{"id":67552,"date":"2017-08-23T08:29:58","date_gmt":"2017-08-23T06:29:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67552"},"modified":"2017-08-23T08:29:58","modified_gmt":"2017-08-23T06:29:58","slug":"ii-r-16-14-bemessungsgrundlage-der-grunderwerbsteuer-beim-erwerb-eines-grundstuecks-zur-errichtung-einer-windkraftanlage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-16-14-bemessungsgrundlage-der-grunderwerbsteuer-beim-erwerb-eines-grundstuecks-zur-errichtung-einer-windkraftanlage\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;16\/14 &#8211; Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines Grundst&uuml;cks zur Errichtung einer Windkraftanlage"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.5.2017, II R 16\/14<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.100517.IIR16.14.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines Grundst&uuml;cks zur Errichtung einer Windkraftanlage<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Bei dem Erwerb eines Grundst&uuml;cks zur Errichtung einer Windkraftanlage geh&ouml;rt eine Entsch&auml;digungszahlung, die der K&auml;ufer an den Verk&auml;ufer f&uuml;r An- und Durchschneidungen und ggf. notwendige Baulasten und Dienstbarkeiten auf anderen Grundst&uuml;cken des Verk&auml;ufers zahlt, nicht zur Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern vom 29. Januar 2014&nbsp;&nbsp;3 K 528\/11 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) kaufte mit notariell beurkundetem Vertrag vom 22.&nbsp;September 2010 vom Land ein Grundst&uuml;ck zur Errichtung einer Windkraftanlage. Sie hatte neben dem vereinbarten Kaufpreis von 11.550&nbsp;EUR einen &quot;Entsch&auml;digungswert f&uuml;r das Recht zur Errichtung von einer Windkraftanlage incl. des Entsch&auml;digungswerts f&uuml;r An- und Durchschneidung und ggf. notwendiger Baulasten und Dienstbarkeiten&quot; in H&ouml;he von insgesamt 454.500&nbsp;EUR zu zahlen. Das Land verpflichtete sich, auf den ihm weiterhin geh&ouml;renden Grundst&uuml;cken in der Umgebung des verkauften Grundst&uuml;cks die zum Betrieb der Windkraftanlage erforderlichen Baulasten und Dienstbarkeiten zu bestellen. Der Berechnung des &quot;Entsch&auml;digungswerts&quot; lag ein Sachverst&auml;ndigengutachten zu Grunde. Danach entfiel dieser Wert zu 93.800&nbsp;EUR auf das verkaufte Grundst&uuml;ck und zu 360.700&nbsp;EUR auf die anderen Grundst&uuml;cke des Landes. Das Land schuldete nicht die Verwendbarkeit des an die Kl&auml;gerin verkauften Grundst&uuml;cks f&uuml;r deren Zwecke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte mit Bescheid vom 4.&nbsp;Februar 2011 gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin Grunderwerbsteuer in H&ouml;he von 16.311&nbsp;EUR fest. Als Bemessungsgrundlage legte das FA sowohl den Kaufpreis in H&ouml;he von 11.550&nbsp;EUR als auch den gesamten Entsch&auml;digungsbetrag in H&ouml;he von 454.500&nbsp;EUR zu Grunde. Der Einspruch hatte keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) gab der auf Herabsetzung der Grunderwerbsteuer auf 404&nbsp;EUR gerichteten Klage insoweit statt, als es die Grunderwerbsteuer auf 3.687&nbsp;EUR festsetzte. Nach seiner Ansicht unterliegen nur der Kaufpreis von 11.550&nbsp;EUR und der anteilig auf das verkaufte Grundst&uuml;ck entfallende Entsch&auml;digungswert in H&ouml;he von 93.800&nbsp;EUR der Grunderwerbsteuer, nicht aber der auf die benachbarten Grundst&uuml;cke des Landes entfallende Anteil am Entsch&auml;digungswert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt das FA eine Verletzung von &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 des Grunderwerbsteuergesetzes (GrEStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet. Sie war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Entsch&auml;digung von 360.700&nbsp;EUR, die auf die dem Land verbleibenden Grundst&uuml;cke entf&auml;llt, nicht zur Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Grunderwerbsteuer geh&ouml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG unterliegt ein Kaufvertrag oder ein anderes Rechtsgesch&auml;ft, das den Anspruch auf &Uuml;bereignung eines inl&auml;ndischen Grundst&uuml;cks begr&uuml;ndet, der Grunderwerbsteuer. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG bemisst sich die Steuer nach dem Wert der Gegenleistung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG gilt als Gegenleistung bei einem Kauf der Kaufpreis. Der Kaufpreis ist in &Uuml;bereinstimmung mit dem b&uuml;rgerlichen Recht (&sect;&nbsp;433 Abs.&nbsp;2 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs) das Entgelt f&uuml;r den Kaufgegenstand &quot;Grundst&uuml;ck&quot;. Zum Kaufpreis geh&ouml;rt alles, was der K&auml;ufer vereinbarungsgem&auml;&szlig; an den Verk&auml;ufer leisten muss, um den Kaufgegenstand zu erhalten (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 23.&nbsp;September 2009 II&nbsp;R&nbsp;20\/08, BFHE 227, 379, BStBl II 2010, 495, Rz&nbsp;11, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das gilt auch f&uuml;r &quot;Entsch&auml;digungen&quot;, die der Verk&auml;ufer f&uuml;r mit dem Verlust des Grundst&uuml;cks verbundene negative wirtschaftliche Folgen erh&auml;lt. Zum Kaufpreis geh&ouml;rt beispielsweise der Betrag, den sich der Verk&auml;ufer eines Grundst&uuml;cks vom K&auml;ufer zum Ausgleich einer zu erwartenden Wertminderung der ihm verbleibenden Nachbargrundst&uuml;cke bezahlen l&auml;sst (BFH-Urteil vom 8.&nbsp;August 1990 II&nbsp;R&nbsp;22\/88, BFH\/NV 1991, 412; Loose in Boruttau, Grunderwerbsteuergesetz, 18.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;9 Rz&nbsp;108).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG gelten zudem als Gegenleistung bei einem Kauf auch die vom K&auml;ufer &uuml;bernommenen sonstigen Leistungen. Als sonstige Leistungen sind alle Verpflichtungen des K&auml;ufers anzusehen, die zwar nicht unmittelbar Kaufpreis f&uuml;r das Grundst&uuml;ck im b&uuml;rgerlich-rechtlichen Sinne, aber gleichwohl Entgelt f&uuml;r den Erwerb des Grundst&uuml;cks sind. Der Erwerb des Grundst&uuml;cks und die Gegenleistung m&uuml;ssen kausal verkn&uuml;pft sein. Dabei ist nicht ausschlaggebend, was die Vertragschlie&szlig;enden als Gegenleistung f&uuml;r das Grundst&uuml;ck bezeichnen, sondern zu welchen Leistungen sie sich verpflichtet haben (BFH-Urteile vom 2.&nbsp;Juni 2005 II&nbsp;R&nbsp;6\/04, BFHE 210, 60, BStBl II 2005, 651; vom 13.&nbsp;Dezember 2006 II&nbsp;R&nbsp;22\/05, BFH\/NV 2007, 1183, und vom 18.&nbsp;Juni 2014 II&nbsp;R&nbsp;12\/13, BFHE 246, 211, BStBl II 2014, 857).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Leistungen des Erwerbers, die nicht den der Grunderwerbsteuer unterliegenden Rechtsvorgang betreffen, insbesondere also f&uuml;r eine andere Leistung aufgewendet werden als f&uuml;r die Verpflichtung, Besitz und Eigentum an dem Grundst&uuml;ck zu verschaffen, scheiden demgegen&uuml;ber aus der Gegenleistung i.S. von &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1, &sect;&nbsp;9 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 GrEStG aus (BFH-Urteil in BFH\/NV 1991, 412).