{"id":67571,"date":"2017-08-23T08:32:05","date_gmt":"2017-08-23T06:32:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67571"},"modified":"2017-08-23T08:32:05","modified_gmt":"2017-08-23T06:32:05","slug":"x-b-16-17-anforderungen-an-die-aufzeichnungen-bei-gewinnermittlung-durch-einnahmen-ueberschuss-rechnung-und-verwendung-einer-offenen-ladenkasse-zulaessigkeit-einer-quantilsschaetzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-16-17-anforderungen-an-die-aufzeichnungen-bei-gewinnermittlung-durch-einnahmen-ueberschuss-rechnung-und-verwendung-einer-offenen-ladenkasse-zulaessigkeit-einer-quantilsschaetzung\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;16\/17 &#8211; Anforderungen an die Aufzeichnungen bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse; Zul&auml;ssigkeit einer Quantilssch&auml;tzung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.7.2017, X B 16\/17<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:BA.120717.XB16.17.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an die Aufzeichnungen bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse; Zul&auml;ssigkeit einer Quantilssch&auml;tzung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine Aufbewahrung von Tagessummen-Belegen mit Einzelaufzeichnung der Erl&ouml;se und Summenbildung kann, sofern im Betrieb keine weiteren Ursprungsaufzeichnungen angefallen sind, in F&auml;llen der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse bei Anlegung des im Eilverfahren gebotenen summarischen Pr&uuml;fungsma&szlig;stabs den formellen Anforderungen an die Aufzeichnungen gen&uuml;gen.<\/p>\n<\/p>\n<p>2. Die Rechtsprechung, wonach Einzelaufzeichnungen der Erl&ouml;se in bestimmten F&auml;llen aus Zumutbarkeitsgr&uuml;nden nicht gef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen, ist nicht auf Einzelh&auml;ndler beschr&auml;nkt, sondern kann auch auf Klein-Dienstleister anwendbar sein.<\/p>\n<\/p>\n<p>3. Die Anforderungen, die der Senat in seiner bisherigen Rechtsprechung an die Durchf&uuml;hrung eines Zeitreihenvergleichs gestellt hat (Urteil vom 25. M&auml;rz 2015 X R 20\/13, BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743), gelten bei summarischer Betrachtung auch dann, wenn die Ergebnisse des Zeitreihenvergleichs durch Vornahme einer Quantilssch&auml;tzung zur Begr&uuml;ndung der Sch&auml;tzungsh&ouml;he herangezogen werden.<\/p>\n<\/p>\n<p>4. Eine w&auml;hrend des Pr&uuml;fungszeitraums vorgenommene Preiserh&ouml;hung um 26 % schlie&szlig;t es im Regelfall aus, einen durchgehenden Zeitreihenvergleich f&uuml;r die Zeit vor und nach der Preiserh&ouml;hung vorzunehmen.<\/p>\n<\/p>\n<p>5. Es ist bisher nicht gekl&auml;rt, ob die monatlichen Rohgewinnaufschlags&auml;tze, die von der Software der Finanzverwaltung gesch&auml;tzt werden, der Gau&szlig;&#8217;schen Normalverteilung folgen, und ob die in einem &uuml;blichen Pr&uuml;fungszeitraum (drei Jahre mit 36 Monats-Einzelwerten) erhobene Grundgesamtheit gro&szlig; genug f&uuml;r die Anwendung der bei einer Gau&szlig;&#8217;schen Normalverteilung geltenden Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten ist.<\/p>\n<\/p>\n<p>6. Es ist Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren, wenn ein Gericht nicht darauf hinweist, dass eine bei ihm sechs Arbeitstage vor Fristablauf eingereichte Rechtsmittelschrift nicht unterschrieben ist.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Die Beschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 9. Januar 2017 4 V 4265\/15 wird als unzul&auml;ssig verworfen, soweit sie den Solidarit&auml;tszuschlag zur Einkommensteuer f&uuml;r 2008 bis 2010 sowie die Zinsen zur Einkommen- und Umsatzsteuer f&uuml;r 2008 bis 2010 betrifft.<\/p>\n<\/p>\n<p>Auf die Beschwerde des Antragstellers wird der Beschluss des Finanzgerichts Berlin-Brandenburg vom 9. Januar 2017 4 V 4265\/15 aufgehoben. Die Bescheide &uuml;ber Einkommensteuer, Umsatzsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2008 und 2009, alle vom 15. September 2015, sowie die Bescheide &uuml;ber Einkommensteuer, Umsatzsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2010, alle vom 21. September 2015, werden ab F&auml;lligkeit bis einen Monat nach Bekanntgabe der Einspruchsentscheidung oder einen Monat nach anderweitiger Erledigung des Einspruchsverfahrens ohne Sicherheitsleistung in dem Umfang von der Vollziehung ausgesetzt, der sich -nach n&auml;herer Ma&szlig;gabe der Erl&auml;uterungen unter III.4. der Entscheidungsgr&uuml;nde- ergibt, wenn die Hinzusch&auml;tzungsbetr&auml;ge je Streitjahr auf einen Netto-Mehrerl&ouml;s von 3.000 EUR und eine Mehr-Umsatzsteuer von 570 EUR begrenzt werden. Die Ermittlung der auszusetzenden Betr&auml;ge wird dem Finanzamt &uuml;bertragen.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens hat der Antragsteller zu 13 % und der Antragsgegner zu 87 % zu tragen; die Kosten des Beschwerdeverfahrens hat der Antragsteller zu 33 % und der Antragsgegner zu 67 % zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller und Beschwerdef&uuml;hrer (Antragsteller) wurde in den Streitjahren 2008 bis 2010 mit seiner &#8211;nicht am vorliegenden Verfahren beteiligten und seit 2012 von ihm getrennt lebenden&#8211; Ehefrau (E) zur Einkommensteuer zusammenveranlagt. Er erzielte gewerbliche Eink&uuml;nfte aus einer Gastst&auml;tte, deren Gewinn er durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung ermittelte. E war im Betrieb als Angestellte besch&auml;ftigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;Januar 2011 brachte der Antragsteller den Betrieb zu Buchwerten in eine GbR ein, an der er zu 98&nbsp;% und E zu 2&nbsp;% beteiligt war. Insoweit ist f&uuml;r die Gewinnfeststellung der Jahre 2011 und 2012 beim IV.&nbsp;Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) ein Parallelverfahren anh&auml;ngig (IV&nbsp;B&nbsp;4\/17).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nahezu s&auml;mtliche Betriebseinnahmen fielen in Form von Bargeld an, das der Antragsteller in einer offenen Ladenkasse vereinnahmte. Die Einnahmen stammten neben dem laufenden Gastst&auml;ttenbetrieb noch aus zwei weiteren Bereichen: So richtete der Antragsteller Veranstaltungen aus (Familienfeiern, Buffets); ferner beteiligte er sich an dem einmal j&auml;hrlich stattfindenden dreit&auml;gigen &ouml;rtlichen Volksfest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einnahmen aus dem laufenden Gastst&auml;ttenbetrieb notierte der Antragsteller &#8211;getrennt je Kassiervorgang&#8211; auf einem Zettel. Durch Summenbildung ermittelte er die Tageseinnahmen und schloss die Summe mit seinem Namenszeichen ab. Die Tageseinnahmen-Zettel enthalten das jeweilige Datum, ansonsten aber kein Ordnungskriterium.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Einnahmen aus der Bewirtung beim Volksfest notierte der Antragsteller lediglich als Tagessumme. Die Einnahmen aus Veranstaltungen notierte er gleicherma&szlig;en in einer Summe pro Veranstaltung auf den Tageseinnahmen-Zetteln. Weitere Unterlagen zu den Veranstaltungen &#8211;insbesondere Angebote, Vereinbarungen, Rechnungen oder Quittungen&#8211; hat er im bisherigen Verlauf des Verfahrens nicht vorgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Gastst&auml;tte hatte in den Streitjahren keinen festen Ruhetag. Allerdings liegen zu einigen Tagen der Streitjahre keine Aufzeichnungen &uuml;ber Einnahmen vor (2008: 14&nbsp;Tage; 2009: 25&nbsp;Tage; 2010: 22&nbsp;Tage). Dabei handelt es sich ganz &uuml;berwiegend um Samstage. Der Antragsteller hat hierzu erkl&auml;rt, die Gastst&auml;tte sei an diesen Tagen geschlossen gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Aus den Steuererkl&auml;rungen des Antragstellers ergeben sich die folgenden betrieblichen Kennzahlen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">Jahr&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">Umsatzerl&ouml;se 19&nbsp;%<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">Gewinn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">Rohgewinnaufschlagsatz (RAS)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2008&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">142.888&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">28.374&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">123&nbsp;%&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2009&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">124.302&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">19.842&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">181&nbsp;%&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2010&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">119.439&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">20.103&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">187&nbsp;%&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antrags- und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;hrte beim Antragsteller eine Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r die Streitjahre durch, in deren Verlauf er zu der Einsch&auml;tzung kam, die Kassenf&uuml;hrung sei nicht ordnungsgem&auml;&szlig;. Die vollst&auml;ndige Erfassung der Bareinnahmen sei nicht &uuml;berpr&uuml;fbar. So sei weder feststellbar, ob s&auml;mtliche Einzelbetr&auml;ge auf den Tageseinnahmen-Zetteln notiert worden seien, noch sei bei den Zetteln sichergestellt, dass sie vollst&auml;ndig und nicht nachtr&auml;glich austauschbar seien. Gleiches gelte f&uuml;r die Einnahmen aus Veranstaltungen, die sich im Einzelfall auf erhebliche Betr&auml;ge belaufen h&auml;tten. Es sei nicht dokumentiert, ob der Kassenbestand t&auml;glich durch tats&auml;chliches Ausz&auml;hlen ermittelt worden sei. Auch sei nicht glaubhaft, dass die gelegentlichen Schlie&szlig;ungstage der Gastst&auml;tte ausgerechnet auf Samstage entfielen, an denen der Antragsteller im Durchschnitt die h&ouml;chsten Tageseinnahmen erziele.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Pr&uuml;fer ermittelte die H&ouml;he der Hinzusch&auml;tzung mittels der sog. &quot;Quantilssch&auml;tzung&quot;. Dazu f&uuml;hrte er zun&auml;chst einen Zeitreihenvergleich durch. Dabei sch&auml;tzte er die monatlichen RAS, indem er die vom Antragsteller im jeweiligen Monat geleisteten Zahlungen f&uuml;r Wareneink&auml;ufe (nach Abzug eines pauschalen Eigenverbrauchs) als Wareneinsatz ansah und ins Verh&auml;ltnis zu den aufgezeichneten monatlichen Erl&ouml;sen setzte. Der Pr&uuml;fer interpretierte diese Werte dahingehend, dass sie erhebliche Schwankungen aufweisen w&uuml;rden, die nicht durch betriebliche Umst&auml;nde erkl&auml;rbar seien. Die Aufzeichnungen des Antragstellers seien daher nicht schl&uuml;ssig und zu verwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anhand der vom Antragsteller vorgelegten Speisekarten ermittelte der Pr&uuml;fer, dass die Preise der Gastst&auml;tte zum 1.&nbsp;Januar 2009 um durchschnittlich 17&nbsp;% erh&ouml;ht worden seien. Daher nahm er eine sog. &quot;Konjunkturbereinigung&quot; vor und legte dem Zeitreihenvergleich f&uuml;r die Jahre 2009 und 2010 nicht die tats&auml;chlichen Erl&ouml;se zugrunde, sondern solche Werte, die erst nach Vornahme eines Zuschlags von 17&nbsp;% den tats&auml;chlichen Erl&ouml;sen entsprechen w&uuml;rden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r sein weiteres Vorgehen unterstellte der Pr&uuml;fer, dass bei Datens&auml;tzen, die der Gau&szlig;&#8217;schen Normalverteilung gen&uuml;gten, 68,27&nbsp;% der Datens&auml;tze innerhalb der ersten Standardabweichung l&auml;gen und &quot;damit am wahrscheinlichsten&quot; seien. Im Umkehrschluss l&auml;gen 31,73&nbsp;% der Datens&auml;tze (je 15,865&nbsp;% am oberen bzw. unteren Ende) au&szlig;erhalb der ersten Standardabweichung. Bei &quot;abgemilderter&quot; Anwendung f&uuml;hre dies dazu, die obersten 20&nbsp;% der Datens&auml;tze au&szlig;er Betracht zu lassen (hier: sieben der insgesamt 36&nbsp;RAS-Monatswerte). Der n&auml;chsth&ouml;chste Wert (hier: der achth&ouml;chste der 36&nbsp;RAS-Monatswerte) sei der zutreffende Sch&auml;tzwert, der auf den gesamten Drei-Jahres-Zeitraum anzuwenden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser achth&ouml;chste Wert lag im streitgegenst&auml;ndlichen Drei-Jahres-Zeitraum bei 185&nbsp;%. Diesen Wert wendete der Pr&uuml;fer allerdings nur auf das Jahr 2008 an. F&uuml;r die Jahre 2009 und 2010 nahm er eine umgekehrte &quot;Konjunkturbereinigung&quot; um 17&nbsp;% vor und legte seiner Sch&auml;tzung insoweit einen RAS von 233&nbsp;% zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Auf diese Weise ermittelte der Pr&uuml;fer die folgenden &Auml;nderungen der Besteuerungsgrundlagen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Jahr&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2008&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2009&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">2010&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mehrerl&ouml;s netto<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 37.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 23.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 20.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mehr-Umsatzsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 7.030&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 4.370&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 3.800&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Passivierung der Umsatzsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/. 15.200&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mehrgewinn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 44.030&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 27.370&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 8.600&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Passivierung der infolge der Au&szlig;enpr&uuml;fung erh&ouml;hten Umsatzsteuer im Jahr 2010 beruhte darauf, dass der Pr&uuml;fer die Auffassung vertrat, infolge der Buchwerteinbringung des Betriebs in die GbR zum 1.&nbsp;Januar 2011 habe der Antragsteller zum 31.&nbsp;Dezember 2010 zur Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich &uuml;bergehen und einen entsprechenden &Uuml;bergangsgewinn ermitteln m&uuml;ssen. Dabei seien die Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten gewinnmindernd anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 15. bzw. 21.&nbsp;September 2015 erlie&szlig; das FA entsprechend ge&auml;nderte Einkommensteuer- und Umsatzsteuer-Festsetzungen f&uuml;r die Jahre 2008 bis 2010, einen ge&auml;nderten Gewerbesteuermessbescheid f&uuml;r 2008 sowie erstmalige Gewerbesteuermessbescheide f&uuml;r 2009 und 2010.