{"id":67562,"date":"2017-08-23T08:30:08","date_gmt":"2017-08-23T06:30:08","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67562"},"modified":"2017-08-23T08:30:08","modified_gmt":"2017-08-23T06:30:08","slug":"vi-b-105-16-einkuenfte-aus-land-und-forstwirtschaft-betriebsaufgabe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-105-16-einkuenfte-aus-land-und-forstwirtschaft-betriebsaufgabe\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;105\/16 &#8211; Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft &#8211; Betriebsaufgabe"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.5.2017, VI B 105\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.110517.VIB105.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft &#8211; Betriebsaufgabe<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 17. Dezember 2015 13 K 2611\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache i.S. des &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) setzt voraus, dass der Beschwerdef&uuml;hrer eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage herausstellt, deren Kl&auml;rung im Interesse der Allgemeinheit an der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der Fortentwicklung des Rechts erforderlich ist (Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit) und die im konkreten Streitfall kl&auml;rbar ist (Kl&auml;rungsf&auml;higkeit). Dazu ist auszuf&uuml;hren, ob und in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtsfrage umstritten ist und deshalb eine h&ouml;chstrichterliche Kl&auml;rung &uuml;ber die materiell-rechtliche Beurteilung des Streitfalles hinaus f&uuml;r die Allgemeinheit Bedeutung hat. Sofern zu dem Problemkreis Rechtsprechung und &Auml;u&szlig;erungen im Fachschrifttum vorhanden sind, ist eine grundlegende Auseinandersetzung damit sowie eine Er&ouml;rterung geboten, warum durch diese Entscheidungen die Rechtsfrage noch nicht als gekl&auml;rt anzusehen ist bzw. weshalb sie ggf. einer weiteren oder erneuten Kl&auml;rung bedarf (z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Oktober 2003 III&nbsp;B&nbsp;14\/03, BFH\/NV 2004, 224; vom 15.&nbsp;Oktober 2008 II&nbsp;B&nbsp;74\/08, BFH\/NV 2009, 125, und vom 24.&nbsp;September 2014 I&nbsp;B&nbsp;189\/13, BFH\/NV 2015, 237).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben kommt der vorliegenden Rechtssache keine grunds&auml;tzliche Bedeutung zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) h&auml;lt (zumindest sinngem&auml;&szlig;) die Frage f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam, ob die Abgabe einer Betriebsaufgabeerkl&auml;rung gegen&uuml;ber dem Finanzamt (FA) auch schon vor dem 15.&nbsp;April 1988 unabdingbare Voraussetzung f&uuml;r die Aufgabe eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin legt aber nicht dar, aus welchen Gr&uuml;nden die Kl&auml;rung dieser Rechtsfrage im Interesse der Allgemeinheit liegen soll. Sie tr&auml;gt nicht vor, ob und in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Rechtsfrage umstritten ist und deshalb eine h&ouml;chstrichterliche Kl&auml;rung &uuml;ber die materiell-rechtliche Beurteilung des Streitfalles hinaus f&uuml;r die Allgemeinheit Bedeutung hat. Die Kl&auml;gerin setzt sich dar&uuml;ber hinaus nicht mit der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH zu den Voraussetzungen einer Betriebsaufgabe, insbesondere bei einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb auseinander (z.B. BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Oktober 1987 IV&nbsp;R&nbsp;66\/86, BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260; vom 18.&nbsp;April 1991 IV&nbsp;R&nbsp;7\/89, BFHE 165, 38, BStBl II 1991, 833; vom 28.&nbsp;November 1991 IV&nbsp;R&nbsp;58\/91, BFHE 167, 19, BStBl II 1992, 521; vom 2.