{"id":67569,"date":"2017-08-23T08:31:53","date_gmt":"2017-08-23T06:31:53","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67569"},"modified":"2017-08-23T08:31:53","modified_gmt":"2017-08-23T06:31:53","slug":"ii-r-22-15-buchhalter-nicht-zur-erstellung-von-umsatzsteuervoranmeldungen-berechtigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-22-15-buchhalter-nicht-zur-erstellung-von-umsatzsteuervoranmeldungen-berechtigt\/","title":{"rendered":"II&nbsp;R&nbsp;22\/15 &#8211; Buchhalter nicht zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen berechtigt"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.6.2017, II R 22\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.070617.IIR22.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Buchhalter nicht zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen berechtigt<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die in &sect; 6 Nr. 4 StBerG genannten Personen sind auch dann nicht zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen berechtigt, wenn diese aufgrund des verwendeten Buchf&uuml;hrungsprogramms automatisch erfolgt.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 23. Juli 2014 2 K 580\/14 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens hat die Kl&auml;gerin zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist als B&uuml;rokauffrau mit der Qualifizierung zur Diplom-Kauffrau (FH) und als Steuerfachgehilfin ausgebildet. Sie betreibt ein selbst&auml;ndiges Buchf&uuml;hrungsb&uuml;ro, in dem sie Leistungen nach &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;3 und 4 des Steuerberatungsgesetzes (StBerG) erbringt. Ihre T&auml;tigkeit umfasst auch die laufende Finanzbuchhaltung mit digitaler Archivierung und die laufende Lohnbuchhaltung. Zur Bearbeitung setzt sie das Buchf&uuml;hrungsprogramm D ein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r ihren Auftraggeber A verbuchte sie alle Belege im Zusammenhang mit dessen gewerblichem Unternehmen. Die von ihr &uuml;ber D erstellten monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen &uuml;bermittelte sie sp&auml;testens seit April 2013 auf elektronischem Weg an das seinerzeit zust&auml;ndige Finanzamt (FA&nbsp;F).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach einer Umsatzsteuersonderpr&uuml;fung wies das FA&nbsp;F die Kl&auml;gerin mit Bescheid vom 7.&nbsp;Januar 2014 gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;5 der Abgabenordnung in der seinerzeit geltenden Fassung (AO) als Bevollm&auml;chtigte des A zur&uuml;ck, weil sie durch die &Uuml;bermittlung der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig Hilfe in Steuersachen geleistet habe, ohne dazu befugt zu sein. Das FA&nbsp;F f&uuml;hrte weiter aus, alle Verfahrenshandlungen, die die Kl&auml;gerin trotz der Zur&uuml;ckweisung k&uuml;nftig f&uuml;r A vornehme, blieben ohne steuerliche Wirkung. A sei hiervon gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;8 AO unterrichtet worden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einspruch wies das FA&nbsp;F mit der Begr&uuml;ndung zur&uuml;ck, die Kl&auml;gerin habe f&uuml;r A alle relevanten Belege gebucht sowie die monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen erstellt und aufgrund einer entsprechenden Authentifizierung (registriertes Zertifikat) an das FA&nbsp;F &uuml;bermittelt. Die Kl&auml;gerin sei zwar zur laufenden Buchf&uuml;hrung und isoliert betrachtet auch zur elektronischen &Uuml;bermittlung der Umsatzsteuervoranmeldungen an das FA&nbsp;F berechtigt gewesen, nicht aber zu deren Erstellung. Die Verwendung des Buchf&uuml;hrungsprogramms D &auml;ndere daran nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit der Begr&uuml;ndung ab, die Kl&auml;gerin geh&ouml;re nicht zu dem in &sect;&sect;&nbsp;3, 3a und 4 StBerG bezeichneten Personenkreis. Sie sei nicht im Rahmen des &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;3 StBerG t&auml;tig geworden. Sie habe nicht lediglich die bei A angefallenen Gesch&auml;ftsvorg&auml;nge mechanisch gebucht. Die