{"id":67570,"date":"2017-08-23T08:32:02","date_gmt":"2017-08-23T06:32:02","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67570"},"modified":"2017-08-23T08:32:02","modified_gmt":"2017-08-23T06:32:02","slug":"vi-r-36-15-abweichende-steuerfestsetzung-bei-aussergewoehnlichen-belastungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-36-15-abweichende-steuerfestsetzung-bei-aussergewoehnlichen-belastungen\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;36\/15 &#8211; Abweichende Steuerfestsetzung bei au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.7.2017, VI R 36\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:B.120717.VIR36.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Abweichende Steuerfestsetzung bei au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Aufwendungen i.S. des &sect; 33 Abs. 1 EStG sind grunds&auml;tzlich in dem Veranlagungszeitraum zu ber&uuml;cksichtigen, in dem der Steuerpflichtige sie geleistet hat.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Eine abweichende Steuerfestsetzung nach &sect; 163 AO ist atypischen Ausnahmef&auml;llen vorbehalten. Sie kommt nicht bereits dann in Betracht, wenn sich Aufwendungen im Veranlagungszeitraum der Verausgabung nicht in vollem Umfang steuermindernd ausgewirkt haben.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Revision der Kl&auml;ger gegen das Urteil des Finanzgerichts Baden-W&uuml;rttemberg, Au&szlig;ensenate Freiburg, vom 23. April 2015&nbsp;&nbsp;3 K 1750\/13 wird als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Kl&auml;ger zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) sind verheiratet und werden zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Die im Jahr 2004 geborene Tochter der Kl&auml;ger ist schwer- und mehrfachbehindert. Sie wird im Elternhaus gepflegt und betreut.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;ger betrug im Jahr 2010&nbsp;&nbsp;XXX.XXX&nbsp;EUR, im Jahr 2011&nbsp;&nbsp;XXX.XXX&nbsp;EUR, im Jahr 2012&nbsp;&nbsp;XXX.XXX&nbsp;EUR und im Jahr 2013&nbsp;&nbsp;XXX.XXX&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Jahr 2011 bauten die Kl&auml;ger ihr Haus f&uuml;r insgesamt 165.981&nbsp;EUR behindertengerecht um. Sie errichteten angrenzend an das Wohnzimmer im Erdgeschoss und das dar&uuml;ber liegende Schlafzimmer einen 2-geschossigen Anbau mit einer Fl&auml;che von insgesamt ca.&nbsp;27&nbsp;qm und einem integrierten Lastenaufzug. In den beiden R&auml;umen des Anbaus befinden sich der Zugang zum Lastenaufzug, ein mobiler Lifter, Rollst&uuml;hle und Therapieger&auml;te sowie Regale und Schr&auml;nke zur Aufbewahrung sonstiger f&uuml;r die Pflege ben&ouml;tigter Gegenst&auml;nde. Der im Obergeschoss an den Anbau angrenzende Raum dient als Pflegezimmer und ist mit einem Spezialbett sowie einer Spezialbadewanne ausgestattet. Die Pflegeversicherung erstattete einen Betrag in H&ouml;he von 2.557&nbsp;EUR. Die Kl&auml;ger bezahlten s&auml;mtliche mit dem Umbau zusammenh&auml;ngenden Rechnungen im Jahr 2011.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2011 machten die Kl&auml;ger Umbaukosten in H&ouml;he von 60.000&nbsp;EUR als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen geltend und beantragten, den Restbetrag auf die folgenden beiden Veranlagungszeitr&auml;ume zu verteilen. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;hrte die Einkommensteuerveranlagung erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; durch und setzte die Einkommensteuer f&uuml;r 2011 unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect;&nbsp;164 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) auf 10.329&nbsp;EUR fest. Wegen der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen wurde eine abgek&uuml;rzte Au&szlig;enpr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt. Der Pr&uuml;fer ber&uuml;cksichtigte die Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung des Anbaus, des behindertengerechten Bades und des Lastenaufzugs als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen. Die Aufwendungen f&uuml;r die Neuanlage von Terrasse und Garten in H&ouml;he