{"id":67480,"date":"2017-07-09T10:48:27","date_gmt":"2017-07-09T08:48:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67480"},"modified":"2017-07-09T10:48:27","modified_gmt":"2017-07-09T08:48:27","slug":"viii-r-32-14-vga-zurechnung-und-mittelbare-vga","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-32-14-vga-zurechnung-und-mittelbare-vga\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;32\/14 &#8211; VGA: Zurechnung und mittelbare vGA"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2017, VIII R 32\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.140317.VIIIR32.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">VGA: Zurechnung und mittelbare vGA<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 10. Juni 2014 6 K 13014\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten im zweiten Rechtsgang &uuml;ber die Zurechnung von verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA) der &#8230; GmbH (nachfolgend: GmbH) im Streitjahr (1996).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die bei der GmbH angestellte Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war im Streitjahr an dem Stammkapital der GmbH zu 45&nbsp;% beteiligt. Weitere Gesellschafter waren der Gr&uuml;ndungsgesellschafter A (45&nbsp;%) sowie B (bis November 10&nbsp;%, dann 5&nbsp;%) und C (ab November 5&nbsp;%).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Alleiniger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH war im Streitjahr W, der Lebensgef&auml;hrte der Kl&auml;gerin, mit dem sie in einem Haushalt lebte. W hielt zu keinem Zeitpunkt eine unmittelbare Beteiligung an der GmbH, die 1993 gegr&uuml;ndet worden war, nachdem W mit seinem Einzelunternehmen in Konkurs geraten war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach seinem Anstellungsvertrag stand W neben einer Festverg&uuml;tung auch eine Tantieme zu. Die H&ouml;he der Verg&uuml;tung wurde mehrfach ge&auml;ndert, die Gehaltserh&ouml;hung zum 1.&nbsp;Januar 1996 erfolgte unter Beteiligung der Kl&auml;gerin durch Beschluss der Gesellschafter. Die Kl&auml;gerin wurde im Jahr 1997 zur Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der GmbH bestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin erkl&auml;rte in ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 1996 einen Bruttoarbeitslohn von 116.211&nbsp;DM sowie Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen in H&ouml;he von 257.142&nbsp;DM, denen eine Vorabgewinnaussch&uuml;ttung der GmbH in H&ouml;he von 180.000&nbsp;DM zuz&uuml;glich Kapitalertragsteuer und anrechenbarer K&ouml;rperschaftsteuer zugrunde lag. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte die Kl&auml;gerin zun&auml;chst &#8211;unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung&#8211; erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer bei der GmbH durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung beanstandete der Betriebspr&uuml;fer u.a. die Angemessenheit der Geh&auml;lter bzw. Gesamtbez&uuml;ge der Kl&auml;gerin, des W und der ebenfalls f&uuml;r die GmbH t&auml;tigen Ehefrau des W. Zudem sah der Pr&uuml;fer in der &Uuml;bernahme privater Notar- und Rechtsberatungskosten durch die GmbH eine vGA an die Kl&auml;gerin.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA schloss sich dieser Auffassung an und erlie&szlig; einen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr, in dem es der Besteuerung der Kl&auml;gerin nur noch einen Arbeitslohn in H&ouml;he von 55.000&nbsp;DM zugrunde legte, jedoch die Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen um die vGA auf 646.756&nbsp;DM erh&ouml;hte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der hiergegen gerichtete Einspruch blieb im Wesentlichen ohne Erfolg. Das die nachfolgende Klage abweisende Urteil des Finanzgerichts (FG) vom 8.&nbsp;M&auml;rz 2006&nbsp;&nbsp;2&nbsp;K&nbsp;1862\/04 (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2007, 1342) hat der Senat mit Urteil vom 30.