Berechtigung zur Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldungen ergebe sich auch nicht aus &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG. Die Kl&auml;gerin habe sich nicht auf die blo&szlig;e &Uuml;bermittlung der Umsatzsteuervoranmeldungen an das FA&nbsp;F beschr&auml;nkt. Die Hilfeleistung der Kl&auml;gerin f&uuml;r A in Steuersachen sei selbst&auml;ndig und in der Absicht, die Bet&auml;tigung in gleicher Art zu wiederholen, und somit gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig erfolgt. Die Kl&auml;gerin &uuml;be ihren Beruf in eigener Verantwortung und auf eigene Rechnung und demgem&auml;&szlig; selbst&auml;ndig aus. Das Urteil des FG ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2014, 2088 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin eine Verletzung des &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;5 AO. Sie habe keine Hilfeleistung in Steuersachen geleistet. Sie sei weder als Bevollm&auml;chtigte noch als Beistand des A aufgetreten. Sie sei vielmehr von A beauftragt worden, die Buchhaltung zu erledigen und die Umsatzsteuervoranmeldungen an das FA&nbsp;F zu &uuml;bersenden. Zu der Eingabe der Buchungsdaten in das von ihr genutzte Programm D sei sie berechtigt gewesen. Die Umsatzsteuervoranmeldungen habe das Programm automatisch erstellt. Die &Uuml;bermittlung der Voranmeldungen an das FA&nbsp;F beruhe auf der im Jahr 2014 geltenden Steuerdaten-&Uuml;bermittlungsverordnung (StD&Uuml;V). Zudem sei sie auch nicht gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig t&auml;tig gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin beantragt, die Vorentscheidung, die Einspruchsentscheidung vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2014 und den Zur&uuml;ckweisungsbescheid vom 7.&nbsp;Januar 2014 aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das w&auml;hrend des Revisionsverfahrens zust&auml;ndig gewordene Finanzamt X) beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht angenommen, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Zur&uuml;ckweisung der Kl&auml;gerin als Bevollm&auml;chtigte des A nach &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;5 AO erf&uuml;llt waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;5 AO sind Bevollm&auml;chtigte und Beist&auml;nde zur&uuml;ckzuweisen, wenn sie gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig Hilfe in Steuersachen leisten, ohne dazu befugt zu sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Ob jemand zur gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;igen Hilfeleistung in Steuersachen befugt ist, richtet sich nach dem StBerG, das nach seinem &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 u.a. auf die Hilfeleistung in Angelegenheiten anzuwenden ist, die durch Bundesrecht geregelte Steuern und Verg&uuml;tungen betreffen, soweit diese durch Bundesfinanzbeh&ouml;rden oder durch Landesfinanzbeh&ouml;rden verwaltet werden. Dies trifft auf die Umsatzsteuer zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Hilfeleistung in Steuersachen erfolgt gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig, wenn jemand ausdr&uuml;cklich oder erkennbar die Absicht verfolgt, die T&auml;tigkeit in gleicher Art zu wiederholen und zu einem wiederkehrenden oder dauernden Bestandteil seiner selbst&auml;ndigen Besch&auml;ftigung zu machen. Selbst&auml;ndig handelt, wer sich nach eigenem Willen und in eigener Verantwortung, unabh&auml;ngig von den Weisungen einer &uuml;bergeordneten Person bet&auml;tigt (Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 4.&nbsp;Oktober 1995 VII&nbsp;R&nbsp;38\/95, BFHE 178, 518, BStBl II 1996, 488, unter&nbsp;2.). Gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig kann eine Hilfeleistung auch dann sein, wenn sie nur f&uuml;r eine bestimmte Person erfolgt. Dies gilt zumindest dann, wenn sich die Hilfeleistung &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum erstreckt und die einzelnen T&auml;tigkeiten verschiedene Rechtsgebiete ber&uuml;hren (BFH-Beschluss vom 8.