{"id":67541,"date":"2017-08-23T08:30:48","date_gmt":"2017-08-23T06:30:48","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67541"},"modified":"2017-08-23T08:30:48","modified_gmt":"2017-08-23T06:30:48","slug":"xi-r-2-14-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-der-waermeabgabe-aus-einer-sog-kwk-anlage-wiedereroeffnung-der-muendlichen-verhandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-2-14-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-der-waermeabgabe-aus-einer-sog-kwk-anlage-wiedereroeffnung-der-muendlichen-verhandlung\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;2\/14 &#8211; Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung der W&auml;rmeabgabe aus einer sog. KWK-Anlage &#8211; Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.5.2017, XI R 2\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.310517.XIR2.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung der W&auml;rmeabgabe aus einer sog. KWK-Anlage &#8211; Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der sog. KWK-Bonus nach &sect; 8 Abs. 3 EEG 2004, den der Betreiber einer Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk von seinem Stromnetzbetreiber (zus&auml;tzlich) erh&auml;lt, ist (ebenfalls) Entgelt f&uuml;r die Lieferung von Strom an den Stromnetzbetreiber. Er ist kein Entgelt des Stromnetzbetreibers f&uuml;r die (kostenlose) Lieferung von W&auml;rme des Stromerzeugers an Dritte.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision des Beklagten wird das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 28. November 2013&nbsp;&nbsp;16 K 247\/12 aufgehoben.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Sache wird an das Nieders&auml;chsische Finanzgericht zur&uuml;ckverwiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Diesem wird die Entscheidung &uuml;ber die Kosten des Revisionsverfahrens &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) betreibt eine Biogasanlage zur Erzeugung von Biogas aus Biomasse. Das erzeugte Biogas wurde im Streitjahr (2008) zur dezentralen Strom- und W&auml;rmeproduktion in einem angeschlossenen Blockheizkraftwerk genutzt, indem es einem Verbrennungsmotor zugef&uuml;hrt wurde, der einen Generator antrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der so produzierte Strom wurde &uuml;berwiegend in das Stromnetz eingespeist und nach dem Gesetz f&uuml;r den Vorrang Erneuerbarer Energien &#8211; Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2004) i.d.F. vom 7.&nbsp;November 2006 (BGBl I 2006, 2550) von dem Stromnetzbetreiber verg&uuml;tet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die durch diesen Prozess ebenfalls erzeugte W&auml;rme diente zu einem Teil dem Produktionsprozess. Den &uuml;berwiegenden Teil der W&auml;rme &uuml;berlie&szlig; die Kl&auml;gerin im Streitjahr &quot;kostenlos&quot; mit Vertrag vom 29.&nbsp;November 2007 dem Unternehmer A zur Trocknung von Holz in Containern und mit Vertrag vom 29.&nbsp;Juli 2008 der &#8230; GbR (B), die mit der W&auml;rme ihre Spargelfelder beheizte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitjahr erhielt die Kl&auml;gerin f&uuml;r den erzeugten Strom von ihrem Stromnetzbetreiber neben der sog. Mindestverg&uuml;tung (&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EEG 2004) einen Erh&ouml;hungsbetrag nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 EEG&nbsp;2004 (sog. KWK-Bonus), weil es sich bei dem von ihr erzeugten Strom um Strom i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 des Gesetzes f&uuml;r die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-W&auml;rme-Kopplung (KWKG) i.d.F. vom 19.