{"id":67520,"date":"2017-08-23T08:26:49","date_gmt":"2017-08-23T06:26:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67520"},"modified":"2017-08-23T08:26:49","modified_gmt":"2017-08-23T06:26:49","slug":"i-r-67-15-ertragszuschuss-als-organschaftliche-mehrabfuehrung-is-von-par-27-abs-6-satz-1-kstg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-67-15-ertragszuschuss-als-organschaftliche-mehrabfuehrung-is-von-par-27-abs-6-satz-1-kstg\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;67\/15 &#8211; Ertragszuschuss als organschaftliche Mehrabf&uuml;hrung i.S. von &sect; 27 Abs. 6 Satz 1 KStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.3.2017, I R 67\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.150317.IR67.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Ertragszuschuss als organschaftliche Mehrabf&uuml;hrung i.S. von &sect; 27 Abs. 6 Satz 1 KStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein Ertragszuschuss stellt eine verdeckte Einlage dar und f&uuml;hrt zu einer Erh&ouml;hung des steuerlichen Einlagekontos bei der Organgesellschaft nach &sect; 27 Abs. 1 Satz 1 KStG, die durch den sofortigen R&uuml;ckfluss an den Organtr&auml;ger im Rahmen der organschaftlichen Gewinnabf&uuml;hrung nicht wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Der Tatbestand der organschaftlichen Mehr- oder Minderabf&uuml;hrung i.S. des &sect; 27 Abs. 6 Satz 1 KStG ist am Grundanliegen des Gesetzgebers auszurichten, die Einmalbesteuerung der organschaftlichen Ertr&auml;ge beim Organtr&auml;ger sicherzustellen (Best&auml;tigung des Senatsurteils vom 29. August 2012 I R 65\/11, BFHE 238, 382, BStBl II 2013, 555).<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Bei der R&uuml;ckgew&auml;hr eines Ertragszuschusses &uuml;ber die organschaftliche Gewinnabf&uuml;hrung besteht ein aus dem Rechtsinstitut der Organschaft abzuleitender Grund daf&uuml;r, von einer organschaftlichen Mehrabf&uuml;hrung auszugehen (a.A. BMF-Schreiben vom 15. Juli 2013, BStBl I 2013, 921).<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, vom 13. August 2015&nbsp;&nbsp;6 K 39\/13 wird, soweit sie sich gegen den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Endbest&auml;nde gem&auml;&szlig; &sect; 36 Abs. 7 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes richtet, als unzul&auml;ssig verworfen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gesellschafterin der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), einer GmbH, ist die B-GmbH. Mit dieser hat die Kl&auml;gerin am &#8230; 2002 einen Gewinnabf&uuml;hrungsvertrag geschlossen, wonach ihr gesamtes Jahresergebnis ab dem Jahr 2002 der B-GmbH als Organtr&auml;gerin zustehen sollte. Zugleich war die Kl&auml;gerin im Jahr 2002 selbst Organtr&auml;gerin in Bezug auf eine ihrer Tochtergesellschaften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die B-GmbH zahlte der Kl&auml;gerin am &#8230; 2002 einen (nicht r&uuml;ckzahlbaren) Ertragszuschuss in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR. Diesen verbuchte die Kl&auml;gerin in ihrer Handelsbilanz als Ertrag. Weiter erfasste die Kl&auml;gerin in ihrer Handelsbilanz einen &Uuml;bernahmeverlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR aufgrund einer zum &#8230; 2002 erfolgten Verschmelzung mit einer Organgesellschaft. Steuerrechtlich durfte der &Uuml;bernahmeverlust gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 des Umwandlungssteuergesetzes in der f&uuml;r das Jahr 2002 geltenden Fassung (UmwStG) nicht abgezogen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ging zun&auml;chst davon aus, dass der Ertragszuschuss &#8230; als Zugang zum steuerlichen Einlagekonto der Kl&auml;gerin zu erfassen sei. Aufgrund der unterschiedlichen Behandlung des Ertragszuschusses in der Handels- und der Steuerbilanz nahm er jedoch weiter an, dass eine Mehrabf&uuml;hrung in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR vorliege, die zu einer entsprechenden Minderung des Einlagekontos gef&uuml;hrt habe. Den &Uuml;bernahmeverlust sah das FA dagegen aufgrund einer au&szlig;erbilanziellen Korrektur nicht als Minderabf&uuml;hrung an. Dementsprechend stellte es das steuerliche Einlagekonto zum 31.