{"id":67532,"date":"2017-08-23T08:28:22","date_gmt":"2017-08-23T06:28:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67532"},"modified":"2017-08-23T08:28:22","modified_gmt":"2017-08-23T06:28:22","slug":"viii-r-64-13-unzulaessige-klage-gegen-verspaetungszuschlag-fristsetzung-durch-das-fg-sachdienlichkeit-einer-klageaenderung-keine-generelle-pflicht-zur-eroerterung-des-beweiswerts-einer-erfolgten-zeuge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-64-13-unzulaessige-klage-gegen-verspaetungszuschlag-fristsetzung-durch-das-fg-sachdienlichkeit-einer-klageaenderung-keine-generelle-pflicht-zur-eroerterung-des-beweiswerts-einer-erfolgten-zeuge\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;64\/13 &#8211; Unzul&auml;ssige Klage gegen Versp&auml;tungszuschlag; Fristsetzung durch das FG &#8211; Sachdienlichkeit einer Klage&auml;nderung &#8211; Keine generelle Pflicht zur Er&ouml;rterung des Beweiswerts einer erfolgten Zeugenvernehmung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2017, VIII R 64\/13<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.250417.VIIIR64.13.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Unzul&auml;ssige Klage gegen Versp&auml;tungszuschlag; Fristsetzung durch das FG &#8211; Sachdienlichkeit einer Klage&auml;nderung &#8211; Keine generelle Pflicht zur Er&ouml;rterung des Beweiswerts einer erfolgten Zeugenvernehmung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 16. Januar 2013 3 K 2008\/07 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten &uuml;ber die H&ouml;he der Einkommensteuerfestsetzungen des Beklagten und Revisionsbeklagten (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r den Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) in den Streitjahren (2002 bis 2004) sowie &uuml;ber die in diesem Zusammenhang festgesetzten Versp&auml;tungszuschl&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Kl&auml;ger ist seit 1997 als Steuerberater zugelassen. Bis Mitte 2000 arbeitete er &#8211;als freier Mitarbeiter&#8211; in einer Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzlei. Zudem war der Kl&auml;ger in den Streitjahren im Rahmen eines Zweitstudiums eingeschriebener Jurastudent, erwarb im Rahmen dieses Studiums im Jahr 2000 die letzten &quot;Scheine&quot; und war seitdem zur Teilnahme an der ersten juristischen Staatspr&uuml;fung berechtigt, zu der er sich aber in den Streitjahren nicht anmeldete.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FA die Einkommensteuer f&uuml;r die Streitjahre mit Bescheiden vom 24.&nbsp;Januar 2006 wegen Nichtabgabe der Steuererkl&auml;rungen unter Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen festgesetzt hatte, legte der Kl&auml;ger dagegen Einspr&uuml;che unter Vorlage der Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r alle Streitjahre ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit erkl&auml;rte der Kl&auml;ger in allen Streitjahren Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse. Hierbei machte er neben belegten Aufwendungen f&uuml;r Annoncen pauschale Bewerbungskosten in H&ouml;he von jeweils 100&nbsp;EUR geltend. Ebenso erkl&auml;rte der Kl&auml;ger jeweils in der Anlage GSE f&uuml;r alle Streitjahre Verluste aus selbst&auml;ndiger Arbeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r alle Streitjahre enthielten jeweils eine Anlage V, in der der Kl&auml;ger f&uuml;r mehrere Grundst&uuml;cke einschlie&szlig;lich eines Garagengrundst&uuml;cks Mieteink&uuml;nfte erkl&auml;rte. Die Eink&uuml;nfte aus einem der Mietwohnungsobjekte ermittelte der Kl&auml;ger unter Ber&uuml;cksichtigung eines Schuldzinsenabzugs aus Renten in H&ouml;he von 2.828,91&nbsp;EUR bei den Werbungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den Sonderausgaben machte er Aufwendungen als Ausbildungskosten f&uuml;r 2002 in H&ouml;he von 920&nbsp;EUR (darunter &quot;mindestens&quot; 596&nbsp;EUR f&uuml;r &quot;Fahrtkosten und andere Ausgaben&quot;), f&uuml;r 2003 in H&ouml;he von 920&nbsp;EUR (darunter &quot;mindestens&quot; 704,92&nbsp;EUR f&uuml;r &quot;Fahrtkosten und andere Ausgaben&quot;) und f&uuml;r 2004 ebenfalls in H&ouml;he von 920&nbsp;EUR (darunter &quot;mindestens&quot; 664,32&nbsp;EUR f&uuml;r &quot;Fahrtkosten und andere Ausgaben&quot;) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Des Weiteren machte er bei den Sonderausgaben im Streitjahr 2002 Aufwendungen f&uuml;r Gerichtskosten als Steuerberatungskosten und im Streitjahr 2004 Aufwendungen f&uuml;r Gerichtskosten sowie Fahrtkosten zur m&uuml;ndlichen Verhandlung geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich machte er f&uuml;r alle Streitjahre bei den Sonderausgaben einen Abzug f&uuml;r Aufwendungen f&uuml;r dauernde Lasten in H&ouml;he von 15.338,76&nbsp;EUR (entspricht 30.000&nbsp;DM) aus dem &Uuml;bertragungsvertrag des Notars Dr.&nbsp;X vom &#8230;&nbsp;April 1993 hinsichtlich eines ihm von den Eltern &uuml;bertragenen Grundst&uuml;cks geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der Grundlage dieser Erkl&auml;rungen half das FA dem Rechtsschutzbegehren des Kl&auml;gers durch &Auml;nderungsbescheid zur Einkommensteuer 2004 vom 16.