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen legte der Antragsteller Einspruch ein, &uuml;ber den das FA noch nicht entschieden hat. Ein Antrag auf Aussetzung der Vollziehung (AdV) hatte beim FA zun&auml;chst keinen Erfolg. W&auml;hrend des anschlie&szlig;enden gerichtlichen AdV-Verfahrens gew&auml;hrte das FA am 19. bzw. 20.&nbsp;Januar 2016 AdV f&uuml;r einen Teil der f&uuml;r das Streitjahr 2008 angeforderten Nachzahlungen. Grundlage hierf&uuml;r war, dass das FA nunmehr von einer Preiserh&ouml;hung zum 1.&nbsp;Januar 2009 von 25,83&nbsp;% (aufgerundet 26&nbsp;%) ausging, die &quot;Konjunkturbereinigung&quot; entsprechend anpasste, und dadurch f&uuml;r 2008 einen RAS von noch 165&nbsp;% (statt bisher 185&nbsp;%) zugrunde legte. F&uuml;r AdV-Zwecke geht es seither von einem Netto-Mehrerl&ouml;s im Jahr 2008 von 25.000 EUR und einer Mehr-Umsatzsteuer von 4.750&nbsp;EUR aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In H&ouml;he der verbleibenden angeforderten Betr&auml;ge lehnte das Finanzgericht (FG) den Aussetzungsantrag ab (Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2017, 537). Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte es aus, eine Aufzeichnungspflicht folge im Streitfall zwar nicht aus &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 des Einkommensteuergesetzes (EStG), wohl aber aus &sect;&nbsp;22 des Umsatzsteuergesetzes (UStG). Diese Pflicht habe der Antragsteller nicht erf&uuml;llt. Zwar handele es sich dabei lediglich um einen formellen Mangel. Die Ergebnisse des Zeitreihenvergleichs w&uuml;rden aber auch auf materielle M&auml;ngel hindeuten. Die Quantilssch&auml;tzung sei eine sachgerechte Methode f&uuml;r die Ermittlung der H&ouml;he der Hinzusch&auml;tzung. Wegen der Divergenz zu einer anderen instanzgerichtlichen Entscheidung hat das FG die Beschwerde zugelassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Entscheidung des FG wurde der Prozessbevollm&auml;chtigten (P) des Antragstellers, einer Partnerschaftsgesellschaft mit vier Standorten, nach eigenen Angaben &#8211;ein f&ouml;rmliches Empfangsbekenntnis befindet sich nicht in den Akten&#8211; am 10.&nbsp;Januar 2017 zugestellt. Am 16.&nbsp;Januar 2017 ging beim FG ein mit normaler Briefpost &uuml;bersandter, nicht unterschriebener Schriftsatz der P ein, mit dem Beschwerde gegen den FG-Beschluss eingelegt wurde. Das FG wies auf die fehlende Unterschrift nicht hin, sondern beschloss am 17.&nbsp;Januar 2017, der Beschwerde nicht abzuhelfen, und legte das Verfahren dem BFH vor, wo die Akten am 23.&nbsp;Januar 2017 eingingen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Schreiben vom 8.&nbsp;Februar 2017 (der P zugestellt am 11.&nbsp;Februar 2017) wies die Vorsitzende des beschlie&szlig;enden Senats auf die fehlende Unterschrift sowie die M&ouml;glichkeit eines Wiedereinsetzungsantrags hin. Mit einem unterschriebenen Schriftsatz, der am 24.&nbsp;Februar 2017 beim BFH einging, legte P nochmals Beschwerde ein, begr&uuml;ndete diese zugleich und stellte einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand. Hierzu f&uuml;hrte sie aus, die in ihrer Kanzlei bestehenden Abl&auml;ufe zum Posteingang, zur Fristenkontrolle und zum Postausgang seien standardisiert und dokumentiert; sie w&uuml;rden von allen Mitarbeitern einheitlich angewandt. Zur Dokumentation der Arbeitsabl&auml;ufe werde eine Datev-Software eingesetzt. Nach Tz.&nbsp;4.1 der &#8211;dem Wiedereinsetzungsantrag beigef&uuml;gten&#8211; Arbeitsanweisung sei eine Kontrolle der Unterschrift vorzunehmen. Sei ein Schriftsatz nicht unterschrieben, lege ihn das Kanzleipersonal erneut vor, damit die Unterschrift nachgeholt werde. Diese Verfahrensweise habe sich in einer 40-j&auml;hrigen Kanzleihistorie eingespielt und bew&auml;hrt. Es seien bisher keine F&auml;lle bekannt geworden, in denen Schrifts&auml;tze die Kanzlei ohne Unterschrift verlassen h&auml;tten. Am ma&szlig;gebenden Tag sei die Zentrale durch die zuverl&auml;ssigste und ausreichend geschulte Kraft, Frau D, besetzt gewesen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am Tag des Postausgangs (13.&nbsp;Januar 2017) seien zwei Beschwerdeschriften erstellt worden; eine im vorliegenden Verfahren und eine im Parallelverfahren der GbR. Letztere sei unterschrieben beim BFH eingegangen. Es k&ouml;nne nur gemutma&szlig;t werden, dass an dem Schriftsatz im vorliegenden Verfahren noch eine Korrektur vorzunehmen gewesen und dann vers&auml;umt worden sei, die Unterschrift nachzuholen. Beim Eint&uuml;ten der Beschwerdeschrift m&uuml;sse die fehlende Unterschrift aufgrund eines nie auszuschlie&szlig;enden menschlichen Versehens unbemerkt geblieben sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im elektronischen Postausgangsbuch seien f&uuml;r den 13.&nbsp;Januar 2017 zwei verschiedene Beschwerdeschriften in Sachen des Antragstellers erfasst. Es sei also in der Kanzlei erkannt worden, dass es sich um zwei unterschiedliche Beschwerdeverfahren handele. Das Fehlen der Unterschrift k&ouml;nne daher nicht darauf beruhen, dass der zweite Schriftsatz versehentlich f&uuml;r ein Doppel gehalten worden sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Sache selbst wiederholt und vertieft der Antragsteller sein bisheriges Vorbringen. Er h&auml;lt seine Aufzeichnungen im Wesentlichen f&uuml;r ordnungsgem&auml;&szlig; und bringt Einwendungen gegen die Richtigkeit der Quantilssch&auml;tzung vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller beantragt,<br \/>den angefochtenen Beschluss aufzuheben und die Bescheide &uuml;ber Einkommensteuer, Solidarit&auml;tszuschlag und Zinsen f&uuml;r 2008 und 2009, &uuml;ber Umsatzsteuer und Zinsen f&uuml;r 2008 und 2009 sowie &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2008 und 2009, alle vom 15.&nbsp;September 2015, sowie die Bescheide &uuml;ber Einkommensteuer, Solidarit&auml;tszuschlag und Zinsen f&uuml;r 2010, &uuml;ber Umsatzsteuer und Zinsen f&uuml;r 2010 sowie &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r 2010, alle vom 21.&nbsp;September 2015, ohne Sicherheitsleistung von der Vollziehung auszusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<br \/>die Beschwerde zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist der Auffassung, Wiedereinsetzung in die vers&auml;umte Beschwerdefrist k&ouml;nne nicht gew&auml;hrt werden, da es an einer substantiierten, in sich schl&uuml;ssigen Darstellung der entscheidungserheblichen Tatsachen fehle. Der Antragsteller habe bereits nicht die Person benannt, die in der Kanzlei der P mit der Fertigstellung der Beschwerdeschrift beauftragt gewesen sei. Auf dieser Unkenntnis, die einen schweren Organisationsmangel darstelle, fu&szlig;e die Mutma&szlig;ung des Antragstellers, m&ouml;glicherweise sei an dem Schriftsatz noch eine Korrektur vorzunehmen gewesen. Bei einer den Anforderungen gen&uuml;genden Gestaltung der Abl&auml;ufe h&auml;tte der Antragsteller noch heute den tats&auml;chlichen Gesch&auml;ftsgang beschreiben und mitteilen k&ouml;nnen, wer an dem Schriftsatz gearbeitet und ihn ohne Unterschrift zur Post gegeben habe. Es sei daher nicht einmal klar, ob es auf die Zuverl&auml;ssigkeit der Frau D &uuml;berhaupt ankomme.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Sache selbst h&auml;lt das FA an seiner Auffassung fest, die Aufzeichnungen des Antragstellers seien mangelhaft, die Quantilssch&auml;tzung sei eine geeignete Sch&auml;tzungsmethode und sachgerecht durchgef&uuml;hrt worden, und andere Sch&auml;tzungsmethoden k&auml;men im Streitfall nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig, soweit sie den Solidarit&auml;tszuschlag zur Einkommensteuer f&uuml;r 2008 bis 2010 sowie die Zinsen zur Einkommen- und Umsatzsteuer f&uuml;r 2008 bis 2010 betrifft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hatte den erstinstanzlichen Antrag &#8211;der ebenfalls das ausdr&uuml;ckliche Begehren nach einer AdV der Festsetzungen des Solidarit&auml;tszuschlags und der Zinsen enthielt&#8211; im Interesse des Antragstellers zur Vermeidung einer Unzul&auml;ssigkeit im Hinblick darauf, dass es sich um blo&szlig;e Folgebescheide handelt (vgl. BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Oktober 1987 VIII&nbsp;R&nbsp;413\/83, BFHE 151, 319, BStBl II 1988, 240) dahingehend ausgelegt, dass der Antragsteller AdV nur in Bezug auf die Einkommensteuer, die Umsatzsteuer und den Gewerbesteuermessbetrag begehrt. Diese Auslegung hat es in seiner Entscheidung ausf&uuml;hrlich begr&uuml;ndet und in das Rubrum nur die drei genannten Steuerarten (ohne den Solidarit&auml;tszuschlag und die Zinsen) aufgenommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleichwohl beantragt der Antragsteller im Beschwerdeverfahren&nbsp;&nbsp;&#8211;entgegen dem Rubrum und der Begr&uuml;ndung der finanzgerichtlichen Entscheidung&#8211; nochmals ausdr&uuml;cklich auch die AdV in Bezug auf den Solidarit&auml;tszuschlag und die Zinsen. Insoweit ist aber &#8211;weil das FG hier&uuml;ber zur Vermeidung einer Unzul&auml;ssigkeitsentscheidung nicht entschieden hat&#8211; noch kein erstinstanzlicher Beschluss ergangen. Eine Erweiterung des Gegenstands des Beschwerdeverfahrens &uuml;ber den Gegenstand der erstinstanzlichen Entscheidung hinaus ist jedoch unzul&auml;ssig (BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Juni 2007 VIII&nbsp;B&nbsp;36\/07, BFH\/NV 2007, 1911, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Im &Uuml;brigen ist die Beschwerde zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Allerdings hat der Antragsteller die zweiw&ouml;chige Frist zur Einlegung der Beschwerde nicht gewahrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Beschwerde ist gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;129 Abs.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beim FG schriftlich (oder &#8211;was vorliegend nicht in Betracht kommt&#8211; zur Niederschrift des Urkundsbeamten der Gesch&auml;ftsstelle) innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntgabe der angegriffenen Entscheidung einzulegen. Grunds&auml;tzlich folgt aus der gesetzlich ausdr&uuml;cklich angeordneten Schriftform, dass der bestimmende Schriftsatz eigenh&auml;ndig unterschrieben werden muss (vgl. &sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs). Dies gilt auch f&uuml;r Schrifts&auml;tze, die im finanzgerichtlichen Verfahren eingereicht werden (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. aus j&uuml;ngerer Zeit BFH-Beschluss vom 20.&nbsp;Mai 2015 XI&nbsp;R&nbsp;48\/13, BFH\/NV 2015, 1263, Rz&nbsp;14, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der im vorliegenden Verfahren angefochtene Beschluss des FG ist P am 10.&nbsp;Januar 2017 zugegangen. Die Einlegungsfrist endete daher am 24.&nbsp;Januar 2017. Innerhalb dieser Frist ist beim FG lediglich ein nicht unterschriebener Schriftsatz eingegangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwar kann ausnahmsweise von dem Unterschriftserfordernis abgesehen werden, wenn aus anderen Gr&uuml;nden ohne Beweisaufnahme feststeht, dass es sich bei dem an das Gericht gelangten, nicht unterschriebenen Schriftst&uuml;ck nicht lediglich um einen Entwurf handelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dies ist in der bisherigen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung etwa angenommen worden, wenn einer nicht unterschriebenen Klageschrift eine vom Kl&auml;ger eigenh&auml;ndig unterzeichnete Prozessvollmacht im Original beigef&uuml;gt war (BFH-Urteil vom 28.&nbsp;September 1995 IV&nbsp;R&nbsp;76\/94, BFH\/NV 1996, 332), wenn ein rechtlich unerfahrener Kl&auml;ger zwar die Klageschrift nicht unterzeichnet, auf dem Briefumschlag aber handschriftlich seinen Namen und seine Anschrift eingetragen hat (BFH-Urteil vom 3.&nbsp;Oktober 1986 III&nbsp;R&nbsp;207\/81, BFHE 148, 205, BStBl II 1987, 131), wenn zwar nicht der &#8211;der Schriftform unterliegende&#8211; Antrag, wohl aber ein Begleitschreiben eigenh&auml;ndig unterzeichnet ist (BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Dezember 2001 III&nbsp;R&nbsp;24\/99, BFHE 196, 464, BStBl II 2002, 159), oder wenn ein erforderlicher Gerichtskostenvorschuss noch innerhalb der Klagefrist eingezahlt wird (Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 22.&nbsp;Oktober 2004&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR 894\/04, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2005, 814, unter II.2.b aa (2)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ein vergleichbarer Ausnahmesachverhalt ist im Streitfall indes nicht gegeben, weil es innerhalb der Beschwerdefrist &uuml;ber den blo&szlig;en Eingang des nicht unterschriebenen &#8211;und damit als blo&szlig;er Entwurf anzusehenden&#8211; Schriftst&uuml;cks hinaus kein weiteres Indiz f&uuml;r den ernsthaften Willen des Antragstellers zur formgerechten Erhebung einer Beschwerde gibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem Antragsteller ist jedoch Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;56 Abs.&nbsp;1 FGO ist auf Antrag &#8211;nach &sect;&nbsp;56 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;4 FGO auch ohne Antrag&#8211; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren, wenn jemand ohne Verschulden verhindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten. Ein Verschulden des Prozessbevollm&auml;chtigten steht dem Verschulden des Beteiligten gleich (&sect;&nbsp;85 Abs.&nbsp;2 der Zivilprozessordnung i.V.m. &sect;&nbsp;155 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Tatsachen zur Begr&uuml;ndung des Antrags sind glaubhaft zu machen (&sect;&nbsp;56 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO). Bereits innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist sind (unbeschadet einer sp&auml;teren Glaubhaftmachung) alle entscheidungserheblichen Tatsachen wenigstens ihrem wesentlichen Inhalt nach schl&uuml;ssig darzulegen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2003 I&nbsp;B&nbsp;166\/02, BFH\/NV 2003, 1193, und vom 29.&nbsp;Oktober 2003 V&nbsp;B&nbsp;61\/03, BFH\/NV 2004, 459), es sei denn, die Gr&uuml;nde waren offenkundig oder amtsbekannt (BFH-Urteil vom 17.&nbsp;September 1987 III&nbsp;R&nbsp;259\/84, BFH\/NV 1988, 681).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat hat &#8211;ebenso wie das FA&#8211; erhebliche Zweifel, ob die Darlegungen des Antragstellers in seinem Wiedereinsetzungsantrag als schl&uuml;ssige, substantiierte und vollst&auml;ndige Schilderung der ma&szlig;gebenden Geschehensabl&auml;ufe innerhalb der Kanzlei der P anzusehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum einen wird nicht deutlich, welcher Berufstr&auml;ger mit der Anfertigung der Beschwerdeschrift befasst war und die Unterschriftsleistung vers&auml;umt hat. Zum anderen stellt der Antragsteller ausdr&uuml;cklich nur eine &quot;Mutma&szlig;ung&quot; zum vermeintlichen Geschehensablauf an, gibt aber keine eindeutige Tatsachenschilderung ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vor allem aber sind die von P vorgelegten Organisationsunterlagen nicht geeignet, ein Organisationsverschulden auszuschlie&szlig;en. P betreibt ihre Kanzlei an vier Standorten; f&uuml;r die Bearbeitung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der Standort in B zust&auml;ndig. Tz.