&nbsp;M&auml;rz 2002 (BGBl I 2002, 1092) handelte. Auch dieser KWK-Bonus in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR wurde entsprechend der Umsatzsteuererkl&auml;rung der Kl&auml;gerin von dem Beklagten und Revisionskl&auml;ger (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) in die Bemessungsgrundlage der steuerpflichtigen Ums&auml;tze einbezogen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Rahmen einer bei der Kl&auml;gerin durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Pr&uuml;fer von einer unentgeltlichen Zuwendung der W&auml;rme i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) an A und an B aus. Mangels eines Einkaufspreises berechnete er die Bemessungsgrundlage f&uuml;r diese Wertabgabe gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG nach den Selbstkosten. Von den in der Gewinn- und Verlustrechnung aufgef&uuml;hrten Gesamtkosten in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR entfielen nach der Berechnung des Pr&uuml;fers auf die abgegebene W&auml;rme &#8230;&nbsp;EUR (=&nbsp;34,84&nbsp;%), so dass er ausgehend von dieser Bemessungsgrundlage insoweit Umsatzsteuer in H&ouml;he von &#8230;&nbsp;EUR ansetzte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA setzte die Ergebnisse der Pr&uuml;fung mit Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2008 vom 17.&nbsp;November 2011 um. Den dagegen eingelegten Einspruch wies es mit Einspruchsentscheidung vom 1.&nbsp;August 2012 als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der daraufhin erhobenen Klage statt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt es im Wesentlichen aus, dass es sich bei der Lieferung von W&auml;rme durch die Kl&auml;gerin an A und an B nicht um eine unentgeltliche Zuwendung i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG handele, sondern um eine entgeltliche Leistung. Die Gegenleistung daf&uuml;r h&auml;tten nicht die W&auml;rmeabnehmer A und B, sondern habe der Stromnetzbetreiber durch den KWK-Bonus gezahlt. Es handele sich dabei um ein Entgelt eines Dritten i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG. Der KWK-Bonus stehe im unmittelbaren Zusammenhang mit der W&auml;rmelieferung der Kl&auml;gerin an A und an B. Die Kl&auml;gerin habe die W&auml;rme nur deshalb &quot;zum Preis von 0&nbsp;EUR&quot; an A und an B abgegeben, weil sie daf&uuml;r den KWK-Bonus von dem Stromnetzbetreiber erhalten habe. Der KWK-Bonus sei nicht (zus&auml;tzliches) Entgelt f&uuml;r die Stromlieferungen der Kl&auml;gerin an den Stromnetzbetreiber. Er sei vielmehr f&uuml;r den Strom i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 KWKG, &quot;also f&uuml;r die W&auml;rmeabgabe&quot; gezahlt worden, die an A und an B erfolgt sei. Der Annahme von Drittentgelt i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG stehe auch nicht entgegen, dass die Kl&auml;gerin daneben den produzierten Strom verg&uuml;tet bekomme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2015, 351 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA die Verletzung materiellen Rechts (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 und &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG) geltend. Im Streitjahr sei eine unentgeltliche Abgabe der W&auml;rme an A und an B i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der KWK-Bonus verg&uuml;te nicht die W&auml;rmeabgabe. Er stelle ein zus&auml;tzlich gesetzlich vorgegebenes Entgelt f&uuml;r die Stromlieferung an den Netzbetreiber dar. Der Stromabnehmer sei aufgrund des eindeutigen Gesetzestextes des &sect;&nbsp;8 EEG 2004 verpflichtet, Strom der Kl&auml;gerin abzunehmen und entsprechend den Vorgaben des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;3 EEG 2004 zu verg&uuml;ten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt,<br \/>die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung tr&auml;gt sie im Wesentlichen vor, der KWK-Bonus sei Entgelt von dritter Seite i.S. von &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG und gerade nicht (zus&auml;tzliches) Entgelt f&uuml;r die Stromlieferung der Kl&auml;gerin an den Stromnetzbetreiber. Die Verg&uuml;tung nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 EEG 2004 werde nicht f&uuml;r den Strom gezahlt, sondern f&uuml;r den Strom i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 KWKG, also f&uuml;r die W&auml;rmeabgabe. Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 KWKG sei KWK-Strom &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; das rechnerische Produkt aus Nutzw&auml;rme und Stromkennzahl der KWK-Anlage. Um den KWK-Strom i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 KWKG zu ermitteln, werde in der Praxis ein W&auml;rmemengenz&auml;hler installiert. Aus der gemessenen W&auml;rmemenge und der Stromkennzahl der jeweiligen KWK-Anlage lasse sich dann fiktiv errechnen, wie viel Strom habe erzeugt werden m&uuml;ssen, um die gemessene W&auml;rmemenge in Kilowattstunden auszukoppeln. Nur f&uuml;r diese fiktiv errechnete elektrische Arbeit werde der KWK-Bonus &#8211;als Verg&uuml;tung f&uuml;r eine W&auml;rmelieferung&#8211; zus&auml;tzlich zur Stromverg&uuml;tung seitens des Stromnetzbetreibers gezahlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte dagegen im Streitfall entgegen ihrer Auffassung von einer unentgeltlichen Wertabgabe i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b UStG auszugehen sein, m&uuml;sse der vorhandene (fiktive) Einkaufspreis f&uuml;r W&auml;rmelieferungen ermittelt werden. Falls dies nicht m&ouml;glich sei, w&auml;ren die Selbstkosten, soweit sie zum vollen bzw. teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben, als Bemessungsgrundlage anzusetzen. &Uuml;berdies seien neben den variablen Kosten nur die Fixkosten zu ber&uuml;cksichtigen, die im Zusammenhang mit der Nachr&uuml;stung der Anlage f&uuml;r die W&auml;rmenutzung angefallen seien. Weiterhin sei bei der Aufteilung der Kosten zu ber&uuml;cksichtigen, dass es sich bei der W&auml;rmenutzung um ein &quot;Abfallprodukt&quot; der Stromerzeugung handele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung hat die Kl&auml;gerin mit Schriftsatz vom 1.&nbsp;Juni 2017 vorgetragen, aus dem Gesetzentwurf zum EEG 2004 (BTDrucks 15\/2327, S. 30) und aus dem Bericht des Ausschusses f&uuml;r Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BTDrucks 15\/2864, S.&nbsp;40) ergebe sich als Voraussetzung f&uuml;r den KWK-Bonus nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 EEG 2004 eine Zuf&uuml;hrung von Strom und W&auml;rme zur &quot;Nutzung durch Dritte&quot;. Dies folge besonders deutlich aus der Neufassung der Regelung durch &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;4 des EEG i.d.F. vom 25.&nbsp;Oktober 2008 (BGBl I 2008, 2074) &#8211;EEG 2009&#8211; i.V.m. Anlage&nbsp;3 &quot;KWK-Bonus&quot; zum EEG 2009.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung des Rechtsstreits an das FG (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung des FG, der KWK-Bonus sei Entgelt von dritter Seite gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG f&uuml;r die W&auml;rmelieferung der Kl&auml;gerin an A und an B, h&auml;lt einer revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung nicht stand. Die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG reichen f&uuml;r eine abschlie&szlig;ende Entscheidung durch den Senat nicht aus, weil Feststellungen zur Bemessungsgrundlage der unentgeltlichen Wertabgabe an A und an B zu treffen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG unterliegen der Umsatzsteuer