&nbsp;Juni 2006 sowie durch die f&uuml;r alle Streitjahre gesondert ergangenen Einspruchsentscheidungen vom 24.&nbsp;April 2007 teilweise ab und wies die Einspr&uuml;che im &Uuml;brigen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8226;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung erkannte es in allen Streitjahren jeweils nur einen Betrag in H&ouml;he von 150&nbsp;EUR der pauschal geltend gemachten 600&nbsp;EUR &quot;sonstigen Werbungskosten&quot; an. Im &Uuml;brigen versagte es bei dem Objekt &quot;A&quot; den Abzug des als Werbungskosten geltend gemachten Ertragsanteils aus den Rentenzahlungen in allen Streitjahren, da deren Abfluss beim Kl&auml;ger nicht nachgewiesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8226;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Bei den Eink&uuml;nften aus selbst&auml;ndiger Arbeit erkannte das FA den Verlust des Streitjahres 2004 wegen fehlender Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8226;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Das FA lehnte in allen Streitjahren einen Sonderausgabenabzug f&uuml;r die geltend gemachten Renten und dauernden Lasten f&uuml;r die &Uuml;bertragung des Objekts &quot;B&quot; aus dem notariellen Vertrag vom &#8230;&nbsp;April 1993 ab, da der Abfluss beim Kl&auml;ger nicht belegt worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8226;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Des Weiteren lehnte das FA in allen Streitjahren den Abzug der nicht nachgewiesenen und pauschal behaupteten Fahrtkosten zur Universit&auml;t bei den Ausbildungskosten und den Abzug der Aufwendungen f&uuml;r die Gerichtskosten und Fahrtkosten zu gerichtlichen Er&ouml;rterungsterminen als Steuerberatungskosten ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Zusammenhang mit den Einkommensteuerfestsetzungen f&uuml;r die Streitjahre setzte das FA auch Versp&auml;tungszuschl&auml;ge fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r 2002 setzte das FA den Versp&auml;tungszuschlag zun&auml;chst mit Einkommensteuerbescheid 2002 auf 510&nbsp;EUR fest, minderte die Festsetzung aber mit der Einspruchsentscheidung zur Einkommensteuer 2002 vom 24.&nbsp;April 2007 auf 180&nbsp;EUR entsprechend der in der Anlage zur Einspruchsentscheidung erfolgten Berechnung, die &quot;Bestandteil der Einspruchsentscheidung&quot; sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleicherma&szlig;en wurde der mit Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr 2003 vom 24.&nbsp;Januar 2006 festgesetzte Versp&auml;tungszuschlag in H&ouml;he von 1.840&nbsp;EUR mit der Einspruchsentscheidung zur Einkommensteuer 2003 vom 24.&nbsp;April 2007 entsprechend der in der Anlage zur Einspruchsentscheidung erfolgten Berechnung, die &quot;Bestandteil der Einspruchsentscheidung&quot; sei, auf 930&nbsp;EUR gemindert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich setzte das FA f&uuml;r das Streitjahr 2004 mit Bescheid vom 24.&nbsp;Januar 2006 einen Versp&auml;tungszuschlag in H&ouml;he von 740&nbsp;EUR fest, den es mit &Auml;nderungsbescheid zur Einkommensteuer 2004 vom 16.&nbsp;Juni 2006 auf 55&nbsp;EUR herabsetzte. In den Erl&auml;uterungen zum Bescheid f&uuml;hrte das FA aus, hierdurch erledige sich der Einspruch hinsichtlich des Versp&auml;tungszuschlags. In der Anlage zur Einspruchsentscheidung f&uuml;r das Streitjahr 2004 vom 24.&nbsp;April 2007 f&uuml;hrte das FA unter Hinweis darauf, dass die Anlage &quot;Bestandteil der Einspruchsentscheidung&quot; sei, aus, der bisher festgesetzte Versp&auml;tungszuschlag bleibe unver&auml;ndert bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Daraufhin hat der Kl&auml;ger mit Schriftsatz vom 26.&nbsp;Mai 2007 unter Beif&uuml;gung der Einspruchsentscheidungen sowie ihrer Anlagen und Abrechnungen Klage erhoben und zur Begr&uuml;ndung lediglich ausgef&uuml;hrt: &quot;Bez&uuml;glich des Klagegenstandes beziehe ich mich auf die drei Einspruchsentscheidungen, die in Kopie in der Anlage &uuml;bersandt werden.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur (weiteren) Begr&uuml;ndung hat er im Laufe des Klageverfahrens vorgetragen, zu Unrecht habe das FA den Abzug pauschaler (gesch&auml;tzter) Werbungskosten von 600&nbsp;EUR pro Jahr (4 mal 150&nbsp;EUR je Vermietungsobjekt) bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung verweigert. Diese seien zu seinen Gunsten zu sch&auml;tzen, da die geltend gemachten Aufwendungen nicht ann&auml;hernd dem entspr&auml;chen, was ein externer Hausverwalter abrechnen w&uuml;rde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Abzug von Sonderausgaben f&uuml;r die Leibrenten f&uuml;r das Grundst&uuml;ck &quot;B&quot; sei in allen Streitjahren zu gew&auml;hren. Der Nachweis, die geschuldeten Renten gezahlt zu haben, sei bereits dadurch erbracht, dass diese Einnahmen bei den Eltern erkl&auml;rt und veranlagt worden seien. Gleiches gelte f&uuml;r die beim Objekt &quot;A&quot; geltend gemachten Werbungskosten aus den Ertragsanteilen der Rentenzahlungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gerichtskosten, welche er aufgrund von Erledigungsbeschl&uuml;ssen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;138 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) getragen habe, seien als &quot;Steuerberatungskosten&quot; gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes (EStG) abzugsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aus- und Weiterbildungskosten seien hinreichend belegt und angemessen gesch&auml;tzt worden. Es handele sich hierbei um Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit. Durch Einzelnachweise f&uuml;r Semestergeb&uuml;hren und Verwaltungsgeb&uuml;hren sei f&uuml;r die Streitjahre jeweils nachgewiesen worden, dass er als Student eingeschrieben gewesen sei. Ebenso seien ihm in den Streitjahren 2003 und 2004 Bewerbungskosten entstanden, die er bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit pauschal in H&ouml;he von jeweils 100&nbsp;EUR geltend gemacht habe. Er habe eine Anstellung als Steuerberater gesucht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daneben habe er als Steuerberater eine Einzelpraxis er&ouml;ffnet. Die Gewinnerzielungsabsicht f&uuml;r die freiberuflichen Eink&uuml;nfte im Streitjahr 2004 habe vorgelegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage richte sich auch gegen die Versp&auml;tungszuschl&auml;ge in allen Streitjahren. &Uuml;ber diese sei in den Einspruchsentscheidungen entschieden worden, da diese in einer Anlage, die Bestandteil der Einspruchsentscheidung sei, herabgesetzt worden seien. Hilfsweise mache er diese Streitgegenst&auml;nde im Rahmen einer Unt&auml;tigkeitsklage zum Gegenstand der Klage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Klage sei auch begr&uuml;ndet, soweit sie sich auf die Aufhebung der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge richte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Nachdem der Berichterstatter des Finanzgerichts (FG) die Sache mit den Beteiligten am 6.&nbsp;Juni 2012 er&ouml;rtert hatte, hat das FG den Kl&auml;ger mit Verf&uuml;gung vom 20.&nbsp;Juni 2012, dem Kl&auml;ger zugestellt am 26.&nbsp;Juni 2012, gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;2 FGO aufgefordert,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">bis zum 30.&nbsp;September 2012 alle Tatsachen vorzutragen, aus denen er in den Streitjahren Werbungskosten und Betriebsausgaben geltend machen wolle und hierzu Belege vorzulegen und Beweismittel zu benennen sowie alle Tatsachen vorzutragen und Belege vorzulegen sowie Beweismittel zu benennen, aus denen sich die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht f&uuml;r die selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit ergeben solle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nachdem der Kl&auml;ger der Verf&uuml;gung nicht innerhalb der gesetzten Frist nachgekommen war, hat das FG &#8211;nach Vernehmung der Mutter des Kl&auml;gers als Zeugin&#8211; der Klage mit seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 451 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 16.&nbsp;Januar 2013&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;2008\/07 zum Teil stattgegeben sowie die Klage im &Uuml;brigen teils als unzul&auml;ssig verworfen, teils als unbegr&uuml;ndet abgewiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Stattgegeben hat es der Klage, soweit es die streitigen Bewerbungskosten des Kl&auml;gers im Wege der Sch&auml;tzung in H&ouml;he von jeweils 100&nbsp;EUR sowie dessen Aufwendungen f&uuml;r seine rechtswissenschaftliche (Zweit-)Ausbildung &#8211;mit Ausnahme der nicht nachgewiesenen Fahrtkosten&#8211; als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit im Streitjahr 2002 in H&ouml;he von .\/.&nbsp;468&nbsp;EUR, im Streitjahr 2003 in H&ouml;he von .\/.&nbsp;340&nbsp;EUR und im Streitjahr 2004 in H&ouml;he von .\/.&nbsp;393&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ber&uuml;cksichtigt hat es auch die im Streitjahr 2004 entstandenen Verluste des Kl&auml;gers aus selbst&auml;ndiger Arbeit in H&ouml;he von 7.337&nbsp;EUR sowie die Werbungskosten des Kl&auml;gers bei seinen Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he der Abschreibung f&uuml;r einen von ihm selbst hergestellten PC in H&ouml;he von 389&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Als unzul&auml;ssig hat das FG die Klage angesehen, soweit der Kl&auml;ger die Aufhebung der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge begehrt, weil es insoweit an dem nach &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;2 FGO erforderlichen Vorverfahren fehle, das FA der nachtr&auml;glichen Erweiterung der Klage nicht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;1 FGO zugestimmt habe und der Senat die Erweiterung nicht f&uuml;r sachdienlich halte. Vielmehr sei es dem FA vorzubehalten, &uuml;ber die H&ouml;he der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge dem Grunde und der H&ouml;he nach abschlie&szlig;end im noch offenen Einspruchsverfahren hinsichtlich der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge zu entscheiden und seine Ermessenserw&auml;gungen in einer Einspruchsentscheidung darzulegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Im &Uuml;brigen hat das FG die Klage als unbegr&uuml;ndet angesehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts sowie des Verfahrensrechts mit dem ausdr&uuml;cklichen Hinweis, im Revisionsverfahren nicht mehr streitig zu stellen, ob das FA sonstige Aus- und Weiterbildungskosten, insbesondere f&uuml;r Fahrtkosten im Zusammenhang mit einem Zweitstudium sowie Gerichtskosten und damit verbundene Fahrtkosten, als Steuerberatungskosten ber&uuml;cksichtigen m&uuml;sse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision wende er sich nunmehr nur noch gegen die Sch&auml;tzung der sonstigen Werbungskosten im Zusammenhang mit der Vermietungst&auml;tigkeit, die Nichtber&uuml;cksichtigung der Rentenzahlungen an seine Eltern als Sonderausgaben sowie den Ansatz der Absetzung f&uuml;r Abnutzung (AfA) f&uuml;r die Garagen. Zudem seien die mit den angefochtenen Einkommensteuerbescheiden festgesetzten Versp&auml;tungszuschl&auml;ge ersatzlos aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht habe das FG seinen Vortrag im Schriftsatz vom 11.&nbsp;Januar 2013 zur AfA f&uuml;r Garagen wegen Ablaufs der nach &sect;&nbsp;79b FGO gesetzten und bei Eingang des Schriftsatzes bereits abgelaufenen Ausschlussfrist unber&uuml;cksichtigt gelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FG bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung Werbungskosten f&uuml;r Fahrt-, Telefon- und Portokosten nicht in der geltend gemachten H&ouml;he von 600&nbsp;EUR, sondern mangels Nachweisen lediglich in H&ouml;he von j&auml;hrlich 150&nbsp;EUR gesch&auml;tzt habe, m&uuml;sse gepr&uuml;ft werden, ob die Vorinstanz die von ihr gew&auml;hlte Sch&auml;tzungsmethode richtig und konsequent angewandt und nicht gegen allgemeine Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze versto&szlig;en habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Referenzwert als Ausgangspunkt f&uuml;r die &Uuml;berlegungen des FG nicht ersichtlich sei, habe dessen Sch&auml;tzung den Charakter einer Sch&auml;tzung &quot;nach Gutsherrenart&quot;, so dass es an dem erforderlichen Vorgang des Schlussfolgerns fehle und die Sch&auml;tzung damit objektiv willk&uuml;rlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht habe das FG des Weiteren die Ber&uuml;cksichtigung der Rentenzahlungen als Sonderausgaben des Kl&auml;gers unter Hinweis auf dessen objektive Beweislast und &#8211;auch nach Zeugenvernehmung seiner Mutter&#8211; unter Hinweis auf fehlende Zahlungsnachweise abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn nach &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1 der Abgabenordnung (AO) habe dann, wenn ein Sachverhalt zur vollen &Uuml;berzeugungsgewissheit des FA nicht festgestellt werden k&ouml;nne, das Instrument der Sch&auml;tzung Vorrang vor der Anwendung von Beweislastregeln wie der objektiven Feststellungslast. Dabei seien alle Umst&auml;nde einschlie&szlig;lich des Vortrags der Steuerpflichtigen zu ber&uuml;cksichtigen, die f&uuml;r die Sch&auml;tzung von Bedeutung seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Danach k&ouml;nnten nicht gleichzeitig die Rentenzahlungen bei seinen Eltern einkommensteuerlich als Einnahmen erfasst, deren Abfluss bei ihm aber als nicht hinreichend wahrscheinlich angesehen werden. H&auml;tte auf dieser Grundlage eine Sch&auml;tzung vorgenommen werden m&uuml;ssen, sei die angefochtene FG-Entscheidung zur Nachholung dieser Sch&auml;tzung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Des Weiteren halte er an seinem Vortrag in der Begr&uuml;ndung zur Nichtzulassungsbeschwerde fest, dass die W&uuml;rdigung der Zeugenaussage seiner Mutter durch das FG als &Uuml;berraschungsentscheidung seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r verletzt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schlie&szlig;lich habe das FG hinsichtlich des Streitpunktes &quot;Versp&auml;tungszuschlag&quot; zu Unrecht durch Prozessurteil entschieden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn er, der Kl&auml;ger, habe diesen Streitpunkt mit der Klageschrift, sp&auml;testens jedoch durch eine Klageerg&auml;nzung nach &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;2 FGO zul&auml;ssigerweise zum Gegenstand des Klageverfahrens gemacht. Bislang sei eine gesonderte Einspruchsentscheidung hinsichtlich des Einspruchs gegen die Versp&auml;tungszuschl&auml;ge nicht ergangen. Vor diesem Hintergrund seien zumindest die Voraussetzungen einer Unt&auml;tigkeitsklage dem Grunde nach gegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil der Vorinstanz und die Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre in Gestalt der Einspruchsentscheidungen vom 24.