&nbsp;Dezember 2002 mit &#8230;&nbsp;EUR fest. In den Folgebescheiden der Jahre 2003 bis 2006 sowie der weiteren Jahre 2007 bis 2009 nahm es entsprechende &Auml;nderungen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der nach erfolglosem Einspruch erhobenen Klage machte die Kl&auml;gerin im Wesentlichen geltend, dass das Einlagekonto um den Ertragszuschuss in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zu erh&ouml;hen sei, da hinsichtlich des Ertragszuschusses keine (organschaftliche) Mehrentnahme vorliege. Der Ertragszuschuss sei eine verdeckte Einlage. Die Korrektur des zu versteuernden Einkommens finde &#8211;ebenso wie die Korrektur des Verschmelzungsverlusts&#8211; au&szlig;erhalb der Bilanz statt. Handelsbilanz und Steuerbilanz seien daher identisch, bei der Berechnung von (organschaftlichen) Mehr- oder Minderabf&uuml;hrungen komme es aber auf einen Unterschied zwischen Handels- und Steuerbilanz an. Das Finanzgericht (FG) M&uuml;nchen, Au&szlig;ensenate Augsburg, hat die Klage abgewiesen (Urteil vom 13.&nbsp;August 2015&nbsp;&nbsp;6&nbsp;K&nbsp;39\/13, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2015, 1974).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision beantragt die Kl&auml;gerin, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Endbest&auml;nde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes in der f&uuml;r das Jahr 2002 geltenden Fassung (KStG) sowie den Bescheid zum 31.&nbsp;Dezember 2002 &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Besteuerungsgrundlagen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;28 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 und &sect;&nbsp;38 Abs.&nbsp;1 KStG vom 1.&nbsp;April 2008 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 29.&nbsp;November 2012 dergestalt abzu&auml;ndern, dass das steuerliche Einlagekonto in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR festgestellt wird und die Feststellungen in den Folgebescheiden der Jahre 2003 bis 2009 entsprechend angepasst werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision bleibt ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Soweit die Kl&auml;gerin sich mit ihrer Revision gegen den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung der Endbest&auml;nde gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;36 Abs.&nbsp;7 KStG wendet, ist die Revision als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Eine Beschwer der Kl&auml;gerin liegt nicht vor, nachdem diese im finanzgerichtlichen Verfahren ihren Klageantrag &#8211;ausweislich der vorinstanzlichen Entscheidung und entgegen ihrem schrifts&auml;tzlichen Vorbringen&#8211; auf die Bescheide zur gesonderten Feststellung des steuerlichen Einlagekontos zum 31.&nbsp;Dezember 2002 sowie zum 31.&nbsp;Dezember 2003 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2009 beschr&auml;nkt hat. Dementsprechend hat die Vorinstanz im Rubrum ihrer Entscheidung auch allein die Bescheide zur gesonderten Feststellung des steuerlichen Einlagekontos aufgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im &Uuml;brigen ist die Revision unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass sich das steuerliche Einlagekonto der Kl&auml;gerin aufgrund einer Mehrabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 KStG gemindert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist die Klage nur insoweit zul&auml;ssig, als sie gegen den Bescheid zur gesonderten Feststellung des steuerlichen Einlagekontos zum 31.