{"id":67568,"date":"2017-08-23T08:31:56","date_gmt":"2017-08-23T06:31:56","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67568"},"modified":"2017-08-23T08:31:56","modified_gmt":"2017-08-23T06:31:56","slug":"iii-b-157-16-kindergeld-im-ausland-lebende-kinder-wohnsitz-im-inland-zulassung-der-revision-zur-sicherung-einer-einheitlichen-rechtsprechung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-157-16-kindergeld-im-ausland-lebende-kinder-wohnsitz-im-inland-zulassung-der-revision-zur-sicherung-einer-einheitlichen-rechtsprechung\/","title":{"rendered":"III&nbsp;B&nbsp;157\/16 &#8211; Kindergeld: Im Ausland lebende Kinder &#8211; Wohnsitz im Inland &#8211; Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.6.2017, III B 157\/16<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.120617.IIIB157.16.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Kindergeld: Im Ausland lebende Kinder &#8211; Wohnsitz im Inland &#8211; Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung<\/p>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 13. Oktober 2016 14 K 103\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist der Kindergeldanspruch der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) f&uuml;r ihre beiden Stiefs&ouml;hne J und A f&uuml;r den Zeitraum September 2014 bis M&auml;rz 2016.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>J und A wurden am 31.&nbsp;August 1996 in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) geboren und besitzen die deutsche Staatsb&uuml;rgerschaft. Die Kl&auml;gerin lebte mit dem Kindsvater &#8211;ihrem Ehemann&#8211; und den S&ouml;hnen bis August 2008 in den USA. Danach zogen sie und ihr Ehemann nach Deutschland, die S&ouml;hne blieben zun&auml;chst in den USA und besuchten dort die Schule.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>J hielt sich von Juni 2009 bis Juni 2010 im Haushalt der Kl&auml;gerin auf und besuchte eine Schule am Wohnort. Danach ging er in die USA zur&uuml;ck und beendete dort seine Schulausbildung; hier wohnte er bei Verwandten. Seine Ferienzeiten verbrachte er zu dieser Zeit in den USA. Im Anschluss an die High School war J an einer Universit&auml;t in den USA eingeschrieben. Er kehrte erstmals wieder f&uuml;r die Zeit vom 13.&nbsp;Juni 2016 bis 22.&nbsp;August 2016 nach Deutschland zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A wohnte zun&auml;chst weiterhin bei Verwandten in den USA und besuchte dort dieselbe Schule wie J. Von August 2012 bis November 2013 hielt er sich f&uuml;r einen Schulbesuch in Deutschland auf und kehrte im Anschluss ebenfalls in die USA zur&uuml;ck, wo er die Schulausbildung im Juni 2014 mit dem High School Abschluss beendete und danach an derselben Universit&auml;t in den USA wie J eingeschrieben war. In der Zeit vom 29.&nbsp;Juli 2015 bis 13.&nbsp;August 2015 hielt sich A in Deutschland auf und besuchte dort zun&auml;chst Verwandte; die Kl&auml;gerin befand sich in dieser Zeit im Ausland. A war zudem vom 15.&nbsp;Juni 2016 bis 5.&nbsp;September 2016 in Deutschland und kehrte im Anschluss in die USA zur&uuml;ck. Am 2.&nbsp;Juni 2016 stellte A erstmals einen Antrag auf Anerkennung seines amerikanischen Schulabschlusses; er bewarb sich zudem um einen Studienplatz f&uuml;r das Wintersemester 2016\/2017 an der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Bescheid vom 15.