von 25.368&nbsp;EUR erkannte er zu 1\/3 als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen an. Im Anschluss an die Au&szlig;enpr&uuml;fung erging ein Einkommensteuer&auml;nderungsbescheid f&uuml;r 2011, in dem au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen in H&ouml;he von 149.069&nbsp;EUR ber&uuml;cksichtigt wurden. Die Einkommensteuer wurde mit 0&nbsp;EUR festgesetzt; der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung wurde aufgehoben. Eine Verteilung der Aufwendungen auf mehrere Jahre lehnte das FA ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen den &Auml;nderungsbescheid sowie die Ablehnung der Verteilung der Aufwendungen auf mehrere Jahre im Wege einer abweichenden Festsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden legten die Kl&auml;ger Einspruch ein. Am 12.&nbsp;April 2013 erging ein Teilabhilfebescheid, in dem weitere im Verlauf des Einspruchsverfahrens geltend gemachte Aufwendungen als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen anerkannt und die bereits anerkannten Umbaukosten um die Erstattung in H&ouml;he von 2.557&nbsp;EUR auf 146.512&nbsp;EUR vermindert wurden. Das Einspruchsverfahren wegen Einkommensteuer 2012 wurde bis zur Entscheidung &uuml;ber den Antrag auf abweichende Festsetzung der Steuer aus Billigkeitsgr&uuml;nden ausgesetzt. Mit Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;April 2013 wies das FA den Einspruch gegen die Ablehnung des Antrags auf abweichende Festsetzung der Einkommensteuer aus Billigkeitsgr&uuml;nden als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Klage begehrten die Kl&auml;ger, das FA zu verpflichten, die Einkommensteuer 2011, 2012 und 2013 aus Billigkeitsgr&uuml;nden in H&ouml;he der Betr&auml;ge festzusetzen, die sich bei gleichm&auml;&szlig;iger Verteilung der Umbaukosten erg&auml;ben, hilfsweise, die Umbaukosten zu gleichen Teilen in den Jahren 2010 und 2011 als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen zu ber&uuml;cksichtigen. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2015, 1207 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden als unbegr&uuml;ndet ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen,<br \/>das Urteil des FG Baden-W&uuml;rttemberg vom 23.&nbsp;April 2015&nbsp;&nbsp;3&nbsp;K&nbsp;1750\/13 aufzuheben und das FA unter Aufhebung des Ablehnungsbescheids vom 22.&nbsp;Oktober 2012 i.d.F. der Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;April 2013 zu verpflichten, die Einkommensteuer f&uuml;r 2011, 2012 und 2013 in H&ouml;he der Betr&auml;ge festzusetzen, die sich ergeben, wenn die im Einkommensteuerbescheid 2011 ber&uuml;cksichtigten Umbaukosten zu gleichen Teilen in 2011 bis 2013 ber&uuml;cksichtigt werden;<br \/>hilfsweise, das FA unter Aufhebung des Ablehnungsbescheids vom 22.&nbsp;Oktober 2012 i.d.F. der Einspruchsentscheidung vom 30.&nbsp;April 2013 zu verpflichten, die au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen in 2010 und 2011 zu ber&uuml;cksichtigen;<br \/>h&ouml;chst hilfsweise, das FA zu verpflichten, &uuml;ber den Antrag auf abweichende Steuerfestsetzung erneut unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts zu bescheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung ergeht gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;126a der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Senat h&auml;lt einstimmig die Revision f&uuml;r unbegr&uuml;ndet und eine m&uuml;ndliche Verhandlung f&uuml;r nicht erforderlich. Die Beteiligten sind davon unterrichtet worden und hatten Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Revision der Kl&auml;ger ist als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;2 FGO). Das FG hat die Voraussetzungen f&uuml;r eine abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden (&sect;&nbsp;163 AO) zu Recht verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;163 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO k&ouml;nnen Steuern niedriger festgesetzt werden und einzelne Besteuerungsgrundlagen, die die Steuern erh&ouml;hen, bei der Festsetzung der Steuer unber&uuml;cksichtigt