&nbsp;4.1 der vorgelegten Kanzleianweisung, aus der sich nach Auffassung des Antragstellers die Pflicht seines Kanzleipersonals zur Kontrolle des Vorhandenseins einer Unterschrift ergeben soll, bezieht sich aber nur auf den Standort S. Der Umstand, dass beispielsweise in der &#8211;hier inhaltlich nicht einschl&auml;gigen&#8211; Tz.&nbsp;4.2 der Kanzleianweisung Regelungen enthalten sind, die ausdr&uuml;cklich zwischen den Standorten B und S differenzieren, zeigt, dass die Nichterw&auml;hnung des Standorts B in Tz.&nbsp;4.1 kein blo&szlig;es Versehen sein kann. Hinzu kommt, dass in dem neunteiligen Katalog der Formalpr&uuml;fungen, der in Tz.&nbsp;4.1 der Kanzleianweisung enthalten ist, die Pr&uuml;fung der Unterschrift nicht ausdr&uuml;cklich erw&auml;hnt wird. Lediglich im Einleitungssatz ist von der &quot;unterschriebenen Post&quot; die Rede; eine eindeutige Anordnung, dass das Vorhandensein der Unterschrift zu pr&uuml;fen ist, fehlt indes. Demgegen&uuml;ber ist beispielsweise in Tz.&nbsp;4.3 der Kanzleianweisung in Bezug auf Gewinnermittlungen und Jahresabschl&uuml;sse die Kontrolle des Vorhandenseins der Unterschrift ausdr&uuml;cklich als eigener Punkt in den dortigen Katalog der Formalpr&uuml;fungen aufgenommen worden; dies l&auml;sst durchaus den Umkehrschluss zu, dass eine solche Pr&uuml;fung in den F&auml;llen der Tz.&nbsp;4.1 nicht verlangt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch belegen die eingereichten Ausdrucke aus dem elektronischen Postausgangsbuch nicht zweifelsfrei, dass es gerade die beiden Beschwerdeschriften waren, die am 13.&nbsp;Januar 2017 die Kanzlei der P verlassen haben. In beiden F&auml;llen ist im Postausgangsbuch als Veranlagungsjahr &quot;2017&quot; angegeben. Diese Angabe weicht von den tats&auml;chlichen Streitjahren des vorliegenden Verfahrens (2008 bis 2010) sowie des Parallelverfahrens IV&nbsp;B&nbsp;4\/17 (2011 und 2012) deutlich ab. Auch ist als Porto jeweils &quot;0,55&quot; angegeben. Das g&uuml;nstigste Briefporto betrug am 13.&nbsp;Januar 2017 aber bereits 0,70&nbsp;EUR. Hinzu kommt, dass der in der FG-Akte enthaltene Original-Schriftsatz der nicht unterzeichneten Beschwerde nicht geknickt ist, also in einem Umschlag versandt worden sein muss, der so gro&szlig; ist, dass man ein DIN A4-Schreiben ungefaltet einlegen kann. Das Mindestporto f&uuml;r derartige Sendungen betr&auml;gt aber 1,45&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem hat der Antragsteller das Vorbringen zum Wiedereinsetzungsantrag nicht durch geeignete Mittel &#8211;etwa die Vorlage eidesstattlicher Versicherungen der Frau D und des zust&auml;ndigen Berufstr&auml;gers&#8211; glaubhaft gemacht. Er hat auch nach Kenntnisnahme der bereits vom FA mit seiner Beschwerdeerwiderung ge&auml;u&szlig;erten Zweifel weiterhin keine konkretere Darstellung der damaligen Vorg&auml;nge abgegeben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Letztlich k&ouml;nnen diese Zweifel an der hinreichenden Substantiierung des Wiedereinsetzungsantrags aber auf sich beruhen, da dem Antragsteller aus Gr&uuml;nden, die aktenkundig und damit amtsbekannt sind (vgl. dazu BFH-Urteil in BFH\/NV 1988, 681), Wiedereinsetzung zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Ein Prozessbeteiligter kann erwarten, dass offenkundige Versehen, wie das Fehlen einer zur Fristwahrung erforderlichen Unterschrift, von dem angerufenen Gericht in angemessener Zeit bemerkt und als Folge der prozessualen F&uuml;rsorgepflicht innerhalb eines ordnungsgem&auml;&szlig;en Gesch&auml;ftsgangs die notwendigen Ma&szlig;nahmen getroffen werden, um eine drohende Fristvers&auml;umung zu vermeiden (BVerfG-Beschluss in NJW 2005, 814, unter II.2.b bb; dort war der ma&szlig;gebende Schriftsatz &#8211;ebenso wie im vorliegenden Fall&#8211; acht Tage vor Fristablauf beim zust&auml;ndigen Gericht eingereicht worden).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes und des BVerfG ist ein Gericht verpflichtet, einen Schriftsatz, der eindeutig als fehlgeleitet erkennbar ist, im Rahmen des ordnungsgem&auml;&szlig;en Gesch&auml;ftsgangs ohne schuldhaftes Z&ouml;gern an die zust&auml;ndige Stelle weiterzuleiten. Bei einer schuldhaft verz&ouml;gerten Weiterleitung ist dem Verfahrensbeteiligten Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren (grundlegend BVerfG-Beschluss vom 20.&nbsp;Juni 1995&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR 166\/93, BVerfGE 93, 99, unter C.II.). Dies gilt nach dieser Rechtsprechung unabh&auml;ngig davon, auf welchen Gr&uuml;nden der Fehler bei der Einreichung des bestimmenden Schriftsatzes beruht (BVerfG-Beschluss in BVerfGE 93, 99, unter C.II.2.b; vgl. auch BVerfG-Beschluss vom 2.&nbsp;September 2002&nbsp;&nbsp;1&nbsp;BvR&nbsp;476\/01, BStBl II 2002, 835). F&uuml;r ein bereits vorher mit der Sache befasstes Gericht entspricht das Unterbleiben einer Weiterleitung, obwohl bis zum Fristablauf noch eine Spanne von f&uuml;nf Arbeitstagen zur Verf&uuml;gung stand, nicht mehr einem ordentlichen Gesch&auml;ftsgang (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 3.&nbsp;Juli 2006 II&nbsp;ZB&nbsp;24\/05, NJW 2006, 3499). Demgegen&uuml;ber besteht keine Pflicht zur sofortigen Pr&uuml;fung und Weiterleitung noch am Tage des Eingangs des Schriftsatzes oder zu einer beschleunigten Weiterleitung per Telefax (BFH-Beschluss vom 27.&nbsp;Oktober 2004 XI&nbsp;B&nbsp;130\/02, BFH\/NV 2005, 563).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dementsprechend stellt es einen Verfahrensmangel (Verletzung der Verfahrensf&ouml;rderungspflicht des &sect;&nbsp;76 Abs.&nbsp;2 FGO) dar, wenn ein FG bei einer weit vor Ablauf der Klagefrist eingereichten Klage zwar noch innerhalb der Klagefrist auf bestimmte formale M&auml;ngel hinweist, aber erst nach drei Jahren erg&auml;nzend beanstandet, dass die Klageschrift lediglich mit einer Paraphe versehen sei, und aus diesem Grund die Klage als unzul&auml;ssig verwirft (BFH-Beschluss vom 30.&nbsp;Januar 1996 V&nbsp;B&nbsp;89\/95, BFH\/NV 1996, 683, unter II.3.b).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Vorliegend ist die nicht unterschriebene Beschwerdeschrift am 16.&nbsp;Januar 2017 beim FG eingegangen. Bis zum Fristablauf am 24.&nbsp;Januar 2017 verblieben daher acht Kalendertage (bzw. sechs Arbeitstage), um den Antragsteller auf das Fehlen der Unterschrift hinzuweisen. Tats&auml;chlich hat sich das FG bereits am 17.&nbsp;Januar 2017 &#8211;im Rahmen seiner Nichtabhilfeentscheidung&#8211; mit der Beschwerde befasst, aber nicht auf das Fehlen der Unterschrift hingewiesen. H&auml;tte es zu diesem Zeitpunkt einen Hinweis erteilt, w&auml;re zu erwarten gewesen, dass der Antragsteller den Formmangel noch innerhalb der Beschwerdefrist geheilt h&auml;tte. Dieses Vers&auml;umnis des FG &uuml;berholt das vorherige Verschulden der P, so dass schon deshalb Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">III.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Beschwerde zul&auml;ssig ist, ist sie zum &uuml;berwiegenden Teil begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei Zugrundelegung der im AdV-Verfahren anzuwendenden Ma&szlig;st&auml;be (dazu unten 1.) war das FA dem Grunde nach nur hinsichtlich der Veranstaltungen und des Volksfestes zur Sch&auml;tzung befugt; im &Uuml;brigen bestehen bei der gebotenen summarischen Betrachtung ernstliche Zweifel, ob die Aufzeichnungen des Antragstellers den f&uuml;r eine allein auf formelle Fehler gest&uuml;tzte Sch&auml;tzungsbefugnis erforderlichen Grad an Mangelhaftigkeit aufweisen (unten&nbsp;2.). Davon ausgehend hat das FA bisher nicht dargelegt, dass die in der Senatsrechtsprechung entwickelten Voraussetzungen daf&uuml;r, eine Sch&auml;tzung der H&ouml;he nach auf die Ergebnisse eines Zeitreihenvergleichs st&uuml;tzen zu k&ouml;nnen, erf&uuml;llt sind (unten&nbsp;3.). Zur Ber&uuml;cksichtigung der vorhandenen formellen M&auml;ngel der Aufzeichnungen des Antragstellers nimmt der Senat in Aus&uuml;bung seiner eigenen Sch&auml;tzungsbefugnis f&uuml;r AdV-Zwecke einen Sicherheitszuschlag zu den erkl&auml;rten Einnahmen von 3.000&nbsp;EUR netto pro Jahr vor (unten 4.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect;&nbsp;69 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO ist die Vollziehung eines angefochtenen Verwaltungsaktes u.a. dann ganz oder teilweise auszusetzen, wenn &#8211;wor&uuml;ber im vorliegenden Verfahren allein gestritten wird&#8211; ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit dieses Verwaltungsaktes bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ernstliche Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit liegen vor, wenn bei summarischer Pr&uuml;fung des angefochtenen Bescheides neben f&uuml;r seine Rechtm&auml;&szlig;igkeit sprechenden Umst&auml;nden gewichtige Gr&uuml;nde zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung von Rechtsfragen oder Unklarheit in der Beurteilung entscheidungserheblicher Tatfragen bewirken. Die Entscheidung hier&uuml;ber ergeht bei der im AdV-Verfahren gebotenen summarischen Pr&uuml;fung aufgrund des Sachverhalts, der sich aus dem Vortrag der Beteiligten und der Aktenlage ergibt. Zur Gew&auml;hrung der AdV ist es nicht erforderlich, dass die f&uuml;r die Rechtswidrigkeit sprechenden Gr&uuml;nde im Sinne einer Erfolgswahrscheinlichkeit f&uuml;r das Hauptsacheverfahren &uuml;berwiegen (st&auml;ndige h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung, vgl. zuletzt BFH-Beschl&uuml;sse vom 24.&nbsp;Mai 2016 V&nbsp;B&nbsp;123\/15, BFH\/NV 2016, 1253, Rz&nbsp;25, und vom 8.&nbsp;Februar 2017 X&nbsp;B&nbsp;138\/16, BFH\/NV 2017, 579, Rz&nbsp;32, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Ob diese Voraussetzungen f&uuml;r eine Sch&auml;tzung (dazu unten a) erf&uuml;llt sind, ist f&uuml;r die drei Bereiche, in denen der Antragsteller seine Bareinnahmen erzielt, differenziert zu betrachten. Danach k&ouml;nnen bei der summarischen Betrachtung, auf die sich der im AdV-Verfahren anzuwendende Pr&uuml;fungsma&szlig;stab beschr&auml;nkt, und beim derzeitigen &#8211;noch sehr unvollst&auml;ndigen&#8211; Stand der Sachaufkl&auml;rung und des Vorbringens der Beteiligten ernstliche Zweifel am Bestehen einer Sch&auml;tzungsbefugnis hinsichtlich der Einnahmen aus dem laufenden Gastst&auml;ttenbetrieb nicht ausgeschlossen werden (unten&nbsp;b). Demgegen&uuml;ber bestehen hinsichtlich der Einnahmen aus dem Volksfest (unten&nbsp;c) und den Veranstaltungen (unten&nbsp;d) keine ernstlichen Zweifel an der Sch&auml;tzungsbefugnis.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Finanzbeh&ouml;rde hat gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;162 Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 der Abgabenordnung (AO) u.a. dann eine Sch&auml;tzung der Besteuerungsgrundlagen vorzunehmen, wenn die Aufzeichnungen des Steuerpflichtigen der Besteuerung nicht nach &sect;&nbsp;158 AO zugrunde gelegt werden k&ouml;nnen, sie also nicht den Vorschriften der &sect;&sect;&nbsp;140 bis 148 AO entsprechen oder sonst nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls Anlass besteht, ihre sachliche Richtigkeit zu beanstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar berechtigen formelle M&auml;ngel der Aufzeichnungen nach st&auml;ndiger h&ouml;chstrichterlicher Rechtsprechung nur insoweit zur Sch&auml;tzung, als sie Anlass geben, die sachliche Richtigkeit des Ergebnisses der Gewinnermittlung anzuzweifeln (BFH-Entscheidungen vom 17.&nbsp;November 1981 VIII&nbsp;R&nbsp;174\/77, BFHE 135, 11, BStBl II 1982, 430, unter 1.; vom 25.&nbsp;Januar 1990 IV&nbsp;B&nbsp;140\/88, BFH\/NV 1990, 484, und in BFH\/NV 2012, 1921, Rz&nbsp;22, mit zahlreichen weiteren Nachweisen). Jedenfalls dann, wenn vorwiegend Bargesch&auml;fte get&auml;tigt werden, k&ouml;nnen M&auml;ngel der Kassenf&uuml;hrung aber den gesamten Aufzeichnungen die Ordnungsm&auml;&szlig;igkeit nehmen (BFH-Urteil in BFH\/NV 2012, 1921, Rz&nbsp;34).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich des laufenden Gastst&auml;ttenbetriebs bestehen derzeit ernstliche Zweifel an einer Sch&auml;tzungsbefugnis des FA. Beim gegenw&auml;rtigen Stand der Sachaufkl&auml;rung steht noch nicht fest, ob der Antragsteller die vom Gesetz (dazu unten&nbsp;aa) und der Rechtsprechung (unten&nbsp;bb) aufgestellten formellen Anforderungen an die in F&auml;llen der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung zu f&uuml;hrenden Aufzeichnungen von Bareinnahmen verfehlt hat (unten&nbsp;cc). Die Bedenken, die das FA hinsichtlich der materiellen Richtigkeit &#8211;insbesondere der betragsm&auml;&szlig;igen Vollst&auml;ndigkeit&#8211; der Aufzeichnungen ge&auml;u&szlig;ert hat, sind beim gegenw&auml;rtigen Stand der Sachaufkl&auml;rung ebenfalls nicht geeignet, ernsthafte Zweifel am Bestehen einer Sch&auml;tzungsbefugnis auszuschlie&szlig;en (unten&nbsp;dd).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Antragsteller hat seinen Gewinn durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung ermittelt. Zwischen den Beteiligten ist &#8211;nach Auffassung des beschlie&szlig;enden Senats zu Recht&#8211; unstreitig, dass er hierzu berechtigt war. &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG selbst enth&auml;lt &#8211;mit Ausnahme des hier nicht einschl&auml;gigen &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;5 EStG&#8211; keine Regelungen &uuml;ber den formellen Mindestinhalt der Aufzeichnungen, die bei dieser Gewinnermittlungsart zu f&uuml;hren sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Allerdings ist nach &sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 UStG jeder Unternehmer verpflichtet, zur Feststellung der Umsatzsteuer und der Grundlagen ihrer Berechnung Aufzeichnungen zu machen. Aus den Aufzeichnungen m&uuml;ssen die vereinbarten &#8211;bzw. in den F&auml;llen des &sect;&nbsp;20 UStG die vereinnahmten&#8211; Entgelte f&uuml;r die vom Unternehmer ausgef&uuml;hrten Lieferungen und sonstigen Leistungen zu ersehen sein (&sect;&nbsp;22 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und 5 UStG). Die Aufzeichnungen m&uuml;ssen so beschaffen sein, dass es einem sachverst&auml;ndigen Dritten innerhalb einer angemessenen Zeit m&ouml;glich ist, einen &Uuml;berblick &uuml;ber die Ums&auml;tze des Unternehmers und die abziehbaren Vorsteuern zu erhalten und die Grundlagen f&uuml;r die Steuerberechnung festzustellen (&sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;1 der Umsatzsteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung &#8211;UStDV&#8211;). Dabei darf der Unternehmer das Entgelt und den Steuerbetrag in einer Summe &#8211;statt des (Netto-)Entgelts allein&#8211; aufzeichnen (&sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 UStDV). Am Schluss jedes Voranmeldungszeitraums hat der Unternehmer u.a. die Summe der Entgelte zu errechnen und aufzuzeichnen (&sect;&nbsp;63 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 UStDV).