{"id":67429,"date":"2017-07-01T08:37:17","date_gmt":"2017-07-01T06:37:17","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67429"},"modified":"2017-07-01T08:37:17","modified_gmt":"2017-07-01T06:37:17","slug":"ii-r-62-14-eugh-vorlage-beihilfecharakter-der-steuerbeguenstigung-nach-par-6a-grestg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-62-14-eugh-vorlage-beihilfecharakter-der-steuerbeguenstigung-nach-par-6a-grestg\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;62\/14 &#8211; EuGH-Vorlage: Beihilfecharakter der Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect; 6a GrEStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 30.5.2017, II R 62\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:VE.300517.IIR62.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">EuGH-Vorlage: Beihilfecharakter der Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect; 6a GrEStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem EuGH wird folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>Ist Art. 107 Abs. 1 AEUV dahingehend auszulegen, dass eine nach dieser Vorschrift verbotene Beihilfe vorliegt, wenn nach der Regelung eines Mitgliedstaats Grunderwerbsteuer f&uuml;r einen steuerbaren Erwerb aufgrund einer Umwandlung (Verschmelzung) nicht erhoben wird, falls am Umwandlungsvorgang bestimmte Rechtstr&auml;ger (herrschendes Unternehmen und eine abh&auml;ngige Gesellschaft) beteiligt sind und die Beteiligung des herrschenden Unternehmens an der abh&auml;ngigen Gesellschaft in H&ouml;he von 100 % innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor dem Rechtsvorgang und f&uuml;nf Jahren nach dem Rechtsvorgang besteht?<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>1. Das Verfahren wird ausgesetzt.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union wird folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<\/p>\n<p>&quot;Ist Art. 107 Absatz 1 AEUV dahingehend auszulegen, dass eine nach dieser Vorschrift verbotene Beihilfe vorliegt, wenn nach der Regelung eines Mitgliedstaats Grunderwerbsteuer f&uuml;r einen steuerbaren Erwerb aufgrund einer Umwandlung (Verschmelzung) nicht erhoben wird, falls am Umwandlungsvorgang bestimmte Rechtstr&auml;ger (herrschendes Unternehmen und eine abh&auml;ngige Gesellschaft) beteiligt sind und die Beteiligung des herrschenden Unternehmens an der abh&auml;ngigen Gesellschaft in H&ouml;he von 100 % innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor dem Rechtsvorgang und f&uuml;nf Jahren nach dem Rechtsvorgang besteht?&quot;<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) ist eine Aktiengesellschaft mit einem wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb. Sie hielt 100&nbsp;% der Gesch&auml;ftsanteile an der T-GmbH, der mehrere Grundst&uuml;cke geh&ouml;rten. Die T-GmbH war ihrerseits Alleingesellschafterin der E-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom 1.&nbsp;August 2012 &uuml;bertrug die T-GmbH als &uuml;bertragender Rechtstr&auml;ger ihr Verm&ouml;gen als Ganzes (also einschlie&szlig;lich der Grundst&uuml;cke) mit allen Rechten und Pflichten unter Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 in Verbindung mit &sect;&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 des Umwandlungsgesetzes (UmwG) auf die Kl&auml;gerin als &uuml;bernehmender Rechtstr&auml;ger (Verschmelzung durch Aufnahme). Die Verschmelzung wurde mit der Eintragung im Handelsregister am 24.&nbsp;September 2012 wirksam. Zu diesem Zeitpunkt erlosch die T-GmbH, an der die Kl&auml;gerin seit mehr als f&uuml;nf Jahren beteiligt gewesen war. Die Kl&auml;gerin war seitdem Alleingesellschafterin der E-GmbH.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) sah in dem &Uuml;bergang der Grundst&uuml;cke aufgrund der Verschmelzung der T-GmbH auf die Kl&auml;gerin einen steuerbaren Erwerbsvorgang nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Grunderwerbsteuergesetzes in der im Jahr 2012 geltenden Fassung (GrEStG). Das FA stellte zuletzt durch &Auml;nderungsbescheid vom 13.&nbsp;August 2013 die Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Grunderwerbsteuer nach &sect;&nbsp;17 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber fest. Dabei versagte das FA die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG. Den Einspruch wies das FA mit der Begr&uuml;ndung zur&uuml;ck, bei der T-GmbH handle es sich nicht um eine abh&auml;ngige Gesellschaft im Sinne des &sect;&nbsp;6a GrEStG, weil sie aufgrund der Verschmelzung untergegangen sei und deshalb die gesetzliche Nachbehaltensfrist von f&uuml;nf Jahren nicht eingehalten worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht gab der Klage statt und gew&auml;hrte die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG in H&ouml;he von 100&nbsp;%. Die Entscheidung ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 424 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung von &sect;&nbsp;6a GrEStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Bundesministerium der Finanzen ist dem Verfahren beigetreten. Es hat mitgeteilt, dass ein f&ouml;rmliches Pr&uuml;fverfahren durch die Kommission in Bezug auf die neu eingef&uuml;hrte Steuerbeg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;6a GrEStG nicht stattgefunden hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat legt dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) die in der Entscheidungsformel bezeichnete Frage zur Auslegung von Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 des Vertrags &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union (AEUV) zur Vorabentscheidung vor und setzt das Verfahren bis zur Entscheidung des EuGH aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nationales Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;1 GrEStG<\/p>\n<p>&quot;(1) Der Grunderwerbsteuer unterliegen die folgenden Rechtsvorg&auml;nge, soweit sie sich auf inl&auml;ndische Grundst&uuml;cke beziehen:<br \/>1. ein Kaufvertrag oder ein anderes Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndet;<br \/>2. die Auflassung, wenn kein Rechtsgesch&auml;ft vorausgegangen ist, das den Anspruch auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndet;<br \/>3. der &Uuml;bergang des Eigentums, wenn kein den Anspruch auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndendes Rechtsgesch&auml;ft vorausgegangen ist und es auch keiner Auflassung bedarf.<br \/>(&#8230;)<\/p>\n<p>(2a) Geh&ouml;rt zum Verm&ouml;gen einer Personengesellschaft ein inl&auml;ndisches Grundst&uuml;ck und &auml;ndert sich innerhalb von f&uuml;nf Jahren der Gesellschafterbestand unmittelbar oder mittelbar dergestalt, dass mindestens 95 vom Hundert der Anteile am Gesellschaftsverm&ouml;gen auf neue Gesellschafter &uuml;bergehen, gilt dies als ein auf die &Uuml;bereignung eines Grundst&uuml;cks auf eine neue Personengesellschaft gerichtetes Rechtsgesch&auml;ft. (&#8230;)<\/p>\n<p>(3) Geh&ouml;rt zum Verm&ouml;gen einer Gesellschaft ein inl&auml;ndisches Grundst&uuml;ck, so unterliegen der Steuer, soweit eine Besteuerung nach Absatz 2a nicht in Betracht kommt, au&szlig;erdem:<\/p>\n<p>1. ein Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bertragung eines oder mehrerer Anteile der Gesellschaft begr&uuml;ndet, wenn durch die &Uuml;bertragung unmittelbar oder mittelbar mindestens 95 vom Hundert der Anteile der Gesellschaft in der Hand des Erwerbers oder in der Hand von herrschenden und abh&auml;ngigen Unternehmen oder abh&auml;ngigen Personen oder in der Hand von abh&auml;ngigen Unternehmen oder abh&auml;ngigen Personen allein vereinigt werden w&uuml;rden;<\/p>\n<p>2. die Vereinigung unmittelbar oder mittelbar von mindestens 95 vom Hundert der Anteile der Gesellschaft, wenn kein schuldrechtliches Gesch&auml;ft im Sinne der Nummer 1 vorausgegangen ist;<\/p>\n<p>3. ein Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bertragung unmittelbar oder mittelbar von mindestens 95 vom Hundert der Anteile der Gesellschaft begr&uuml;ndet;<\/p>\n<p>4. der &Uuml;bergang unmittelbar oder mittelbar von mindestens 95 vom Hundert der Anteile der Gesellschaft auf einen anderen, wenn kein schuldrechtliches Gesch&auml;ft im Sinne der Nummer 3 vorausgegangen ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect;&nbsp;6a GrEStG (neu eingef&uuml;hrt durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz vom 22.&nbsp;Dezember 2009, Bundesgesetzblatt &#8211;BGBl&#8211; I 2009, 3950, mit Wirkung f&uuml;r Erwerbsvorg&auml;nge nach dem 31.&nbsp;Dezember 2009, ge&auml;ndert durch Gesetz vom 22.&nbsp;Juni 2011, BGBl I 2011, 1126).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;F&uuml;r einen nach &sect;&nbsp;1 Absatz 1 Nummer 3, Absatz 2a oder 3 steuerbaren Rechtsvorgang aufgrund einer Umwandlung im Sinne des &sect;&nbsp;1 Absatz&nbsp;1 Nummer&nbsp;1 bis 3 des Umwandlungsgesetzes wird die Steuer nicht erhoben; (&#8230;) Satz&nbsp;1 gilt auch f&uuml;r entsprechende Umwandlungen aufgrund des Rechts eines Mitgliedstaats der Europ&auml;ischen Union oder eines Staats, auf den das Abkommen &uuml;ber den Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum Anwendung findet. Satz&nbsp;1 gilt nur, wenn an dem Umwandlungsvorgang ausschlie&szlig;lich ein herrschendes Unternehmen und ein oder mehrere von diesem herrschenden Unternehmen abh&auml;ngige Gesellschaften oder mehrere von einem herrschenden Unternehmen abh&auml;ngige Gesellschaften beteiligt sind. Im Sinne von Satz&nbsp;3 abh&auml;ngig ist eine Gesellschaft, an deren Kapital oder Gesellschaftsverm&ouml;gen das herrschende Unternehmen innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor dem Rechtsvorgang und f&uuml;nf Jahren nach dem Rechtsvorgang unmittelbar oder mittelbar oder teils unmittelbar, teils mittelbar zu mindestens 95 vom Hundert ununterbrochen beteiligt ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) UmwG<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;1 UmwG<br \/>&quot;(1) Rechtstr&auml;ger mit Sitz im Inland k&ouml;nnen umgewandelt werden 1. durch Verschmelzung;<br \/>2. durch Spaltung (Aufspaltung, Abspaltung, Ausgliederung);<br \/>3. durch Verm&ouml;gens&uuml;bertragung;<br \/>(&#8230;)&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect;&nbsp;2 UmwG<br \/>&quot;Rechtstr&auml;ger k&ouml;nnen unter Aufl&ouml;sung ohne Abwicklung verschmolzen werden<br \/>1. im Wege der Aufnahme durch &Uuml;bertragung des Verm&ouml;gens eines Rechtstr&auml;gers oder mehrerer Rechtstr&auml;ger (&uuml;bertragende Rechtstr&auml;ger) als Ganzes auf einen bestehenden Rechtstr&auml;ger (&uuml;bernehmender Rechtstr&auml;ger) (&#8230;)&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Allgemeine Regelung der Steuerpflicht im Grunderwerbsteuerrecht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Steuerbare Erwerbsvorg&auml;nge<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Grunderwerbsteuer erfasst als Rechtsverkehrssteuer grunds&auml;tzlich alle Rechtsvorg&auml;nge, bei denen der Rechtstr&auml;ger eines im Inland gelegenen Grundst&uuml;cks wechselt. Das gilt f&uuml;r inl&auml;ndische und ausl&auml;ndische Rechtstr&auml;ger.