&nbsp;April 2007 &#8211;einschlie&szlig;lich der festgesetzten Versp&auml;tungszuschl&auml;ge&#8211; aufzuheben und die Einkommensteuer unter Zugrundelegung eines zu versteuernden Einkommens f&uuml;r 2002 in H&ouml;he von 10.968,26&nbsp;EUR, f&uuml;r 2003 in H&ouml;he von 19.123,50&nbsp;EUR und f&uuml;r 2004 in H&ouml;he von 18.530,10&nbsp;EUR neu festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision des Kl&auml;gers zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Zust&auml;ndigkeit des Senats folgt aus II.1.a&nbsp;dd i.V.m. III.2. der erg&auml;nzenden Regelungen des Gesch&auml;ftsverteilungsplans des Bundesfinanzhofs (BFH) f&uuml;r das Jahr 2017, da der Rechtsstreit auch die f&uuml;r die Streitjahre festgesetzten Versp&auml;tungszuschl&auml;ge zur Einkommensteuer betrifft und zu den Besteuerungsgrundlagen der Einkommensteuerfestsetzungen die Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus selbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>III. Die Revision ist nach &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO zur&uuml;ckzuweisen, weil sie unbegr&uuml;ndet ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FG die Klage gegen die Festsetzung der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge als unzul&auml;ssig verworfen (nachfolgend unter 1.) und der Klage gegen die angefochtenen Einkommensteuer&auml;nderungsbescheide in Gestalt der Einspruchsentscheidung nur zum Teil stattgegeben (nachfolgend unter 2.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Verwerfung der gegen die Festsetzung der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge gerichteten Klage als unzul&auml;ssig ist aus Rechtsgr&uuml;nden nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Auffassung des FG, der Kl&auml;ger habe die Festsetzung der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge nicht schon mit der Klageerhebung, sondern erst sp&auml;ter mit der Klagebegr&uuml;ndung zum Gegenstand der Klage gemacht und damit eine &Auml;nderung der Klage vorgenommen, die wegen fehlender Einwilligung des FA sowie wegen fehlender Sachdienlichkeit unzul&auml;ssig sei, ist nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;1 FGO rechtm&auml;&szlig;ig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;1 FGO ist eine Klage&auml;nderung u.a. zul&auml;ssig, wenn die &uuml;brigen Beteiligten einwilligen oder das Gericht sie f&uuml;r sachdienlich h&auml;lt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu den F&auml;llen der Klage&auml;nderung geh&ouml;ren auch die F&auml;lle, in denen im Wege der Klageh&auml;ufung ein weiterer Klagegegenstand in das Verfahren eingef&uuml;hrt wird (BFH-Urteile vom 5.&nbsp;Juni 1991 II&nbsp;R&nbsp;83\/88, BFH\/NV 1992, 267; vom 9.&nbsp;August 1989 II&nbsp;R&nbsp;145\/86, BFHE 158, 11, BStBl II 1989, 981; vom 19.&nbsp;April 2007 V&nbsp;R&nbsp;48\/04, BFHE 217, 194, BStBl II 2009, 315; Seer in Tipke\/ Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect;&nbsp;67 FGO Rz&nbsp;2, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zul&auml;ssig ist eine solche Klage&auml;nderung in Form der Klageh&auml;ufung allerdings nur, wenn sowohl das urspr&uuml;ngliche Klagebegehren als auch das ge&auml;nderte (neue) Klagebegehren die &uuml;brigen Sachentscheidungsvoraussetzungen erf&uuml;llt (z.B. BFH-Urteile in BFH\/NV 1992, 267; in BFHE 158, 11, BStBl II 1989, 981; vom 19.&nbsp;Mai 2004 III&nbsp;R&nbsp;35\/02, BFH\/NV 2005, 60; BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;September 1997 VIII&nbsp;B&nbsp;55\/96, BFH\/NV 1998, 282), insbesondere also die ggf. erforderliche Durchf&uuml;hrung eines au&szlig;ergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahrens nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;44 Abs.&nbsp;1 FGO oder dessen Entbehrlichkeit nach &sect;&nbsp;46 Abs.&nbsp;1 FGO gegeben sind (BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Juli 2012 VII&nbsp;R&nbsp;12\/10, BFH\/NV 2012, 1845).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob es sich um ein erst nachtr&auml;glich zum Gegenstand einer Klage gemachtes und deshalb an &sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;1 FGO zu messendes (&Auml;nderungs-)Begehren handelt oder dieses Begehren bereits mit der Klageerhebung &#8211;wie im Streitfall vom Kl&auml;ger geltend gemacht&#8211; in das Verfahren eingef&uuml;hrt wurde, ist durch Auslegung der Klageschrift festzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei kann der BFH im Revisionsverfahren die Klageschrift ohne Bindung an die Feststellungen des FG selbst auslegen (BFH-Urteile vom 29.&nbsp;Juli 1992 I&nbsp;R&nbsp;9\/92, BFH\/NV 1994, 579; vom 23.&nbsp;Februar 2012 IV&nbsp;R&nbsp;32\/09, BFH\/NV 2012, 1479; vom 20.&nbsp;August 2015 IV&nbsp;R&nbsp;12\/12, BFH\/NV 2016, 412). Als prozessuale Willenserkl&auml;rung ist die Klageschrift in gleicher Weise wie Willenserkl&auml;rungen im Sinne des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (BGB) analog &sect;&nbsp;133 BGB auszulegen. Dabei sind zur Bestimmung des Gegenstands des Klagebegehrens (vgl. &sect;&nbsp;65 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 FGO) alle bekannten und vern&uuml;nftigerweise erkennbaren Umst&auml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Urteile in BFH\/NV 2012, 1479, sowie in BFH\/NV 2016, 412). An die Fassung der Antr&auml;ge ist das Gericht dabei nicht gebunden (&sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO; BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;Juli 2012 III&nbsp;B&nbsp;101\/11, BFH\/NV 2012, 1628, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat das FG das mit der Klageschrift anh&auml;ngig gemachte Klagebegehren rechtsfehlerfrei dahingehend ausgelegt, dass es aus der ma&szlig;geblichen Sicht eines objektiven Erkl&auml;rungsempf&auml;ngers (vgl. BFH-Beschluss vom 11.