bleiben, wenn die Erhebung der Steuer nach Lage des einzelnen Falls unbillig w&auml;re. Mit Zustimmung des Steuerpflichtigen kann bei Steuern vom Einkommen zugelassen werden, dass einzelne Besteuerungsgrundlagen, soweit sie die Steuer erh&ouml;hen, bei der Steuerfestsetzung erst zu einer sp&auml;teren Zeit und, soweit sie die Steuer mindern, schon zu einer fr&uuml;heren Zeit ber&uuml;cksichtigt werden (&sect;&nbsp;163 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 AO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung &uuml;ber einen Antrag auf abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden ist eine Ermessensentscheidung der Finanzverwaltung (&sect;&nbsp;5 AO), bei der Inhalt und Grenzen des Ermessens durch den Begriff der Unbilligkeit bestimmt werden (Senatsurteil vom 7.&nbsp;November 2006 VI&nbsp;R&nbsp;2\/05, BFHE 215, 481, BStBl II 2007, 315; Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22.&nbsp;Oktober 2014 II&nbsp;R&nbsp;4\/14, BFHE 247, 170, BStBl II 2015, 237; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 28.&nbsp;November 2016 GrS&nbsp;1\/15, BFHE 255, 482, BStBl II 2017, 393). Die Unbilligkeit kann sich aus pers&ouml;nlichen oder sachlichen Gr&uuml;nden ergeben (BFH-Urteil vom 23.&nbsp;Juli 2013 VIII&nbsp;R&nbsp;17\/10, BFHE 242, 134, BStBl II 2013, 820; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 255, 482, BStBl II 2017, 393).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass ein Fall der pers&ouml;nlichen Unbilligkeit vorliegt, wurde von den Kl&auml;gern weder geltend gemacht noch ist dies sonst ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im Streitfall liegt auch keine Unbilligkeit aus sachlichen Gr&uuml;nden vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Bei der Entscheidung &uuml;ber eine sachliche Billigkeitsma&szlig;nahme ist auf den Einzelfall abzustellen. Sie ist atypischen Ausnahmef&auml;llen vorbehalten. Billigkeitsma&szlig;nahmen dienen der Anpassung des steuerrechtlichen Ergebnisses an die Besonderheiten des Einzelfalls, um Rechtsfolgen auszugleichen, die das Ziel der typisierenden gesetzlichen Vorschrift verfehlen und deshalb ungerecht erscheinen. Sie gleichen H&auml;rten aus, die der steuerrechtlichen Wertentscheidung des Gesetzgebers nicht entsprechen und damit zu einem vom Gesetzgeber nicht gewollten Ergebnis f&uuml;hren (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 255, 482, BStBl II 2017, 393). Sachlich unbillig ist die Erhebung einer Steuer vor allem dann, wenn sie im Einzelfall nach dem Zweck des zugrunde liegenden Gesetzes nicht (mehr) zu rechtfertigen ist und dessen Wertungen zuwider l&auml;uft (BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Oktober 1987 X&nbsp;R&nbsp;29\/81, BFH\/NV 1988, 546; vom 21.&nbsp;Januar 1992 VIII&nbsp;R&nbsp;51\/88, BFHE 168, 500, BStBl II 1993, 3; vom 26.&nbsp;Oktober 1994 X&nbsp;R&nbsp;104\/92, BFHE 176, 3, BStBl II 1995, 297). Unbeachtet bleiben m&uuml;ssen hingegen grunds&auml;tzlich solche Erw&auml;gungen, die der gesetzliche Tatbestand typischerweise mit sich bringt (BFH-Urteile in BFH\/NV 1988, 546; in BFHE 176, 3, BStBl II 1995, 297). Auch d&uuml;rfen Billigkeitsma&szlig;nahmen nicht dazu f&uuml;hren, die generelle Geltungsanordnung des den Steueranspruch begr&uuml;ndenden Gesetzes zu unterlaufen (BFH-Urteile in BFH\/NV 1988, 546; in BFHE 176, 3, BStBl II 1995, 297).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine f&uuml;r den Steuerpflichtigen ung&uuml;nstige Rechtsfolge, die der Gesetzgeber bewusst angeordnet oder in Kauf genommen hat, rechtfertigt keine Billigkeitsma&szlig;nahme (BFH-Urteile vom 21.&nbsp;Oktober 2009 I&nbsp;R&nbsp;112\/08, BFH\/NV 2010, 606; in BFHE 242, 134, BStBl II 2013, 820).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Bei Heranziehung dieser Grunds&auml;tze ist das FA ermessensfehlerfrei zu dem Ergebnis gekommen, dass eine abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden nicht in Betracht kommt. Denn im Streitfall widerspricht die vorgenommene Besteuerung nicht den Wertungen des Gesetzes.