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG kn&uuml;pft die Steuerbarkeit bereits an den Abschluss des schuldrechtlichen Rechtsgesch&auml;fts an, das &#8211;wie beispielsweise ein Kaufvertrag&#8211; den Anspruch auf &Uuml;bereignung des Grundst&uuml;cks begr&uuml;ndet. Ist ein solches Rechtsgesch&auml;ft nicht geschlossen worden, ist die dingliche &Uuml;bereignung (Auflassung) des Grundst&uuml;cks steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 GrEStG unterliegt zudem der &Uuml;bergang des Eigentums an einem inl&auml;ndischen Grundst&uuml;ck der Grunderwerbsteuer, wenn kein den Anspruch auf &Uuml;bereignung begr&uuml;ndendes Rechtsgesch&auml;ft vorausgegangen ist und es keiner Auflassung des Grundst&uuml;cks bedarf. Dazu z&auml;hlen auch Rechtstr&auml;gerwechsel aufgrund von Umwandlungen nach dem UmwG (Verschmelzung, Spaltung, Verm&ouml;gens&uuml;bertragung). Bei diesen Vorg&auml;ngen geht das Verm&ouml;gen des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers als Ganzes (Gesamtrechtsnachfolge) oder partiell (Sonderrechtsnachfolge) kraft Gesetzes auf einen neuen Rechtstr&auml;ger &uuml;ber. Es bedarf keiner &Uuml;bertragung einzelner Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Dar&uuml;ber hinaus sind nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a und Abs.&nbsp;3 GrEStG weitere Rechtsvorg&auml;nge steuerbar. Diese Vorschriften erfassen die &Uuml;bertragung bzw. Vereinigung von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften, wenn diese grunderwerbsteuerrechtlich einer Grundst&uuml;cks&uuml;bertragung gleich kommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diesen Tatbest&auml;nden ist gemeinsam, dass nicht das Eigentum am Grundst&uuml;ck auf einen neuen Rechtstr&auml;ger &uuml;bergeht, sondern nur unmittelbar oder mittelbar Anteile an einer grundbesitzenden Gesellschaft &uuml;bertragen werden. Wegen der H&ouml;he der insgesamt oder sukzessiv &uuml;bertragenen Anteile von mindestens 95&nbsp;% wird ein fiktiver Grundst&uuml;ckserwerb besteuert. Eigent&uuml;mer des Grundst&uuml;cks bleibt zwar weiterhin die grundbesitzende Gesellschaft. Die Gesellschafter der grundbesitzenden Gesellschaft haben sich jedoch unmittelbar oder mittelbar ge&auml;ndert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r die nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3, Abs.&nbsp;2a oder Abs.&nbsp;3 GrEStG steuerbaren Rechtsvorg&auml;nge wird die Grunderwerbsteuer nach &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;1 GrEStG nicht erhoben, wenn der Rechtsvorgang auf einer Umwandlung im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 3 UmwG (Verschmelzung, Spaltung, Verm&ouml;gens&uuml;bertragung) beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Steuerbeg&uuml;nstigung gilt f&uuml;r Unternehmen mit Sitz im Inland oder im Ausland. Sie erfasst neben Umwandlungen im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 3 UmwG auch entsprechende Umwandlungen aufgrund des Rechts eines Mitgliedstaats der Europ&auml;ischen Union (EU) oder eines Staats, auf den das Abkommen &uuml;ber den Europ&auml;ischen Wirtschaftsraum (EWR) Anwendung findet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;3 GrEStG schr&auml;nkt den Anwendungsbereich der Steuerbeg&uuml;nstigung auf Konzernsachverhalte ein. Danach gilt die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;1 GrEStG nur, wenn an dem Umwandlungsvorgang ausschlie&szlig;lich ein herrschendes Unternehmen und ein oder mehrere von diesem herrschenden Unternehmen abh&auml;ngige Gesellschaften oder mehrere von einem herrschenden Unternehmen abh&auml;ngige Gesellschaften beteiligt sind. Abh&auml;ngig ist eine Gesellschaft, an deren Kapital oder Gesellschaftsverm&ouml;gen das herrschende Unternehmen innerhalb von f&uuml;nf Jahren vor dem Rechtsvorgang und f&uuml;nf Jahren nach dem Rechtsvorgang unmittelbar oder mittelbar oder teils unmittelbar, teils mittelbar zu mindestens 95&nbsp;% ununterbrochen beteiligt ist (&sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;4 GrEStG). Beg&uuml;nstigt sind also Umwandlungsvorg&auml;nge mit folgenden Beteiligten: ein herrschendes Unternehmen und eine abh&auml;ngige Gesellschaft, ein herrschendes Unternehmen und mehrere abh&auml;ngige Gesellschaften, mehrere von einem herrschenden Unternehmen abh&auml;ngige Gesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Bundesfinanzhof (BFH) legt &sect;&nbsp;6a GrEStG entsprechend dem Beg&uuml;nstigungszweck, Umstrukturierungen innerhalb von Konzernen zu erleichtern, weit aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Das gilt zun&auml;chst f&uuml;r den Begriff des herrschenden Unternehmens im Sinne des &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;3 GrEStG. Herrschendes Unternehmen kann jede nat&uuml;rliche oder juristische Person, Personengesellschaft oder Personenvereinigung sein, die wirtschaftlich