&nbsp;M&auml;rz 2014 VI&nbsp;B&nbsp;95\/13, BFHE 244, 436, BStBl II 2014, 525) zun&auml;chst nur die angefochtenen Einkommensteuerfestsetzungen betraf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn die Klageschrift enthielt keine konkrete Bezugnahme auf eine Anfechtung der Festsetzungen von Versp&auml;tungszuschl&auml;gen, sondern allein die Formulierung, &quot;bez&uuml;glich des Klagegegenstandes&quot; beziehe sich der Kl&auml;ger &quot;auf die drei Einspruchsentscheidungen, die in Kopie in der Anlage &uuml;bersandt werden&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einspruchsentscheidungen benennen n&auml;mlich in ihrem jeweiligen Betreff nur die Einkommensteuer; im &Uuml;brigen enthalten sie weder in ihrer Tenorierung noch in ihren Begr&uuml;ndungsteilen Ausf&uuml;hrungen zu den Einwendungen des Kl&auml;gers im Einspruchsverfahren gegen die Versp&auml;tungszuschl&auml;ge.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf dieser Grundlage ist mit dem FG davon auszugehen, dass die Einspruchsentscheidungen &#8211;ungeachtet des Hinweises auf die zum Teil ge&auml;nderte Festsetzung der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge&#8211; aus der ma&szlig;geblichen Sicht eines objektiven Empf&auml;ngers keine Bescheidung der Einspr&uuml;che gegen die Versp&auml;tungszuschl&auml;ge enthalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Danach hat das FG die Zul&auml;ssigkeit des Klagebegehrens hinsichtlich der erst sp&auml;ter in das Verfahren eingef&uuml;hrten Einwendungen gegen die Versp&auml;tungszuschl&auml;ge zu Recht am Ma&szlig;stab des &sect;&nbsp;67 Abs.&nbsp;1 FGO beurteilt und &#8211;unter Hinweis auf die fehlende Zustimmung des FA&#8211; wegen fehlender Sachdienlichkeit der Klage&auml;nderung verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Eine Klage&auml;nderung ist sachdienlich, wenn sich der sachliche Streitstoff hierdurch nicht &auml;ndert und die Streitsache auf diese Weise im anh&auml;ngigen Verfahren im Interesse der Prozess&ouml;konomie endg&uuml;ltig erledigt werden kann (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts &#8211;BVerwG&#8211; vom 27.&nbsp;Februar 1970 IV&nbsp;C&nbsp;28.67, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1970, 1564; vom 22.&nbsp;Juli 1999&nbsp;&nbsp;2&nbsp;C&nbsp;14\/98, Neue Zeitschrift f&uuml;r Verwaltungsrecht-Rechtsprechungs-Report &#8211;NVwZ-RR&#8211; 2000, 172; Urteile des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 10.&nbsp;Januar 1985 III&nbsp;ZR&nbsp;93\/83, NJW 1985, 1841; vom 4.&nbsp;Juli 2012 VIII&nbsp;ZR&nbsp;109\/11, NJW 2012, 2662; Paetsch in Beermann\/Gosch, FGO &sect;&nbsp;67 Rz&nbsp;38, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Sachdienlichkeit ist u.a. bei Unzul&auml;ssigkeit der ge&auml;nderten Klage &#8211;etwa wegen insoweit fehlender Sachurteilsvoraussetzungen&#8211; (vgl. BFH-Urteile vom 7.&nbsp;August 2002 I&nbsp;R&nbsp;99\/00, BFHE 199, 489, BStBl II 2003, 835; vom 23.&nbsp;M&auml;rz 2005 III&nbsp;R&nbsp;20\/03, BFHE 209, 29, BStBl II 2006, 432), bei fehlender Entscheidungsreife (vgl. Paetsch in Beermann\/Gosch, FGO &sect;&nbsp;67 Rz&nbsp;38, m.w.N.) sowie bei Verk&uuml;rzung des Rechtsschutzes, z.B. bei der &Uuml;berpr&uuml;fbarkeit von Ermessensentscheidungen (vgl. BFH-Beschluss vom 23.&nbsp;M&auml;rz 1994 I&nbsp;B&nbsp;170\/93, BFH\/NV 1995, 36) zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung dar&uuml;ber, ob eine solche Sachdienlichkeit im Einzelfall gegeben ist, hat das FG nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen zu treffen (BGH-Urteil vom 29.&nbsp;April 1981 VIII&nbsp;ZR&nbsp;157\/80, Monatsschrift f&uuml;r Deutsches Recht 1981, 1012; Paetsch in Beermann\/Gosch, FGO &sect;&nbsp;67 Rz&nbsp;39, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Nach diesen Grunds&auml;tzen hat das FG eine Sachdienlichkeit der Klageerweiterung auf eine Anfechtung der Versp&auml;tungszuschlagfestsetzungen schon deshalb ohne Rechtsfehler verneint, weil das FA im Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung noch keine abschlie&szlig;ende Entscheidung &uuml;ber die im Einspruchsverfahren erhobenen Einwendungen gegen die Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Versp&auml;tungszuschl&auml;ge dem Grunde und der H&ouml;he nach unter Darlegung der insoweit erforderlichen &#8211;und nur eingeschr&auml;nkt gerichtlicher &Uuml;berpr&uuml;fung unterliegenden (vgl. BFH-Urteile vom 18.&nbsp;August 1988 V&nbsp;R&nbsp;19\/83, BFHE 154, 23, BStBl II 1988, 929; vom 8.