{"id":67648,"date":"2017-09-14T18:33:41","date_gmt":"2017-09-14T16:33:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=67648"},"modified":"2017-09-14T18:33:41","modified_gmt":"2017-09-14T16:33:41","slug":"viii-r-38-15-verluste-aus-der-veraeusserung-einer-fondsgebundenen-lebensversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-38-15-verluste-aus-der-veraeusserung-einer-fondsgebundenen-lebensversicherung\/","title":{"rendered":"VIII&nbsp;R&nbsp;38\/15 &#8211; Verluste aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer fondsgebundenen Lebensversicherung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2017, VIII R 38\/15<br \/>ECLI:DE:BFH:2017:U.140317.VIIIR38.15.0<\/p>\n<p class=\"titel\">Verluste aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer fondsgebundenen Lebensversicherung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die mit der Abgeltungsteuer als Schedule eingef&uuml;hrten Besonderheiten der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen (&sect; 20 EStG) bedingen eine tats&auml;chliche Vermutung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht. Sie gilt auch hinsichtlich von Verlusten aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer Lebensversicherung.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tenor\">Tenor<\/p>\n<div>\n<p>Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das Urteil des Finanzgerichts D&uuml;sseldorf vom 23. Oktober 2015&nbsp;&nbsp;1 K 2011\/13 E aufgehoben und der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 21. Mai 2013 dahin ge&auml;ndert, dass bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen des Kl&auml;gers ein Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Lebensversicherung in H&ouml;he von 46.198 EUR anerkannt wird.<\/p>\n<\/p>\n<p>Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">I.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden im Streitjahr (2009) zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Der Kl&auml;ger war Versicherungsnehmer einer vom 1.&nbsp;September 1999 bis zum 1.&nbsp;September 2011 laufenden fondsgebundenen Lebensversicherung. Versicherte Person war seine Ehefrau, die Kl&auml;gerin. Die Versicherungssumme im Todesfall betrug 320.250&nbsp;DM (163.741,22&nbsp;EUR). Im Erlebensfall sollte das Deckungskapital, d.h. der Wert der gutgeschriebenen Fondsanteile, f&auml;llig werden. Am 1.&nbsp;M&auml;rz 2009 verkaufte der Kl&auml;ger seine Anspr&uuml;che aus dem Versicherungsvertrag an die Kl&auml;gerin. Der am 2.&nbsp;Juni 2009 f&auml;llige Kaufpreis betrug 67.517,92&nbsp;EUR und entsprach dem Wert des Deckungskapitals zum 28.&nbsp;Februar 2009. Mit Vertrag vom 5.&nbsp;Juni 2009 gew&auml;hrte der Kl&auml;ger seiner Ehefrau ein zinsloses Darlehen in H&ouml;he des Kaufpreises. Dieses Darlehen war am 31.&nbsp;Dezember 2011 in einer Summe zur&uuml;ckzuzahlen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da der Kl&auml;ger zum Zeitpunkt des Verkaufs die auf 60&nbsp;Monate beschr&auml;nkten Beitr&auml;ge in H&ouml;he von insgesamt 222.396&nbsp;DM (113.709,27&nbsp;EUR) vollst&auml;ndig gezahlt hatte, ergab sich f&uuml;r ihn ein Ver&auml;u&szlig;erungsverlust in H&ouml;he von 46.198&nbsp;EUR. Diesen Verlust machte er in der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr als negative Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (EStG) geltend.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erkannte den Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Lebensversicherung wegen Gestaltungsmissbrauchs (&sect;&nbsp;42 der Abgabenordnung) nicht an. Einspruch und Klage blieben erfolglos.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) urteilte, eine Ber&uuml;cksichtigung des Ver&auml;u&szlig;erungsverlusts bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 i.V.m. &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG scheitere zwar nicht an den Grunds&auml;tzen zur Anerkennung von Vereinbarungen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen, aber an der fehlenden Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers. Unter Ber&uuml;cksichtigung der Gesetzeshistorie des &sect;&nbsp;20 EStG und des zum 1.&nbsp;Januar 2009 eingetretenen Systemwechsels bei der Besteuerung von Kapitaleink&uuml;nften habe der Kl&auml;ger weder zum Zeitpunkt des Abschlusses des Versicherungsvertrags im Jahr 1999 noch zum Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung der Versicherungsanspr&uuml;che im Streitjahr die Absicht gehabt, steuerpflichtige Eink&uuml;nfte zu erzielen. F&uuml;r den Zeitpunkt des Abschlusses des Versicherungsvertrags werde dies bereits durch die tats&auml;chlich gew&auml;hlte Vertragsgestaltung indiziert, da die Laufzeit des Vertrags (zw&ouml;lf Jahre) und die Dauer der Beitragszahlung (f&uuml;nf Jahre) unter Ber&uuml;cksichtigung von &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG in der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Fassung (EStG a.F.) gerade auf die Vermeidung steuerlich relevanter Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen ausgerichtet gewesen sei. Seit dem 1.