t&auml;tig ist. An den wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetrieb des herrschenden Unternehmens sind keine hohen Anforderungen zu stellen. Es reicht aus, wenn das herrschende Unternehmen &uuml;ber die Beteiligung am abh&auml;ngigen Unternehmen am Markt teilnimmt. Deshalb ist es nicht erforderlich, dass der an der Umwandlung als herrschendes Unternehmen beteiligte Rechtstr&auml;ger ein Unternehmer im Sinne des &sect;&nbsp;2 des Umsatzsteuergesetzes ist. Unerheblich ist auch, ob das herrschende Unternehmen die Beteiligung an der abh&auml;ngigen Gesellschaft im Privat- oder im Betriebsverm&ouml;gen h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die in &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;4 GrEStG vorgesehenen Fristen beschr&auml;nken die Anwendung der Steuerbeg&uuml;nstigung auf F&auml;lle, in denen die Beteiligung des herrschenden Unternehmens an der abh&auml;ngigen Gesellschaft f&uuml;nf Jahre vor dem Rechtsvorgang und dieselbe Zeit nach dem Rechtsvorgang besteht. Diese Regelung, die eine dem Zweck der Vorschrift entgegenstehende Ausweitung der Steuerbeg&uuml;nstigung verhindern soll, ist dahin auszulegen, dass die Fristen nur insoweit ma&szlig;gebend sind, als sie aufgrund der Umwandlung auch eingehalten werden k&ouml;nnen. So kann beispielsweise bei einer Verschmelzung einer abh&auml;ngigen Gesellschaft auf das herrschende Unternehmen nur die Frist &quot;vor&quot; der Verschmelzung eingehalten werden. Nach der Verschmelzung besteht die Beteiligung des herrschenden Unternehmens an der abh&auml;ngigen Gesellschaft nicht mehr. Die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG ist zu gew&auml;hren, weil die Frist nach der Verschmelzung gerade wegen der Verschmelzung nicht eingehalten werden kann. Dasselbe gilt f&uuml;r die anderen von &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;1 GrEStG erfassten Umwandlungsvorg&auml;nge, bei denen aus Rechtsgr&uuml;nden die Fristen nicht eingehalten werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Beurteilung des Streitfalls nach deutschem Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Verschmelzung der T-GmbH auf die Kl&auml;gerin ist nach &sect;&nbsp;6a GrEStG beg&uuml;nstigt. Grunderwerbsteuer ist nicht zu erheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>An dem Umwandlungsvorgang waren die Kl&auml;gerin als herrschendes Unternehmen und die auf sie verschmolzene T-GmbH als abh&auml;ngige Gesellschaft beteiligt. Die Kl&auml;gerin ist wirtschaftlich t&auml;tig und hatte vor der Verschmelzung mehr als f&uuml;nf Jahre 100&nbsp;% der Gesch&auml;ftsanteile an der T-GmbH gehalten. Unsch&auml;dlich ist, dass die Kl&auml;gerin nach der Verschmelzung keine Beteiligung an der T-GmbH mehr halten konnte. Das Verm&ouml;gen der T-GmbH ist infolge der Verschmelzung durch Gesamtrechtsnachfolge auf die Kl&auml;gerin &uuml;bergegangen. Die Kl&auml;gerin konnte daher die Frist bez&uuml;glich der Beteiligung an der T-GmbH aus umwandlungsrechtlichen Gr&uuml;nden nicht einhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Zur Vorlagefrage<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zu kl&auml;ren ist, ob die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG eine nach Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 AEUV verbotene Beihilfe ist. Zweifel bestehen insbesondere im Hinblick darauf, ob die Steuerbeg&uuml;nstigung tats&auml;chlich nur bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige beg&uuml;nstigt und damit einen selektiven Vorteil verschafft. Au&szlig;erdem k&ouml;nnte die Steuerbeg&uuml;nstigung deshalb nicht als selektiv einzustufen sein, weil sie als Korrektur des Referenzsystems gerechtfertigt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 AEUV sind, soweit in den Vertr&auml;gen nicht etwas anderes bestimmt ist, staatliche oder aus staatlichen Mitteln gew&auml;hrte Beihilfen gleich welcher Art, die durch die Beg&uuml;nstigung bestimmter Unternehmen oder Produktionszweige den Wettbewerb verf&auml;lschen oder zu verf&auml;lschen drohen, mit dem Binnenmarkt unvereinbar, soweit sie den Handel zwischen Mitgliedstaaten beeintr&auml;chtigen. Die Vorschrift verbietet grunds&auml;tzlich selektive Beihilfen f&uuml;r bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige (EuGH-Urteile P vom 18.&nbsp;Juli 2013 C-6\/12, EU:C:2013:525, Rz&nbsp;17, und Ministerio de Defensa und Navantia vom 9.&nbsp;Oktober 2014 C-522\/13, EU:C:2014:2262, Rz&nbsp;32).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten obliegt die Pr&uuml;fung, ob eine Steuerbeg&uuml;nstigung als staatliche Beihilfe im Sinne des Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 AEUV anzusehen ist, den nationalen Gerichten (vergleiche EuGH-Urteile Lucchini vom 18.&nbsp;Juli 2007 C-119\/05, EU:C:2007:434, Rz&nbsp;50, und Ministerio de Defensa und Navantia, EU:C:2014:2262, Rz&nbsp;55). Aufgrund dieser Pr&uuml;fung kann entschieden werden, ob eine Steuerbeg&uuml;nstigung &#8211;wie &sect;&nbsp;6a GrEStG&#8211;, die ohne Beachtung des in Art.&nbsp;108 Abs.