{"id":67539,"date":"2017-08-23T08:30:34","date_gmt":"2017-08-23T06:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67539"},"modified":"2017-08-23T08:30:34","modified_gmt":"2017-08-23T06:30:34","slug":"vi-r-9-16-scheidungskosten-als-aussergewoehnliche-belastungen-nach-aenderung-des-par-33-estg-durch-das-amtshilferlumsg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-9-16-scheidungskosten-als-aussergewoehnliche-belastungen-nach-aenderung-des-par-33-estg-durch-das-amtshilferlumsg\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;9\/16 &#8211; Scheidungskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &Auml;nderung des &sect; 33 EStG durch das AmtshilfeRLUmsG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.5.2017, VI R 9\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.180517.VIR9.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Scheidungskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &Auml;nderung des &sect; 33 EStG durch das AmtshilfeRLUmsG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Scheidungskosten sind Aufwendungen f&uuml;r die F&uuml;hrung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) i.S. des &sect; 33 Abs. 2 Satz 4 EStG. Sie sind durch &sect; 33 Abs. 2 Satz 4 EStG vom Abzug als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen ausgeschlossen. Denn ein Steuerpflichtiger erbringt die Aufwendungen f&uuml;r ein Scheidungsverfahren regelm&auml;&szlig;ig nicht zur Sicherung seiner Existenzgrundlage und seiner lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts K&ouml;ln vom 13. Januar 2016&nbsp;&nbsp;14 K 1861\/15 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Der Einkommensteuerbescheid 2014 vom 7. Mai 2015 i.d.F. der Einspruchsentscheidung vom 8. Juni 2015 wird dahingehend abge&auml;ndert, dass die zumutbare Belastung mit 1.063 EUR ber&uuml;cksichtigt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Berechnung der Steuer wird dem Beklagten &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Im &Uuml;brigen wird die Klage abgewiesen und die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Streitig ist die Abziehbarkeit von Scheidungskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach der &Auml;nderung des &sect;&nbsp;33 des Einkommensteuergesetzes (EStG) durch das Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetz (AmtshilfeRLUmsG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr (2014) machte die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) u.a. Aufwendungen f&uuml;r ein Scheidungsverfahren als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &sect;&nbsp;33 EStG geltend. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Einkommensteuer auf 6.975&nbsp;EUR fest. Das FA ber&uuml;cksichtigte die als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen geltend gemachten Ehescheidungskosten nicht. Andere als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen anerkannte Aufwendungen in H&ouml;he von 1.137&nbsp;EUR wirkten sich aufgrund der zumutbaren Belastung in H&ouml;he von 1.216&nbsp;EUR nicht aus. Nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhob die Kl&auml;gerin Klage, der das Finanzgericht (FG) aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 645 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden stattgab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es beantragt,<br \/>das Urteil des FG K&ouml;ln vom 13.&nbsp;Januar 2016&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;1861\/15 aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision des FA ist &uuml;berwiegend begr&uuml;ndet. Das FG hat die Scheidungskosten zu Unrecht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen ber&uuml;cksichtigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ob Aufwendungen f&uuml;r ein Scheidungsverfahren noch als au&szlig;ergew&ouml;hnlich i.S. des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 EStG anzusehen sind (ablehnend Nieders&auml;chsisches FG, Urteil vom 18.