&nbsp;Dezember 2002 gerichtet war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Vorinstanz ist zu Unrecht von der Zul&auml;ssigkeit der Klage im Hinblick auf die Bescheide zur gesonderten Feststellung des steuerlichen Einlagekontos zum 31.&nbsp;Dezember 2003 bis zum 31.&nbsp;Dezember 2009 ausgegangen. &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 KStG weist dem Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung des Bestands des steuerlichen Einlagekontos die Funktion eines Grundlagenbescheids f&uuml;r den Bescheid &uuml;ber die gesonderte Feststellung zum folgenden Feststellungszeitpunkt zu (Senatsurteil vom 30.&nbsp;Januar 2013 I&nbsp;R&nbsp;35\/11, BFHE 240, 304, BStBl II 2013, 560). Die Klage war insoweit als unzul&auml;ssig abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im &Uuml;brigen war die Klage zul&auml;ssig. Im Streitfall geht es um die Richtigkeit der Ermittlung des steuerlichen Einlagekontos der Kl&auml;gerin. Eine zu hohe Feststellung des steuerlichen Einlagekontos wirkt sich zwar auf die Besteuerung der Kl&auml;gerin nicht aus; gleichwohl wird hierdurch ihre Rechtsstellung als Verg&uuml;tungsschuldnerin ber&uuml;hrt. Der Senat verweist insoweit auf sein Urteil in BFHE 240, 304, BStBl II 2013, 560.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In der Sache ist das FG im Ergebnis zutreffend davon ausgegangen, dass sich das steuerliche Einlagekonto der Kl&auml;gerin durch den von der B-GmbH gew&auml;hrten Ertragszuschuss in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR zun&auml;chst um diesen Betrag erh&ouml;ht, dann aber aufgrund einer Mehrabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 KStG entsprechend gemindert hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der (nicht r&uuml;ckzahlbare) Ertragszuschuss stellt eine verdeckte Einlage dar und f&uuml;hrt &#8211;neben nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten auf die Beteiligung bei der B-GmbH als Organtr&auml;gerin (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18.&nbsp;Dezember 1990 VIII&nbsp;R&nbsp;158\/86, BFH\/NV 1992, 15; vgl. auch Senatsurteile vom 24.&nbsp;Juli 1996 I&nbsp;R&nbsp;41\/93, BFHE 181, 53, BStBl II 1996, 614; vom 27.&nbsp;April 2000 I&nbsp;R&nbsp;58\/99, BFHE 192, 428, BStBl II 2001, 168; BFH-Urteil vom 26.&nbsp;November 1993 VI&nbsp;R&nbsp;3\/92, BFHE 173, 69, BStBl II 1994, 242)&#8211; zu einer Erh&ouml;hung des steuerlichen Einlagekontos bei der Kl&auml;gerin als Organgesellschaft nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Verdeckte Einlage ist die Zuwendung eines bilanzierbaren Verm&ouml;gensvorteils aus gesellschaftsrechtlichen Gr&uuml;nden ohne Entgelt in Gestalt von Gesellschaftsrechten (vgl. z.B. Senatsurteile vom 27.&nbsp;Mai 2009 I&nbsp;R&nbsp;53\/08, BFHE 226, 500; vom 28.&nbsp;April 2004 I&nbsp;R&nbsp;20\/03, BFH\/NV 2005, 19; BFH-Urteil vom 12.&nbsp;Dezember 2000 VIII&nbsp;R&nbsp;22\/92, BFHE 194, 108, BStBl II 2001, 385; Senatsurteil vom 15.&nbsp;Oktober 1997 I&nbsp;R&nbsp;80\/96, BFH\/NV 1998, 624; vgl. auch Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 9.