&nbsp;3 AEUV vorgesehenen Vorpr&uuml;fungsverfahrens eingef&uuml;hrt wurde, diesem Verfahren h&auml;tte unterworfen werden m&uuml;ssen (EuGH-Urteil Lucchini, EU:C:2007:434, Rz&nbsp;50), und welche Folgerungen aus einem m&ouml;glichen Versto&szlig; zu ziehen sind. Die nationalen Gerichte k&ouml;nnen jedoch nicht dar&uuml;ber befinden, ob eine staatliche Beihilfe mit dem Binnenmarkt vereinbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bestehen Zweifel, ob eine neu eingef&uuml;hrte Steuerbeg&uuml;nstigung eine Beihilfe darstellt, muss der BFH den EuGH nach Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 AEUV um Auslegung der einschl&auml;gigen unionsrechtlichen Bestimmungen ersuchen (EuGH-Urteil Deutsche Lufthansa vom 21.&nbsp;November 2013 C-284\/12, EU:C:2013:755, Rz&nbsp;44).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Einstufung einer nationalen Ma&szlig;nahme als &quot;staatliche Beihilfe&quot; im Sinne von Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 AEUV verlangt, dass vier Voraussetzungen erf&uuml;llt sind (vergleiche EuGH-Urteil World Duty Free Group vom 21.&nbsp;Dezember 2016 C-20\/15&nbsp;P und C-21\/15&nbsp;P, EU:C:2016:981, Rz&nbsp;53, und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung). Erstens muss es sich um eine staatliche Ma&szlig;nahme oder eine Ma&szlig;nahme unter Inanspruchnahme staatlicher Mittel handeln. Zweitens muss die Ma&szlig;nahme geeignet sein, den Handel zwischen den Mitgliedstaaten zu beeintr&auml;chtigen. Drittens muss dem Beg&uuml;nstigten durch sie ein selektiver Vorteil gew&auml;hrt werden. Viertens muss sie den Wettbewerb verf&auml;lschen oder zu verf&auml;lschen drohen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Als staatliche Beihilfen gelten Ma&szlig;nahmen gleich welcher Art, die mittelbar oder unmittelbar Unternehmen beg&uuml;nstigen oder die als ein wirtschaftlicher Vorteil anzusehen sind, den das beg&uuml;nstigte Unternehmen unter normalen Marktbedingungen nicht erhalten h&auml;tte (EuGH-Urteil Ministerio de Defensa und Navantia, EU:C:2014:2262, Rz&nbsp;21).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG ist ein solcher Vorteil. Die Beg&uuml;nstigten werden dadurch finanziell besser gestellt als die &uuml;brigen Steuerpflichtigen, die ebenfalls einen steuerbaren Rechtsvorgang nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2a oder 3 GrEStG verwirklichen und nicht die Voraussetzungen der Steuerbeg&uuml;nstigung erf&uuml;llen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Fraglich ist, ob die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG mit einem selektiven Vorteil verbunden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beurteilung der Selektivit&auml;t verlangt die Feststellung, ob eine nationale Ma&szlig;nahme im Rahmen einer bestimmten rechtlichen Regelung geeignet ist, &quot;bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige&quot; gegen&uuml;ber anderen Unternehmen oder Produktionszweigen zu beg&uuml;nstigen, die sich im Hinblick auf das mit der betreffenden Regelung verfolgte Ziel in einer vergleichbaren tats&auml;chlichen und rechtlichen Situation befinden und somit eine unterschiedliche Behandlung erfahren, die im Wesentlichen als diskriminierend eingestuft werden kann (EuGH-Urteile World Duty Free Group, EU:C:2016:981, Rz&nbsp;54, und Kommission\/Aer Lingus vom 21.&nbsp;Dezember 2016 C-164\/15&nbsp;P und C-165\/15&nbsp;P, EU:C:2016:990, Rz&nbsp;51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) F&uuml;r die Einstufung einer nationalen steuerlichen Ma&szlig;nahme als &quot;selektiv&quot; muss in einem ersten Schritt die in dem betreffenden Mitgliedstaat geltende allgemeine oder &quot;normale&quot; Steuerregelung ermittelt werden. In einem zweiten Schritt muss dargetan werden, dass die in Rede stehende steuerliche Ma&szlig;nahme vom allgemeinen System insoweit abweicht, als sie Unterscheidungen zwischen Wirtschaftsteilnehmern einf&uuml;hrt, die sich im Hinblick auf das mit dieser allgemeinen Regelung verfolgte Ziel in einer vergleichbaren tats&auml;chlichen und rechtlichen Situation befinden (EuGH-Urteil World Duty Free Group, EU:C:2016:981, Rz&nbsp;57).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der Umstand, dass sehr viele Unternehmen eine nationale Ma&szlig;nahme in Anspruch nehmen k&ouml;nnen oder dass diese Unternehmen mehreren Wirtschaftszweigen angeh&ouml;ren, gen&uuml;gt nicht, um die Selektivit&auml;t dieser Ma&szlig;nahme und damit ihre Eigenschaft als staatliche Beihilfe zu verneinen (EuGH-Urteil World Duty Free Group, EU:C:2016:981, Rz&nbsp;80). Eine steuerliche Ma&szlig;nahme kann auch dann selektiv wirken, wenn sie von der Art der T&auml;tigkeit der beg&uuml;nstigten Unternehmen unabh&auml;ngig ist (EuGH-Urteil World Duty Free Group, EU:C:2016:981, Rz&nbsp;81). Andererseits verleiht allein der Umstand, dass nur die Steuerpflichtigen, die die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung einer Ma&szlig;nahme erf&uuml;llen, diese in Anspruch nehmen k&ouml;nnen, der Ma&szlig;nahme keinen selektiven Charakter (vergleiche EuGH-Urteil World Duty Free Group, EU:C:2016:981, Rz&nbsp;59).