&nbsp;November 2010 VIII&nbsp;R&nbsp;19\/07 (BFH\/NV 2011, 449) aufgehoben und die Sache an das FG zur&uuml;ckverwiesen. Die Sache sei nicht spruchreif, da u.a. nicht ausgeschlossen werden k&ouml;nne, dass W im Streitjahr Gesellschafter der GmbH gewesen und ihm daher die vGA vorrangig zuzurechnen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiernach machte die Kl&auml;gerin erstmals geltend, sie habe die Anteile an der GmbH aufgrund einer verdeckten Treuhandabrede nur vor&uuml;bergehend und treuh&auml;nderisch f&uuml;r W gehalten, so dass s&auml;mtliche offenen und verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttungen nicht ihr, sondern dem Treugeber W zuzurechnen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Verlauf des FG-Verfahrens hat das FA mitgeteilt, es halte an der vGA aufgrund der &uuml;berh&ouml;hten Gehaltszahlungen an die Ehefrau des W nicht mehr fest. Im &Uuml;brigen sei weiterhin von vGA an die Kl&auml;gerin auszugehen, da eine Treuhandabrede mit W nicht nachgewiesen sei. Bei der Berechnung der vGA sei nicht nur der das angemessene Gehalt des W &uuml;bersteigende Teil zu ber&uuml;cksichtigen, sondern der jeweilige Anteil der einzelnen Gehaltsbestandteile. Von dem an W im Streitjahr ausgezahlten Gehalt (488.656&nbsp;DM) seien 36,13&nbsp;% (=&nbsp;176.539&nbsp;DM) unangemessen, was zu einer Minderung der bisher angenommenen vGA in H&ouml;he von 4.793&nbsp;DM f&uuml;hre. Eine &Auml;nderung der Einkommensteuerfestsetzung sei allerdings nicht geboten, da bei einer Lohnsteuerau&szlig;enpr&uuml;fung festgestellt worden sei, dass die Kl&auml;gerin den aus einer privaten PKW-Nutzung resultierenden geldwerten Vorteil (5.200&nbsp;DM) nicht versteuert habe. Da die Gesamtverg&uuml;tung der Kl&auml;gerin bereits &uuml;berh&ouml;ht gewesen sei, stelle auch dies eine &#8211;bislang nicht erfasste&#8211; vGA dar. Dieser Fehler sei gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;177 der Abgabenordnung (AO) zu saldieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit seinem in EFG 2015, 123 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 10.&nbsp;Juni 2014&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;13014\/11 gab das FG der Klage teilweise statt. Es verneinte das Vorliegen eines Treuhandverh&auml;ltnisses zwischen der Kl&auml;gerin und W und erfasste bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen sowohl die an die Kl&auml;gerin gezahlte offene Gewinnaussch&uuml;ttung (180.000&nbsp;DM zuz&uuml;glich Kapitalertragsteuer und K&ouml;rperschaftsteuer) als auch vGA, resultierend aus dem &uuml;berh&ouml;hten Gehalt der Kl&auml;gerin (61.211&nbsp;DM zuz&uuml;glich anrechenbarer K&ouml;rperschaftsteuer), der Privatnutzung eines betrieblichen PKW (5.200&nbsp;DM zuz&uuml;glich anrechenbarer K&ouml;rperschaftsteuer) sowie der &Uuml;bernahme privater Notar- und Rechtsberatungskosten (4.245&nbsp;DM zuz&uuml;glich anrechenbarer K&ouml;rperschaftsteuer). Auch die Zurechnung einer vGA aus der &uuml;berh&ouml;hten Gehaltszahlung an W sei dem Grunde nach rechtm&auml;&szlig;ig; sie sei jedoch der H&ouml;he nach unzutreffend, weil das FA zu Unrecht die vGA proportional auf die einzelnen Gehaltsbestandteile verteilt habe. Tats&auml;chlich sei nur die Differenz zwischen der angemessenen Gesamtverg&uuml;tung (440.000&nbsp;DM) und der im Streitjahr zugeflossenen Verg&uuml;tung (488.565&nbsp;DM) als vGA (48.565&nbsp;DM) zu erfassen. Auch sei der Kl&auml;gerin keine vGA im Zusammenhang mit dem an die Ehefrau des W gezahlten Gehalt zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer hiergegen gerichteten Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts. Die Gewinnaussch&uuml;ttungen seien aufgrund der mit W bestehenden Treuhandabrede nicht bei ihr zu erfassen. Die Zurechnung der vGA versto&szlig;e gegen &sect;&nbsp;11 des Einkommensteuergesetzes in der im Streitjahr geltenden Fassung (EStG) und sei zudem ausgeschlossen, weil sie keine beherrschende Stellung in der GmbH inne gehabt habe. Die angefochtene Entscheidung beruhe au&szlig;erdem auf Verfahrensfehlern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>das angefochtene Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Einkommensteuer 1996 unter &Auml;nderung des zuletzt ergangenen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheides vom 9.