen Aufnahme einer verm&ouml;gensverwaltenden T&auml;tigkeit beginnt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 204, 471, BStBl II 2004, 464), und dass sich die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht als innere Tatsache nur anhand von &auml;u&szlig;eren Tatsachen feststellen l&auml;sst. Davon ausgehend hat es zun&auml;chst festgestellt, dass sich die Absicht der Kl&auml;gerin, aus W&auml;hrungsgesch&auml;ften Eink&uuml;nfte zu erzielen, noch nicht im Abschluss der (ersten) Termin-Ankaufsgesch&auml;fte manifestiert habe, da diese, f&uuml;r sich alleine betrachtet, der Begrenzung des Wechselkursrisikos der in US-$ zu leistenden Kaufpreisraten f&uuml;r das Schiff gedient und daher noch zu den Vorbereitungshandlungen f&uuml;r die Ingangsetzung des Schiffsbetriebs geh&ouml;rt h&auml;tten. Revisionsrechtlich nicht zu beanstanden ist sodann die W&uuml;rdigung des FG, dass die Kl&auml;gerin die An- und Verkaufsgesch&auml;fte ab November 2008 in Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht get&auml;tigt habe; der Abschluss der Verkaufsgesch&auml;fte sei f&uuml;r die Erreichung des Gesellschaftszwecks weder erforderlich noch n&uuml;tzlich gewesen und habe nur dem Zweck dienen k&ouml;nnen, aus dem Erwerb und Verkauf der gesicherten Dollarkontingente W&auml;hrungsgewinne zu erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Bei den von der Kl&auml;gerin ab November 2008 get&auml;tigten W&auml;hrungsgesch&auml;ften handelt es sich auch nicht lediglich um Vorbereitungshandlungen eines erst mit Indienststellung des Schiffs in Gang gesetzten (origin&auml;r gewerblichen) Schiffsbetriebs. Denn derartige Devisentermingesch&auml;fte sind f&uuml;r die Aufnahme eines Schiffsbetriebs weder erforderlich noch &uuml;blich. Das gilt selbst dann, wenn die daraus erzielten Gewinne sp&auml;ter f&uuml;r den Schiffsbetrieb verwendet werden. Im Streitfall kommt hinzu, dass der Abschluss der ersten Devisen-Verkaufsgesch&auml;fte sowie s&auml;mtlicher nachfolgenden W&auml;hrungsgesch&auml;fte allein deshalb erfolgte, um eine sich bietende Chance zu nutzen, einen Gewinn zu realisieren und zu entnehmen. Anders als die ersten Devisen-Ankaufsgesch&auml;fte, die jedenfalls zun&auml;chst der Wechselkurssicherung dienten, standen die weiteren W&auml;hrungsgesch&auml;fte in keinerlei Bezug mit dem Betrieb des Schiffs, so dass es sich eindeutig nicht um Vorbereitungshandlungen dieser T&auml;tigkeit gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Zu Recht sind FA und FG davon ausgegangen, dass der Gewinn aus den streitigen W&auml;hrungsgesch&auml;ften nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG der Gewerbesteuer unterliegt, da die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 EStG nicht vorliegen. Dabei kann dahinstehen, ob es sich bei dem bereits im Streitjahr unterhaltenen Gewerbebetrieb und dem mit Inbetriebnahme des Schiffs im Folgejahr gegebenen Schiffsbetrieb um den n&auml;mlichen Gewerbebetrieb handelt oder ob von zwei unterschiedlichen, zeitlich nacheinander unterhaltenen Gewerbebetrieben auszugehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG ist Gewerbeertrag der nach den Vorschriften des EStG zu ermittelnde Gewinn aus dem Gewerbebetrieb, der bei der Ermittlung des Einkommens f&uuml;r den dem Erhebungszeitraum (&sect;&nbsp;14 GewStG) entsprechenden Veranlagungszeitraum zu ber&uuml;cksichtigen ist, vermehrt und vermindert um die in den &sect;&sect;&nbsp;8 und 9 GewStG bezeichneten Betr&auml;ge. Nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 GewStG gilt der nach &sect;&nbsp;5a EStG ermittelte Gewinn als Gewerbeertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG ist anstelle der Ermittlung des Gewinns nach &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1 oder &sect;&nbsp;5 EStG bei einem Gewerbebetrieb mit Gesch&auml;ftsleitung im Inland der Gewinn, soweit er auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, auf unwiderruflichen Antrag des Steuerpflichtigen nach der in seinem Betrieb gef&uuml;hrten Tonnage zu ermitteln, wenn die Bereederung dieser Handelsschiffe im Inland durchgef&uuml;hrt wird. Nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG geh&ouml;ren zum Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr auch die unmittelbar mit ihrem Einsatz oder ihrer Vercharterung zusammenh&auml;ngenden Neben- und Hilfsgesch&auml;fte. Hilfsgesch&auml;fte sind solche Gesch&auml;fte, die der Gesch&auml;ftsbetrieb &uuml;blicherweise mit sich bringt und die die Aufnahme, Fortf&uuml;hrung und Abwicklung der Hauptt&auml;tigkeit erst erm&ouml;glichen. Sie k&ouml;nnen dem Hauptgesch&auml;ft auch zeitlich vorgehen (z.B. BFH-Urteil vom 26.