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Es bestehen Zweifel, ob die in &sect;&nbsp;6a GrEStG genannten Voraussetzungen eine Selektivit&auml;t begr&uuml;nden k&ouml;nnen. Da eine Steuerbeg&uuml;nstigung im Allgemeinen stets von Voraussetzungen abh&auml;ngig ist und damit regelm&auml;&szlig;ig bestimmte Steuerpflichtige vom Anwendungsbereich ausgeschlossen sind, muss gekl&auml;rt werden, welche Wirkungen diese Voraussetzungen in Bezug auf den Beihilfecharakter der Vorschrift haben. Die Unterscheidung zwischen beihilfebegr&uuml;ndenden und nicht beihilfebegr&uuml;ndenden Voraussetzungen ist nicht eindeutig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG beschr&auml;nkt sich nach ihrem Wortlaut nicht auf bestimmte Unternehmen oder Produktionszweige. Sie gilt vielmehr unabh&auml;ngig von der Art der T&auml;tigkeit f&uuml;r alle inl&auml;ndischen und ausl&auml;ndischen Unternehmen, die Umwandlungen im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 3 UmwG (Verschmelzung, Spaltung, Verm&ouml;gens&uuml;bertragung) oder entsprechende Umwandlungen nach dem Recht der Mitgliedstaaten der EU oder eines Staats, auf den das Abkommen &uuml;ber den EWR Anwendung findet, durchf&uuml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Steuerbeg&uuml;nstigung an bestimmte Voraussetzungen ankn&uuml;pft (Umwandlungen im Sinne des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 bis 3 UmwG oder vergleichbare Umwandlungen in der EU bzw. im EWR-Raum, Festlegung der beteiligten Rechtstr&auml;ger, Beteiligung des herrschenden Unternehmens von mindestens 95&nbsp;%, Dauer der Beteiligung an der abh&auml;ngigen Gesellschaft), bestehen Zweifel, ob die Vorschrift deswegen einen selektiven Vorteil verschafft. Die selektive Wirkung k&ouml;nnte sich zum einen daraus ergeben, dass die Vorschrift nur f&uuml;r Umwandlungen und nicht f&uuml;r andere Ma&szlig;nahmen zur Umstrukturierung gilt. Zum anderen k&ouml;nnte die selektive Wirkung darin bestehen, dass konzernzugeh&ouml;rige Unternehmen vom Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;6a GrEStG ausgeschlossen sind, wenn das herrschende Unternehmen im Konzern nicht die geforderte Beteiligung von mindestens 95&nbsp;% an einer abh&auml;ngigen Gesellschaft aufweisen kann oder die Beteiligung an einer abh&auml;ngigen Gesellschaft nicht w&auml;hrend der gesamten Frist von f&uuml;nf Jahren, sondern nur w&auml;hrend einer k&uuml;rzeren Frist vor und nach dem Rechtsvorgang besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Beschr&auml;nkung des &sect;&nbsp;6a GrEStG auf Umwandlungen (Verschmelzung, Spaltung, Verm&ouml;gens&uuml;bertragung) bewirkt, dass Wirtschaftsteilnehmer, die Erwerbsvorg&auml;nge ohne Umwandlung verwirklichen, von der Steuerbeg&uuml;nstigung ausgeschlossen sind. Wird zum Beispiel innerhalb eines Konzerns ohne beg&uuml;nstigte Umwandlung nur die Beteiligung von mindestens 95&nbsp;% an einer grundbesitzenden Gesellschaft oder ein Grundst&uuml;ck &uuml;bertragen, so f&auml;llt Grunderwerbsteuer an, ohne dass die Steuerbeg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;6a GrEStG anzuwenden ist. Die Wirtschaftsteilnehmer, die die von &sect;&nbsp;6a GrEStG erfassten Erwerbsvorg&auml;nge ohne Umwandlung verwirklichen, k&ouml;nnen sich im Hinblick auf das mit &sect;&nbsp;1 GrEStG verfolgte Ziel, Rechtstr&auml;gerwechsel bei Grundst&uuml;cken und entsprechende &Uuml;bertragungen bzw. Vereinigungen von Anteilen an grundbesitzenden Gesellschaften zu besteuern, in einer vergleichbaren tats&auml;chlichen und rechtlichen Situation wie Wirtschaftsteilnehmer befinden, die den Erwerbsvorgang durch Umwandlung verwirklichen. Wird eine Umstrukturierung innerhalb des Konzerns nicht mittels Umwandlung, sondern durch eine andere Ma&szlig;nahme herbeigef&uuml;hrt, ist &sect;&nbsp;6a GrEStG jedoch nicht anwendbar. Dies k&ouml;nnte ein Indiz daf&uuml;r sein, dass die Beschr&auml;nkung auf Umwandlungen selektiv ist. Gegen eine vergleichbare tats&auml;chliche und rechtliche Situation der Wirtschaftsteilnehmer k&ouml;nnte jedoch sprechen, dass es bei einer Umwandlung stets zu einem Rechtstr&auml;gerwechsel kommt, w&auml;hrend andere Ma&szlig;nahmen so ausgestaltet werden k&ouml;nnen, dass die in &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;1 GrEStG genannten steuerbaren Erwerbsvorg&auml;nge nicht verwirklicht werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Das Erfordernis einer Beteiligung des herrschenden Unternehmens von mindestens 95&nbsp;% an einer abh&auml;ngigen Gesellschaft nach &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;4 GrEStG f&uuml;hrt ebenfalls zu einer Unterscheidung zwischen den Wirtschaftsteilnehmern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wirtschaftsteilnehmer mit einer solchen qualifizierten Beteiligung sind jedoch im Hinblick auf die Grunderwerbsteuer nicht in einer vergleichbaren tats&auml;chlichen und rechtlichen Situation wie Wirtschaftsteilnehmer, deren Beteiligung an einer grundbesitzenden Gesellschaft weniger als 95&nbsp;% betr&auml;gt. Die &Uuml;bertragung der qualifizierten Beteiligung an einer grundbesitzenden Gesellschaft unterliegt nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a und 3 GrEStG der Grunderwerbsteuer. Insoweit l&ouml;st die &Uuml;bertragung einer qualifizierten Beteiligung grunderwerbsteuerrechtlich dieselben Rechtsfolgen aus wie die &Uuml;bertragung eines Grundst&uuml;cks. Demgegen&uuml;ber kann der Inhaber einer nicht qualifizierten Beteiligung diese &uuml;bertragen, ohne dass der Vorgang mit Grunderwerbsteuer belastet wird; hier kann Grunderwerbsteuer nur anfallen, wenn weitere Anteilseigner Anteile &uuml;bertragen, so dass insgesamt mindestens 95&nbsp;% der Anteile auf neue Rechtstr&auml;ger &uuml;bergehen. Dieser Unterschied k&ouml;nnte daf&uuml;r