{"id":6754,"date":"2012-11-30T21:50:25","date_gmt":"2012-11-30T19:50:25","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=6754"},"modified":"2012-11-30T21:50:25","modified_gmt":"2012-11-30T19:50:25","slug":"iii-r-41-09-kein-abzug-von-beitraegen-des-kindes-zur-vbl-pflichtversicherung-im-rahmen-der-grenzbetragspruefung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-41-09-kein-abzug-von-beitraegen-des-kindes-zur-vbl-pflichtversicherung-im-rahmen-der-grenzbetragspruefung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;41\/09 &#8211; Kein Abzug von Beitr&auml;gen des Kindes zur VBL-Pflichtversicherung im Rahmen der Grenzbetragspr&uuml;fung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.5.2011, III R 41\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Kein Abzug von Beitr&auml;gen des Kindes zur VBL-Pflichtversicherung im Rahmen der Grenzbetragspr&uuml;fung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die im Jahr 1983 geborene Tochter der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) wurde im Streitjahr &#8211;2004&#8211; von einer kommunalen Gebietsk&ouml;rperschaft zur Kauffrau f&uuml;r B&uuml;rokommunikation ausgebildet. W&auml;hrend der Ausbildung, die bis zum 31. August 2006 dauern sollte, war sie Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung. Aufgrund des &sect; 25 des Tarifvertrags f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst in Verbindung mit weiteren tarifvertraglichen Regelungen hatte sie Anspruch auf Versicherung zum Zwecke einer zus&auml;tzlichen Altersversorgung. Die Entgeltabrechnung des Arbeitgebers weist neben der Grundverg&uuml;tung f&uuml;r Auszubildende auch die an die Zusatzversorgungskasse abgef&uuml;hrte Umlage in H&ouml;he von 464,90 EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beklagte und Revisionsbeklagte (Familienkasse) lehnte die Festsetzung von Kindergeld ab, weil die Eink&uuml;nfte der Tochter den f&uuml;r das Streitjahr geltenden Jahresgrenzbetrag in H&ouml;he von 7.680 EUR &uuml;berschritten h&auml;tten. Der Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) errechnete Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge der Tochter in H&ouml;he von 7.952,40 EUR und wies daher die Klage ab. Es entschied, die vom Arbeitsentgelt der Besch&auml;ftigten einzubehaltenden Umlagebeitr&auml;ge beruhten auf Vereinbarungen der Tarifparteien und seien der Tochter zugeflossen. Sie k&ouml;nnten auch nicht von den Eink&uuml;nften abgezogen werden, denn sie seien nicht mit den Beitr&auml;gen zur gesetzlichen Sozialversicherung vergleichbar. Die Tochter habe sich der Beitragspflicht zwar nicht entziehen k&ouml;nnen, daf&uuml;r aber Anspr&uuml;che auf eine &uuml;ber die gesetzliche Mindestversorgung hinausgehende Altersversorgung erhalten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin tr&auml;gt zur Begr&uuml;ndung ihrer Revision vor, die Beitr&auml;ge zur Zusatzversorgungskasse seien den Beitr&auml;gen zur gesetzlichen Sozialversicherung gleichzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, das FG-Urteil aufzuheben und die Familienkasse unter Aufhebung ihres Ablehnungsbescheides vom 9. November 2005 und der Einspruchsentscheidung vom 9. Juni 2006 zu verpflichten, Kindergeld f&uuml;r ihre Tochter f&uuml;r das Jahr 2004 festzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Familienkasse beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 62 Abs. 1, &sect; 63 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr 2004 geltenden Fassung (EStG) besteht f&uuml;r ein vollj&auml;hriges Kind Anspruch auf Kindergeld, wenn das Kind Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge, die zur Bestreitung des Unterhalts oder der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet sind, von nicht mehr als 7.680 EUR im Kalenderjahr hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Begriff der Eink&uuml;nfte i.S. von &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG entspricht dem in &sect; 2 Abs. 2 EStG gesetzlich definierten Begriff und ist je nach Einkunftsart als Gewinn oder als &Uuml;berschuss der Einnahmen &uuml;ber die Werbungskosten zu verstehen. Erzielt das Kind &#8211;wie im Streitfall&#8211; Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, sind daher von den Bruttoeinnahmen die Werbungskosten abzuziehen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 29. Mai 2008 III R 33\/06, BFH\/NV 2008, 1664).