&nbsp;August 2005 ohne Ber&uuml;cksichtigung von Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat die zun&auml;chst eingelegte Revision mit Schreiben vom 1.&nbsp;September 2014 zur&uuml;ckgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die streitigen Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus Kapitalverm&ouml;gen zutreffend unter Ber&uuml;cksichtigung einer offenen und verdeckter Gewinnaussch&uuml;ttung(en) ermittelt und der Einkommensteuerfestsetzung f&uuml;r das Streitjahr zugrunde gelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die im Streitjahr an die Kl&auml;gerin gezahlte Vorabaussch&uuml;ttung in H&ouml;he von 180.000&nbsp;DM zuz&uuml;glich Kapitalertragsteuer und K&ouml;rperschaftsteuer war bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 EStG zu erfassen. Die Vorabaussch&uuml;ttung war ihr als Anteilseignerin zuzurechnen (&sect;&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;5, &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2a EStG, &sect;&nbsp;39 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin ist es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das FG eine Zurechnung der Eink&uuml;nfte zu W als Treugeber verneint hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche abweichende Zurechnung w&auml;re gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO bei Vorliegen eines steuerlich anzuerkennenden Treuhandverh&auml;ltnisses geboten (z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6.&nbsp;August 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;10\/10, BFHE 242, 321, BStBl II 2013, 862, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Treuhandverh&auml;ltnis ist indes nur gegeben, wenn die mit der rechtlichen Eigent&uuml;mer- bzw. Inhaberstellung verbundene Verf&uuml;gungsmacht so zu Gunsten des Treugebers eingeschr&auml;nkt ist, dass das rechtliche Eigentum bzw. die rechtliche Inhaberschaft als &quot;leere H&uuml;lle&quot; erscheint (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Urteil in BFHE 242, 321, BStBl II 2013, 862, m.w.N.). Der Treugeber muss das Treuhandverh&auml;ltnis beherrschen, und zwar nicht nur nach den mit dem Treuh&auml;nder getroffenen Absprachen, sondern auch bei deren tats&auml;chlichem Vollzug. Es muss zweifelsfrei erkennbar sein, dass der Treuh&auml;nder ausschlie&szlig;lich f&uuml;r Rechnung des Treugebers handelt. Wesentliches und im Grundsatz unverzichtbares Merkmal einer solchen Beherrschung ist eine Weisungsbefugnis des Treugebers &#8211;und damit korrespondierend die Weisungsgebundenheit des Treuh&auml;nders&#8211; in Bezug auf die Behandlung des Treugutes. Zudem muss der Treugeber berechtigt sein, jederzeit die R&uuml;ckgabe des Treugutes zu verlangen (z.B. BFH-Urteil in BFHE 242, 321, BStBl II 2013, 862, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Ma&szlig;gabe dieser Grunds&auml;tze ist die W&uuml;rdigung des FG, ein steuerlich anzuerkennendes Treuhandverh&auml;ltnis zwischen der Kl&auml;gerin und W habe nicht vorgelegen, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Das FG hat ma&szlig;geblich darauf abgestellt, dass die Beteiligten weder einen (zivilrechtlich wirksamen) notariellen Treuhandvertrag noch einen (formunwirksamen) m&uuml;ndlichen Treuhandvertrag abgeschlossen haben. Die Kl&auml;gerin, die ein Treuhandverh&auml;ltnis erstmals nach der Zur&uuml;ckverweisung durch den BFH behauptet habe, habe auch nicht dargetan, dass &uuml;berhaupt bzw. wann und mit welchem Inhalt eine (m&uuml;ndliche) Treuhandvereinbarung mit W geschlossen worden sei. Zudem sei weder aus der tats&auml;chlichen Handhabung ein Schluss auf eine bestehende Treuhandabrede m&ouml;glich noch sei erkennbar, dass die Kl&auml;gerin verpflichtet gewesen sei, den