sprechen, dem Erfordernis einer qualifizierten Beteiligung des herrschenden Unternehmens keine selektive Wirkung beizumessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Die Einhaltung der Frist bez&uuml;glich der Beteiligung des herrschenden Unternehmens an der abh&auml;ngigen Gesellschaft nach &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;4 GrEStG ist ein Kriterium, das ebenfalls dazu f&uuml;hren k&ouml;nnte, dass Wirtschaftsteilnehmer in vergleichbaren Situationen unterschiedlich behandelt werden. Ein herrschendes Unternehmen, das an der abh&auml;ngigen Gesellschaft zum Zeitpunkt der Umwandlung noch nicht f&uuml;nf Jahre beteiligt war, ist von der Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG ausgeschlossen, auch wenn zu diesem Zeitpunkt bereits ein Bedarf nach Umstrukturierung besteht. Dementsprechend k&ouml;nnten auch die in &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;4 GrEStG vorgesehenen Fristen dazu beitragen, die Steuerbeg&uuml;nstigung als selektiv einzustufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem steht die im Referenzsystem in &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG geregelte F&uuml;nfjahresfrist nicht entgegen. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2a GrEStG stellt auf den Wechsel im Gesellschafterbestand einer Personengesellschaft innerhalb von f&uuml;nf Jahren ab. &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;4 GrEStG kn&uuml;pft demgegen&uuml;ber f&uuml;r alle von &sect;&nbsp;6a Satz&nbsp;1 GrEStG erfassten Erwerbsvorg&auml;nge an das Innehaben der Beteiligung f&uuml;r einen Zeitraum von mindestens f&uuml;nf Jahren vor und nach dem Erwerbsvorgang an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Die Voraussetzung der Selektivit&auml;t ist jedoch nicht gegeben, wenn eine Ma&szlig;nahme zwar einen Vorteil f&uuml;r den Beg&uuml;nstigten darstellt, aber durch die Natur oder den allgemeinen Aufbau des Systems, in das sie sich einf&uuml;gt, gerechtfertigt ist (EuGH-Urteile Paint Graphos u.a. vom 8.&nbsp;September 2011 C-78\/08 bis C-80\/08, EU:C:2011:550, Rz&nbsp;64, und Adria-Wien Pipeline und Wietersdorfer &#038; Peggauer Zementwerke vom 8.&nbsp;November 2001 C-143\/99, EU:C:2001:598, Rz&nbsp;42).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Begriff der staatlichen Beihilfe erfasst staatliche Ma&szlig;nahmen, die eine Differenzierung zwischen Unternehmen vornehmen und damit a priori selektiv sind, dann nicht, wenn diese Differenzierung aus der Natur oder dem inneren Aufbau der Lastenregelung folgt, mit der sie in Zusammenhang stehen (EuGH-Urteil Ministerio de Defensa und Navantia, EU:C:2014:2262, Rz&nbsp;42, und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Ma&szlig;nahme, die eine Ausnahme von der Anwendung des allgemeinen Steuersystems darstellt, kann gerechtfertigt sein, wenn sie nachweisbar unmittelbar auf den Grund- oder Leitprinzipien seines Steuersystems beruht. Insoweit ist zu unterscheiden zwischen den mit einer bestimmten Steuerregelung verfolgten Zielen, die au&szlig;erhalb dieser Regelung liegen, und den dem Steuersystem selbst inh&auml;renten Mechanismen, die zur Erreichung dieser Ziele erforderlich sind (EuGH-Urteil Ministerio de Defensa und Navantia, EU:C:2014:2262, Rz&nbsp;43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Rechtfertigung f&uuml;r die Steuerbeg&uuml;nstigung des &sect;&nbsp;6a GrEStG k&ouml;nnte sich daraus ergeben, dass die Tatbest&auml;nde des &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2a und 3 GrEStG aus grunderwerbsteuerrechtlicher Sicht zu weit gefasst sind und deshalb f&uuml;r bestimmte Konzernsachverhalte einer Korrektur durch Einschr&auml;nkung des Anwendungsbereichs bed&uuml;rfen. Dabei ist unerheblich, dass die Einschr&auml;nkung nicht in den einzelnen Vorschriften zu den steuerbaren Rechtsvorg&auml;ngen aufgenommen wurde, sondern wegen der in mehreren Vorschriften geregelten Steuerbarkeit von Rechtsvorg&auml;ngen als Steuerbeg&uuml;nstigung ausgestaltet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) &sect;&nbsp;6a GrEStG k&ouml;nnte dahin verstanden werden, dass die Vorschrift insbesondere die Rechtsfolgen aus dem weiten Anwendungsbereich des in den Umwandlungsf&auml;llen zumeist einschl&auml;gigen &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 GrEStG begrenzt. F&uuml;r steuerbare Rechtsvorg&auml;nge aufgrund einer Umwandlung (wie im Streitfall einer Verschmelzung) wird unter bestimmten Voraussetzungen nach &sect;&nbsp;6a GrEStG keine Grunderwerbsteuer erhoben. Zweck der Grunderwerbsteuer ist die Besteuerung des Rechtstr&auml;gerwechsels bei Grundst&uuml;cken. Unter den in &sect;&nbsp;6a GrEStG aufgestellten weiteren Voraussetzungen (qualifiziertes Beteiligungsverh&auml;ltnis, Behaltensfristen) k&ouml;nnte davon auszugehen sein, dass ein besteuerungsw&uuml;rdiger Rechtstr&auml;gerwechsel nicht vorliegt. Durch die Voraussetzungen wird der nicht besteuerungsw&uuml;rdige Rechtstr&auml;gerwechsel vom besteuerungsw&uuml;rdigen Rechtstr&auml;gerwechsel abgegrenzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Dies wird im Streitfall deutlich, in dem eine Tochtergesellschaft (T-GmbH) auf die Muttergesellschaft (Kl&auml;gerin) verschmolzen wird. Der Kl&auml;gerin war der Grundbesitz der T-GmbH grunderwerbsteuerrechtlich bereits aufgrund der Beteiligung