&nbsp;M&auml;rz 1995 IV&nbsp;R&nbsp;52\/94, BFH\/NV 1996, 110, und vom 30.&nbsp;August 2007 IV&nbsp;R&nbsp;5\/06, BFHE 218, 569, BStBl II 2008, 113, m.w.N.). Sie er&ouml;rtert dementsprechend auch nicht &#8211;wie es geboten w&auml;re&#8211;, warum durch diese Entscheidungen die Rechtsfrage noch nicht als gekl&auml;rt anzusehen ist bzw. weshalb sie ggf. einer weiteren oder erneuten Kl&auml;rung bedarf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Betrifft eine als kl&auml;rungsbed&uuml;rftig aufgeworfene Rechtsfrage ausgelaufenes oder auslaufendes Recht, hier das Erfordernis der Abgabe einer Betriebsaufgabeerkl&auml;rung vor dem 15.&nbsp;April 1988 und damit vor Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b des Einkommensteuergesetzes (EStG) durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1.&nbsp;November 2011 (BGBl I 2011, 2131), muss zudem besonders dargelegt werden, dass die Rechtsfrage sich noch f&uuml;r einen nicht &uuml;berschaubaren Personenkreis in nicht absehbarer Zukunft weiterhin stellen k&ouml;nnte, wie dies bei Fragen aus fortgeltendem Recht regelm&auml;&szlig;ig der Fall ist (BFH-Beschl&uuml;sse vom 22.&nbsp;November 1999 III&nbsp;B&nbsp;58\/99, BFH\/NV 2000, 748, und vom 18.&nbsp;Februar 2003 X&nbsp;B&nbsp;58\/02, BFH\/NV 2003, 622). Hierzu fehlt ebenfalls jeglicher Vortrag der Kl&auml;gerin. &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b EStG gilt gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;14 Satz&nbsp;2 EStG bei den Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft entsprechend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Zudem entspricht es st&auml;ndiger Rechtsprechung, dass ein Betrieb der Land- und Forstwirtschaft nicht durch die blo&szlig;e Einstellung der Eigenbewirtschaftung aufgegeben wird. Wenn die wesentlichen Betriebsgrundlagen erhalten bleiben, so dass die M&ouml;glichkeit besteht, den Betrieb selbst oder durch die Erben wiederaufzunehmen (s. BFH-Urteile vom 15.&nbsp;Oktober 1987 IV&nbsp;R&nbsp;91\/85, BFHE 151, 392, BStBl II 1988, 257, und in BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260; in BFHE 167, 19, BStBl II 1992, 521, sowie BFH-Beschluss vom 14.&nbsp;November 1990 IV&nbsp;B&nbsp;129\/90, BFH\/NV 1991, 591), h&auml;ngt die Annahme einer Betriebsaufgabe, insbesondere in Verpachtungsf&auml;llen, letztlich von den Absichten des Steuerpflichtigen ab (BFH-Urteil in BFH\/NV 1996, 110). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH liegt insbesondere im Falle der unentgeltlichen &Uuml;bertragung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs weder eine Entnahme noch eine Betriebsaufgabe vor. Der Betrieb wird vielmehr steuerrechtlich unver&auml;ndert durch den Rechtsnachfolger fortgef&uuml;hrt (z.B. BFH-Urteile in BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260; vom 6.&nbsp;April 2016 X&nbsp;R&nbsp;52\/13, BFHE 253, 359, BStBl II 2016, 710, und vom 21.&nbsp;Dezember 2016 IV&nbsp;R&nbsp;45\/13, BFH\/NV 2017, 459). Dieser ist an die Buchwerte des Rechtsvorg&auml;ngers gebunden (&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;EStDV&#8211; bzw. &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 EStG). Aus den BFH-Urteilen vom 29.&nbsp;M&auml;rz 2001 IV&nbsp;R&nbsp;88\/99 (BFHE 195, 267, BStBl II 2002, 791) und vom 20.&nbsp;April 1989 IV&nbsp;R&nbsp;95\/87 (BFHE 157, 365, BStBl II 1989, 863) ergibt sich insoweit nichts anderes. Denn diese Urteile betrafen den entgeltlichen Erwerb eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus Beweisgr&uuml;nden konnte die Absicht der Betriebseinstellung auch schon vor Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b EStG grunds&auml;tzlich nur bei einer entsprechenden unmissverst&auml;ndlichen Erkl&auml;rung des Steuerpflichtigen angenommen werden (BFH-Urteile vom 23.