&nbsp;Oktober 2015 lehnte die Beklagte und Beschwerdegegnerin (die Familienkasse) den Antrag der Kl&auml;gerin auf Kindergeld f&uuml;r J und A f&uuml;r die Zeit ab September 2014 ab, da die Kinder nicht in den Haushalt der Kl&auml;gerin aufgenommen seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die dagegen erhobene Klage als unbegr&uuml;ndet ab. Es war der Auffassung, die Kinder h&auml;tten einen etwaigen Wohnsitz im Inland f&uuml;r die Dauer ihrer Schulbesuche jedenfalls nach ihrer R&uuml;ckkehr in die USA nicht beibehalten, da die anschlie&szlig;enden Aufenthalte im Haushalt der Kl&auml;gerin lediglich Besuchscharakter gehabt h&auml;tten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Beschwerde begehrt die Kl&auml;gerin die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde ist teils unzul&auml;ssig, teils unbegr&uuml;ndet, so dass sie insgesamt als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der geltend gemachte Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 FGO) ist nicht in der von &sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 FGO geforderten Art und Weise bezeichnet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Zur Darlegung dieses Zulassungsgrundes ist eine bestimmte f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalls erhebliche abstrakte Rechtsfrage herauszustellen, der grunds&auml;tzliche Bedeutung zukommen soll. Hierzu bedarf es substantiierter Angaben, inwieweit die aufgeworfene Frage im Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Fortentwicklung und Handhabung des Rechts kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Fall auch kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Dazu muss ausgef&uuml;hrt werden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchem Grunde die Beantwortung der Frage zweifelhaft und streitig ist. Insbesondere muss sich die Kl&auml;gerin auch mit der bereits vorhandenen Rechtsprechung auseinandersetzen und substantiiert darlegen, weshalb nach ihrer Ansicht diese Rechtsprechung keine Kl&auml;rung herbeigef&uuml;hrt habe. Bei Streitfragen, die ma&szlig;geblich von der Beurteilung des Einzelfalls abh&auml;ngen, bedarf es substantiierter Darlegungen, weshalb der Rechtsfrage ausnahmsweise eine &uuml;ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung zukommen soll (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 14.&nbsp;April 2016 III&nbsp;B&nbsp;108\/15, BFH\/NV 2016, 1250, Rz&nbsp;12, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Soweit die Kl&auml;gerin vorbringt, es stelle sich die Rechtsfrage der einheitlichen Auslegung des Wohnsitzbegriffs bzw. der Beibehaltung des Wohnsitzes gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;8 der Abgabenordnung (AO), fehlt es bereits an der ordnungsgem&auml;&szlig;en Konkretisierung einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage. Die Konkretisierung erfordert regelm&auml;&szlig;ig, dass die Rechtsfrage mit &quot;Ja&quot; oder mit &quot;Nein&quot; beantwortet werden kann (z.B. Senatsbeschluss vom 21.&nbsp;Juni 2016 III&nbsp;B&nbsp;95\/15, BFH\/NV 2016, 1575, Rz&nbsp;11, m.w.N.). Die Kl&auml;gerin setzt sich zudem weder hinreichend mit der gesetzlichen Regelung noch mit der einschl&auml;gigen Rechtsprechung oder dem Schrifttum auseinander.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision ist auch nicht zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (&sect;&nbsp;115 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 Alternative&nbsp;2 FGO) zuzulassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Zulassung der Revision aus diesem Grund setzt voraus, dass das FG in einer Rechtsfrage von der Entscheidung eines anderen Gerichts abgewichen ist, dass dabei &uuml;ber dieselbe Rechtsfrage entschieden wurde und diese f&uuml;r beide Entscheidungen rechtserheblich war, dass die Entscheidungen zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sind, dass die abweichend beantwortete Rechtsfrage im Revisionsverfahren gekl&auml;rt werden kann und dass eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) zur Wahrung der Rechtseinheit erforderlich ist. Ferner muss das Urteil des FG im Grunds&auml;tzlichen von der Divergenzentscheidung abweichen (z.B. Senatsbeschluss vom 20.