&nbsp;Oktober 2010 II&nbsp;B&nbsp;111\/10, BFH\/NV 2011, 73, Rz&nbsp;23, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Hilfeleistung in Steuersachen umfasst nach &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 StBerG auch die Hilfeleistung bei der F&uuml;hrung von B&uuml;chern und Aufzeichnungen sowie bei der Aufstellung von Abschl&uuml;ssen, die f&uuml;r die Besteuerung von Bedeutung sind. Hilfeleistung in diesem Sinne ist auch die Mitwirkung bei der Anfertigung und Abgabe von Steuererkl&auml;rungen (BFH-Urteil vom 19.&nbsp;Oktober 2016 II&nbsp;R&nbsp;44\/12, BFHE 255, 367, Rz&nbsp;19).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Hilfeleistung in Steuersachen darf gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;2 Satz&nbsp;1 StBerG gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig nur von Personen und Vereinigungen ausge&uuml;bt werden, die hierzu befugt sind. Andere als die in den &sect;&sect;&nbsp;3, 3a und 4 StBerG bezeichneten Personen und Vereinigungen d&uuml;rfen nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 StBerG nicht gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig Hilfe in Steuersachen leisten, insbesondere nicht gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig Rat in Steuersachen erteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Nach &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;3 StBerG gilt das Verbot des &sect;&nbsp;5 StBerG nicht f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung mechanischer Arbeitsg&auml;nge bei der F&uuml;hrung von B&uuml;chern und Aufzeichnungen, die f&uuml;r die Besteuerung von Bedeutung sind; hierzu geh&ouml;ren nicht das Kontieren von Belegen und das Erteilen von Buchungsanweisungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>f) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG gilt das Verbot des &sect;&nbsp;5 StBerG ferner nicht f&uuml;r das Buchen laufender Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle, die laufende Lohnabrechnung und das Fertigen der Lohnsteuer-Anmeldungen, soweit diese T&auml;tigkeiten verantwortlich durch Personen erbracht werden, die nach Bestehen der Abschlusspr&uuml;fung in einem kaufm&auml;nnischen Ausbildungsberuf oder nach Erwerb einer gleichwertigen Vorbildung mindestens drei Jahre auf dem Gebiet des Buchhaltungswesens in einem Umfang von mindestens 16&nbsp;Wochenstunden praktisch t&auml;tig gewesen sind. Die Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen wird weder vom Wortlaut noch vom Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG erfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG wurde durch Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;4 Buchst.&nbsp;b des Vierten Gesetzes zur &Auml;nderung des Steuerberatungsgesetzes vom 9.&nbsp;Juni 1989 (BGBl I 1989, 1062) in das StBerG eingef&uuml;gt und erhielt seine heutige Fassung durch Art.&nbsp;1 Nr.&nbsp;5 des Gesetzes zur &Auml;nderung von Vorschriften &uuml;ber die T&auml;tigkeit der Steuerberater vom 24.&nbsp;Juni 2000 (BGBl I 2000, 874). Die Einf&uuml;gung der Vorschrift beruhte nach den Ausf&uuml;hrungen in der Begr&uuml;ndung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung (BTDrucks 11\/3915, S.&nbsp;17) auf den Beschl&uuml;ssen des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 18.&nbsp;Juni 1980&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;697\/77 (BVerfGE 54, 301, BStBl II 1980, 706) und vom 27.