Gesch&auml;ftsanteil auf W (zur&uuml;ck) zu &uuml;bertragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese W&uuml;rdigung des FG widerspricht weder Denkgesetzen noch allgemeinen Erfahrungss&auml;tzen. Sie ist vielmehr in Anbetracht des unsubstantiierten Sachvortrags der Kl&auml;gerin zu dem vermeintlichen Treuhandverh&auml;ltnis bzw. der tats&auml;chlichen Einflussnahme des W auf die Kl&auml;gerin als Gesellschafterin der GmbH nachvollziehbar. Die Kl&auml;gerin behauptet zwar, W habe das Geschehen in der GmbH faktisch beherrscht, sie tr&auml;gt hierzu jedoch keine konkreten tats&auml;chlichen Umst&auml;nde vor, die belegen k&ouml;nnten, dass ihre rechtliche Inhaberschaft am GmbH-Anteil lediglich eine &quot;leere H&uuml;lle&quot; war. Vielmehr ist ihr Sachvortrag hierzu insgesamt unsubstantiiert und teils widerspr&uuml;chlich, wie auch die Tatsache best&auml;tigt, dass sie nunmehr erstmals in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erkl&auml;rt hat, es gebe (m&ouml;glicherweise) doch einen schriftlichen Treuhandvertrag zwischen ihr und W (zur Unbeachtlichkeit neuen Tatsachenvortrags im Revisionsverfahren vgl. z.B. BFH-Urteil vom 19.&nbsp;September 2002 X&nbsp;R&nbsp;160\/97, BFH\/NV 2003, 890).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Vor diesem Hintergrund hat das FG auch zutreffend von einer abweichenden Zurechnung der Gesch&auml;ftsanteile der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO unter dem Gesichtspunkt eines vom zivilrechtlichen Eigentum abweichenden wirtschaftlichen Eigentums abgesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Entscheidung des FG erweist sich auch nicht mit Blick auf die BFH-Entscheidung in BFHE 242, 321, BStBl II 2013, 862 als rechtsfehlerhaft, und zwar auch nicht unter Einbeziehung der Behauptung des Kl&auml;gervertreters in der m&uuml;ndlichen Verhandlung, W habe das Geschehen faktisch beherrscht. Entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin ist der dieser Entscheidung zugrundeliegende Sachverhalt, der ein Treuhandverh&auml;ltnis mit einem minderj&auml;hrigen, gesch&auml;ftsunf&auml;higen Gesellschafter betraf, mit dem Streitfall nicht vergleichbar. Zudem ist auf der Grundlage der bindenden Feststellungen des FG weder erkennbar, dass W das Handeln der Kl&auml;gerin beherrscht hat, noch dass er jederzeit die R&uuml;ck&uuml;bertragung der GmbH-Anteile verlangen konnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Dementsprechend ist es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das FG der Kl&auml;gerin als Anteilseignerin auch die dem Grunde und der H&ouml;he nach unstreitigen vGA, die aus der ihr gew&auml;hrten &uuml;berh&ouml;hten Gesamtausstattung (Gehalt und PKW-Nutzung) und den von der GmbH &uuml;bernommenen Notar- und Rechtsberatungskosten (jeweils zuz&uuml;glich K&ouml;rperschaftsteuer) resultieren, zugerechnet hat (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;2, Abs.&nbsp;2a EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Zurechnung der vGA aus der &uuml;berh&ouml;hten Verg&uuml;tung des W h&auml;lt der revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung ebenfalls stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der vom Kl&auml;gervertreter in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erneut dargelegten Auffassung kann eine vGA auch ohne tats&auml;chlichen Zufluss beim Gesellschafter anzunehmen sein, wenn der Vorteil dem Gesellschafter mittelbar in der Weise zugewendet wird, dass eine ihm nahe stehende Person aus der Verm&ouml;gensverlagerung Nutzen zieht. Das &quot;Nahestehen&quot; in diesem Sinne kann familienrechtlicher, gesellschaftsrechtlicher, schuldrechtlicher oder auch rein tats&auml;chlicher Art sein (z.B. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;Dezember 1996 I&nbsp;R&nbsp;139\/94, BFHE 182, 184, BStBl II 1997, 301; vom 19.&nbsp;Juni 2007 VIII&nbsp;R&nbsp;54\/05, BFHE 218, 244, BStBl II 2007, 830, und vom 22.