&nbsp;Februar 1989 IV&nbsp;R&nbsp;63\/87, BFH\/NV 1990, 219; in BFHE 167, 19, BStBl II 1992, 521, und BFH-Beschluss in BFH\/NV 1991, 591). Dies hat der BFH auch bereits f&uuml;r Veranlagungszeitr&auml;ume vor 1988 entschieden (s. BFH-Urteil in BFH\/NV 1996, 110, m.w.N.). Der Umstand, dass die Finanzverwaltung vor der Ver&ouml;ffentlichung des BFH-Urteils in BFHE 152, 62, BStBl II 1988, 260 die Auffassung vertreten hatte, bei einer parzellenweisen Verpachtung eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs sei (auch ohne ausdr&uuml;ckliche Aufgabeerkl&auml;rung) eine Betriebsaufgabe anzunehmen (s. koordinierte Erlasse der obersten Finanzbeh&ouml;rden des Bundes und der L&auml;nder vom 28.&nbsp;Dezember 1964, BStBl II 1965, 5, und vom 17.&nbsp;Dezember 1965, BStBl II 1966, 34), vermag die grunds&auml;tzliche Bedeutung der von der Kl&auml;gerin aufgeworfenen Rechtsfrage heute nicht mehr zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Soweit die Kl&auml;gerin meint, eine Entscheidung des BFH sei zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich, geh&ouml;rt zur schl&uuml;ssigen Darlegung einer Divergenzr&uuml;ge i.S. von &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO u.a. eine hinreichend genaue Bezeichnung der vermeintlichen Divergenzentscheidung sowie die Gegen&uuml;berstellung tragender, abstrakter Rechtss&auml;tze aus dem angefochtenen Urteil des Finanzgerichts (FG) einerseits und aus der behaupteten Divergenzentscheidung andererseits, um eine Abweichung erkennbar zu machen (Senatsbeschluss vom 15.&nbsp;M&auml;rz 2011 VI&nbsp;B&nbsp;151\/10, BFH\/NV 2011, 1003). Dar&uuml;ber hinaus hat der Beschwerdef&uuml;hrer darzulegen, dass das angefochtene Urteil und die vorgebliche Divergenzentscheidung dieselbe Rechtsfrage betreffen und zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind (z.B. BFH-Beschluss vom 12.&nbsp;Oktober 2011 III&nbsp;B&nbsp;56\/11, BFH\/NV 2012, 178).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Beschwerdebegr&uuml;ndung entspricht diesen Anforderungen in mehrfacher Hinsicht nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat bereits nicht den Rechtssatz aufgestellt, den die Kl&auml;gerin der Vorentscheidung entnimmt. Das FG hat nicht entschieden, dass unabdingbare Voraussetzung f&uuml;r die Aufgabe eines landwirtschaftlichen Betriebs auch schon vor dem 15.&nbsp;April 1988 eine gegen&uuml;ber dem FA abzugebende schriftliche Aufgabeerkl&auml;rung sei. Das FG hat vielmehr im Einzelnen gepr&uuml;ft, ob eine Betriebsaufgabe unter den im Streitfall gegebenen Umst&auml;nden ohne ausdr&uuml;ckliche Aufgabeerkl&auml;rung vorlag, diese Frage aber im Ergebnis verneint. Das FG hat hinsichtlich des von ihm angenommenen Fortbestands des landwirtschaftlichen Betriebs also nicht allein auf das Fehlen der Aufgabeerkl&auml;rung, sondern vielmehr insbesondere darauf abgestellt, &quot;ob eine identit&auml;tswahrende Wiederer&ouml;ffnung des Betriebs m&ouml;glich&quot; gewesen sei. Hierzu hat das FG die Auffassung vertreten, dass die zur&uuml;ckbehaltenen Fl&auml;chen zur Fortf&uuml;hrung des landwirtschaftlichen Betriebs zumindest in verkleinerter Form ausgereicht h&auml;tten. Davon ausgehend hat das FG dann &#8211;in grunds&auml;tzlicher &Uuml;bereinstimmung mit der oben bereits dargestellten st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH&#8211; eine Aufgabeerkl&auml;rung als notwendig angesehen, um eine Betriebsaufgabe dennoch bejahen zu k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem von der Kl&auml;gerin geltend gemachten Zulassungsgrund der Erforderlichkeit einer BFH-Entscheidung zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) steht dar&uuml;ber hinaus entgegen, dass die nach Auffassung der Kl&auml;gerin zu kl&auml;renden Fragen in Zusammenhang mit der Betriebsaufgabe seit Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3b EStG ausgelaufenes Recht betreffen und die Kl&auml;gerin einen dennoch bestehenden Bedarf, die im Streitfall zu beurteilenden Fragen zu kl&auml;ren, nicht dargelegt hat. Dieses Darlegungserfordernis gilt auch, wenn die Nichtzulassungsbeschwerde auf eine Divergenz gest&uuml;tzt wird (BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;August 2007 X&nbsp;B&nbsp;26\/07, BFH\/NV 2007, 1895; Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect;&nbsp;115 FGO Rz&nbsp;193).