&nbsp;Januar 2009 w&uuml;rden gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG zwar auch Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge und damit die Verm&ouml;genssph&auml;re in die Besteuerung einbezogen, so dass unter weiterer Ber&uuml;cksichtigung des beschr&auml;nkten und pauschalisierten Werbungskostenabzugs gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;9 EStG von einer typisierten Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht auszugehen sei. Dies k&ouml;nne aber fr&uuml;hestens ab dem Zeitpunkt der Gesetzes&auml;nderung in die Pr&uuml;fung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht einbezogen werden. Au&szlig;erdem k&ouml;nne die typisierte Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht nicht f&uuml;r vor dem 1.&nbsp;Januar 2009 geschlossene Versicherungsvertr&auml;ge gelten. Vielmehr sei im Streitfall zu ber&uuml;cksichtigen, dass der Kl&auml;ger lediglich seinen Verlust habe begrenzen wollen. Ein steuerlich relevanter &Uuml;berschuss sei &#8211;auch theoretisch&#8211; nicht mehr m&ouml;glich gewesen. Insofern k&ouml;nne der Rechtsgedanke herangezogen werden, der f&uuml;r die Zuordnung eines Wirtschaftsguts zum gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gen entwickelt worden sei und eine solche Zuordnung ausschlie&szlig;e, wenn zum Zeitpunkt der Einlage die Entstehung eines Verlusts feststehe. Die Gr&uuml;nde sind in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2016, 377 ver&ouml;ffentlicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit ihrer Revision machen die Kl&auml;ger geltend, dass es f&uuml;r die Pr&uuml;fung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht unter Ber&uuml;cksichtigung des Urteils des FG N&uuml;rnberg vom 11.&nbsp;Februar 2014&nbsp;&nbsp;1&nbsp;K&nbsp;1465\/13 (EFG 2014, 1671) allein auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses ankomme. Dabei seien auch nicht steuerbare Einnahmen einzubeziehen, so dass die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht im Streitfall gegeben sei. Auch wenn der Senat dieser Auffassung nicht folgen sollte, k&ouml;nne daraus f&uuml;r den Streitfall kein Fehlen der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht abgeleitet werden. Insofern sei auf die Unterschiede zwischen dem hiesigen Sachverhalt und dem Sachverhalt, der dem Urteil des FG N&uuml;rnberg in EFG 2014, 1671 zugrunde gelegen habe, hinzuweisen. Im Streitfall entfalle die Steuerpflicht erst nach Ablauf von zw&ouml;lf Jahren. Dies k&ouml;nne mit der Spekulationsfrist f&uuml;r private Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte i.S. des &sect;&nbsp;23 Abs.&nbsp;1 EStG verglichen werden, bei denen typisierend von einer Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht auszugehen sei. Zudem werde der &uuml;berwiegende Teil der Kapitallebensversicherungen vorzeitig gek&uuml;ndigt. Schlie&szlig;lich h&auml;tte ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn aufgrund der Gesetzes&auml;nderung zum 1.&nbsp;Januar 2009 der Besteuerung unterlegen. Dem entsprechend m&uuml;ssten aber auch Verluste als negative Eink&uuml;nfte ber&uuml;cksichtigt werden. Anderenfalls k&auml;me es zu einem Versto&szlig; gegen das objektive Nettoprinzip. Aus der Begr&uuml;ndung des Finanzausschusses zur Anwendungsregelung des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG (BTDrucks&nbsp;16\/5491, S.&nbsp;21) folge, dass der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn &#8211;und damit auch der Ver&auml;u&szlig;erungsverlust&#8211; aus der vollen Differenz zwischen dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s und den bis zum Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung entrichteten Beitr&auml;gen zu ermitteln sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;, die Vorentscheidung aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Mai 2013 dahin zu &auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen des Kl&auml;gers ein Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Lebensversicherung in H&ouml;he von 46.198&nbsp;EUR anerkannt wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es folgt der Begr&uuml;ndung des FG und weist erg&auml;nzend darauf hin, dass der Verlust des eingesetzten Kapitals nach der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Rechtslage