&nbsp;Oktober 2015 IV&nbsp;R&nbsp;7\/13, BFHE 251, 335, BStBl II 2016, 219). Die Zuwendung eines Verm&ouml;gensvorteils an eine nahe stehende Person ist dann, wenn andere Ursachen f&uuml;r die Zuwendung als das Nahestehen des Empf&auml;ngers zu einem Gesellschafter auszuschlie&szlig;en sind, unabh&auml;ngig davon als vGA zu beurteilen, ob auch der Gesellschafter selbst ein verm&ouml;genswertes Interesse an dieser Zuwendung hat (z.B. BFH-Urteile in BFHE 218, 244, BStBl II 2007, 830, und in BFHE 251, 335, BStBl II 2016, 219). In diesem Fall spricht der Beweis des ersten Anscheins daf&uuml;r, dass die nahe stehende Person den Vorteil ohne ihre Beziehung zum Gesellschafter nicht erhalten h&auml;tte (z.B. BFH-Urteile in BFHE 218, 244, BStBl II 2007, 830, und in BFHE 251, 335, BStBl II 2016, 219).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Beweis des ersten Anscheins f&uuml;r die Veranlassung durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis kann durch die Feststellung ersch&uuml;ttert werden, dass die Zuwendung des Vorteils ihre Ursache ausschlie&szlig;lich in einer vom Gesellschaftsverh&auml;ltnis zum nahe stehenden Gesellschafter unabh&auml;ngigen Beziehung der Kapitalgesellschaft zum Empf&auml;nger der Zuwendung hat (z.B. BFH-Urteil in BFHE 218, 244, BStBl II 2007, 830). Dasselbe gilt, wenn der unmittelbare Empf&auml;nger der Zuwendung (auch) einem anderen Gesellschafter nahe steht und anzunehmen ist, dass nur dieser ihm etwas zuwenden wollte (z.B. BFH-Urteil in BFHE 218, 244, BStBl II 2007, 830).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen ist es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das FG in der Zahlung der &uuml;berh&ouml;hten Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerverg&uuml;tung an W eine der Kl&auml;gerin zuzurechnende vGA erkannt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat zutreffend darauf abgestellt, dass die Kl&auml;gerin die Verg&uuml;tung des W unbeanstandet gelassen und damit &uuml;ber die &uuml;berh&ouml;hten Bez&uuml;ge des W als eine ihr nahe stehende Person verf&uuml;gt hat (vgl. hierzu auch bereits die Ausf&uuml;hrungen im BFH-Urteil in BFH\/NV 2011, 449, Rz&nbsp;30). Auch die W&uuml;rdigung des FG, die Kl&auml;gerin habe aufgrund der bestehenden Lebensgemeinschaft und des gemeinsamen Haushaltes mit W ein unmittelbares Eigeninteresse an der &uuml;berh&ouml;hten Verg&uuml;tung des W gehabt, verst&ouml;&szlig;t weder gegen Denkgesetze noch Erfahrungss&auml;tze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Dass die Kl&auml;gerin im Streitjahr nicht mehrheitlich an der GmbH beteiligt war, steht der Zurechnung der vGA &#8211;anders als die Kl&auml;gerin meint&#8211; nicht entgegen. Denn eine vGA an eine dem Gesellschafter nahe stehende Person setzt nicht voraus, dass der Gesellschafter in der vorteilsgew&auml;hrenden Kapitalgesellschaft eine beherrschende Stellung innehat (vgl. BFH-Beschluss vom 22.&nbsp;Oktober 2014 I&nbsp;B&nbsp;169\/13, BFH\/NV 2015, 234; BFH-Urteil vom 8.&nbsp;Oktober 2008 I&nbsp;R&nbsp;61\/07, BFHE 223, 131, BStBl II 2011, 62 &#8211; jeweils im Zusammenhang mit einer vGA an eine dem Gesellschafter nahe stehende Kapitalgesellschaft; vgl. auch Klingebiel in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock (D\/P\/M), Kommentar zum KStG und EStG, &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;513b; Neumann in R&ouml;dder\/ Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;367; vgl. auch zur fehlenden Relevanz der H&ouml;he der Beteiligung des Gesellschafters in den F&auml;llen der Zuwendung an ihm nahe stehende Personen: Harle\/ Kulemann in Ernst &#038; Young, Verdeckte Gewinnaussch&uuml;ttungen und verdeckte Einlagen, Rz&nbsp;149, unter Hinweis auf BFH-Urteil vom 25.&nbsp;Mai 2004 VIII&nbsp;R&nbsp;4\/01, BFHE 207, 103).