&nbsp;Februar 2015&nbsp; 3&nbsp;K&nbsp;297\/14, EFG 2015, 725), kann offenbleiben. Denn sie sind jedenfalls nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung vom Abzug als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen ausgeschlossen. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG f&uuml;r einen Abzug von Prozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen liegen nicht vor. Die Kl&auml;gerin lief nicht Gefahr, ihre Existenzgrundlage zu verlieren und ihre lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen, h&auml;tte sie die Kosten f&uuml;r das Scheidungsverfahren nicht aufgewandt. Die bislang vom FA ber&uuml;cksichtigte zumutbare Belastung nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG ist allerdings entsprechend den Ausf&uuml;hrungen im Urteil des erkennenden Senats vom 19.&nbsp;Januar 2017 VI&nbsp;R&nbsp;75\/14 (BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684) zu berechnen und mit 1.063&nbsp;EUR anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstands (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch erm&auml;&szlig;igt, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung (Abs.&nbsp;3) &uuml;bersteigt, vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abgezogen wird (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 EStG). Nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 EStG erwachsen Aufwendungen dem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG sind Aufwendungen f&uuml;r die F&uuml;hrung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) vom Abzug ausgeschlossen, es sei denn, es handelt sich um Aufwendungen ohne die der Steuerpflichtige Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG i.d.F. des AmtshilfeRLUmsG trat mit Wirkung vom 30.&nbsp;Juni 2013 in Kraft (BGBl I 2013, 1809) und ist erstmals f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 2013 &#8211;mithin f&uuml;r das Streitjahr&#8211; anzuwenden (&sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG i.d.F. des AmtshilfeRLUmsG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entgegen der Auffassung des FG werden auch die Kosten eines Scheidungsverfahrens von &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG erfasst. Denn es handelt sich um Aufwendungen f&uuml;r die F&uuml;hrung eines Rechtsstreits.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Begriff des Rechtsstreits bezeichnet im Allgemeinen die Auseinandersetzung zwischen zwei Parteien oder Beteiligten &uuml;ber ein Rechtsverh&auml;ltnis in einem gerichtlichen Verfahren. Erfasst wird indes nicht nur das formale, kontradiktorische Verfahren zwischen Privatpersonen (Zivilprozess), sondern jedenfalls jedes gerichtliche Verfahren, insbesondere vor Verwaltungs-, Finanz- und Strafgerichten (gl.A. Kanzler, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2014, 209, 213).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Demzufolge hat der Bundesfinanzhof (BFH) in langj&auml;hriger Rechtsprechung die Kosten sowohl einer Ehescheidung als auch von Scheidungsfolgesachen jeweils einschlie&szlig;lich der au&szlig;ergerichtlichen Kosten als (Zivil-)Prozesskosten angesehen (z.B. BFH-Urteile vom 9.&nbsp;Mai 1996 III&nbsp;R&nbsp;224\/94, BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596; vom 21.&nbsp;Februar 1992 III&nbsp;R&nbsp;88\/90, BFHE 168, 39, BStBl II 1992, 795; Senatsurteile vom 23.&nbsp;Februar 1968 VI&nbsp;R&nbsp;239\/67, BFHE 91, 534, BStBl II 1968, 407; vom 2.&nbsp;Oktober 1981 VI&nbsp;R&nbsp;38\/78, BFHE 134, 286, BStBl II 1982, 116, und vom 20.