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat danach zu Recht angenommen, dass der auf die benachbarten Grundst&uuml;cke des Landes entfallende Anteil am Entsch&auml;digungswert in H&ouml;he von 360.700&nbsp;EUR nicht in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer einzubeziehen ist. Diesen Betrag hat die Kl&auml;gerin nicht bezahlt, um das Eigentum an dem gekauften Grundst&uuml;ck zu erhalten, sondern f&uuml;r davon zu unterscheidende Leistungen des Landes, n&auml;mlich die Bestellung der f&uuml;r den Betrieb der Windkraftanlage erforderlichen Baulasten und Dienstbarkeiten an den ihm verbleibenden Grundst&uuml;cken und die Duldung von An- und Durchschneidungen dieser Grundst&uuml;cke. Es handelt sich somit nicht um eine Entsch&auml;digung f&uuml;r eine blo&szlig;e Wertminderung dieser Grundst&uuml;cke.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass der gesamte Entsch&auml;digungswert in H&ouml;he von 454.500&nbsp;EUR nach dem Wortlaut des Kaufvertrags (auch) &quot;f&uuml;r das Recht zur Errichtung von einer Windkraftanlage&quot; vereinbart wurde, rechtfertigt es nicht, diesen Entsch&auml;digungswert insgesamt in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer einzubeziehen. Diese Vereinbarung hat nicht zur Folge, dass auch der anteilig auf die benachbarten Grundst&uuml;cke des Landes entfallende Anteil am Entsch&auml;digungswert in H&ouml;he von 360.700&nbsp;EUR Gegenleistung f&uuml;r den Erwerb des Eigentums an dem gekauften Grundst&uuml;ck ist. Sie &auml;ndert nichts daran, dass dieser Anteil am Entsch&auml;digungswert eine Gegenleistung der Kl&auml;gerin f&uuml;r die vereinbarten weiteren Leistungen des Landes ist, die sich auf die ihm verbleibenden Grundst&uuml;cke beziehen. Das im Kaufvertrag angesprochene Recht zur Errichtung der Windkraftanlage auf dem gekauften Grundst&uuml;ck hat als solches keinen dar&uuml;ber hinausgehenden, eigenst&auml;ndigen Wert, der die Einbeziehung des gesamten Entsch&auml;digungswerts in H&ouml;he von 454.500&nbsp;EUR in die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer begr&uuml;nden k&ouml;nnte. Im Kaufvertrag konnte nur die zivilrechtliche Seite der Errichtung der Anlage im Verh&auml;ltnis der Kl&auml;gerin zum Land vereinbart werden. Das Land schuldet nach den im Kaufvertrag getroffenen Vereinbarungen nicht die Verwendbarkeit des Grundst&uuml;cks f&uuml;r Zwecke der Kl&auml;gerin. Die &ouml;ffentlich-rechtliche Zul&auml;ssigkeit des Bauvorhabens ergibt sich nicht aus dem Kaufvertrag. Sie richtet sich vielmehr nach den ma&szlig;gebenden &ouml;ffentlich-rechtlichen Vorschriften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung folgt aus &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 10.5.2017, II R 16\/14ECLI:DE:BFH:2017:U.100517.IIR16.14.0 Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines Grundst&uuml;cks zur Errichtung einer Windkraftanlage Leits&auml;tze Bei dem Erwerb eines Grundst&uuml;cks zur Errichtung einer Windkraftanlage geh&ouml;rt eine Entsch&auml;digungszahlung, die der K&auml;ufer an den Verk&auml;ufer f&uuml;r An- und Durchschneidungen und ggf. notwendige Baulasten und Dienstbarkeiten auf anderen Grundst&uuml;cken des Verk&auml;ufers zahlt, nicht zur &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-16-14-bemessungsgrundlage-der-grunderwerbsteuer-beim-erwerb-eines-grundstuecks-zur-errichtung-einer-windkraftanlage\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;16\/14 &#8211; Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer beim Erwerb eines Grundst&uuml;cks zur Errichtung einer Windkraftanlage<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67552","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67552","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67552"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67552\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67552"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67552"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67552"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}