der privaten Verm&ouml;gensebene zuzurechnen gewesen sei, da sich die Besteuerung grunds&auml;tzlich auf die rechnungsm&auml;&szlig;igen und au&szlig;errechnungsm&auml;&szlig;igen Zinsen aus den Sparanteilen beschr&auml;nkt habe (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F.). Die Ver&auml;u&szlig;erung der Anspr&uuml;che aus dem Versicherungsvertrag an die Kl&auml;gerin innerhalb von zw&ouml;lf Jahren nach Vertragsschluss k&ouml;nne auch unter Ber&uuml;cksichtigung des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG nicht zu einer Verlagerung von Ver&auml;u&szlig;erungsverlusten in die steuerlich relevante Ertragsebene f&uuml;hren. Vielmehr m&uuml;sse die Formulierung &quot;sofern&quot; in &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG im Sinne von &quot;soweit&quot; ausgelegt werden, um einen Gleichlauf mit dem R&uuml;ckkauf zu erreichen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:center\">II. <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Revision der Kl&auml;ger ist begr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung des FG wird aufgehoben und der Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 21.&nbsp;Mai 2013 dahin ge&auml;ndert, dass bei den Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen des Kl&auml;gers ein Verlust aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Lebensversicherung in H&ouml;he von 46.198&nbsp;EUR anerkannt wird (&sect;&nbsp;126 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Vorentscheidung widerspricht Bundesrecht (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;1 FGO). Die Nichtber&uuml;cksichtigung des Verlusts des Kl&auml;gers aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anspr&uuml;che aus der fondsgebundenen Lebensversicherung wegen fehlender Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht verst&ouml;&szlig;t gegen &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 i.V.m. &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG; sie ist rechtswidrig und verletzt die Kl&auml;ger in ihren Rechten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Das FG geht zutreffend davon aus, dass f&uuml;r die Ver&auml;u&szlig;erung der Anspr&uuml;che aus dem Versicherungsvertrag gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG (mittlerweile &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;28 Satz&nbsp;14 EStG n.F.) im Streitfall &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG i.d.F. des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 (UntStRefG 2008) vom 14.&nbsp;August 2007 (BGBl I 2007, 1912) anwendbar ist. Denn der zweite Halbsatz des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG dehnt die Anwendung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG auch auf die Ver&auml;u&szlig;erung der Anspr&uuml;che aus vor dem 1.&nbsp;Januar 2005 abgeschlossenen Alt-Vertr&auml;gen aus, &quot;sofern bei einem R&uuml;ckkauf zum Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt die Ertr&auml;ge nach &sect;&nbsp;20 Absatz&nbsp;1 Nummer&nbsp;6 in der am 31.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Fassung steuerpflichtig w&auml;ren&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Diese Voraussetzung ist im Streitfall erf&uuml;llt. Ein R&uuml;ckkauf der fondsgebundenen Lebensversicherung des Kl&auml;gers zum Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt im Jahr 2009 w&auml;re nach der bis zum 31.&nbsp;Dezember 2004 geltenden Rechtslage steuerpflichtig gewesen. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;1 EStG a.F., der &uuml;ber Satz&nbsp;5 der Vorschrift auch f&uuml;r fondsgebundene Lebensversicherungen galt, sah grunds&auml;tzlich eine Steuerpflicht f&uuml;r rechnungsm&auml;&szlig;ige und au&szlig;errechnungsm&auml;&szlig;ige Zinsen aus den Sparanteilen vor. Zwar machte Satz&nbsp;2 hiervon eine Ausnahme. Die Voraussetzungen dieser Steuerbefreiung w&auml;ren im Streitfall jedoch nicht erf&uuml;llt, da der Verkauf im Jahr 2009 und damit vor Ablauf der Mindestlaufzeit von zw&ouml;lf Jahren nach Vertragsschluss stattfand.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Formulierung &quot;sofern&quot; in &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;2 EStG kann nicht einschr&auml;nkend im Sinne von &quot;soweit&quot; ausgelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der Stellungnahme des Bundesrats vom 11.&nbsp;Mai 2007 (BRDrucks 220\/07, S.&nbsp;17, zur&uuml;ckgehend auf die Empfehlungen der Aussch&uuml;sse vom 30.&nbsp;April 2007, BRDrucks 220\/1\/07, S.&nbsp;25&nbsp;f.) ist der zweite Halbsatz des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG eingef&uuml;gt worden, um sicherzustellen, dass die Ertr&auml;ge aus vor dem 1.