die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausf&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG wird einer Lieferung gegen Entgelt jede andere unentgeltliche Zuwendung eines Gegenstands, ausgenommen Geschenke von geringem Wert und Warenmuster f&uuml;r Zwecke des leistenden Unternehmens, gleichgestellt. Voraussetzung ist, dass der Gegenstand oder seine Bestandteile zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt haben (&sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;2 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz 1 Nr.&nbsp;3 UStG entspricht Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;6 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17.&nbsp;Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG), nunmehr Art.&nbsp;16 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28.&nbsp;November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem &#8211;MwStSystRL&#8211; (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 14.&nbsp;Mai 2008 XI&nbsp;R&nbsp;60\/07, BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721, unter II.1.; vom 12.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;R&nbsp;36\/10, BFHE 239, 534, BStBl II 2013, 412, Rz&nbsp;29).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Durch Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.&nbsp;16 Satz&nbsp;1 MwStSystRL) wird einer Lieferung gegen Entgelt gleichgestellt die Entnahme eines Gegenstands durch einen Steuerpflichtigen aus seinem Unternehmen f&uuml;r seinen privaten Bedarf, f&uuml;r den Bedarf seines Personals oder als unentgeltliche Zuwendung oder allgemein f&uuml;r unternehmensfremde Zwecke, wenn dieser Gegenstand oder seine Bestandteile zu einem vollen oder teilweisen Abzug der Mehrwertsteuer berechtigt haben. Jedoch fallen Entnahmen f&uuml;r Geschenke von geringem Wert und f&uuml;r Warenmuster zu Zwecken des leistenden Unternehmens nicht darunter (Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. Art.&nbsp;16 Satz&nbsp;2 MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach den Gesetzesmaterialien soll zwar mit &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG der unbelastete Letztverbrauch erfasst werden (BTDrucks 14\/23, S. 196). Jedoch ist der Wortlaut des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz 1 Nr.&nbsp;3 UStG &#8211;Gleiches gilt f&uuml;r Art.&nbsp;16 MwStSystRL&#8211; nicht auf diese F&auml;lle eingeschr&auml;nkt. Dies f&uuml;hrte zu der Kritik, dass die Regelung steuersystematisch verfehlt sei, weil auch solche unentgeltliche Wertabgaben besteuert werden, die vom Empf&auml;nger nicht f&uuml;r den Endverbrauch verwendet werden (vgl. z.B. Lippross, 24.&nbsp;Aufl., S.&nbsp;368, m.w.N.). Der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Union (EuGH) h&auml;lt aber eine wortlautgetreue Anwendung der Vorschrift des Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;6 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.&nbsp;16 Satz&nbsp;1 MwStSystRL) f&uuml;r erforderlich (s. EuGH-Urteile Kuwait Petroleum vom 27.&nbsp;April 1999 C-48\/97, EU:C:1999:203, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht 1999, 219, Rz&nbsp;22; EMI Group vom 30.&nbsp;September 2010 C-581\/08, EU:C:2010:559, Deutsches Steuerrecht 2010, 2030, Rz&nbsp;51&nbsp;ff.). Dem folgt auch der Senat (ebenso Abschn.&nbsp;3.3 Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;6 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;; Lippross, a.a.O., S.&nbsp;368; Jachmann\/Thiesen, Deutsche Steuer-Zeitung 2002, 355; Bunjes\/Leonhard, 15.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;157; Fritsch in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;322.39; a.A. Heuermann in S&ouml;lch\/Ringleb, Umsatzsteuer, &sect;&nbsp;3 Rz&nbsp;377, der eine teleologische Reduktion in Erw&auml;gung zieht).