&nbsp;Januar 1982&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;807\/80 (BVerfGE 59, 302, BStBl II 1982, 281), nach denen das sogenannte Buchf&uuml;hrungsprivileg f&uuml;r steuerberatende Berufe hinsichtlich des Kontierens von Buchungsbelegen und der laufenden Lohnbuchhaltung mit Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 des Grundgesetzes (GG) unvereinbar sei. Dementsprechend w&uuml;rden nunmehr das Buchen laufender Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle, die laufende Lohnabrechnung und das Fertigen von Lohnsteuer-Anmeldungen vom Verbot der unbefugten Hilfeleistung in Steuersachen ausgenommen, soweit diese T&auml;tigkeiten verantwortlich durch Personen erbracht w&uuml;rden, die &uuml;ber eine ausreichende Ausbildung und berufliche Erfahrung verf&uuml;gten. Mit der Verwendung des Begriffs &quot;Buchen laufender Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle&quot; werde der Tatsache Rechnung getragen, dass die Kontierung die wichtigste T&auml;tigkeit bei der Buchung laufender Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle darstelle und kontierte Belege auch von buchhalterisch nicht vorgebildeten Personen verbucht werden k&ouml;nnten. Aus der Beschr&auml;nkung auf &quot;laufende&quot; Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle ergebe sich, dass weitergehende T&auml;tigkeiten, wie die Einrichtung der Buchf&uuml;hrung und die Abschlussarbeiten, nicht unter die Regelung des &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG fielen. Da auch das Fertigen der laufenden Lohnsteuer-Anmeldungen im Allgemeinen keine schwierigen rechtlichen Wertungen verlange, werde diese T&auml;tigkeit vom Verbot der unbefugten Hilfeleistung in Steuersachen ausgenommen. Mit dem BVerfG sei davon auszugehen, dass die zur laufenden Lohnabrechnung befugten Personen in der Lage seien, bei schwierigen Steuerrechtsfragen einen qualifizierten steuerlichen Berater hinzuzuziehen und ihm die Beratung in diesen Sachen zu &uuml;berlassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG kann im Hinblick auf seinen klaren Wortlaut und unter Ber&uuml;cksichtigung der mit der Vorschrift verfolgten Zielsetzung nicht entsprechend auf die Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen angewendet werden (Urteile des Oberlandesgerichts &#8211;OLG&#8211; D&uuml;sseldorf vom 19.&nbsp;Oktober 2001&nbsp;&nbsp;23&nbsp;U&nbsp;29\/01, OLG-Report Hamm D&uuml;sseldorf K&ouml;ln 2002, 210, und des OLG Hamm vom 18.&nbsp;Juli 2006&nbsp;&nbsp;4&nbsp;U&nbsp;17\/06, Deutsches Steuerrecht\/ Entscheidungsdienst &#8211;DStRE&#8211; 2006, 1562; Bethge, Deutsches Steuerrecht 2006, 1959; Riddermann in Kuhls u.a., Kommentar zum Steuerberatungsgesetz, 3.&nbsp;Aufl. 2012, &sect;&nbsp;6 Rz 22; Sp&auml;th, Handbuch der Steuerberatung, Fach&nbsp;B, &sect;&nbsp;6 StBerG Rz&nbsp;B 111.3).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein Versto&szlig; gegen Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG liegt darin nicht (anderer Ansicht Pruns, Zeitschrift f&uuml;r Bilanzierung, Rechnungswesen und Controlling 2017, 37, 75). Die Umsatzsteuervoranmeldungen k&ouml;nnen den Lohnsteuer-Anmeldungen nicht gleichgestellt werden. Ihre richtige Erstellung erfordert eine umfassende Kenntnis des Umsatzsteuerrechts. Es gibt keine wesentliche Vorschrift des Umsatzsteuergesetzes (UStG), die bei der Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen nicht grunds&auml;tzlich beachtet werden muss. Das schlie&szlig;t nicht aus, dass es zahlreiche F&auml;lle gibt, in denen sich keine rechtlichen Besonderheiten ergeben und die Umsatzsteuervoranmeldung daher ohne besondere Schwierigkeiten erstellt werden kann. Die Entscheidung der Frage, ob es mit Art.&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 GG vereinbar ist, die Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen den steuerberatenden Berufen vorzubehalten, kann aber nicht von den Schwierigkeiten abh&auml;ngig gemacht werden, die die jeweils im Einzelfall zu erstellende Anmeldung bietet. Diese Frage kann vom Gesetzgeber nur einheitlich entschieden werden (BFH-Urteil vom 1.&nbsp;M&auml;rz 1983 VII&nbsp;R&nbsp;27\/82, BFHE 138, 129, BStBl II 1983, 318; zustimmend Urteil des Kammergerichts Berlin vom 27.&nbsp;September 1988&nbsp;&nbsp;5&nbsp;U&nbsp;1330\/87, Die Steuerberatung 1989, 228).