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit die Kl&auml;gerin erstmals mit Schriftsatz vom xx.xx. 2016 die Zulassung der Revision wegen eines (angeblichen) Verfahrensfehlers des FG gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 FGO begehrt, kann sie mit diesem Vorbringen schon deshalb nicht (mehr) geh&ouml;rt werden, weil die Beschwerdebegr&uuml;ndungsfrist am xx.xx. 2016 bereits abgelaufen war. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Revisionszulassung m&uuml;ssen innerhalb der Begr&uuml;ndungsfrist in der gebotenen Form dargelegt werden (Gr&auml;ber\/Ratschow, Finanzgerichtsordnung, 8.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;116 Rz&nbsp;22). Nach Ablauf der nur einmal verl&auml;ngerbaren (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;4 FGO) Begr&uuml;ndungsfrist k&ouml;nnen demnach insbesondere keine weiteren Zulassungsgr&uuml;nde nachgeschoben werden; ma&szlig;geblich ist vielmehr &#8211;abgesehen von schlichten Erl&auml;uterungen bzw. die Zul&auml;ssigkeitsfrage unber&uuml;hrt lassenden Erg&auml;nzungen des fristgem&auml;&szlig;en Vorbringens&#8211; der Inhalt der innerhalb der Begr&uuml;ndungsfrist eingereichten Schrifts&auml;tze (z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 20.&nbsp;Juni 2007 X&nbsp;B&nbsp;116\/06, BFH\/NV 2007, 1705, und vom 11.&nbsp;Januar 2016 X&nbsp;B&nbsp;153\/14, BFH\/NV 2016, 928).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Mit ihren Ausf&uuml;hrungen wendet sich die Kl&auml;gerin im Kern gegen die materielle Rechtm&auml;&szlig;igkeit des Urteils. Der Vortrag, das Urteil der Vorinstanz sei rechtsfehlerhaft, rechtfertigt die Zulassung der Revision indessen nicht. Denn die R&uuml;ge der falschen Rechtsanwendung und tats&auml;chlichen W&uuml;rdigung des Streitfalls durch das FG ist im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren &#8211;von im Streitfall nicht gegebenen Ausnahmef&auml;llen abgesehen&#8211; grunds&auml;tzlich unbeachtlich (BFH-Beschluss vom 10.&nbsp;Mai 2012 X&nbsp;B&nbsp;71\/11, BFH\/NV 2012, 1461).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Von einer Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung wird abgesehen (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.5.2017, VI B 105\/16ECLI:DE:BFH:2017:B.110517.VIB105.16.0 Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft &#8211; Betriebsaufgabe Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Finanzgerichts M&uuml;nchen vom 17. Dezember 2015 13 K 2611\/12 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen. Gr&uuml;nde 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-105-16-einkuenfte-aus-land-und-forstwirtschaft-betriebsaufgabe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;B&nbsp;105\/16 &#8211; Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft &#8211; Betriebsaufgabe<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67562","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67562"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67562\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67562"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67562"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67562"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}