&nbsp;Juni 1997 GrS&nbsp;1\/94, BFHE 183, 187, BStBl II 1998, 307). Im Streitfall hat die B-GmbH der Kl&auml;gerin in Gestalt eines nicht r&uuml;ckzahlbaren Zuschusses Eigenkapital zugef&uuml;hrt. Zwischen den Beteiligten besteht Einvernehmen dar&uuml;ber, dass es sich hierbei um eine verdeckte Einlage handelt. Davon ist auch das FG bei seiner Entscheidung ausgegangen. Der festgestellte Sachverhalt und das Beteiligtenvorbringen geben keine Veranlassung, diese Einsch&auml;tzung in Frage zu stellen: Das zugef&uuml;hrte Kapital sollte dauerhaft in das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin &uuml;bergehen; eine R&uuml;ckzahlung war nicht beabsichtigt. Der Zuschuss war sonach geeignet, das Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zu vermehren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Dem kann nicht entgegen gehalten werden, dass wegen des sofortigen R&uuml;ckflusses des Ertragszuschusses an die B-GmbH &uuml;ber die Gewinnabf&uuml;hrung im Rahmen des Organschaftsverh&auml;ltnisses die verdeckte Einlage wieder r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht worden ist. Die Vorinstanz hat zutreffend eine vorweggenommene Saldierung beider Vorg&auml;nge abgelehnt. Soweit in der Literatur unter Hinweis darauf, dass die verdeckte Einlage als &quot;Vorleistung auf die Ergebnis&uuml;bernahme&quot; anzusehen sei (vgl. Prokofiew, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung 2014, 235, 238) sowie wegen der Einlagenr&uuml;ck&uuml;bertragung der Vorgang &quot;gedanklich als Auskehrung aus dem steuerlichen Einlagekonto&quot; angesehen werden m&uuml;sse (vgl. Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, KStG\/GewStG\/UmwStG, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;893), die Auffassung vertreten wird, dass die Rechtsfolgen einer verdeckten Einlage nicht zu ziehen seien, folgt dem der Senat mit der &uuml;berwiegenden Meinung in der Literatur (vgl. von Freeden\/Lange, Die Wirtschaftspr&uuml;fung &#8211;WPg&#8211; 2016, 697; von Freeden in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;350; Brink in Schnitger\/Fehrenbacher, KStG, &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;1036; Breier, Der Konzern 2011, 84; Gosch\/Neumann, KStG, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;416d) nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r eine derartige Auffassung findet sich im Gesetz kein Anhalt. Nach dem eindeutigen Wortlaut des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 KStG sind die nicht in das Nennkapital geleisteten Einlagen auf dem steuerlichen Einlagekonto auszuweisen. Das steuerliche Einlagekonto erfasst damit zun&auml;chst ausschlie&szlig;lich durch das Gesellschaftsverh&auml;ltnis veranlasste Verm&ouml;gens&auml;nderungen (vgl. Senatsurteil vom 6.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;24\/08, BFH\/NV 2010, 248). Der bei der B-GmbH als Organtr&auml;gerin zu erfassende Ertrag beruht dagegen auf der Gewinnabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;291 Abs.&nbsp;1 des Aktiengesetzes und damit auf der handelsrechtlichen Durchf&uuml;hrung des Gewinnabf&uuml;hrungsvertrags. Die Zuschussgew&auml;hrung und dessen &quot;R&uuml;ckgew&auml;hr&quot; sind damit eigenst&auml;ndig zu w&uuml;rdigen; eine Rechtsgrundlage f&uuml;r eine &quot;Saldierung&quot; ist nicht erkennbar (vgl. Brink in Schnitger\/Fehrenbacher, a.a.O., &sect;&nbsp;14 Rz&nbsp;1036; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, Die K&ouml;rperschaftsteuer, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;727; von Freeden in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;350).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das steuerliche Einlagekonto der Kl&auml;gerin hat sich jedoch aufgrund einer Mehrabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG in dem von der Vorinstanz festgestellten Umfang gemindert. &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG sieht vor, dass Mehrabf&uuml;hrungen, wenn sie ihre Ursache in organschaftlicher Zeit haben, das Einlagekonto einer Organgesellschaft mindern. Dies ist vorliegend der Fall.