&nbsp;Mai 2016 III&nbsp;B&nbsp;62\/15, BFH\/NV 2016, 1293, Rz&nbsp;16, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">b) Zur Begr&uuml;ndung der Divergenz f&uuml;hrt die Kl&auml;gerin sinngem&auml;&szlig; im Wesentlichen aus, das FG weiche in der Beurteilung der Rechtsfrage der Beibehaltung des Wohnsitzes von den BFH-Urteilen vom 17.&nbsp;Mai 1995 I&nbsp;R&nbsp;8\/94 (BFHE 178, 294, BStBl II 1996, 2) und vom 28.&nbsp;Januar 2004 I&nbsp;R&nbsp;56\/02 (BFH\/NV 2004, 917) ab, soweit es f&uuml;r die Annahme eines inl&auml;ndischen Wohnsitzes<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">die Dauer und die H&auml;ufigkeit der Inlandsaufenthalte w&auml;hrend der Zeitr&auml;ume, in denen das Kind im Ausland einen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt habe, f&uuml;r ma&szlig;geblich erachte, und<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">ein nur gelegentliches Verweilen w&auml;hrend unregelm&auml;&szlig;ig aufeinander folgender kurzer Zeitr&auml;ume zu Erholungs- bzw. Besuchszwecken als nicht ausreichend erachte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Vorentscheidung stimmt indessen hinsichtlich der Beurteilung der Wohnsitzfrage mit der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH &uuml;berein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Soweit das FG davon ausgeht, f&uuml;r die Annahme eines inl&auml;ndischen Wohnsitzes seien u.a. ma&szlig;geblich die Dauer und die H&auml;ufigkeit der Inlandsaufenthalte w&auml;hrend der Zeitr&auml;ume, in denen das Kind im Ausland einen Wohnsitz oder gew&ouml;hnlichen Aufenthalt hat, weicht es nicht von den BFH-Urteilen in BFHE 178, 294, BStBl II 1996, 2 und in BFH\/NV 2004, 917 ab, da diese keine Aussage dar&uuml;ber treffen, ob die Dauer und die H&auml;ufigkeit von Inlandsaufenthalten f&uuml;r die Beurteilung des Wohnsitzes eines mehrere Jahre im Ausland lebenden Kindes von Bedeutung sind. Die Vorentscheidung steht vielmehr in voller &Uuml;bereinstimmung mit den Senatsurteilen vom 28.&nbsp;April 2010 III&nbsp;R&nbsp;52\/09 (BFHE 229, 270, BStBl II 2010, 1013, Rz&nbsp;11) und vom 25.&nbsp;September 2014 III&nbsp;R&nbsp;10\/14 (BFHE 247, 239, BStBl II 2015, 655, Rz&nbsp;20, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Sollte die Kl&auml;gerin davon ausgehen, das FG habe seiner Entscheidung den Rechtssatz zugrunde gelegt, zur Beibehaltung des Wohnsitzes sei ein Mindestaufenthalt von Tagen oder Wochen im Jahr in der Wohnung im Inland erforderlich, so l&auml;sst sich dieser Rechtssatz dem angegriffenen FG-Urteil nicht entnehmen. Das FG hat vielmehr die tats&auml;chlichen Umst&auml;nde dahingehend gew&uuml;rdigt, dass aufgrund der Aufenthaltszeiten der Kinder in Deutschland nicht auf eine Beibehaltung ihres Wohnsitzes im Haushalt der Kl&auml;gerin geschlossen werden k&ouml;nne; denn nach den Feststellungen des FG hielt sich J weder im Jahr 2014 noch im Jahr 2015 und im Jahr 2016 erstmals (au&szlig;erhalb des Streitzeitraums) vom 13.&nbsp;Juni 2016 bis 22.&nbsp;August 2016 in Deutschland auf, und auch A war nach seiner R&uuml;ckkehr in die USA im November 2013 lediglich vom 29.&nbsp;Juli 2015 bis 13.&nbsp;August 2015 in Deutschland, besuchte dort aber zun&auml;chst Verwandte, und kehrte dar&uuml;ber hinaus im Streitzeitraum nicht nach Deutschland zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG weicht auch nicht insoweit von den BFH-Urteilen in BFHE 178, 294, BStBl II 1996, 2 und in BFH\/NV 2004, 917 ab, als es f&uuml;r die Begr&uuml;ndung eines inl&auml;ndischen Wohnsitzes ein nur gelegentliches Verweilen w&auml;hrend unregelm&auml;&szlig;ig aufeinander folgender kurzer Zeitr&auml;ume zu Erholungs- bzw. Besuchszwecken als nicht ausreichend erachtet. Denn soweit die Kl&auml;gerin meint, nach den vermeintlichen Divergenzentscheidungen k&ouml;nne auch ein unregelm&auml;&szlig;iger Aufenthalt in einer Wohnung zur Aufrechterhaltung eines Wohnsitzes f&uuml;hren, l&auml;sst sie die ma&szlig;geblichen Rechtsprechungsgrunds&auml;tze unber&uuml;cksichtigt, wonach auch bei unregelm&auml;&szlig;igen Aufenthalten jedenfalls eine Nutzung der Wohnung erforderlich ist, die &uuml;ber blo&szlig;e Besuche oder kurzfristige Ferienaufenthalte hinausgeht (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 31.