&nbsp;September 2013 IV&nbsp;R&nbsp;46\/10, BFHE 243, 223, BStBl II 2014, 253; ferner BFH-Urteil vom 24.&nbsp;November 1983 IV&nbsp;R&nbsp;74\/80, BFHE 139, 569, BStBl II 1984, 155, zu &sect;&nbsp;34c Abs.&nbsp;4 EStG a.F.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dass die Kl&auml;gerin erst mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;Januar 2010, dem Wirtschaftsjahr der Indienststellung ihres Schiffs, zur Gewinnermittlung nach der Tonnage optiert hat, steht der Anwendung des &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;3 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;5a EStG im Streitjahr nicht entgegen. Denn ungeachtet des Umstandes, dass der Antrag nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG fr&uuml;hestens mit Wirkung ab Beginn des Jahres gestellt werden kann, in dem der Steuerpflichtige auch die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG erf&uuml;llt, d.h. fr&uuml;hestens f&uuml;r das Jahr der Indienststellung des (ersten) Schiffs (vgl. &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG i.d.F. des Art.&nbsp;9 Nr.&nbsp;6 des Haushaltsbegleitgesetzes 2004 vom 29.&nbsp;Dezember 2003 (BGBl I 2003, 3076) &#8211;EStG n.F.&#8211;; ebenso zu &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG a.F. BFH-Urteil vom 16.&nbsp;Januar 2014 IV&nbsp;R&nbsp;15\/13, BFHE 244, 364, BStBl II 2014, 774), k&ouml;nnen bereits in Jahren, die dem Jahr der Indienststellung vorangehen, Hilfsgesch&auml;fte i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG vorliegen. Denn derartige Gesch&auml;fte k&ouml;nnen, wie dargelegt, dem Hauptgesch&auml;ft &#8211;dem Einsatz bzw. der Vercharterung des Schiffs&#8211; vorausgehen. Dementsprechend bestimmt &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz 2 EStG n.F., dass vor Indienststellung des Handelsschiffs durch den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr erwirtschaftete Gewinne nicht zu besteuern und Verluste weder ausgleichsf&auml;hig noch verrechenbar sind; bereits erlassene Steuerbescheide sind insoweit zu &auml;ndern (&sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 EStG n.F.). Anders als die Kl&auml;gerin offenbar meint, werden danach vor Indienststellung allerdings nur Hilfsgesch&auml;fte i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG und nicht s&auml;mtliche betrieblich veranlassten Gesch&auml;fte erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dahinstehen kann, ob &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 EStG n.F., der nach &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;15 S&auml;tze&nbsp;2 und 3 EStG n.F. auf den Streitfall an sich anwendbar w&auml;re, verfassungsgem&auml;&szlig; ist (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 6.&nbsp;Februar 2014 IV&nbsp;R&nbsp;19\/10, BFHE 244, 379, BStBl II 2014, 522). Denn auch im Fall seiner Verfassungswidrigkeit w&auml;ren Gewinne oder Verluste aus Hilfsgesch&auml;ften i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG vor Indienststellung von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst. Diese umfasst den Gewinn, soweit er auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, wozu nach &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG, wie dargelegt, auch Hilfsgesch&auml;fte geh&ouml;ren. Da sie der Hauptt&auml;tigkeit zeitlich auch vorausgehen k&ouml;nnen, k&ouml;nnen insoweit also auch schon vor Indienststellung des Schiffs Gewinne anfallen. Da zu diesem Zeitpunkt noch keine Tonnage vorhanden ist, sind insoweit keine Eink&uuml;nfte zu ber&uuml;cksichtigen. An dieser Beurteilung hat das BFH-Urteil in BFHE 244, 364, BStBl II 2014, 774 betreffend das Erstjahr i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EStG a.F. nichts ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach kommt es sowohl bei Anwendung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 EStG n.F. als auch bei Anwendung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;3 EStG a.F. darauf an, ob ein Hilfsgesch&auml;ft i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG gegeben ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ausgehend von den dargestellten Grunds&auml;tzen unterlag der Gewinn aus den streitigen W&auml;hrungsgesch&auml;ften nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG der Gewerbesteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Handelt es sich bei dem bereits im Streitjahr unterhaltenen Gewerbebetrieb und dem mit Inbetriebnahme des Schiffs im Folgejahr gegebenen