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;146 Abs.&nbsp;1 AO in der im Streitjahr noch geltenden Fassung (vor den &Auml;nderungen durch das Gesetz vom 22.&nbsp;Dezember 2016, BGBl I 2016, 3152) sind die erforderlichen Aufzeichnungen vollst&auml;ndig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorzunehmen. Kasseneinnahmen und Kassenausgaben sollen &quot;t&auml;glich&quot; festgehalten werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Senat hat bereits entschieden, dass sich in F&auml;llen der Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung auch aus den Vorschriften des &sect;&nbsp;22 UStG und des &sect;&nbsp;63 UStDV keine Pflicht zur F&uuml;hrung eines Kassenbuchs ergibt. Bei dieser Gewinnermittlungsart gibt es keine Bestandskonten und somit auch kein Kassenkonto. Vereinnahmtes Geld wird sofort Privatverm&ouml;gen. Die Feststellung eines Kassenbestands, f&uuml;r den bei einer Gewinnermittlung durch Bestandsvergleich ein Kassenbuch erforderlich ist, kommt nicht in Betracht (ausf&uuml;hrlich zum Ganzen Senatsbeschluss vom 16.&nbsp;Februar 2006 X&nbsp;B&nbsp;57\/05, BFH\/NV 2006, 940, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Literatur wird daher das als &quot;Schuhkarton-Buchf&uuml;hrung&quot; bezeichnete Erstellen und Sammeln von Einnahmen- und Ausgabenbelegen, verbunden mit einer regelm&auml;&szlig;igen Summenziehung, f&uuml;r ausreichend gehalten (M&auml;rtens in Beermann\/Gosch, &sect;&nbsp;146 AO Rz&nbsp;28; Kanzler in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;4 EStG Rz 522; vgl. auch BFH-Urteil vom 13.&nbsp;Oktober 1989 III&nbsp;R&nbsp;30, 31\/85, BFHE 159, 123, BStBl II 1990, 287, unter II.2.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Das Nieders&auml;chsische FG hat in seiner vom FA und der Vorinstanz mehrfach angef&uuml;hrten Entscheidung (Urteil vom 8.&nbsp;Dezember 2011&nbsp;&nbsp;12&nbsp;K&nbsp;389\/09, EFG 2013, 291, unter I.2.h, m.w.N.; Nichtzulassungsbeschwerde als unzul&auml;ssig verworfen durch Senatsbeschluss vom 13.&nbsp;M&auml;rz 2013 X&nbsp;B&nbsp;16\/12, BFH\/NV 2013, 902) die folgenden drei M&ouml;glichkeiten f&uuml;r eine ordnungsm&auml;&szlig;ige Aufzeichnung von Bareinnahmen in F&auml;llen der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung bei Sachverhalten, in denen die F&uuml;hrung von Einzelaufzeichnungen nach den von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung aufgestellten Grunds&auml;tzen nicht ohnehin als zwingend anzusehen ist, aufgezeigt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">eine geordnete Belegablage mit Einzelaufzeichnungen der Erl&ouml;se;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Verzicht sowohl auf Einzelaufzeichnungen als auch auf ein t&auml;gliches Ausz&auml;hlen des Kassenbestands, aber Aufbewahrung der Ursprungsaufzeichnungen und Abgleich von Soll- und Ist-Bestand der Kasse &quot;in gewissen Abst&auml;nden&quot; (insbesondere bei der Nutzung von Registrierkassen);<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Verzicht sowohl auf Einzelaufzeichnungen als auch auf die Aufbewahrung von Ursprungsbelegen, aber t&auml;gliches tats&auml;chliches Ausz&auml;hlen der Kasse, das in fortlaufenden Kassenberichten dokumentiert wird;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">demgegen&uuml;ber gen&uuml;ge das blo&szlig;e Aufschreiben des t&auml;glichen (Gesamt-)Umsatzes ohne Aufbewahrung weiterer Belege den Anforderungen nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Danach kann der Senat bei der &#8211;angesichts des vorl&auml;ufigen Charakters des Eilverfahrens gebotenen&#8211; summarischen und im Zweifel gro&szlig;z&uuml;gigen Betrachtung auf der Grundlage des derzeitigen Standes der Sachaufkl&auml;rung nicht feststellen, dass die Aufzeichnungen des Antragstellers &uuml;ber die Einnahmen des laufenden Gastst&auml;ttenbetriebs die geltenden formellen Anforderungen verletzen. Der Senat weist allerdings ausdr&uuml;cklich darauf hin, dass in dieser einzelfallbezogenen, ohne hinreichende Sachaufkl&auml;rungsgrundlage getroffenen, summarischen und gro&szlig;z&uuml;gigen Betrachtung keine grunds&auml;tzliche und abschlie&szlig;ende Entscheidung &uuml;ber die in F&auml;llen der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung geltenden formellen Pflichten zur Aufzeichnung der Kasseneinnahmen zu sehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller hat tats&auml;chlich Einzelaufzeichnungen zumindest &uuml;ber die vereinnahmten Geldbetr&auml;ge gef&uuml;hrt (dazu unten&nbsp;(1)). Seine Behauptung, weitere Uraufzeichnungen seien niemals erstellt worden und daher auch nicht aufbewahrungspflichtig, ist vom FA bisher nicht widerlegt worden und daher f&uuml;r Zwecke des AdV-Verfahrens zugrunde zu legen (unten (2)). Eine Rechtsgrundlage daf&uuml;r, die Aufzeichnungen in gebundener Form f&uuml;hren zu m&uuml;ssen, ist jedenfalls bei Anwendung der im Eilverfahren geltenden Ma&szlig;st&auml;be nicht ersichtlich (unten (3)). Dar&uuml;ber hinaus gehende Anforderungen, die der Antragsteller nicht erf&uuml;llt h&auml;tte, folgen auch nicht aus der vom FA und FG angef&uuml;hrten Rechtsprechung (unten&nbsp;(4)). Damit erf&uuml;llen die Aufzeichnungen des Antragstellers die oben zu bb) dargestellten Rechtsprechungsvorgaben (unten&nbsp;(5)). Zwar k&ouml;nnen diese Vorgaben die inhaltliche Vollst&auml;ndigkeit der Aufzeichnungen systembedingt nicht gew&auml;hrleisten; ob die bisherigen Rechtsprechungsvorgaben daher unzureichend sind und einer Versch&auml;rfung bed&uuml;rften, ist im Eilverfahren indes nicht zu entscheiden (unten&nbsp;(6)).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Zu einer Einzelaufzeichnung seiner Erl&ouml;se war der Antragsteller &#8211;wie es wohl auch der Auffassung des FG entspricht&#8211; bei summarischer Betrachtung nicht verpflichtet. Er hat allerdings tats&auml;chlich Einzelaufzeichnungen &#8211;wenn auch beschr&auml;nkt auf die reinen Betr&auml;ge, ohne Angabe der Kundennamen und der im Einzelnen dargebotenen Speisen und Getr&auml;nke&#8211; gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das bisherige Vorbringen des FA zu der Frage, ob der Antragsteller Einzelaufzeichnungen gef&uuml;hrt habe, ist unklar. Im Schriftsatz vom 10.&nbsp;November 2015 formuliert das FA, es treffe zu, dass f&uuml;r die laufenden Gastst&auml;ttenums&auml;tze Einzelaufzeichnungen gef&uuml;hrt worden seien. Demgegen&uuml;ber vertritt es im Schriftsatz vom 26.&nbsp;Januar 2016 die Auffassung, der Antragsteller habe zwar die Einnahmen je Kunde bzw. je bedienten Tisch getrennt aufgezeichnet; dies seien aber keine Einzelaufzeichnungen. Letzterem k&ouml;nnte der Senat bei summarischer Betrachtung nicht folgen. Mehr als eine getrennte Aufzeichnung pro Kunde wird bei einer Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und F&uuml;hrung einer offenen Ladenkasse kaum verlangt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(a) Aus &sect;&nbsp;146 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 AO ergab sich in den Streitjahren noch keine allgemeine Einzelaufzeichnungspflicht (anders die Rechtslage seit den &Auml;nderungen durch das Gesetz vom 22.&nbsp;Dezember 2016, BGBl I 2016, 3152). Die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung hat lediglich f&uuml;r Kaufleute mit Gewinnermittlung durch Betriebsverm&ouml;gensvergleich aus den entsprechenden handelsrechtlichen Grunds&auml;tzen eine grunds&auml;tzliche Einzelaufzeichnungspflicht abgeleitet (BFH-Urteile vom 12.&nbsp;Mai 1966 IV&nbsp;472\/60, BFHE 86, 118, BStBl III 1966, 371, und vom 16.&nbsp;Dezember 2014 X&nbsp;R&nbsp;42\/13, BFHE 248, 99, BStBl II 2015, 519). Zu diesem Personenkreis geh&ouml;rt der Antragsteller aber nicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(b) Selbst wenn eine grunds&auml;tzliche Einzelaufzeichnungspflicht best&uuml;nde, k&ouml;nnte der Antragsteller sich f&uuml;r das Unterbleiben von Aufzeichnungen zu den Namen der Kunden und den jeweils zur Verf&uuml;gung gestellten Speisen und Getr&auml;nken aber auf die von der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung aus Zumutbarkeitsgr&uuml;nden gew&auml;hrten Erleichterungen berufen (vgl. hierzu ebenfalls BFH-Urteil in BFHE 86, 118, BStBl III 1966, 371).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA bringt hierzu vor, nur bei Einzelh&auml;ndlern mit einer Vielzahl von Barverk&auml;ufen an unbekannte Kunden &uuml;ber den Ladentisch und vergleichbaren Berufsgruppen bestehe keine Einzelaufzeichnungspflicht; hierauf k&ouml;nne sich der Antragsteller als Gastwirt (Dienstleister) nicht berufen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem kann der Senat nicht folgen. Die Rechtsprechung hat die gew&auml;hrten Erleichterungen niemals ausdr&uuml;cklich auf Warenlieferanten beschr&auml;nkt, sondern stets aus dem Gesichtspunkt der Zumutbarkeit abgeleitet. Insoweit kann aber bei Klein-Dienstleistern dieselbe Interessenlage bestehen wie bei kleinen Warenlieferanten. Bereits in den Gr&uuml;nden der Entscheidung in BFHE 86, 118, BStBl III 1966, 371 sind neben Einzelhandelsgesch&auml;ften auch Spielautomaten sowie Stehbierhallen genannt. Dabei handelt es sich aber ebenfalls um Dienstleistungen. Im &Uuml;brigen weist gerade die Darreichung von Speisen und Getr&auml;nken eine erhebliche N&auml;he zu dem Verkauf von Waren etwa in einem B&auml;ckereigesch&auml;ft auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Behauptung des Antragstellers, er habe keine weiteren Uraufzeichnungen erstellt, so dass solche Aufzeichnungen auch nicht aufbewahrt und vorgelegt werden konnten, ist vom FA bisher nicht widerlegt worden und daher f&uuml;r Zwecke des AdV-Verfahrens zugrunde zu legen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat zumindest anf&auml;nglich unterstellt, den Einzelaufzeichnungen auf den Tageseinnahmen-Zetteln l&auml;gen gesonderte &quot;Kellnerzettel&quot; zugrunde, die als Uraufzeichnungen aufbewahrungspflichtig seien. Der Antragsteller hat die Existenz solcher &quot;Kellnerzettel&quot; bestritten und dazu erkl&auml;rt, in aller Regel habe er allein bei den G&auml;sten kassiert und den erhaltenen Betrag sogleich auf dem Tageseinnahmen-Zettel notiert. Jedenfalls f&uuml;r Zwecke der im AdV-Verfahren gebotenen lediglich summarischen Pr&uuml;fung ist &#8211;in Ermangelung pr&auml;senter Beweismittel, die einen gegenteiligen Schluss zulassen w&uuml;rden&#8211; hier von der Erkl&auml;rung des Antragstellers auszugehen. Diese ist auch durchaus plausibel, da neben dem Antragsteller lediglich E und eine weitere Aushilfe &#8211;beide mit eher geringen Eink&uuml;nften, die f&uuml;r eine blo&szlig;e Teilzeitbesch&auml;ftigung sprechen&#8211; im Betrieb t&auml;tig waren; zus&auml;tzlich waren in zwei Streitjahren noch zwei weitere Aushilfen t&auml;tig, allerdings angesichts eines Jahreslohns von ca.&nbsp;1.000&nbsp;EUR in &auml;u&szlig;erst geringem Umfang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit das FA in der Beschwerdeerwiderung die Vorlage von Kassenstreifen und Bons vermisst, hat es bisher nicht dargelegt, dass die vom Antragsteller &#8211;in zul&auml;ssiger und auch vom FA dem Grunde nach nicht beanstandeter Weise&#8211; verwendete offene Ladenkasse &uuml;berhaupt in der Lage war, solche Belege auszugeben. Auch dies w&auml;re erforderlichenfalls im Hauptsacheverfahren noch zu kl&auml;ren, kann beim derzeitigen Verfahrensstand aber nicht zu Lasten des Antragstellers herangezogen werden. Wenn allerdings die vom Antragsteller verwendete offene Ladenkasse zur Ausgabe von Kassenzetteln oder &auml;hnlichen Belegen technisch in der Lage gewesen sein sollte, dann h&auml;tte der Antragsteller diese Belege als Ursprungsaufzeichnungen aufbewahren und dem Pr&uuml;fer vorlegen m&uuml;ssen (vgl. Urteil des Nieders&auml;chsischen FG in EFG 2013, 291, unter I.2.h bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>75<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Eine Rechtsgrundlage daf&uuml;r, die Aufzeichnungen in gebundener Form f&uuml;hren zu m&uuml;ssen, ist jedenfalls bei Anwendung der im Eilverfahren geltenden Ma&szlig;st&auml;be nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>76<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat die Aufzeichnungen nicht als ausreichend angesehen, weil sie auf losen, nicht durchnummerierten Bl&auml;ttern vorgenommen worden sind. Es sei nicht ansatzweise ersichtlich, wann, von wem und auf welche Weise die jeweiligen Tagesums&auml;tze ermittelt worden seien. Sie stammten ersichtlich nur von einer Person und erweckten den Eindruck, sie seien im Nachhinein erstellt worden; N&auml;heres bed&uuml;rfe der Aufkl&auml;rung im Hauptsacheverfahren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>77<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Indes verlangt &sect;&nbsp;4 Abs.&nbsp;3 EStG keine Aufzeichnungen in &quot;Buch&quot;form. Die gebundene oder jedenfalls eine in sich geschlossene Form wird etwa beim Fahrten&quot;buch&quot; verlangt (hierzu BFH-Urteil vom 9.