&nbsp;Januar 2005 geschlossenen Alt-Vertr&auml;gen, &quot;die nach derzeitigem Recht steuerpflichtig w&auml;ren, auch nach dem 01.01.2009 zu steuerpflichtigen Eink&uuml;nften f&uuml;hren&quot;, d.h. die streitige Anwendungsregelung zielte prim&auml;r auf die Zinsen aus den Sparanteilen, die bereits nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F. steuerpflichtig waren. Dar&uuml;ber hinaus verfolgte der Gesetzgeber das Ziel, zur Vermeidung einer Besteuerungsl&uuml;cke eine Gleichbehandlung des Ver&auml;u&szlig;erungsfalls mit dem Erlebensfall und dem R&uuml;ckkauf zu erreichen (vgl. hierzu BTDrucks 16\/5491, S.&nbsp;21), f&uuml;r die &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;36 Satz&nbsp;5 EStG (mittlerweile &sect;&nbsp;52 Abs.&nbsp;28 Satz&nbsp;5 EStG n.F.) weiterhin die Anwendung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG a.F. und damit abweichend zu &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 i.V.m. Abs.&nbsp;4 EStG lediglich die Besteuerung der Zinsen aus den Sparanteilen vorsieht (vgl. auch Rengier, Der Betrieb 2007, 1771, 1775).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Daraus kann aber nicht auf eine einschr&auml;nkende Auslegung des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;2 EStG geschlossen werden. Denn diese Zielvorstellungen des Gesetzgebers haben keinen Ausdruck im Gesetz gefunden. Vielmehr regelt der eindeutige Wortlaut des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 Halbsatz&nbsp;2 EStG die uneingeschr&auml;nkte Anwendbarkeit des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG, sofern &#8211;wie im Streitfall&#8211; der R&uuml;ckkauf im Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkt nach dem EStG a.F. steuerpflichtig gewesen w&auml;re. Auf den Umfang dieser Steuerpflicht kommt es nicht an. Dies entspricht auch der Begr&uuml;ndung des Finanzausschusses zur endg&uuml;ltigen Fassung des &sect;&nbsp;52a Abs.&nbsp;10 Satz&nbsp;5 EStG, in der von einer Besteuerung des vollen Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns &quot;in H&ouml;he des Unterschieds zwischen dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s und den bis zum Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung entrichteten Beitr&auml;gen&quot; (BTDrucks 16\/5491, S.&nbsp;21) ausgegangen wird, d.h. keine Beschr&auml;nkung auf die im Fall des R&uuml;ckkaufs steuerpflichtigen Bestandteile erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Kl&auml;ger hat durch die Ver&auml;u&szlig;erung der Anspr&uuml;che aus der fondsgebundenen Lebensversicherung die Voraussetzungen des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG erf&uuml;llt. Gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;4 EStG ergibt sich daraus ein Verlust in H&ouml;he von 46.198&nbsp;EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das FG durfte die steuerliche Anerkennung dieses Verlusts nicht wegen fehlender Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht versagen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Vorliegen einer Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht ist auch bei Eink&uuml;nften aus Kapitalverm&ouml;gen i.S. des &sect;&nbsp;20 EStG grunds&auml;tzlich zu pr&uuml;fen und f&uuml;r jede einzelne Kapitalanlage getrennt zu beurteilen (stellvertretend Senatsurteil vom 14.&nbsp;Mai 2014 VIII&nbsp;R&nbsp;37\/12, BFH\/NV 2014, 1883). Das Erfordernis der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht gilt grunds&auml;tzlich f&uuml;r alle Einkunftsarten, allerdings unter Ber&uuml;cksichtigung ihrer jeweiligen Besonderheiten hinsichtlich der Eink&uuml;nfteermittlung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die durch das UntStRefG 2008 mit der Abgeltungsteuer als Schedule eingef&uuml;hrten Besonderheiten der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen bedingen eine tats&auml;chliche (widerlegbare) Vermutung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht (Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 18.&nbsp;Januar 2016 IV&nbsp;C&nbsp;1&nbsp;&#8211;&nbsp;S&nbsp;2252\/08\/10004:017, 2015\/0468306, BStBl I 2016, 85, Rz&nbsp;125; Moritz\/Strohm in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, &sect;&nbsp;20 EStG n.F. Rz&nbsp;62; Musil in Herrmann\/Heuer\/Raupach, &sect;&nbsp;2 EStG Rz&nbsp;463; Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 36.&nbsp;Aufl., &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;12; Haisch\/Krampe, Deutsches Steuerrecht 2011, 2178, 2183; vgl. auch Bl&uuml;mich\/Ratschow, &sect;&nbsp;20 EStG Rz&nbsp;45; Jochum, in: Kirchhof\/ S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect;&nbsp;20 Rz&nbsp;K&nbsp;46). So sollten mit der Abgeltungsteuer in &sect;&nbsp;20 EStG umfassend alle in Betracht kommenden Kapitalanlagen erfasst werden (vgl. Gesetzesbegr&uuml;ndung zum UntStRefG 2008 in BTDrucks 16\/4841, S.