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Was unter einer sog. organschaftlichen Mehrabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG zu verstehen ist, ergibt sich allerdings nicht unmittelbar aus dem Gesetz. &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG verwendet den Begriff zwar, definiert ihn aber nicht. Erst mit dem Jahressteuergesetz 2008 vom 20.&nbsp;Dezember 2007 (BGBl I 2007, 3150, BStBl I 2008, 218) &#8211;KStG n.F.&#8211; hat der Gesetzgeber ein Regelbeispiel f&uuml;r organschaftliche Mehr- und Minderabf&uuml;hrungen (laut Gesetzesbegr&uuml;ndung handelt es sich um eine gesetzliche Definition, vgl. BTDrucks 16\/7036, S.&nbsp;20) in &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;6 KStG n.F. geschaffen. Danach liegen Mehr- oder Minderabf&uuml;hrungen &quot;insbesondere vor, wenn der an den Organtr&auml;ger abgef&uuml;hrte Gewinn von dem Steuerbilanzgewinn der Organgesellschaft abweicht&quot;. Es kann nach Auffassung des Senats vorliegend dahingestellt bleiben, ob dieses gesetzliche Regelbeispiel, das nach &sect;&nbsp;34 Abs.&nbsp;9 Nr.&nbsp;5 KStG n.F. auch f&uuml;r Veranlagungszeitr&auml;ume vor 2008 anzuwenden ist, auch f&uuml;r den Streitfall zur Anwendung kommen kann. Denn der Senat hat &#8211;zur sog. vororganschaftlichen Mehrabf&uuml;hrung&#8211; entschieden, dass der handelsbilanzielle Jahres&uuml;berschuss als ma&szlig;gebliche Vergleichsgr&ouml;&szlig;e (vgl. Senatsurteil vom 18.&nbsp;Dezember 2002 I&nbsp;R&nbsp;51\/01, BFHE 201, 221, BStBl II 2005, 49) in Bezug zu setzen ist zu den Ergebnissen der Organgesellschaft gem&auml;&szlig; der Steuerbilanz (vgl. Senatsbeschl&uuml;sse vom 6.&nbsp;Juni 2013 I&nbsp;R&nbsp;38\/11, BFHE 241, 530, BStBl II 2014, 398; vom 27.&nbsp;November 2013 I&nbsp;R&nbsp;36\/13, BFHE 245, 108, BStBl II 2014, 651). Eine Abweichung zum gesetzlichen Regelbeispiel f&uuml;r organschaftliche Mehr- oder Minderabf&uuml;hrungen ist f&uuml;r den Senat ebenso wenig ersichtlich wie eine unterschiedliche Auslegung des Begriffs der Mehr- oder Minderabf&uuml;hrung je nachdem, ob es sich um eine vororganschaftliche oder organschaftliche Mehr- oder Minderabf&uuml;hrung handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Entscheidung dar&uuml;ber, ob von einer (organschaftlichen) Mehr- oder Minderabf&uuml;hrung auszugehen ist, ist nach der Rechtsprechung des Senats am Grundanliegen des Gesetzgebers auszurichten, der mit den Regelungen des &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 KStG n.F. die Einmalbesteuerung der organschaftlichen Ertr&auml;ge beim Organtr&auml;ger sicherstellen wollte (vgl. Senatsurteil vom 29.&nbsp;August 2012 I&nbsp;R&nbsp;65\/11, BFHE 238, 382, BStBl II 2013, 555 unter Hinweis auf BTDrucks 16\/7036, S.&nbsp;20). Dieses Anliegen wird trotz Abweichung zwischen abgef&uuml;hrtem Gewinn und Steuerbilanzgewinn (ausnahmsweise) nicht ber&uuml;hrt, wenn aufgrund der au&szlig;erbilanziellen Verlusthinzurechnung &#8211;im vom Senat entschiedenen Fall gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;15a des Einkommensteuergesetzes&#8211; die steuerliche Einkommenszurechnung nicht von der handelsrechtlichen Gewinnabf&uuml;hrung abweicht, die Abweichung zur Handelsbilanz damit lediglich in der Technik der Einkommensermittlung gr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Hiervon ausgehend sind im Streitfall die Voraussetzungen einer organschaftlichen Mehrabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG gegeben. Nach den Feststellungen der Vorinstanz hat die Kl&auml;gerin den von der B-GmbH erhaltenen Ertragszuschuss