&nbsp;November 2005 VI&nbsp;R&nbsp;27\/05, BFHE 211, 508, BStBl II 2006, 408), aber nicht bei blo&szlig;en &quot;Aufzeichnungen&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>78<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht nachvollziehbar ist des Weiteren, wie das FG zu der Wertung kommt, es sei nicht ansatzweise ersichtlich, vom wem die Tagesums&auml;tze ermittelt worden seien. Insoweit ist darauf hinzuweisen, dass der Antragsteller jedenfalls auf s&auml;mtlichen Tageseinnahmen-Zetteln, die in den Akten enthalten sind, die Summenbildung mit seinem Namenszeichen versehen hat. Dass es sich bei den weiteren, nicht in den Akten enthaltenen Einnahmezetteln anders verhielte, haben weder das FG noch das FA ausgef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>79<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die weitere Feststellung des FG, die Tageseinnahmen-Zettel seien &uuml;berwiegend durch dieselbe Handschrift erstellt worden, spricht unter den im Streitfall gegebenen Umst&auml;nden nicht mit dem Grad an Wahrscheinlichkeit, der im Eilverfahren f&uuml;r eine Verneinung ernstlicher Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der angefochtenen Bescheide erforderlich w&auml;re, f&uuml;r das vom FG angenommene Nacherstellen der Belege. Wie bereits ausgef&uuml;hrt (oben&nbsp;(2)), sind im Betrieb des Antragstellers au&szlig;er ihm selbst nur noch E und eine Aushilfe (in zwei Streitjahren zwei weitere, &auml;u&szlig;erst geringf&uuml;gig besch&auml;ftigte Aushilfen) t&auml;tig. Es ist also durchaus denkbar, dass in den meisten F&auml;llen der Antragsteller selbst die Aufzeichnungen vorgenommen hat. Eine etwaige Nacherstellung der Tageseinnahmen-Zettel hatte vor dem FG nicht einmal das FA geltend gemacht. Da das FG hier einen Aufkl&auml;rungsbedarf im Hauptsacheverfahren gesehen hat, h&auml;tte es n&auml;her gelegen, wegen bestehender tats&auml;chlicher Zweifel AdV zu gew&auml;hren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>80<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Aus den vom FA angef&uuml;hrten &#8211;und vom FG gleichlautend &uuml;bernommenen&#8211; Entscheidungen lassen sich f&uuml;r den vorliegend zu beurteilenden Streitfall, worauf bereits der Antragsteller zutreffend hingewiesen hat, keine h&ouml;heren Anforderungen ableiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>81<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Senatsbeschluss in BFH\/NV 2013, 902 lag ein Sachverhalt zugrunde, in dem der dortige Steuerpflichtige &#8211;gerade abweichend vom Antragsteller des vorliegenden Verfahrens&#8211; keine Einzelaufzeichnungen &uuml;ber seine Erl&ouml;se gef&uuml;hrt, sondern lediglich die Tagessumme in sog. Kassenberichte eingetragen hatte. Das dortige FG hatte die Kassenberichte deshalb als nicht ausreichend angesehen, weil in ihnen zahlreiche Streichungen vorgenommen worden und Eintragungen unleserlich waren (Nieders&auml;chsisches FG, Urteil in EFG 2013, 291). So liegt der Streitfall indes nicht. Vorliegend hat der Antragsteller Einzelaufzeichnungen seiner Erl&ouml;se vorgenommen. Derartige Aufzeichnungen fehlten hingegen in den F&auml;llen, die den vom FA angef&uuml;hrten Entscheidungen des Nieders&auml;chsischen FG und des beschlie&szlig;enden Senats zugrunde lagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>82<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem Sachverhalt, zu dem das FG Berlin-Brandenburg mit Urteil vom 26.&nbsp;Juli 2007&nbsp;&nbsp;14&nbsp;K&nbsp;3368\/06 (nachgehend Senatsbeschluss vom 7.&nbsp;Februar 2008 X&nbsp;B&nbsp;189\/07, beide nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;) entschieden hat, hatte der Steuerpflichtige eine Registrierkasse genutzt, die von dieser Kasse erstellten Tagesendsummenbons (Z-Bons) aber vernichtet. Damit ist der vorliegende Sachverhalt, in dem das FA bisher nicht einmal vorgetragen hat, die vom Antragsteller verwendete offene Ladenkasse sei technisch &uuml;berhaupt zur Ausgabe von beleghaften Ursprungsaufzeichnungen in der Lage, nicht vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>83<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dem dar&uuml;ber hinaus vom FA angef&uuml;hrten BFH-Beschluss vom 2.&nbsp;September 2008 V&nbsp;B&nbsp;4\/08 (n.v.) wird zwar der zugrunde liegende Sachverhalt nicht vollst&auml;ndig mitgeteilt. Offenbar hatte der dortige Steuerpflichtige aber nur eine Sammlung seiner Ausgangsrechnungen ohne weitere Aufzeichnungen (z.B. Ermittlung der Tageseinnahmen) vorgelegt. Au&szlig;erdem hatte bereits der Steuerberater des dortigen Steuerpflichtigen pauschale Zusch&auml;tzungen zu den Erl&ouml;sen vorgenommen. Auch damit ist der vorliegende Sachverhalt, in dem der Antragsteller selbst t&auml;glich seine Einnahmen ermittelt hat, nicht vergleichbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>84<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem Urteil des Saarl&auml;ndischen FG vom 21.&nbsp;Juni 2012&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1124\/10 (EFG 2012, 1816) lag ebenfalls ein Sachverhalt zugrunde, in dem lediglich die Gesamtsumme der Tageseinnahmen aufgezeichnet worden war. Das dann erforderliche t&auml;gliche Ausz&auml;hlen des Kassenbestands war unterblieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>85<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(5) Damit erf&uuml;llen die Aufzeichnungen des Antragstellers die oben zu bb) dargestellten Rechtsprechungsvorgaben. Danach wird eine &quot;geordnete Belegablage mit Einzelaufzeichnung der Erl&ouml;se&quot; f&uuml;r ausreichend erachtet. Der Antragsteller hat seine Erl&ouml;se betragsm&auml;&szlig;ig einzeln aufgezeichnet. Da f&uuml;r Zwecke dieses Eilverfahrens zu unterstellen ist, dass der Antragsteller keine weiteren Ursprungsaufzeichnungen gef&uuml;hrt hat, handelt es sich bei den Tageseinnahmen-Zetteln um die Ursprungsaufzeichnungen. Das Anbringen des Tagesdatums stellt zumindest ein m&ouml;gliches Ordnungskriterium dar, so dass auch die Forderung nach einer &quot;geordneten Belegablage&quot; &#8211;die nach den unter (3) dargestellten Grunds&auml;tzen nicht notwendig in Buchform erfolgen muss&#8211; erf&uuml;llt ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>86<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(6) Dem FA ist zwar zuzugeben, dass die Aufzeichnungen des Antragstellers nicht die Gew&auml;hr ihrer inhaltlichen Vollst&auml;ndigkeit bieten. Diese fehlende Vollst&auml;ndigkeitsgew&auml;hr ist aber im Wesentlichen durch die &#8211;zul&auml;ssige&#8211; Verwendung einer offenen Ladenkasse in Kombination mit den geringeren gesetzlichen Anforderungen an die Aufzeichnungen bei der &#8211;hier ebenfalls zul&auml;ssigen&#8211; Wahl der Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung bedingt. Solange der Gesetzgeber eine derartige Kassenf&uuml;hrung und eine derartige Gewinnermittlungsart zul&auml;sst, kann aus dem Umstand, dass es hier systembedingt keine Vollst&auml;ndigkeitsgew&auml;hr geben kann, jedenfalls bei summarischer Betrachtung keine Befugnis zur Vollsch&auml;tzung abgeleitet werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>87<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Selbst die F&uuml;hrung der vom FA verlangten Kassenberichte w&uuml;rde keineswegs ausschlie&szlig;en, dass zur Steuerhinterziehung entschlossene Steuerpflichtige einen Teil ihrer Erl&ouml;se au&szlig;erhalb ihrer offenen Ladenkasse vereinnahmen und die entsprechenden Betr&auml;ge von vornherein nicht in ihre Kassenberichte aufnehmen. Die Kassen-Nachschau &#8211;als ein m&ouml;gliches Instrument einer wirksamen Kontrolle der Vollst&auml;ndigkeit der Ursprungsaufzeichnungen&#8211; ist trotz fr&uuml;hzeitiger Kenntnis des Gesetzgebers von der Problematik der vollst&auml;ndigen Einnahmeerfassung in den &quot;Bargeld-Branchen&quot; erst mit Wirkung ab dem 1.&nbsp;Januar 2018 in &sect;&nbsp;146b AO aufgenommen worden (Gesetz vom 22.&nbsp;Dezember 2016, BGBl I 2016, 3152).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>88<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Entscheidend f&uuml;r die Beurteilung der Frage, ob die im Einzelfall vorliegenden Aufzeichnungen ordnungsgem&auml;&szlig; sind, ist nicht, ob das verwendete Aufzeichnungssystem bei hinreichender krimineller Energie noch M&ouml;glichkeiten zur Steuerverk&uuml;rzung bietet, sondern ob es den gesetzlichen Anforderungen gen&uuml;gt. Dies ist hier &#8211;bei Vornahme der im Eilverfahren gebotenen, hier zugunsten des Antragstellers wirkenden Sachverhaltsunterstellungen&#8211; noch der Fall. Ob die bisherigen Rechtsprechungsvorgaben an die Form und den Inhalt von Aufzeichnungen in F&auml;llen der Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und der Verwendung einer offenen Ladenkasse unzureichend sind und daher noch f&uuml;r die Zeit vor Inkrafttreten des Gesetzes vom 22.&nbsp;Dezember 2016 einer Versch&auml;rfung bed&uuml;rften, ist im Eilverfahren nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>89<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Auch die Bedenken, die das FA hinsichtlich der materiellen Richtigkeit &#8211;insbesondere der betragsm&auml;&szlig;igen Vollst&auml;ndigkeit&#8211; der Aufzeichnungen ge&auml;u&szlig;ert hat, sind beim gegenw&auml;rtigen Stand der Sachaufkl&auml;rung nicht geeignet, ernsthafte Zweifel am Bestehen einer Sch&auml;tzungsbefugnis hinsichtlich der Einnahmen aus dem laufenden Gastst&auml;ttenbetrieb auszuschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>90<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Seine Bedenken gr&uuml;ndet das FA zun&auml;chst auf den Umstand, dass f&uuml;r einige Tage des Jahres &#8211;noch dazu &uuml;berwiegend f&uuml;r umsatzstarke Samstage&#8211; keine Tageseinnahmen-Zettel vorliegen. Indes handelt es sich dabei um relativ wenige Tage. Im Betrieb waren &#8211;wie bereits dargelegt&#8211; im Wesentlichen der Antragsteller, E und eine bzw. drei Aushilfen t&auml;tig. Es ist daher durchaus plausibel, dass eine nahezu ausschlie&szlig;lich vom Inhaber und seiner Ehefrau bewirtschaftete Gastst&auml;tte nicht an 365&nbsp;Tagen im Jahr ge&ouml;ffnet haben kann. Im fortzuf&uuml;hrenden Hauptsacheverfahren wird das FA die M&ouml;glichkeit haben, mit Hilfe anderer Beweismittel (z.B. Befragung von Zeugen, Auswertung von Inseraten) darzulegen, dass die Gastst&auml;tte an Tagen, f&uuml;r die der Antragsteller eine Schlie&szlig;ung behauptet, gleichwohl ge&ouml;ffnet hatte. Zudem kommt ein Abgleich mit den Daten von Veranstaltungen in Betracht. Auf die blo&szlig;e Behauptung des FA, es sei nicht glaubhaft, dass eine inhabergef&uuml;hrte Gastst&auml;tte an 14 bis 25&nbsp;Tagen j&auml;hrlich geschlossen sei, wird die Inanspruchnahme einer Vollsch&auml;tzungsbefugnis hingegen nicht gest&uuml;tzt werden k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>91<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Auch der Umstand, dass das FA die &#8211;von ihm selbst ermittelten&#8211; Warenbest&auml;nde des Antragstellers f&uuml;r unplausibel h&auml;lt, ist bei summarischer Betrachtung nicht geeignet, eine materielle Unrichtigkeit der Aufzeichnungen des Antragstellers zu belegen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>92<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller, der seinen Gewinn durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung ermittelt, ist zur Aufzeichnung seiner Warenbest&auml;nde nicht verpflichtet. Das FA hat die von ihm angenommenen Warenbest&auml;nde daher anhand einer &#8211;weder erl&auml;uterten noch aus den Akten nachvollziehbaren&#8211; R&uuml;ckrechnung aus bestimmten Teilergebnissen des Zeitreihenvergleichs gesch&auml;tzt. Es hat ausgef&uuml;hrt, dabei &uuml;ber alle drei Streitjahre einen konstanten RAS unterstellt zu haben, und damit zu begr&uuml;nden versucht, weshalb es die von ihm selbst ermittelten Ver&auml;nderungen der Warenbest&auml;nde &#8211;entgegen der nachvollziehbaren Forderung des Antragstellers&#8211; nicht als Korrektiv in die Sch&auml;tzung der monatlichen RAS einbezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>93<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Annahme eines &uuml;ber drei Jahre konstanten RAS d&uuml;rfte indes so weit von der betrieblichen Realit&auml;t entfernt sein, dass eine Verwertung der Ergebnisse der Warenbestands-Sch&auml;tzung jedenfalls bei summarischer Betrachtung nicht zu Lasten des Antragstellers m&ouml;glich ist. Das Vorbringen des FA zu den Warenbest&auml;nden erscheint insoweit als widerspr&uuml;chlich: Einerseits will es aus den von ihm angenommenen Warenbest&auml;nden Unplausibilit&auml;ten ableiten, die zu Lasten des Antragstellers gehen sollen; andererseits h&auml;lt es aber die von ihm selbst bei der Sch&auml;tzung dieser Warenbest&auml;nde angewandte Methodik f&uuml;r so wenig &uuml;berzeugend, dass es eine Ber&uuml;cksichtigung der Warenbestandsver&auml;nderungen bei der Sch&auml;tzung der monatlichen RAS ablehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>94<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Hinsichtlich der auf dem Volksfest erzielten Erl&ouml;se gen&uuml;gen die Aufzeichnungen des Antragstellers hingegen auch bei summarischer Betrachtung nicht den geltenden Anforderungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>95<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Antragsteller hat ausweislich der in den Akten enthaltenen Unterlagen insoweit lediglich die Einnahmen eines gesamten Tages in einer Summe notiert. Wie diese Summe zustande gekommen ist, ist den Unterlagen und auch den Erl&auml;uterungen des Antragstellers nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>96<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar war der Antragsteller auch hinsichtlich seiner Einnahmen aus dem Volksfest von der Pflicht befreit, Einzelaufzeichnungen zu f&uuml;hren, da er &quot;&uuml;ber die Theke hinweg&quot; mit einer unbekannten Vielzahl von Personen Bargesch&auml;fte von geringem Wert t&auml;tigte. Da er keine weiteren Ursprungsaufzeichnungen gef&uuml;hrt hat, h&auml;tte er dann aber nach den oben zu b bb) dargestellten Grunds&auml;tzen, die sich der Senat zu eigen macht, die Tageseinnahmen durch tats&auml;chliches Ausz&auml;hlen ermitteln und dies in einem Kassenbericht dokumentieren m&uuml;ssen. Dies ist nicht geschehen, so dass die Aufzeichnungen in Bezug auf die beim Volksfest erzielten Erl&ouml;se formell nicht ordnungsgem&auml;&szlig; sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>97<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Gleiches gilt in Bezug auf die Einnahmen des Antragstellers aus den Veranstaltungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>98<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Senat kann insoweit offenlassen, ob der Antragsteller &#8211;mit Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung&#8211; schon vor dem Inkrafttreten der Neufassung des &sect;&nbsp;146 Abs.&nbsp;1 AO (Gesetz vom 22.&nbsp;Dezember 2016 mit Wirkung zum 29.