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Eine Zuwendung i.S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG (vgl. dazu BFH-Urteile in BFHE 221, 512, BStBl II 2008, 721, unter II.1.; in BFHE 239, 534, BStBl II 2013, 412, Rz&nbsp;33&nbsp;ff.) ist nicht unentgeltlich, wenn sie gegen Entgelt erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entgelt ist alles, was der Leistungsempf&auml;nger aufwendet, um die Leistung zu erhalten, jedoch abz&uuml;glich der Umsatzsteuer (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UStG). Zum Entgelt geh&ouml;rt auch, was ein anderer als der Leistungsempf&auml;nger dem Unternehmer f&uuml;r die Leistung gew&auml;hrt (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Aufwendung (Zahlung) ist grunds&auml;tzlich (nur) dann Entgelt (Gegenleistung) f&uuml;r eine bestimmte Leistung, wenn sie &quot;f&uuml;r die Leistung&quot; bzw. &quot;f&uuml;r diese Ums&auml;tze&quot; gew&auml;hrt wird bzw. der Leistende sie hierf&uuml;r erh&auml;lt. Entscheidend ist nach der Rechtsprechung des EuGH und des BFH, dass zwischen Leistung und Gegenleistung ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, der sich regelm&auml;&szlig;ig aus dem &quot;Rechtsverh&auml;ltnis&quot;, d.h. den vertraglichen Beziehungen zwischen Leistendem und Leistungsempf&auml;nger ergibt (vgl. EuGH-Urteile Bally vom 25.&nbsp;Mai 1993 C-18\/92, EU:C:1993:212, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 1994, 25; Tolsma vom 3.&nbsp;M&auml;rz 1994 C-16\/93, EU:C:1994:80, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 1994, 357, Rz&nbsp;14; Elida Gibbs vom 24.&nbsp;Oktober 1996 C-317\/94, EU:C:1996:400, BStBl II 2004, 324; Primback vom 15.&nbsp;Mai 2001 C-34\/99, EU:C:2001:271, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2001, 308; z.B. BFH-Urteile vom 19.&nbsp;Oktober 2001 V&nbsp;R&nbsp;48\/00, BFHE 196, 376, BStBl II 2003, 210, unter II.3.c, Rz&nbsp;26; in BFHE 239, 534, BStBl II 2013, 412, Rz&nbsp;37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Grunds&auml;tze gelten sinngem&auml;&szlig; auch f&uuml;r die Beurteilung der Frage, ob die Zahlung eines Dritten f&uuml;r eine bestimmte Leistung des Leistenden gew&auml;hrt wird bzw. ob der Leistende die Zahlung f&uuml;r diese Leistung erh&auml;lt, denn die Entrichtung der Gegenleistung f&uuml;r Lieferungen oder sonstige Leistungen kann auch durch einen &quot;anderen als den Leistungsempf&auml;nger&quot; (&sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG) bzw. durch einen &quot;Dritten&quot; (Art.&nbsp;11 Teil&nbsp;A Abs.&nbsp;1 Buchst.&nbsp;a der Richtlinie 77\/388\/EWG bzw. Art.&nbsp;73 MwStSyStRL) erfolgen, d.h. durch einen nicht mit dem Leistungsempf&auml;nger identischen Zahlenden (vgl. EuGH-Urteil Bally, EU:C:1993:212, DB 1994, 25, Rz&nbsp;17; BFH-Urteil in BFHE 196, 376, BStBl II 2003, 210, unter II.3.c, Rz&nbsp;27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ma&szlig;gebend ist, dass der Dritte f&uuml;r die Leistung des Unternehmers an den Leistungsempf&auml;nger zahlt und der Unternehmer die Zahlung hierf&uuml;r erh&auml;lt, so dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Leistung und Drittzahlung besteht. Ob die Zahlung des Dritten zugleich Teil eines anderen Gesch&auml;ftsvorganges ist, ist unerheblich (vgl. BFH-Urteile in BFHE 196, 376, BStBl II 2003, 210, unter II.3.c, Rz&nbsp;27; vom 16.&nbsp;Oktober 2013 XI&nbsp;R&nbsp;39\/12, BFHE 243, 77, BStBl II 2014, 1024, Rz&nbsp;34). Bei der Zahlung des Dritten darf es sich aber nicht um ein Entgelt f&uuml;r eine an ihn erbrachte Leistung handeln (vgl. BFH-Urteil vom 22.