in ihrer Handelsbilanz als Ertrag verbucht. Den handelsrechtlichen Jahresabschluss f&uuml;r 2002 hat die Kl&auml;gerin dann im Wege einer sog. &quot;&Uuml;berleitungsrechnung&quot; nach &sect;&nbsp;60 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung den steuerrechtlichen Vorschriften angepasst. Soweit das FG im Rahmen dieser Vergleichsrechnung angenommen hat, dass der Ertrag aus der Zahlung des Ertragszuschusses innerhalb der Steuerbilanz zu korrigieren sei und sich hieraus eine handelsbilanzielle Mehrabf&uuml;hrung ergebe, l&auml;sst der Senat offen, ob er dem folgen k&ouml;nnte. Denn auch wenn man mit der h.M. in der Literatur davon ausgeht, dass der Ertragszuschuss als verdeckte Einlage erst auf der zweiten Stufe der Gewinnermittlung das Einkommen mindert (vgl. von Freeden\/Lange, WPg 2016, 697; von Freeden in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;350; Breier, Der Konzern 2011, 84; D&ouml;tsch in D&ouml;tsch\/Pung\/M&ouml;hlenbrock, a.a.O., &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;1096; allgemein zur Korrektur einer verdeckten Einlage: Gosch\/Roser, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;123; Fehrenbacher in Schnitger\/ Fehrenbacher, a.a.O., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;694; Klein\/M&uuml;ller\/D&ouml;pper in M&ouml;ssner\/Seeger, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, 3.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;2141; a.A. Frotscher in Frotscher\/Dr&uuml;en, a.a.O., &sect;&nbsp;8 KStG Rz&nbsp;201; Neumann in R&ouml;dder\/Herlinghaus\/Neumann, KStG, &sect;&nbsp;8 Rz&nbsp;1328) w&auml;ren im Streitfall die Voraussetzungen einer Mehrabf&uuml;hrung zu bejahen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus steuerrechtlicher Hinsicht sind verdeckte Einlagen &#8211;und damit im Streitfall auch der hier in Rede stehende Ertragszuschuss&#8211; unabh&auml;ngig von einer damit verbundenen tats&auml;chlichen Wertsteigerung der Beteiligung beim Gesellschafter &#8211;hier der B-GmbH als Organtr&auml;gerin&#8211; als nachtr&auml;gliche Anschaffungskosten auf die Beteiligung zu behandeln und als solche zu aktivieren (vgl. z.B. Senatsurteile in BFHE 181, 53, BStBl II 1996, 614; in BFHE 192, 428, BStBl II 2001, 168). Der tats&auml;chliche Wert der Beteiligung bleibt jedoch im Rahmen eines Organschaftsverh&auml;ltnisses &#8211;infolge der Gewinnabf&uuml;hrung an die B-GmbH&#8211; unver&auml;ndert. Dies hat zur Konsequenz, dass bei einer Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung durch die B-GmbH der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn um den geleisteten Ertragszuschuss gemindert wird. Demgem&auml;&szlig; ist &#8211;&uuml;ber den vom Senat in BFHE 238, 382, BStBl II 2013, 555 entschiedenen Fall hinaus&#8211; bei Vorliegen eines solchen Sachverhalts nach der Systematik der Organschaft und ihres tragenden Grundanliegens (Einmalbesteuerung der organschaftlichen Ertr&auml;ge) von einer organschaftlichen Mehrabf&uuml;hrung auszugehen (a.A. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 15.&nbsp;Juli 2013, BStBl I 2013, 921). Folge hiervon ist nicht nur, dass das Einkommen des Organtr&auml;gers im Falle der Ver&auml;u&szlig;erung der Organbeteiligung durch Aufl&ouml;sung eines entsprechenden passiven Ausgleichspostens zu erh&ouml;hen ist. Folge ist des Weiteren auch, dass bei der Organgesellschaft die durch die verdeckte Einlage bedingte Erh&ouml;hung des steuerlichen Einlagekontos durch eine entsprechende Minderung nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 KStG wieder auszugleichen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Best&auml;tigung findet dieses Ergebnis in den Gesetzesmaterialien zu &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;4 KStG n.F., die den vom Organtr&auml;ger geleisteten Ertragszuschuss und dessen R&uuml;ckfluss im Rahmen der organschaftlichen Ergebnisabf&uuml;hrung ausdr&uuml;cklich als Fall einer organschaftlichen Mehrabf&uuml;hrung bezeichnen (vgl. BTDrucks 16\/7036, S.