&nbsp;Dezember 2016) in diesem Gesch&auml;ftsbereich zu Einzelaufzeichnungen verpflichtet war. Immerhin waren dem Antragsteller die Namen seiner Gesch&auml;ftspartner hier bekannt; der Umfang des einzelnen Gesch&auml;fts &uuml;berstieg den Bagatellbereich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>99<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der Antragsteller hat zu den Veranstaltungen weder Angebote noch Vereinbarungen, Rechnungen oder Quittungen vorgelegt. Er hat hierzu behauptet, solche Unterlagen nicht erstellt zu haben, so dass sie auch nicht aufbewahrungspflichtig seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>100<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA hat jedoch substantiiert vorgetragen, dass zu den Kunden des Antragstellers zumindest auch eine GmbH und eine Stadtverwaltung geh&ouml;rten. Der Senat h&auml;lt es aber auch bei Anwendung des im AdV-Verfahren gebotenen gro&szlig;z&uuml;gigen Pr&uuml;fungsma&szlig;stabs f&uuml;r ausgeschlossen, dass derartige Kunden auf die Ausstellung ordnungsgem&auml;&szlig;er Rechnungen verzichten k&ouml;nnten. Eine GmbH ben&ouml;tigt eine solche Rechnung bereits f&uuml;r den Vorsteuerabzug und f&uuml;r ihre eigene Buchhaltung; eine Stadtverwaltung wird Zahlungen in aller Regel nur gegen Vorlage schriftlicher Rechnungen leisten. Daher h&auml;lt der Senat die Behauptung des Antragstellers, im Veranstaltungsbereich seien keinerlei schriftliche Unterlagen angefallen &#8211;auch in Bezug auf jedenfalls einen Teil der anderen Veranstaltungskunden&#8211; nicht f&uuml;r glaubhaft. Schon zum Zwecke der Organisation derartiger Veranstaltungen &#8211;insbesondere zur Vermeidung von Missverst&auml;ndnissen im Verh&auml;ltnis zu seinen Auftraggebern&#8211; d&uuml;rfte der Antragsteller eigene Aufzeichnungen gef&uuml;hrt haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>101<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) F&uuml;r das Hauptsacheverfahren bietet es sich an, dass das FA diejenigen Kunden, die aus den Aufzeichnungen des Antragstellers namentlich bekannt sind, zur H&ouml;he der Zahlbetr&auml;ge und zu Einzelheiten der Veranstaltungen befragt. Bei Differenzen zu den Angaben des Antragstellers w&auml;re nicht nur ein formeller, sondern zudem ein materieller Mangel der Aufzeichnungen nachgewiesen, der auch die Anwendung gr&ouml;berer Sch&auml;tzungsmethoden rechtfertigen w&uuml;rde. Demgegen&uuml;ber w&auml;re bei einer &Uuml;bereinstimmung zwischen den Angaben des Antragstellers und seiner Kunden eine Vollsch&auml;tzung in diesem Bereich nicht zu begr&uuml;nden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>102<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Damit ist f&uuml;r Zwecke des Eilverfahrens von formellen M&auml;ngeln der Aufzeichnungen des Antragstellers in den Bereichen &quot;Volksfest&quot; und &quot;Veranstaltungen&quot;, nicht aber im Bereich &quot;laufender Gastst&auml;ttenbetrieb&quot; auszugehen. Materielle M&auml;ngel der Erfassung der Einnahmen hat das FA hingegen bisher nicht konkret dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>103<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Gewicht der festgestellten formellen M&auml;ngel ist so erheblich, dass sie eine Sch&auml;tzungsbefugnis begr&uuml;nden k&ouml;nnen. Ohne die Vorlage der erforderlichen Kassenberichte zu den Einnahmen aus dem Volksfest ist nicht erkennbar, wie die Tagessumme ermittelt worden ist. Das Fehlen jeglicher Unterlagen zu den Veranstaltungen ist ebenfalls ein gewichtiger Mangel, weil es keine andere M&ouml;glichkeit zur Kontrolle der inhaltlichen Richtigkeit der Aufzeichnungen des Antragstellers gibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>104<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings betreffen die festgestellten formellen M&auml;ngel lediglich abgegrenzte Teilbereiche des Betriebs des Antragstellers. F&uuml;r eine Vollsch&auml;tzung der Erl&ouml;se, die auch den laufenden Gastst&auml;ttenbetrieb umfasst, sieht der Senat daher beim derzeitigen Stand der Sachaufkl&auml;rung keinen Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>105<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat kann auf der Grundlage der bisherigen Sachverhaltsermittlungen des FA und FG nicht beurteilen, wie umfangreich die Erl&ouml;se der Bereiche &quot;Volksfest&quot; und &quot;Veranstaltungen&quot; im Verh&auml;ltnis zu den Gesamterl&ouml;sen des Antragstellers sind. Das Volksfest beschr&auml;nkte sich auf einen Zeitraum von drei Tagen j&auml;hrlich. Auch wenn an diesen Tagen &uuml;berdurchschnittlich hohe Erl&ouml;se erzielt worden sein d&uuml;rften, d&uuml;rfte der Anteil am Gesamtjahresumsatz eher gering sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>106<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ferner hat das FA nicht mitgeteilt, in welchem Umfang die Einnahmen des Antragstellers auf die Durchf&uuml;hrung von Veranstaltungen entfallen. Zwar scheint es sich auch hier im Einzelfall um Betr&auml;ge zu handeln, die im Verh&auml;ltnis zu den Tageseinnahmen des Antragstellers aus dem laufenden Gastst&auml;ttenbetrieb durchaus erheblich sind. Unbekannt ist aber, wie h&auml;ufig der Antragsteller derartige Veranstaltungen ausgerichtet hat. Dies geht im AdV-Verfahren vorl&auml;ufig zu Lasten des FA, das sich zur Begr&uuml;ndung seiner Sch&auml;tzungsbefugnis auf das Vorhandensein der M&auml;ngel und ihr Gewicht beruft und die erforderlichen Angaben unschwer im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung h&auml;tte ermitteln und darlegen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>107<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dies zugrunde gelegt ist nach dem derzeitigen Stand der Sachaufkl&auml;rung nicht ersichtlich, dass die in der Senatsrechtsprechung entwickelten Voraussetzungen daf&uuml;r, eine Sch&auml;tzung der H&ouml;he nach auf die Ergebnisse eines Zeitreihenvergleichs &#8211;hier: in der Sonderform der Quantilssch&auml;tzung&#8211; st&uuml;tzen zu k&ouml;nnen, im Streitfall erf&uuml;llt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>108<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Anforderungen, die der Senat in seiner bisherigen Rechtsprechung an die Durchf&uuml;hrung eines Zeitreihenvergleichs gestellt hat (dazu unten a), gelten bei summarischer Betrachtung auch dann, wenn die Ergebnisse des Zeitreihenvergleichs durch Vornahme einer Quantilssch&auml;tzung zur Begr&uuml;ndung der Sch&auml;tzungsh&ouml;he herangezogen werden (unten b). Danach ist der Zeitreihenvergleich in F&auml;llen, in denen keine materiellen M&auml;ngel der Aufzeichnungen feststellbar sind, grunds&auml;tzlich nachrangig zu anderen Sch&auml;tzungsmethoden; im Streitfall hat das FA die fehlende Eignung anderer Methoden aber bisher nicht hinreichend dargelegt (unten c). Dar&uuml;ber hinaus bestehen Zweifel, ob der Pr&uuml;fer den Zeitreihenvergleich im Streitfall technisch korrekt durchgef&uuml;hrt hat (unten d). Schlie&szlig;lich kann der Senat derzeit nicht erkennen, weshalb gerade der von der Quantilssch&auml;tzungs-Software der Finanzverwaltung ausgeworfene Wert &quot;am wahrscheinlichsten&quot; sein soll (unten e).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>109<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">a) Der Senat hat in seinem Urteil vom 25.&nbsp;M&auml;rz 2015 X&nbsp;R&nbsp;20\/13 (BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743) in Bezug auf die dort streitgegenst&auml;ndliche Variante des Zeitreihenvergleichs u.a. die folgenden Grunds&auml;tze aufgestellt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die dort dargestellte Variante des Zeitreihenvergleichs f&uuml;hrt auch bei einer formell und materiell ordnungsm&auml;&szlig;igen Buchf&uuml;hrung denklogisch immer zu einem Mehrergebnis gegen&uuml;ber der Buchf&uuml;hrung, was eine vorsichtige Interpretation der Ergebnisse dieser Methode gebietet (Rz&nbsp;39).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Die zeitliche Verteilung des Wareneinkaufs durch den Pr&uuml;fer wird im Regelfall den Schl&uuml;ssel zum Verst&auml;ndnis und zur Einordnung der Einzelergebnisse des Zeitreihenvergleichs darstellen; die Kenntnis der bei diesem Sch&auml;tzungsschritt vorgenommenen Wertungen des Pr&uuml;fers ist f&uuml;r den Steuerpflichtigen daher von erheblicher Bedeutung. Zuordnungsfehler am Anfang oder Ende der ma&szlig;geblichen Zehn-Wochen-Periode k&ouml;nnen aufgrund des mathematischen Hebeleffekts das rechnerische Ergebnis des Zeitreihenvergleichs in erheblichem Umfang beeinflussen und verzerren (Rz&nbsp;51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Der Zeitreihenvergleich basiert entscheidend auf der Grundannahme, dass im Betrieb das Verh&auml;ltnis zwischen dem Wareneinsatz und den Erl&ouml;sen im betrachteten Zeitraum weitgehend konstant ist. Fehlt es an dieser weitreichenden Konstanz, haben die Ergebnisse eines Zeitreihenvergleichs regelm&auml;&szlig;ig keine hinreichende Aussagekraft (Rz&nbsp;56).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Bei einer Buchf&uuml;hrung, die formell ordnungsgem&auml;&szlig; ist oder nur geringf&uuml;gige formelle M&auml;ngel aufweist, kann der Nachweis der materiellen Unrichtigkeit grunds&auml;tzlich nicht allein aufgrund der Ergebnisse eines Zeitreihenvergleichs gef&uuml;hrt werden (Rz&nbsp;62).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Ist die Buchf&uuml;hrung formell nicht ordnungsgem&auml;&szlig;, sind aber materielle Unrichtigkeiten der Einnahmenerfassung nicht konkret nachgewiesen, sind andere Sch&auml;tzungsmethoden, die auf betriebsinternen Daten aufbauen oder in anderer Weise die individuellen Verh&auml;ltnisse des jeweiligen Steuerpflichtigen ber&uuml;cksichtigen, grunds&auml;tzlich vorrangig heranzuziehen. Nur wenn solche Sch&auml;tzungsmethoden nicht sinnvoll einsetzbar sind, k&ouml;nnen die Ergebnisse eines Zeitreihenvergleichs einen Anhaltspunkt f&uuml;r die H&ouml;he der erforderlichen Hinzusch&auml;tzung bilden. Diese Ergebnisse sind aber von Amts wegen auf ihre Plausibilit&auml;t anhand der besonderen betrieblichen Verh&auml;ltnisse des Steuerpflichtigen zu &uuml;berpr&uuml;fen. Bei verbleibenden Zweifeln k&ouml;nnen Sicherheitsabschl&auml;ge in einem Umfang geboten sein, der &uuml;ber eine blo&szlig;e Abrundung des rechnerischen &quot;Mehrergebnisses&quot; hinausgeht (Rz&nbsp;63 bis 65).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Steht bereits aus anderen Gr&uuml;nden fest, dass die Buchf&uuml;hrung nicht nur formell, sondern auch materiell unrichtig ist und &uuml;bersteigt die Unrichtigkeit eine von den Umst&auml;nden des Einzelfalls abh&auml;ngige Bagatellschwelle, k&ouml;nnen die Ergebnisse eines &#8211;technisch korrekt durchgef&uuml;hrten&#8211; Zeitreihenvergleichs auch f&uuml;r die Ermittlung der erforderlichen Hinzusch&auml;tzung der H&ouml;he nach herangezogen werden, sofern sich im Einzelfall keine andere Sch&auml;tzungsmethode aufdr&auml;ngt, die tendenziell zu genaueren Ergebnissen f&uuml;hrt und mit vertretbarem Aufwand einsetzbar ist (Rz&nbsp;66).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">&#8211;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Sofern die Ausgangsparameter (insbesondere die Feststellung des Warenbestands) mit Unsicherheiten behaftet sind, ist von Amts wegen eine Sensitivit&auml;tsanalyse durchzuf&uuml;hren, die verdeutlichen muss, welche Auswirkungen die nicht behebbaren Unsicherheiten bei einzelnen Parametern auf die Ergebnisse des Zeitreihenvergleichs haben k&ouml;nnen (Rz&nbsp;67 bis 69).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>110<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Diese Anforderungen gelten jedenfalls bei summarischer Betrachtung auch dann, wenn die Ergebnisse eines Zeitreihenvergleichs durch Vornahme einer Quantilssch&auml;tzung zur Begr&uuml;ndung der H&ouml;he einer Hinzusch&auml;tzung herangezogen werden sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>111<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Auch die Quantilssch&auml;tzung stellt eine Vollsch&auml;tzung dar, da das Ergebnis der eigenen Gewinnermittlung des Steuerpflichtigen vollst&auml;ndig verworfen und durch ein anderes Ergebnis ersetzt wird. Die besonderen Risiken (denknotwendig Ausweis eines Mehrergebnisses auch gegen&uuml;ber einer formell und materiell ordnungsm&auml;&szlig;igen Gewinnermittlung, erhebliche mathematische Hebelwirkungen, Ausgabe gro&szlig;er und kaum vollst&auml;ndig &uuml;berpr&uuml;fbarer Datenmengen) bestehen hier ebenso.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>112<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Letztlich handelt es sich bei der Quantilssch&auml;tzung im Kern lediglich um eine ge&auml;nderte Interpretation der Ergebnisse derjenigen Variante des Zeitreihenvergleichs, die Gegenstand der Senatsentscheidung in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743 war. W&auml;hrend dort der Zehn-Wochen-Zeitraum mit dem h&ouml;chsten gleitenden RAS als ma&szlig;geblich f&uuml;r das Gesamtjahr angesehen wurde, wird bei der Quantilssch&auml;tzung der n&auml;chsth&ouml;chste Einzel-RAS herangezogen, der nach dem Ausscheiden der 20&nbsp;% h&ouml;chsten Einzelwerte verbleibt. Eine solche Sch&auml;tzung wird auch bei einer formell und materiell ordnungsm&auml;&szlig;igen Gewinnermittlung regelm&auml;&szlig;ig zu Mehrergebnissen f&uuml;hren, da der 80&nbsp;%-Wert meist h&ouml;her liegen wird als der 50&nbsp;%-Wert (Mittelwert). Die mathematischen Hebelwirkungen beziehen sich bei der Quantilssch&auml;tzung zwar nicht auf den Anfang und das Ende des ma&szlig;gebenden Zehn-Wochen-Zeitraums, wohl aber auf den Anfang und das Ende desjenigen Zeitraums, dessen RAS nach Ausscheiden der 20&nbsp;% h&ouml;chsten Einzelwerte als ma&szlig;geblich f&uuml;r das Gesamtjahr herangezogen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>113<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Diese Einsch&auml;tzung liegt &#8211;jedenfalls im Ergebnis&#8211; auch einem Gro&szlig;teil der bisher bekannt gewordenen instanzgerichtlichen Entscheidungen zur Quantilssch&auml;tzung zugrunde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>114<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In einem Fall, in dem materielle M&auml;ngel der Gewinnermittlung nicht konkret nachgewiesen waren, hat das FG Berlin-Brandenburg (Beschluss vom 24.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;5&nbsp;V&nbsp;5089\/16, EFG 2017, 12) in einem AdV-Verfahren die Quantilssch&auml;tzung nicht als geeignete Sch&auml;tzungsmethode angesehen und stattdessen eine eigene Hinzusch&auml;tzung in geringerer H&ouml;he vorgenommen. Dies entspricht der Senatsrechtsprechung (vgl. Urteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743, Rz&nbsp;63&nbsp;ff.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>115<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG Hamburg (Beschluss vom 26.&nbsp;August 2016&nbsp;&nbsp;6&nbsp;V&nbsp;81\/16) hatte in einem AdV-Beschluss einen Sachverhalt zu beurteilen, in dem Schwarzeink&auml;ufe konkret nachgewiesen waren, die Gewinnermittlung sich also schon ohne den Zeitreihenvergleich als materiell unrichtig erwiesen hatte. Es hat hier die Quantilssch&auml;tzung dem Grunde nach nicht beanstandet, der H&ouml;he nach aber erhebliche Korrekturen vorgenommen. Damit liegt auch das FG Hamburg auf der Linie der Senatsrechtsprechung, die bei nachgewiesenen materiellen M&auml;ngeln die Heranziehung der Ergebnisse eines technisch korrekt durchgef&uuml;hrten Zeitreihenvergleichs f&uuml;r die H&ouml;he der Hinzusch&auml;tzung grunds&auml;tzlich zul&auml;sst (Urteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743, Rz&nbsp;66).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>116<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Demgegen&uuml;ber hat ein anderer Senat des FG Hamburg (Beschluss vom 31.