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Erwachsen einem Steuerpflichtigen zwangsl&auml;ufig gr&ouml;&szlig;ere Aufwendungen als der &uuml;berwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverh&auml;ltnisse, gleicher Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und gleichen Familienstands (au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastung), so wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch erm&auml;&szlig;igt, dass der Teil der Aufwendungen, der die dem Steuerpflichtigen zumutbare Belastung (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) &uuml;bersteigt, vom Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte abgezogen wird. Zwangsl&auml;ufig erwachsen dem Steuerpflichtigen Aufwendungen dann, wenn er sich ihnen aus rechtlichen, tats&auml;chlichen oder sittlichen Gr&uuml;nden nicht entziehen kann und soweit die Aufwendungen den Umst&auml;nden nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht &uuml;bersteigen (&sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 EStG).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ziel des &sect;&nbsp;33 EStG ist es, zwangsl&auml;ufige Mehraufwendungen f&uuml;r den existenznotwendigen Grundbedarf zu ber&uuml;cksichtigen, die sich wegen ihrer Au&szlig;ergew&ouml;hnlichkeit einer pauschalen Erfassung in allgemeinen Freibetr&auml;gen entziehen. Aus dem Anwendungsbereich des &sect;&nbsp;33 EStG ausgeschlossen sind dagegen die &uuml;blichen Aufwendungen der Lebensf&uuml;hrung, die in H&ouml;he des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten sind (u.a. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;September 1989 III&nbsp;R&nbsp;129\/86, BFHE 158, 380, BStBl II 1990, 418).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 EStG ist auch auf au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen anwendbar (Senatsurteil vom 30.&nbsp;Juli 1982 VI&nbsp;R&nbsp;67\/79, BFHE 136, 396, BStBl II 1982, 744). Aufwendungen i.S. des &sect;&nbsp;33 Abs.&nbsp;1 EStG sind danach grunds&auml;tzlich in dem Veranlagungszeitraum zu ber&uuml;cksichtigen, in dem der Steuerpflichtige sie geleistet hat (BFH-Urteile vom 10.&nbsp;Juni 1988 III&nbsp;R&nbsp;248\/83, BFHE 154, 63, BStBl II 1988, 814; vom 30.&nbsp;Juni 1999 III&nbsp;R&nbsp;8\/95, BFHE 189, 371, BStBl II 1999, 766). Dies gilt unabh&auml;ngig davon, ob sie aus eigenen oder fremden Mitteln bestritten werden (BFH-Urteile in BFHE 154, 63, BStBl II 1988, 814; vom 7.&nbsp;Februar 2008 VI&nbsp;R&nbsp;41\/05, BFH\/NV 2008, 1136). Auch fremdfinanzierte Aufwendungen, die als au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen anzuerkennen sind, k&ouml;nnen nur im Jahr des tats&auml;chlichen Abflusses, also der Verwendung der Darlehensmittel, ber&uuml;cksichtigt werden (BFH-Urteil in BFHE 154, 63, BStBl II 1988, 814; Senatsurteil in BFH\/NV 2008, 1136).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Wirken sich au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen in dem Veranlagungszeitraum, in dem sie geleistet werden, mangels eines hinreichenden Gesamtbetrags der Eink&uuml;nfte nicht aus, sieht das Gesetz keine M&ouml;glichkeit vor, den restlichen Betrag in einen anderen Veranlagungszeitraum zu &uuml;bertragen oder &auml;hnlich der Regelung in &sect;&nbsp;82b der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (EStDV) auf mehrere Veranlagungszeitr&auml;ume zu verteilen. &sect;&nbsp;10d EStG gilt nur f&uuml;r Eink&uuml;nfte, nicht aber f&uuml;r au&szlig;ergew&ouml;hnliche Belastungen oder Sonderausgaben. Ebenso fehlt eine &sect;&nbsp;7 EStG oder &sect;&nbsp;82b EStDV vergleichbare Regelung in &sect;&nbsp;33 EStG. Eine Gesetzesl&uuml;cke, die eine analoge Anwendung des &sect;&nbsp;7 EStG, &sect;&nbsp;82b EStDV oder &sect;&nbsp;10d EStG nahelegen w&uuml;rde, liegt nicht vor (Senatsurteil vom 22.