&nbsp;September 1994 IV&nbsp;R&nbsp;20\/93, BFH\/NV 1995, 520)&#8211; Ermessenserw&auml;gungen getroffen hatte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ebenso ist die Revision unbegr&uuml;ndet, soweit sie sich gegen die Entscheidung des FG zur Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Einkommensteuerfestsetzungen f&uuml;r die Streitjahre richtet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entgegen der Auffassung des Kl&auml;gers ist die Entscheidung des FG, bei der Festsetzung der Einkommensteuer f&uuml;r die Streitjahre weder bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung die streitige AfA f&uuml;r Garagen und sonstige (weitere) Werbungskosten in H&ouml;he von 450&nbsp;EUR noch die streitigen Rentenzahlungen des Kl&auml;gers an seine Eltern steuermindernd anzusetzen, aus Rechtsgr&uuml;nden nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r den Abzug von Aufwendungen als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung nach &sect;&nbsp;9 EStG trifft den Kl&auml;ger die objektive Beweislast (Feststellungslast) f&uuml;r die Tatsachen, die den Abzug der Werbungskosten dem Grunde und der H&ouml;he nach rechtfertigen (BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Januar 2011 IX&nbsp;B&nbsp;149\/10, BFH\/NV 2011, 791; zur entsprechenden Beweislast f&uuml;r den Werbungskostenabzug bei den anderen &Uuml;berschusseink&uuml;nften BFH-Urteile vom 20.&nbsp;Januar 1978 VI&nbsp;R&nbsp;193\/74, BFHE 124, 508, BStBl II 1978, 338; vom 16.&nbsp;M&auml;rz 1984 VI&nbsp;R&nbsp;174\/80, BFHE 140, 460, BStBl II 1984, 433).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Nachweis solcher Aufwendungen kann das FG dem Steuerpflichtigen &#8211;wie im Streitfall geschehen&#8211; eine Ausschlussfrist nach &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 FGO setzen sowie Erkl&auml;rungen und Beweismittel, die erst nach Ablauf der nach &sect;&nbsp;79b Abs.&nbsp;1 und 2 FGO gesetzten Frist vorgebracht werden, zur&uuml;ckweisen und ohne weitere Ermittlungen entscheiden, wenn ihre Zulassung nach der freien &Uuml;berzeugung des Gerichts die Erledigung des Rechtsstreits verz&ouml;gert, der Beteiligte die Versp&auml;tung nicht gen&uuml;gend entschuldigt und er &uuml;ber die Folgen einer Fristvers&auml;umung belehrt worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich sonstiger Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung &#8211;&uuml;ber den zugunsten des Kl&auml;gers im Wege der Sch&auml;tzung angesetzten Betrag von 150&nbsp;EUR hinaus&#8211; hat der Kl&auml;ger einen solchen Nachweis &#8211;unstreitig&#8211; nicht erbracht. Die Voraussetzungen f&uuml;r einen Werbungskostenabzug sind ersichtlich rechtsfehlerfrei vom FG verneint worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ebenso hat das FG nach Ma&szlig;gabe des &sect;&nbsp;79b FGO zu Recht eine Ber&uuml;cksichtigung der vom Kl&auml;ger erst nach Ablauf der Ausschlussfrist vorgetragenen Umst&auml;nde zum Ansatz der AfA f&uuml;r Garagen im Rahmen der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung au&szlig;er Acht gelassen, weil der Kl&auml;ger diese Umst&auml;nde erst nach Ablauf der ihm gesetzten Ausschlussfrist vorgetragen hat, obwohl sie ihm nach den Feststellungen des FG bereits vor Ablauf der Frist bekannt waren und deshalb fristgerecht h&auml;tten vorgetragen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Schlie&szlig;lich hat das FG ohne Rechtsversto&szlig; einen Abzug der vom Kl&auml;ger behaupteten Rentenzahlungen an seine Eltern wegen fehlenden Nachweises der Zahlungen abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Feststellungslast f&uuml;r steuermindernde Tatsachen &#8211;wie die im Streitfall begehrte Abziehbarkeit der Rentenzahlungen&#8211; tr&auml;gt der Steuerpflichtige (vgl. BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;April 2015 X&nbsp;B&nbsp;47\/15, BFH\/NV 2015, 1356).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die W&uuml;rdigung des Ergebnisses der Beweisaufnahme durch das FG, der Kl&auml;ger habe einen entsprechenden Nachweis nicht erbracht, ist f&uuml;r den Senat nach &sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO bindend, weil sie weder gegen die Denkgesetze noch gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t und von den festgestellten Tatsachen getragen wird (vgl. BFH-Urteil vom 20.&nbsp;Juni 2012 X&nbsp;R&nbsp;20\/11, BFH\/NV 2012, 1778).