&nbsp;Juli 2010 V&nbsp;R&nbsp;14\/09, BFHE 231, 273, BStBl II 2012, 428, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch Subventionen und Zahlungen aus &ouml;ffentlicher Hand an einen Unternehmer, der Leistungen an Dritte erbringt, geh&ouml;ren gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG zum Entgelt f&uuml;r diese Ums&auml;tze, wenn der Zuschuss dem Leistungsempf&auml;nger zugutekommt (vgl. BFH-Urteil vom 10.&nbsp;August 2016 XI&nbsp;R&nbsp;41\/14, BFHE 255, 300, BStBl II 2017, 590, Rz&nbsp;50).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach Ma&szlig;gabe dieser Grunds&auml;tze stellen die W&auml;rmeabgaben der Kl&auml;gerin an A und an B nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG steuerbare unentgeltliche Zuwendungen dar und nicht, wie das FG meint, Lieferungen gegen Entgelt von dritter Seite i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1b Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 UStG vorausgesetzte Zuwendung eines Gegenstandes erfasst auch die W&auml;rmeabgaben an A und an B.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH werden mit dem Wort &quot;Gegenstand&quot; in &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 UStG sowohl &quot;Sachen&quot; (k&ouml;rperliche Gegenst&auml;nde, &sect;&nbsp;90 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) als auch Wirtschaftsg&uuml;ter erfasst, die im Verkehr wie k&ouml;rperliche Sachen behandelt werden, z.B. der elektrische Strom, die Wasserkraft und der Firmenwert (Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL; BFH-Urteil vom 21.&nbsp;Dezember 1988 V&nbsp;R&nbsp;24\/87, BFHE 156, 273, BStBl II 1989, 430; BFH-Beschluss vom 5.&nbsp;Dezember 1997 V&nbsp;B&nbsp;17\/97, BFH\/NV 1998, 888, unter II.1.b). In diesem Sinne ist auch die W&auml;rme k&ouml;rperlichen Gegenst&auml;nden gleichgestellt (Art.&nbsp;15 Abs.&nbsp;1 MwStSystRL).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die W&auml;rmeabgaben an A und an B erfolgten jeweils unentgeltlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Weder A noch B haben selbst eine Gegenleistung f&uuml;r die W&auml;rmeabgaben der Kl&auml;gerin erbracht. Ihnen hat die Kl&auml;gerin die W&auml;rme nach den Feststellungen des FG aufgrund der Vertr&auml;ge vom 29.&nbsp;November 2007 (mit A) und vom 29.&nbsp;Juli 2008 (mit B) &quot;kostenlos&quot; &uuml;berlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der sog. KWK-Bonus, den der Stromnetzbetreiber an die Kl&auml;gerin gezahlt hat, ist nicht als Entgelt von dritter Seite i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG f&uuml;r die &quot;kostenlose&quot; W&auml;rmeabgaben bei der Kl&auml;gerin an A und an B zu beurteilen. Es handelt sich dabei vielmehr um eine Verg&uuml;tung des Stromnetzbetreibers f&uuml;r den von der Kl&auml;gerin an ihn gelieferten Strom (im Ergebnis ebenso Bundesministerium der Finanzen im Schreiben vom 19.&nbsp;September 2014 IV&nbsp;D&nbsp;2&nbsp;&#8211;&nbsp;S&nbsp;7124\/12\/10001-02, BStBl I 2014, 1287, unter IV.4.; Abschn.&nbsp;2.5 Abs.&nbsp;19 UStAE zum Stand 31.&nbsp;Dezember 2015; Oberfinanzdirektion Niedersachsen vom 30.&nbsp;November 2010 S&nbsp;7100-658-St&nbsp;172, juris; vom 17.&nbsp;Juli 2012 S&nbsp;7100-658-St&nbsp;172, juris; Landesamt f&uuml;r Steuern und Finanzen Sachsen vom 17.&nbsp;Mai 2013 S&nbsp;7200-311\/2-213, juris; a.A. Schuhmann, HLBS-Report 2012, 97, 99; Reichert\/Meier, UR 2016, 861).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 EEG 2004 wird f&uuml;r Strom, der in Anlagen mit einer Leistung bis einschlie&szlig;lich 20 Megawatt gewonnen wird, die ausschlie&szlig;lich Biomasse i.S. der nach Abs.