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Revisionsrechtlich nicht zu beanstanden ist ferner, dass das FG die aus der &uuml;berh&ouml;hten Verg&uuml;tung des W resultierende vGA allein der Kl&auml;gerin und nicht auch anteilig den weiteren Gesellschaftern der GmbH zugerechnet hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die auf einer einzelfallbezogenen Sachverhaltsw&uuml;rdigung beruhende Feststellung des FG, es sei nicht erkennbar, dass die weiteren an der GmbH beteiligten Gesellschafter eine vergleichbare Motivation gehabt h&auml;tten, dem W eine &uuml;berh&ouml;hte Verg&uuml;tung zukommen zu lassen, verst&ouml;&szlig;t nicht gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze und Denkgesetze. Das FG hat seine W&uuml;rdigung vielmehr nachvollziehbar damit begr&uuml;ndet, dass die Kl&auml;gerin aufgrund der bestehenden Lebens- und Haushaltsgemeinschaft mit W ein erhebliches und unmittelbares Eigeninteresse an den &uuml;berh&ouml;hten Zahlungen an W gehabt habe. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn das FG in dem gemeinsamen wirtschaftlichen Interesse der Kl&auml;gerin und des W einen die zwischen den weiteren Gesellschaftern und W bestehenden Beziehungen &uuml;berlagernden Umstand erkannt hat, der die Annahme rechtfertigt, die vGA sei durch die Kl&auml;gerin veranlasst gewesen und dieser allein zuzurechnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Schlie&szlig;lich h&auml;lt auch die vom FG zugrunde gelegte H&ouml;he der vGA der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat eine vGA in H&ouml;he der Differenz zwischen der angemessenen Verg&uuml;tung des W (Gesamtausstattung: 440.000&nbsp;DM) und der an W im Streitjahr tats&auml;chlich gezahlten Verg&uuml;tung in H&ouml;he von 488.656&nbsp;DM (Festgehalt) &#8211;und damit in H&ouml;he von 48.656&nbsp;DM zuz&uuml;glich K&ouml;rperschaftsteuer&#8211; angenommen. Zumindest in dieser H&ouml;he ist bei der Kl&auml;gerin eine vGA zu erfassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die dem W neben der Festverg&uuml;tung vertraglich zugesagte Tantieme in H&ouml;he von 200.216&nbsp;DM (erst) 1997 ausgezahlt wurde, ist demgegen&uuml;ber nicht mehr erheblich. Nach der R&uuml;cknahme der Revision des FA musste der Senat nicht mehr &uuml;ber die Frage entscheiden, ob bei der Berechnung der H&ouml;he der der Kl&auml;gerin zuzurechnenden vGA die angemessene Gesamtausstattung des W proportional und zeitlich (s. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 14.&nbsp;Oktober 2002 IV&nbsp;A&nbsp;2 -S&nbsp;2742- 62\/02, BStBl I 2002, 972) den einzelnen Gehaltsbestandteilen (hier: Festgehalt und Tantieme) zuzuordnen ist, mit der Folge, dass sich im Streitjahr eine h&ouml;here als die vom FG nunmehr angenommene Gewinnaussch&uuml;ttung ergeben h&auml;tte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die von der Kl&auml;gerin erhobenen Verfahrensr&uuml;gen greifen nicht durch.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG hat insbesondere die ihm obliegende Sachaufkl&auml;rungspflicht nicht verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO erforscht das Gericht den Sachverhalt von Amts wegen (Amtsermittlungsgrundsatz). Die Sachaufkl&auml;rungspflicht des FG kann allerdings nicht losgel&ouml;st von den Mitwirkungspflichten der Beteiligten (&sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 FGO) gesehen werden (st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschluss vom 7.&nbsp;Juli 2014 X&nbsp;B&nbsp;134\/13, BFH\/NV 2014, 1772, m.w.N.). Vielmehr begrenzt die Mitwirkungspflicht der Beteiligten die Amtsermittlungspflicht des Gerichts (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2014, 1772; vom 5.