&nbsp;Oktober 2016&nbsp;&nbsp;2&nbsp;V&nbsp;202\/16, EFG 2017, 265) &#8211;ebenso wie die Vorinstanz im vorliegenden Verfahren&#8211; in einem Fall, in dem lediglich formelle M&auml;ngel nachgewiesen waren, aus den Ergebnissen des Zeitreihenvergleichs und einer Ziffernanalyse auf die materielle Unrichtigkeit der Buchf&uuml;hrung geschlossen und eine durchgef&uuml;hrte Quantilssch&auml;tzung nicht beanstandet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>117<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) In der Literatur halten vor allem Autoren, die in der Finanzverwaltung t&auml;tig sind, die Quantilssch&auml;tzung f&uuml;r eine sachgerechte Sch&auml;tzungsmethode (z.B. Schumann\/W&auml;hnert, Die Steuerberatung 2012, 535; W&auml;hnert, Die steuerliche Betriebspr&uuml;fung 2015, 92; Becker, Deutsches Steuerrecht &#8211;DStR&#8211; 2016, 1430, 1435; Becker\/Schumann\/W&auml;hnert, DStR 2017, 1243).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>118<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Andere Autoren &uuml;bertragen demgegen&uuml;ber die in der Senatsrechtsprechung in Bezug auf den Zeitreihenvergleich vorgenommenen Einschr&auml;nkungen auch auf die Quantilssch&auml;tzung (ausf&uuml;hrlich Bleschick, DStR 2017, 426, und Krumm, Der Betrieb &#8211;DB&#8211; 2017, 1105; ferner Hartmann, EFG 2017, 12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>119<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach der Senatsrechtsprechung ist ein Zeitreihenvergleich in F&auml;llen, in denen &#8211;wie hier&#8211; zwar formelle M&auml;ngel vorliegen, materielle M&auml;ngel der Aufzeichnungen aber nicht konkret nachgewiesen sind, im Verh&auml;ltnis zu anderen Sch&auml;tzungsmethoden nachrangig; ggf. sind deutliche Abschl&auml;ge erforderlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>120<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bisher hat das FA nicht hinreichend dargelegt, dass eine Heranziehung anderer Sch&auml;tzungsmethoden im Streitfall ausscheidet. Diese Frage wird daher im Hauptsacheverfahren zu kl&auml;ren sein. Die danach gegenw&auml;rtig bestehende Unsicherheit, ob die tats&auml;chlichen Voraussetzungen f&uuml;r die St&uuml;tzung der Sch&auml;tzungsh&ouml;he auf einen Zeitreihenvergleich erf&uuml;llt sind, rechtfertigt dem Grunde nach die Gew&auml;hrung von AdV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>121<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zur Geldverkehrsrechnung hat das FA ausgef&uuml;hrt, diese Methode scheide im Streitfall aus. Sie habe mit Abschaffung der Verm&ouml;gensteuer und der damit verbundenen Offenlegungspflicht f&uuml;r Privatverm&ouml;gen stark an Bedeutung verloren. Weder die vom Steuerpflichtigen genutzten Bankkonten noch die dortigen Geldbewegungen k&ouml;nnten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ermittelt werden. E habe in einem Gespr&auml;ch angegeben, der Antragsteller unterhalte ein Bankkonto im Ausland, auf das er regelm&auml;&szlig;ig Bargeldbetr&auml;ge eingezahlt habe. Der Antragsteller habe im Er&ouml;ffnungsgespr&auml;ch erkl&auml;rt, die Bareinnahmen in einem Tresor zu lagern und einen Gro&szlig;teil der Ausgaben aus diesem Bargeldbestand zu bestreiten. Die Hobbys, Vorlieben und der Lebensstandard des Antragstellers seien nicht bekannt. Zudem habe der Antragsteller auf eine l&auml;ngere Amerikareise mit unkalkulierbaren Kosten gespart.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>122<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hierzu ist anzumerken, dass im Streitfall eine Pflicht zur Abgabe von Verm&ouml;gensteuererkl&auml;rungen angesichts der geringen H&ouml;he jedenfalls des erkennbaren Verm&ouml;gens des Antragstellers und der hohen Freibetr&auml;ge mutma&szlig;lich nicht bestanden h&auml;tte, die Abschaffung der Verm&ouml;gensteuer im Streitfall &#8211;und in vielen anderen Kleinunternehmer-F&auml;llen&#8211; daher nicht kausal f&uuml;r die Durchf&uuml;hrbarkeit oder Nichtdurchf&uuml;hrbarkeit einer Geldverkehrsrechnung sein kann. Im Gegenteil ist zeitlich nach Abschaffung der Verm&ouml;gensteuer durch die erheblich erweiterten M&ouml;glichkeiten des Kontenabrufs (&sect;&nbsp;93 Abs.&nbsp;7, &sect;&nbsp;93b AO) und die deutlich gest&auml;rkten M&ouml;glichkeiten des internationalen Datenaustausches eine Transparenz des Bankkontenbestands eingetreten, die zu Zeiten der Erhebung der Verm&ouml;gensteuer kaum denkbar gewesen sein d&uuml;rfte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>123<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unterlagen zu den vermeintlichen Angaben der E zu einem Auslands-Bankkonto des Antragstellers befinden sich nicht in den vom FA vorgelegten Akten, so dass der Senat nicht in der Lage ist, zu beurteilen, wie konkret solche Angaben waren und welche Folgen sie f&uuml;r das vorliegende Verfahren haben k&ouml;nnten. Das FA ist aber frei, im fortgef&uuml;hrten Hauptsacheverfahren diesen Angaben nachzugehen und entsprechende Ermittlungen anzustellen. Sollte E konkrete Angaben zu einem Auslandskonto gemacht haben, d&uuml;rfte es angesichts des heute erreichten Standes des internationalen Informationsaustausches in Steuersachen durchaus m&ouml;glich sein, Kenntnis &uuml;ber die dortigen Geldbewegungen zu erlangen und sie in eine Geldverkehrsrechnung einzubeziehen &#8212; sofern sich aus der H&ouml;he etwaiger bisher unbekannter Bargeldeinzahlungen nicht ohnehin bereits auf die materielle Unrichtigkeit der erkl&auml;rten Einnahmen schlie&szlig;en lie&szlig;e und damit nach der Senatsrechtsprechung auch die Anwendung gr&ouml;berer Sch&auml;tzungsmethoden bis hin zu einem Zeitreihenvergleich zul&auml;ssig w&auml;re (vgl. Urteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743, Rz&nbsp;66).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>124<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des Vorbringens des FA zur Nutzung des Tresors ist darauf hinzuweisen, dass der Pr&uuml;fer zum Er&ouml;ffnungsgespr&auml;ch insoweit lediglich notiert hat: &quot;Bareinnahmen Tresor &#8594; dann Einzahlung nach Bedarf&quot;. Hieraus folgt nur, dass die Bareinnahmen nicht t&auml;glich, sondern zusammengefasst f&uuml;r mehrere Tage auf das betriebliche Bankkonto eingezahlt worden sind. Es ist aber nicht ersichtlich, dass dies ein Hindernis f&uuml;r die Vornahme einer Geldverkehrsrechnung darstellen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>125<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Informationen zu den Hobbys und dem Lebensstandard des Antragstellers d&uuml;rften durchaus ermittelbar sein; jedenfalls ist dies der Finanzverwaltung auch in zahlreichen anderen F&auml;llen, die dem Senat bekannt sind, m&ouml;glich gewesen. Ersatzweise k&ouml;nnen statistische Durchschnittswerte f&uuml;r die Lebenshaltungskosten herangezogen werden, was in der Verwaltungspraxis nach Kenntnis des Senats durchaus &uuml;blich ist. Die vom FA erw&auml;hnten Sparbeitr&auml;ge f&uuml;r die Amerika-Reise w&auml;ren ebenso wie jede andere Geldposition in die Geldverkehrsrechnung einzubeziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>126<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Die Erw&auml;gungen des FA zur Unm&ouml;glichkeit der Durchf&uuml;hrung einer Aufschlagkalkulation sind jedenfalls insoweit in tats&auml;chlicher Hinsicht fehlerhaft, als das FA zur Begr&uuml;ndung u.a. anf&uuml;hrt, es l&auml;gen auch f&uuml;r das laufende Gastst&auml;ttengesch&auml;ft keine Informationen zu den Preisgestaltungen vor. Tats&auml;chlich hat der Antragsteller nach Aktenlage alle von ihm in den Streitjahren verwendeten Speisekarten vorgelegt. Damit ist die Preisgestaltung bekannt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>127<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Dar&uuml;ber hinaus bestehen auch Bedenken, ob der Zeitreihenvergleich im Streitfall technisch korrekt durchgef&uuml;hrt worden ist und der Pr&uuml;fer bereits von Amts wegen alle betrieblichen Besonderheiten in die von ihm herangezogenen Datengrundlagen einbezogen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>128<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die vom Antragsteller w&auml;hrend des Pr&uuml;fungszeitraums vorgenommene erhebliche Preiserh&ouml;hung (nach der aktuellen Auffassung des FA immerhin 26&nbsp;% zum 1.&nbsp;Januar 2009) bedeutet eine wesentliche &Auml;nderung im Betrieb, die es bereits methodisch ausschlie&szlig;t, einen durchgehenden Zeitreihenvergleich f&uuml;r die Zeit vor und nach der Preiserh&ouml;hung vorzunehmen (vgl. zu dem Erfordernis eines weitgehend konstanten Verh&auml;ltnisses zwischen Wareneinsatz und Erl&ouml;sen Urteil in BFHE 249, 390, BStBl II 2015, 743, Rz&nbsp;56). Das FA hat hierzu in der Beschwerdeerwiderung ausgef&uuml;hrt, mit der &quot;Konjunkturanpassung&quot; h&auml;tten die Ergebnisse der Jahre 2009 und 2010 an das Preisniveau des Jahres 2008 angepasst werden sollen, um die Vergleichbarkeit der Sch&auml;tzung herzustellen. Indes soll eine Sch&auml;tzung nicht vergleichbar, sondern m&ouml;glichst realit&auml;tsnah sein. Wenn im Pr&uuml;fungszeitraum eine erhebliche Preiserh&ouml;hung stattgefunden hat, dann muss die Sch&auml;tzung dies ber&uuml;cksichtigen, nicht aber die &#8211;nicht miteinander vergleichbaren&#8211; RAS der Jahre vor und nach der Preiserh&ouml;hung vergleichbar machen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>129<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Betrieb des Antragstellers haben die Bargesch&auml;fte zwar sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Ausgabenseite weit &uuml;berwogen. Allerdings h&auml;tte der Pr&uuml;fer von Amts wegen die unbar get&auml;tigten Gesch&auml;fte in seine Datenanalyse einbeziehen m&uuml;ssen und sie nicht den Bargesch&auml;ften gleichstellen d&uuml;rfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>130<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auch wenn nur 31 von insgesamt mehr als 4.000 Eingangsrechnungen unbar bezahlt worden sind, d&uuml;rfte es sich dabei tendenziell um die h&ouml;heren Betr&auml;ge handeln, so dass das tats&auml;chliche Gewicht dieser Ausgaben &#8211;und die dadurch ausgel&ouml;ste Verzerrung der Ergebnisse des Zeitreihenvergleichs&#8211; h&ouml;her sein d&uuml;rfte als der geringe prozentuale Anteil an der Gesamtheit der Eingangsrechnungen. Gleiches d&uuml;rfte f&uuml;r die unbar erzielten Erl&ouml;se gelten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>131<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Abschluss der Au&szlig;enpr&uuml;fung hat das FA zwar erkannt, dass hierin ein Mangel des Zahlenwerks liegt, und den Antragsteller um nochmalige &Uuml;bermittlung der entsprechenden Eingangsrechnungen und Bankunterlagen gebeten. Der Antragsteller hat hierauf &#8211;soweit ersichtlich&#8211; bisher nicht reagiert. Gleichwohl geht die unterbliebene Einbeziehung der unbaren Zahlungen im gegenw&auml;rtigen Verfahrensstadium noch zu Lasten des FA, das den Zeitreihenvergleich schon von Anfang an in einer technisch korrekten Form h&auml;tte durchf&uuml;hren k&ouml;nnen und m&uuml;ssen. Sollte der Antragsteller die vom FA nochmals angeforderten Unterlagen allerdings auch im weiteren Verlauf des fortzuf&uuml;hrenden Hauptsacheverfahrens nicht vorlegen, w&uuml;rde die darin zu sehende Verletzung seiner Mitwirkungspflichten die Verletzung der Ermittlungspflichten des FA &uuml;berholen, so dass dem FA dies nicht mehr zum Nachteil gereichen k&ouml;nnte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>132<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine Verteilung der Eink&auml;ufe &uuml;ber den Zeitraum bis zum n&auml;chsten Einkauf gleichartiger Waren ist offensichtlich unterblieben. In einem solchen Fall sind einem Zeitreihenvergleich&nbsp;&nbsp;&#8211;vor allem dann, wenn die jeweils betrachteten Zeitabschnitte f&uuml;r die Ermittlung der Einzel-RAS im Verh&auml;ltnis zur durchschnittlichen Umschlagzeit der eingekauften Waren relativ kurz sind&#8211; aber erhebliche rechnerische Unsicherheiten immanent.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>133<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da auch das FA davon ausgeht, dass der Antragsteller selbst bei einer sehr g&auml;ngigen Ware wie dem Hauptumsatztr&auml;ger Bier eine Vorratshaltung &uuml;ber einen Zeitraum von bis zu zwei Wochen betrieben hat &#8211;was immerhin der H&auml;lfte des vom FA herangezogenen (Monats-)Zeitraums f&uuml;r die Sch&auml;tzung der einzelnen RAS entspricht&#8211;, sind die statistischen Auswirkungen von Verschiebungen der einzelnen Wareneink&auml;ufe als sehr hoch anzusehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>134<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dar&uuml;ber hinaus ber&uuml;cksichtigt das Vorbringen des FA, der Antragsteller habe im Regelfall knapp einmal w&ouml;chentlich Bier eingekauft, nicht, dass in der Gastst&auml;tte auch zahlreiche Sorten Schn&auml;pse angeboten wurden. Zu deren Umschlagh&auml;ufigkeit hat das FA keine Ermittlungen vorgenommen. Nach der Lebenserfahrung d&uuml;rfte in diesem Bereich aber durchaus eine nennenswerte &#8211;in ihrem Umfang zudem schwankende&#8211; Lagerhaltung bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>135<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unzutreffend ist die Erw&auml;gung des FA, etwaige durch den Monatswechsel bedingte Verschiebungen zwischen dem Zeitpunkt des Wareneinkaufs (bzw. der Bezahlung der Eingangsrechnungen) und dem &#8211;f&uuml;r die Ermittlung des zutreffenden RAS allein ma&szlig;geblichen&#8211; Zeitpunkt des tats&auml;chlichen Wareneinsatzes seien zu vernachl&auml;ssigen, weil sich die Auswirkungen auf den RAS in den Folgemonaten ausgleichen w&uuml;rden. Dieser Einwand verkennt, dass die Methode der Quantilssch&auml;tzung gerade auf der Heranziehung eines der h&ouml;chsten RAS beruht. Wenn aber ein Teil der in die Betrachtung einbezogenen Einzel-RAS wegen der durch den Monatswechsel bedingten Verschiebungen &uuml;berh&ouml;ht ist, kommt es eben nicht zu einem Ausgleich. Vielmehr bleiben diese &uuml;berh&ouml;hten RAS in der Gesamtrechnung bestehen und werden dann zur Begr&uuml;ndung der H&ouml;he der Hinzusch&auml;tzung herangezogen. Der Antragsteller hat selbst dargelegt, dass im Streitfall bereits eine &#8211;auch angesichts der konkreten betrieblichen Verh&auml;ltnisse als eher geringf&uuml;gig anzusehende&#8211; Verschiebung eines Wareneinkaufs\/Wareneinsatzes im Umfang von nur 250&nbsp;EUR &uuml;ber eine Monatsgrenze hinaus zu einer Ver&auml;nderung des Monatswertes des RAS um 21&nbsp;Prozentpunkte f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>136<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Durchf&uuml;hrung