&nbsp;7 erlassenen Rechtsverordnung einsetzen, eine nach Leistung gestaffelte Verg&uuml;tung gezahlt. Diese &quot;Mindestverg&uuml;tung&quot; erh&ouml;ht sich nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EEG 2004 um jeweils 2&nbsp;ct pro Kilowattstunde, soweit es sich um Strom i.S. von &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 KWKG handelt und ein entsprechender qualifizierter Nachweis erbracht wird. Strom i.S. dieser Vorschrift ist nach &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 KWKG das rechnerische Produkt aus Nutzw&auml;rme (d.h. aus einem Kraft-W&auml;rme-Kopplungsprozess ausgekoppelte W&auml;rme, die au&szlig;erhalb der KWK-Anlage f&uuml;r die Raumheizung, die Warmwasserbereitung, die K&auml;lteerzeugung oder als Prozessw&auml;rme verwendet wird; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;6 KWKG) und der Stromkennzahl (d.h. Verh&auml;ltnis der KWK-Netto-Stromerzeugung zur KWK-Nutzw&auml;rmeerzeugung in einem bestimmten Zeitraum; &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;7 Satz&nbsp;1 KWKG) der KWK-Anlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit bringt der Gesetzgeber in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EEG 2004 zum Ausdruck, dass es sich bei dieser Erh&ouml;hung um ein zus&auml;tzliches Entgelt f&uuml;r den gelieferten Strom &#8211;und nicht um Entgelt f&uuml;r bestimmte W&auml;rmeabgaben des Stromlieferers an Dritte&#8211; handelt. Auch die &Uuml;berschrift zu &sect;&nbsp;8 EEG 2004 &quot;Verg&uuml;tung f&uuml;r Strom aus Biomasse&quot; weist darauf hin, dass in &sect;&nbsp;8 EEG 2004 &#8211;und damit auch in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 EEG 2004&#8211; die H&ouml;he der Verg&uuml;tung &quot;f&uuml;r Strom&quot; geregelt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Gesetzesmaterialien best&auml;tigen dies.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Gesetzesbegr&uuml;ndung zu &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;3 EEG 2004 soll ein Technologiebonus gezahlt werden, der dem Interesse Rechnung tr&auml;gt, einen spezifischen Anreiz zum Einsatz innovativer, besonders energieeffizienter Anlagetechniken zu setzen (BTDrucks 15\/2327, S.&nbsp;30). Es soll eine &quot;erh&ouml;hte Verg&uuml;tung &#8230; f&uuml;r den Strom&quot; zu zahlen sein, der in Anlagen gewonnen werde, die gleichzeitig Strom und W&auml;rme erzeugen und der Nutzung durch Dritte zuf&uuml;hren (BTDrucks 15\/2327, S.&nbsp;30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Dem widerspricht entgegen der Ansicht der Kl&auml;gerin nicht, dass nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;4 EEG 2009 i.V.m. Anlage&nbsp;3 &quot;KWK-Bonus&quot; zum EEG 2009 als Voraussetzung f&uuml;r den KWK-Bonus eine bestimmte W&auml;rmenutzung i.S. der Positivliste (Teil III der Anlage) vorliegen muss.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Abgesehen davon, dass diese Vorschriften erst ab dem 1.&nbsp;Januar 2009 &#8211;also nach dem Streitzeitraum&#8211; in Kraft getreten sind (Teil&nbsp;7 des Gesetzes zur Neuregelung des Rechts der Erneuerbaren Energien im Strombereich und zur &Auml;nderung damit zusammenh&auml;ngender Vorschriften vom 25.&nbsp;Oktober 2008, BGBl&nbsp;I 2008, 2074), hat der Gesetzgeber damit nicht geregelt, dass der KWK-Bonus ein Entgelt f&uuml;r W&auml;rmelieferungen an Dritte darstellt. Denn der KWK-Bonus setzt danach u.a. nur eine bestimmte W&auml;rmenutzung (z.B. auch durch den Betreiber selbst) nicht jedoch eine W&auml;rmelieferung an Dritte voraus. Im &Uuml;brigen handelt es sich auch bei den Erh&ouml;hungsbetr&auml;gen nach &sect;&nbsp;27 Abs.