&nbsp;Mai 2006 I&nbsp;B&nbsp;79\/05, juris, unter III.2., m.w.N.; BFH-Urteil vom 10.&nbsp;April 2013 I&nbsp;R&nbsp;50\/12, BFH\/NV 2013, 1909, Rz&nbsp;16, m.w.N.; Senatsurteile vom 20.&nbsp;November 2008 III&nbsp;R&nbsp;53\/05, BFH\/NV 2009, 564, Rz&nbsp;15, und vom 18.&nbsp;Dezember 2013 III&nbsp;R&nbsp;44\/12, BFHE 244, 344, BStBl II 2015, 143, Rz&nbsp;8&nbsp;f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die tats&auml;chlichen Umst&auml;nde des Streitfalls in &Uuml;bereinstimmung mit diesen Grunds&auml;tzen dahingehend gew&uuml;rdigt, dass die Aufenthalte von J und A, soweit diese sich im Streitzeitraum &uuml;berhaupt im Haushalt der Kl&auml;gerin aufhielten, blo&szlig;en Besuchscharakter hatten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Mit Einw&auml;nden gegen die &Uuml;berzeugungsbildung des FG k&ouml;nnte die Zulassung der Revision wegen Divergenz im &Uuml;brigen nicht erreicht werden. Die Beurteilung der Begleitumst&auml;nde des Innehabens einer Wohnung liegt weitgehend auf tats&auml;chlichem Gebiet. Die Tatsachen- bzw. Sachverhaltsw&uuml;rdigung sowie Schlussfolgerungen tats&auml;chlicher Art sind einer Nachpr&uuml;fung durch den BFH entzogen, sofern nicht Verst&ouml;&szlig;e gegen die Verfahrensordnung, gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze zu beanstanden sind (vgl. z.B. Senatsbeschluss vom 17.&nbsp;Dezember 2010 III&nbsp;B&nbsp;141\/10, BFH\/NV 2011, 576, Rz&nbsp;9, m.w.N.). Solche Verst&ouml;&szlig;e sind im Streitfall jedoch weder vorgetragen noch erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Soweit sich die Kl&auml;gerin schlie&szlig;lich im Ergebnis gegen die materielle Richtigkeit der Vorentscheidung wendet, kann dies ebenfalls nicht zu einer Zulassung der Revision f&uuml;hren. Denn Fehler bei der Auslegung und Anwendung des materiellen Rechts im konkreten Einzelfall rechtfertigen f&uuml;r sich gesehen nicht die Zulassung der Revision (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 25.&nbsp;Januar 2016 VII&nbsp;B&nbsp;97\/15, BFH\/NV 2016, 764, Rz&nbsp;7, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Von einer weiteren Darstellung des Sachverhalts und einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat ab (&sect;&nbsp;116 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;2 Halbsatz&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2&nbsp;FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.6.2017, III B 157\/16ECLI:DE:BFH:2017:B.120617.IIIB157.16.0 Kindergeld: Im Ausland lebende Kinder &#8211; Wohnsitz im Inland &#8211; Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung Tenor Die Beschwerde der Kl&auml;gerin wegen Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Nieders&auml;chsischen Finanzgerichts vom 13. Oktober 2016 14 K 103\/16 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-b-157-16-kindergeld-im-ausland-lebende-kinder-wohnsitz-im-inland-zulassung-der-revision-zur-sicherung-einer-einheitlichen-rechtsprechung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;B&nbsp;157\/16 &#8211; Kindergeld: Im Ausland lebende Kinder &#8211; Wohnsitz im Inland &#8211; Zulassung der Revision zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67568","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67568\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}