&nbsp;Januar 2016 VI&nbsp;R&nbsp;70\/12, BFH\/NV 2016, 905). Daran hat der Senat auch f&uuml;r den Fall der Anwendbarkeit des Gesetzes &uuml;ber das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) festgehalten (z.B. Senatsurteile vom 10.&nbsp;M&auml;rz 2016 VI&nbsp;R&nbsp;69\/12, BFH\/NV 2016, 1155; vom 15.&nbsp;Juni 2016 VI&nbsp;R&nbsp;34\/14, BFH\/NV 2016, 1549, und vom 4.&nbsp;August 2016 VI&nbsp;R&nbsp;63\/14, BFH\/NV 2017, 14). Es sind keine Anhaltspunkte daf&uuml;r ersichtlich, dass der Gesetzgeber mit &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG abweichend hiervon nur Aufwendungen erfassen wollte, die in den jeweiligen Verfahrensordnungen ausdr&uuml;cklich als &quot;Prozesskosten&quot;, und nur Verfahren einbeziehen wollte, die hierin als &quot;Rechtsstreit&quot; bezeichnet werden (so aber Urban, FR 2016, 217, 219).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch aus den Vorschriften des FamFG ergibt sich nicht, dass Kosten eines Scheidungsverfahrens nicht unter den Begriff &quot;Prozesskosten&quot; i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG fallen. &sect;&nbsp;113 Abs.&nbsp;5 Nr.&nbsp;1 FamFG sieht zwar vor, dass &quot;bei der Anwendung der Zivilprozessordnung&quot; an die Stelle der Bezeichnung &quot;Prozess&quot; oder &quot;Rechtsstreit&quot; die Bezeichnung &quot;Verfahren&quot; tritt. Hieraus folgt jedoch nicht, dass es sich insoweit nicht um Rechtsstreitigkeiten i.S. des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG handelt (vgl. auch &sect;&nbsp;113 Abs.&nbsp;1 FamFG &quot;Ehesachen und Familienstreitsachen&quot;). Vielmehr wollte der Gesetzgeber mit der Herausbildung einer eigenen Terminologie zum Ausdruck bringen, dass es in den nach dem FamFG zu entscheidenden Materien nicht um eine echte Gegnerstellung der Beteiligten gehe (Kemper\/Schreiber, Familienverfahrensrecht, &sect;&nbsp;113 Rz&nbsp;25; Pr&uuml;tting\/Helms, FamFG, &sect;&nbsp;113 Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG greift das grunds&auml;tzliche Abzugsverbot f&uuml;r Prozesskosten nur dann nicht ein, wenn der Steuerpflichtige ohne die Aufwendungen Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine notwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen. Prozesskosten f&uuml;r ein Scheidungsverfahren z&auml;hlen nicht hierzu. Denn ein Ehegatte erbringt die Aufwendungen f&uuml;r ein Scheidungsverfahren regelm&auml;&szlig;ig nicht zur Sicherung seiner Existenzgrundlage und seiner lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Als Existenzgrundlage i.S. des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG ist die materielle Lebensgrundlage des Steuerpflichtigen zu verstehen (gl.A. Kanzler, FR 2014, 209, 216). Zwar kann der gesetzlich nicht definierte Begriff der Existenzgrundlage auch in einem immateriellen Sinn gedeutet werden, etwa als die Summe der &Uuml;berzeugungen und Wertvorstellungen einer Person oder als die Eingebundenheit einer Person in eine Familie und\/oder einen Freundeskreis; daher k&ouml;nnte man im Fall einer gescheiterten Ehe auch eine seelische Existenzgrundlage als gef&auml;hrdet ansehen (Bleschick, FR 2013, 932, 936; Nieuwenhuis, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2014, 1701). Der Wortlaut der Regelung und insbesondere der Zusatz &quot;in dem &uuml;blichen Rahmen&quot; legen aber einen Bezug auf die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse nahe. Denn im Gegensatz zu seelischen und sozialen Bed&uuml;rfnissen sind wirtschaftliche Umst&auml;nde messbar und quantifizierbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dementsprechend hat die Steuerrechtsprechung den Begriff der Existenzgrundlage bislang immer in einem materiellen Sinn verstanden. So wurden als Existenzgrundlage eines Steuerpflichtigen etwa ein Betrieb (BFH-Urteile vom 13.