&nbsp;Dezember 2006 VIII&nbsp;B&nbsp;4\/06, BFH\/NV 2007, 490). Dabei kommt dem Gedanken der Beweisn&auml;he besondere Bedeutung zu (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2014, 1772, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unbeschadet einer Mitwirkungspflicht der Beteiligten hat das FG dem Amtsermittlungsgrundsatz besondere Bedeutung zuzumessen, soweit es sich um Feststellungen handelt, denen unmittelbar entscheidungserhebliche Bedeutung zukommt. In diesen F&auml;llen hat das FG jedenfalls solchen tats&auml;chlichen Zweifeln nachzugehen, die sich ihm nach Lage der Akten und dem Vortrag der Beteiligten aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2014, 1772, m.w.N.). Allerdings kann die Sachaufkl&auml;rungsr&uuml;ge nicht dazu dienen, Beweisantr&auml;ge oder Fragen zu ersetzen, welche eine fachkundig vertretene Partei selbst in zumutbarer Weise h&auml;tte stellen k&ouml;nnen, jedoch zu stellen unterlassen hat bzw. (nachtr&auml;glich) Ermittlungen vom FG zu verlangen, die sich jedenfalls f&uuml;r einen beratenen Beteiligten in der Weise aufdr&auml;ngen, dass dieser die fehlenden Angaben aus den ihm vorliegenden oder von ihm beschaffbaren Unterlagen in das Verfahren einbringen muss (BFH-Beschl&uuml;sse in BFH\/NV 2014, 1772, m.w.N.; in BFH\/NV 2007, 490).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen verkennt die Kl&auml;gerin, soweit sie unzureichende Ermittlungen des FG zur Frage der Zurechnung der GmbH-Anteile r&uuml;gt, nicht nur, dass es sich um Vorg&auml;nge handelt, die sich in ihrer eigenen Sph&auml;re abgespielt haben, sondern auch die hieraus f&uuml;r sie selbst resultierende Mitwirkungspflicht. Nachdem das FG nach der Zur&uuml;ckverweisung der Sache die im Streitjahr bestehenden Beteiligungsverh&auml;ltnisse aufgekl&auml;rt hatte, w&auml;re es &#8211;wie der Senat bereits in seinem Urteil in BFH\/NV 2011, 449 ausgef&uuml;hrt hat&#8211; vorrangig an der Kl&auml;gerin gewesen, zu den Gr&uuml;nden ihrer Beteiligung an der GmbH vorzutragen. Bleibt ein substantiierter Sachvortrag hierzu aus, ist es nicht Aufgabe des FG, den Sachverhalt von Amts wegen &quot;ins Blaue hinein&quot; aufzukl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Auch die R&uuml;ge, das FG habe die beantragte Vernehmung von Zeugen unterlassen, die als einzige in der Lage gewesen seien, Auskunft &uuml;ber die gesamten tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse zu geben, begr&uuml;ndet keinen Verfahrensmangel. Dabei kann dahinstehen, ob die Kl&auml;gerin infolge des in der m&uuml;ndlichen Verhandlung erkl&auml;rten Verzichtes auf eine (weitere) m&uuml;ndliche Verhandlung ihr R&uuml;gerecht verloren hat. Denn das FG musste den Beweisantr&auml;gen der Kl&auml;gerin nicht folgen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FG hat den Antrag, den Zeugen D zu h&ouml;ren, zu Recht als nicht gen&uuml;gend substantiiert verworfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da die Kl&auml;gerin selbst nichts Konkretes zu den Hintergr&uuml;nden ihrer Beteiligung an der GmbH und zu dem vermeintlichen Treuhandverh&auml;ltnis vorgetragen hat, ist nicht ersichtlich, welche konkreten Tatsachen durch die Vernehmung des Zeugen D &#8211;der im Streitjahr keine Beurkundungen im Zusammenhang mit der GmbH durchgef&uuml;hrt hatte&#8211; h&auml;tten bewiesen werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Zeuge sollte offenbar das vortragen, was die Kl&auml;gerin zu-n&auml;chst selbst zur Glaubhaftmachung ihrer Behauptung h&auml;tte dar-legen m&uuml;ssen. Beweisermittlungs- oder Beweisausforschungsantr&auml;gen, die so unbestimmt sind, dass im Grunde erst die Beweiserhebung selbst die entscheidungserheblichen Tatsachen und Behauptungen aufdecken soll, muss das Gericht aber regelm&auml;&szlig;ig nicht nachkommen (vgl. BFH-Beschluss vom 6.&nbsp;September 2005 IV&nbsp;B&nbsp;14\/04, BFH\/NV 2005, 2166). Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Ausf&uuml;hrungen des FG zum Verzicht auf die Vernehmung des Zeugen D entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin auch nicht als &uuml;berraschend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Verzicht auf die Vernehmung des Gr&uuml;ndungsgesellschafters A stellt ebenfalls keinen Verfahrensfehler dar. Das FG hat die vom Zeugen nach den Darlegungen der Kl&auml;gerin zu bekundende Tatsache, dass die &Uuml;bertragung der Anteile auf die Kl&auml;gerin unentgeltlich erfolgt ist, als wahr unterstellt und insoweit zutreffend darauf verwiesen, dass eine Unentgeltlichkeit nicht zwingend zur Annahme eines