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Bundesgerichtshof (BGH) ist ebenfalls der Ansicht, dass die gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ige Hilfeleistung bei der Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen den steuerberatenden Berufen vorbehalten ist; denn es handelt sich dabei um einen mit der Berechnung der Steuer durch den Unternehmer selbst verbundenen Steueranmeldungsvorgang (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;1, 2 und 2a UStG), der umfassende Kenntnisse des Umsatzsteuerrechts voraussetzt und im Interesse der Allgemeinheit und der Steuerpflichtigen anderen Personen als einem ausgebildeten steuerlichen Berater nicht &uuml;berlassen werden darf (BGH-Urteil vom 22.&nbsp;April 1999 IX&nbsp;ZR&nbsp;112\/98, DStRE 1999, 732).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen wird vom Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG auch dann nicht erfasst, wenn das verwendete Buchf&uuml;hrungsprogramm es erm&ouml;glicht, die Umsatzsteuervoranmeldungen aufgrund der Buchf&uuml;hrung automatisch zu erstellen. Das Fertigen einer Umsatzsteuervoranmeldung stellt kein blo&szlig;es mechanisches Rechenwerk dar, wenn sie verantwortlich und unter Ber&uuml;cksichtigung der Regelungen des UStG geschieht. Die blo&szlig;e unkritische &Uuml;bernahme der Ergebnisse der Buchf&uuml;hrung ohne eigene rechtliche Pr&uuml;fung gen&uuml;gt nicht den Anforderungen, die das Gesetz an eine Umsatzsteuervoranmeldung stellt. Anderenfalls w&uuml;rde die Verantwortung f&uuml;r die Richtigkeit der Umsatzsteuervoranmeldung auf den Buchf&uuml;hrer &uuml;bertragen werden, der dann auch die Subsumtion der Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle unter die einschl&auml;gigen Bestimmungen des UStG vorzunehmen h&auml;tte. Die Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldungen erfordert ein eigenverantwortliches und sachkundiges T&auml;tigwerden, das auch die kritische Pr&uuml;fung und eine gesetzesgerechte Auswertung der durch den Buchf&uuml;hrer gelieferten Zahlen einschlie&szlig;t. Dass der Gesetzgeber diese T&auml;tigkeit den Personen vorbeh&auml;lt, die aufgrund einer sachgerechten Vorbildung zur Hilfeleistung in Steuersachen zugelassen sind, ist daher kein Eingriff in die Berufsfreiheit, der weitergeht, als die sie legitimierenden &ouml;ffentlichen Interessen erfordern (BFH-Urteil in BFHE 138, 129, BStBl II 1983, 318). Ein Buchf&uuml;hrungsprogramm kann diese pers&ouml;nliche T&auml;tigkeit bei der &Uuml;berpr&uuml;fung der Buchf&uuml;hrung nicht ersetzen. Es kann beispielsweise nicht erkennen, ob die in &sect;&nbsp;15 UStG bestimmten Voraussetzungen f&uuml;r den Vorsteuerabzug erf&uuml;llt sind und in welchem Voranmeldungszeitraum der Abzug ggf. vorzunehmen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die in &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG genannten Personen nicht zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen befugt sind, beeintr&auml;chtigt ihre durch diese Vorschrift zugelassene Berufst&auml;tigkeit nicht in verfassungsrechtlich unzul&auml;ssiger Weise. Sie sind zur Buchung laufender Gesch&auml;ftsvorf&auml;lle auch befugt, soweit diese die Umsatzsteuer ber&uuml;hren. Sie sind lediglich nicht dazu berechtigt, aufgrund der Ergebnisse der Buchf&uuml;hrung die Umsatzsteuervoranmeldungen zu erstellen. Insoweit gilt nichts anderes wie f&uuml;r das Fertigen der Umsatzsteuerjahreserkl&auml;rungen (&sect;&nbsp;18 Abs.&nbsp;3 UStG) sowie der Steuer- und Feststellungserkl&auml;rungen f&uuml;r ertragsteuerrechtliche Zwecke (mit Ausnahme der Lohnsteuer-Anmeldungen), auf die &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG ebenfalls nicht anwendbar ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Aus der StD&Uuml;V l&auml;sst sich kein anderes Ergebnis ableiten. Die in dieser Verordnung enthaltenen Vorschriften regeln nicht die Frage, wer zur Hilfeleistung bei der Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen befugt ist. Die StD&Uuml;V k&ouml;nnte zudem als Verordnung das StBerG nicht &auml;ndern (BFH-Urteil in BFHE 138, 129, BStBl II 1983, 318, unter B.I.3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>g) Wird eine Person oder Vereinigung, die als Beistand bei der Anfertigung und Abgabe einer Steuererkl&auml;rung mitgewirkt hat, vom Finanzamt f&auml;lschlicherweise als Bevollm&auml;chtigte zur&uuml;ckgewiesen, f&uuml;hrt dies nicht zur Rechtswidrigkeit des Bescheids. Der Bescheid ist nach &sect;&nbsp;128 AO dahin umzudeuten, dass die Zur&uuml;ckweisung die Person oder Vereinigung als Beistand betrifft (BFH-Urteil in BFHE 255, 367, Rz&nbsp;26).