&nbsp;August 2003 II&nbsp;R&nbsp;48\/01, BFHE 203, 275, BStBl II 2003, 908; vom 11.&nbsp;M&auml;rz 1992 X&nbsp;R&nbsp;141\/88, BFHE 166, 564, BStBl II 1992, 499), ein Beruf und die daraus erzielten Eink&uuml;nfte (BFH-Beschluss vom 16.&nbsp;M&auml;rz 2006 IV&nbsp;B&nbsp;157\/04, BFH\/NV 2006, 1459), ein Arbeitsplatz (Senatsurteil vom 20.&nbsp;Januar 2016 VI&nbsp;R&nbsp;14\/13, BFH\/NV 2016, 1142) oder sonstige dem Steuerpflichtigen zur Verf&uuml;gung stehende Mittel (BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Juli 2004 X&nbsp;R&nbsp;33\/03, BFHE 207, 183, BStBl II 2004, 1063) bezeichnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch bei den au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen hat die Rechtsprechung mit der in &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG verwendeten Formulierung nur die wirtschaftlichen Grundlagen des Steuerpflichtigen gemeint. Der BFH hat erstmals im Urteil in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596 den Begriff der Existenzgrundlage im Zusammenhang mit Prozesskosten verwendet und hierzu Folgendes ausgef&uuml;hrt:<br \/>&quot;Ber&uuml;hrt ein Rechtsstreit allerdings einen f&uuml;r den Steuerpflichtigen existentiell wichtigen Bereich, kann jener unter Umst&auml;nden in eine Zwangslage geraten, in der f&uuml;r ihn die Verfolgung seiner rechtlichen Interessen trotz unsicherer Erfolgsaussichten existentiell erforderlich ist (vgl. Urteil des Senats vom 19.&nbsp;Mai 1995 III&nbsp;R&nbsp;12\/92, BFHE 178, 207, BStBl II 1995, 774) und sich folglich die Frage stellt, ob die &Uuml;bernahme eines Prozesskostenrisikos nicht insoweit als i.S. des &sect;&nbsp;33 EStG zwangsl&auml;ufig anzusehen ist. Ein solcher Ausnahmefall kann aber nur dann unter hier nicht n&auml;her zu er&ouml;rternden engen Voraussetzungen in Betracht gezogen werden, wenn der Steuerpflichtige, ohne sich auf den Rechtsstreit trotz unsicheren Ausgangs einzulassen, Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dieselbe Formulierung findet sich in zahlreichen nachfolgenden Urteilen (z.B. BFH-Urteile vom 4.&nbsp;Dezember 2001 III&nbsp;R&nbsp;31\/00, BFHE 198, 94, BStBl II 2002, 382; vom 18.&nbsp;M&auml;rz 2004 III&nbsp;R&nbsp;24\/03, BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726; vom 20.&nbsp;April 2006 III&nbsp;R&nbsp;23\/05, BFHE 213, 351, BStBl II 2007, 41; vom 27.&nbsp;August 2008 III&nbsp;R&nbsp;50\/06, BFH\/NV 2009, 553). In keinem dieser Urteile hat der BFH die Gefahr des Verlustes einer psychischen oder ideellen Existenzgrundlage auch nur er&ouml;rtert. Vielmehr hat er es nur in F&auml;llen f&uuml;r m&ouml;glich gehalten, dass der Steuerpflichtige ohne den Prozess seine Existenzgrundlage verlieren und seine notwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen k&ouml;nne, in denen entweder die Nutzung des Wohnhauses zu eigenen Wohnzwecken ernsthaft in Frage gestellt war (Senatsurteile vom 20.&nbsp;Januar 2016 VI&nbsp;R&nbsp;40\/13, BFH\/NV 2016, 908, und VI&nbsp;R&nbsp;62\/13, BFH\/NV 2016, 1436) oder der Steuerpflichtige durch eine Vertragsverletzung oder eine unerlaubte Handlung schwerwiegende k&ouml;rperliche Sch&auml;den erlitten hatte (Senatsurteile in BFH\/NV 2016, 1142, und vom 19.&nbsp;November 2015 VI&nbsp;R&nbsp;42\/14, BFH\/NV 2016, 739).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Eine Existenzbedrohung hat der BFH jedoch auch insoweit nur angenommen, als der Steuerpflichtige Ausgleich seiner materiellen Sch&auml;den begehrte. Soweit mit den Klagen immaterielle Sch&auml;den &#8211;etwa Anspr&uuml;che auf Schmerzensgeld&#8211; geltend gemacht wurden, hat er darin keinen existenziell wichtigen Bereich im Sinne der Rechtsprechung zur einkommensteuerrechtlichen Ber&uuml;cksichtigung von Zivilprozesskosten gesehen, selbst wenn sie auf den Ausgleich von Nichtverm&ouml;genssch&auml;den durch eine Beeintr&auml;chtigung der k&ouml;rperlichen Gesundheit gerichtet waren (Senatsurteile in BFH\/NV 2016, 1142, und vom 17.