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; (Beschluss vom 11. Januar 2005&nbsp;&nbsp;2 BvR 167\/02, BVerfGE 112, 164, BFH\/NV 2005, Beilage 3, 260) verst&ouml;&szlig;t jedoch die Ber&uuml;cksichtigung der &#8211;einkommensteuerrechtlich den Sonderausgaben zuzurechnenden&#8211; Sozialversicherungsbeitr&auml;ge als Eink&uuml;nfte des Kindes gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG), weil Eltern mit sozialversicherungspflichtigen Kindern, deren Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge den Jahresgrenzbetrag nur wegen der als Eink&uuml;nfte behandelten Sozialversicherungsbeitr&auml;ge &uuml;berschritten, gegen&uuml;ber Eltern mit nicht sozialversicherungspflichtigen Kindern benachteiligt seien, deren Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge den Jahresgrenzbetrag nicht &uuml;berstiegen. Daher seien im Wege verfassungskonformer Auslegung des &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG Eink&uuml;nfte &#8211;ebenso wie die Bez&uuml;ge&#8211; nur zu ber&uuml;cksichtigen, soweit sie zur Bestreitung des Unterhalts und der Berufsausbildung bestimmt oder geeignet seien. Offen bleiben k&ouml;nne, &quot;in welchen F&auml;llen der Relativsatz im Einzelfall auf Eink&uuml;nfte anzuwenden&quot; sei. Jedenfalls seien diejenigen Betr&auml;ge, die &#8211;wie die gesetzlichen Sozialversicherungsbeitr&auml;ge&#8211; &quot;von Gesetzes&quot; wegen dem Eink&uuml;nfte erzielenden Kind oder dessen Eltern nicht f&uuml;r den Unterhalt zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden und deshalb die Eltern finanziell nicht entlasten k&ouml;nnten, nicht als Eink&uuml;nfte anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daher ist jeweils im Einzelfall zu pr&uuml;fen, welche Teile der Eink&uuml;nfte i.S. des &sect; 2 Abs. 2 EStG wegen eines sonst vorliegenden Grundrechtsversto&szlig;es im Wege verfassungskonformer Einschr&auml;nkung nicht angesetzt werden d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Bei den Umlagezahlungen zur Zusatzversorgungskasse handelt es sich um zugeflossenen (&sect; 11 Abs. 1 Satz 1 EStG) Arbeitslohn, der nicht gem&auml;&szlig; &sect; 3 Nr. 62 EStG oder &sect; 3 Nr. 63 EStG steuerfrei ist (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7. Mai 2009 VI R 8\/07, BFHE 225, 68, BStBl II 2010, 194, betr. VBL-Beitr&auml;ge).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Beitr&auml;ge an die Versorgungsanstalt des Bundes und der L&auml;nder (VBL) f&uuml;r die sog. VBL-Pflichtversicherung mindern, wie der Senat bereits mit Urteil vom 17. Juni 2010 III R 59\/09 (BFHE 230, 142, BStBl II 2011, 121) entschieden hat, die Bemessungsgr&ouml;&szlig;e des &sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG nicht, wenn das Kind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist. Die Einbeziehung der VBL-Pflichtversicherungsbeitr&auml;ge in die Bemessungsgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r den Jahresgrenzbetrag (&sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG) verst&ouml;&szlig;t dann nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG. An dieser Rechtsprechung h&auml;lt der Senat fest; sie gilt auch f&uuml;r die streitgegenst&auml;ndlichen Beitr&auml;ge an die Zusatzversorgungskasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Eine gesetzliche Versicherungspflicht bei der Zusatzversorgungskasse bzw. eine gesetzliche Verpflichtung zur Entrichtung von Beitr&auml;gen f&uuml;r die zus&auml;tzliche Altersversorgung besteht nicht. F&uuml;r die