&nbsp;33), insbesondere auch realisierte Wertsteigerungen des Kapitalstamms (&sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 EStG). Hinzu kommen die Einschr&auml;nkungen des objektiven Nettoprinzips durch das Werbungskostenabzugsverbot gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;9 EStG und die Verlustabzugsbeschr&auml;nkungen gem&auml;&szlig; &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;6 EStG. Zudem entscheiden W&auml;hrungspolitik und Aktienkurs &uuml;ber den Ertrag aus Zinsen und Dividenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall fehlen relevante Anhaltspunkte f&uuml;r eine Widerlegung der Vermutung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass es sich um den Verkauf eines Alt-Vertrages handelt, bei dem die Zw&ouml;lf-Jahresfrist nach &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 Satz&nbsp;2 EStG a.F. vor Einf&uuml;hrung des Alterseink&uuml;nftegesetzes vom 5.&nbsp;Juli 2004 (BGBl I 2004, 1427) noch nicht abgelaufen war und deshalb ein R&uuml;ckkauf zu steuerpflichtigen Zinsen aus den Sparanteilen gef&uuml;hrt h&auml;tte. Ein Verkauf war dagegen erst nach dem 31.&nbsp;Dezember 2008 mit Einf&uuml;hrung des &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG durch das UntStRefG 2008 in Form des Unterschiedsbetrags zwischen Einnahmen und Anschaffungskosten\/entrichteten Beitr&auml;gen steuerbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit dieser &#8211;den relevanten Steuertatbestand erst verwirklichenden&#8211; Ver&auml;u&szlig;erung hat der Kl&auml;ger seine urspr&uuml;ngliche Investitionsplanung ge&auml;ndert. Dass er damit seinen Verlust minimieren wollte (vgl. dazu BFH-Urteil vom 29.&nbsp;Juni 1995 VIII&nbsp;R&nbsp;68\/93, BFHE 178, 160, BStBl II 1995, 722), rechtfertigt ebenso wenig die Widerlegung der Vermutung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht wie das blo&szlig;e Vorliegen eines Verlusts. &sect;&nbsp;20 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 EStG regelt auch den Verlustfall. Dabei liegt es gerade in der wirtschaftlichen Typik der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen, dass der Anleger auf eine negative Entwicklung einer Anlage nur dadurch reagieren kann, dass er sie durch eine andere austauscht, d.h. sich von ihr trennt. Unter welchen Umst&auml;nden ggf. das Festhalten an einer Anlage, die keinerlei positive Entwicklung mehr nehmen kann, die Widerlegung der Vermutung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht rechtfertigen k&ouml;nnte, kann vorliegend dahinstehen. Die Ver&auml;u&szlig;erung im Streitfall jedenfalls erfolgte nicht unter Umst&auml;nden, die eine Widerlegung rechtfertigen k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hinsichtlich der Grunds&auml;tze &uuml;ber die Anerkennung von Vertr&auml;gen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen ist der Senat an die tats&auml;chliche W&uuml;rdigung des FG gebunden (&sect;&nbsp;118 Abs.&nbsp;2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Kostenentscheidung beruht auf &sect;&nbsp;135 Abs.&nbsp;1 FGO.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 14.3.2017, VIII R 38\/15ECLI:DE:BFH:2017:U.140317.VIIIR38.15.0 Verluste aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer fondsgebundenen Lebensversicherung Leits&auml;tze Die mit der Abgeltungsteuer als Schedule eingef&uuml;hrten Besonderheiten der Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen (&sect; 20 EStG) bedingen eine tats&auml;chliche Vermutung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht. Sie gilt auch hinsichtlich von Verlusten aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer Lebensversicherung. Tenor Auf die Revision der Kl&auml;ger wird das &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/viii-r-38-15-verluste-aus-der-veraeusserung-einer-fondsgebundenen-lebensversicherung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VIII&nbsp;R&nbsp;38\/15 &#8211; Verluste aus der Ver&auml;u&szlig;erung einer fondsgebundenen Lebensversicherung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-67648","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67648","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=67648"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/67648\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=67648"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=67648"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=67648"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}