&nbsp;4 EEG 2009 um &quot;Verg&uuml;tungen &#8230; f&uuml;r Strom&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Dass der Stromnetzbetreiber den KWK-Bonus mithin nicht i.S. des &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;3 UStG als Dritter f&uuml;r die jeweilige Leistung (W&auml;rmeabgabe) der Kl&auml;gerin an deren Leistungsempf&auml;nger A und B gezahlt hat, zeigt sich auch daran, dass der KWK-Bonus (jedenfalls) auch dann angefallen w&auml;re, wenn die Kl&auml;gerin W&auml;rme nur an A oder nur an B (oder an weitere Abnehmer) abgegeben h&auml;tte, und dass f&uuml;r die Zahlung des KWK-Bonus und dessen H&ouml;he z.B. unerheblich war, in welchem Umfang A und B jeweils W&auml;rme von der Kl&auml;gerin erhalten haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das FG-Urteil war danach aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Die Sache ist nicht spruchreif. Der Senat kann nicht selbst entscheiden, in welcher H&ouml;he die unentgeltlichen Wertabgaben der Kl&auml;gerin an A und an B versteuert werden m&uuml;ssen. Dies richtet sich nach &sect;&nbsp;10 Abs.&nbsp;4 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStG gem&auml;&szlig; den Grunds&auml;tzen der BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Dezember 2012 XI&nbsp;R&nbsp;3\/10 (BFHE 239, 377, BStBl II 2014, 809) und vom 16.&nbsp;November 2016 V&nbsp;R&nbsp;1\/15 (BFHE 255, 354). Die dazu erforderlichen Feststellungen hat das FG nachzuholen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die m&uuml;ndliche Verhandlung vor dem Senat war nach dem Eingang des Schriftsatzes vom 1.&nbsp;Juni 2017 nicht wiederzuer&ouml;ffnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1, &sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;2 FGO hat das Gericht nach pflichtgem&auml;&szlig;em Ermessen zu entscheiden, ob eine bereits geschlossene m&uuml;ndliche Verhandlung wiederer&ouml;ffnet wird. Das Ermessen ist allerdings auf Null reduziert, wenn durch die Ablehnung der Wiederer&ouml;ffnung wesentliche Prozessgrunds&auml;tze verletzt w&uuml;rden, z.B. weil anderenfalls der Anspruch eines Beteiligten auf rechtliches Geh&ouml;r verletzt oder die Sachaufkl&auml;rung unzureichend ist (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 5.&nbsp;November 2014 IV&nbsp;R&nbsp;30\/11, BFHE 248, 81, BStBl II 2015, 601, Rz&nbsp;49, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu einer solchen Entscheidung gibt der nach Schlie&szlig;ung der m&uuml;ndlichen Verhandlung am 1.&nbsp;Juni 2017 beim BFH eingegangene Schriftsatz der Kl&auml;gerin vom selben Tag keine Veranlassung. Der Senat kommt &#8211;wie dargelegt&#8211; auch unter Ber&uuml;cksichtigung der darin enthaltenen Ausf&uuml;hrungen, die bereits Gegenstand der m&uuml;ndlichen Verhandlung waren, zu keinem anderen Entscheidungsergebnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die &Uuml;bertragung der Kostenentscheidung auf das FG beruht auf &sect;&nbsp;143 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 31.5.2017, XI R 2\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.310517.XIR2.14.0 Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung der W&auml;rmeabgabe aus einer sog. KWK-Anlage &#8211; Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung Leits&auml;tze Der sog. KWK-Bonus nach &sect; 8 Abs. 3 EEG 2004, den der Betreiber einer Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk von seinem Stromnetzbetreiber (zus&auml;tzlich) erh&auml;lt, ist (ebenfalls) Entgelt f&uuml;r die Lieferung von Strom an den Stromnetzbetreiber. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-2-14-zur-umsatzsteuerrechtlichen-behandlung-der-waermeabgabe-aus-einer-sog-kwk-anlage-wiedereroeffnung-der-muendlichen-verhandlung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;2\/14 &#8211; Zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung der W&auml;rmeabgabe aus einer sog. 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