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FA&nbsp;F hat die Kl&auml;gerin demgem&auml;&szlig; zu Recht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;5 AO als Bevollm&auml;chtigte des A zur&uuml;ckgewiesen. Die Kl&auml;gerin hat durch die Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldungen f&uuml;r A gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig eine unbefugte Hilfeleistung in Steuersachen geleistet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Kl&auml;gerin war nach den vom FG getroffenen Feststellungen (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO), denen die Rechtsprechung des BFH zum Begriff der Gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;igkeit zugrunde liegt, gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ig t&auml;tig. Diese Feststellungen sind f&uuml;r den BFH bindend. Dagegen sprechende Gr&uuml;nde hat die Kl&auml;gerin in der Revisionsbegr&uuml;ndung nicht vorgebracht. Ihr Vorbringen, die Voraussetzungen einer Gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;igkeit der Hilfeleistung in Steuersachen seien nicht gepr&uuml;ft worden, ist unzutreffend. Auf die Ausf&uuml;hrungen in Abschn.&nbsp;I.2. der Entscheidungsgr&uuml;nde der Vorentscheidung wird verwiesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Kl&auml;gerin hat die in der Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldungen bestehende Hilfeleistung in Steuersachen gegen&uuml;ber A erbracht, ohne dazu befugt zu sein. Sie geh&ouml;rt nicht zu dem Personenkreis, der zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen befugt ist. Aus &sect;&nbsp;6 Nr.&nbsp;4 StBerG l&auml;sst sich die Befugnis nicht ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Der Rechtm&auml;&szlig;igkeit des angefochtenen Bescheids steht nicht entgegen, dass das FA&nbsp;F die Zur&uuml;ckweisung nicht auf ein konkretes Verfahren und einen bestimmten Verfahrensabschnitt beschr&auml;nkt hat. Eine solche Beschr&auml;nkung war durch &sect;&nbsp;80 Abs.&nbsp;5 AO jedenfalls dann nicht vorgeschrieben, wenn die erteilte Vollmacht nicht entsprechend beschr&auml;nkt war (BFH-Urteil vom 18.&nbsp;Januar 2017 II&nbsp;R&nbsp;33\/16, BFHE 256, 206). Eine solche Beschr&auml;nkung lag im Streitfall nicht vor. Da die Kl&auml;gerin &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum die Umsatzsteuervoranmeldungen f&uuml;r A erstellt und an das FA&nbsp;F &uuml;bermittelt hat, ist mangels entgegenstehender Anhaltspunkte davon auszugehen, dass sie damit von A auch f&uuml;r die Zukunft betraut werden sollte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO, die Entscheidung durch Urteil ohne m&uuml;ndliche Verhandlung auf &sect;&nbsp;121 Satz&nbsp;1 i.V.m. &sect;&nbsp;90 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.6.2017, II R 22\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.070617.IIR22.15.0 Buchhalter nicht zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen berechtigt Leits&auml;tze Die in &sect; 6 Nr. 4 StBerG genannten Personen sind auch dann nicht zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen berechtigt, wenn diese aufgrund des verwendeten Buchf&uuml;hrungsprogramms automatisch erfolgt. Tenor Die Revision der Kl&auml;gerin gegen das Urteil des S&auml;chsischen Finanzgerichts vom 23. Juli &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-r-22-15-buchhalter-nicht-zur-erstellung-von-umsatzsteuervoranmeldungen-berechtigt\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;R&nbsp;22\/15 &#8211; Buchhalter nicht zur Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen berechtigt<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67569"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67569\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}