Schiffsbetrieb um zwei unterschiedliche, zeitlich nacheinander unterhaltene Gewerbebetriebe der Kl&auml;gerin, folgt dies schon daraus, dass der Gewinn aus Gewerbebetrieb der Kl&auml;gerin im Streitjahr nicht auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr, der nach &sect;&nbsp;5a EStG ermittelt werden k&ouml;nnte, sondern ausschlie&szlig;lich auf die Durchf&uuml;hrung von W&auml;hrungsgesch&auml;ften entfallen ist. Der ma&szlig;gebliche Gewerbeertrag w&auml;re allein nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG zu ermitteln. Dass der dem Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r diesen Fall zugrunde zu legende Gewinn im angegriffenen Bescheid der H&ouml;he nach unzutreffend ermittelt worden w&auml;re, behauptet auch die Kl&auml;gerin nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Handelt es sich bei dem bereits im Streitjahr unterhaltenen Gewerbebetrieb und dem mit Inbetriebnahme des Schiffs im Folgejahr gegebenen Schiffsbetrieb hingegen um den n&auml;mlichen Gewerbebetrieb, den die Kl&auml;gerin demnach bereits im Streitjahr unterhalten hat, w&auml;re die Kl&auml;gerin durch den angegriffenen Gewerbesteuermessbescheid ebenfalls nicht in ihren Rechten verletzt. Denn f&uuml;r diesen Fall, von dessen Vorliegen das FA im angegriffenen Bescheid ausgegangen ist, macht die Kl&auml;gerin erfolglos geltend, dass auch die Gewinne aus den streitigen W&auml;hrungsgesch&auml;ften von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG erfasst seien, da es sich um (der Indienststellung des Schiffs vorangehende) Hilfsgesch&auml;fte i.S. des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 EStG handele. Denn Handlungen, die, wie hier die streitigen W&auml;hrungsgesch&auml;fte, keine blo&szlig;en Vorbereitungshandlungen der sp&auml;teren Schiffsbetriebst&auml;tigkeit darstellen, k&ouml;nnen schon dem Grunde nach keine Hilfsgesch&auml;fte jener T&auml;tigkeit sein. Auch wenn danach im Fall des n&auml;mlichen, bereits im Streitjahr unterhaltenen Gewerbebetriebs der dem Gewerbeertrag zugrunde zu legende Gewinn, soweit er bereits im Streitjahr auf den Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr entf&auml;llt, nach &sect;&nbsp;5a EStG zu ermitteln w&auml;re, w&auml;ren die streitigen W&auml;hrungsgewinne von der Abgeltungswirkung des &sect;&nbsp;5a Abs.&nbsp;1 EStG nicht erfasst, sondern nach &sect;&nbsp;7 Satz&nbsp;1 GewStG i.V.m. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;5 EStG der Gewerbesteuer zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Zu Recht ist das FG zuletzt davon ausgegangen, dass die Voraussetzungen f&uuml;r eine K&uuml;rzung des Gewerbeertrags nach &sect;&nbsp;9 Nr.&nbsp;3 GewStG nicht gegeben sind. Dies folgt schon daraus, dass der streitige Gewerbeertrag im Streitjahr, wie dargelegt, allein aus Gewinnen mit W&auml;hrungsgesch&auml;ften resultierte und damit nicht einmal teilweise aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>IV. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 13.4.2017, IV R 49\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.130417.IVR49.15.0 Abgrenzung gewerbesteuerrechtlich unbeachtlicher Vorbereitungshandlungen vom Beginn einer werbenden T&auml;tigkeit; Hilfsgesch&auml;fte eines Schiffsbetriebs Leits&auml;tze 1. Mit Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unternommene verm&ouml;gensverwaltende T&auml;tigkeiten einer gewerblich gepr&auml;gten Personengesellschaft stellen keine blo&szlig;en Vorbereitungshandlungen einer werbenden origin&auml;r gewerblichen T&auml;tigkeit, sondern eine eigenst&auml;ndige werbende T&auml;tigkeit dar, wenn sie das Ma&szlig; dessen &uuml;berschreiten, was zur Aufnahme der &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-49-15-abgrenzung-gewerbesteuerrechtlich-unbeachtlicher-vorbereitungshandlungen-vom-beginn-einer-werbenden-taetigkeit-hilfsgeschaefte-eines-schiffsbetriebs\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;49\/15 &#8211; Abgrenzung gewerbesteuerrechtlich unbeachtlicher Vorbereitungshandlungen vom Beginn einer werbenden T&auml;tigkeit; Hilfsgesch&auml;fte eines Schiffsbetriebs<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67413","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67413","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67413"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67413\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67413"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67413"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67413"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}