&nbsp;Dezember 2015 VI&nbsp;R&nbsp;7\/14, BFHE 252, 418). Dasselbe galt f&uuml;r ein von einem Kind eingeleitetes Vaterschaftsfeststellungsverfahren. Die Feststellung oder Nichtfeststellung der Vaterschaft greift nicht unmittelbar in die Existenz des Steuerpflichtigen ein, da selbst bei weitestgehenden Unterhaltsanspr&uuml;chen eines Kindes dem Elternteil zumindest der Betrag verbleibt, der zur Existenz unbedingt erforderlich ist (BFH-Urteil in BFHE 206, 16, BStBl II 2004, 726). Auch ber&uuml;hren nach der Rechtsprechung des BFH Streitigkeiten &uuml;ber das Umgangsrecht der Eltern mit ihren Kindern regelm&auml;&szlig;ig nicht die Existenzgrundlage des Steuerpflichtigen. Insofern nahm der BFH nicht an, dass die Existenz des Steuerpflichtigen ohne einen entsprechenden Prozess gef&auml;hrdet sei, sondern statuierte explizit eine weitere Ausnahme f&uuml;r einen m&ouml;glichen Abzug von Prozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen (BFH-Urteil in BFHE 198, 94, BStBl II 2002, 382).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Scheidungskosten hat der BFH nicht der Fallgruppe der Existenzgef&auml;hrdung zugerechnet. Durch Ehescheidungsverfahren entstandene Prozesskosten hatte der BFH schon vor dem BFH-Urteil in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596 als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung anerkannt. Die Begr&uuml;ndung daf&uuml;r wechselte im Laufe der Zeit. W&auml;hrend zun&auml;chst auf den rechtsgestaltenden Charakter der Ehescheidung, also auf rechtliche Gr&uuml;nde abgestellt wurde (Senatsurteil vom 8.&nbsp;November 1974 VI&nbsp;R&nbsp;22\/72, BFHE 114, 90, BStBl II 1975, 111), pr&uuml;fte der BFH die Zwangsl&auml;ufigkeit von Ehescheidungskosten sp&auml;ter unter dem Gesichtspunkt der Zwangsl&auml;ufigkeit aus tats&auml;chlichen Gr&uuml;nden (Senatsurteil in BFHE 134, 286, BStBl II 1982, 116). Dabei vertrat er die Auffassung, es k&ouml;nne insbesondere wegen des im Ehescheidungsrecht ma&szlig;gebenden Zerr&uuml;ttungsprinzips im Regelfall davon ausgegangen werden, dass sich Ehepartner nur scheiden lie&szlig;en, wenn die Ehe so zerr&uuml;ttet sei, dass ihnen ein Festhalten an ihr nicht mehr m&ouml;glich sei. Deshalb sei die Zwangsl&auml;ufigkeit bei Ehescheidungen grunds&auml;tzlich zu bejahen (Senatsurteil in BFH\/NV 2016, 905). Eine existenzielle Betroffenheit hat der BFH in Scheidungsf&auml;llen demnach nicht bejaht. Er hat vielmehr die Fallgruppe der Existenzgef&auml;hrdung in dem BFH-Urteil in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596 erstmals neben dem bereits als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen anerkannten Fall der Scheidungskosten zus&auml;tzlich genannt; nicht hingegen wurden Scheidungskosten unter die Fallgruppe der Existenzgef&auml;hrdung subsumiert (s.a. Heim, Deutsche Steuer-Zeitung &#8211;DStZ&#8211; 2014, 165).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Der Gesetzgeber hat die Formulierung in &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG w&ouml;rtlich der BFH-Rechtsprechung seit dem BFH-Urteil in BFHE 181, 12, BStBl II 1996, 596 entnommen. Er hat damit auch inhaltlich an diese Rechtsprechung angekn&uuml;pft. Denn f&uuml;gt der Gesetzgeber in st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung gepr&auml;gte Begriffe in ein Gesetz ein, ist davon auszugehen, dass er diese auch entsprechend dieser Pr&auml;gung verwenden und im Gesetz festschreiben will (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 27.