Treuhandverh&auml;ltnisses f&uuml;hre, sondern auch andere Erkl&auml;rungen denkbar seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Einwendungen gegen die Richtigkeit des Protokolls zur m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG begr&uuml;nden ebenfalls keinen Verfahrensfehler. Soweit der Kl&auml;gervertreter vorbringt, das Protokoll sei in Bezug auf den dort niedergelegten Verzicht der Beteiligten auf die Durchf&uuml;hrung einer weiteren m&uuml;ndlichen Verhandlung falsch, ist darauf hinzuweisen, dass gegen den die F&ouml;rmlichkeiten der m&uuml;ndlichen Verhandlung betreffenden Inhalt der Niederschrift i.S. von &sect;&nbsp;94 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;160 Abs.&nbsp;3 der Zivilprozessordnung (ZPO) nur der Nachweis der F&auml;lschung zul&auml;ssig ist (&sect;&nbsp;94 FGO i.V.m. &sect;&nbsp;165 Satz&nbsp;2 ZPO). Ist dieser Nachweis &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht gef&uuml;hrt und eine Berichtigung der Niederschrift unterblieben, muss davon ausgegangen werden, dass der Inhalt der Niederschrift sachlich zutrifft (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 21.&nbsp;September 2011 XI&nbsp;B&nbsp;24\/11, BFH\/NV 2012, 277, und vom 17.&nbsp;Mai 1999 VII&nbsp;B&nbsp;44\/98, BFH\/NV 1999, 1490, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch der weitere Einwand, das Protokoll sei in Bezug auf den Sachvortrag zur faktischen Beherrschung des W unvollst&auml;ndig, begr&uuml;ndet keinen Verfahrensfehler. Die Kl&auml;gerin hat weder dargetan, welchen konkreten Sachvortrag das FG im Protokoll und in der weiteren Folge auch in seiner Entscheidung unber&uuml;cksichtigt gelassen hat, noch dass sich hieraus eine andere rechtliche Beurteilung in Bezug auf die Frage einer abweichenden Zurechnung der Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;39 AO ergeben k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das Urteil ist auch nicht verfahrensfehlerhaft, weil es &#8211;wie die Kl&auml;gerin meint&#8211; nicht mit Gr&uuml;nden versehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Ein Urteil ist i.S. des &sect;&nbsp;119 Nr.&nbsp;6 FGO nicht mit Gr&uuml;nden versehen, wenn den Beteiligten die M&ouml;glichkeit entzogen ist, die getroffene Entscheidung auf ihre Rechtm&auml;&szlig;igkeit hin zu &uuml;berpr&uuml;fen. Dies ist der Fall, wenn die Begr&uuml;ndung des Urteilsspruchs &uuml;berhaupt oder im Hinblick auf einen selbst&auml;ndigen prozessualen Anspruch oder ein selbst&auml;ndiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel fehlt oder wenn die Entscheidungsgr&uuml;nde nur aus inhaltsleeren Floskeln bestehen oder missverst&auml;ndlich und verworren sind (BFH-Beschl&uuml;sse vom 26.&nbsp;Februar 2010 VIII&nbsp;B&nbsp;17\/08, BFH\/NV 2010, 1083, und vom 1.&nbsp;Februar 2012 VI&nbsp;B&nbsp;71\/11, BFH\/NV 2012, 767).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das angefochtene Urteil enth&auml;lt eine diesen Anforderungen entsprechende Begr&uuml;ndung. Eine weitergehende Auseinandersetzung mit den Umst&auml;nden des Anteilserwerbes war insbesondere in Anbetracht des insoweit fehlenden substantiierten Sachvortrages der Kl&auml;gerin nicht geboten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 FGO ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2017, VIII R 32\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.140317.VIIIR32.14.0 VGA: Zurechnung und mittelbare vGA Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 10. Juni 2014 6 K 13014\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Tatbestand 1&nbsp; I. Die Beteiligten streiten im zweiten Rechtsgang &uuml;ber die Zurechnung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-32-14-vga-zurechnung-und-mittelbare-vga\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;32\/14 &#8211; VGA: Zurechnung und mittelbare vGA<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67480"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67480\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}