von Veranstaltungen, die am jeweiligen Tag zu einem deutlichen &quot;Umsatzsprung&quot; im Vergleich zu einer durchschnittlichen Tageseinnahme gef&uuml;hrt hat, w&auml;re ebenfalls gesondert zu betrachten gewesen. In F&auml;llen, in denen der f&uuml;r eine Veranstaltung erforderliche, deutlich erh&ouml;hte Wareneinkauf noch vor einem Monatswechsel get&auml;tigt wird, die entsprechenden Erl&ouml;se aber erst nach dem Monatswechsel vereinnahmt werden, kommt es zu ganz erheblichen Verzerrungen zwischen den einzelnen Monatswerten. Der RAS des Monats, in den die Vereinnahmung des Erl&ouml;ses f&auml;llt, wird deutlich zu hoch ausgewiesen; umgekehrt wird der RAS des Monats, in den der vorbereitende Wareneinkauf f&auml;llt, deutlich zu gering ausgewiesen. Da die Idee der hier vom FA angewendeten Variante des Zeitreihenvergleichs gerade darauf beruht, Schwankungen der monatlichen RAS als starkes Indiz f&uuml;r eine materiell fehlerhafte Gewinnermittlung anzusehen, muss das FA es schon bei der Durchf&uuml;hrung des Zeitreihenvergleichs &#8211;von Amts wegen&#8211; ausschlie&szlig;en, dass betriebliche Besonderheiten derartige rechnerische Schwankungen hervorrufen k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>137<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Zudem kann der Senat beim derzeitigen Stand des Sachvortrags des FA nicht erkennen, dass gerade der von der Quantilssch&auml;tzungs-Software der Finanzverwaltung ausgeworfene Wert &quot;am wahrscheinlichsten&quot; &#8211;so die Formulierung des Pr&uuml;fers&#8211; sei. Insoweit kann sich im Hauptsacheverfahren &#8211;sofern dort nach weiterer Sachaufkl&auml;rung &uuml;berhaupt die Voraussetzungen f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung eines Zeitreihenvergleichs festzustellen sein sollten&#8211; die Einholung des Gutachtens eines mathematisch-statistischen Sachverst&auml;ndigen anbieten (vgl. hierzu Krumm, DB 2017, 1105, 1107, re. Sp.), falls das FG nicht selbst &uuml;ber die erforderliche Sachkunde in der Anwendung und Beurteilung mathematisch-statistischer Methoden verf&uuml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>138<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das FA geht davon aus, dass bei Datens&auml;tzen, die der Gau&szlig;&#8217;schen Normalverteilung gen&uuml;gen, so dass 68,27&nbsp;% der Datens&auml;tze innerhalb der ersten Standardabweichung liegen, der Wert, der sich f&uuml;r den oberen Rand der durch die erste Standardabweichung definierten Bandbreite ergibt, der zutreffende Wert f&uuml;r die Sch&auml;tzung sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>139<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) In mathematischer Hinsicht setzt die Anwendung der statistischen Erkenntnisse zur Gau&szlig;&#8217;schen Normalverteilung zuv&ouml;rderst voraus, dass die RAS &uuml;berhaupt der Normalverteilung folgen und die erhobene Grundgesamtheit (hier: 36&nbsp;Einzelgr&ouml;&szlig;en) gro&szlig; genug ist. Beim gegenw&auml;rtigen Stand bestehen hinsichtlich beider Voraussetzungen Bedenken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>140<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Voraussetzung daf&uuml;r, dass die Einzelgr&ouml;&szlig;en einer Grundgesamtheit der Gau&szlig;&#8217;schen Normalverteilung folgen, d&uuml;rfte im Regelfall sein, dass die Einzelgr&ouml;&szlig;en zutreffend ermittelt wurden. Im Streitfall folgen m&ouml;glicherweise zwar die &#8211;angesichts der Unsicherheiten bei der Sch&auml;tzung des tats&auml;chlichen Wareneinsatzes nicht mit vertretbarem Aufwand feststellbaren&#8211; exakten tats&auml;chlichen monatlichen RAS eines Betriebs der Gau&szlig;&#8217;schen Normalverteilung, aber die vom Pr&uuml;fer relativ grob gesch&auml;tzten monatlichen RAS weichen mehr oder weniger deutlich von den tats&auml;chlichen monatlichen RAS ab. Insofern ist es jedenfalls nicht selbstverst&auml;ndlich &#8211;und w&auml;re ggf. vom FA im Hauptsacheverfahren sachkundig zu belegen&#8211;, dass auch die vom Pr&uuml;fer unter Inkaufnahme eines erheblichen Sch&auml;tzungsfehlers ermittelten monatlichen RAS normalverteilt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>141<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinzu kommt das m&ouml;glicherweise nur schwer zu l&ouml;sende Problem, dass einerseits die Grundgesamtheit (hier: die Anzahl der zur Verf&uuml;gung stehenden RAS f&uuml;r bestimmte Zeitabschnitte) m&ouml;glichst hoch sein sollte, um zu einer Normalverteilung zu kommen, gegenl&auml;ufig aber die Qualit&auml;t (Validit&auml;t) des einzelnen RAS mit der Verk&uuml;rzung des Zeitraums, f&uuml;r den er ermittelt wird, stark abnimmt. So d&uuml;rften die jeweils f&uuml;r ein Quartal ermittelten RAS zwar je Einzelwert nur eine relativ geringe Fehlermarge aufweisen, da die problematischen Verschiebungen beim Wareneinkauf zu Beginn und zum Ende des jeweiligen Zeitabschnitts hier im Verh&auml;ltnis zur Gesamth&ouml;he des Wareneinkaufs nicht so stark ins Gewicht fallen wie bei Monats- oder gar Wochenwerten. Indes w&uuml;rden dann f&uuml;r das Jahr 2008 nur vier Einzelwerte und f&uuml;r die &#8211;aufgrund der erheblichen Preiserh&ouml;hung gesondert zu betrachtenden&#8211; Jahre 2009\/2010 nur acht Einzelwerte zur Verf&uuml;gung stehen. Dies d&uuml;rfe eine f&uuml;r die Anwendung der Normalverteilung erheblich zu geringe Grundgesamtheit sein.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>142<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Auf der anderen Seite erhielte man zwar eine ausreichend gro&szlig;e Grundgesamtheit, wenn die RAS tageweise ermittelt w&uuml;rden (f&uuml;r 2008 ca. 350 Einzelwerte, f&uuml;r 2009\/2010 ca. 700&nbsp;Einzelwerte). Hier w&auml;re jedoch der einzelne tageweise ermittelte RAS unbrauchbar, da nicht an jedem Tag exakt so viele Waren eingekauft wie am selben Tag verbraucht werden. Es fehlte damit an der Validit&auml;t der Einzelwerte, so dass ebenfalls nicht davon ausgegangen werden k&ouml;nnte, sie folgten der Normalverteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>143<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich w&auml;re zu kl&auml;ren, ob der vom FA behauptete mathematische Erfahrungssatz des Inhalts, dass der &quot;richtige&quot; Wert bei schwankenden und &#8211;hier unterstellt&#8211; normalverteilten Gewinnermittlungs-Rohdaten genau dem Mittelwert zuz&uuml;glich der ersten Standardabweichung entspricht, tats&auml;chlich existiert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>144<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Schon im Ansatz unzutreffend ist in diesem Zusammenhang die Erw&auml;gung des FG, die Quantilssch&auml;tzung sei schon deshalb eine sachgerechte Sch&auml;tzungsmethode, weil sie den normalen Gesch&auml;ftsverlauf als repr&auml;sentativ ansehe. Tats&auml;chlich rekurriert die Quantilssch&auml;tzung nicht etwa auf den &quot;normalen Gesch&auml;ftsverlauf&quot;, sondern st&uuml;tzt sich f&uuml;r die vorgenommene Vollsch&auml;tzung auf einen Wert, der in 80&nbsp;% der Zeitabschnitte gerade nicht erreicht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>145<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Zur Ber&uuml;cksichtigung der vorhandenen formellen M&auml;ngel der Aufzeichnungen des Antragstellers nimmt der Senat in Aus&uuml;bung seiner eigenen Sch&auml;tzungsbefugnis f&uuml;r AdV-Zwecke &#8211;und ohne jedes Pr&auml;judiz f&uuml;r das Hauptsacheverfahren&#8211; einen griffweisen Sicherheitszuschlag zu den erkl&auml;rten Einnahmen von 3.000&nbsp;EUR netto pro Jahr vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>146<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die sicher feststellbaren formellen M&auml;ngel beschr&auml;nken sich nach dem derzeitigen Stand der Sachaufkl&auml;rung auf die Bereiche &quot;Volksfest&quot; und &quot;Veranstaltungen&quot;. Der Anteil dieser Gesch&auml;ftsbereiche am Gesamterl&ouml;s steht derzeit nicht fest, was im AdV-Verfahren nicht zu Lasten des Antragstellers gehen darf. Daher bewegt sich der Sicherheitszuschlag am unteren Rand der Bandbreite und repr&auml;sentiert den Bereich, in dem es keine ernstlichen Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit einer Hinzusch&auml;tzung gibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>147<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu Lasten des Antragstellers merkt der Senat allerdings an, dass er derzeit keine Grundlage f&uuml;r die vom Pr&uuml;fer vorgenommene gewinnmindernde Ber&uuml;cksichtigung der Umsatzsteuer-Mehrergebnisse im Jahr 2010 sieht, und daher in diesem Umfang keine AdV gew&auml;hren kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>148<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Obwohl der Antragsteller den Betrieb zum 1.&nbsp;Januar 2011 zu Buchwerten in die Ehegatten-GbR eingebracht hat und sowohl der Antragsteller als auch die GbR ihre Gewinne durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung ermittelt haben, vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, es sei zwingend eine Aufgabebilanz f&uuml;r das Einzelunternehmen zu erstellen und ein &Uuml;bergangsgewinn zu berechnen (Tz.&nbsp;11 des Bp-Berichts). Im Rahmen der Ermittlung dieses &Uuml;bergangsgewinns hat er die sich aus der Pr&uuml;fung ergebenden Umsatzsteuer-Verbindlichkeiten (15.200&nbsp;EUR) gewinnmindernd passiviert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>149<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>F&uuml;r diese Gewinnminderung sieht der Senat indes bei summarischer Pr&uuml;fung keine Rechtsgrundlage. Wenn sowohl der zu Buchwerten eingebrachte Betrieb als auch die aufnehmende Personengesellschaft ihre Gewinne durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung ermitteln, ist der einbringende Einzelunternehmer nicht zur Ermittlung eines &Uuml;bergangsgewinns verpflichtet (vgl. BFH-Urteile vom 13.&nbsp;September 2001 IV&nbsp;R&nbsp;13\/01, BFHE 196, 546, BStBl II 2002, 287, unter II.2., und vom 14.&nbsp;November 2007 XI&nbsp;R&nbsp;32\/06, BFH\/NV 2008, 385, unter II.1.d aa), zumal die aufnehmende Personengesellschaft sogleich ein gegenl&auml;ufiges &Uuml;bernahmeergebnis ermitteln m&uuml;sste. Im Rahmen der Ermittlung der von der Vollziehung auszusetzenden Betr&auml;ge nimmt der Senat daher eine Saldierung mit diesem Rechtsfehler vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>150<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Anders als der Antragsteller meint, ist nicht schon deshalb AdV zu gew&auml;hren, weil das FA 13&nbsp;Monate lang nicht &uuml;ber den Einspruch entschieden hat. Der Antragsteller beruft sich hierbei auf den Beschluss des FG M&uuml;nster vom 16.&nbsp;April 1997&nbsp;&nbsp;15&nbsp;V&nbsp;1134\/97 (EFG 1997, 895). Dort war allerdings tragend f&uuml;r die Gew&auml;hrung von AdV, dass das FA seine im Pr&uuml;fungsbericht gezogenen Wertungen nicht durch konkrete Tatsachen belegt hatte. Aufgrund des sich daraus ergebenden &quot;erheblichen Aufkl&auml;rungsbedarfs&quot; hat das FG AdV gew&auml;hrt. Demgegen&uuml;ber besteht im Streitfall jedenfalls hinsichtlich der formellen Mangelhaftigkeit der Aufzeichnungen in den Bereichen &quot;Volksfest&quot; und &quot;Veranstaltungen&quot; kein Aufkl&auml;rungsbedarf mehr.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>151<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table class=\"Rsp\">\n<tr>\n<th colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"4\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">d) Damit ergibt sich die folgende Berechnung der nicht von der Vollziehung auszusetzenden Besteuerungsgrundlagen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Jahr&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2008&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2009&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2010&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mehrerl&ouml;s netto<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 3.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 3.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 3.000&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mehr-Umsatzsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 570&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 570&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 570&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Passivierung der Umsatzsteuer<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">.\/. 0&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:left\">Mehrgewinn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 3.570&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 3.570&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">+ 3.570&nbsp;EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>152<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die &Uuml;bertragung der Ermittlung der auszusetzenden Betr&auml;ge auf das FA beruht auf der entsprechenden Anwendung des &sect;&nbsp;100 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:90\"pt width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">IV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>153<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;136 Abs.&nbsp;1 FGO. Die f&uuml;r den Antragsteller im Vergleich zum erstinstanzlichen Verfahren ung&uuml;nstigere Kostenquote f&uuml;r das Beschwerdeverfahren beruht darauf, dass hier zu seinen Lasten auch diejenigen Teile des Antrags zu ber&uuml;cksichtigen waren, die als unzul&auml;ssig anzusehen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 12.7.2017, X B 16\/17ECLI:DE:BFH:2017:BA.120717.XB16.17.0 Anforderungen an die Aufzeichnungen bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse; Zul&auml;ssigkeit einer Quantilssch&auml;tzung Leits&auml;tze 1. Eine Aufbewahrung von Tagessummen-Belegen mit Einzelaufzeichnung der Erl&ouml;se und Summenbildung kann, sofern im Betrieb keine weiteren Ursprungsaufzeichnungen angefallen sind, in F&auml;llen der Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse bei Anlegung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-16-17-anforderungen-an-die-aufzeichnungen-bei-gewinnermittlung-durch-einnahmen-ueberschuss-rechnung-und-verwendung-einer-offenen-ladenkasse-zulaessigkeit-einer-quantilsschaetzung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;16\/17 &#8211; Anforderungen an die Aufzeichnungen bei Gewinnermittlung durch Einnahmen-&Uuml;berschuss-Rechnung und Verwendung einer offenen Ladenkasse; Zul&auml;ssigkeit einer Quantilssch&auml;tzung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67571","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67571"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67571\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}