&nbsp;Juli 2015 GrS&nbsp;1\/14, BFHE 251, 408, BStBl II 2016, 265, Rz&nbsp;68). Kosten f&uuml;r ein Scheidungsverfahren sind daher regelm&auml;&szlig;ig nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung zu ber&uuml;cksichtigen, selbst wenn das Festhalten an der Ehe f&uuml;r den Steuerpflichtigen eine starke Beeintr&auml;chtigung seines Lebens darstellt (so auch Heim, DStZ 2014, 165; Kanzler, FR 2014, 209; a.A. Bleschick, FR 2013, 932; Gerauer, Neue Wirtschafts-Briefe &#8211;NWB&#8211; 2014, 2621; Nieuwenhuis, DStR 2014, 1701).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) F&uuml;r diese Auslegung spricht auch die Entstehungsgeschichte des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Gesetzes&auml;nderung gingen mehrere Schritte voraus:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Entwurf des Jahressteuergesetzes 2013 vom 19.&nbsp;Juni 2012 (BTDrucks 17\/10000) sah eine &Auml;nderung des &sect;&nbsp;33 EStG zun&auml;chst nicht vor. In seiner Stellungnahme zum Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2013 vom 6.&nbsp;Juli 2012 (BRDrucks 302\/12 &#8211;Beschluss&#8211;, S.&nbsp;34, 35) schlug der Bundesrat vor, nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG folgenden Abs.&nbsp;3a einzuf&uuml;gen:<br \/>&quot;3a) Prozesskosten sind nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen, unabh&auml;ngig davon, ob der Steuerpflichtige Kl&auml;ger oder Beklagter ist. Abweichend von Satz&nbsp;1 k&ouml;nnen die notwendigen und angemessenen Prozesskosten ber&uuml;cksichtigt werden, wenn der Steuerpflichtige ohne den Rechtsstreit Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen. Satz&nbsp;2 gilt f&uuml;r die unmittelbaren und unvermeidbaren Scheidungskosten entsprechend.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Gesetzesfassung sollte in allen F&auml;llen anzuwenden sein, in denen die Steuer noch nicht bestandskr&auml;ftig festgesetzt war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte der Bundesrat aus, entgegen dem Senatsurteil vom 12.&nbsp;Mai 2011 VI&nbsp;R&nbsp;42\/10 (BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015) entspreche die generelle steuermindernde Ber&uuml;cksichtigung von Prozesskosten nicht den sonst bei au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen geltenden Grunds&auml;tzen. Es sei daher angezeigt, die Anwendbarkeit auf &quot;den bisherigen engen Rahmen&quot; zu beschr&auml;nken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bundesregierung lehnte den Vorschlag des Bundesrats &quot;zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt&quot; ab. Sie verwies zum einen auf den Nichtanwendungserlass zum Senatsurteil in BFHE 234, 30, BStBl II 2011, 1015 (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 20.&nbsp;Dezember 2011, BStBl I 2011, 1286), zum anderen auf mehrere Verfahren beim BFH, die sich mit der Ber&uuml;cksichtigung von Prozesskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung besch&auml;ftigten; der BFH erhalte daher kurzfristig Gelegenheit, die Rechtsfrage erneut zu entscheiden. Dabei teile die Bundesregierung die Auffassung des Bundesrats, die Ber&uuml;cksichtigung von Prozesskosten auf &quot;einen engen Rahmen&quot; zu beschr&auml;nken (BTDrucks 17\/10604, S.&nbsp;45, 46).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Vermittlungsausschuss (BTDrucks 17\/11844 vom 13.&nbsp;Dezember 2012, S.&nbsp;6) empfahl daraufhin, an &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 EStG folgenden Satz anzuf&uuml;gen:<br \/>&quot;Aufwendungen f&uuml;r die F&uuml;hrung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) sind vom Abzug ausgeschlossen, es sei denn, es handelt sich um Aufwendungen ohne die der Steuerpflichtige Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundestag lehnte die Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses am 17.