&nbsp;20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Schlie&szlig;lich hat das FG zutreffend den &Uuml;bernahmeverlust in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR nicht als Minderabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG qualifiziert. Zwar weicht auch hier &#8211;&auml;hnlich wie im Fall des Ertragszuschusses&#8211; aufgrund der gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG angeordneten au&szlig;erbilanziellen Hinzurechnung des &Uuml;bernahmeverlustes (vgl. BMF-Schreiben vom 25.&nbsp;M&auml;rz 1998, BStBl I 1998, 268, Rz&nbsp;12.03) der handelsrechtliche Jahresabschluss vom steuerrechtlichen Gewinn ab. Diese Abweichung ist jedoch ausgerichtet am Grundanliegen des Gesetzgebers, die Einmalbesteuerung der organschaftlichen Ertr&auml;ge beim Organtr&auml;ger sicherzustellen, nicht als Minderabf&uuml;hrung i.S. des &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 KStG zu erfassen. Wie die Vorinstanz zutreffend erkannt hat, ordnet &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 UmwStG lediglich ein Verlustabzugsverbot an, l&auml;sst aber im &Uuml;brigen die Bilanzierung der &uuml;bergegangenen Wirtschaftsg&uuml;ter unber&uuml;hrt. Bei einer sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung besteht daher keine Gefahr einer Verletzung des Grundsatzes der Einmalbesteuerung (vgl. hierzu von Freeden in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, &sect;&nbsp;14 KStG Rz&nbsp;350). Demgem&auml;&szlig; besteht auch kein Grund daf&uuml;r, das Einkommen des Organtr&auml;gers im Falle der Ver&auml;u&szlig;erung der Organbeteiligung durch Aufl&ouml;sung eines aktiven Ausgleichspostens zu mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass das FA das steuerliche Einlagekonto der Kl&auml;gerin zum 31.&nbsp;Dezember 2002 zutreffend mit &#8230;&nbsp;EUR festgestellt und die Vorinstanz die Klage insoweit zu Recht als unbegr&uuml;ndet abgewiesen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Der Senat entscheidet mit Einverst&auml;ndnis der Beteiligten ohne Durchf&uuml;hrung einer m&uuml;ndlichen Verhandlung durch Urteil (&sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.3.2017, I R 67\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.150317.IR67.15.0 Ertragszuschuss als organschaftliche Mehrabf&uuml;hrung i.S. von &sect; 27 Abs. 6 Satz 1 KStG Leits&auml;tze 1. Ein Ertragszuschuss stellt eine verdeckte Einlage dar und f&uuml;hrt zu einer Erh&ouml;hung des steuerlichen Einlagekontos bei der Organgesellschaft nach &sect; 27 Abs. 1 Satz 1 KStG, die durch den sofortigen R&uuml;ckfluss an den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-67-15-ertragszuschuss-als-organschaftliche-mehrabfuehrung-is-von-par-27-abs-6-satz-1-kstg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;67\/15 &#8211; Ertragszuschuss als organschaftliche Mehrabf&uuml;hrung i.S. von &sect; 27 Abs. 6 Satz 1 KStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67520","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67520","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67520"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67520\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67520"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67520"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67520"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}