Entscheidung, ob Eink&uuml;nfte dem Kind von Gesetzes wegen nicht zur Verf&uuml;gung stehen, ist ma&szlig;geblich, ob sich das Kind der Zahlung aufgrund einer gesetzlichen Verpflichtung nicht entziehen kann. Nicht entscheidend ist, ob die fraglichen Betr&auml;ge vom Arbeitgeber einzubehalten sind (Senatsurteil vom 16. November 2006 III R 74\/05, BFHE 216, 69, BStBl II 2007, 527, betr. Beitr&auml;ge zur freiwilligen gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall beruhen die Versicherungspflicht und damit auch die Entrichtung der Beitr&auml;ge nicht auf einer gesetzlichen Verpflichtung, sondern auf tarifvertraglichen Vorschriften. Diese Tarifvereinbarungen werden im Interesse der Besch&auml;ftigten ausgehandelt, so dass die Tochter der Kl&auml;gerin sie sich zurechnen lassen muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Versicherungsbeitr&auml;ge zur Zusatzversorgungskasse waren auch nicht unvermeidbar wie z.B. Aufwendungen f&uuml;r einen existenziell notwendigen Versicherungsschutz, der zur Absicherung gegen existenzgef&auml;hrdende Wechself&auml;lle des Lebens dient (vgl. Senatsurteil vom 14. Dezember 2006 III R 24\/06, BFHE 216, 225, BStBl II 2007, 530, betr. Beitr&auml;ge zu einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die durch die Zusatzversorgungskasse gew&auml;hrte Altersversorgung ist eine gegen&uuml;ber der gesetzlichen Rentenversicherung zus&auml;tzliche Absicherung. Ihre Leistungen bestehen nach den Feststellungen des FG in der Zahlung von Alters- und Erwerbsminderungsrente. Die Zusatzversorgungskasse deckt also im Grundsatz dieselben Risiken ab wie die gesetzliche Rentenversicherung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Auch nach den zivilrechtlichen Unterhaltsregelungen sind Eltern, deren Kinder sich in Ausbildung befinden, nicht verpflichtet, die Kosten f&uuml;r die Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenvorsorge zu zahlen. Eine solche &uuml;ber das gesetzliche Ma&szlig; hinausgehende Vorsorge geh&ouml;rt nicht zum Lebensbedarf des Kindes i.S. des &sect; 1610 Abs. 2 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs (vgl. die Nachweise im Senatsurteil in BFHE 230, 142, BStBl II 2011, 121).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Nur durch die Einbeziehung der Umlage an die Zusatzversorgungskasse in die Bemessungsgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r den Jahresgrenzbetrag (&sect; 32 Abs. 4 Satz 2 EStG) wird eine mit Art. 3 Abs. 1 GG nicht vereinbare Ungleichbehandlung mit den F&auml;llen vermieden, in denen sich das Kind in Berufsausbildung befindet, in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist und sich &#8211;unabh&auml;ngig von einer tarifvertraglichen Vorschrift&#8211; zus&auml;tzlich privat gegen dieselben Risiken versichert, wie sie die Zusatzversorgungskasse abdeckt. Die Beitr&auml;ge zu einer derartigen privaten Rentenversicherung sind bei der Pr&uuml;fung, ob die Eink&uuml;nfte und Bez&uuml;ge des Kindes den Jahresgrenzbetrag &uuml;berschreiten, nicht abziehbar (Senatsurteil vom 26. September 2007 III R 4\/07, BFHE 219, 112, BStBl II 2008, 738). Wenn f&uuml;r die Abziehbarkeit von Rentenversicherungsbeitr&auml;gen im Ergebnis allein der Inhalt des betreffenden Tarifvertrags ma&szlig;geblich w&auml;re, w&uuml;rden Eltern ungerechtfertigt benachteiligt, deren Kinder ohne eine entsprechende tarifvertragliche Vorschrift eine private Altersvorsorge treffen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.5.2011, III R 41\/09 Kein Abzug von Beitr&auml;gen des Kindes zur VBL-Pflichtversicherung im Rahmen der Grenzbetragspr&uuml;fung Tatbestand 1&nbsp; I. Die im Jahr 1983 geborene Tochter der Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) wurde im Streitjahr &#8211;2004&#8211; von einer kommunalen Gebietsk&ouml;rperschaft zur Kauffrau f&uuml;r B&uuml;rokommunikation ausgebildet. W&auml;hrend der Ausbildung, die bis zum 31. 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