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) F&uuml;r diese W&uuml;rdigung spricht die ausdr&uuml;ckliche &#8211;noch in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG wiederholte&#8211; Weigerung des Kl&auml;gers, die Bankausz&uuml;ge zu den behaupteten Bank&uuml;berweisungen der Rentenzahlungen vorzulegen, obwohl er die M&ouml;glichkeit einer solchen Vorlage bereits im Er&ouml;rterungstermin vor dem FG einger&auml;umt hatte und auch Hindernisse in der m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht vorgetragen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund ist die Zeugenaussage der Mutter des Kl&auml;gers als &#8211;behauptete&#8211; (Mit-)Empf&auml;ngerin der Rentenzahlungen, sie k&ouml;nne entsprechende Bank&uuml;berweisungen durch den Kl&auml;ger best&auml;tigen, vom FG rechtsfehlerfrei im Rahmen seiner freien Beweisw&uuml;rdigung nach &sect;&nbsp;96 FGO dahingehend gew&uuml;rdigt worden, dass sie nur aufgrund der Suggestivfragen des Kl&auml;gers in der Beweisaufnahme durch das Gericht eine Einsichtnahme in die Bankausz&uuml;ge vor der Beweisaufnahme behauptet habe, dagegen aber spreche, dass sie sich im &Uuml;brigen nach eigener Darstellung nicht um die ansonsten von ihrem Ehemann betreuten Zahlungsvorg&auml;nge gek&uuml;mmert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auf der Grundlage dieser Erw&auml;gungen ist die W&uuml;rdigung des FG, eine &#8211;dem Kl&auml;ger erkl&auml;rterma&szlig;en m&ouml;gliche&#8211; Vorlage der Bankausz&uuml;ge sei zum Nachweis der Rentenzahlungen mangels anderer Beweismittel &uuml;ber die Zahlungen unverzichtbar, ohne Versto&szlig; gegen Denkgesetze und allgemeine Erfahrungss&auml;tze getroffen worden und damit aus Rechtsgr&uuml;nden nicht zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies gilt auch f&uuml;r den Einwand des Kl&auml;gers, mit der W&uuml;rdigung der Zeugenaussage seiner Mutter habe das FG eine &Uuml;berraschungsentscheidung getroffen und damit seinen Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r verletzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine solche Verletzung rechtlichen Geh&ouml;rs liegt ersichtlich nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r umfasst das durch &sect;&nbsp;96 Abs.&nbsp;2 FGO gew&auml;hrleistete Recht der Verfahrensbeteiligten, sich vor Erlass einer Entscheidung zu den entscheidungserheblichen Tatsachen und Beweisergebnissen zu &auml;u&szlig;ern und dar&uuml;ber hinaus, dem Gericht auch in rechtlicher Hinsicht alles vorzutragen, was sie f&uuml;r wesentlich halten. Eine verfahrensfehlerhafte &Uuml;berraschungsentscheidung ist danach nur gegeben, wenn das Gericht seine Entscheidung auf einen bis dahin nicht er&ouml;rterten rechtlichen oder tats&auml;chlichen Gesichtspunkt gest&uuml;tzt und damit dem Rechtsstreit eine Wendung gegeben hat, mit der auch ein gewissenhafter und kundiger Prozessbeteiligter nach dem bisherigen Verlauf des Verfahrens nicht rechnen musste (BFH-Beschl&uuml;sse vom 18.&nbsp;Dezember 2007 XI&nbsp;B&nbsp;178\/06, BFH\/NV 2008, 562, m.w.N.; vom 10.&nbsp;November 2010 VIII&nbsp;B&nbsp;159\/09, BFH\/NV 2011, 300; vom 3.&nbsp;M&auml;rz 2016 VIII&nbsp;B&nbsp;25\/14, BFH\/NV 2016, 1021).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Davon kann im Streitfall schon deshalb keine Rede sein, weil durch die in Gegenwart des Kl&auml;gers in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vorgenommene Vernehmung der Mutter als Zeugin &#8211;zum Nachweis von Rentenzahlungen des Kl&auml;gers an seine Eltern&#8211; (erneut) hinreichend deutlich gemacht wurde, dass es auf den Nachweis eines solchen Zuflusses f&uuml;r die Abziehbarkeit der Rentenzahlungen aus der Sicht des Gerichts ankam. Eine dar&uuml;berhinausgehende allgemeine Hinweispflicht des Gerichts in dem Sinne, dass es seine m&ouml;gliche Beurteilung andeuten m&uuml;sste, gibt es dagegen nicht (BFH-Beschluss vom 17.&nbsp;Oktober 2012 III&nbsp;B&nbsp;68\/12, BFH\/NV 2013, 362); insbesondere ist das Gericht nicht generell verpflichtet, nach einer Zeugen- oder Beteiligtenvernehmung deren Beweiswert zu er&ouml;rtern (BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;Januar 2014 X&nbsp;B&nbsp;52\/13, BFH\/NV 2014, 860).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Kl&auml;ger nach &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO zu tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.4.2017, VIII R 64\/13ECLI:DE:BFH:2017:U.250417.VIIIR64.13.0 Unzul&auml;ssige Klage gegen Versp&auml;tungszuschlag; Fristsetzung durch das FG &#8211; Sachdienlichkeit einer Klage&auml;nderung &#8211; Keine generelle Pflicht zur Er&ouml;rterung des Beweiswerts einer erfolgten Zeugenvernehmung Tenor Die Revision des Kl&auml;gers gegen das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 16. Januar 2013 3 K 2008\/07 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-64-13-unzulaessige-klage-gegen-verspaetungszuschlag-fristsetzung-durch-das-fg-sachdienlichkeit-einer-klageaenderung-keine-generelle-pflicht-zur-eroerterung-des-beweiswerts-einer-erfolgten-zeuge\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;64\/13 &#8211; Unzul&auml;ssige Klage gegen Versp&auml;tungszuschlag; Fristsetzung durch das FG &#8211; Sachdienlichkeit einer Klage&auml;nderung &#8211; Keine generelle Pflicht zur Er&ouml;rterung des Beweiswerts einer erfolgten Zeugenvernehmung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67532","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67532","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67532"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67532\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67532"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67532"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67532"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}