&nbsp;Januar 2013 ab (BRDrucks 33\/13, S.&nbsp;1). Der Bundesrat stimmte am 1.&nbsp;Februar 2013 dem vom Deutschen Bundestag am 25.&nbsp;Oktober 2012 verabschiedeten Gesetz nicht zu (BRDrucks 33\/13 &#8211;Beschluss&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Februar 2013 brachten die Fraktionen der CDU\/CSU und FDP &#8211;zun&auml;chst ohne eine &Auml;nderung des &sect;&nbsp;33 EStG&#8211; einzelne im Jahressteuergesetz 2013 vorgesehene Regelungen im AmtshilfeRLUmsG wieder in den Bundestag ein (BTDrucks 17\/12375, Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Amtshilferichtlinie sowie zur &Auml;nderung steuerlicher Vorschriften vom 19.&nbsp;Februar 2013). Der Vermittlungsausschuss schlug erneut vor, Satz&nbsp;4 i.d.F. der Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses zum Jahressteuergesetz 2013 in &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 einzuf&uuml;gen (BTDrucks 17\/13722 vom 5.&nbsp;Juni 2013, S.&nbsp;9).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundestag nahm die Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses nun an (BRDrucks 477\/13 vom 6.&nbsp;Juni 2013, S.&nbsp;1). Nach Zustimmung des Bundesrats (BRDrucks 477\/13 &#8211;Beschluss&#8211; vom 7.&nbsp;Juni 2013) trat das AmtshilfeRLUmsG schlie&szlig;lich mit Wirkung vom 30.&nbsp;Juni 2013 in Kraft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Aus der beschriebenen Entstehungsgeschichte der heute g&uuml;ltigen Fassung des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 EStG ist der Wille des Gesetzgebers erkennbar, Scheidungskosten nicht mehr als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen. Denn die vom Bundesrat im Gesetzgebungsverfahren zum Jahressteuergesetz 2013 vorgeschlagene Fassung des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3a EStG, in dessen Satz&nbsp;3 eine Ausnahme f&uuml;r die &quot;unmittelbaren und unvermeidbaren Scheidungskosten&quot; vorgesehen war, ist gerade nicht Gesetz geworden. Vielmehr beschr&auml;nkt sich der Gesetzgeber auf eine einzige Ausnahme vom generellen Abzugsverbot, n&auml;mlich die &quot;Aufwendungen ohne die der Steuerpflichtige Gefahr liefe, seine Existenzgrundlage zu verlieren und seine lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen&quot; (gl.A. Kanzler, FR 2014, 209; Heim, DStZ 2014, 165).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass der Gesetzgeber mit dieser Formulierung die Scheidungskosten einbeziehen wollte, gibt es nicht. Soweit in der Literatur (Nieuwenhuis, DStR 2014, 1701; Gerauer, NWB 2014, 2621) angef&uuml;hrt wird, ein dementsprechender Wille sei aus der Stellungnahme des Bundesrats zum Entwurf des Jahressteuergesetzes 2013 (BRDrucks 302\/12 &#8211;Beschluss&#8211;, S.&nbsp;34, 35) zu ersehen, wonach sich die Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;33 EStG auf &quot;den bisherigen engen Rahmen&quot; beschr&auml;nken sollte, wird nicht ber&uuml;cksichtigt, dass dieser Vorschlag des Bundesrats gerade nicht Gesetz geworden ist. Die Bundesregierung wollte jedoch die Prozesskosten nur auf &quot;einen engen Rahmen&quot; beschr&auml;nken. In Verbindung mit der Tatsache, dass der letzte Satz des vom Bundesrat vorgeschlagenen &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3a EStG vom Vermittlungsausschuss nicht &uuml;bernommen wurde, spricht dies daf&uuml;r, dass der &quot;enge Rahmen&quot; durchaus enger sein d&uuml;rfte als der bisherige, mithin der durch die bisherige Rechtsprechung des BFH vor der Gesetzes&auml;nderung gesteckte Rahmen weiter eingeschr&auml;nkt werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ff) Es ist auch verfassungsrechtlich unbedenklich, dass Scheidungskosten nicht als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen abgezogen werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach mittlerweile st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) ist Ausgangspunkt der verfassungsrechtlichen Beurteilung, ob eine einkommensteuerrechtliche Regelung Aufwendungen des Steuerpflichtigen aus dem Bereich der privaten Lebensf&uuml;hrung hinreichend ber&uuml;cksichtigt, das Prinzip der Steuerfreiheit des Existenzminimums, das aus Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 i.V.m. Art.