von 100&nbsp;% an der T-GmbH zuzuordnen. Der nachfolgende zivilrechtliche Erwerb des Grundbesitzes durch die Kl&auml;gerin aufgrund der Umwandlung ist zwar steuerbar. Aus grunderwerbsteuerrechtlicher Sicht ist dies aber eine zu weitgehende Rechtsfolge, weil der Grundbesitz schon vorher der Kl&auml;gerin zuzuordnen war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) &sect;&nbsp;6a GrEStG steht nur bestimmten Unternehmen bzw. Gesellschaften offen, bei denen ein besonderes Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis besteht. Dies soll sicherstellen, dass die Rechtsfolgen der von &sect;&nbsp;6a GrEStG beg&uuml;nstigten Erwerbsvorg&auml;nge nur in einem genau umschriebenen Anwendungsbereich zur&uuml;ckgenommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Dasselbe gilt f&uuml;r die einzuhaltenden Fristen in Bezug auf die Beteiligung des herrschenden Unternehmens an der abh&auml;ngigen Gesellschaft. Dadurch soll vermieden werden, dass Beteiligungen kurzfristig erworben werden, um Umwandlungen ohne Grunderwerbsteuerbelastung auszuf&uuml;hren. Die Fristen grenzen den Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;6a GrEStG in sachgerechter Weise ein, um ungewollte Mitnahmeeffekte zu verhindern. &Auml;hnliche Regelungen finden sich im Referenzsystem an anderer Stelle (so zum Beispiel in &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;3 und &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 GrEStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) F&uuml;r die Qualifizierung einer nationalen Ma&szlig;nahme als staatliche Beihilfe bedarf es nicht des Nachweises einer tats&auml;chlichen Auswirkung der fraglichen Beihilfe auf den Handel zwischen Mitgliedstaaten und einer tats&auml;chlichen Wettbewerbsverzerrung, sondern nur der Pr&uuml;fung, ob die Beihilfe geeignet ist, diesen Handel zu beeintr&auml;chtigen und den Wettbewerb zu verf&auml;lschen (EuGH-Urteil Ministerio de Defensa und Navantia, EU:C:2014:2262, Rz&nbsp;51, und die dort angef&uuml;hrte Rechtsprechung). Der innergemeinschaftliche Handel wird insbesondere dann durch eine von einem Mitgliedstaat gew&auml;hrte Beihilfe beeinflusst, wenn sie die Stellung eines Unternehmens gegen&uuml;ber anderen, konkurrierenden Unternehmen in diesem Handel st&auml;rkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Fraglich ist, ob die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG geeignet ist, den Handel zwischen den Mitgliedstaaten zu beeintr&auml;chtigen und den Wettbewerb zu verf&auml;lschen. Dies k&ouml;nnte nur angenommen werden, wenn davon auszugehen w&auml;re, dass diese Eignung im Grunde jeder Steuerbeg&uuml;nstigung innewohnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>h) Nach alledem gibt es beachtenswerte Gr&uuml;nde daf&uuml;r, &sect;&nbsp;6a GrEStG bei Sachverhalten wie im Streitfall nicht als selektive Beihilfe anzusehen. Die Steuerbeg&uuml;nstigung erscheint als gerechtfertigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die dem EuGH vorgelegten Fragen sind entscheidungserheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte es sich bei &sect;&nbsp;6a GrEStG um eine Beihilfe im Sinne von Art.&nbsp;107 Abs.&nbsp;1 AEUV handeln, w&auml;re die Vorschrift nach Art.&nbsp;108 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 AEUV bis zu einer Entscheidung der Kommission &uuml;ber die Vereinbarkeit der Steuerbeg&uuml;nstigung mit dem Binnenmarkt nicht anwendbar. Das Revisionsverfahren m&uuml;sste bis zur Entscheidung der Kommission ausgesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte die Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect;&nbsp;6a GrEStG keine verbotene Beihilfe sein, w&auml;re die Entscheidung des FG rechtm&auml;&szlig;ig. Die Revision des FA w&auml;re unbegr&uuml;ndet. Die Kl&auml;gerin k&ouml;nnte die Steuerbeg&uuml;nstigung beanspruchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Das Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH ist nach Art.&nbsp;267 Abs.&nbsp;3 AEUV erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Die Aussetzung des Verfahrens beruht auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 in Verbindung mit &sect;&nbsp;74 der Finanzgerichtsordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss (EuGH-Vorlage) vom 30.5.2017, II R 62\/14ECLI:DE:BFH:2017:VE.300517.IIR62.14.0 EuGH-Vorlage: Beihilfecharakter der Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect; 6a GrEStG Leits&auml;tze Dem EuGH wird folgende Frage zur Vorabentscheidung vorgelegt: Ist Art. 107 Abs. 1 AEUV dahingehend auszulegen, dass eine nach dieser Vorschrift verbotene Beihilfe vorliegt, wenn nach der Regelung eines Mitgliedstaats Grunderwerbsteuer f&uuml;r einen steuerbaren Erwerb aufgrund einer Umwandlung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-62-14-eugh-vorlage-beihilfecharakter-der-steuerbeguenstigung-nach-par-6a-grestg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;62\/14 &#8211; EuGH-Vorlage: Beihilfecharakter der Steuerbeg&uuml;nstigung nach &sect; 6a GrEStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67429","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67429","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67429"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67429\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}