&nbsp;Oktober 2009 VI&nbsp;R&nbsp;7\/09, BFHE 226, 536, BStBl II 2010, 280, zu &sect;&nbsp;7 EStG). Aus der gesetzlichen Reihenfolge in &sect;&nbsp;10d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 EStG, wonach negative Eink&uuml;nfte vorrangig vor den Sonderausgaben, au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen und sonstigen Abzugsbetr&auml;gen in den vorangegangenen Veranlagungszeitraum r&uuml;ckgetragen werden, l&auml;sst sich im Gegenteil im Einklang mit dem Gesetzeswortlaut in &sect;&nbsp;33 EStG der Grundsatz ableiten, dass derjenige, der keine positiven Eink&uuml;nfte erzielt, auch keine privaten Aufwendungen abziehen kann, und zwar sowohl intra- als auch interperiodisch (Heuermann, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;10d A&nbsp;41; vgl. a. Bl&uuml;mich\/ Heger, &sect;&nbsp;33 EStG Rz&nbsp;46; a.A. FG des Saarlandes, Urteil vom 6.&nbsp;August 2013&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1308\/12, EFG 2013, 1927; FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 20.&nbsp;August 2014&nbsp;&nbsp;4&nbsp;K&nbsp;718\/13&nbsp;E, EFG 2015, 2085).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Streitfall hat sich nicht der gesamte Betrag, den die Kl&auml;ger f&uuml;r den Umbau des Hauses aufgewendet haben, ausgewirkt, weil den Ausgaben im Jahr ihrer Verausgabung ein zu geringer Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte gegen&uuml;berstand. Dies ist Folge der Entscheidung des Gesetzgebers f&uuml;r das in &sect;&nbsp;11 Abs.&nbsp;2 EStG normierte Abflussprinzip in Verbindung mit dem Grundsatz der Abschnittsbesteuerung sowie dem Umstand, dass das Einkommensteuergesetz eine Verteilungsregel in andere Veranlagungszeitr&auml;ume in einem solchen Fall nicht vorsieht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein den gesetzlichen Wertungen widersprechendes Ergebnis ist darin nicht zu erblicken. Die Steuerunerheblichkeit von den Gesamtbetrag der Eink&uuml;nfte &uuml;berschreitenden au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen ist vielmehr der einkommensteuerlichen Systematik, insbesondere der in &sect;&nbsp;2 EStG vorgegebenen Ermittlung des zu versteuernden Einkommens, geschuldet und kann daher in der Regel eine hiervon abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden nicht rechtfertigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nach diesen Rechtsgrunds&auml;tzen ist die angefochtene Entscheidung nicht zu beanstanden. Denn das FA hat mit seiner Entscheidung &uuml;ber eine abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden die gesetzlichen Grenzen des Ermessens weder &uuml;berschritten noch hat es von dem ihm einger&auml;umten Ermessen in einer dem Zweck der Erm&auml;chtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch gemacht. Es hat auch nicht angenommen, ihm stehe eine Ermessensbefugnis nicht zu (vgl. BFH-Urteile vom 17.&nbsp;September 1987 IV&nbsp;R&nbsp;31\/87, BFHE 151, 64, BStBl II 1988, 20; in BFHE 242, 134, BStBl II 2013, 820). Vielmehr hat das FA &#8211;ungeachtet der Vorgabe in R&nbsp;33.4 der Einkommensteuer-Richtlinien 2012&#8211; eine eigenst&auml;ndige Ermessensentscheidung getroffen und sich mit den einschl&auml;gigen Rechtsgrundlagen auseinandergesetzt. An Anhaltspunkten f&uuml;r das Vorliegen von atypischen Besonderheiten, die ausnahmsweise eine abweichende Steuerfestsetzung aus Billigkeitsgr&uuml;nden (&sect;&nbsp;163 AO; vgl. Senatsurteil in BFHE 226, 536, BStBl 2010, 280) rechtfertigen, fehlt es im Streitfall. Insbesondere stellt die Tatsache, dass die Aufwendungen durch einen Kredit finanziert wurden, keine Besonderheit dar, die eine Verteilung auf mehrere Jahre rechtfertigt. Vielmehr bleibt es auch bei kreditfinanzierten au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen beim Abzug im Zeitpunkt der Verausgabung (vgl. BFH-Urteil in BFHE 154, 63, BStBl II 1988, 814).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.7.2017, VI R 36\/15ECLI:DE:BFH:2017:B.120717.VIR36.15.0 Abweichende Steuerfestsetzung bei au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Belastungen Leits&auml;tze 1. Aufwendungen i.S. des &sect; 33 Abs. 1 EStG sind grunds&auml;tzlich in dem Veranlagungszeitraum zu ber&uuml;cksichtigen, in dem der Steuerpflichtige sie geleistet hat. 2. Eine abweichende Steuerfestsetzung nach &sect; 163 AO ist atypischen Ausnahmef&auml;llen vorbehalten. 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