&nbsp;20 Abs.&nbsp;1, Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 und Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes abzuleiten ist. Danach hat der Staat das Einkommen des B&uuml;rgers insoweit steuerfrei zu stellen, als dieser es zur Schaffung der Mindestvoraussetzungen eines menschenw&uuml;rdigen Daseins f&uuml;r sich und seine Familie ben&ouml;tigt. Dem Grundgedanken der Subsidiarit&auml;t, wonach Eigenversorgung Vorrang vor staatlicher F&uuml;rsorge hat, entspricht es, dass sich die Bemessung des einkommensteuerrechtlich ma&szlig;geblichen Existenzminimums nach dem im Sozialhilferecht niedergelegten Leistungsniveau richtet. Was der Staat dem Einzelnen voraussetzungslos aus allgemeinen Haushaltsmitteln zur Verf&uuml;gung zu stellen hat, das darf er ihm nicht durch Besteuerung seines Einkommens entziehen (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 13.&nbsp;Februar 2008&nbsp;&nbsp;2&nbsp;BvL&nbsp;1\/06, BVerfGE 120, 125; vom 29.&nbsp;Mai 1990&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvL&nbsp;20\/84, 1&nbsp;BvL&nbsp;26\/84, 1&nbsp;BvL&nbsp;4\/86, BVerfGE 82, 60, BStBl II 1990, 653; jeweils m.w.N.; Senatsurteil vom 2.&nbsp;September 2015 VI&nbsp;R&nbsp;32\/13, BFHE 251, 196, BStBl II 2016, 151).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Zu diesem einkommensteuerrechtlich zu verschonenden Existenzminimum geh&ouml;ren Prozesskosten grunds&auml;tzlich nicht (Senatsurteil vom 18.&nbsp;Juni 2015 VI&nbsp;R&nbsp;17\/14, BFHE 250, 153, BStBl II 2015, 800). Soweit Prozesse zur Sicherung des Existenzminimums notwendig sind, tr&auml;gt dem &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG Rechnung, indem Prozesskosten ausnahmsweise zum Abzug als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zugelassen werden, falls die Existenz des Steuerpflichtigen gef&auml;hrdet w&auml;re, w&uuml;rde er sich nicht auf einen Prozess einlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Streitfall ist weder vorgetragen noch ersichtlich, dass die Kl&auml;gerin Gefahr gelaufen w&auml;re, ihre berufliche Existenzgrundlage zu verlieren und ihre lebensnotwendigen Bed&uuml;rfnisse in dem &uuml;blichen Rahmen nicht mehr befriedigen zu k&ouml;nnen, h&auml;tte sie sich nicht auf das Scheidungsverfahren eingelassen. Die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 EStG f&uuml;r eine Abziehbarkeit von Prozesskosten lagen mithin nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die bislang vom FA ber&uuml;cksichtigte zumutbare Belastung nach &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 EStG ist entsprechend den Ausf&uuml;hrungen im Urteil des erkennenden Senats in BFHE 256, 339, BStBl II 2017, 684 stufenweise zu ermitteln und demnach mit 1.063&nbsp;EUR anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Berechnung der Steuer wird dem FA &uuml;bertragen (&sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.5.2017, VI R 9\/16ECLI:DE:BFH:2017:U.180517.VIR9.16.0 Scheidungskosten als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen nach &Auml;nderung des &sect; 33 EStG durch das AmtshilfeRLUmsG Leits&auml;tze Scheidungskosten sind Aufwendungen f&uuml;r die F&uuml;hrung eines Rechtsstreits (Prozesskosten) i.S. des &sect; 33 Abs. 2 Satz 4 EStG. 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